Atarashi Sho

Naruto RPG # 3 Reiche # FSK 16

Das Atarashi Sho ist ein Rpg Forum das in der Welt des bekannten Anime/Manga Naruto spielt. Wir haben ein FSK Rating von 16, sowie einen FSK18 Bereich. Wir versuchen jedem Mitglied des Forums seine vollsten Möglichkeiten zu gewähren, solange das Konzept in die Geschichte des Forums passt und nichts "zu stark" ist. Unsere Geschichte spielt in einer weit entfernten Zukunft des originalen Manga. Naruto starb vor 1000 Jahren und seit jeher ist vieles geschehen. Die Reiche lebten in Frieden doch dies nicht lange. Kriege die die Welt erschütterten brachten viele Veränderungen und die Reiche überfielen sich nach und nach und so entstand eine neue Weltordnung. Konoha Gakure im Feuerreich nahm das gesamte Blitzreich mitsamt dem Dorf Kumo Gakure ein, Suna Gakure nahm ebenfalls ihren Nachbarn Iwa Gakure und das Erdreich ein und Kiri Gakure? Sie verfielen in alte Gedanken und gründeten erneut den Blutnebel, Chigiri. Wir leben heute, 1000 Jahre nach Naruto´s Tod in schweren Zeiten. Der Krieg ist beendet doch leben wir in einer kalten Kriegsphase. Chikyû jenes Reich das aus Suna und Iwa entstand hat ist das größte Reich. Die Hauptstadt tief unter der Erde verborgen und verbunden durch Tunnel. Konoha Tô das große Dorf des Waldes und letztlich Chigiri das Dorf welches Brutalität und Stärke förderte und einen kleinen Kontinent für sich einnahm.


Team

Saori Junji
Chiyo


[Zukunft] Zerbrochene Erinnerungen

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

[Zukunft] Zerbrochene Erinnerungen

Beitrag von Izanagi Shura am Mi Mai 18, 2016 11:01 pm

Zukunftsplay von Yuki Amaya und Izanagi Shura



Selbst die Nächte des Blutnebels sind von Einsamkeit und Stille erfüllt, doch begegnen sich zwei junge Frauen, mit der eigentlichen Absicht das allein sein genießen zu können, auf einem der abgelegenen Trainingsplätze Chigiris und verstricken sich sogleich in ein Gespräch.


Izanagi Shura
Rolling Girl
Rolling Girl

Anzahl der Beiträge : 85
Anmeldedatum : 06.05.16


Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: [Zukunft] Zerbrochene Erinnerungen

Beitrag von Izanagi Shura am Mi Mai 18, 2016 11:04 pm

Blut. Überall Blut. Es viel in zahlreichen Regentropfen vom Himmel und übergoss sie, schien kein Ende zu nehmen. Die klebrige Flüssigkeit hatte ihren Körper vollständig bedeckt und aus dem einst weißen, leicht gewellten Haar war eine dunkelrote, matschige Masse geworden, welche matt an ihrem Kopf herabhing. Kein Lichtblick war zu sehen, die zierliche Gestalt wurde komplett von der Dunkelheit umhüllt und es stank, nach Verderben und Tod. Jener Gestank schien auf unnatürliche Art und Weise von Sekunde zu Sekunde schlimmer zu werden, die Frau hatte das Gefühl sie würde ersticken, rang nach Luft und ließ einen stummen Schrei los, ehe die Welt in sich zusammenbrach und der Oberkörper einer schweißgebadeten Shura hochfuhr. Sofort reagierend, schoss ihr Blick prüfend durch den Raum, die Hände an ihren Körper, als wolle sie nachprüfen ob dieser immer noch mit Blut überzogen war, ehe realisiert wurde, dass sie sich in ihrem Schlafzimmer befand, die dünne Sommerdecke lag unterhalb auf dem Boden und die Uhr auf dem hölzernen Nachttisch verriet, dass es gerade kurz nach Mitternacht war. Ihr herabsinkender Kopf erhielt sogleich Stütze von der feingliedrigen, doch rauen Hand, mit welcher sie sich daraufhin langsam durchs unbeschmutzte Haar fuhr. „Der ist neu.“ Es war keiner ihrer gewöhnlichen, sich immer wiederholenden Alpträume, die sehr viel unrealistischer und wirrer erschienen, was jedoch nichts daran änderte, dass sie ebenso fesselten und selbst das Innere der starken Kunoichi zu erschüttern vermochten. Langsam erhob sich die junge Frau, schenkte der Uhr nicht einmal einen kurzen Seitenblick und begab sich kurz darauf spontan unter die Dusche. Zwar hatte sie längst wieder zurück in die Realität gefunden, zumindest soweit wie es ihr möglich war, doch besaß sie doch das Gefühl irgendetwas von ihrer Haut waschen zu müssen und wenn es nur der durch Angst entstandene Schweiß war. Noch während das erfrischend kühle Wasser, welches kurz darauf von ihr auf wärmere Temperaturen hochgestellt wurde, ihren Körper übergoss und reinigte, beschloss die Weißhaarige sich nach draußen zu begeben, in die Stadt oder auf den Trainingsplatz, zumindest einen gewohnten Ort, raus aus ihrer Wohnung und möglichst weit weg von dem Gedanken, sich diese Nacht erneut in ihr Bett zu begeben, was grundlegend eh ein zweckloses Unterfangen gewesen wäre. Sie brauchte einfach frische Luft! Und somit wurden nach der kurzen Duschzeit sogleich die typischen Klamotten übergestreift, eben jene, welche auch zu ihrer Arbeitszeit angezogen wurden, schien die Izanagi Freizeit für sich selbst nicht wirklich zu akzeptieren. Selbst ihr legendäres Schwertpaar ließ sie nicht zurück, was jedoch für andere Kenjutsuka, die ihr Leben in ihre Waffen steckten, mit Sicherheit nachvollziehbar erschien. Zwar war die junge Frau noch nicht allzu lange im Besitz von Kiba und somit Mitglied der 7 Schwertkämpfer des Nebels, doch schien sie jetzt schon ein festes Band mit den Klingen zu verbinden und ohne sie an ihrer Seite, fühlte sich Shura zunehmend schutzlos und gespalten, Gefühle die sie mit sich selbst nicht vereinbaren konnte.

Auf den Straßen Chigiris herrschte um die Uhrzeit nachvollziehbare Leere, die Stille wirkte vorübergehend und gar fälschlich, die Dunkelheit dagegen gar ewig und unbesiegbar. Shura hasste Nächte, lediglich die mitgebrachte Einsamkeit hieß sie gut. Während sie mit aufmerksamen, misstrauischen Blick durch ein äußeres, kleines Viertel mit vereinzelten Geschäften lief, welches man durchqueren musste um den Trainingsplatz, den sie vorgesehen hatte zu erreichen, schweifte ihr violettes, stechendes Augenpaar immer wieder kurzzeitig zu den Schaufenstern der einzelnen Läden, strikt darauf bedacht sich auf jene beinhaltete Ware zu konzentrieren und nicht auf eventuelle Einbildungen im matten Spiegelbild. Ihre Gestalt näherte sich dem Zielort immer mehr, da bemerkte die Kunoichi, dass sie keineswegs die einzige war, welche einen nächtlichen Ausflug zum Trainingsplatz geplant hatte, eine äußerst störende und enttäuschende Wendung, welche die Izanagi jedoch nicht davon abbrachte, zielgerichtet ihre Schritte fortzusetzen. Erst als sie ein klareres Bild auf die Frau werfen konnte, blieb sie stehen und eine stechende Leere in ihrem Inneren, kurz davor sie in das verhasste Chaos ihres Kopfes zu werfen, machte sich bemerkbar, wurde jedoch so gut wie es ging verdrängt. Ohne sich mit überfälligen Begrüßungen aufzuhalten, erhob Shura sogleich ihre kühle, stechende, doch ruhige Stimme. „Ich kenn dich. Yuki…. Amaya.“ Sie hatte kurze Zeit gebraucht um in ihren unbeständigen Erinnerungen den Namen der Weißhaarigen zu greifen und auch, wenn sie bis jetzt kein einschlagendes Ereignis mit ihr verbinden konnte, wusste sie sogleich, dass ihre Gegenüber mit ihrem alten Sensei in Verbindung stand. „Du kanntest ihn.“ Sie schien abgeschweift zu sein, murmelte kurz etwas Unverständliches vor sich hin, ehe sich der undurchdringliche, ernste Blick erneut auf ihre Gegenüber richtete und diese kurz zu mustern schien. Sie sah aus wie ein typisches Mitglied ihres Clans, genau wie Tsugaru damals. Und plötzlich blitze noch ein weiterer Name im Dunklen auf, doch er war zu weit entfernt, als das die Swordnin sich eingehender mit ihm beschäftigen konnte.
Izanagi Shura
Rolling Girl
Rolling Girl

Anzahl der Beiträge : 85
Anmeldedatum : 06.05.16


Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: [Zukunft] Zerbrochene Erinnerungen

Beitrag von Yuki Amaya am Do Mai 19, 2016 12:14 am

Immer und immer wieder jährte er sich. Diese Tag, dieser einfache dumme Todestag. Nicht dumm, aber fatal für alles was sie hatte und kannte. Bereits am Morgen war sie in ihr Bett geflüchtet, ein untypisches Verhalten der Yuki an einem gewöhnlichen Tag. Man konnte sagen, dass sie so etwas wie frei hatte. Einer der wenige Tage an denen man selten nach ihr rief. Es war ein Ritual, eines das von Michiru kam und sie folgte diesem Wink einfach. Allem folgte sie stumpf und doch schien dieser Tag dieser eine Tag ihr Tag zu sein. Amayas Tag, der Tag einer Frau die geliebt, gelebt und gelitten hatte. Sein Name tanzte in ihrem Kopf auf und ab, seitdem sie am Abend zuvor in den Schlaf gefallen war. Ein unruhiger schlaf voller Panik vor dem nächsten Tag, vor den nächsten Stunden. Am Friedhof war sie gewesen, hatte kaum getrunken und nichts gegessen. Den Tag über hatte sie alleine in ihrem Apartment gesessen, sich in ihrem Bett hin und her geworfen oder einfach nur tot an die Decke gestarrt. Alle Rollläden warne geschlossen gewesen. Egal wie das Wetter an solchen Tage war, sie hatte Kopfschmerzen, Migräneanfälle. Ihr wurde von einer auf die anderen Minute übel und all zu oft übergab sie sich einfach nur. Schweiß der ihr die Stirn hinab lief, Erinnerungen an Feuer immer wenn sie aus dem komatösen Zustand aufschreckte den man Schlaf nennen konnte. Es war nicht an eine ruhige Minute zu denken. Sobald sich ihre grauen Augen schlossen sah sie das Feuer im Anwesen, spürte wie die Hitze ihre Haut hinauf kroch und ihre Narben juckten, beinahe wie damals brannten. Wie oft war sie in der dunklen Wohnung aus dem großen leeren Bett gesprungen und hatte sich unter die Dusche gestellt. Zu Beginn noch im Nachthemd und mit einer groben Frisur war dies irgendwann gewichen. Offenes wildes Haar in feuchten Strähnen das an ihrem Rücken klebte. Ein Hauch von nichts an Unterwäsche und keinerlei Bandagen um die klaffenden Wunden an ihrer linken Körperhälfte. Sie juckten und egal wie lange sie unter der Dusche stand, es hörte nicht auf. Egal wie kalt das Wasser war, es war immer das gleiche Spiel. Eine Stunde stand sie unter dem kalten Wasser, bevor sie tropfnass zurück in ihr Bett sank, sich in der Decke einrollte, vor sich hin dämmerte um von der nächsten Welle an Hitze überrannt zu werden. Das Feuer juckte in jeder Zelle ihres Körpers, als wäre es ein Virus. Es hatte Jahre gegeben, da hatte sie sich die Haut aufgekratzt. Amaya das Monster von Chigiri geriet einmal im Jahr aus den Fugen weil sie nicht Herrin ihrer Sinne war. Wieder rollte sie benommen durch das Bett, die Hände von sich fort geworfen, die Decke am Boden. Dieser Tag hatte keine Zeit, keinen Anfang und kein  wirkliches Ende. Ein endloses Gemisch aus Hitze und Kälte, aus Schweiß und Tränen. Es waren tränen ihrer Seele und keine davon ran jemals ihr Gesicht hinab. Abends sollte es besser werden, abends musste es besser werden. Doch dieser Abend wolle nicht kommen und als sie zu  fünften Mal an diesem Tag unter der Dusche stand und sich zum zweiten Mal übergab, da sank sie in sich zusammen, spürte das Zittern ihres dünnen Leibes und blieb einfach sitzen.  Iori-kun Iori-kun. Durch tausend Leben würde ich dir folgen. Iori-kun. Zitternd drehte sie das Wasser ab, wrang das bleiche Haar aus und stürzte zurück in ihr dunkles Schlafzimmer. Sie hielt es nicht mehr aus, sie hielt diesen Tag nicht mehr aus. Bis der Wecker die Dunkelheit verkündete war es eine kleine Ewigkeit durch die sie sich kämpfte. Erst im Dunkeln der Nacht würde sie ruhe finden, erst im Anblick der Sterne so etwas wie frieden erahnen können. Mit nasser Unterwäsche hüllte sie sich in weißen Stoff und ließ das silber-graue Haar offen herab fallen. Der Stoff war mehr Zierde als Schutz, so durchsichtig und dünn war er. Ein einfaches Gewand, bodenlang mit weiten Ärmeln und dem Symbol der Yuki auf dem Rücken. Feines Silber ließ die Muster erkennen und doch war es nur ein Hauch von nichts, dass einzige traditionelle Gewand in ihrem Sortimente. So war sie im Zwielicht des Mondes aus ihre Wohnung geflohen, hinaus zu ihrem Trainingsplatz, an den einzigen Ort den sie immer geteilt hatten selbst im erwachsenen Alter. Doch sie sollte nicht alleine mit ihrem Kummer bleiben. Durch die Straßen schob sich jemand auf sie zu, langsam und wie in einem Traum. Es schien ewig zu dauern bis es eine Konturen gab, ein Gesicht. Ihr natürlich silbernen Augen fixierten den Eindringling und Missmut stahl sich in das harte grau ihrer Augen.   Izanagi Shura - ihr solltet nicht hier sein. Ihre Stimme klang hol und leblos und passte sich damit an das Bild ihres Körpers an. Eine bleiche Gestalt die im fahlen Licht des Mondes den Arm hob und eine Strähne des schweren Haares über den Rücken warf. Ich kenne sie alle und sie alle kennen mich und wenn die Zeit gekommen ist werde ich sie alle töten – oder sie töten mich. Freudlos machte sie einen Schritt auf die Kleine Frau zu. Was sie hier wollte, was sie von diesem toten Platz erwartete? Nie kann ich um die trauern Iori-kun niemals wirst du aus meinen Gedanken weichen. Was wollt ihr hier? Ihr Körper hatte sie gestrafft, war nicht mehr dieses geschunden Ding das durch das Bett kroch. Aber ihr Herz hörte nicht auf zu bluten. Sein Bild flimmerte in ihrem Verstand und ihr Körper wollte sich wieder übergeben. Doch nicht hier, nicht jetzt, nicht vor dieser Frau die sie beherrschen musste, vor der sie stark sein musste. Im schlimmsten Fall würde sie ihr einfach den Kopf abtrennen. Tot  Shinobi sprachen so wenig und Skrupel war kein Bestandteil ihres Lebens.
Yuki Amaya
❆ verlorene Eisprinzessin ❆
❆ verlorene Eisprinzessin ❆

Anzahl der Beiträge : 968
Anmeldedatum : 23.11.14
Ort : Hessen

Shinobi Akte
Alter: 28
Größe: 1.76
Besonderheiten: Gedächtnisverlust; Brandnarben Links


Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: [Zukunft] Zerbrochene Erinnerungen

Beitrag von Izanagi Shura am Do Mai 19, 2016 12:56 pm

„Bin ich aber.“ Eine knappe Antwort auf eine vielsagende Anweisung, welcher Shura genau wie Amaya selbst unbeeindruckt gegenüberstand. Diese schien es gewohnt zu sein, dass man sich ihr beugte, insbesondere in einer der Mizukage so nahestehenden Position, doch über die Swordnin besaß sie keine Befehlsgewalt und letztere würde sich trotz allem nicht zurückhalten, ihr diese Tatsache notfalls mit einem metaphorischen Hammer in den Kopf zu schlagen. Keine verräterische Mimik zog sich auf das Gesicht der jungen Frau, während sie die Fremde, welche doch ein Gefühl der Bekanntschaft in ihr auslöste, eingehend musterte. Groß, dürre, zerbrechlich, keine kräftige Nahkämpferin ohne Zweifel, aber ihre selbstbewusste Haltung lässt darauf schließen, dass sie in ihre Fähigkeiten vertraut…. Kekkei Genkai. Doch noch ehe sie erneut das Wort erheben konnte, wurde die kurz anhaltende Stille sogleich von der Schneefrau durchbrochen, die nun scheinbar ihren inneren Dichter finden musste, die dabei ausgesprochenen Worte wurden von der Izanagi jedoch mit Spott betrachtet. Da hielt jemand scheinbar viel auf sich, wenn auch nicht auf die Beständigkeit seines Lebens, ob verdient würde sich mit Sicherheit noch herausstellen. Und so hob Shura ohne nur das kleinste Zeichen von Einschüchterung kritisch eine Augenbraue und schenkte Amaya eine vielsagende Antwort. „Schön vorgetragen, doch wohl eher letzteres.“ Die darauf entstandene, kurze Stille, wurde von ihr genutzt um tiefer in den eigenen Erinnerungen zu kramen, so fügte sie langsam die einzelnen Bruchteile zusammen und erstellte somit ein inneres Bild, welches zumindest größtenteils mit der Yuki zusammenhing. „Michirus Schoßhund!“ Ihre Stimme klang wieder weniger spöttisch, doch keineswegs durch Rückhalt abgeschwächt, viel eher wie die Aussprache einer Erkenntnis. Shura war durchaus kagetreu und stand der Leitung ihres Dorfes mit Loyalität gegenüber, Werte, welche ihr alter Sensei an seine Schüler weitergegeben hatte, doch der Gedanke auf jeden einzelnen Satz der Hozuki aufzuspringen oder ohne Sinn und Verstand deren Wünsche auszuführen, rief in ihr ein abschätziges Ekelgefühl hervor. Als ob diese kurze, innere Regung eine förmliche Welle mitbrachte, breitete sich ein unwohles Gefühl in ihr aus, nach außen kaum anzumerken. Hatte sie zu tief und unbedacht in den Erinnerungen gegraben und sich wohlmöglich ein falsches Bild zusammengestellt oder wurde sie eben wegen der plötzlichen Klarheit in dieser Angelegenheit übermannt? Vielleicht lag es auch simpel an der Anwesenheit dieser Frau, eine lebende Verbindung zu Tsugaru und damit den anderen. Für einen kurzen Moment hätte die Kunoichi schwören können eine weißhaarige Gestalt im hinteren Bereich des Trainingsplatzes zu erkennen, doch nach erneutem Blinzeln war diese sogleich wieder verschwunden. Die Hand der Frau fuhr augenblicklich zu ihrer Stirnhöhle und massierte diese kurzzeitig. Was ihre Gegenüber von dieser unerwarteten Ausführung halten würde, strafte sie mit Desinteresse. Daraufhin wurden die feingliedrigen, doch rauen Hände lose an die Schwertgriffe gelegt, keine Erscheinung deren Sinn Bedrohung war, sondern viele eher eine sicherheitsbietende, über die Jahre angeeignete Stellung vieler Schwertkämpfer. Die andere Weißhaarige hatte den Abstand zwischen beiden durch einen Schritt mit ihren langen Beinen verringert, was von ihr mit aufmerksamen Misstrauen betrachtet wurde, ehe die Gesprächspartnerin erneut das Wort erhob. Na was will man wohl bei Nacht auf einem Trainingsplatz. Lediglich ein zarter Hauch von distanziertem Anstand hinderte die Izanagi daran, jene zynischen Worte offen auszusprechen. Ja was wollte sie hier? Mit ihrem Schwertpaar auf hölzerne Trainingspfeiler einschlagen, welche bei der bloßen Berührung mit den schärfsten Klingen der Welt in zwei geteilt wurden, dabei in Gedanken versinken und versuchen die durch jenes Chaos in ihrem Inneren entstandene, ruheverwehrende Energie loszuwerden? „Allein sein und nachdenken.“ Als ob sie sich so eben selbst etwas eingestanden hätte, schweifte ihr Blick kurz zur Seite ab und ihre Wörter schienen ineinander unterzugehen, ehe sich die Stimme der Frau festigte und ihr Blick erneut das freizügige Antlitz der Gegenüber aufnahm. Ein, wie Shura fand, vollkommen unpassendes Erscheinungsbild für eine Kunoichi, welche dazu noch so mit ihrem Sinn für Tod und Kampf prahlte. „Aber eigentlich geht es euch absolut nichts an.“ Der Grund, weshalb sie Amaya nicht nach ihrer Absicht der Anwesenheit fragte, war simpel, dass es die Kenjutsuka nicht annährend interessierte. Ohne eine Antwort abzuwarten, verlor sich die Weißhaarige erneut in verschwommenen Erinnerungen, kurze Bilder und Bruchstücke von Wörtern blitzen auf, ehe sich einige stärker hervorhoben, doch aufgrund ihrer Belanglosigkeit kein sicheres Wahrheitsgefühl hinterließen. „Iori…. Er war mit Tsugaru befreundet. Ihr seht euch ähnlich.“ Direkt, ernst, nachdenklich und ohne Rückhalt, wurden die feststellenden Wörter jener Yuki wie scharfe Kunai entgegen gefeuert, unwissend von der Bedeutung des heutigen Tages.
Izanagi Shura
Rolling Girl
Rolling Girl

Anzahl der Beiträge : 85
Anmeldedatum : 06.05.16


Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: [Zukunft] Zerbrochene Erinnerungen

Beitrag von Yuki Amaya am Do Mai 19, 2016 9:57 pm

Abschätzig blickte sie aus den leeren Augen zu der Frau. Sie war hier das war unverkennbar und Amaya hasste sie dafür. An ihrem Tag der Trauer wollte sie niemanden sehen und schon gar nicht so eine dreiste Person. Sie hatte wenig Respekt vor anderen Menschen und nur weil diese Kleien Ding Schwertmeisterin war hieß es nicht das sie so etwas wie rum oder Bedeutung in ihre Leben erlangt hatte. Auch nur ein Kopf der rollen wird. Heute oder morgen, ganz egal. Überlkeit kroch wieder in ihr hinauf. Die kühle Luft vertrieb das grässliche Gefühl nicht, würde es auch in den nächsten Jahren nie vertreiben. Die aufkommende Galle schluckte sie einfach wieder hinab. Ätzende Säure schlängelte sich durch ihren Mund und wand sich wieder hinab in den Magen. Widerlicher aber immerhin besser als Galle auf den Boden zu erbrechen. So war es immer an diesem Tag, so würde sie damit umgehen zumindest, wenn sie jemanden sah. Ihr habt Todes Sehnsucht wie es mir scheint, war die kühle Erwiderung der Yuki. Menschen mit losem Mundwerk waren gefährlich. Sie neigten dazu ein wenig zu viel von der Welt preis zu geben. Dabei war Verschwiegenheit alles was in dieser Welt wirklich zählte. Blut, Geld und Ruhm, mehr musste man nicht besitzen. In Chgiri gab es drei Währungen und sie würde sich alles mit Blut erkaufen wenn es von Nöten war. Schoßhund? Abartiges Ding. Vielleicht wollte sie wirklich sterben oder sie war von ihrem Leben so benebelt, dass sie nicht wusste was sie sagte. Ihre Stimme war zu ruhig um von Wahn besessen zu sein, ihre Gestalt zu fein um sie nicht einfach so zu brechen. Was sie von der Anderen halten sollte. So oder so nicht viel. Menschen waren nicht ihr Ding, nicht das was sie in ihrem Leben ersehnte. Amaya wusste nur wo sie stand, wohin sie immer gehören würde und diese Frau schien das nicht zu wissen, nicht wirklich wenn sie den Mut hatte dem Mund zynische Worte entfließen zu lassen. Ihre Augen zuckten zu der Hand welche die Waffe fand und wie im Reflex schlug sie den rechten Ärmel leicht um, entblößte ihre vernarbte linke Hand und kurz darauf den heilen rechten Unterarm. Das Gewand der Yuki war nicht zum Kämpfen, es war ein Zeichen der Trauer, sowie das Fehlen ihrer rot leuchtenden Augen. Doch wer wusste schon auf das Fehlen ihrer Kontaktlinsen, wer wusste schon was ihre Augen wirklich für einen Farbton zeigten. Niemand kannte all diese feinen Dinge an ihr, kaum jemand kannte diese Narben, wusste wie die Haut unter dem Verband aussah. Im Dämmerlicht war es wahrscheinlich kaum zu sehen. Dennoch war es Ironie, dass sie sich so an ihre rechte Hand gewöhnt hatte das sie diese vor der Linken frei machte. Ein einziger schwacher Punkt an ihrem Körper, eine Narbe ihres Lebens, ein Leiden das sie in jedem Spiegel sehen würde. Keinen Moment der Ruhe oder der Trauer hatte sie heute oder an einem anderen Tag Stadtessen stand sie hier, hatte kurzzeitig die Narben entblößt und musste sich anhören das ihr gegenüber alleine sein wollte. Welche Ironie des Schicksals. Es ist mir egal was ihr mit eurem kurzen Leben macht. Aber ihr stört meine Ruhe. Ruhe die nur eine Illusion war, ruhe die sie nie wirklich finden würde. Iori – der Name war ein Stich in ihrem inneren. Wider kam Galle hinauf, wider würgte sie diese herunter, starrte zu der Frau die es wagte seinen Namen zu benutzen.  Ihre Augen wurden schmal, die feinen Züge veränderten sich zu einer  eisigen Fratze. Was wisst ihr schon, bluffte sie die Schwertmeisterin an. Iori war mein Bruder- er starb heute vor fünf Jahren. Wieder ein Jahr mehr ohne ihn, wieder ein Jahr voller schmerz, wieder ein Jahr voller Trauer und wieder ein Tag an dem sie diese kaum ausleben konnte. Ihr Gesicht wurde erst ein wenig härter, dann schien ihre blasse Haut noch heller zu werden, so hell das ihre Lippen blutrot wirkten. Wagt es nicht seinen Namen in den Mund zu nehmen. Ihr kanntet ihn nicht.Niemand kannte ihn nur ich. Geliebter Iori. Hatte sie eben einen Schritt voran getan, so ging sie diesen wieder blind zurück. Sie konnte nicht anders als mit der Rechten unter den weiten Ärmel zu greifen und die vernarbte Haut befühlen. Es hieß immer Narben auf der Haut waren ein Zeichen das man gelebt hatte und Narben auf der Seele ein Zeichen dafür, dass man geliebt hatte. Aber diese Narben würden nie wieder gehen. Iori würde nie wieder zurück kehren und diesen Wunden würden sie immer daran erinnern. Es gab nur noch diese Narben, sein letztes Geschenk an sie, die letzte Schmach, die einzige Liebe, welche sie nie bekommen würde. Als wäre ihre vernarbte hässliche Haut ein kleines Kind strich sie unter dem Ärmel über die verbrannten Finger, die rauen Narben und das beinahe tote Gewebe. Es war ein Wunder das sie noch lebte, ein Wunder das sie keine Beeinträchtigung dadurch hatte. Dennoch war sie entstellt gezeichnet und in diesem Moment wohl verletzlich. Wann wand sich Amaya selbst schon einmal ab und blickte auf ihre linke Hand?
Yuki Amaya
❆ verlorene Eisprinzessin ❆
❆ verlorene Eisprinzessin ❆

Anzahl der Beiträge : 968
Anmeldedatum : 23.11.14
Ort : Hessen

Shinobi Akte
Alter: 28
Größe: 1.76
Besonderheiten: Gedächtnisverlust; Brandnarben Links


Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: [Zukunft] Zerbrochene Erinnerungen

Beitrag von Izanagi Shura am Fr Mai 20, 2016 10:54 pm

Hatte sie Todessehnsucht? Nein, auch wenn es eine Zeit gab in welcher Shura ihre rückhaltlose, kämpferische Seite auf eben solches Verlangen geschoben hatte. Doch heute wusste sie, dass es nicht der Tod war nach dem sie sich sehnte, dafür gab es in ihrem Leben noch einiges zu erledigen. Was sie wirklich wollte waren Antworten, Antworten die ihrem farblosen, kalten Dasein etwas zurückgeben sollten, von welchem sie selbst nicht wirklich wusste was es war. Angst vor dem Ableben jedoch, besaß sie nicht. Zumindest glaubte die Weißhaarige dies. Ninjas sollten sich weder dem Leben, noch dem Tod entgegensehnen. Die Izanagi blickte langsam wieder von ihrer Waffe auf und sah Amaya ins Gesicht. Das man Mitgliedern dieser Familie ihr Mischelement förmlich ansah, war ihr bereits bekannt, doch die andere Weißhaarige erschien so blass und fertig, dass man meinen könnte sie würde sich an Ort und Stelle übergeben. Scheinbar war es ihr trotzdem noch möglich Menschen mit einem verhasst abwertenden Blick zu bedenken, welcher die Schwertmeisterin innerhalb eines Kampfgeschehens vermutlich dazu veranlasst hätte, ihr die Seelenspiegel auszustechen. Diese Frau hielt ohne Zweifel viel auf sich und hinterließ momentan doch einen seltsam instabilen Eindruck, welch zweischneidiges Schwert. Hatte ihr Shura auf die erste Entgegnung keine Antwort geschenkt, so konnte sie sich bei der darauffolgenden nicht mehr zurückhalten, wollte es auch gar nicht und die kühlen Worte der Kunoichi erfüllten erneut die nächtliche Stille auf dem abgelegenen Trainingsplatz. „Nun es kommt mir nicht wirklich so vor als hättet ihr Ruhe.“ Eine direkte, wenn auch ruhige Anspielung auf den Zustand der Schneefrau, welcher sich jedoch auf die Erwähnung ihres verstorbenen Zwillingsbruders schlagartig zu ändern schien, wenn auch nicht unbedingt in den positiven Bereich. Der plötzliche, impulsive Ausbruch jener jungen Frau überraschte die Izanagi, veranlasste sie jedoch gleichermaßen dazu ihre Mimik zu verhärten. „Menschen sterben nun mal, so ist das in unserem Leben, vor allem in Chigiri.“ Mit ihren schroffen, mitleidlosen Worten schwang eine unüberhörbare, traurige Bitterkeit mit. Welch Heuchlerin sie doch war, verursachten die Gedanken an ihren Sensei und die verstorbenen Kameraden doch ebenso einen stechenden Schmerz in ihrer Brust. Was alles jedoch noch viel schlimmer gestaltete war eben jene verdrehte Erinnerung, die Shura glauben ließ selbst für deren Tod verantwortlich zu sein. Und dies nicht durch einen kleinen Fehler, sie spürte wie das warme Blut der vertrauten Personen in ihr Gesicht spritzte, ihre Klingen bedeckte. Doch irgendetwas fühlte sich falsch an, warf noch mehr Fragen auf. Allein bei dem Gedanken daran bahnten sich leichte Kopfschmerzen und ein unterschwelliges Übelkeitsgefühl in ihr an, davon ließ sie jedoch versteift nichts nach außen gelangen, gestand sich keinen einzelnen Schwächepunkt ein und unterdrückte die Empfindungen wie alles andere auch. Das die Yuki sich so von ihrer Trauer beeinflussen ließ und einem emotionalen Ausbruch nahestand, betrachtete ihre Gegenüber lediglich als lächerlich und es verwunderte sie, dass gerade einem Geschwisterpart so hinterher getrauert wurde, war es im Blutnebel eigentlich unüblich eine engere Verbindung mit Familienangehören einzugehen. Was tatsächlich hinter alldem steckte konnte die Weißhaarige immerhin nicht erahnen und doch trat etwas in ihr Gedächtnis, was ihr Sensei einst über Iori gesagt hatte, eine Belanglosigkeit als beide am Anwesen des Yuki Clans vorbeigegangen waren und dort kurz dem Mann begegneten, doch wollten seine Worte nicht so richtig ihren Weg zur Erinnerung finden. Kritisch beäugte die Schwertmeisterin wie ihre Gegenüber langsam einen Schritt zurück trat. „Stimmt. Ich kannte ihn nicht….. aber Tsugaru kannte ihn gut. Ihr scheint ja ganz schön an ihm gehangen zu haben.“ Spott und Provokation waren aus ihrer Stimme gewichen, wenn auch kein Rückhalt oder Mitleid vorzufinden war, ihre Worte glichen dem sanften Windhauch eines Herbstabends, der nur dazu gedacht war, sanft die Blätter vom Baum zu wehen und doch keines von ihnen zu verschonen. Der stechende, durchdringende Blick Shuras viel auf den vom Ärmel bedeckten Arm, welcher von der fast abwesend erscheinenden Amaya sanft berührt wurde. Für einen Moment dachte sie daran den unaufmerksamen Zustand ihrer Gegenüber zu nutzen, um ihr mit einem schnellen Schlag den Kopf abzutrennen und sie von ihrem scheinbaren Leid zu erlösen. Weshalb sie es nicht tat, hatten sich die feingliedrigen Hände bereits schon an die Griffe der Donnerschwerter gelegt, wusste sie auch nicht. Eventuell war ihr diese Nacht einfach nicht danach die Klingen mit noch mehr nutzlosem Blut zu beflecken. Oder wollte sie ihre Gegenüber simpel nicht vom Leid des Verlustes befreien, ein Gefühl, welches die Weißhaarige selbst Tagein Tagaus spürte und zu verdrängen versuchte, vergeblich.
Izanagi Shura
Rolling Girl
Rolling Girl

Anzahl der Beiträge : 85
Anmeldedatum : 06.05.16


Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: [Zukunft] Zerbrochene Erinnerungen

Beitrag von Yuki Amaya am Do Mai 26, 2016 6:39 pm

Wie hätte sie ruhe an solch einem tag haben sollen? Es war sein Tag, sein Todestag und der war noch schlimmer als sein Geburtstag, ihr Geburtstag. Das Leben hatte ihn fortgerissen, ihren Zwilling, ihre zweite Seele. Ohne ihn war sie nur halb und hohl, ein Schatten des Mädchens das sie einmal gewesen war, aber das ging die Andere nichts an, es würde sie nie etwas angehen. Auch wenn sie recht hatte das Leute in Chigri starben so quoll Wut in ihr auf. Iori war nicht wegen seiner Pflicht gestorben, er war gestorben weil ein Feuer ausgebrochen war. Aber wie konnte sie das Wissen – sie die nicht wusste wen sie hier vor sich hatte, die nicht wusste wie sie zu dieser Yuki sprach. Ihre Seele, ihr Herz, es schien nur an diesen Tagen zu existieren, nur an diesen Tagen schwäche zu zeigen. Nur an diesem Tag schien es sie zu bewegen, sie zu zerstören und sie mit sich zu reißen. Es waren drei Tage die sie umbrachten, 72 Stunden in einem Jahr die ihre persönliche Hölle waren und heute gab es nichts anderes als eine Frau welche Salz in die Wunde streute. Es war ein heiseres lachen, tot und leblos das ihr über die Lippen drang. Ja in Chigiri starben Leute, überall starben Leute und das war gut so. Sie starben um das zu bewahren was ihr einen Sinn gab, einen Inhalt. Alle würden für diesen Sinn sterben und wer sich diesem Sinn widersetze der würde mit sterben. ich sollte ihr die Kehle aufschneiden Doch in diesem Gewand würde sie nicht kämpfen, es war rituell und sie war eine gläubige Yuki, wenn man es so wollte. Nicht, dass sie viel auf die Geister und den Hain gab, aber sie respektierte ihre Kleidung, die Kleidung der Trauer und des Verlustes. Seitdem sie wusste was Verlust war schien er sie zu erschlagen, zu erdrücken und ihr kaum Luft zum Atmen zu geben. Es war ein Wunder das sie an diesem Tag atmende konnte, sich dem leben stellen konnte. Aber so wirklich tat sie das nicht oder?  Sie versteckte sich vor dem was draußen vor ihrer Tür war, zog  alles zu und weinte bitterlich. Am liebsten würde sie wieder in ihr Zimmer gehen, in ihre tote Wohnung und dich dieser Frau entziehen die keine Ahnung hatte, nicht zu wissen schien was sie da sagte. Ganz sacht grub die langen Nägel in ihr vernarbte Fleisch um sich zu erinnern wer sie war. Du bist der Bluthund, du stehst über alle dem, du stehst über dieser Frau, über dem Leben von allem. Du könnest sie töten ohne einen Grund zu brauchen. Sei stark, stärker als sie stärker als deine Trauer. Iori wird nie wiederkommen. Sie beschmutzt sein Bild, das darf nicht sein, das darf nie sein Unter dem Gewand bildete sich ein leichtes Rinnsal an Blut. Als sie das bemerkte legte sie ihre Hand darüber und hielt, dass bisschen rot zurück. Der Schmerz war zu frisch heute, ihr verstand zu eingenebelt. Aber sie musste Lüge, musste jetzt lügen und schlucken, für einen Moment wirklich alles schlucken. Es war schwer und es schmerzte in ihrem Herzen ihn zu verleugnen, aber nur so konnte sie ihn bewahren. Ich Trauer den Riten gemäß am Todestage meines Blutes. Alles in ihr schrie danach es zu richten, diese Lüge nicht in die Welt zu lassen und doch musste es sein. Sie konnte ihn nur so für sich behalten, ihn nur so für sich ehren. Nur beiläufig nahm sie den Namen Tsugaru wahr. Er war nicht nahe mit ihr verwand, aber von ihrem Blut. Sie wusste nicht wann r gestorben war, denn eigentlich waren ihr alle anderen herzlich egal außer ihm. Aber sie wäre keine Oinin, wenn sie nicht lügen konnte und nicht wusste wie es galt schlechtes Abzuwenden.  Tsugaru ist ebenso tot wie Iori es ist. Weint ihr etwa jemandem nach der nicht von eurem Blut ist? Da war sie wieder – die Amaya die man kannte. Kalt und hohl, beinahe überheblich und dabei wieder den Kopf zu recken um die Kleine noch ein Stück weiter zu überragen. Sie würde sich nicht verstecken! Ihre Hand fand den Weg unter dem Gewand hinaus und glänze leicht vom Blut. Was habt ihr getan, dass es euch noch immer nachträgt wer er ist. Mein Blut sollte euch nicht kümmern. Ihr solltet euch um eure eigene Haut kümmern. Was kann Tsugaru schon über meinen Bruder gesagt haben? Bestimmt nichts das wahr ist. Niemand kannte ihn – niemand. Amaya würde nie zulassen, dass irgendjemand ein Bild von ihrem Bruder bekam. Er gehörte nur ihr und würde auch immer nur zu ihr gehören. Ihr Iori. Die Distanz hatte ihr die Möglichkeit geben zu atmen, sich zu finden und sich zu sammeln. Sie waren beide hier, weil sie ruhe wollte und doch fanden sie diese nicht. Es war ironisch, aber so spielte das Leben nun einmal. Sie konnte nicht einmal sagen wieso sie blieb, wie ein Gespenst im Schein des Mondes stand und spürte wie ihr feuchtes Haar das Gewand durchtränkte.
Yuki Amaya
❆ verlorene Eisprinzessin ❆
❆ verlorene Eisprinzessin ❆

Anzahl der Beiträge : 968
Anmeldedatum : 23.11.14
Ort : Hessen

Shinobi Akte
Alter: 28
Größe: 1.76
Besonderheiten: Gedächtnisverlust; Brandnarben Links


Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben

- Ähnliche Themen

 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten