Atarashi Sho

Naruto RPG # 3 Reiche # FSK 16

Das Atarashi Sho ist ein Rpg Forum das in der Welt des bekannten Anime/Manga Naruto spielt. Wir haben ein FSK Rating von 16, sowie einen FSK18 Bereich. Wir versuchen jedem Mitglied des Forums seine vollsten Möglichkeiten zu gewähren, solange das Konzept in die Geschichte des Forums passt und nichts "zu stark" ist. Unsere Geschichte spielt in einer weit entfernten Zukunft des originalen Manga. Naruto starb vor 1000 Jahren und seit jeher ist vieles geschehen. Die Reiche lebten in Frieden doch dies nicht lange. Kriege die die Welt erschütterten brachten viele Veränderungen und die Reiche überfielen sich nach und nach und so entstand eine neue Weltordnung. Konoha Gakure im Feuerreich nahm das gesamte Blitzreich mitsamt dem Dorf Kumo Gakure ein, Suna Gakure nahm ebenfalls ihren Nachbarn Iwa Gakure und das Erdreich ein und Kiri Gakure? Sie verfielen in alte Gedanken und gründeten erneut den Blutnebel, Chigiri. Wir leben heute, 1000 Jahre nach Naruto´s Tod in schweren Zeiten. Der Krieg ist beendet doch leben wir in einer kalten Kriegsphase. Chikyû jenes Reich das aus Suna und Iwa entstand hat ist das größte Reich. Die Hauptstadt tief unter der Erde verborgen und verbunden durch Tunnel. Konoha Tô das große Dorf des Waldes und letztlich Chigiri das Dorf welches Brutalität und Stärke förderte und einen kleinen Kontinent für sich einnahm.


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Lokaal Cha

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Lokaal Cha

Beitrag von Kensaku Oshima am So Mai 08, 2016 4:56 pm



Ehemals ein Tempel, wurde diese Gebäude letztes Jahr von Kensaku aufgekauft und entsprechend seiner ästhetischen Vorlieben umstrukturiert. Ausschlaggebend für diesen Kauf war die abgeschirmte Lage des Gebäudes, zu dem eigentlich nur ein einzelner stabiler und erst kürzlich neu gepflasterter Weg führt, der aber in eine einer viel beschrittenen Handelsstraße überführt, wobei der Wegweiser für das Lokal  maximal als Dezent betitelt werden könnte,  weil nur ein Bodenstein mit dem Zeichen der Cha in die Richtung weißt.
Die baulichen Veränderungen waren hierbei umfassend und umfassen neben einem Wassergraben der das Gebäude mit Ausnahme des Eingangs umschließt auch weites gehende Veränderungen des Innen Gebäudes.
Wasser ist zugleich das durchgängige Motiv und zieht sich im inneren vor, so besteht der Boden aus massiven Kristallglas, welches durch ein Shotun Jutsu geschaffen wurde und ermöglicht einen Blick auf einen darunter befindlichen Wasserkanal.

Der Eingang ist ein eher kleiner Raum in dem neben einer großen Schwarzen Theke, die man normalerweise von Hotels kennen würde, nur noch zwei traditionelle Türen sind. Wobei die linke Tür zu dem Gemeinschaftsraum der Cha und die Tür geradeaus unter anderem zum Garten und weiteren Räumen führte.
Der Innengarten ist dabei eine Kompression der Vorlieben der Cha, entlang der Innenwände wachsen verschieden Pflanzen hinab, zudem wurden verteilt Nistplätze für Vögel und Insekten integriert. Ansonsten wird auch der Garten von vier Kanälen durchzogen, die Kreisförmig um eine Insel zusammenlaufen und nur über eine aus schwarzen Basalt gefertigte Brücke erreicht werden kann, bei der aber das letzte Teilelement zu fehlen scheint, dadurch endet die Brücke zirka 10 Zentimeter vor der Insel. Diese ist das Zentrum des Gartens und verfügt über einen Schrein ähnlichen Pavillon aus schwarzen Kirschholz, verzichtet aber nahezu gänzlich auf Ornamente, nur in den Ecken findet sich Kunstvoll das Wort Cha als stilisiertes Kanji integriert, wobei hier nicht das Kanji für Bachsaibling sondern das für Kraut verwendet wurde, als Anspielung darauf, dass dies nur eine Austrieb des eigentlichen Cha Gebietes ist.   Ansonsten lassen sich zwischen kleineren Bäumen vereinzelt Marmorne Statuen von Tieren in alltäglichen Posen ausmachen, z.B. einen jungen Hund der der im Schatten eines Baumes mit einer Pfote versuchte sich vor der Sonne zu schützen.  Dennoch wirkt der Garten nahezu natürlich, wäre er nicht in seiner Präsenz schon fast zu friedlich.


Zuletzt von Kensaku Oshima am So Mai 08, 2016 4:59 pm bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet

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Re: Lokaal Cha

Beitrag von Kensaku Oshima am So Mai 08, 2016 4:57 pm

Er hatte noch gegen Abend seinen Zielort erreicht, vor Ort dann die üblichen Abläufe durchlebt und von nahezu jeder neben ihn anwesenden Person folgende Worte gehört

„Vor ihm, der alleine zum Wohl der Wesen unablässig arbeitet, obgleich er sieht, daß alle Erscheinungen weder Kommen noch Gehen besitzen, vor dem unübertrefflichen Weisen und Beschützer verbeuge ich mich in Hingabe und tiefem Respekt mit Körper, Rede und Geist.Die Quelle allen Wohlergehens und aller Freude,
des vollkommenen Erwachten, sind hervorgegangen aus der Verwirklichung der Edlen Lehre. So bitte ich um euer Wort“

die übliche Floskel die gestellt wurden wenn Personen ihn auf Fragen des Geistes ansprechen wollten, und immer begann er mit der gleichen Antwort, die vermutlich nach seinem Tod einfach übernommen werden würde “Weder verstehe ich Lehre noch bin ich erwacht, darum spreche mit mir damit wir beide dem Weisen näher kommen können“, danach durfte er Fragen über Kami, über das Schaffen von Geld und anderen mehr oder minder unbedeutenden Themen beantworten. Immerhin hatte er so auch die Gewissheit darüber gewonnen, dass die ihr lebenden Ordinierten sich mit den Glaubensvorstellungen der Cha arrangiert hatten und das die derzeit vier für ein Jahr untergebrachten Cha ebenfalls zu den Reformern gehörten und nicht versuchten die Vereinheitlichung der Lehre zu blockieren und die sich auch nicht daran störten, dass mittlerweile die Fähigkeiten als Händler genauso geschätzt wurde wie die der Dichter und Kämpfer.
Zugleich das Wichtigste des heutigen Tages war das Gespräch mit seinem Bruder gewesen in dem überraschend auch sein Sein Vater war kurz durch das Bild geschritten war, scheinbar im Gedanken versunken, zumindest wirkte es aufgrund dessen das er lediglich kurz über über die Schulter geblickt hatte so. „Verhütet?“ danach hatte er nur noch mit einem sanften Lächeln den Kopf geschüttelt und war gegangen. Ein Wort, welches gereicht hatte damit sowohl Reijarmo wie Oshima sich gegenseitig verlegen ansahen wie Schuljungen die zum Bogenschießen wollten und am Ziel merken vergessen zu haben die Sehnen einzupacken. Die Probleme des Moments zu erkennen, benennen und lösen zu können, das war der Weg des Weisen das verstricken in Illusionen war der Weg des Einfältigen, zumindest vereinfacht ausgedrückt, weil immer erst im Rückblick ersichtlich wird welcher Rattenschwanz an jeder Entscheidung hängt, welche Wucht an Strömung ein Fels verursacht der in einem Fels geworfen wurde. Danach hatten sich die beiden jungen Männer nicht mehr sonderlich viel unterhalten, dass Kind von Jiji sei erkrankt und die Mutter wäre dankbar wenn neben dem Erleuchteten auch der Erste für ihr Kind beten würde, die Idee einen der Festtage wiederzubeleben von denen sie in einem der alten Dokumente gelesen hatten, übliche Dinge, die für sie nach so wenig Jahren schon so Selbstverständlich geworden waren, wie das beseitigen der Barthaare. Davor hatte er vergeblich darauf gehofft, dass die Unbestimmtheit Rei und Nagake schon aufeinander hat treffen lassen, doch die einzigen Schwarzhaarigen mit leicht dämonische Augen an die Reijarmo sich erinnern konnte, hatte er beim Zeichnen in der Luft mit mehr Oberweite bedacht, auch musste Oshima anmerken dass seine Gespärchspartnerin über feiner geschwungene Formen verfügte, auch wenn er es nicht genau beschreiben konnte und sich dennoch weigerte ebenfalls mit den Händen ihre Formen nachzuführen, eine Ablehnung auf die Reijarmo nur mit einem kernigen und unverkennbaren Lachen reagiert hatte, ansonsten hatte er ihn nur gewarnt, dass Sie auf Grundlage der Beschreibung keine der Frauen wäre die ihn reizen würde, wobei er es natürlich nicht wirklich beurteilen könne, da er wisse wie kompliziert Oshima im Umgang mit Frauen war, doch dennoch sagte ihm sein Gefühl, dass sie berechnend genug wäre um sich im Bett nur verwöhnen zu lassen solange wie es ihr nützt und ansonsten jederzeit bereit zu sein schien einen Stich gegen einen Stich einzutauschen. Dennoch überwiegten für Oshima im hier und jetzt, im sanften Schein der Sonne die Worte seines Vaters, noch hatte sie ihn nicht betrogen, im Gegenteil sie war faktisch gesehen sehr ehrlich gewesen und hat verdeutlicht neben den von den Göttern gegebenen Verstand auch den von den Göttern geschenkten Körper zu ihren Vorteil zu nutzen, und das, so dachte sich Oshima mit zuckenden Schultern, war ihr gutes Recht.
Abseitst dieser Gedanken saß er ruhig an dem scheinbar einfach gehaltenen Tisch an dem neben seinem noch ein weiter Stuhl mit Armlehnen, der bespannt war mit guten Leder , vor ihm lediglich ein Buch, eine Gedichtsammlung eines ehemaligen Cha, der sich der Liebeslyrik zugewandt hatte und dadurch zu gewisser Berühmtheit gelangt war, wobei diese Berühmtheit nicht ausgereicht hatte um seinen gut 200-Jährigen Tod zu überdauern, wodurch ihn mittlerweile quasi nur noch junge Mädchen, junge Frauen und hoffnungslos Verliebte kannten. Oshima selbst blätterte die Seiten eher gelangweilt durch, eine der Inspirationen und Aphorismen waren durchaus nett gewesen, doch würde es sich nicht ansehen, würde es sich nicht um eine Originalausgabe handeln, deren Handschrift er schlicht und ergreifend noch einmal begutachten wollte, bevor er das Buch für die Überstellung vorbereiten lassen wollte. Sollte es doch auch in die Bibliothek des Kerndorfes gebracht werden, dem eigentlichen Grundzweck seiner derzeitigen Handelsreisen und dennoch würde vermutlich innerhalb der nächsten Glockenschläge eine Frau vorbeikommen um mit ihm über Dinge zu sprechen die unschuldigen Seelen vorenthalten würden. Kurz rieb er sich über die Augen, vielleicht war dies auch schon wieder zu viel der Antizipation, aber dennoch egal wie sehr er auf das Gefühl achtete, es blieb die Vermutung, dass sie mehr mit den beiden Dingen zu Boden von ihm anfangen können würde als mit dem Buch vor ihm, obwohl mit dem Buch mehr Kapital erzeugt werden könnte.

Im Eingang würde Sie nach vorzeigen des Siegels zu Oshima geführt werden, auf direkten Wege durch schlicht gehaltene Gänge, auch würde sie wieder die Begrüßungsgeste der linken Hand auf der rechten Brust sehen, sowie dem Gruß der Götter, ansonsten war die kaum 21 jährige Frau am Eingang dazu angehalten worden wenig mit dem Gast zu sprechen. Es war vermutlich auffällig, dass sie strategisch gewählt worden war, mit ihren Pechschwarzen Haar, der fast schon Marmoren haut und dem violetten Glänzen in den Augen, war auch sie eine Schönheit. Eine Schönheit wie sie die Cha schätzen, welches sich vor allem in ihren friedlichen Gesichtszügen zeigte, die wiederum trügerisch waren, so plante zumindest Oshima sie aufgrund ihres Geschicks bei Geschäften innerhalb der nächsten 5 Jahre als eine Adeptin zu platzieren.

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Re: Lokaal Cha

Beitrag von Nagase Kyoko am So Mai 08, 2016 7:20 pm

<- Nördlicher Shintō-Schrein

Kyoko hatte die Nacht in einer der umliegenden Raststätten verbracht, die letzteren Stunden mit Belanglosigkeiten gefüllt und befand sich nun, nach der ihr zugeteilten Beschreibung, auf direktem Wege zum Lokal. Ihr Schritt war nach wie vor selbstsicher, flink, elegant und zielgerichtet, sie wusste was es an jenem Abend zu erreichen galt. Die junge Frau wollte die Reliquien ihres Vorfahren um jeden Preis besitzen, nicht nur für ihren Clan, sondern insbesondere für sich selbst. Ein sachtes Schmunzeln zog sich im Schein einer auf dem Weg befindlichen Laterne über ihr Gesicht, als sie an die Blicke dachte, welche ihr am letzten Tage zugeworfen wurden. Natürlich hatte die aufmerksame Nagase jene bemerkt und war sich trotz gewissem Schwierigkeitsgrad in diesem Spiel sicher, es ohne nennenswerte Verluste zu gewinnen. Der Schwarzhaarige erschien ihr wie ein anständiger Mann, höflich und geprägt von einer guten Erziehung, doch waren dies keine Schutzschilde für das tödliche Gift einer attraktiven Frau. Er hielt sich zurück, aber eben das könnte ihm zum Verhängnis werden, sehnte man sich meist immerhin nach den Dingen, welche man sich selbst verwehrte. Bereits auf Entfernung zum Gebäude, bestätigte sich für die Kunoichi noch einmal die Vermutung, dass es sich hierbei nicht um einen einfachen Händler drehte. Gerade als sie sich zum Eingang begeben wollte, wurde Kyoko von einem sachten Rascheln im umliegenden Gebüsch und dem vertrauten, zischenden Laut davon abgehalten. Flink und geschickt wand sich der kleine Kuchiyosepartner über den gepflasterten Weg, ehe er sacht von der Nagase aufgehoben wurde, woraufhin er sich sogleich um ihre Arme schlang. Kuzo schien einen seiner Botengänge erfolgreich ausgeführt zu haben und nickte ihr mit, für sein zierliches Erscheinungsbild fast erschreckend, verschwörerischem, hinterhältigem Lächeln zu. Ohne nur ein Wort mit der Albinoschlange zu wechseln, strich sie ihm amüsiert mit dem langen Fingernagel über den Kopf und kurz darauf war er auch wieder verschwunden. Sie hatte jetzt wahrlich keine Zeit für einen Plausch und schritt nun geradewegs in das tempelartige Gebäude. Als sich die Tür hinter der Shura schloss, wurde im Eingangsbereich sofort ein anerkennender Pfiff von eben dieser entlassen. Dazu musste man sagen, dass es einigem bedarf Kyoko Begeisterung zu entlocken. Ohne auf die hübsche Dame im Eingangsbereich zu achten, blickte sie sogleich an sich hinunter, auf den Boden, sichtbar erbaut aus Kristallglas, was ihr sofort die Erinnerung an ein gewisses Augenpaar einbrachte. Als sie dann auch noch den aktiven Wasserkanal darunter vernahm, konnte ein kurzes „Sehr schick“ nicht verkniffen werden. Erst jetzt schenkte sie dem Begrüßungsritual der anderen Frau halbwegs Beachtung, sah dabei jedoch eher desinteressiert drein und ließ ihren stechenden, undurchdringlichen Blick abwertend über das Antlitz ihrer Gegenüber schweifen. Mit Ausnahme von Kolleginnen und Freundinnen, konnte Kyoko die Anwesenheit hübscher Frauen in ihrer Nähe nicht ausstehen. Auf die Worte der höflich dreinblickenden erwiderte sie nur ein gelangweiltes, spöttisches „Jaja ganz schön. Die vollkommen Erwachten würden sogleich in ewigen Schlaf fallen, könnten sie nach ihrer Erwachung die Dunkelheit der Welt im Ganzen sehen.“ Dabei zeigte sie das erhaltene Siegel vor und wurde daraufhin durch überraschend, schlicht gehaltene Gänge geführt. Stumm klopfte die Empfangsdame letztendlich an einer der Türen und gab dem Gast zu verstehen, dass sie nun eintreten konnte. Ohne große Umschweife wurde dies auch ausgeführt und die Tür nach ihrem Einlass geschlossen. Sofortig und mit nach wie vor schamloser Offenheit richtete sich das Augenpaar der Kunoichi auf den Schwarzhaarigen und ein charmantes Lächeln schlich sich auf ihr Gesicht, während sie sich von dem schlichten, schwarzen Mantel befreite, den sie sich übergeworfen hatte und ihn beim Nähertreten achtlos über einen der Stühle warf. „Wie ich Verhüllung hasse“ erhob sie das Wort und schenkte dem Gegenüber ein kurzes Grinsen, ehe sie sich unaufgefordert und mit lockerer Eleganz setzte. Das Spiel nahm seinen Lauf.
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Re: Lokaal Cha

Beitrag von Kensaku Oshima am So Mai 08, 2016 8:36 pm

Für das ungeübte, bzw. dass Yuhana nicht kennende Auge wirkte das Lächeln auf ihrem Gesicht ausdruckslos, für Oshima der sie schon seit nun gut drei Jahren kannte und seit einem Jahr protegierte war dagegen eine deutliche Abneigung abzulesen. Etwas das er auch glaubt in dem Gesicht der zweiten Frau erkennen zu können, wobei er noch immer ihre Maske so schwer zu lesen fand wie die Suche nach Gottesanbeterin in einem Maulbeerstrauch.  Lektion eins hatte funktioniert, lächelnd stützte er seinen Kopf, ließ zu das seine Augen den Händen von Nagase zum ersten Mal folgten, sah die feingliedrigen Finger, die nicht darauf hindeuteten, dass es Hände waren, die zum Töten geschaffen wurden, nein ihn erinnerte der Anblick an die Hände einer jungen Bäckerin, die er vor einigen Jahren mal in Konoha gesehen hatte, vor allem wegen der kraftvoll wirkenden Bewegung mit der sie den Knopf von ihrem Mantel löste. Ob er nur deswegen die Hände so genau betrachtete? Ob es ein typischer Fall ein beginnendes Gedankenspiel der angeblich so typischen männlichen Eigenschaft des mentalen Entkleidens war?  Auch heute würde er sich dann zumindest nicht durch sonderlich viele Schichten kämpfen müssen und würde seiner Fantasie nicht viele Gelegenheiten zum ausschmücken geben können, trug sie doch genau wie er die exakt gleiche Kleidung des Vortags. Auch wieder Bauchfrei, was auch Yuhana nicht entgangen war, zumindest verstand er so ihren kurzen fragenden Blick. Der Segen des Erwachten und der Götter mit euch Beiden. Auch, wenn er noch immer saß, war deutlich zu sehen wie er mit der rechten Hand auf der Brust zu seinem Gast und danach mit der linken Hand auf der Brust in Richtung seiner Mitarbeiter nickte Nagase sama nehme doch bitte Platz, welchen Tee präferierst du zu Beginn des Gesprächs?  Zugleich sei unbesorgt, die Frau in deinem Rücken wird im Weiteren als etwas wie unsere Kellnerin agieren Er machte eine kurze Pause in der er das Buch ein wenig nach vorne schob damit Nagase die Buchstaben erkennen konnte Je nachdem welchen Zeitraum unsere Geschäfte vereinnahmen werden, könnte die Notwendigkeit bestehen, dass ich meine Verantwortlichkeiten an sie übertragen werde,  daher besteht von meiner Seite aus keine Notwendigkeit die Gespräche einzustellen wenn uns durch sie Stärkung für den Leib gebracht wird. Aber solltet ihr euch daran stören, kann sie gerne beim Betreten des Gartens gegen eine der Meditationsglocken schlagen und wir beiden das Subjekt wechseln. Ich denke wir beide gehen auch stillschweigend davon aus, dass wir beide mit unseren blanken Kehlen für die notwendige Diskretion bürgen Er wartete kurz ihre Antwort ab, wies dann mit einer Geste der Hand Yuhana an zu gehen “Vorab möchte ich die in ihrer Weiblichkeit gesegnete noch danach fragen wie sie ihren Tee bevorzugt“ sie lächelte ein wenig verspielt in die Richtung von Oshima „die ihre Präferenzen sind mir bekannt, oder wünschen sie eine Änderung“   Richtig Eine kurze und knappe Feststellung bei der Oshima es bei einem seriösen Lächeln beließ.  Es war eine Eigenart in der Ausbildung der zukünftigen Kaufleute nicht alle Lektionen zu erklären, sondern vielfach auf gezeigtes Verhalten nur mit knappen Richtig und Falsch zu reagieren.   Kaum, dass Yuhana sich weggedreht hatte, griff Oshima auf dem Boden zu seiner linken und holte einen simplen aus jungen Buchenholz gefertigten Kasten hervor und legte ihn der Frau in die Hände Ein Gastgeschenk welches dir … um deinen Wunsch nach etwas privater zu entsprechen... unabhängig von dem Ausgang der Gespräche gewährt wird.   Ein Dolch der auf einer der Inseln des Blutnebels gefunden wurde.  Bei den feinen den Griff durchziehenden Linien handelt es sich um Echtgold, auch die links und rechts befindlichen Opale konnten in ihrer Echtheit bestätigt werden.  Ich hoffe er erweckt dein Gefallen nun zog er das kleine abgegriffen wirkende Buch wieder zu sich zurück, legte seine Wange auf den Zeigefinger der linken Hand, während sein Kinn Platz auf dem Daumen fand  Und ich möchte nicht versuchen dich damit zu bestechen  Er betrachtete ihren Blick und war noch unschlüssig was genau er aus diesen undurchdringlichen Augen lesen sollte Jedoch ist es bei den Cha Pflicht besonderen Gästen ein Geschenk zu unterbreiten, wobei das Geschenk passend gewählt sein muss. Er faltete seine Hände zu einem Dach und legte nun dort sein Kinn ab. Und nun wäre ich euch durchaus verbunden zu erfahren, was genau du von mir wünscht, bzw. erhoffst.  Und ich hoffe du vergisst nicht Vorteile aufzuzählen Er machte eine kurze Pause  und legte mit einem vergnügten Lächeln und geschlossenen Augen den Kopf ein wenig schief und vorab Geld ist für diese Sache eher Nebensächlich, wie du schon gesagt hast verfüge ich davon ausreichend, oder hätte ich dir in Anbetracht des Gebäudes und Garten noch vorgaukeln sollen um mein Überleben zu kämpfen? . Noch während des Gesprächs hatte er sein linkes Auge ein wenig geöffnet und musterte mit ruhigen Atemzügen die Bewegungen in ihrem Gesicht.  Bislang hatte sie mit Ignoranz gegenüber seine Bemerkungen geglänzt, nun musste sie erstmal mit diesen Nachteil arbeiten, denn im Privaten hätte Oshima kein Problem damit gehabt ihr mitzuteilen, was für Dinge die Cha suchten,  nur eine Überraschung durch sie wollte er nun auch nicht ausschließen.

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Re: Lokaal Cha

Beitrag von Nagase Kyoko am So Mai 08, 2016 10:03 pm

Die Anwesenheit der anderen Frau störte Kyoko doch zunehmend, hatte sie erwartet für ein Geschäftsgespräch eine gewisse Privatsphäre zu genießen, andererseits würde dies hier vermutlich wie jedes andere verstrickte Spiel auch beginnen. Eine belanglose Einleitung, in welcher Höflichkeitsfloskeln ausgetauscht werden, ehe es wirklich um das Kernthema geht. Sie konnte sich nicht verkneifen eine Braue zu heben, als ein erneuter, spirituell basierender Gruß seitens Oshima folgte. Der starke Kontrast zwischen beiden Einstiegen amüsierte sie doch zunehmend. Ihre schlangenartigen Augen schweiften kurz über den Raum, versuchten dabei jedoch trotzdem unauffällig jedes einzelne Detail aufzunehmen, ehe sie sich wieder direkt auf den Händler richteten, welcher sich höflicherweise nach dem Teewunsch der jungen Frau erkundigte. Letzteres Gebräu war wohl ohne Zweifel eine klare Vorliebe, ganz entgegen Alkohol. Natürlich konnte man sich einmal einige Gläser Sake gönnen, insbesondere nach erfolgreichem Missionsabschluss, doch verabscheute Kyoko alles was ihre aufmerksamen Sinne trüben könnte und insbesondere während eines Geschäftsgespräches, hätte sie auf Alkohol zweifelsohne verzichtet. Auf die erneute Nachfrage der durchaus zum Sprechen befähigten Empfangsdame, zog sich ein breites Grinsen über Kyokos Gesicht und dies trotz dem Gefühl einer förmlichen Verschwörung von Kristalläugigen gegenüberzustehen. „Früchtetee. Gezuckert“ schenkte sie ihr eine knappe, doch belustigte Antwort, wobei man auch hier die unterschwellige Arroganz ihrer Stimme vernehmen konnte. Als die Empfangsdame den Raum verließ, wurde Oshima ein vielsagender Blick zugeworfen. „Nein wie hübsch das Ding. Ich nehme an extra für mich ausgewählt hm?“ Als ob ihr die äußerliche Ähnlichkeit nicht aufgefallen wäre. Ohne vorerst weiter auf das Thema einzugehen, blickte die Nagase interessiert auf das ihr überreichte, hölzerne Kästchen, öffnete es langsam und nahm den Dolch, noch während Oshimas Erläuterung kurzzeitig in die Hand. Es mochte nicht sonderlich höflich erscheinen, war jedoch eine simple Aneignung der Kunoichi, alle ihr überreichten Gegenstände zur Sicherheit zu überprüfen. Und so ließ sie den Dolch mit geschickter Geschwindigkeit hin und herschwingen, drehte in einige Male und verstaute ihn daraufhin wieder im Kasten, simpel den Eindruck hinterlassend, dass sie keine Probleme hatte seine Spitze in kürzester Zeit mit Blut zu tränken. Das Geschenk gefiel ihr sichtbar, gut geeignet um ihn mit Gift zu durchtränken und nicht so ausschlaggebend wie ein Kunai. Ihre beruflichen Qualitäten musste die Frau nach Enthüllung des Schwarzhaarigen am vorigen Tag eh nicht mehr verbergen. Sie nickte ihm mit gespieltem Lächeln zu „Ich danke euch. Ein schöner Dolch und durchaus ein passenderes Geschenk als Tanzschuhe es wären.“ Der Deckel des Kastens wurde zugeklappt und der Gegenstand sacht auf den Tisch gestellt. „Und keine Sorge, ich gehe nicht von Bestechung aus, wenn man bedenkt, dass ich ohnehin etwas von euch will.“ Letzteres war momentan mehr oder weniger das Hauptproblem. Sie wollte etwas von ihm, musste sich gegebener maßen anpassen und vorerst simpel mitspielen, wobei der hinterlistigen Schlange diese Fähigkeiten als Spionin durchaus geschenkt waren. Außerdem betrachtete sich Kyoko nach wie vor in der oberen Position, war sie sich sicher, auch etwas zu besitzen was Oshima wollte. Irgendetwas will der Mensch schließlich immer. Das Gespräch wendete sich in überraschender Schnelle dem Kernthema zu und die Stimme der Nagase erhielt somit eine stechende Professionalität, doch keineswegs weniger schnippisch und unterstrichen von durchdringenden, teils untertönig verführerisch offenen Blicken. „Wenn ich mir eurer Lokal hier ansehe, gehe ich mit ziemlicher Sicherheit davon aus, dass ihr schon mit äußerst wertvollen Gegenständen gehandelt habt. Ich interessierte mich schon immer stark für die Geschichte der Shinobi und sammle mit Leidenschaft….“ Ihr Blick schweifte kurz provokant über ihren Gegenüber „….allerhand Artefakte.“ Für einen kurzen Moment herrschte Stille im Raum, ehe die schmunzelnde Kunoichi ihre Absichten weiter ausführte, wobei darunter mit Sicherheit nicht alles der Wahrheit entsprach. „Ich bin insbesondere interessiert an Reliquien, welche Orochimaru, den damaligen Sannin betreffen. Man könnte sagen, er würde meine Sammlung gut ergänzen.“ Es klang als besäße sie simpel eine Begeisterung für allerlei Reliquien, dabei war sie eigentlich nur auf ihren Vorfahren konzentriert und jene genannte Sammlung existierte überhaupt nicht. Die Schwarzhaarige beugte sich etwas vor und blickte dem Mann direkt in seine kristallenen Augen. „Bieten kann ich euch vielerlei Dinge, wobei Geld für euch wie bereits erwähnt wohl wirklich nicht von Belangen ist. Ich ziehe gerne aus sämtlichen Situationen Vorteile für mich. Also…. Benötigt ihr Informationen über gewisse Personen? Ich kann sie euch beschaffen…. Genauso wie plötzliches Verschwinden einiger Leute. Oder…. andere Dinge.“ Ihr einschlagendes Angebot mochte überraschend wirken und für Außenstehende von Übereile getränkt sein, doch wusste die Nagase was sie tat und legte die Karten zumindest in diesem Punkt überwiegend unverdeckt auf den Tisch. Ein sachtes Schmunzeln breitete sich auf ihrem Gesicht aus.
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Re: Lokaal Cha

Beitrag von Kensaku Oshima am Di Mai 10, 2016 7:29 pm

Er reagierte nicht auf die provokant gedachte Aussage, die seiner Assistentin galt, wieso auch? Er hatte sie zwar durchaus ausgesucht, aber aus anderen Gründen als den von ihnen implizierten. Vielleicht war es in manchen Geschäftsbereichen üblich Feuer mit Feuer zu bekämpfen, aber wie sollte man aussehen gegeneinander verrechnen? Sollte er die größere Oberweite von gegen ihre markanter ausgeprägte Taille gewichten? Gab es auch dafür einen Handelsmaß? Gewiss, dachte er zu sich selbst und lächelte dabei Stumm. Nur darin kannte sich Reijarmo besser aus als er, wobei er nicht glaubte in dem Fall die üblichen Buchungspreise für Kurtisanen abstrahieren zu können, doch egal, er wusste darum wie sinnlos und zugleich gefährlich solche Gedanken sein konnten, wollte sie doch mit Verlangen spielen. Doch auch  die faktische Begründung, dass alternativ ein fast Siebzigjähriger Priester sie hätte begrüßen können und Oshima nicht unbedingt riskieren wollte, dass dieser entweder durch das Äußere oder die scharfe Zunge des Gastes ein Übermaß an Lebenszeit verliert war für das Gespräch auch nicht sonderlich produktiv zumal er ihr eigentlich auch schon den bedeutsamsten der Gründe genannt hatte: die zweite junge Frau sollte mittelfristig den hiesigen Sektor übernehmen, und zum Ausbilden gehört auch Gelegenheit zu geben Situationen zu beobachten, gerade solch seltenen Vorkommnisse waren diesbezüglich besonders Wertvoll.  Bedingt durch die Unklarheit welches vielmehr ein Übergehen seitens Nagase gewesen ist, würde Yuhana vorerst bei Betreten des Gartens immer die kleine Meditationsglocke läuten.  Immerhin gefiel ihr der Dolch, und ließ in ihren Verhalten, dem absoluten fehlen einer irgendwie gearteten Überraschung oder Ablehnung gegenüber einem Geschenk erkennen, dass sie ein durchaus positiv geprägtes Selbstbild besaß Er könnte Recht habe .
In dem Moment in dem sie sich vorbeugte war er ihr dankbar für ihren durchdringenden Blick, wobei er sich selbst an einem Hund erinnert fühlte, der das auf einem Herd schmorende Fleisch roch, dennoch genau wusste das sein Frauchen nicht zögern würde ihn mit dem Kochlöffel zu prügeln, wenn er danach schnappen würde.  Relativ langweilig, galt dieser Allegorie ihrem Dekolleté, wobei bildete sich bei einer solchen in dieser Kleidung überhaupt ein solches? Er wollte es nicht kontrollieren, und auf keinen Fall darüber nachdenken, weil er darum wusste wozu derartige Gedanken führen konnten, sondern hielt lieber einfach nur ihren Blick stand, suchte in den Augen nach etwas wie Klarheit und fühlte sich nur an eine tiefe Schlucht erinnert, vielleicht eine Spalte ein tiefer Grund im Ozean? Ihre Augen wirkten alt, nicht so alt wie die seinen, die innerlich gebeugt waren durch die Illusion viele verstrichener Leben, doch waren ihre Augen nicht so unbeschwert wie er es normalerweise bei einer Frau unter dreißig sein sollte. Zumindest vermutet er auf Basis ihrer Beine und des Bauches, dass sie unter Dreißig war, wobei die ausgeprägte Muskulatur auch einfach nur kompensatorisch gegen gewisse Alterseffekte gewirkt haben könnte.   ta ta ta, wieso ist es so schwer einfach mal einfach zu sein?
Mich erfreut deine Ehrlichkeit und dafür danke ich dir. während diese Worte noch etwas Unbeschwertes hatten, schien seine Stimme bei den nachfolgenden Worten neutraler zu werden, nicht unangenehm oder abwertend, nein ganz simpel wie man es von einem Kaufman erwarten würde, der es gewohnt war alle möglichen Dinge gegeneinander abzuwägen und dadurch eine gewisse Selbstsicherheit erlangt hatte Bislang ist dein Angebot noch wenig Präzise, kann ich nicht auch direkt mit Geld die von dir angebotenen Dinge besorgen lassen?  Ob nun eine deiner Klingen oder die Klingen eines anderen Shinobi durch die Brust einer bedauernswerten Person fahren, ist doch für mich erstmal Nebensächlich, oder nicht? Er verlagerte seine Kopf von den spitzen seiner Finger auf seine Daumen, wobei er noch in derselben Bewegung die Daumen ineinander verschränkte Und glaubt mir, ich möchte euch nicht provozieren, denn meine Menschenkenntnis ist durchaus gut genug um zu erkennen, euch auch nicht zum Feind wissen zu wollen, anderseits er zuckte achtlos mit den Schultern und sah ihr im Vergleich zu seinem sonst fast immer freundlich ausdruckslosen Blick schon fast provozierend in die Augen woher soll ich Wissen ob ihr mich nicht schon als einen Feind empfindet?  Er löste den Blick von ihrem Gesicht und blickte an ihr vorbei in Richtung der marmornen Statue des kleinen Hundes der seine Augen vor der Sonne versteckte Wieso habt ihr einen den Kami geweihten Schrein aufgesucht um danach fast in jedem Satz gegenüber die Götter und den Glauben zu spotten?  Ihr müsst verstehen Er schwieg kurz wobei er vor seinen Lippen seine beiden Zeigefinger zweimal aufeinanderschlagen ließ Oder anders gesagt, sitzt ihr einem durchaus dem Glauben zusprechenden Menschen gegenüber, der sehr verwundert über euer Verhalten ist.    Nicht das er Glauben mit Obsession gleichstellte, dergleichen wäre Lächerlich existierten doch auch innerhalb der Cha dutzende Variationen, doch sollte sie ihn dennoch ein paar Fragen beantworten. Ähnlich wie beim Schach waren nach Oshima Auffassung die indirekten im ersten Augenblick scheinbar sinnlosen Züge besonders bedeutsam.   Die Frage konnte durchaus so aufgefasst werden, als würde er ihr unterstellen ihn sozusagen aufgelauert zu haben. Ein solcher Gedankengang wäre im besten Fall als Naiv oder gar Paranoid zu bezeichnen gewesen, und das war ihm auch selbst klar, er hoffte tatsächlich nur ein Stückweit die Frau kennenzulernen mit der er gerade sprach, wollte ein wenig evaluieren was sie sich von einem Artefakt erhoffte.

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Re: Lokaal Cha

Beitrag von Nagase Kyoko am Di Mai 10, 2016 11:00 pm

Kyokos Blick blieb fest und nach wie vor undurchschaubar auf dem Gesicht ihres Gastgebers beruhen. Eine Position, welche den meisten Leuten nach einer Weile unangenehm wurde, schien ihr dagegen keinerlei Probleme zu bereiten. Natürlich viel ihr seine anfängliche Ignoranz gegenüber der provokativen Aussage, bezüglich der Empfangsdame auf, doch hatte sie nicht wirklich mit einer Antwort gerechnet. Letzteres würde jedoch nichts daran ändern, dass sie dem Schwarzhaarigen im Verlauf des Gesprächs noch weitere, vielleicht unangenehme Fragen stellen würde und dies mit dem größten Vergnügen. Für einen kurzen Moment fuhren ihre feingliedrigen, unterm Kimonoärmel versteckten Finger sanft über die Holzkiste, ihre Gedanken schweiften in andere Bereiche ab. So rätselte sie, mit welchem Gift jene Anfertigung durchtränkt werden würde, doch wurde dem Händler sogleich Aufmerksamkeit geschenkt, als er erneut das Wort erhob. Ihn erfreute ihre Ehrlichkeit? Dies war mit Abstand ein Satz, den die Nagase selten zu hören bekam und vermutlich jagte ihr eben diese Tatsache ein Grinsen ins Gesicht. Doch scheinbar schienen die gespielt, freundlichen Floskeln nun ein Ende zu nehmen und es kam direkt zur Verhandlung. Zwar handelte es sich bei ihr um keine sonderlich erfahrene Geschäftsfrau, doch machte ihr Gegenüber wie erwartet sogleich ein äußerst professionelles und rationales Erscheinungsbild in seinen Ausführungen. Etwas Anderes hatte sie auch nicht erwartet, die Wahrheit hinter seinen Bedenken störte die junge Frau jedoch zunehmend. Sie besaß hier noch nicht die Oberhand, welche es zu erreichen galt. Die Kunoichi lehnte sich etwas zurück, schenkte ihrem Gegenüber einen verführerischen Blick und ließ kurzzeitig ihre spitzen, vorderen Zähne aufblitzen. „Aw, aber wenn ich es mache ist es so viel lustiger.“ Ihre Stimme klang verspielt, war mit Süßlichkeit durchtränkt und enthielt doch so viel Bitterkeit. Mochte diese Dame noch so zierlich und jung erscheinen, sie liebte ihre Arbeit und war gut in dieser. So viele Male war Blut von jenen zarten Händen getropft, welche sie nun von der Schatulle zurücknahm. „Andere Shinobi erwarten ebenso Bezahlung, mag Geld für euch auch keine Rolle spielen. Und nicht gerade selten fallen sie ihren Auftraggebern in den Rücken. Was bei mir ausgeschlossen wäre…. Immerhin will ich etwas von euch.“ Letztere Worte hatten an Professionalität zugenommen, klangen härter und doch war da jener provokante Blick, welcher sich direkt in das Innere des Händlers einzufressen schien, wie Maden in verdorbenes Fleisch. Zugegebenermaßen wirkten sich seine nächsten Worte überraschend aus, doch ließ sich die amüsiert erscheinende Kyoko dies nicht anmerken, hielt dem Blick herausfordernd und direkt stand. Sie neigte sich Oshima etwas entgegen und flüsterte verschwörerisch „Mhm berechtigte Sorge. Aber das hättet ihr bereits gemerkt.“ Für einen kurzen Moment herrschte Stille, beide Seiten hielten ein in ihrem Wortwechsel, ehe die Schwarzhaarige fortfuhr, nicht mehr flüsternd, doch nach wie vor ihrem Gegenüber zugeneigt. „Ich verspotte nicht die Götter. Lediglich die Gläubigen und was sie sich von ihrem Glauben erhoffen. Und Verwirrung zu schaffen ist eine meiner Spezialitäten.“ Äußerst wirre, rätselhafte Worte, stark in Kontrast stehend zu der daraufhin dazugewonnenen Professionalität. „Ich habe einen guten Freund, er ist im Besitz eines Waffengeschäftes, handelt jedoch auch begrenzt mit Antiquitäten. Bevor ihr fragt, er hat nicht nach was ich suche, aber vielleicht etwas nachdem ihr sucht. Hm?“ Die Erwähnung Kisukes, welcher angemerkt wirklich existierte, befähigte sie zur Bereitstellung ihres letzten, serösen Angebotes. Doch wäre die Shura bekanntlich nicht sie selbst, wenn auf jene geschäftliche Ausführung keine unangenehme Frage folgte, kombiniert mit einem amüsierten, interessierten und durchweg provokanten Blick. „Sagt Oshima, schlaft ihr mit euren Angestellten?“ Das dabei auf die kleine, schwarzhaarige angespielt wurde war selbstverständlich. Sie wollte ihn herausfordern, probieren wie weit sie gehen konnte, mit seinem rationalen Verstand spielen. Ein belustigtes Schmunzeln zog sich über das Gesicht der Schlange, während Antwort abgewartet wurde.
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Re: Lokaal Cha

Beitrag von Kensaku Oshima am Do Mai 12, 2016 5:58 pm

Lied zum Post

Vermutlich waren sie in diesen Punkt doch näher aneinander als es den Anschein hatte, nur das Oshima den Glauben mehr Funktionen zusprach, als die junge Frau, Nun gut als de facto Oberhaupt eines Clans der mehr eine Religionsgemeinschaft als eine Blutsgemeinschaft war, wäre alles andere auch durchaus selbstschädigend.
Und wieso wart ihr dann an einem Ort eines Glaubens? Ihr wirkt auf mich nicht wie eine Frau, die Gelegenheiten erschafft um über sich selbst zu lachen. . Er lauschte ihrem Angebot, ein weiterer Händler also? Er könnte in den Büchern nachsehen lassen um abzugleichen, ob er ihren augen bislang entgangen war.. aber eigentlich verstanden sie sich besonders darauf Waffenhändler zu erfassen, war doch der Handel mit Metallen schon früh ein Bestandteil, der Satori Gruppe gewesen. Doch auch wenn er nicht ausschließen wollte, dass dort potenziell schöne Dinge liegen konnten, die bislang unter Rauch verborgen waren, so glaubte er nicht, dass die beiden Handelspartner unter wertvoll schon das Gleiche verstanden.
Ohne seinen Kopf, oder die rechte Hand zu bewegen zog er mit der linken Hand das Büchlein mit dem ledernen Umschlag erneut in die Mitte des Tisches, und auch dieses Mal war er durchaus beruhigt kein leichtes schaben zu hören, keine Geräusche weiterer Narben auf der ohnehin schon geschundenen Haut, ähnlich einer Amsel auf der Suche nach Würmern tippte er ein paar Mal auf das Buch Ich weiß nicht wie gut deine lyrische Ausbildung war leise scheinbar im Gedanken versunken rezitierte er mit leichter links rechts Bewegung des Kopfes eine Zeile aus dem Buch Ich werde nie ein Schmetterling sein können, der im Wind auf und ab flattert, darum kümmert es mich auch nicht, wenn ich zu dem Dämon werde, der dich, der diese Welt vernichtet. Nein schweigen, beim Gedanken an deinem Duft schließe ich die Augen und werde zum Schmetterling, der davon geträumt hat ein Mensch zu sein, der vergeblich davon träumte ein Schmetterling zu sein Langsam schlug er wieder die Augen auf, zog mit zwei Fingern das Buch wieder vor sich Ein Aphorismus der in diesem Buch steht, welchen künstlerischeren Wert dieser zu besitzen vermag, soll Frage für daran interessierte Menschen sein. Aber es ist ein Original, der Autor ebenfalls ein Cha. die Finger der linken Hand schoben wieder zwischen die der Rechten Auch so ist dieses Buch in einer Welt, in der Münzen abgewogen werden, wertvoller als z.B. der Dolch. Und auch wenn ich mir durchaus vorstellen kann, dass du auch dieses Buch zu einer tödlichen Waffen wandeln könntest, würde die reine Logik immer dem Dolch einen höheren Wert zusprechen. Noch bevor er weitersprechen konnte ergriff sie wieder das Wort und mit dieser Frage hatte sie ihn vermutlich dann doch mehr überrascht, als er selbst auf Nachfrage zugeben würde. Zumindest verschwand kurzzeitig sein oft eingemeißelt erscheinendes Lächeln, und wich einer in Falten geschlagenen Stirn. Geradezu skeptisch musterte er die Art wie ihre Mundwinkel angezogen waren, achtete auf den großen Ringmuskel der sich nicht willentlich kontrollieren ließ. Es war keine Frage aus Eifersucht, etwas das ihn seltsamerweise beruhigte. Selten genug waren Yuuhiko und Reijarmo in Bezug auf Frauen einer Meinung, und doch waren sich beide einig daran, dass Frauen sich mit Abweisung schwerer taten, besonders schöne Frauen, einfach, weil die dafür notwendigen Unterrichtseinheiten meist ausgesetzt wurden. Oder Sie wollte ihn einfach nur provozieren? Möglich, wenn sie davon ausging dadurch einen Vorteil generieren zu können, war er nicht abgeneigt zu beobachten wie sie die Figuren in Position bringt. Mit einem langen von drei kurzen Pausen unterteilen Atemzügen lehnte er sich nach hinten und verschränkte die Arme vor der Brust Man tut das meiste im Leben, auch wenn man andere Gründe vorschützt, der Frauen wegen.¹, zumindest ein geflügeltes Wort innerhalb meines Clans. er zog die rechte Augenbraue ein wenig nach oben, wodurch sein Gesicht eine ungewöhnliche Schärfe gewann Nur hat der Weise auch gesagt, dass wir alle einander schon Bruder und Schwester, Mutter und Vater, Liebende und Streitende gewesen waren. Wieso sollte man also einem Verlangen nachgeben? Durchaus kann es auch andere Gründe geben um miteinander zu schlafen, vielleicht Dankbarkeit oder Respekt aus dem man miteinander schläft, vielleicht auch einfach eine seltsame verdrehte Art von einem Vertrauensbeweis. Aus demselben Grund existieren in fast allen Anwesen oder Hinterräumen von Gaststätten auch heiße Bäder als Raum für Geschäftsgespräche, lassen sich doch Nackt nur schwer Waffen verstecken Er zuckte mit den Schultern, wobei sich sein Gesicht wieder entspannte und sein Lächeln sich wieder an seine scheinbar normale Gestalt erinnerte Aber Ich habe keine sonderlich ausgeprägte Vorstellung davon wie es in eurem Gewerbe diesbezüglich zugeht weder beim Beischlaf noch bei der Wahl der Örtlichkeiten für Geschäftsgespräche, nur würde ich vermuten dass durch Jutsu es nicht mehr entscheidend ist, wer mit welchen traditionellen Waffen einen Raum betritt. Als eine helle Glocke die kurze Stille unterbrach schenkte er ihr ein neckisches Lächeln und legte seine Hände wieder auf seine zum Dach gefalteten Hände
Und zu guter Letzt wäre es ein kostspieliger Spaß, würde er doch nur für Unfrieden zwischen den verschiedenen Personen sorgen, die sich in ihrem Grundrecht auf gleiche Pflichten und Ergebnisse betrogen fühlen könnten. Zumal 50% des Potenzials zumindest teilweise verschwendet wären, wenn ein scheinbar zusätzlicher Weg existiert. Aber ihr könnt Sie auch gerne selbst befragen, wenn sie den Tee abstellt. Sie wird vielleicht maximal einwerfen, dass sie vermutlich besser geeignet wärt als ihr, um mir zu helfen einer Seele eine neue Heimat zu schenken er blickte dabei vielsagend in Richtung ihres Bauches, auch wenn dort die Tischplatte im Weg war, so würde sie vermutlich dennoch verstehen was er ihr mit den Augen mitteilen wollte. Zugleich betrat über die nun viel gesprochene Angestellte die kleine Insel, in ihren geradezu zierlichen Händen ein Tablett auf dem neben zwei 450 mL Teekannen in traditioneller Gußart auch zwei simple Teebecher platziert waren. Kurz betrachte er sie noch einmal, sie trug die traditionelle Kleidung für reisende Cha-Frauen, zumindest insoweit man nach kaum vier Jahren von Tradition sprechen konnte. Wie bei den Cha üblich war die Kleidung eher bequem gewählt und viel vergleichsweise üppig aus, war aber so geschnitten, dass die Frau durchaus mit den von den Göttern geschenkten Reizen spielen konnte, wenn sie denn wollte. Wobei er gerade nicht genau wusste ob sie eine geraden oder ungeraden Generation entstammte, wäre ihr im zweitem Fall doch die Entscheidung schon Größtenteils abgenommen worden. Wobei die üblichen Beschränkungen wohl kaum noch geltenden würde wenn sein Name im Spiel ist.
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¹ Herman Hesse

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Re: Lokaal Cha

Beitrag von Nagase Kyoko am Do Mai 12, 2016 10:00 pm

So langsam fühlte sich Kyoko doch zunehmend genervt von den ausschweifenden Reden des Mannes, seiner penetranten Beharrlichkeit bezüglich der Glaubensfrage und der gar ermüdenden, lichtblicklosen Rationalität. Oder waren diese Empfindungen simpel nur Produkt ihrer Ungeduld? Die aus Chikyū stammende Frau war energiegeladene, emotionale Männer gewohnt, willensstark, wenn auch manchmal etwas voreilig. Genau die Sorte von Menschen, bei welchen sie meist sofort ihren Willen bekam. Und ein weiteres Mal bestätigte sich der Schwarzhaarigen, weshalb sie ihre Heimat so liebte. „Ich bin keine dieser Gläubigen“ schenkte sie ihm eine rätselhafte, knappe Antwort, deren leicht unterkühlten Unterton man durchaus heraushören konnte. Das hinter jener, lächelnden Fassade ein so harter Geschäftspartner steckte, hatte sie nicht erwartet, doch allmählich kamen der Kunoichi seine abweisenden Erwiderungen bezüglich ihrer Angebote seltsam vor. Welch Handel war er denn sonst gewohnt? Sie lebten in einer Zeit, in welcher Kriege und Kämpfe keine Seltenheit waren und trotzdem erkundigte er sich nicht einmal nach dem Namen des Waffenhändlers. Der Gedanke ihr Gegenüber besäße eventuell doch nicht die Reliquien, für welche sie sich interessierte, brachte im Inneren Kyokos ein impulsives Wutgefühl hervor, welches jedoch nicht annährend an ihr äußerliches Erscheinungsbild gelangte. Nur halbherzig schenkte sie Oshimas Rezitation Gehör und beschloss währenddessen, den nächsten Schmetterling, welchen sie erblicken würde, mit einem Mal platt zu treten. Die Nagase besaß durchaus eine Vorliebe für Literatur, doch für Lyrik, insbesondere solch kitschige, konnte sie sich noch nie begeistern, beschäftigte sich daher auch erst gar nicht mit den Worten ihres Gegenübers. Bücher besaßen für sie ebenfalls großen Wert und Wissen konnte genauso mächtig sein wie die Klinge einer vergifteten Waffe, doch war ihr nicht ganz klar, was dies mit der allgemeinen Verhandlung zu tun hatte, immerhin wurde ihm Informationsbeschaffung angeboten. Natürlich war ihre Familie im Besitz einiger alten Schriftrollen, welche man durchaus als äußerst wertvoll bezeichnen konnte, doch hätte sich Kyoko lieber eigens von ihren Schlangen zerfleischen lassen, als diese herauszugeben. Für einen kurzen Moment schweifte ihr durchdringender Blick über sein Gesicht, versuchte jede kleinste Regung aufzunehmen, ehe sie herausfordernd schmunzelnd seiner Antwort bezüglich der eher unangebrachten Frage lauschte. Ein breites Grinsen konnte sie sich auf seine Ausführungen doch nicht verkneifen. „Verzeiht Oshima, aber ihr erscheint mir wie ein Mann, welcher sich förmlich weigert Spaß an der Leidenschaft zu empfinden.“ Eigentlich brauchte sie es gar nicht zu interessieren, doch stellte sie sich solch ein Leben unglaublich freudlos vor, ganz gleich ob es Ansichtsabhängig war. Es sollte wohl Menschen geben, welche glaubten gerade dadurch eine bessere Weltsicht zu erhalten, doch war jene Sicht eine schlechte wie Kyoko fand, wenn nicht ein Stück Verderbnis und Sünde hinzugemischt war. „Wisst ihr Menschen wollen perfekt sein, doch sind sie einfach nicht dazu gemacht.“ Ein wissendes Grinsen schlich sich auf ihr Gesicht. „Und um ehrlich zu sein ist mir unklar, weshalb man aus Dankbarkeit oder Respekt mit jemandem schlafen sollte. Mir ging es da vordergründig immer um das Vergnügen.“ Ein anzügliches Lächeln und ein provokanter Blick wurden in die Richtung des Händlers geworfen, ehe sie zumindest in leicht professionellerer Erscheinung fortfuhr. „In meinem Gewerbe spielt dieses Thema keine Rolle.“ Auf die nächsten Worte Oshimas, rutschte das Lächeln jedoch urplötzlich aus ihrem Gesicht und scheinbar schien die Kunoichi es nicht einmal verbergen zu wollen, dass allein der Gedanke ihr Unwohlsein bereitete. So wurde ihr scheinbar auch der Blick auf den Bauch unangenehm und etwas genervt rutschte sie kurz hin und her. „Tz kein Zweifel“ stimmte sie ihm daher nur in spöttischem Tonfall zu, ehe eben jene Angestellte den Raum betrat. Letzterer wurde kein Blick gegönnt, Kyokos Augen hatten sich erneut eindringlich auf die, den Dolch enthaltene, Schatulle gerichtet und verharrten dort sogar nachdem die Schwarzhaarige beide wieder verließ. Langsam griffen die feingliederigen Finger der Frau nach jener Teetasse und noch während sie jene anhob, schien sie dessen soeben eingeschenkten Inhalt analysierend zu überprüfend, roch in gespielter Vorfreude daran, was nach außen wie die Prüfung einer Teebegeisterten wirken musste, in Wirklichkeit jedoch der Suche nach verräterischen Gerüchen galt und stellte letztendlich fest, dass es sich hierbei um kein vergiftetes Gebräu zu handeln schien. Trotzdem behielt die junge Frau ihre Tasse noch einen Moment in der Hand, während ihre schlangenartigen Augen sich erneut direkt auf die kristallenen des Händlers richteten. „Hört zu Oshima. Ich kann euch nur bieten, was ich im Angebot habe und scheinbar schien keines von diesen euch bisher zugesagt zu haben. Obwohl es mich doch schon reizen würde zu erfahren, mit was ihr denn sonst so handelt.“ Ihre Mundwinkel zogen sich weit hoch. „Obwohl vielleicht will ich das gar nicht wissen. Was erhofft ihr euch denn von diesem Handel? Welchen Einsatz erwartet ihr? Ihr mögt zwar ein gefragter Händler sein, aber ich bezweifle das ihr alles besitzt. Weshalb sollte man denn da noch handeln.“ Auf jene, doch recht direkten, schroffen Worte folgte ein spielerisches Zwinkern und dies obwohl ihr Interesse, sowie die angemerkte Ungeduld, der Wahrheit entsprachen, ausnahmsweise.
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Re: Lokaal Cha

Beitrag von Kensaku Oshima am So Mai 15, 2016 2:00 pm

Er nahm einen Schluck von seinem Grünen Tee, erfreute sich an dessen klaren Geschmack der wie immer leicht grasig war, frei von jeglicher Spur von Bitterkeit, ein Zeichen wie Sorgsam auf die Temperatur des Wassers geachtet worden war. Nein ich habe kein Problem mit Spaß an der Leidenschaft und Perfektion wäre durchaus langweilig da wir uns ab dann per Definition nicht mehr entwickeln könnten Mit einem leichten klacken stellte er den Teebecher wieder ab fuhr mit seinem Zeigefinger über den Rand des Gefäßes Ihr unterstellt mir gerne reich und vielleicht dadurch auch in gewisser Weise mächtig zu sein  mit einem leichten Klacken ließ er der den Teebecher wieder auf der Tischplatte nieder solche Männer scheinen Anfällig für die schönen Augen von Frauen zu sein. Manche von ihnen scheinen zu glauben im Vergleich zu anderen Mächtigen nur noch heller strahlen zu können, wenn sie sich mit dem wertvollsten und ältesten Schmuck der Menschen schmücken, verführerischen und sinnlichen Frauen wie dir.  Historisch haben Frauen dies lange Zeit für sich zu nutzen gewusst, oder sich diesen Nutzen ergeben um ihre Ziele zu erreichen.  Und dann gibt es auch die vermutlich gefährlicheren Männer, die die Notwendiges erkennen und geduldig sein können.
Sollte es ihn belustigen, wie sie bei den Gedanken an Schwangerschaft offensichtlich zutiefst Nervös wurde? Gut es galt nicht ihm in speziellen, sondern den Umstand im Allgemeinen, doch dennoch überraschte es ihn, dass sie dergleichen nunja ein wenig aus der Fassung brachte. Zumindest reichte es aus damit sie nicht mit scharfer Zunge spöttisch Worte formte, sondern sich auf ein einfaches kein Zweifel versteifte. Amüsant. Darüber wurde zunehmend auch innerhalb der Cha diskutiert, aber bislang wurde Familie als eine Art Bürgerpflicht verstanden.  Wobei die Lebenswirklichkeiten, die Rechte und Pflichte von Cha Eheleuten durchaus verschieden zu denen der anderen Regionen waren.  
Wie schade, also sollte ich vermutlich die Küche darum bitten das zweite Geschenk einen kostbaren aus mit kalten Gold geformten Ring nicht im Gericht zu verstecken, da ihr scheinbar nicht erpicht darauf zu sein scheint mir dabei zu helfen einen Erben auf diese Welt zu bringen, und auch wenn ich dies im Scherze zu euch gesagt habe, ist es auch nicht mein Ansinnen euch zu vergiften. Nichts würde einen Händler mehr Schaden als ein ruinierter Ruf Teekenner bzw. Liebhaber würden ihren Tee nie zuckern und würden darauf bestehen, dass es ein Früchteaufguss wäre. Wobei bislang war er der einzige Mensch den er kannte, der darauf Wert legte. Selbst sein Vater sagte Sprache ist arbiträr, leb damit.  Er wirkte diesbezüglich aber auch keineswegs beleidigt oder brüskiert, eher interessiert und noch ein wenig fasziniert davon wie genau sie die denn Tee zu testen verstand,  zumeist beobachtete er mehr Methoden bei denen natürlich versehentlich gekleckert worden war und dann ein Finger Kontakt mit der Flüssigkeit herstellet.
Nach ihren letzten Worten musterte er einen kurzen Augenblick ihr Gesicht, das leichte Zwinkern widersprüchlich zu den von ihr gewählten Worten.  Wie es schien hatte sie mitten im Sprechen zu dem zurückgefunden, was er als eine von Künstlerhänden geformte Maske deutete.  Seine Hände glitten die Taschen seines Mantels, die linke einfach aus Symmetrie, während die rechte eine Nagase durchaus bekannte Münze suchte, oder vielmehr fand. Sanft fuhr sein Ringfinger über die Gravuren, die drei Koi Karpfen
Dieses Nichtwissen wollen ist noch immer ein Problem von euch . Lektion 2. Diese Worte hatte er noch eher bedächtig, fast schon zu sich selbst flüsternd gesprochen, war sich aber dennoch sicher, dass die Frau ihm gegenüber selbige klar und deutlich verstanden hat. Und er war recht froh darüber nun keine komplette Inventur vornehmen zu müssen, tatsächlich dürfte es leichter für ihn sein zu erzählen mit welchen Produkten die Satori Gruppe derzeit nichts mehr zu tun hat. Er zog die beiden Hände wieder aus der Tasche, packte mit der linken den Teebecher, während er die rechte flach auf den Tisch legte, wobei nicht ganz flach da er mit dem Zeigefinger die Münze ein wenig hin und her bewegte und führt zu dem Zweiten, dem Verständnis darüber, was ihr Anbieten könnt. Gute Händler erkennen einen Markt bevor er existiert, etwas das ihr vermutlich nicht nur versteht, sondern transzendent zuvor Bestandteil eures Wissens war.  Zudem möchte ich dich vorher noch an ein paar meiner Gedankengänge teilnehmen lassen, welche ihr nun dankenswerterweise auch erfragt habt, wodurch ich mich nicht fühlen muss wie ein alternder Mann der in einer Bar eine junge Sera mit seinen Geschichten in den Schlaf redet.  Ihr gehört zu den Nachfahren der Person, die ihr zweimal erwähnt habt? Zumindest liegt diese Vermutung basierend auf euren durchaus speziellen Augen und den Stil eurer Zähne nahe Er zuckte mit den Schultern Gut diese phänotypischen Merkmale treffen meines Wissens auf derzeit rund 27 bekannte Dominante Gengrundlagen, abhängig davon wie großzügig man bzgl. üblicher Varianz ist, sowie verschiedenen sogenannten Formen der absoluten Weisheit Sein Lächeln gewann an Schärfe während er kurz auf ihren Hals sah Wobei ich selbige bei euch nicht annehme, verzeiht dafür waren in seinen Augen die Unterschiede zwischen ihr und seinem Vater zu immanent.   Nach verschiedenen Prämissen primär basierend auf Kontakthäufigkeit und Berichten, verblieben nur rund 8 wahrscheinliche für die hiesige Region. Eure Bewegungen und verweis auf Schuppen sowie der Umstand, dass ihr bei der Nennung von Orochimaru eure Lippen leicht anders spitzt naja bei diesen Worten lächelte er ihr schon wieder direkt entgegen, zumal gerade in dieser Aussage auch ein gewisser Bluff lag. Nein er konnte die Schlangenfrau nicht lesen, in dieser Sache gefiel sie ihm, da sie sich zumeist gut auf ihre Maske verstand und er immer auch damit beschäftigt war, dass sie ihm nicht doch das Gefühl gab, ihr zu gefallen. Und im primären der Umstand, dass ihr eben nach diesem zweimal gefragt ließ es mich zumindest plausibel erscheinen.  Ihr könnt es nun gerne leugnen, dann werde ich keinerlei weitere Nachfragen stellen, nur wäre die Klärung der verbliebenen Unsicherheit in dieser Sache förderlich damit ich euch erörtern kann welchen Plan ich gefasst habe … und was ich erhoffe? Er nahm die Münze in die Hand Wissen   .  Vergnügt glitt sein Blick über ihr schönes Gesicht,  wie er noch immer hoffte das Gesicht einer zukünftigen Geschäftspartnerin und nicht nur eine kurzzeitiger Warenaustausch.

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Re: Lokaal Cha

Beitrag von Nagase Kyoko am Di Mai 17, 2016 10:53 pm

Die Antwort des Mannes auf ihre Annahme, was nach Auffassung Kyokos viel eher eine Feststellung war, amüsierte sie in gewisser Art und Weise zunehmend. Immerhin hatte er das bisherige Gespräch mit rational bemühten, sowie professionellen Ausführungen gefüllt und weckte bei der Kunoichi stark den Eindruck, er ließe die Leidenschaft des Lebens zwanghaft nicht wirklich an sich heran. Abstreiten konnte der Mensch vieles wie sie wusste, doch beweisen war ein ganz anderes Thema. „Mhm erscheint mir anders. Aber nun gut, ich kann nicht in euer Inneres sehen“ gab sie ihm in überzeugtem, doch ruhelastenden Tonfall zu verstehen. Und trotz einer überragenden, analytischen Fähigkeit, waren ihre Worte von Wahrheit geprägt. Scheinbar war sie trotz eines gewissen, kampfeslustigen Selbstbewusstseins nicht daran interessiert eine Diskussion anzuzetteln, jedoch durchaus ihre Meinungen zu vertreten. Und letztere beinhaltete ebenso, dass Wohlhabende allein durch ihr Geld eine gewisse Macht besaßen, wenn auch nicht vergleichbar mit der eines wahren Kämpfers, doch zeigte sich immerhin schon zu vergangener Zeit über wie viel Geld entscheiden konnte, hatten die Clans damals jenen Treue geschenkt, welche die nötigen Münzen besaßen. Auf seine nächsten Worte schlich sich jedoch ein schelmisches Schmunzeln auf das vorher so nachdenkliche Gesicht der Nagase. „Tzja eine gute Frau ist eben Gold wert!“ Wenn er nur annährend wüsste, wie viele Sinne diese Dame schon verdreht hatte, lediglich um ihren Willen zu bekommen und wie häufig sich Gold in ihren Händen rot gefärbt hatte. Schönheit war eine Waffe und noch gefährlicher, wenn sich dahinter dunkles Verderben befand. Die Maske wieder fest aufgesetzt, als hätte sich ein Künstler selbst Zeit für die Anbringung genommen und unschöne Gedanken an Schwangerschaft oder Ehe beiseitegeschoben, fand die Kunoichi wieder zu ihrem spöttischen und gefassten Erscheinungsbild zurück, welches sich auch nicht auf die Anmerkung ihres Gegenübers trüben ließ, dass ein Mann wie er die nötigen Fähigkeiten besaß um dem Schauspiel attraktiver Frauen zu wiederstehen. Letzteres war für die Schwarzhaarige an jenem Abend auch noch längst nicht entschieden. „Na dann wollen wir mal hoffen, dass sich diese Geduld auch auszahlt.“ Ein breites Grinsen und ein vielsagender Blick schlichen sich auf ihr Gesicht, während die Teetasse letztendlich doch zu den geschminkten Lippen angehoben wurde und sie das exzellente Gebräu probierte. Mehr als ein knappes und deutlich kühleres, doch nach wie vor durch Spott und humorvoller Provokation durchtränktes „Da wäre ich vermutlich dran erstickt“ bekam der Händler auf seine Entdeckung und den kleinen Witz nicht zu hören. Scheinbar gefiel es der Schwarzhaarigen ganz und gar nicht in irgendeiner Art und Weise durchschaut worden zu sein, doch tat sie es ab, indem sie vorerst nicht weiter darauf einging. Und zumindest einen lobenden Blick erhielt der Mann für seinen Tee, mochte er ihn zwar nicht selbst gekocht haben, doch waren die positiven Empfindungen eines Besuchers nun einmal überwiegend dem Gastgeber vorbehalten. Abgesehen davon hätte sich Kyoko wahrscheinlich niemals dazu herabgelassen, der hübschen Angestellten ihren Dank auszusprechen, ob nun vorgelogen oder auf Ernsthaftigkeit beruhend. Man musste Grenzen ziehen! „Verzeiht Oshima, manchmal strafe ich belanglose Ausführungen einfach mit meinem Desinteresse.“ Der stechende Spott in ihrer Stimme war nicht zu überhören. Die junge Frau konnte Belehrungen nicht ausstehen, wusste der Dunkelhaarige mit Sicherheit nicht einmal, dass man wahres Wissen verbarg und hüten musste, auch wenn seine Anschuldigung ihrerseits absichtlich nicht auf uninteressante, doch eigentlich wichtige Informationen einzugehen durchaus ein Problemfeld der Nagase darstellte und dies schon seit Kindertagen. Und ein ebenso großes Problemfeld war ihre unterschätzende Einstellung gegenüber anderen, die eventuell ihren Ursprung in Kyokos nicht abzustreitender Arroganz hatte. So schenkte sie der erneuten Gesprächswelle Oshimas anfangs nur halbherzig Gehör und verkniff sich an einigen Stellen das genervte Augenrollen einer ungeduldigen Person, welche in einem Wirrwarr von Ausführungen nach dem Kernpunkt verlangte, doch wurde ihre Aufmerksamkeit sogleich geweckt, als er seine Annahme offenlegte, die Kunoichi wäre mit Orochimaru verwandt. Auch wenn sie es nur wiederwillig tat, musste sie zugeben, dass sein analytischer Weg in Kombination mit der Aufnahme kleiner Brotkrumen, die sie ihm innerhalb der Wortwechsel vereinzelt hingeworfen hatte, Ansehen und Überraschung in ihrem Inneren auslösten, auch wenn von beiden Gefühlsregungen nichts an ihr äußeres Erscheinungsbild gelangte. Stattdessen blickte sie ihm unbeeindruckt, doch mit endlich gewecktem Interesse entgegen und ließ das Gesagte auf sich wirken. Natürlich gefiel es ihr nicht, dass der Cha einen großen Stärkebereich ihrer Fähigkeiten und das tatsächliche Anliegen dieser Reliquiensuche so gut wie durchschaut hatte, doch letztendlich änderte dies nichts an den Umständen und es war nur eine Frage der Zeit, ehe er ihren tatsächlichen Absichten auf die Schliche gekommen wäre. Dies war keine Spionagearbeit in Auftrag der Shura, sondern eine geschäftliche Verhandlung und somit überraschend neues Gebiet für Kyoko. Und scheinbar schien er die Bestätigung seiner Annahme zu benötigen, um sich dem sehnlichst erwünschten Kernpunkt weiter zu nähern. „Ganz schön clever. Nicht schlecht, ihr seid ein aufmerksamer Mensch, andererseits habe ich auch nie behauptet nicht zu seinen Nachfahren zu gehören. Das Leugnen einer Wahrheit, die als Wahrheit enttarnt wurde ist zwecklos.“ Und mit diesem Geständnis, welches sogar recht locker ihre Lippen verließ, wurde erneut ein Schluck aus der Tasse genommen, ehe die kurz angehaltene Stille sogleich wieder unterbrochen wurde. „Kommt ganz auf das Wissen an.“ Ihr schlangenartiger Blick traf den seinen und ein amüsiertes Lächeln zog sich über das Gesicht der Frau.
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Re: Lokaal Cha

Beitrag von Kensaku Oshima am Mi Mai 18, 2016 8:16 pm

Bei iher Aussage schenkte er ihr ein zustimmendes Nicken, welches vielleicht ein wenig ein Kontrast zu seinen süffisant vorgetragenen Worten stand.
Ich habe oft genug mit Leuten gesprochen, die glaubten mich überzeugen zu können, dass sie selbst, ihre Frau, ihre Kinder und alle ihre geliebten Menschen aufgrund des knurrenden Lärms ihrer Magen ihre eigenen Klagen nicht mehr hören könnten, man wundert sich wie oft dennoch irgendwo auf der Kleidung Flecken von gebratenen Gänsen geblieben sind. Wir beide Wissen doch vermutlich darum wie kurzsichtig Menschen meist agieren und dabei hoffen mit Lügen einen Vorteil generieren zu können. Da sie gerade schon einen Schluck Tee getrunken hat, gönnte er sich auch noch einen Schluck von seinem Heißgetränk und blickte noch einmal die Schachtel, zuckte mit den Schultern und schüttelte begleitet von einem Lächeln den Kopf während er aus seiner Hosentasche eine dünne aus gehärteten Leder geformte Scheide holte. Bevor wir uns den Hauptgang widmen, wirst du leider noch ein wenig meinen Worten lauschen müssen Er legte die aus Platin gegossene Münze neben die Teetasse, schenkte ihr dabei aber ein möglichst Gnade suchendes Lächeln. Er merkte, dass die Frau so langsam vermutlich ein bisschen verägert über die Art des Mannes war, vielleicht weil sie nicht die Aufmerksamkeit erhielt die sie gewohnt war, vielleicht auch weil er die erste Grundregel der Männer – Frauen Interaktion in geradezu demonstrativer Art und Weise ignorierte: Lass die Frau sprechen, und sei an ihr interessiert dann glaubt sie am Ende eine gute Unterhaltung geführt zu haben. Er streckte seine linke Hand in Richtung der kleinen Holzkiste aus
Ich leihe mir kurz einmal dein Geschenk, sind dir die Legenden sogenanntes Fuuin oder Seelenreiter Waffen schon begegnet? Mit einer Bewegung die vermutlich andeutete, dass er nicht das erste Mal einen Dolch in die Hand nahm umklammerte er das kühle Stahl, hob die Waffe mit einen abschätzig musterten Blick empor Ungeachtet der normalen Probleme die durch mündliche Überlieferungen und politisch motivierte Verzerrung lassen sich gewisse Elemente destillieren, die wichtigste … die Waffen scheinen Treu zu sein In einer schnellen Bewegung zog er den Daumen der freien Hand 3 Cm über die Schneide des Dolchs, drehte ihn dann mit der Spitze in Richtung von Nagase, wobei er teilnahmslos lächelte, nicht die roten Tropfen betrachte die nun langsam auf dem kalten Eisen hinabtropften Die Treue wird angeblich mit Blut bezahlt , welches die Klingen dann aufsaugen und scheinbar auch die in den Klingen versiegelten Jutsu versorgt.. zumindest stark vereinfacht gesprochen. Er ließ seinen Daumen zu seinen Lippen gleiten und saugte kurz, verzog minimal die Wimpern beim Eisengeschmack von Blut. Normalerweise stillte er Blutungen mit einer dünnen Kristallschicht, doch bislang bestand für ihn kein Grund seine Fähigkeiten offenzulegen. Besonders faszinierend ist auch der Aspekt, dass man diese Waffen scheinbar nur dann zurück in die Scheide führen konnte, wenn man vorher einen Blutzoll bezahlt. Wobei es für diese Hypothese drei verschiedene Annahmen zu geben scheint, die erste resultiert wohl aus den Namen und behauptet, dass in den Waffen nicht nur eine Art Jutsu sondern eine Shinobi Seele gebunden wurde und auf diese Art die sagen wir Versorgung gewährleitest werden sollte, die zweite sieht den Grund in den Scheiden selbst scheinbar eine Reaktion in selbiger nur bräuchten wir für die Erforschung eine der Waffen und die dritte Hypothese unterstellt dem, der das Sterben verdammt hat, einfach nur einen sehr eigenen Humor und zwar das das Ruhe vom Kämpfen immer mit Blut erkauft werden muss Er steckte den Dolch wieder zurück in die Scheide, wobei er selbige etwas zu eng umfasst hatte wie er an einem unerwarteten schneidenden Schmerz zwischen Daumen und Zeigefinger erkennen musste Deswegen bin ich Händler geworden, jede Waffe wendet sich irgendwann gegen mich das Lächeln war eher gequält wurde von ihm aber aufrechterhalten während er die Waffe wieder auf die Mitte des Tisches legte. Waffen und er war keine Geschichte von inniger Leidenschaft, das letzte Mal als er ein Schwert hat schwingen soll hatte er fast seine Schwester zu einem Spannferkel gemacht. Nur das er jetzt schon zum zweiten Mal Blut auf seiner Zunge schmeckte entsprach nicht seinem Plan Mein Auftraggeber möchte diese Waffen um sie untersuchen zu können, danach sind sie dein Geschenk Er schloss noch einmal die Lippen über dem Schnitt, sprach dann durchaus bestimmt weiter Außer es handelt sich tatsächlich um eine Weiterentwicklung des Edo Tensei wodurch Orochimaru das Werk von Tobirama durchaus Konsequent fortgeführt hätte, dann würde der Glaube der Cha die sofortige Vernichtung verlangen. Verdammt der Schnitt brennt So nun war das Ziel zumindest schon einmal grob definiert, danach fehlte in gewisser Weise nur noch der Weg, wieder ein recht eigenes Kapitel mit einem nunja wie er fand Problem, der Punkt an dem er sie brauchen würde.

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Re: Lokaal Cha

Beitrag von Nagase Kyoko am Do Mai 19, 2016 6:12 pm

„Deswegen sind wir ja auch alle darauf bedacht uns der Aussprache von Wahrheiten zu nähern.“ Die Verlogenheit ihrer Antwort war förmlich greifbar. Kyoyko schätze Lügen als eine meist gewinnbringende, doch erst zu meisternde Fähigkeit des Menschen ein. Wie gut und glaubhaft man sie benutze, hing ihrer Meinung nach vom jeweiligen Gegenüber ab. In Kombination mit einem spöttischen Schmunzeln, erhob die junge Frau erneut das Wort, ehe Oshima wieder mit einem seiner Gesprächswellen sämtliche Möglichkeit dafür nehmen würde, eine Eigenheit die sie auf sein Händlerdasein zurückführte, faszinierend und nervig zugleich, doch dazu führend, dass sie sich amüsiert vorstellte seine Zunge herauszuschneiden und ihm an die Stirn zu kleben. „Ich habe euch nie angelogen Oshima. Lediglich Brotkrumen für Hänsel auf den Boden geworfen und gewartet bis er selbst draufkommt. Würden wir uns alles sofort verraten, dann wäre das Leben doch langweilig. Obwohl…. Mit so etwas kennt ihr euch ja aus.“ Die unterschwellige Arroganz und Provokation ihrer letzten Worte war unbestreitbar. „Muss sicherlich hart sein in einer Branche, wo man von allem und jedem angelogen wird.“ Manchmal musste sich die Nagase auf ihre eigenen Worte das Lachen verkneifen und dies, obwohl sie es als Kunoichi nicht gerade besser hatte. Doch genau das war doch ihre Welt, düster, durchtrieben, skrupellos. Sie hatte es nie bereut den Weg der Ninja bestritten zu haben, für etwas Anderes war sie vermutlich gar nicht gemacht. Zumindest zweifellos nicht für den Beruf einer Geschäftsfrau. Natürlich war die dafür verlangte Durchtriebenheit mehr als genügend vorhanden, doch weder besaß sie Geduld in solchen Gesprächen, noch großes Verhandlungsgeschickt, welches voraussetzte, dass man sich auf Angebote anderer einließ und die eigenen Wünsche zurückschrauben konnte. Das undurchdringliche, hübsche Augenpaar folgte der Münze und änderte die Blickrichtung erst, als diese neben die Teetasse des Mannes gelegt wurde und letzterer mit eher enttäuschender Nachricht auf die Ungeduld der Frau einging. Betonung hierbei lag auf leider! „Mit größtem Vergnügen.“ Daraufhin wurde auch ihrerseits die Tasse an jene zarten Lippen gehoben um erst einmal das Aroma des warmen Tees zu genießen, während sie der plötzlichen Frage des Schwarzhaarigen Gehör schenkte. Als Antwort erhielt er nur ein leichtes Kopfschütteln in Verbindung mit einem für ihn sicher ungewohnt interessierten Gesichtsausdruck. Kyoko beschäftigte sich gerne und eingängig mit Legenden und Mythen, doch die erwähnten Waffen Oshimas sagten ihr auf die schnelle nichts, klangen jedoch auf ganz eigene Art und Weise vielversprechend. Scheinbar schien das Gespräch endlich interessant zu werden, wenn Treue der Nagase, mit Ausnahme gegenüber ihrem Dorfe, auch so gar nicht zusagte. Misstrauisch verfolgte sie daher, wie ihr Gegenüber seinen Daumen teilnahmslos über die scharfe Klinge des Dolches zog, ehe er die Waffe erwartungsgemäß ihr entgegenrichtete und nebenbei mit einer ausführlichen Erklärung begann, von der Schlangenfrau sichtbar aufmerksamer verfolgt, als seine vorherigen Worte. Dies waren wahrlich wertvolle Gegenstände, sollte tatsächlich zutreffen, was er dort sagte und entfachten im Inneren der Shura eine besitzergreifende Flamme, äußerlich jedoch kaum wahrzunehmen, genau wie alle anderen impulsiven Zustände in ihrem Inneren. Die Erzählungen wurden kurzzeitig unterbrochen, als der scheinbar nicht sonderlich Waffenversierte Mann sich nun erneut, doch mit eher ungewollten Absichten in die Hand schnitt, was von seiner Gesprächspartnerin mit spöttischem Schmunzeln und dem kritischen Heben einer Augenbraue betrachtet wurde. „Das sehe ich.“ Für einen kurzen Moment musste Kyoko doch tatsächlich an ihre Unumgänglichkeit mit Schwertern denken, für welche sie damals von Shuishi solange aufgezogen wurde, bis sie als Konter dessen Unfähigkeit im Bereich der Ninjutsus anbrachte, verdrängte die Erinnerung jedoch sogleich und konzentrierte sich wieder auf die Verhandlung. Allein bei dem Gedanken, diese historisch so wertvollen Waffen aufgrund lächerlicher Glaubenspunkte zu vernichten, stellten sich Kyokos Haare zu berge. Vermutlich würde sie lieber das gesamte Anwesen samt dessen Händlerpack in Flammen aufgehen lassen oder unter Nagiris mächtiger Gestalt zerquetschen, als solch eine Tat zu akzeptieren. Und so erhob auch sie das Wort, dabei mit dem langen Fingernagel nur sachte über die Scheide der Waffe streifend, noch nicht dazu bereit von dieser Gebrauch zu machen. „Das sind äußerst interessante Waffen und ihr versteht sicher, dass gerade ich als Kunoichi ihren Wert besonders schätze. Aber was ist meine Rolle in der ganzen Geschichte?“ Ihr stechender, schlangenartiger Blick richtete sich sofortig auf die kristallinen Augen des Cha, erwartungsvoll und darauf bedacht die kleinste Lüge aus seiner Mimik zu lesen. Bis jetzt war er nicht zum entscheidenden Punkt gekommen, weshalb die Schwarzhaarige hier überhabt saß und mit ihm den aromatischen Tee genoss. Weigerte er sich ohne Kyokos dargestellte Treue dieser Antwort zu schenken, so würde sie wohl oder übel auch ihr Blut hergeben.
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Re: Lokaal Cha

Beitrag von Kensaku Oshima am Do Mai 19, 2016 8:30 pm

Gut neben gewisser Unsicherheiten seinerseits wie er nun das Gespräch genau fortführen sollte, merkte er beim Anheben der Teekanne, dass die darin vorhandene Flüssigkeit kaum noch für zwei Tassen reichen würde. Langsam ließ er die hellgrüne Flüssigkeit aus zirka 20 cm in die Tasse fließen, betrachtete scheinbar konzentriert wie die Flüssigkeit das Licht brach, wie kleine Funkeln aus dem sich brechenden Licht geboren wurden. Kurzweil die ihn nicht sonderlich dabei half inwieweit er sie auf eine Bahn lenken konnte, bei der sie glaubte selbst den Weg auszuwählen und nicht nur wie ein Esel einer Karotte zu folgen. Im Wesentlichen hast du einen Faktor schon genannt, du bist eine Kunoichi. Die bei den Bergungen eingesetzten Personen würden sich auf deinen Schutz verlassen, dies beinhaltet den Schutz vor Nuke, sowie Tieren explizit nicht die Angehörigen der anderen großen Dörfer. Sollte es durch eben diese zu einem Angriff kommen, hast du das Recht dich kampflos zurückzuziehen. Er hob seine Teetasse mit der unverletzten Hand, zuckte einmal kurz mit den Schultern bevor er ruhig weitersprach Wobei ich dir dazu anraten wollen würde sicherzustellen, dass zumindest eine Person überlebt, die bereits mein Vertrauen genießt, ansonsten müsste ich davon ausgehen, dass die Wahrscheinlichkeit eines Verrates zu hoch ist und würde unsere Geschäftsbeziehung eher als konkurrierend einstufen müssen. Bei den letzten Worten gewährte er ihr ein kurzes Nicken begleitet von einem fast spöttischen Lächeln. Sie wäre dabei nicht die erste Person, die Kontakt schließen würde mit der sogenannten Nachtschwinge. Egal wie sehr es Erleuchtete auch bedauerte, kaum ein Auftrag für eine Brücke wird gewährt ohne das mafiös orientierte Organisationen glauben sich daran bereichern zu können. Er nahm einen schnellen Schluck Tee bevor er nun wieder entspannter lächelnd fortführte Zumal du ansonsten auch gegenüber deinem Dorf zum Rapport erscheinen müsstest, da ich soweit möglich, und vermutlich auch in deinem Sinne, dafür darum bemüht sein werde, dass du deinen zusätzlichen Verpflichtungen in Rahmen von offiziellen Aufträgen nachkommst. Selbstverständlich nur, wenn du Mitglied eines Dorfes bist und bereit bist mir ausreichend Informationen über dich zukommen zu lassen, dass ich mir ausreichend Konstellationen erdenken kann, die es leider unumgänglich machen eine Person mit deinem Profil mit dem Auftrag zu betrauen. Nun ist vermutlich die Frage wieso ich bereit wäre, diese Mühsal auf mich nehmen? Diesbezüglich existiert eine zweite Er setzte die Teetasse ab, hob stattdessen seine Münze auf Fang Danach warf er ihr die Münze langsam und in etwas unnötig hohen Bogen zu, aber so konnte er sich zumindest durchaus gewiss sein, dass sie die Münze fangen würde…. Gut er hätte es vermutlich noch immer geschafft sie irgendwie noch einmal zu beschleunigen und dabei so zu lenken, dass sie in sein Auge fällt. Auf einer der Seiten siehst du ein Symbol mit Drei Elementen…. Ist ein ähnliches auch auf deinem Körper zu finden? Und wenn ja hättest du dann die Güte es mir zu zeigen? Er stieß einen kurzen Atemzug aus, während er mit den Augen seine Münze beobachtete, abwartend auf dem ersten Antworten und vor allem auch darauf ob Sie von selbst daran denken würde dem Mann sein liebstes Spielzeug wiederzugeben. Davon ab besah er sie sich nun geradezu spielerisch, auch wenn die folgenden Worte eigentlich eine traurige Botschaft hatte, so konnte man unverkennbar Erheiterung heraushören während er sprach. Die Ruinen, die Artefakte, für ihn war das alles in erster Linie eine Beschäftigung, ein Auftrag den er nun nachging und in dem es ein paar Rätsel zu lösen gab. Wie dich vermutlich nicht sonderlich überraschen wird, hat die weiße Schlange seine Labore nicht nur Besenrein verlassen, sondern hat in den Sicherungen eine Reminiszenz daran hinterlassen welch begabter Shinobi er gewesen war. Außer natürlich der bislang uns einzig geglückte Fund war eine bedauerliche Ausnahme, die eine vierfache Witwenrente zur Folge hatte. Und keine Sorge die Opfer waren Shinobi, sogar auf Fuuins versiert. Nun scheint es so, dass die Sicherheitsmaßnahmen so konzipiert wurden, dass man beim Betreten einen besonderen Schlüssel braucht und du wirst mir vermutlich zustimmen, dass ein Jutsu welches sowohl der Sannin wie seine Mitarbeiter getragen haben könnte eine gangbare Lösung gewesen sein oder? Gerade weil die Cha oder vielmehr ihr Vater über selbiges nachdachte und dafür die Platinmünze verwenden wollte, die ohnehin jeder Cha erhielt der zu der obligatorischen Reise aufbrach. Bislang scheiterte die Idee aber an zwei Punkten: Zum einem würde ein solches Vorgehen das Aufnehmen von Gästen unnötig erschweren und zum anderen bestand für einen neutralen Clan ohne Feinde keinerlei Grund für solche Sicherheitsmaßnahmen. Nein ähnlich wie die Waffen war auch dies nur ein Resultat der Neugierde seines Vaters, dessen Willen danach zu sehen was passieren würde und wie es ihm gelingen würde. Die Geschichte mit der gescheiterten Laboröffnung, er hatte den Bericht nur überflogen aber scheinbar hat es relativ langweilig mehrere Explosionen gegeben, dies aber auch erst bei Erreichen einer mittleren Ebene.

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Re: Lokaal Cha

Beitrag von Nagase Kyoko am Sa Mai 21, 2016 7:32 pm

Während ihr Gegenüber damit beschäftigt war die Teekanne weiter zu leeren und somit ein vorrübergehender Moment der Stille in den Verhandlungsraum einkehrte, streifte Kyoko kurzzeitig ihren weiten Kimonoärmel nach hinten und betrachtete abwesend ihre langen, schwarzen Nägel, ehe die feingliedrige Hand sich wieder unter dem Stoff versteckte. Zugegeben hatte der Dunkelhaarige mit der Entwicklung dieses Handels ihr Interesse heraufbeschworen, wenn die ihm gestern noch entgegen gebrachte Sympathie, soweit man bei der Schlange überhaupt davon reden konnte, auch immer mehr abfiel. Die gewisse Arroganz, welche er so rückhaltlos demonstrierte, gefiel der jungen Frau ganz und gar nicht, besaß sie diese Eigenschaft zwar auch, so war deren Vorkommnis bei anderen eine klare Abneigung. Sein süffisantes Lächeln wurde von ihr mit einem gespielt freundlichen Schmunzeln erwidert, wobei die innere Welle des Impulses gekonnt unterdrückt wurde…. Oder sollte man sagen verschoben? Früher oder später würde er allein für diesen Blick Probleme mit ihr bekommen, doch hieß es erst einmal abwarten und im wahrsten Sinne des Wortes Tee trinken. Letzteres nahm die Schwarzhaarige auch sogleich in Angriff, bemerkte jedoch nach wenigen Tropfen, dass ihre Tasse bereits leer war, während ihr Gegenüber erneut das Wort erhob und mit seiner Erklärung fortfuhr, welche von der Nagase innerlich spöttisch auf einen 10 Stunden Umfang geschätzt wurde. Während seiner anfänglichen, überraschend klaren Ausführung nickte sie nur stumm und ließ sich das gesagte durch den Kopf gehen. Solche Wachaufträge waren als Kunoichi nichts Besonderes, insbesondere als Mitglied der Shura, die Vermeidung von Kämpfen mit anderen Dorfangehörigen dagegen würde sie klar vorziehen, obwohl der Gedanke die leblosen Körper von Chigirinin ihren Schlangen zum Fraß vorzuwerfen nicht hätte verlockender sein können. „Na dann kommen wir ja jetzt endlich mal auf den Punkt. Euer Anliegen verstehe ich und die genannte Person würde bestmöglich geschützt werden, aber wie von euch bereits erwähnt beginne ich keine Kämpfe mit Angehörigen anderer Dörfer…. außer mir steht der Sinn danach.“ Der herausfordernde Blick in Kombination mit ihrem selbstbestimmten Unterton ließen bereits anmerken, dass Oshima nicht mehr viele Sympathiepunkte besaß, doch wurde dieses Empfinden typisch für die Maskentragende nicht direkt offen dargestellt, was mit Sicherheit auch nicht sonderlich gut fürs Geschäft gewesen wäre. Und nach der Erfahrung worum genau es sich hier drehte, war Kyoko letzteres doch recht wichtig geworden. Bevor ihr Gegenüber erneut das Wort erheben konnte, traf der Blick seiner Geschäftspartnerin noch einmal den seinen und mit lieblicher Stimme, deren unterschwellige Bedrohung man jedoch nicht überhören konnte, wand sie sich noch einmal kurzzeitig von der Professionalität ab. „Unterlasst doch bitte das ständige süffisante Grinsen. Es ist unangebracht und nicht gerade höflich.“ Dabei goss sie sich behutsam und demonstrierend eigenständig den Rest des aromatischen Gebräus ein und ließ für den Bruchteil der Sekunde ein hinterhältiges Schmunzeln über ihr blasses Gesicht schweifen. Wann hatte sie dem Cha eigentlich die Erlaubnis erteilt sie zu duzen? War die anfänglich vermutete Höflichkeit doch nur Teil einer Fassade gewesen oder war es bei dem Mann Gang und Gebe während der Abhandlung von Geschäften andere Seiten von sich aufzuzeigen, auch wenn dies gerade für einen Händler unpraktisch wäre. Letztendlich war es Kyoko auch gleich, Hauptsache sie bekam zum Schluss ihren Willen. Während er fortfuhr und einige Dinge ansprach, mit welchen die Nagase ganz und gar nicht einverstanden war, nahm diese einen Schluck von der nicht einmal halbvollen Tasse. „Im Grunde ist es also eine Mission. Ich werde mich mit meinem Dorf in Verbindung setzen, die Informationen erhaltet ihr jedoch über mich, hier und jetzt. Meinen Namen kennt ihr bereits, ebenso meine Abstammung. Ich bekleide den Rang einer Tokubetsu Jōnin und bin spezialisiert auf Ninjutsus und den Attentatsbereich. Knackige 24 Jahre und Clanoberhaupt. Mein wunderschönes Loch zum Leben nennt sich übrigens Chikyū. Klar soweit?“ Spöttisch zwinkerte sie ihm zu und blickte ihn offen herausfordernd an. Eine ziemlich schnelle und scheinbar unbedachte Aufzählung ihrer Person, doch befand sich darunter tatsächlich nur das wichtigste und nichts was Oshima bei ausführlicher Nachforschung und den richtigen Kontakten nicht selbst hätte herausfinden können, wodurch nicht wirklich ein Risiko eingegangen wurde. Was genau es mit ihrer Abstammung und den damit verbundenen Schlangenfähigkeiten auf sich hatte, wurde genau wie ihr Giftwissen verschwiegen. Es gab Dinge, die musste er noch nicht wissen. Die Stimme der jungen Frau verhärtete sich, genau wie ihr Gesichtsausdruck. „Solltet ihr mehr Informationen verlangen, dann seid ihr bei einer Kunoichi an der falschen Stelle. Das wichtigste wisst ihr. Ich nehme an ihr ihr beehrt mich nicht mit eurer Anwesenheit?“ Behutsam wurde die Teetasse abgestellt und mit unglaublicher Geschwindigkeit, sowie Geschick jene heranfliegende Münze einhändig aufgefangen und betrachtet. Das Mal war Kyoko bekannt, ebenso Leute, welche dieses auf ihrer Haut getragen haben, sie selbst gehörte gegen die Vermutung des Händlers nicht dazu und seine Annahme es sei so, verwunderte die junge Frau doch etwas. Da sie jedoch nicht das Risiko eingehen wollte durch die langweilige Aussprache von Wahrheiten etwas zu verpassen, wurde die altbekannt liebste Methode von Kyoko gebraucht, Lügen! Und dies unglaublich gut, nicht einmal ein Zucken ihrer Mundwinkel, während die Münze locker zurückgeworfen wurfe. „Ja, mir ist das Zeichen bekannter als mir lieb ist. Ich würde es euch ja zeigen, aber….“ Ein anzügliches Grinsen breitete sich auf dem Gesicht der Schlangenfrau aus. „So gut kennen wir uns dann doch wieder nicht. Oder wollt ihr es riskieren?“ Sie wusste, dass er trotz langsam mangelnder Höflichkeit zu viel Anstand besaß, als so etwas von ihr zu verlangen. Auf die folgende Ausführung, bei welcher das im Nagase Ichizoku als Legende abgetane Labor Orochimarus erwähnt wurde, ein vorfreudiges Aufbegehren in ihrem Inneren verursachend, bekam der Mann keine weitere Antwort als ein verständliches und zustimmendes Nicken. Ob es sich bei all diesen Vermutungen wirklich um die Wahrheit handelte?
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Re: Lokaal Cha

Beitrag von Kensaku Oshima am So Mai 22, 2016 8:02 pm

Er nickte nur leicht bei ihren Worten, Clananführerin war überraschend, dennoch beschäftigte ihn ihre Altersangabe etwas mehr. Er hätte sie aufgrund ihres Verhaltens und der art wie sie versuchte mit ihm zu spielen älter eingeschätzt, zugleich merkte er wie sein Blick auf sie sich veränderte. Sie hatte scheinbar schon in jungen Jahren lernen müssen die Entscheidungen zu treffen, und vermutlich hatte sie anders als er nicht das Glück eines geduldigen Lehrmeisters, der ruhig und bedächtig dafür sorgte, dass Fehler nur ein anderes Wort für Lektionen blieben.
Dadurch merkte er auch das sich etwas an ihrer Stimme verändert hatte, dass er einen oder zwei Fehler gemacht hatte. Zumindest merkte er wie irgendwo auf Höhe des Blinddarms sich eine Art gelbes Zucken meldete. Erfahrungsgemäß folgte auf dieses Zucken eine Szene bei der er mit gesenkten Haupt vor irgendeiner Frau stand und erst einmal Entschuldigung sagte und hoffte, dass der Steine zermahlende Blick der Frau nicht nur ein gewisser Selbstzweck war, sondern die Frau irgendwann zu erschöpfte war, um zusätzlich Lippen wie einen Tresor zu verschließen und er dann unter Donnergrollen erfahren würde für was genau er sich eigentlich entschuldigt hatte. Vielleicht irrte er sich auch, aber bislang bot er ein vertrautes Du an, während sie zunehmend die Sie Formen klarer zu sprechen schien, was vorher von ihr als Blickkontakt aufgebaut worden war, wirkte auf ihn derzeit als sei er der eingeheiratete Stiefvater den man noch besucht, weil er in gewisser Weise auch von seinem Sohn im Stich gelassen wurde, als dieser einfach verschwunden war. Wann hatte zuletzt seine Schwester ihn mit solchen Blicken zur Sühne aufgefordert? Ohh. Rückblickend bzw. bei einer schnellen Rekompilation der von ihn gesagten Dinge verstand er ihre Erleichterung nicht zwangsweise mit ihm vor einer verschlossenen Tür ausharren zu müssen. Wie hieß es noch gleich? Der gute Wille ist der Anfang von allen Bösen, er wollte ihr durchaus gerne durch die Lehre helfen nur vielleicht war es unangebracht sie zu lehren wie es bei einer Cha üblich war. Zumal er vielmehr damit beschäftigt gewesen war, sich selbst zu lehren auf ihren Rücken. Er blickte auf ihre vollen Lippen, merkte das eigenwillige Spiel rund um seine Lungen. Wie hatte sein Bruder es mal trefflich formuliert? Der beste Moment in einem Spiel die Strategie zu ändern, ist der an dem man es ohnehin verloren glaubt. Wieso? Ganz einfach, dann konzentriert man sich nur noch auf das darauf der neuen Taktik und verteufelt sie nicht schon nach einem ersten Scheitern, oder übergeht sie, weil man im Zweifel dazu neigt auf das zu vertrauen was man kennt. Außerdem, er hatte sich entschieden ihr bezogen auf die Labore zu vertrauen. Nicht dass er ihr wirklich als Person vertraute, vielmehr war ausschlagengeben ein simpler Umstand. Ohne Sie würde er vermutlich kaum einen Profit von 10% machen, mit ihr sind es vermutlich nicht die erhofften 50% sondern vermutlich eher 45 oder nur 40, nur war dies noch immer bedeutend mehr als er sich ansonsten erhoffen könnte. Abseits dessen verblieb die Faszination für diese oberflächliche und kalte Frau, die ihre Intelligenz immer wieder in Spott durchklingen ließ und sich dennoch verweigerte wirklich zu umgarnen. Sie war Paradox und vermutlich merkte sie es nicht, oder er verstand noch nicht wieso ihr verhalten aus ihrer Perspektive heraus kongruent war. Den um es noch einmal kurz für sich selbst auf seiner mentalen Strichliste zu notieren, sie hat über seinen Glauben gespottet, ihr Lächeln ist verrucht genug damit selbst Seeleute und Soldaten verwirrt über ihre Schultern schauen und vermutlich fähig mit die niederen Männlichen Instinkte zu spielen als seien sie kleine Mäuschen, sie hat sich darüber erkundigt ob er mit seinen Mitarbeiter schlafen würde, hat das indirekt vorgetragene Angebot zum Du als ein Angebot für die von ihr erfragte andere Atmosphäre abgelehnt und fühlte sich dennoch in der Position ihn darüber zu ermahnen wie er sich als Geschäftsmann zu verhalten hat, scheinbar weil sie ein Singularrecht darauf besitzt ein Lächeln zur Schau zu tragen, dass nicht durch Werbebandentauglichkeit langweilt? Konnte man durchaus als Selbstbewusst bezeichnen, Oshima selbst sah es als interessante und durchaus erheiternde Information an. Gut dann würde er nun den Verusch des Spielwechsels versuchen um zu schauen inwieweit sich die Ergebnisse ändern, den egal wie wenig er von Frauen verstand, so merkte er doch dass sie sich derzeit nicht sonderlich wohl bei ihm fühlte.
Vermutlich wäre es nun zu auffällig und für euch eventuell zu Paradox wenn ich nun offerieren würde das Nützliche mit dem Angenehmen zu verbinden indem man einfach eine heiße Quelle aufsucht?. Ungeachtet dessen ist es leider durchaus notwendig das ich euch um eine Auskunft in anderer Sache bitten muss. Entsprach es nicht euren Wunsch die eine andere eher vertraute Atmosphäre für die Gespräche zu wählen? Nur scheint es, dass ihr in euren Worten eine andere Distanz zu zementieren versucht als ich in euren Blicken scheinbar zu verstehen glaubte . Er biss sich für einen winzigen Augenblick auf die Lippe, sprach aber dennoch fast ohne eine Pause einzulegen ruhig vorsichtig fast schon als würde er nach Worten tasten weiter. Ich glaube eure gestrigen Worte waren “ist doch langweilig so Prüde“ und nun störtet ihr euch an der Art wie ich lächle, störtet euch scheinbar daran, nicht mehr von Sie zu sprechen. Und nein diese Fragen sind gerade nicht unmittelbar mit dem Geschäft assoziiert, doch möchte ich gerne wissen ob ich sie verärgert haben könnte, was ich bedauern würde… ungeachtet der Notwendigkeiten die sich aus Geschäftsgesprächen ergeben, wäre es aus meiner Perspektive bedauerlich, wenn wir uns nach dem Essen nur noch über Episteln verständigen könnten. Vielleicht etwas zu weich, aber es sollte zumindest ausreichend deutlich werden, dass er neben dem geschäftlichen auch ein privates Interesse an ihrer Zufriedenheit besaß, auch wenn sie sein Verhalten nicht auf den Geschäftskontext substituierte obwohl er angedeutet hatte dergleichen durchaus gewissenhaft trennen zu wollen. Wobei er diesbezüglich ohnehin durch seine Lehrmarotte versagt hatte.


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Re: Lokaal Cha

Beitrag von Nagase Kyoko am Mo Mai 23, 2016 11:02 pm

Scheinbar schien der Händler realisiert zu haben, dass er Kyoko mit seinem Verhalten auf gewisse Art und Weise erzürnte und nach kurzer Zeit viel auch ihr der entschuldigende, sich beugende Blick des Mannes auf, eine unbestreitbare Genugtuung in Kombination mit dem Gefühl des Triumphes in ihrem Inneren verursachend. Die Schlange konnte sich verstellen wie sie wollte, auf lieblich und unschuldig tun, ihr dominantes Wesen kam früher oder später immer zum Vorschein, ob beruflich oder privat.  Manch einer mochte dies als Nachteil betrachten, für sie selbst jedoch gab es an einer starken, eigensinnigen Frau keine negativen Aspekte, zumindest nicht für sie selbst. Und als Clanoberhaupt in so jungem Alter, insbesondere in der Schlangengrube Chikyūs, bot es sich nicht an von schwachem Gemüt zu sein. Sie hatte es damals mehr oder weniger selbst miterlebt, wie ihre gutmütige Mutter von den Familienmitgliedern emotional förmlich zerfleischt wurde und dazu musste nicht einmal jemand den Zorn von Juro auf sich ziehen, welcher seine Frau selbst nicht viel besser behandelt hatte. Familiäre Umstände, welche anderen eine Gänsehaut eingejagt hätten, von der Nagase jedoch simpel als gerecht und angebracht eingestuft wurden. Nur der Starke überlebte, dies wurde ihr bereits in Kinderzeiten klargemacht und an jenem Tag, mit dem Dunkelhaarigen teetrinkend in einem Verhandlungsraum sitzend, war sie immer noch dieser Meinung und konnte behaupten aus Erfahrung zu sprechen. Eine gar unangenehme Stille, wenn man an die vergangenen Wortwellen dachte, breitete sich in dem Raum aus und Kyoko ließ langsam die Fingerspitzen ihrer feingliedrigen Hand über den Rand der leeren Teetasse streifen, geschickt, mit unvorstellbarer Sanftheit, wenn man bedachte, dass diese Finger sonst von ihrer Zunge umschlossen wurden um das Blut daran abzulecken. „Der Tee ist alle.“ Sie schenkte ihrem Gegenüber ein charmantes Schmunzeln, während sie mit dem Kopf sachte in Richtung der leeren Kanne deutete. Ebenso gut hätte sie gleich nach der, ihrer Meinung nach, unnützen Bedienung, welche hinter ihrem hübschen Gesicht scheinbar nichts weiter verbarg verlangen können um sie mit einem abschätzigen Blick daran zu erinnern, wo der Unterschied zwischen beiden Schwarzhaarigen lag. Kyoko würde lieber sterben als jemandem etwas zu servieren und mochte es auch innerhalb der Familie sein. Scheinbar war sie, wenn auch nicht offen sichtbar und nur unterschwellig, nach wie vor empört über das vorherige Verhalten ihres Gastgebers und somit in Pöbellaune, was bei dieser jungen Frau schnell zu Grenzen überschreitenden Gemeinheiten führen konnte. Im Grunde hatte der Cha bis jetzt wirklich Glück gehabt. Und um sich diesen Vorteil innerhalb der Geschäftsbesprechung nicht auch noch zu verschenken, setzte er zu einer, wenn auch etwas überraschenden, Entschuldigung an. Zumindest ging Kyoko davon aus, dass es solch eine sein sollte. Ob nun vorgetäuscht oder nicht spielte keine Rolle. Der triumphierende Gedanke zählte vorerst. Er erwähnte es zwar nicht direkt, doch wurde ein vorsichtiger, bedachter Tonfall eingeschlagen und das von ihr mit Abscheu betrachtete, süffisante Grinsen verschwand endlich aus seinem Gesicht. Das Gespräch in einem anderen Umfeld weiterzuführen entsprach tatsächlich mehr dem Gefallen des Clanoberhauptes, insbesondere da es in heißen Quellen durchaus leichter von Statten gehen würde die Sinne des Mannes doch noch zu benebeln und jenes Geschäft in Bahnen zu lenken, die sie alleine wollte. Darunter war beispielweise das Verschweigen von weiteren Informationen, auf welche Oshima scheinbar unglaublich scharf war. Ein großer Störfaktor innerhalb seiner Erklärung. Die Schwarzhaarige hielt sich vorerst zurück, nickte interessiert und lauschte weiterhin den Worten des Mannes, nutze den kurzen Moment der Stille jedoch um in dessen Gesicht Anzeichen für etwas Verräterisches finden zu können und blickte ihm dabei mit schamloser Offenheit in die Augen. Dieser Mann brachte eine seltsame, paradoxe Mischung aus dreister Arroganz und höflichem Anstand mit sich. Zumindest im Punkt der widersprüchlichen Eigenschaft schienen sich beide halbwegs zu ähneln. Als er sich jedoch langsam vorantastete und scheinbar nach den richtigen Worten suchte, in ihrer Auffassung irgendwo trotzdem nach einer Anschuldigung klingend, bröckelte für einen Moment ein Teil ihrer Maske, nicht verräterisch, doch ihre Gesichtszüge verhärteten sich, der verführerische Blick wandelte sich in den kampfbereiten einer voll und ganz von sich überzeugten, jungen Frau und auch die daraufhin von ihr erhobene Stimme schien alles andere als erfreut. „Eure Abweisung gegenüber dem Spaß am Leben hat nichts mit eurer Arroganz zu tun!“ Für einen kurzen Moment herrschte Stille, sie war nicht laut geworden, hatte jedoch einen Tonfall angeschlagen, welcher ebenfalls in Clansitzungen benutzt wurde, wenn einige der Schlangen etwas übermütig wurden. Die Nagase räusperte sich und schenkte ihrem Gegenüber ein sachtes Lächeln, welches jedoch sichtbar keinerlei entschuldigende Wirkung haben sollte. „Verzeiht, aber ja, ihr habt mich doch ein wenig verärgert. Ihr könnt froh sein so ein hübsches Gesicht zu besitzen. Heiße Quellen klingen übrigens verlockend.“ Der Wechsel von einer harten, bestimmten Stimme in solch eine bedachte, liebliche, schelmische war erstaunlich.
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Re: Lokaal Cha

Beitrag von Kensaku Oshima am Di Mai 24, 2016 7:11 pm

Mit ihr zu verhandeln erinnerte ihn immer mehr an ein Schachspiel, nur hatte er seltsamerweise nicht das Gefühl einen Bauern oder Springer zu stellen. Vielmehr wirkte es auf ihn an als würde sie Mühlensteine verwenden. Geduldig und dankbar für die ihn vermittelte stoische Ruhe, ließ er ihren lang andauernden Blick in seinen Augen ruhen, ham die kritischen Worte mit einem leichten und zugleich ausdruckslosen Nicken zur Kenntnis. es war nicht das erste Mal, dass er in seinem Leben als Arrogant gemaßregelt worden war, er wusste auch, dass dies nicht das letzte Mal gewesen sein würde. Dass er darüber anders dachte, sich selbst nicht als Arrogant bezeichnen würde, sondern einfach einer Rolle entsprechen gehandelt hat und selbst in dieser noch immer nicht so agiert hat als würde er alle Antworten kennen, er war vielmehr darum bemüht die notwendigen Fragen in der notwendigen Art zu stellen … Doch egal was sollte er diesbezüglich mit ihr über Unterschiedlichkeiten in Art und Wahrnehmung diskutieren? Es würde ohnehin nur im Streit enden, lautstarkes anbrüllen war etwas das er nicht schätze und was vermutlich nicht dazu beitrug, dass sie sich gut fühlen würde, anders gesagt wäre es Zeitverschwendung gewesen. Im wesentlichen hatte er ohnehin schon die Bestätigung erhalten, dass seine zuletzt gewonnen Einschätzung über ihre Persönlichkeit für den weiteren Spielverlauf brauchbarer war als die davor. Er zucke mental mit den Schultern, die ersten Pfeile waren verschossen aber nun wüsste er zumindest wie hoch er mit dem Bogen zielen müsste. Dennoch überraschte ihn ihr räuspern, erweckte dadurch mehr von seiner Aufmerksamkeit als die vielen zuvor verwendeten Blicke, deren Absichten er zu durchschauen glaubte. Größer waren da die Probleme mit ihrer Stimme, er hörte das schelmische doch schlummerte darin auch Vernunft. Etwas dass er so bei Verliebten hörte, etwas dass er davon kannte wenn Menschen in Vertrauen miteinander scherzten. Gegenfrage war nun wollte er wirklich mit einer Frau in eine heiße Quelle gehen, die scheinbar solch Stimmlage so selbstverständlich zu verwenden verstand wie ein Vogel den Gesang? Gegenfrage wieso sollte er nicht? Er kannte dafür zwei durchaus gute Gründe, der erste waren seine ihm durchaus bekannten Kreislaufschwierigkeiten. Der zweite Grund war eigentlich trivial, weil die ihn gegenübersitzende Frau bislang keinerlei Interesse daran gezeigt hat was der Kaufmann in Nebenberuf noch alles sein könnte, und wenn ihr schon seine Augen gänzlich egal waren, würde sie vermutlich auch die große Auswahl an Narben auf seinen Körper mit einem durchaus gesunden Gleichmut zur Kenntnis nehmen. Er suchte noch immer mit den Augen auf höhe ihrer Mundwinkel nach einem weiteren Hinweis, ob sie auf seine doch mehr scherzhaft gedachte Aussage nicht doch mit Scherz geantwortet hatte. Was er sah war nichts als ein Selbstsicheres Lächeln. In gewisser Weise sollte es ihm auch wundern, wenn die Frau bei ihren gewählten Kleidungstil, den von ihr gewählten Verhalten nach Kriterien den Durchschnitt gültig bleiben würden. Yuhana sollte im übrigen bald erscheinen um sich bei mir bezüglich des Bedürfnis nach neuen Tee zu erkundigen. Ich bitte dies zu verzeihen, nur konnte sie kaum wissen oder erraten wie lange ihr für euren Tee benötigen wird, daher hat sie ihre Erfahrungen mit meiner Trinkdauer zum Maßstab genommen. Er goss das letzte bisschen aus seiner Kanne in den Becher wie euch vermutlich kaum noch überraschen wird, neige ich dazu viele Dinge in gewissen Regelmäßigkeiten zu praktizieren Er versuchte sich in einem entschuldigen Gesichtsausdruck, während er mit beiden Händen den Teebecher umfasste Wenn es wirklich euer Wunsch ist, so kann ich sie zudem darum bitten die hiesige Quelle vorzubereiten. Jedoch möchte ich euch diesbezüglich vorab über ein paar Details in Kenntnis setzen. Zum einem ist die Quelle eher Cha typisch und resultierend daraus, dass es sich bei diesem Gebäude einst um ein Kloster gehandelt hat verfügt sie nur über einen Zugang. Chatypisch war schon fast ein Euphemismus, im wesentlichen war ein Teil des Gebäudes umgebaut worden, genauer gesagt hatten sie die linke hintere Ecke zu einem geschlossenen Bad in eher antik römischen Stil umgebaut, wodurch sie im wesentlichen eher mit der restlichen Inneneinrichtung als den äußeren des Gebäudes harmonierte. Dennoch war das quadratische Becken nur als Zwischenstadium gedacht. Scheinbar hatte sich sein Vater noch nicht gänzlich entscheiden können, wie er die Quelle arrangieren musste damit nicht in Konflikt zum Garten stand. Kompromiss waren bislang redundante Wasserläufe die aus halbhohe Wänden von 30 Cm hinter der ebenen Beckenränder Wasser wie bei Wasserfällen in das Becken fließen ließen. Sie würde zudem sehen können, dass jeder dieser Wasserzuläufe aus dem selben Kristall geformt war wie die Abdeckungen der Wasserläufe im übrigen Gebäude. Weiterhin wird es bei den üblichen Anwohnern dieses Gebäudes normalerweise so gehandelt, das Männer wie Frauen ihre Zeiten haben daher ist der Sichtschutz derzeit nicht aufgebaut, wenn ihr also einen solchen wünscht würde ich euch um eine gewisse Geduld bitten wollen, damit er errichtet werden kann. Wenn ich aber eure Worte einfach nur missverstanden habt, verzeiht meine gerade gesprochen und dadurch aufdringlich erscheinenden Worte. Dennoch sei euch vergewissert, das eure Antwort keinerlei Auswirkungen auf meine wachsende Wertschätzung gegenüber euch und euren Selbstbewusstein haben sollte Während seiner kleinen Ansprache hatte er ihr erst in die Augen gesehen um dann unbestimmt ihr Profil zu betrachten. So änderte sich dadurch auch kaum wahrnehmbar die Stimmlage, zum Ende hin hatte sich sein Sprechtempo ein wenig erhöht, dennoch war die Stimmlage etwas tiefer geworden. Kurz fiel sein Blick auf ihren Busen um sich dann sofort wieder seinen Willen zu ergeben, und zu heben. Jener Wille der ihn nun ganz dezent darauf hinweisen wollte, dass die Sache mit dem Onsen vielleicht rational gesehen keinen Unterschied zu diesem Tisch machen würde, er aber vielleicht nicht vergessen sollte nicht sein Bruder zu sein. Der Glockenschlag kam einer Antwort zuvor, und mit einem Lächeln würde Yuhana erscheinen um sich zu erkundigen, ob noch Getränke oder was zu essen gewünscht werden

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Re: Lokaal Cha

Beitrag von Nagase Kyoko am Mi Mai 25, 2016 7:34 pm

Scheinbar schien sich das Gemüt der Nagase allmählich wieder abgekühlt zu haben. Sie mochte zwar einen durchgängig ruhigen, bedachten Eindruck machen, doch war es für viele eine unverhoffte Überraschung, welch Temperament in ihr schlummerte. Und jenes Temperament konnte sich unter gewissen Begebenheiten schnell zu einer gefährlichen Impulsivität wandeln, wenn die Schwarzhaariges auch vorzog, solche Eigenschaften ihrerseits geheim zu halten. Dominanz eignete sich besser im Verborgenen. So ließ sie es sich zwar nicht anmerken, genoss es jedoch sehr dem Händler sein süffisantes Grinsen aus dem Gesicht gewischt zu haben. Die schlangenartigen, stechenden Augen der Frau hatten sich ohne Abweichung erneut auf sein Gesicht gelegt und ihre schwarz geschminkten Lippen wurden von einem sachten Lächeln umzogen, während sie seinen Worten lauschte. Wortlos folgte ihr violettes Augenpaar den letzten Tropfen Tee, welche sich in die Tasse ihres Gegenübers begaben. „Das glaube ich gern.“ Mehr als dies und ein, ironischerweise nun von ihr getragenes, süffisantes Schmunzeln erhielt er nichts zur Antwort. Die Gründe für solch eine mangelhafte Bedienung waren Kyoko völlig gleich, wurden viel eher förmlich ignoriert, war sie keine Person die Rechtfertigungen auf die von ihr angeprangerten Punkte dulden konnte. Selbst in Bezug auf deren hiesige Quelle, schien der junge Mann wieder eine längere Ausführung zu benötigen, welche von seiner Geschäftspartnerin eher halbherzig verfolgt wurde. Bei der Erwähnung des fehlenden Sichtschutzes konnte sie sich ein kurz aufblitzendes, spöttisches Grinsen jedoch nicht verkneifen. Wer brauchte denn sowas? Ganz abgesehen davon war es für ein Geschäftsgespräch mehr als nur unangebracht. Kyoko wollte Sichtkontakt zu ihrem Gesprächspartner, besonders, wenn nebenbei ein wichtiger, missionsbasierender Handel abgeschlossen wurde, alles andere wäre töricht gewesen. Und bevor Oshima damit fortfahren konnte, in auffällig behutsamer Art und Weise nach den richtigen Worten zu suchen, wurde er sogleich von der bestimmten, nach wie vor gespielt lieblichen Stimme der Schlange unterbrochen. „Ihr habt mich nicht missverstanden Oshima. Ich würde den Besuch einer Quelle mehr als nur vorziehen. Und einen Sichtschutz benötige ich nicht, wo bleibt denn da der Spaß?“ Als ob er das darauffolgende, spaßig anzügliche Zwinkern nicht erwartet hätte. Gerade als sie ihm unter selbstgefälligem Lächeln klarmachen wollte, dass nichts in seiner Macht Liegende etwas an ihrem überhöhten Selbstbewusstsein ändern könnte, kam ihr der ruhedurchbrechende Glockenschlag zuvor und Yuhana betrat den Raum, um kurz darauf unter abschätzigem Blick Kyokos die Anweisung zu erhalten, jene heiße Quelle vorzubereiten, wodurch das Spiel der beiden vorerst eine kurze Pause erhielt.

Beinahe in behutsamer Achtsamkeit legte die junge Frau ihre Klamotten zusammen und wickelte sich das knappe, weiße Handtuch um den entblößten, schlanken Körper. Der innere Ausbruch sachter Wut hatte sich bereits wieder vollständig verzogen und musste der Vorfreude auf jenes entspannende, warme Wasser Platz machen, welches sie in den Onsen erwartete. In solch einer Umgebung hatte sie zumindest deutlich bessere Chancen ihren Willen in Bezug auf den verstrickten Handel durchzuringen. Und das habgierige Gemüt der Nagase sehnte sich nach dem Besitz dieser besonderen Waffen, sowie der Besichtigung von Orochimarus Labor. Vermutlich war selbst ihr Vater Juro der Nachforschung über seinen Vorfahren nie nähergekommen, als Kyoko heute. Letztere hatte sich bereits traditionsgemäß mit warmem, sauberen Wasser abgespült, um die heißen Quellen nicht zu verschmutzen. Auch eine solch anzügliche Person wie sie konnte Wert auf Etikette legen! Letztere schwand jedoch sogleich wieder, als sie luftig bekleidet im Handtuch, lediglich dazu gedacht die notwenige Blöße zu bedecken, wieder so ein bescheuertes Etiketten Ding, hinaustrat um sich in Richtung Bad zu begeben. Währenddessen musste sie daran denken Kuzo einen Orden zu verleihen, immerhin sah es so aus, als würde der kleine, beschuppte Bote seine vorrübergehende Freizeit nicht lange genießen können, vorausgesetzt alles lief nach Plan. Und die Schwarzhaarige würde für letzteres mit Garantie sorgen! Sie blickte nicht einmal perplex auf, als sich vor ihr eine unbekannte, männliche, weißhaarige Gestalt zeigte, vermutlich nur daran bedacht kurz den Flur zu überqueren kam er doch nicht drum herum dem kecken Zwinkern der Kunoichi zu entgehen, als sie mit selbstbewusstem Schritt so halbnackt an ihm vorbeiging. Bei den heißen Quellen angekommen staunte sie wahrlich nicht schlecht, handelte es sich hingegen ihrer Erwartung nicht nur um ein kleines, lächerliches Becken, sondern um einen wahrlich wohligen Ort der Entspannung. Wieso hatte ihr Anwesen so etwas nicht? Der Nagase Clan musste so etwas besitzen! Langsam begab sie sich ins Wasser und genoss sogleich das erwärmende, nasse Gefühl auf ihrer Haut. Kurzzeitig viel ihr Blick auf die schon wieder vorkommenden Kristalle und für den Bruchteil einer Sekunde machte sich eine Mischung aus Misstrauen und eventueller Erkenntnis auf ihrem Gesicht breit. Galten sie nur zur Ausschmückung und Darstellung vom Reichtum der Cha oder steckte mehr dahinter?
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Re: Lokaal Cha

Beitrag von Kensaku Oshima am Do Mai 26, 2016 2:33 pm

Noch bevor er den Entkleidebereich erreicht hatte, traf er auf Yuuhana, die mit unter dem Busen verschränkten Armen an der Wand gelehnt dastand. Ihr Gesichtsausdruck besaß noch immer einen schwer zu deutende Zwischentöne, obwohl ihm nicht der gebotene und kultivierte Respekt und Gleichmut abging schien da auch eine gewisse Skepsis bei zu schwingen „Sie hat auf den Gruß des Erwachten  geantwortet hat, dass dieser wieder einschlafen würde, sobald er die Dunkelheit der Welt sieht.“  Sie schloss ihre Worte mit einem kurzen Seufzer ehe ihr Blick Oshima signalisierte, dass sie von ihm eine Entgegnung vielleicht sogar eine Rechtfertigung erwartete, die zugleich erklärte wieso ihr Gastrechte gewährt wurden. Eine durchaus berechtigte Frage, würde er selbst wissen ob er mit einen Mann die gleiche Geduld gehabt hätte? Wäre er bei einer weniger Attraktiven Frau zumindest ausreichend vergleichbar umgegangen? Ich glaube Vater hätte darauf gelächelt und geantwortet, dass im Licht schlafen auch  schon immer schwierig gewesen wäre.  Die Lehrmeinung dagegen wird wohl sein, dass er genau daher auch Erleuchteter genannt wird und genau dies die Aufgabe der Cha sein soll. Wer es wünscht kann sich an unseren Feuer wärmen, doch wir können  nicht wissen welche nähe zum Feuer die Person als Angenehm empfindet...  zu guter Letzt lohnt es sich nicht sich an den Dingen zu stören, die nicht in unser Kontrolle liegen. Er suchte kurz in ihren dunklen violette glimmenden  Augen nach einer Antwort darauf, inwieweit sie mit dieser Antwort zufrieden war, zuckte aber dann doch nur mit den Schultern Wenn es sich ergibt, kann ich versuchen noch einmal mit ihre darüber zu parlieren, nur ist sie weniger an Fragen des Glaubens interessiert als von mir ursprünglich erhofft „Ich wäre dankbar dafür, ansonsten wird gewünscht dass ich noch zur ihrer Verfügung stehe?“ Leicht lockerte sie die Verschränkung ihrer Arme Auch wenn unser Gast durchaus offen zu sein scheint, sollte die restlichen Gespräche wohl besser hinter verschlossener Tür stattfinden. Er legte seinerseits den Kopf ein wenig in den Nacken Vielleicht zeigt Sie sich dann auch ein wenig kooperativer, es ist schon angenehmer wenn beide Seiten es als ein gemeinsames Projekt sehen, und es sich nicht anfühlt als wäre man einfach nur in einem Waffenstillstand Er schüttelte nach diesen leicht klagenden Worten ein wenig seinen Kopf, er konnte ohnehin nicht ausschließen auch Mitschuld an den derzeitigen Regeln und Zwischentönen zu haben, dennoch störte es irgendwo sein Bedürfnis nach Harmonie. Egal wie sehr er sich schon an die für das Geschäftsleben notwendige Kälte gewöhnt hatte [/color] Seine Zuhörerin nickte zur Bestätigung erst nur langsam, löste dann endgültig die Arme aus der Verschränkung und stieß sich in einer fließenden galanten Bewegung von der Wand ab.
„Über ihre Antworten können wir dann ja auch bei einem heißen Bad diskutieren, wie es scheint hat sich deine Meinung diesbezüglich ja der deines erwählten Bruders angenähert.“ Er verzichtete darauf ihr mit einem Falsch zu entgegen, er hatte ihre gestrige diesbezügliche Anfrage nicht wegen irgendetwas esoterischen wie Prinzipien abgelehnt, vielmehr war es im ein Rätsel wie er in Gegenwart von dampfenden Wasser noch Papiere hätte bearbeiten sollen. Er schüttelte kurz mit den Kopf nachdem die junge Frau  an ihm vorbei marschiert war, und trat stattdessen in den kleinen Zweckmäßigen Raum und begann damit sich zu entkleiden. Vermutlich verstand er noch immer zu wenig davon wie die Frauen in seinem Clan dachten, immerhin waren sie es mehr oder weniger gewohnt die Rolle einzunehmen, die im fast dem gesamten Rest des Landes von den Männern ausgeübt wurde, und waren es gewohnt Initiative zu ergreifen und Bedingungen zu formulieren. Beim Blick auf die sauber auf gefaltete Kleidung der Nagase musste er in Anbetracht seines Gedankengangs schmunzeln, die beiden Frauen wären vermutlich im Bezug auf ihre kognitiven Operativen überrascht, wie viel sie gemeinsam hätten, nur lebten sie dies so gänzlich verschieden aus. Er war zwar Neugierig darauf ob unter der Wickel doch noch etwas wie ein trägerloser Büstenhalter versteckte gewesen war, wäre aber nie auf die Idee gekommen dergleichen über solch einen Weg in Erfahrung zu bringen, war es in etwa so Ehrenhaft wie ein Spiegel bei einem Kartenspiel.  Außerdem war er über den Wert der von Unterwäsche Rückschluss auf Persönlichkeit Typologie ehe weniger überzeugt, gerade da auch Yuhiko betonte, dass auch die meisten Frauen ab einem bestimmten Alter da eher pragmatisch als konzentriert  aussuchen würden. Außer natürlich sie hätten vor Beginn des Abends schon gewisse Absichten und selbst dann würde es dezent genug ausgewählt, dass Männer noch immer im Wohlgefühl baden könntenm , sie hätten die Frau erst im Verlauf des Abends erobert. Unnötig komplizierte Welt

Während Oshima sein Halstuch ablegte war er wie  jedes mal wieder   aufs neue begeistert, wie vielen Gedanken er nachgehen konnte bevor er es geschafft hatte sich aus seinem Kleidungspanzer zu schälen, der im Hinblick auf die Anzahl der übereinander liegenden Schichten vermutlich jeder Mutter im Winter vor Stolz Tränen in die Augen treiben würde.  Schon mit Handtuch um die Hüften musterte er kurz die beiden Arme und blickte an sich herab. Vorzeigbar ein schlanker athletischer Körperbau, dem so ziemlich sämtlich Weichheit fehlte, die man von einem Kaufmann erwarten würde.  Gerade im Hinblick auf die ihn schmückende Narbenpracht, die eine gewissen Starrsinn  andeutet im Bezug auf seine Angewohnheit alleine zu reisen, wobei pikanterweise keine der Narben von ihm feindselig gestimmten Person erschaffen wurde. Bis auf die Narben der Armbeuge waren alles Trainingsnarben, Lehrstücke dafür wie schon kleine Verluste der Konzentration selbst eine fast absolute Diamantverteidigung durchdringen konnten. Und im Vergleich zu anderen Trainingsvorstellungen des Erwachten sogar recht Harmlos, wieder ein Beispiel für eine Gewisse Ironie wenn man bedachte, dass der Erwachte den Frieden zwischen allen Wesen predigte.

Bevor er die Tür zum Badebereich öffnete schluckte er noch einmal kurz während er die Klinke um griffen hatte, was er nicht bedacht hatte, war das er gar nicht wusste ob die Frau mit ihren Betonungen auf Prüde und wo bleibt der Spaß in der Ablehnung von Sichtschutz nicht auch Handtücher als Relikte von aufgezwungener Sittlichkeit verteufelt.
Während er noch auf Hälfte zwischen dem Becken und dem Eingang stand, kam er auch nicht umhin mit einem stillen für sich eingekehrten Schmunzeln auf seine letzten Gedanke zu antworten zu machen, vermutlich war dies einer der wenigen schwarzen Schwäne, also einer der  Fälle in dem zumindest Seitens der Frau durch das besuchen des Onsen wahrscheinlich auf einmal  mehr Haut als zuvor verdeckt wurde, gut  in gewisser Weise müsste er abwägen wie man die nun gänzlich Frei gelegten Schultern und Arme mit dem dafür nun verdeckten Bauch innerhalb einer gewichteten Bewertung verrechnen würde,  jedoch konnte er auch so von oben, oder vielmehr gerade durch die noch privilegierte stehende und somit höhere Lage, ihr neu freigelegtes  gleiches Dekolletee  wie Bouquet betrachten... wobei er konnte  diesen Anblick auch als Anlass nehmen um sich lieber ins Wasser zu begeben, bevor er mit anderen Körperteilen ausdiskutieren müsste, dass die weibliche Brust als Ansammlung von Fett und Drüsengewebe die erotische Kapazität eines außer Form geratenen Mannes besaß während die Gegenseite mit einem kurzen ach bitte auch ohne rationale Argumente ihre Teilsiege feiern würde. Er nickte ihr lieber nur kurz einmal zu, wieso auch immer. Und setzte sich auf den kleinen Schemel um Wasser in den flachen Eimer fließen zu lassen. Yuuhana ist angehalten uns nicht zu stören, umgekehrt bedeutet dies jedoch auch, dass ich dir leider im Moment keine Getränke anbieten kann. Ich hoffe dies ist nicht zu abträglich für dein Wohlbefinden. Er biss sich kurz auf die Zähne bevor er das Eiskalt Wasser über sich ergoss. Atmetet danach ein zweimal Schwer, lauschte darauf wie sein Körper darauf reagierte, verweilte daher lieber noch für gut 20 Sekunden bevor er mit der linken Hand das Handtuch absicherend sich ins Wasser sinken ließ, erst mal im 120 Grad Winkel zu Nagase.
Jetzt mit ihr im Onsen empfand er eine fatalistische Ruhe, er saß nun sozusagen in der Mitte des Sturms und konnte faktisch gesehen nicht weiter in eine eventuelle Finte ihrerseits geraten. Und genau dies beruhigte ihn,  jetzt galt es sich wieder auf die bedeutenderen Dinge zu konzentrieren, Geschäft, was Clanführer für sie bedeutete .. eine ganze Liste erschien vor seinem inneren Auge, die Frage war nur noch in welcher Reihenfolge, welcher der Listenpunkte Bonuspunkte erzeugen würde,  und welcher mit Kosten bzw. Minuspunkten enden würde. Außerdem welchen Wert besaß Onsen? Vermutlich würde Reijarmo sich gut 200 Punkte dafür geben, dass solch eine Frau quasi unbekleidt.. okay nicht der Gedankengang den er fokussieren sollte, da sich ansonsten sein Handtuch anspannen würde, denn er hatte schon bemerkt er wie ein paar der ihn nur indirekt gehorchenden Muskeln  aus ihrer Trägheit aufschrecken wollten, was ihn in sofern fast sogar erstaunte da dies bei den gemeinsamen Bädern mit seiner Schwester, die um es zu betonen in keiner Weise mit ihm verwandt war, hatte er dies nie beobachten dürfen. Vielmehr hatte sie erquickt gewirkt wie ein Pferd welches endlich wieder auf die Wiese gelassen würde, das konnte er für sich auf der Positivliste verbuchen. Gut bei welchen Punkt waren wir verblieben? Achja erlauben eure Verpflichtungen als Clanoberhaupt euch überhaupt für gewisse Zeitspannen den Clan fernzubleiben? Und.. Er verstummte kurz ja gut mit einer Spezialistin für Attentate in eine solche Situation zu gehen, war eine der Sache über die im Rückblick andere für ihn mit einem Kopfschütteln schwatzen würden, egal er beließ mit einem Lächelnden Blick in ihre Richtung und aus persönlichen Interesse wie viel Ehrfurcht darf ich im Anbetracht euer Begabung entwickeln, dass ihr schon so jung die Bürden eines Clans auf eure, wie ich nun erblicken darf, zierlich wirkenden Schultern lastet?


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Re: Lokaal Cha

Beitrag von Nagase Kyoko am Fr Mai 27, 2016 11:21 pm

Zugegeben es war eine äußerst gute Idee von Oshima in der derzeitigen, doch etwas angespannten Situation eine Änderung des Umfeldes vorzuschlagen. Insbesondere, wenn es sich dabei um Onsen handelte, welche bekanntlich eine gar magische Wirkung besaßen. So genoss Kyoko das heiße Quellwasser in vollen Zügen, auf der bereits vorher sauber geschrubbten Haut, lehnte sich mit einem erfreuten Seufzer zurück und machte ganz den Eindruck nun wieder zu ihrem bedachten, neutralen Kernpunkt gelangt zu sein. Tatsächlich war ihr inneres, säuerliches Impulsgefühl von vorhin vergessen, doch hatte die Kunoichi längst nicht außer Acht gelassen weshalb sie hier war. Und der neue Standort des Handelsgespräches, würde ihr mit Sicherheit einige vorher nicht dagewesene Vorteile einbringen, grundlegend basierend auf dem Fehlen sämtlicher Klamottenteile, die bei ihr ja ohnehin schon recht freizügig ausvielen und dies trotz der traditionellen Erscheinung, welche ein Kimono nun einmal mit sich brachte. Ja, die Nagase war fest überzeugt davon nun endgültig die Oberhand zu gewinnen und diesen, nach wie vor als Spiel betrachteten Handel, möglichst zu ihren Gunsten zu wenden. Natürlich war ihr bewusst, dass sie gewisse Kompromisse eingehen musste, doch sollten letztere so gering wie möglich gehalten werden. Als Oshima letztendlich ebenfalls den Badebereich betrat, befand sich seine Geschäftspartnerin bereits einige Minuten darin und ließ das Quellwasser sichtbar auf sich wirken. Obwohl die junge Frau seine Anwesenheit natürlich sofortig bemerkte, blieb ihr Kopf sachte nach hinten gelegt und die sonst so durchdringend misstrauischen, stechenden Augen verschlossen. Und selbst jetzt konnte sie mit amüsiertem Empfinden die musternden Blicke des Mannes auf sich spüren. Wie erwartet durchbrach dessen Stimme schon nach kurzer Zeit die angenehme, doch gar künstlich empfundene Stille und er kam auf Yuhana, sowie mangelnde Getränke zu sprechen. Zwei Dinge, deren Fehlen sie momentan so gar nicht störte. „Oh nein, wie schrecklich“ wurde daher in ironischem Spott erwidert, während sich die Schwarzhaarige fragte, wo er die kleine Bedienstete aufgetrieben hatte. Trotz äußeren Ähnlichkeiten, war eine Verwandtschaft aufgrund seines vorherigen, unangebrachten Schwangerschaftswitzes, bei welchem die Kleine kurz Erwähnung fand, nicht möglich. Im Grunde interessierte es Kyoko nicht sonderlich, doch der Gedanke, dass dieses Püppchen ursprünglich von der Straße, dem Menschenhandel oder gar der Prostitution kam, belustigte sie in bitterer Art und Weise. Tatsächlich waren die morbiden Eigenschaften der Dame, ihr moralischer, innerer Zerfall, kaum zu leugnen. Erst als der Händler ebenfalls zu ihr ins Wasser stieß, mit gar nicht so unklugem Abstand, richtete sich die Attentäterin etwas auf, ließ wieder den Blick auf ihre schlangenartigen Augen zu und musterte das nackte Antlitz des Mannes, mit bereits bekannter, schamloser Offenheit. Tatsächlich hatte sie für den Bruchteil einer Sekunde Probleme damit, die Überraschung bezüglich seines mit Narben bestückten Körpers zu verbergen. Sie hatte einiges unter seinem mehrschichtigen, adligen Kostüm erwartet, doch sicher nicht das. Jene Erkenntnis mischte die Karten im Spiel noch einmal anders durch, verstellte einige Figuren auf dem Brett, doch nicht in beträchtlicher Weise. Zumindest erhielt Kyoko somit einen Wink, dass es sich bei ihrem Gegenüber nicht um den kampfunfähigen Geschäftsmann handelte, für welchen sie ihn anfangs hielt und die lose Vermutung bezüglich der Darstellung faszinierender Kristalle eventuell zutreffen könnte. Scheinbar galt es noch einiges über den Cha heraus zu finden, welcher sich daranmachte, seinen Gast auf ihre Position als Clanoberhaupt anzusprechen. „Wie bereits gesagt, ich bin das Oberhaupt, ich gebe den Ton an.“ Ein amüsiertes Schmunzeln zog sich über das Gesicht der Frau. „Und ich bezweifle, dass meine Pflichten so breitgefächert sind wie die euren Oshima.“ Es gefiel ihr, dass er wieder vom Duzen abgesehen hatte, zumindest im momentanen Zustand. Gar quälend langsam erhob sich der nackte Körper Kyokos, welche ihr knappes Handtuch nur noch zur losen Verdeckung des unteren Bereiches benutze, während ihre Oberweite lediglich von den langen, schwarzen Haaren bedeckt wurde. Machte sie nach außen hin auch den Eindruck, als würde sie mit dieser Darstellung keinerlei Ziel verfolgen, übergoss sie ihren Körper aus purer Absicht kurzzeitig penibel langsam mit dem heißen Wasser, während sie sich dazu herabließ ihrem Gastgeber Antwort zu schenken. „Einiges! Wusstet ihr, dass es für einen Ninja vermutlich wichtiger ist seinem Opfer unbemerkt und im Stillen die Kehle aufzuschlitzen, als diesen im direkten Zweikampf besiegen zu können.“ Ihre harten Ausführungen wurden mit einem hinterlistigen Lächeln abgerundet. „Bürde….“ Gar belustigt ließ sie sie das Wort auf der Zunge zergehen, als ob sie gleichermaßen einen kleinen Käfer zerquetschte. „Ich liebe meinen Clan und ich liebe es diesen zu leiten.“ Und ihrer momentanen Meinung nach, tat sie dies sogar besser als ihr Vater es getan hatte.
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Re: Lokaal Cha

Beitrag von Kensaku Oshima am Sa Mai 28, 2016 6:57 pm





Sein Blick lag auf ihren Fingern, deren geradezu gleichgültigen Weg entlang einer Grenze zwischen etwas himmlischen und dem Diesseits. Eine winzige Bewegung, kein ganzer Herzschlag und die Finger schwebten federleicht von dort empor wo Stoff auf Stoff zu einem Schloss geworden war, mit ihnen begann das weiße etwas, diese kleine etwas, dieses behelfsmäßige Kleid das doch nur ein Handtuch war seinen Weg nach unten, getrieben von der natürlichen Schwerkraft, unterstützt dadurch, dass die junge Frau Wirbel um Wirbel den Oberkörper aufzurichten begann. Sich nicht schwerfällig wie ein versunkenes Schloss und dennoch in seinem Augen genauso langsam ihren Busen getragen vom Rest ihres schlanken Leibes aus den Wasser auftauchen ließ. Er schluckte, beobachtet betrachtete, fixierte dies mit ungewollter Leidenschaft, aufmerksam als sei er ein hungernder Adler inmitten einer verödeten Steppe, sah wie der Stoff gleichgültig im Wasser nicht gewillt war seine Ruhe zu beenden, wie er immer mehr schutzlose weiße, wahrscheinlich zarte, weiche Haut freigab , dort angelangt war wo die Brustwarzen beginnen müssten. Was anderen Frauen Fanal, absolute Grenze, schien sie nicht zu interessieren, sie unternahm keine Regung das Handtuch auf ihren Weg aufzuhalten, keinerlei Regung oder zucken ihrer so flinken Finger. Wobei er sah dies nicht, konnte dies nicht, sein Blick lag gebannt auf einen einzigen kleinen Punkt folgte ihren Körper, nein das übertrieben, wäre als würde man eine Buche einen Wald schimpfen. In diesem Augenblick sah er nicht viel mehr als schwarzen Rauch. Rauch? Strähnen ihres Haares ließen sich dort fallen wo er nun Rosa? Braune? Wie alt war sie noch gleich? 24 .. Nein, er ließ die Gedanken verstummen, wollte nicht darüber nachdenken. Statt sündhafter Haut und doch Lebensbejahender Haut mit dem hässlichen Wort Brustwarzen gestraft, etwas eigentlich nicht mehr als einer kleinen Erhebung, die in der Kunst vergöttert wurde, sah er undurchdringliches Schwarz. Ihre Langen Haare ergossen sich wie eine Fluss. Er saß nun ihr fühlte eine seltsame Ehrfurcht dort wo Busen, zwischen den Brüsten majestätisch mit der eigentlich einmaligen Ästhetik eines stilles Flusses, ihr dunkles Haar.
Und doch immer wieder Wirbel, kleine Insel ihrer Haut, nein nicht nur ihrer Haut, der Haut ihres Busens, nicht die des Ausschnitts, nein blassere Haut, also noch blasser, scheinbar nur selten berührt von Sonne und männlichen Blicken. Und immer wieder Wasser, verschob die Haare offenbarte andere Bereiche, schöner als die zuvor, blühende Landschafen die zugleich wieder vernichtet wurden. Benetzte die Haut, Wasser wurde zu Kunst, wurde zu Dampf der ihn nicht bekümmerte, der nur Ablenkung war. Er schluckte wie lange hatte sein Blick gedauert? Er wusste es nicht, vermutlich kaum mehr als 4 oder 5 Sekunden, dennoch merkte er eine ihn ungewohnt Röte im Gesicht. Schluckte, stieß kurz einen Atemzug aus, es war nichts als Fett. Die Haut die er dort sah, nicht anders als die der Oberarme. Wegsehen, auf das Wasser konzentrieren. Doch wenn er mit den Augen das Wasser begleitete, sah er nur bis auf ihren Bauch hinab, sah wie er sich ohne jegliche Erregung hob und sank. Wurde dadurch erinnert, nein erinnert war Falsch bislang hatten seine Augen noch nicht zugelassen wahrzunehmen, dass Sie aus dem Handtuch einen zarten Hauch Nichts gemacht hatte. Ganz als wäre es ein lästiger Kokon gewesen, als wäre Sie wie eine nach langer Finsternis endlich erblühte Blume, fast vergessen schwamm es nur noch lose als letzter Schild und dennoch glaubte er Hüftknochen.. Er schluckte abermals, und ließ Dunkelheit über ihn kommen. Mit nun geschlossenen Augen ließ er den Kopf in den Nacken gleiten und breitete seine Arme auf dem Beckenrand aus. Reijarmo würde ihn spotten, doch wenn er noch länger hinsehen würde, wäre das was ihm als einziges Geheimnis gegeben wurde ein Leuchtturm für seine Erregung, für sein besiegt geglaubtes Verlangen für Dinge die in diesen Gespräch doch nichts zu suchen hatten. Nichts mit dem er sie belasten wollte, während sie ein Bad genoss. Oder war es ihre Taktik? Eventuell nur würde er sie bislang nicht verstehen, verstand nicht wann sie ihn mit blicken lockte, wieso sie schon jetzt so eine Trumpfkarte spielen sollte? Nein, wie er fand, waren das verachtenswerte Gedanken und hatte sie nicht zu ihm gesprochen? Irgendwas mit Aufschlitzen? Doch er glaubte sich an Worte zu erinnern, daran dass sie davon gesprochen hatte zu töten, davon wie es ihr gefiel war nicht dabei das Handtuch gesunken? Fühlte sie sich nun einfach nur Wohl? Waren dies einfach die Themen die ihr gefielen? Hatte er nicht mal gehört dass Menschen mehr Haut zeigten wenn Sie sich wohl fühlten nebensächlich davon ob nun Mann oder Frau? Lag es einfach nur daran? Egal, er lauschte seinen Atem, zählte ihn. Lauschte seinen Puls, zählte diesen. Ich hoffe, nein. Ich bin im Moment nur dankbar dafür, euch nicht verärgert zu haben, aber so langsam. .. Er stockte, überlegte die Augen zu öffnen, ließ sie aber lieber geschlossen lauschte nur darauf ob das Wasser bewegt wurde, ob er ihren Atem vernehmen konnte, hörte kaum mehr von ihr als gleichmäßiges Atmen. Egal wir stehen in dieser Causa auf der selben Seite, und Und was? Gute Frage. Sollte er auch seine Haare öffnen? Für ein blinzeln öffnete er die Augen, sah wieder in ihre Richtung, sah die Nymphe dort ruhig sitzen, Haut wie Marmor eingerahmt von dem kohlrabenschwarzen Haar. Schloss die Augen wieder. Nein er mochte keine nassen Haare, auch würde es bei ihm aussehen wie bei einem nassen Hund, nie so kunstvoll wie bei ihr. Wie der Weise selbst gesagt hatte, die Schönheit wurde den Frauen geschenkt, schöner als jede Blume, als jeder Vogel im prächtigen Kleid. Männer waren dagegen geradezu unbeholfen. War die Schminke eigentlich verlaufen? Verdammte er musste die Gedanken ordnen. Kratzte mit den Fingern über den glatten steinernen Boden, spürte die Anspannung, die Trennung von seiner Münze oder irgendwas um seine Hände zu beschäftigen? Ihr den Rücken waschen? Zu früh. Oder höflich? Er sollte sprechen, sprechen war wie er wusste eine gute Idee in einem Geschäft pt Er öffnete kurz den Mund nur um ihn gleich wieder zu schließen, kurz bevor ihre Hände seine Sinne raubten hatte sie doch von Pflichten gesprochen, genau seine Pflichten die breiter gefächert sein sollten. Ich bin kein klassisches Oberhaupt, meine Pflichten sind daher überschaubar. Er atmete einmal tiefer ein und sah wieder in ihre Richtung, den Blick auf ihre dunklen glänzenden sorgsam musternden Augen fixiert, gebot es doch die Höflichkeit Augenkontakt in einem Gespräch zu halten. Unterstützt euch denn zumindest euer Gatte oder gilt alle Liebe dem Clan ? Er fuhr sich mit der linken Hand schnell einmal über das noch immer warme aber nicht mehr gerötete Gesicht Verzeiht, diese Frage war wahrscheinlich unangemessen. Was ich eigentlich freundlichst erfragen wollte war, was dein ihr Clan beitragen könnte um den Gewinn zu steigern Er deute so was wie ein Lächeln an, ließ dann aber doch wieder den Kopf in den Nacken sinken, betrachte die Decke anstatt weiterhin dagegen anzukämpfen etwas zu bewundern, das aus Sitten und Konventionen heraus nicht bewundert werden durfte.. wobei die Konvention war ihr vermutlich ziemlich egal? Abwarten. Abwarten darauf welche Informationen folgten, vielleicht wollte sie auch nur ihren Busen waschen. Genau.

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Re: Lokaal Cha

Beitrag von Nagase Kyoko am So Mai 29, 2016 1:11 am

Kyoko spürte es, spürte ganz genau, wie ihr Geschäftspartner trotz bemühen, nicht dazu im Stande war den Blick von ihr zu nehmen. Natürlich war es ihm nicht möglich, sie hatte auch nichts Anderes erwartet. Ein hinterlistiges und zugleich triumphierendes Schmunzeln schlich sich auf ihr Gesicht. Weder Oshimas Hang zur Religion, noch seine Rationalität würden ihm helfen, beim Anblick ihres entblößten Körpers einen klaren Gedanken zu fassen und wie vorherig mit seinem Handelswissen die Oberhand zu behalten. Der Vorschlag ihr Gespräch in den Onsen weiterzuführen, war grundlegend nur ein tiefer Schnitt ins eigene Fleisch gewesen. Vermutlich hatte der Mann erwartet, die doch recht eigensinnige und Kompromissen abneigend gegenüberstehende Nagase somit zugänglicher zu machen, mochte die Wärme ein Gefühl von Schutz, sowie Wohlwollen hervorrufen und das heiße Quellwasser eine entspannende Wirkung besitzen, doch würde er es sein, der in Anbetracht von lüsternen Gedankengängen, mochte der Cha sie noch so sehr leugnen, gefügiger werden würde. Zwar war der Schwarzhaarig, ebenso seinen folgenden Worten zu entnehmen, darauf bedacht beide Spieler auf eine Seite zu bringen, so handelte es sich hierbei ihrer Meinung nach noch um ein, wenn auch ruhigeres und verspielteres Gegeneinander. Solange zwei Parteien, mit teilweise unterschiedlichen Vorstellungen, doch demselben Ziel vorhanden waren, gab es irgendwo immer einen Kampf, wenn auch nur auf wörtlicher Ebene. Vorerst schenkte die Kunoichi ihm keine Antwort, ließ ihn abtauchen in die verwirrenden Gedankengänge und übergoss ihren Oberkörper weiterhin penibel mit Wasser, verschonte lediglich ihr Gesicht, dessen Schminke trotz der feuchten, warmen Luft nicht annährend verschmiert war und das Bild von allstündiger Perfektion, welches allzu gerne aufrechterhalten wurde, noch einmal unterstrich. Für eine Weile herrschte angenehme Stille im Badebereich, nicht jene bedrückende vom Vorraum, bei der man das Gefühl hatte nur auf den nächsten Schwerthieb des Gegners zu warten, ehe der Mann erneut das Wort erhob, dabei unter amüsiertem Lächeln seiner Gegenüber auch endlich einen ordentlichen Satz bilden konnte. Zugegeben, er verstand es sich unter dem Anspruch von nüchternen Themen abzulenken und Kyoko ebenso in typischer, gar professionell ausgerichteter Stimme zu antworten und dies trotz der herrschenden Situation, für sie scheinbar absolut problemlos. „Dabei erschien es mir, als sei eure Familie ein sehr fester und seriöser Zusammenschluss. Wenn man noch eure Tätigkeit als Händler bedenkt, müsste die Leitung doch ziemlich arbeitsaufwendig sein.“ Scheinbar waren die Cha nicht annährend vergleichbar mit dem Nagase Ichizoku, keine überraschende Erkenntnis. Zwar hielten die tückischen, von vielen, anderen Dorfbewohnern eher misstrauisch betrachteten Schlangen untereinander strikt zusammen und mussten sich im Falle der Meinung des Oberhauptes beugen, doch waren die familiären Bindungen eher lose für einen Clan, der seinen Stand- und Entstehungspunkt nur in einem Dorf hatte und auch außerhalb des Hauptzweiges machte ein Großteil eher sein eigenes Ding. Und doch liebte Kyoko ihren Clan auf eine ganz eigene, tatsächlich verantwortungsbewusste, doch eventuell auch etwas besitzergreifende Art und Weise. Die Mitglieder wussten, gab es Probleme, konnten sie sich an die wohl hinterlistigste der ganzen Schlangengrube wenden. Bei den folgenden Worten Oshimas gab seine Gesprächspartnerin ein süßliches, leises Auflachen von sich und seine Frage betrachtete sie scheinbar keineswegs als unangemessen. „Haltet ihr mich wirklich für so schamlos, dass ich mich einem anderen Mann nackt zeigen würde, wenn ich einen Gatten besäße?“ Wie verlogen die Schwarzhaarige doch wieder war. Treue, mit Ausnahme Clan und Dorf gegenüber, war nun wirklich nicht ihr Ding und selbst wenn sie den Bund der Ehe eingegangen wäre, so würde sie nicht davon absehen, ihren Körper nach wie vor in ihrem Nutze zur Schau zu stellen. Nein, Kyoko liebte ihre Unabhängigkeit und benötigte momentan keinerlei Unterstützung in der Clanführung. Erst jetzt drehte sie sich um, wodurch für Oshima der geschändete, sonst von Klamotten und langen Haaren verdeckte Rücken sichtbar wurde. Dünne, längst verheilte, doch klar sichtbare Narben waren auf diesem in Vielzahl klar zu erkennen, wirkten gar unwirklich auf der sonst makellosen Haut und stellten das Produkt mehrmonatiger Folter in Chigiri dar. Eine Darstellung, welche andere Frauen ihres Alters vermutlich zutiefst mit Pein und Scham erfüllt hätte, von dem Shura Mitglied jedoch locker mit einer fast belanglos ausgesprochenen Anweisung kombiniert wurde. Noch währenddessen, bahnte sich ihr schlanker Körper langsam, doch ohne Rückhalt den Weg zu Oshima und verharrte letztendlich neben ihm. „Wenn ihr nichts Besseres zu tun habt und euch mein vernarbter Rücken nicht stört, könnt ihr den auch gleich waschen hm?“ Sie schenkte ihm einen kecken, herausfordernden Blick, wie eine junge Schülerin die einen Sensei eben dazu aufgefordert hatte, ihr den Rücken einzucremen. Letzterer war bei der Schwarzhaarigen, die sich soeben erwartungsvoll umgedreht hatte, schon längst nicht mehr empfindlich oder ein wunder Punkt an ihrem Körper. Lediglich im Kampfgeschehen, bei Krafteinwirkung, konnten sich die Narben als klarer Schwachpunkt herausstellen, doch musste man in solch einer Situation auch erst einmal an diesen gelangen. „Wolltet ihr nicht noch weitere Informationen von mir?“
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Re: Lokaal Cha

Beitrag von Kensaku Oshima am Mo Mai 30, 2016 6:21 pm

Gut die Fragen danach was sie individuell als angebracht bezeichneten, würde er auf im Kontext der kulturellen Unterschiede archivieren und in dieser Akte fortan nur noch kleinere Vermerke machen,  denn die bisherigen Einträge zum Thema Grüßen, Baden, Scherzen etc. würden erstmal  alle ohne wirkliche Ergebnisse auf Weiterbearbeitung warten. Nur das selbst ihn solch irgendwann monotones durchspielen immer gleicher Züge ermüdete, gut gerade der Punkt Badekultur schien zumindest bei ihr ein sehr genüssliches Thema zu sein, bei dem der Kontrast zwischen Trockenheit, heißem Wasser und dem Abkühlen der Haut von großer Bedeutung war.  Zumindest müsste sie dafür eine Vorliebe haben, da es doch ansonsten einfacher für sie wäre, wenn sie  sich ein wenig sacken lässt und auch den Oberkörper ins Wasser eintaucht. Immerhin reichte das Wasser auch ihm,  normalen sitzend, fast bis  zu den Brustwaren.  Gut da war auch noch die Möglichkeit der  Alternative, dass ihr Verhalten nur eine Show war, die sie nur betrieb damit er sie als schöne Frau bewundern konnte, nur wozu?  So oder so  verstand er ihre Antwort nicht gänzlich, gut ihr helles auflachen war für ihn ein Signal, bzw. ein Hinweis, dass irgendwo in ihrer Antwort ein Scherz versteckt gewesen sein könnte, außer  sie wollte mit diesem Lachen eine gewisse Unschuld mimen, die aber im Vergleich zu ihrer recht offen Darstellung ihrer reich vorhandenen wohl geformten Rundungen. Oshima biss sich kurz auf die Zunge, setzte dann seinen Gedankengang wieder fort, im Wesentlichen war  Unschuld bislang kein zu ihr passendes Attribut, egal wie verschieden dergleichen über die mannigfaltigen Kulturen hinweg interpretiert wurde.   Erstens seid ihr meines Wissens nicht Nackt, maximal könnte man es als fast nackt bezeichnen Irgendwo bereute er kurz die Worte nachdem er sie gesprochen hatte, waren es doch fast schon typische wer a sagt muss auch b sagen Worten, die nur darauf zielten das Streben einfacher Menschen nach scheinbarer Konsistenz zu missbrauchen. Zum anderen war das genau einer der  Zeilen, für die er schon früher als verdammter Besserwisser geschimpft wurde Zumal ihr euch zum Zweiten auch in einem Onsen befindet, bei dem das Tragen von allzu viel Kleidung auch irgendwie bizarr, fast schon verdächtig, wäre oder nicht?  Und drittens bin ich überrascht. Eure Schönheit verlangt nach neidischen Männern und einem Trottel der sein Glück nie ausreichend in Worte zu fassen vermag und dennoch ein Held der Ehefrauen ist, da er den Hass ihrer Männer auf sich vereint. Und das wichtigste für den Trottel im Wasser, die Augen weiter in Richtung der Decke  halten und nicht darüber nachdenken was für Worte aus seinem Mund blubbern und bezeugen, dass der präfrontale Kortex beim Anblick einer Frau, mit der ein Mann durchaus schlafen wollen würde, genauso arbeitswillig ist wie ein Jugendlicher in der Vorstellung eines frustrierten Seniors.   Immerhin hatte er ausreichend ruhig und gefasst gesprochen, sogar ohne Brüche in der Stimme oder lange Aussetzer und dennoch wusste er, mittlerweile bei 473 Atemzügen zu sein.   Er öffnetet die Augen erst dann wieder als er anstelle des leisen rieseln von Wasser, welches an ihrer Haut hinab in Wasser glitt, etwas hörte  dass im direkten Vergleich mehr wie ein Wasserfall klang.  Sie bewegte sich auf ihn zu.. Er blickte kurz, sah kurz den Flachen Bauch das Wasser teilen, die Bewegung der strafen Brüste, legte dann von  Außen geradezu gleichgültig wieder den Kopf in den Nacken, spürte nur noch an Beinen und eigenem Bauch wie die Strömung des Wassers ihn ihr näherkommen, einer süßen Versprechung gleich, erzählte. Gut, was hatte sie nun vor? Bzw. was war ihr antrieb dafür die Distanz zu verringern? Er spürte nicht ihre Haut an seiner Seite, aber glaubte dennoch eine neue Wärme wahrnehmen zu können.  Sie könnte sich nun, wenn sie wollte so zur Seite kippen und ihn anlehnen, könnte die Illusion eines vertrauten Paares erzeugen. Doch wieso?   Zum Waschen? Jetzt saß Oshima kurzzeitig Senkrecht im Wasser und sah auf die junge Frau hinab, in kecke Augen, die ihn über ihre Schulter hinweg nach seiner Reaktion zu suchen schienen.   Nein, also nicht grundsätzlich nein zu ihrer Frage danach, ob ich mich dem Vergnügen ihren Rücken zu waschen verwehren wollen will. Aber vorerst würde ich gerne noch ein wenig im warmen Wasser verweilen, aber wenn ihr es mir erlaubt würde ich gerne als Entschädigung euren Nacken ein wenig massieren. Bevor seine Finger den Weg auf ihre Haut fanden, betrachtete er noch ein wenig ihren schlanken Hals, zierlich und hell links und rechts sowie auf den Schultern ruhend ihr volles Schwarz Haar, welches sie gänzlich nach vorne geworfen hatte um ihre Blöße zu verdecken, womit er den Nacken und Rücken in seiner ganzen stummen Schönheit sehen konnte.  Die Schultern und ihr Nacken wirkten im Vergleich zu seltsam zerbrechlich, besaßen etwas puppengleiches und hätten zur gleichen Zeit einer Geisha zu Ehre gereicht. Er blies ein wenig Luft in Richtung seiner Rechten Wimper und legte dann kurz seine Finger auf ihre Haut. Kühler als das Wasser fanden seine Finger dort eine kurze Ruhe, fühlten sich gebettet und brauchten zwei Sekunden ehe sie mit geübten erst sanften dann kräftigeren Bewegungen die Muskelpartien ihrer Schultern auflockerten Vielleicht nachher Er besah sich derzeit lieber schweigend ihren Rücken, während seine Finger darum bemüht waren jeden Millimeter ihrer Haut zu erfahren.  Verborgen blieben seinen Augen aber auch nicht die vielen vereinzelten weißen kleinen Narben.  Er wusste aus eigener Erfahrung welche Art von Narben von Kunai, Katana Menschenhände hinterließen. Ihre Narben waren dafür zu fein, vielfach zogen sie sich zu lang.  Es war seltsam ihr Rücken ihr Körper, gleicht einem gelobten Land inmitten von diesem Menetekel. Doch waren sie eigentlich nie zu sehen, fast immer würden sie in der Fantasy die ihre Kleidung provozierte vergessen werden.  Vollkommene Sinnlichkeit, bzw. das was er bei ihr antizipiert hatte, existierte nur in seinen Gedanken und doch .. er legte die beiden Finger der rechten Hand auf eine der Narben zwischen den Schulterblättern, strich zärtlich wie ein Liebhaber über sie folgte kurz der Bahn, verließ sie kurz, glitt dann wieder zurück.   Verdeckt und nicht vergessen, reine Wahrnehmung. Verlangen oder Kontrolle? Murmelnd sprach er kurz mehr zu sich selbst.
So klingt das klatschen mit einer Hand ..  Er löste seine Hände wieder von ihrem noch immer fast nackten Körper  und wischte sich mit diesen kurz einmal über das Gesicht. entschuldigt ich war kurz im Gedanken, wisst ihr, es ist angenehm euch zu massieren, und hilft mir dabei mich zu entspannen.  Zudem erinnert ihr mich dabei an meine Ziehschwester, auch wenn diese dann zugegebener Weise meist liegend die Massage genoss oder sitzend  mehr Kleidung am Leibe hatte Er unterbrach seine Worte für ein kurzes von Sentimentalität imprägniertes Lachen. Soll ich weitermachen, oder mögt ihr nicht das Gefühl in jemandes Schuld zu stehen? Und bevor ich es vergesse, welche Erinnerung an den Sannin der weißen Schlange beherbergt euer Clan eigentlich noch? Er hatte durchaus Lust sie noch weiter zu massieren, zumindest waren dann seine Finger beschäftigt,  wobei er sie dann bitten würde sich mit dem Kopf auf dem Beckenrand abzustützen, etwas das er im Falle des unwahrscheinlichen Glückes der Berührung durch ihre Finger auch machen würde.

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Re: Lokaal Cha

Beitrag von Nagase Kyoko am Mi Jun 01, 2016 10:12 pm

Selbst in solch einer Situation schien Oshima noch belanglose Kleinigkeiten des Ausdruckes anmerken zu müssen und Kyoko wurde das Gefühl nicht los, ihr Gegenüber benutze seine bedachte Rationalität, sowie den Blick aufs Detail, um sich von der Gesamtheit abzulenken und der lebhaften Lust zu entkommen. Wie ermüdend! Überhaupt konnte sie solch irrelevante Anmerkungen, die lediglich als Erwiderungen fungierten, nicht ausstehen, mochte die junge Frau letztere auch manchmal selbst verwenden. Ähnlich wie bei der Überheblichkeitsgeschichte, besaß sie einige Abneigungen bei anderen, die sie selbst nicht anders im Verhalten vorwies. So verdrehte das Shura Mitglied nur kurzzeitig genervt die Augen und konnte sich einer kleinen, gar jugendhaft spöttisch erscheinenden Bemerkung nicht entziehen. „Ja Oshima. Gut mitbekommen.“ Zumindest glich er die zuvor von seiner Gesprächspartnerin kritisch beäugten, chaotischen Aussagen, mit einem darauffolgenden Kompliment aus. Die Nagase war sich recht sicher, würde ihr Vater noch am Leben sein und somit die Oberhand über ihre Familie besitzen, so hätte er sie mit Sicherheit schon zur Zwangsheirat gedrängt. Inwieweit solch ein Vorhaben für alle Beteiligten gut ausgegangen wäre, stellte sich jedoch als fraglich heraus. Die dominante Frau würde sich vermutlich nie die Fäden von einem Ehemann aus der Hand reißen lassen, sie war viel zu freiheitsliebend, offen für Männer, zugleich verschlossen für wahre Gefühle und letztendlich untreu wie eine streunende Katze, auch wenn sie wusste, dass Eheschließung aus politischer Sicht zahlreiche Vorteile für den Clan bieten konnte. Nachdem sich ihr schlanker Körper in eleganter Manier den Weg durchs heiße Wasser gebahnt hatte und nun seinen Platz neben dem Schwarzhaarigen einnahm, ließ Kyoko ihren vielsagenden Blick über das nackte Antlitz des Mannes schweifen, offen, in gar trivialer Schamlosigkeit, wie von einer halbnackten Schlange zu erwarten und keineswegs abgeneigt von dem was sie sah. Und doch brachte es bei ihr die Frage auf, wie viel Kämpfer in dem vermeintlich wehrlosen Händler steckte. Seine Narben kamen mit Sicherheit nicht von den Kratzern, Schlägen und Hieben eines unzufriedenen Geschäftspartners. Ebenso wenig, wie die ihren von Kunais, Shuriken oder normalen Schwerthieben stammen konnten. Aufgrund ihrer durchzogenen Regelmäßigkeit, Tiefe und der variablen, doch beachtlichen Länge, waren sie selbst für ein ungeübtes Laienauge als Produkt von zahlreichen Peitschenhieben zu identifizieren, kombiniert mit einigen, weniger auffälligen Kleinigkeiten des Folterarsenals. Ihr Rücken war keineswegs zerstört oder kaum anschaubar und die Wunden längst vollständig, sowie überraschend gut verheilt, doch mochte man es trotzdem als zeichnende Schändung betrachten, insbesondere, wenn man an die Schmerzen zurückdachte, welche jeder einzelne Aufprall der Peitsche einbrachte. Und Kyoko wusste, es gab zahlreiche Gefangene in Chigiri, deren Körper man lediglich nur noch als zerstörte Hülle mit getrübtem, beinhaltendem Geist betrachten konnte, wenn sie auch für keinen von diesen armen Würmern Mitleid aufbrachte. „Hätte ich nichts dagegen“ entgegnete sie ihm amüsiert auf den Vorschlag der Massage und strich daraufhin auch die letzten, schwarzen Strähnen nach vorne. Das Gefühl fremder Hände auf ihrer nackten Haut, schien die Kunoichi keineswegs zu irritieren, auch wenn deren Nähe zu ihrem einst gequälten Rücken anfangs einen unangenehmen Beigeschmack hatte, welchen sie sich altbekannt keineswegs anmerken ließ und der mit jeder einzelnen, sanften, doch zugleich kräftigen Bewegung erträglicher, ja sogar angenehmer wurde. „Hm doch nicht so eilig mit dem geschäftlichen huh?“ Ein, für ihn aufgrund der Positionierung nicht sichtbares, breites Schmunzeln zog sich über ihr Gesicht, erlosch jedoch kurzzeitig, als der Cha das direkte Streichen über eine der Narben vorzog. Ob er sie faszinierend fand? Eine abgebissene Hand, blutüberlaufen und nicht so sauber abgetrennt wie bei einer Schwertklinge, dies war ein faszinierender Anblick, wie die Nagase aus eigener Erfahrung wusste. Ein kurzes, wenn auch wortloses Zucken ihres Körpers ließ anmerken, dass ihr solch eine direkte Berührung an den Abzeichen monatelanger Folter nicht sonderlich gefiel, wenn auch keineswegs drastisch zusetzte. Kyoko schleppte Schmerz nicht mit sich, hatte ihn einst in provokativer Herausforderung ertragen und nun damit abgeschlossen. Als der Händler erneut, scheinbar in Gedanken versunken das Wort erhob, horchte die Schlange auf. „Was?“ entgegnete sie nur, doch scheinbar wollte Oshima auf seine Worte nicht weiter eingehen und löste seine Hände vorrübergehend von ihrem Körper, welcher sich daraufhin leicht umwand, so dass sie ihm wieder ins Gesicht blicken konnte und dem Mann mit einer schnippisch anzüglichen Antwort Erwiderung auf seine Ausführung schenkte. „Und ich gehe davon aus, dass eure Ziehschwester kein perplexes Wortgeschwafel bei euch verursacht.“ Die sichere Tonlage ihrer Stimme ließ bereits anmerken, dass sie in keinerlei Weise Interesse an seinen Tätigkeiten mit anderen Frauen, ob familiär oder nicht besaß, auch wenn sie sich erst vor kurzer Zeit zu dem Verhältnis mit der kleinen Dunkelhaarigen erkundet hatte. Ihr stechendes, schlangenartiges Augenpaar richtete sich augenblicklich auf das seine. „Ich glaube ihr steht eher in meiner Schuld.“ Mehr als jene mysteriös erscheinenden Worte gab sie dazu nicht von sich, drehte sich jedoch wieder so, dass er erneut zur Massage ansetzen konnte. „Er war ein großer Shinobi, besaß wohl ein gigantisches Arsenal an Jutsus und widmete sich stark der Forschung, auch an lebenden Menschen. Tatsächlich besitzen wir mehr Aufzeichnungen über seine Fähigkeiten, als über seine Person selbst. Er verließ das Dorf für eigene Ziele und war der Grundbaustein für meinen Clan.“ In einer fast bedauernden Art hatte sie ihm zwar nicht alles verraten, doch einen Großteil des momentanen Wissensstandes. Für einen kurzen Moment weiteten sich die Augen der Frau und sie erhob erneut das Wort, scheinbar in purer Faszination. „Was ein großartiger Mann!“
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