Atarashi Sho

Naruto RPG # 3 Reiche # FSK 16

Das Atarashi Sho ist ein Rpg Forum das in der Welt des bekannten Anime/Manga Naruto spielt. Wir haben ein FSK Rating von 16, sowie einen FSK18 Bereich. Wir versuchen jedem Mitglied des Forums seine vollsten Möglichkeiten zu gewähren, solange das Konzept in die Geschichte des Forums passt und nichts "zu stark" ist. Unsere Geschichte spielt in einer weit entfernten Zukunft des originalen Manga. Naruto starb vor 1000 Jahren und seit jeher ist vieles geschehen. Die Reiche lebten in Frieden doch dies nicht lange. Kriege die die Welt erschütterten brachten viele Veränderungen und die Reiche überfielen sich nach und nach und so entstand eine neue Weltordnung. Konoha Gakure im Feuerreich nahm das gesamte Blitzreich mitsamt dem Dorf Kumo Gakure ein, Suna Gakure nahm ebenfalls ihren Nachbarn Iwa Gakure und das Erdreich ein und Kiri Gakure? Sie verfielen in alte Gedanken und gründeten erneut den Blutnebel, Chigiri. Wir leben heute, 1000 Jahre nach Naruto´s Tod in schweren Zeiten. Der Krieg ist beendet doch leben wir in einer kalten Kriegsphase. Chikyû jenes Reich das aus Suna und Iwa entstand hat ist das größte Reich. Die Hauptstadt tief unter der Erde verborgen und verbunden durch Tunnel. Konoha Tô das große Dorf des Waldes und letztlich Chigiri das Dorf welches Brutalität und Stärke förderte und einen kleinen Kontinent für sich einnahm.


Team

Saori Junji
Chiyo


Friedhof

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

Friedhof

Beitrag von Yuki Amaya am So Jun 07, 2015 9:07 pm

Der Friedhof von Chigiri ist wohl mit einer der lebendigsten Orte, besonders im negativen Sinn. Auf dem Friedhof des Blutnebels werden viele neue Gräber geschaufelt und die meisten davon mit Stolz. Es herrscht ein verhältnismäßig stetes Treiben, wenn auch kein fröhliches. Der Friedhof, welcher etwas außerhalb liegt, ist ungewöhnlich groß und jedes Grab eines Shinobi wird prunkvoll hervorgehoben. Um so ranghöher und blutiger der Shinobi um so größer scheint sein Grabstein. Am Anfang des Friedhofs findet man einen Wasserhahn und Kannen um die Blumen zu gießen. Die ersten Reihen sind noch mit Steinen gepflastert und die Grabsteine sehen hier gut gepflegt aus. Nach etwa 50 Reihen gibt es nur noch Kiesweg und die Steine sind nur noch teilweise sauber und gepflegt. Auf dem Friedhof laufen immer wieder Arbeiter der Anlage herum, die vernachlässigte Gräber, besonders die gefallener Shinobi, aufpolieren. Der Mittelweg führt weit hinein in ein Feld, dass irgendwann nur noch offene Plätze für weitere Gräber bereithält. Man sieht jedoch fast immer wie ein neuer Grabstein aufgestellt wird, teilweise mit einer winzigen Lebensspanne von 14 Jahren.
Yuki Amaya
❆ verlorene Eisprinzessin ❆
❆ verlorene Eisprinzessin ❆

Anzahl der Beiträge : 968
Anmeldedatum : 23.11.14
Ort : Hessen

Shinobi Akte
Alter: 28
Größe: 1.76
Besonderheiten: Gedächtnisverlust; Brandnarben Links


Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Friedhof

Beitrag von Izanagi Shura am Di Mai 24, 2016 12:13 am

Firstpost

Sanft und doch mit einem gewissen, aufgebauten Druck fuhr das nasse Tuch über die Klinge, befreite sie langsam von der rötlichen Färbung und beschmutze somit sich selbst. Immer wieder wurde das Stück Stoff grob in den Wassereimer getaucht um daraufhin mit unerwarteter Feinfühligkeit über den robusten Stahl zu fahren. Wunderschön schoss es der jungen Frau durch den Kopf, während ihre rauen, dünnen Finger vorsichtig über die Oberfläche ihres Katanas fuhren. „Ein Schwert muss gereinigt werden, es ist deine stärkste Waffe, also halte sie sauber.“ Worte die in ihrem Schädel hallten, nicht ihr selbst zugehörig und ohne Bild oder Verbindung zu einem Augenblick der Vergangenheit. Doch aufgrund des Inhaltes, tippte sie stark auf Tsugaru. Ihr Sensei hatte nie damit begonnen, die Waffen seiner Schüler als Lebewesen oder Personen zu betrachten und doch wurde ordentlicher Umgang damit und Respekt vor der Tötungskraft eines guten Katanas erwartet. Shura war stolz darauf diesen Lehren noch immer nachzukommen und froh, dass solche Erinnerungen nicht die verschwommenen Horrorbilder ihres wirren Kopfes darstellten. Sie waren die wenigen, nicht gekappten Seile zum Untergrund ihres Inneren. Wagte sich die Kunoichi jedoch zu weit heraus, wurde sie sogleich verschlungen von der verhassten Dunkelheit. In letzter Zeit wurde es schlimmer, sie spürte förmlich wie der Druck in ihrem Inneren zunahm, die Energie sich weiter anstaute und ihr das Gefühl verlieh, nach etwas jagen zu müssen, suchen zu müssen. Worum es sich dabei drehte wusste die Weißhaarige selbst nicht. Da war noch etwas Anderes als bloße Antworten auf die immer gleichen Fragen! Augenblicklich erhob sich die zierliche Gestalt der Frau, sie hielt es einfach nicht mehr aus im Inneren ihrer Wohnung! Ihr violettes, strahlendes Augenpaar richtete sich auf das Fenster, an welchem sichtbar kleine Regentropfen herab kullerten und betrachteten den vom grauen Teppich überzogenen Himmel. Blitzschnell befestigte sie die gereinigten Klingen an ihrem Obi und griff sich beim Schnellschritt durch den Flur einen schwarzen, traditionellen Regenschirm, ehe die Tür auch schon hinter ihr ins Schloss fiel. Erst vor wenigen Stunden war die Schwertkämpferin von einer einwöchigen Mission zurückgekehrt und doch schien sie die kurzzeitige Ruhe, den vorrübergehenden Frieden einfach nicht genießen zu können. Und so kam es, dass eine sichtbar aufgewühlte Izanagi durch die verregneten Straßen Chigiris hetzte, dabei den Schirm fast wie ein Schutzschild fest umklammert, obwohl ihr der Regen vermutlich nichts ausgemacht hätte. Selbst die Einwohner des Blutnebels schienen bei solch einem Wetter lieber den Aufenthalt unter einem sicheren Dach zu bevorzugen, weshalb die Innenstadt förmlich ausgestorben wirkte, mit Ausnahme des ein oder anderen Verkäufers, der hinter seiner Ladentheke auf das Mistwetter starrte. Shura wusste grundlegend überhaupt nicht, in welche Richtung sie sich begab, es war vermutlich der Hang zur Gewohnheit, welcher ihre Füße unbewusst den Weg zum Friedhof einschlagen ließ. Ein äußerst großes Areal in dem Blutdorf, welches vermutlich eben aufgrund seiner Größe und der ständigen Benutzung eine düstere Bedeutung mitbrachte. An anderen Orten waren solche Gedenkplätze ein Zeichen der ewigen Ruhe, der Übergang toter in die Geisterwelt und der Ehrung von Ahnen gedacht. Hier jedoch erschien der Friedhof lediglich wie eine riesige Ansammlung von verdorbenen Seelen, allein durch die Masse von hervorragenden Grabsteinen erschreckend. Ihr Blick hatte sich zum Boden gesenkt, die aufprallenden Regentropfen beobachtend, der Schritt dagegen noch einmal beschleunigt. Jene Gangart war in Kombination mit Shuras verständlicher Annahme bei diesem Wetter hier niemandem zu begegnen, eine gute Voraussetzung um weniger gemochte, körperliche Bekanntschaft zu schließen. Zwar war die vor ihr aufragende Gestalt wahrlich ein Hüne, gar unmenschlich erscheinend im Vergleich mit ihrer geringen Körpergröße, doch befand sich die Jonin viel zu vertieft in verwirrende Gedankengänge, als dass sie rechtzeitig von ihm Notiz nehmen konnte. Und so krachte die Weißhaarige perplex dreinblickend sachte gegen den Mann vor ihr, trat sofortig einen Schritt zurück und richtete den Schirm etwas nach hinten um in das Gesicht des Bollwerkes zu blicken. Während andere aufgrund der abnormalen Maskierung vermutlich zurückgeschrocken wären, verhärtete sich die Miene der Frau lediglich. Ihr Kopf gewährte ihr tatsächlich Einblick in eine Erinnerung, mit diesem Schwertkämpfer zusammenhängend, wenn auch Jahre zurückliegend. Ohne nur die Erwähnung einer Entschuldigung in Betracht zu ziehen, durchschnitt ihre ernste, doch ruhige Stimme sogleich die Stille des Friedhofs. „Ihr seht immer noch genauso bescheuert aus wie damals Hakuo.“
Izanagi Shura
Rolling Girl
Rolling Girl

Anzahl der Beiträge : 84
Anmeldedatum : 06.05.16


Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Friedhof

Beitrag von Ryôkai Hakuo am Di Mai 24, 2016 1:19 am

Forschung. Eine wichtige Sektion in unserer heutigen Gesellschaft und wahrlich ein wichtiger Aspekt, welcher immer und immer wieder Fortschritte aufweist. Auch Hakuo hatte seit geraumer Zeit sein Leben dem Experimentieren gewidmet und hantiert mittlerweile im Bereich der DNA-Forschung. Spezialisiert hatte er sich hierbei auf die Lebensweise von Reptilien und versucht vor allem die Rekonvaleszenz der Tiere zum Vorteil der Shinobi zu nutzen, welches er durch zahlreiche Observationen perfektionieren will. Manche Menschen im Dorf sprechen sich für die Forschung aus und unterstützen den Ryôkai heimlich hinter verschlossenen Türen. Andere wiederum bezeichnen die gesamte Prozedur als Humbug und vergleichen sie mit schwarzer Magie. Doch was haben Wissenschaft und Magier gemeinsam? Richtig. Beide benötigen weiße Kaninchen… - und die Kaninchen in diesem Fall waren einfach tote Menschen, die unter der Erde lagen. Auch wenn es eventuell grotesk klingen mag, hatte sich der Serpent zur Aufgabe gemacht hier auf dem Friedhof seine „Labortiere“ zu beziehen. Immerhin kam hier niemand zu Schaden und wer vermisste bitte schön Tote, wenn sie so oder so unter dem Asphalt verweilten und nichts anderes taten, als herumzuliegen. Sukzessiv schob der Maskierte ein eisernes Tor zu Seite und betrat die Ruhestätte mit gedämpften Schritten, während einige wichtige Überlegungen durch seinen Kopf schossen. Wen sollte er ausgraben? Sollte er dieses mal eine Dame aus dem Sarg holen? Hatte speziell injizierte Schlangen-DNA wirklich Wirkung auf einen leblosen, verwahrlosten Körper? Und wer war eigentlich beliebter – Edward oder Jacob? Fragen über Fragen durchlöcherten den Zerebrum des Jounins. Hakuo hatte einfach zu viel Auswahl, da Chigiri durch sein System eine abundante Masse an Opfer verlangte, weshalb eine verschwundene Leiche wohl nicht auffallen würde. Bedacht blickte der Ryôkai auf verschiedene Grabsteine und war fasziniert darüber, welche Mühe sich die Lebenden machten um die Hingeschiedenen zu ehren. Der Schwertkämpfer selber hielt nichts von diesem redundantem Ritual, weshalb er sich lieber anderen wichtigen Dingen zuwandte. Routiniert griff der Hüne in seine Manteltasche und zückte ein kleines Fläschchen Milch heraus, welches von der Form stark an Actimel erinnerte. Doch auch wenn die Vorstellung von kleinen Soldaten, welche deinen Leib erobern sehr witzig und schelmisch war, handelte es sich bei dem besagten Getränk um simple Milch, die frisch von einer Kuh stammte. Ganz wichtig: 1,5 Prozent Fett. Immerhin will Hakuo ja auf seine Linie achten. Gekonnt öffnete der Serpent den Behälter und versuchte das Wundermittel in einer rapiden Geschwindigkeit in seinen Rachen zu kippen. Dieses befreiende Gefühl, wenn das Kalzium die Knochen erreicht und den Maskierten in das Elysium katapultiert. Es war unbeschreiblich. Während andere sich mit Drogen- und Alkoholsucht beschäftigten, setzte der Ryôkai sich mit Kuhmilch auseinander und stillte mit diesem Wundermittel seine Sucht. Doch gerade als er einen kleinen Schluck aus dem Fläschchen genommen hatte, stupste ihn etwas von hinten an, welches zur Folge hatte, dass der Behälter aus seiner Hand fiel und auf dem harten Steinboden zerbrach. “NEEEEEEEEIN! Milchfläschen-chan. Ich habe dich geliebt!“ ertönte es leise und kaum hörbar aus seinem Mundwerk, während schon fast die Tränenbildung ansetzte. Welch Ironie, dass sein Freund – das Milchfläschchen – auf einem Friedhof kaltblütig ermordet wurde. Wut breitete sich aus, als der Hüne sich auch dem Mörder zuwenden wollte. Wie konnte diese Person es wagen?! Wie konnte sie es wagen seine geliebte Milch zu verschütten und sie so eiskalt zu töten. Diese Person war ein Monster. Ein anderer Begriff war hier einfach unpassend. Rabiat und voller Hass drehte Hakuo sich um, als er auch ein kleines Wesen mit weißen Haaren in seine Augen schloss. Er kannte sie. Wie aus dem Nichts wurde aus der erbosten Mimik ein fesches, extravagantes Grienen, welches an Skurrilität nicht übertroffen werden konnte, als auch ein beherzigtes “Haaaaalllooooo Shorty-chan. Was machst du denn an so einem gruseligen Ort wie dem Friedhof? Hast du dich verlaufen?“ Mit einem Satz legte er einen seiner Pranken auf ihren Kopf und streichelte ihr sanft über den Kopf, während er ihr tief in die Augen blickte.

_________________
Ryôkai Hakuo
Tickle my Snake
Tickle my Snake

Anzahl der Beiträge : 166
Anmeldedatum : 15.05.16

Shinobi Akte
Alter: 27
Größe: 2,05 m
Besonderheiten:


Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Friedhof

Beitrag von Izanagi Shura am Di Mai 24, 2016 10:19 pm

Von allen Shinobi in Chigiri To, weshalb musste Shura gerade auf jenen treffen, dessen Skurrilität wohl unübertrefflich war. Sie hatte Hakuo damals auf einer Mission kennen gelernt, zu einer Zeit in welcher gewisse, innerliche Narben noch nicht gegeben waren und vermutlich lag es gerade an seiner herausstechenden Erscheinung, dass die junge Frau mit den verdorbenen Erinnerungen sich doch so gut an ihn entsinnen konnte. Man dürfte meinen in einigen Jahren ändern sich die Menschen, so wie es auch die Schwertkämpferin in bestimmter Art und Weise getan hat, doch bei diesem Exemplar schien es sich nach wie vor um einen völlig Wahnsinnigen mit, für sie schon immer nicht nachvollziehbarer, Milchsucht zu handeln. So trauerte er sogleich unter kritischer Betrachtung seiner Gegenüber, um die beim Aufprall hinuntergefallene und auf dem Boden zerbrochene Flasche. Noch während sich in seinem Inneren die kurz darauf verflogene Wut anstaute, ruhte ihr durchdringendes Augenpaar kurzzeitig auf den einzelnen Glasscherben, durchtränkt von der weißen Flüssigkeit, ein seltsamer Anblick wie sie fand und doch gar hypnotisierend. Wie schnell die Dinge doch vergänglich waren, fast wie Menschenleben. Der Beweis für letzteres befand sich immerhin auf jenem förmlich überfluteten Friedhof. Widerlich. Einfach nur widerlich. Doch noch ehe die Weißhaarige weiter in Gedankengänge abschweifen konnte, drehte sich der Maskierte sogleich um und zwang sie somit seinem auffälligen Gesicht ihre Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Und scheinbar verhält er sich immer noch genauso bescheuert. Ob er nun eine Entschuldigung wegen seiner komischen Milch erwartete? Auf letztere konnte er angemerkt Jahrzehnte warten. Die Izanagi wollte gerade das Wort erheben, da wurde dieses Vorhaben auch sogleich von der schrillen Stimme des Mannes unterbrochen, welcher scheinbar immer noch an seiner albernen Angewohnheit festhielt, sämtliche Leute mit Spitznamen zu betiteln. Und wie auch damals überkam sie nun ebenso das impulsive Wutgefühl bei der Aussprache von „Shorty-chan.“ Sie konnte ihm ja mal einen Shorty-Tritt in den Arsch verpassen! Nicht, dass die junge Frau Komplexe bezüglich ihrer geringen Körpergröße besaß, doch die ständige Beachtung dieses kleinen Nachteils, welchen sie sich selbst auf kämpferischer Basis schon längst zu einem Vorteil gemacht hatte, konnte sich auf Dauer doch als stressig herausstellen. Und in Aussicht auf die kommende Konversation mit Hakuo, brachte sie vorerst nicht viel mehr als ein bedachtes „Oh je“ hervor. Da erhob der Hüne auch schon seine feingliedrige Hand und legte sie der innerlich fassungslosen Shura auf den Kopf, um sachte über deren welliges, weißes Haar zu streichen. „Pfoten weg Spinner!“ Sogleich zuckte sie genervt mit dem Kopf zur Seite und wich somit auch dem Blick seiner goldenen, eindringlichen Schlangenaugen aus, welche sie förmlich zu durchbohren schienen, ein unangenehmer Zustand, dem die Kenjutsuka momentan nicht lange standhielt. Ob er es bemerkt hatte, in dem Bruchteil der Sekunde, in welchem sich die Blicke der beiden Jonin gekreuzt hatten. Das Chaos und Leid hinter ihrer Fassade? Die Izanagi beruhigte sich mit der Vermutung, dass solch ein Einblick für einen normalen Menschen unmöglich war. Und trotz seines seltsamen Antlitzes war er dies doch! Oder? Die junge Frau kam einfach nicht drum herum sich erneut zu fragen, was sich wohl hinter dieser seltsamen, doch hoffentlich künstlichen Visage befand. Und wenn die Bilder in ihrem Kopf nicht wieder logen, so konnte sie sich erinnern vor einigen Jahren zu derselben Fragestellung gelangt zu sein, nur nie ausgesprochen. Wieso es nun nicht wagen? „Sagt mal. Das ist nicht euer echtes Gesicht oder?“ Ihre Frage mochte unhöflich und in fehlendem Zusammenhang zu direkt wirken, doch scherte sich die Kunoichi schon lange nicht mehr sonderlich um die gesellschaftlichen Normen, insbesondere nicht, wenn ihr Gesprächspartner solch ein Spinner war.
Izanagi Shura
Rolling Girl
Rolling Girl

Anzahl der Beiträge : 84
Anmeldedatum : 06.05.16


Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Friedhof

Beitrag von Ryôkai Hakuo am Mi Mai 25, 2016 2:05 pm

Vollkommen konsterniert blickte Hakuo auf den Haufen, welcher noch von seinem Freund Milchfläschchen-chan übrig geblieben war. Es ähnelte einem direkten Stich ins Herz und es schmerzte immer wieder einen nahe stehenden Freund zu verlieren. Wieso mussten die Guten immer so jung sterben? Ob es ihm wohl im Himmel gut ging und er als ein kleines weißes Engelchen, zusammen mit seinen Geschwistern, durch das Eldorado flog? Eine Träne bildete sich auf den goldgelben Äuglein des Serpent, als sie auch rasch seine Wange hinunterfloss. Auch wenn der Ryôkai und sein treuer Gefährte nur wenig Zeit miteinander hatten, dachte er gerne zurück an all die Minuten und Stunden, welche sie zusammen verbracht hatten. Nie würde er den Moment vergessen, als er seinen Herzensbruder im Milchregal erblickte und sich innerhalb kürzester Augenblicke in ihn verliebte. Sein Genosse war jeden Penny wert, schmeckte fantastisch und jetzt… jetzt war er einfach so von uns gegangen. Ermordet von einer kleinen Frau, die sich nicht einmal dafür entschuldigte einen Mord begangen zu haben. In was für einer Welt lebten wir nur. Doch Rache war keine Option – das hätte Milchfläschchen-chan definitiv nicht so gewollt. Im Gegenteil: Der kleine Genosse war ein Mann des Friedens, weshalb auch bei Hakuo keinerlei Rachegelüste auftraten und er ihr mit einem Grinsen seine Pranke auf den Kopf legte, welche jedoch mit einem obligaten Kraftausdruck zur Seite geschlagen wurde. Shorty-chan war genau so wie er sie damals in Erinnerung hatte. Auch wenn der Schwertkämpfer das Weibsbild nur für  wenige Augenblicke kennenlernen durfte und nur eine Mission mit ihr in der Vergangenheit absolvierte, ist sie ihm durch ihre aufbrausende und leicht reizbare Art in Erinnerung geblieben. Sie war eine amüsante Persönlichkeit, die durch ihre scheinbar zierliche Optik einen interessanten Eindruck hinterließ. Sukzessiv begann der Hüne sein Gegenüber zu mustern und zog das Weiblein mit seinen Blicken nahe zu aus. Eine schöne weiße Haarpracht hatte sie ja und dem Anschein nach legte sie auch wert auf ihr Aussehen...oder etwa nicht? Für einen Augenblick erkannte der Ryôkai eine völlig verlorene Seite an ihr. Um was handelte es sich? Hatte sie etwa Probleme? Irgendetwas beschäftigte sie, als dem skurrilen Schwertkämpfer auch ein alles entscheidender Geistesblitz kam. Durch seine unglaubliche Menschenkenntnis hatte der Shinobi aus Chigiri erraten, welche Problematik die Izanagi beschäftigte. Fingerfertig und elegant griff er erneut in seinen Wundermantel und zuckte dieses Mal einen violetten Nagellack heraus. Genau! Der weibliche Touch – der fehlte ihr. Sie war so unglücklich, weil sie der Meinung war, dass sie nicht weiblich genug war. Das musste es sein. Ein humoristisches Mienenspiel setzte sich auf dem Antlitz des Serpent fest, als er auch seinen Mund öffnete um eine Aussage zu treffen: “Shoooorty-chaaaaan. Lass uns Nagellackschwestern werden. Wie findest du das? Wie findest du das?“ Hakuo war nahe zu schon zu aufdringlich. Stolz stellte er nun seine Hände zur Pracht. Seine Pranken und vor allem seine Fingernägel waren makellos und glänzend gepflegt. Hatte er ihre Erschwernis gelöst und war nun ihr Problemlöser Nummer Eins? Ihr Fels in der Brandung, welchem sie jedes ihrer Probleme anvertraute? Hoffentlich. Erst nach einer kurzen Pause ging er auf ihre Frage ein. Was meinte sie damit ob es sein wirkliches Gesicht war? Spielte sie darauf an, ob seine skurrile und groteske Art und Weise nur eine Fassade war? Oder meinte sie sein attraktives Aussehen, welches bei der Frauenwelt mehr als nur gut ankam? -Nicht-.  “Du fragst mich ob dies mein echtes Gesicht ist? Dazu sage ich nur...Bibadibudibadi.“ Wie es zu erwarten war gab der Ryôkai ihr eine vollkommen unnütze Antwort. Nur Individuen, welchen er vertraute zeigte er sein wahres Gesicht. Sei es charakterlich, aber auch optisch. Und Shura gehörte momentan definitiv nicht dazu. Immerhin hat sie seinen Freund ermordet. Es dauerte wohl eine Weile, bis der Serpent ihr vertrauen konnte. Doch wenn das Weibchen schon einmal hier war, konnte sie ihm bestimmt helfen ein paar Leichen auszugraben. Dies war die Tätigkeit, weshalb der Jounin sich auf dem Friedhof befand. Leise und bedächtig musterte er verschiedene Grabsteine und suchte nach einem jungen, modernen Namen, welche auf den Leichensteinen niedergeschrieben waren. Die Devise war „Frischfleisch“ für seine Experimente. Er war der Indiana Jones der Friedhöfe. Gerade als er in Richtung Shura blicken wollte, erblickten seine Okulare einen wirklich schönen Namen und wie es Gott so wollte auch eine Person, die erst vor kurzem gestorben war und somit noch nicht komplett aus Knochen bestand. Mit einem Satz drückte er der Weißhaarigen eine Schaufel in die Hand und blickte sie mit einem Grinsen an. “Nagellackschwester-chan. Helf mir mal diese Leiche auszugraben. Du hast doch bestimmt eeeeeeh nichts zu tun oder?“ Ob Shorty-chan, für die er einen weiteren Spitznamen kreiert hatte, ihm wohl half? Nach dem Eklat mit dem Milchfläschchen war sie ihm das sicherlich schuldig. Hakuo zumindest fing an zu graben, in der Hoffnung der Mensch unter der Erde wäre gut erhalten.

_________________
Ryôkai Hakuo
Tickle my Snake
Tickle my Snake

Anzahl der Beiträge : 166
Anmeldedatum : 15.05.16

Shinobi Akte
Alter: 27
Größe: 2,05 m
Besonderheiten:


Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Friedhof

Beitrag von Izanagi Shura am Mi Mai 25, 2016 11:06 pm

Seine Blicke gefielen Shura nicht, lösten in ihr ein äußerst unbehagliches Gefühl aus. Die schlangenartigen Augen des Mannes schienen sie förmlich zu durchdringen, sie auszuziehen und daraufhin auseinanderzunehmen, als wäre sie eine kleine, persönlichkeitslose Puppe. Wie gern sie ihm die goldenen Seelenspiegel in jenem Moment ausgestochen hätte, nur um diese daraufhin wortlos in der Erde zu vergraben um nie wieder in ihrem Blick gefangen genommen zu werden. Das ein solcher Idiot sie so aufbringen konnte, bewies der jungen Frau nur noch einmal, dass sie die innerlich angestaute Energie unbedingt loswerden musste. Wieso hätten ihre gedankenlosen Füße nicht den Weg zum Trainingsplatz, bei solchem Wetter vermutlich leerstehend, einschlagen können? Anstatt in entblößter Wut auf leblose, mitgenommene Holzpfeiler einzuschlagen, verstrickte sich die Kunoichi nun in ein Gespräch mit diesem milchsüchtigen Wahnsinnigen, welcher sie in gewisser Art und Weise doch von den verwirrenden Gedankengängen abzulenken schien. Und wenn sie ehrlich sein sollte, wollte sie an diesem Ort auch gar nicht alleine dastehen, letzteres keineswegs aus Angst vor Wiederauferstehenden. Gerne hätte die Izanagi behauptet, ihr Gegenüber sei noch genau derselbe, doch tatsächlich kam es ihr eher so vor, als wäre er noch bescheuerter geworden. So schien der vorherige Verlust des Milchfläschchens gleich wieder vergessen, während er sie nach wie vor mit schamloser Offenheit musterte. Ob er es bemerkt hatte? Das Chaos und die Verwirrung in ihrem inneren Labyrinth! Das tägliche Leid, welches die junge Frau nicht so wirklich zuordnen konnte und sich ebenso wenig eingestehen wollte. Hakuo schien etwas erwidern zu wollen, doch noch ehe Shura ihn daran hindern konnte wieder mit seinen lächerlichen Spitznamen zu kommen, holte er auch schon grinsend ein Fläschchen mit violettem Nagellack heraus, von seiner Gesprächspartnerin nachvollziehbar kritisch betrachtet. Was sollte das wieder? Erneut durchbrach seine schrille Stimme die Ruhe des Friedhofs, ging nicht einmal im tosenden Regen unter. Auf seine aufdringliche Ausführung, trat die Weißhaarige sogleich leicht einen Schritt zurück, nur um ihm daraufhin mit genervtem Gesichtsausdruck das kleine Fläschchen zu entreißen. „Wie ich das finde?“ Energisch holte sie aus und katapultierte den Nagellack über einige Gräber, ehe er an einem der aufragenden Steine zerbrach. Jetzt hatte er sie auch noch zur Grabschändung angestiftet! Und mal wieder entschuldigte sich die Schwertkämpferin nicht dafür, den Friedhof zum zweiten Mal mit Scherben beglückt zu haben. Nur das die letzteren nicht von Milch durchtränkt waren, sondern von einer dicken, violetten Flüssigkeit. Erst jetzt richtete sich ihr ernst dreinschauendes Augenpaar kurzzeitig auf die makellosen Fingernägel des Maskierten. „Ihr habt echt Sorgen…. Probleme mit der Sexualität?“ Letzteres stellte weniger eine interessierte Frage dar, viel mehr eine von Spott durchzogene Provokation. Doch schien sich der seltsame Mann erst gar nicht von ihrer kühlen Erscheinung beeinflussen zu lassen und schenkte ihr eine sichtbar enttäuschende Antwort, auf die direkte Frage bezüglich seiner Visage. Das kurz aufblitzende Interesse, machte sogleich Shuras hartem, freudlosen Gesichtsausdruck von zuvor Platz. Wenn Blicke töten könnten, lege Hakuo vermutlich schon längst zerfetzt in einer breiten Blutlache. „Baka!“ Ihr war bekannt, dass es verschiedene Arten gab mit der Finsternis Chigiris umzugehen. Manche schlossen sich ein, hinter einer dicken Mauer beständig aus Leichen, Blut und Verderbnis, andere vielen völlig zusammen, standen tagtäglich am Abgrund ihrer zerbrochenen Seele, wenige behielten ihr inneres Licht und der ein oder Andere wand sich komplett dem Wahnsinn zu. Hakuo gehörte ganz offensichtlich zu letzteren und doch viel Shura niemand vergleichbares ein. Doch noch ehe sie ihm weitere Gemeinheiten an den Kopf werfen konnte, drückte der Schwertkämpfer seiner Kollegin ohne Rückhalt eine Schaufel in die Hand und verlangte, unter Verwendung eines noch verhassteren Spitznamens tatsächlich, dass sie ihm beim Ausgraben einer unbekannten Leiche half. „Vergesst es lieber gleich. Ich begeh mit euch sicher keine Leichenschändung!“ Für einen Moment dachte sie daran ihm die Schaufel einfach auf den Kopf zu schlagen und wenn letzteres nicht reichte, noch von dem traditionellen Regenschirm Gebrauch zu machen, doch wurde scheinbar von beidem abgesehen und das Grabwerkzeug achtsam zur Seite gelegt. Trotz ihrer vorherigen Empörung, schien sie doch nichts direkt gegen sein Vorhaben unternehmen zu wollen. Lediglich ihren stechenden, misstrauischen Blick musste der Mann ertragen, während die Izanagi sich locker an einen der höheren Grabsteine lehnte, der Verstorbene vermutlich einer Adelsfamilie angehörig, dabei nach wie vor unter dem Schirm Schutz suchte und nach einer kurzen Ruhepause erneut das Wort erhob. „Was wollt ihr überhaupt mit der Leiche? Forschung?“ Sie betrachtete die eingemeißelten Schriftzeichen auf dem Stein. Bei dem auserwählten Opfer Hakuos handelte es sich um die Leiche einer kürzlich verstorbenen Frau, nicht viel älter als Shura es war, doch scheinbar mit weniger Talent gesegnet, befand sich eine von beiden immerhin nicht unter der Erde.
Izanagi Shura
Rolling Girl
Rolling Girl

Anzahl der Beiträge : 84
Anmeldedatum : 06.05.16


Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Friedhof

Beitrag von Ryôkai Hakuo am Fr Mai 27, 2016 5:11 pm

Desolat blickte der Serpent seinem zweiten Freund hinterher, welcher in einem Bogen über den Gottesacker flog und letztendlich verstarb. Sein gesamtes violettes Blut verteilte sich auf der Grabstätte und auch seine sterbliche Hülle zersprang in Tausende Einzelteile. Welch grausame Tat dies doch war. Hakuo kannte das System in Chigiri und war es durchaus gewohnt auf infernalische Homo Sapiens zu treffen, doch dieses Weibsbild übertraf alle destruktiv gesinnten Individuen, die auf diesem Erdball verweilten. Monstrum war definitiv ein untertriebenes Wort, um diesen Teufel zu beschreiben, welcher sich in Form eines zierlichen, kleinen Wesens auf diesem Planeten niedergelassen hatte. Sie war der Antichrist höchstpersönlich. Zeigte keine Reue oder Schuldgefühle und wurde dem Anschein nach ohne jegliches Liebesorgan geboren. So hatte sie seinen heiß geliebten Kameraden namens Nagellack-chan umgebracht, dessen Überreste nun auf dem Friedhof verteilt lagen. Doch immerhin hatte der Hüne eine Erinnerung an seinen treuen Kumpanen und trug diese Gott sei Dank elegant auf seinen Fingernägeln. Kein einziges Wort entrann dem Mundwerk des Schwertkämpfers. Er behielt jegliche Ruhe und gab keinen einzigen Ton von sich. Jegliche Aussagen der Weißhaarigen wurden gekonnt ignoriert, ehe sich der maskierte Mann auch der Tätigkeit zuwandte, weswegen er überhaupt auf dieses öffentliche Gräberfeld gekommen ist. Ein makaberes Grienen verfestigte sich auf dem Gesicht des grotesken Mannes, als er auch nach einer mitgebrachten Schaufel griff und mit einem vergnügten Pfeifen anfing den besagten, auserwählten Kadaver auszugraben. “Leiche-chan. Yeah. Leiche-chan. Yeeeeah. Leeeeeeeeiche-chan. Yeahiyeah.“ Das Hinterteil des Jounin begann zu wackeln, als er den im Momentum erfundenen Song fortsetzte. “Und eins… und zwei… und eins, zwei drei… Leiche-chaaaaaaaaaaan. Bibadibub. YEEEEEAH!“ Mit einem schrillen, hoch gepitchten Ton, der schon nahe zu an die Künste eines Dieter Bohlen erinnerten beendete der Serpent sein Lied und schaufelte tatkräftig weiter, indem er die bis dato unten liegende Erde zur Seite baggerte. Würde er doch nur das Erdelement beherrschen, so wäre diese Verrichtung wohl um einiges einfach. Schade – nicht jeder konnte nun einmal der Avatar sein und somit Herr der Elemente werden… Oh. Falscher Anime. Doch wie sagt man so schön? Körperliche Arbeit stählte den Körper und so war es auch. Der Bizeps des Hünen strahlte in einem ungeheuren Glanz. Ästhetisch stellte er seinen wohl geformten Körper zur Schau und bediente die Schaufel wie ein Gott. Ob Shorty-chan ihm wohl gerade auf seine perfekt gebauten Pobäckchen blickte und ihren Zerebrum mit perversen Gedanken füllte? Definitiv. Wer konnte so einem adretten Mann schon widerstehen? Richtig. Niemand. Genug vom Baywatch. Nachdem der Ryôkai all die Erde zur Seite befördert hatte, war auch endlich ein Sarg zu sehen indem sich laut Grabsteingravierung auf jeden Fall ein Prachtexemplar befinden musste. Vorsichtig stieg Hakuo nach unten, umgriff die Totenkiste, hob sie mit einem Satz aus dem Loch und katapultierte sie in die sterbliche Welt. Das zuvor verfestigte Grinsen wurde noch größer und verwandelte sich in ein exorbitantes, burleskes Strahlen, welches Vorfreude im immensen Maßen aussonderte. Diskret öffnete der Schwertkämpfer den Sarg und blickte hinein, als auch ein lautes “BIIIINGOOO“ aus seinem Maulwerk kam. Es handelte sich um ein blondes, knackiges Fräulein, welches wie auf dem Grabstein stand, um die 25 Jahre alt war. Ihre Kopfhaut und auch ihre Haut waren nach genauerer Inspektion sehr gut erhalten und somit das Ziel der Begierde. Routiniert griff er nach seinem Schwert, zog es aus dem Band in dem es lag und trennte in einer rapiden Geschwindigkeit den Kopf ab, als er auch begann sich mit einem stechenden, kalten Blick die Lippen zu lecken. Die Arbeit des Ryôkais auf der Grabstätte war getan. Ohne ein weiteres Wort zu sagen, nahm er den Kopf in die Hand, beförderte seine Klinge zurück in die Scheide und schritt in Richtung Weißhaarige, als er das Experiment auch unter seinem weißen Mantel verschwinden ließ. Mit langsamen Schritten näherte sich Hakuo immer weiter seiner kleinen Begleitung, als er sie auch hingebungsvoll umarmte. “Probleme mit der Sexualität habe ich gewiss keine...“ Der sonst so schrille Unterton in seiner Stimme verschwand, und eine ernste Klangfarbe untermalte sein Stimmorgan. Sukzessiv hob er seine Hand an und streichelte zärtlich die Wange der Schwertkämpferin. “… und nein dieser süße und wunderbare Kopf ist ganz gewiss nicht für die Forschung gedacht.“. Hakuo ließ von Shura ab und präsentierte ihr voller Stolz den Kopf, den er Momente zuvor abgetrennt hatte. “Der wird jetzt in einer Honig Senf Soße serviert und gegessen Shoooooorty-chaaaaaan.“ Und da war er wieder. Diese irrwitzige und verrückte Ton, der immer und immer wieder seine Stimmlage begleitete. “ Lust mich zu begleiten? Ich lade dich herzlich zum Essen ein. Lulululu. Kurios legte der Serpent seinen Kopf zur Seite, blickte der Mörderin seiner Freunde tief in die Augen und wartete gespannt auf eine Antwort.

_________________
Ryôkai Hakuo
Tickle my Snake
Tickle my Snake

Anzahl der Beiträge : 166
Anmeldedatum : 15.05.16

Shinobi Akte
Alter: 27
Größe: 2,05 m
Besonderheiten:


Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Friedhof

Beitrag von Izanagi Shura am Sa Mai 28, 2016 10:01 pm

Shuras feingliedrige Hände strichen abwesend sanft über die glatte Oberfläche des hohen Grabsteines, an welchen sie sich locker angelehnt hatte. Es war doch immer wieder faszinierend, wie unglaublich schnell das Leben eines Menschen vernichtet werden konnte, genug Beispiele waren an diesem Ort ja vorhanden. Wie viele Leben hatte sie schon beendet? Wie viele Köpfe abgeschlagen, Herzen durchbohrt, Körper mit ihrem Raiton geröstet? Die Kunoichi wusste es nicht, hatte nie angefangen zu zählen und empfand kein Mitleid für nur einen einzigen der Toten hier. Und doch strömten blitzartig, abgehackte und verschwommene Bilder durch ihren Kopf. Sie sah das Blut, jene rötliche, dicke Flüssigkeit, welche langsam die große Wunde der blassen Gestalt verließ und direkt an der Klinge ihres Katanas entlangfloss. Und dieses führte niemand anderes als die Izanagi selbst, den Griff fest umschlossen, nicht einmal zitternd oder mit Rückhalt erfüllt. Und wieder spürte sie die Hitze, diese bedrückende Wärme. Die verschwommene Erinnerung schien sich etwas zu verfestigen, wurde schärfer und jene Gestalt entpuppte sich wie erwartet als Kaito, brutal aufgespießt, blass, atemlos. Das laute Gesumme ihres eigentlichen Gesprächspartners ließ Shura hochschrecken. Der Geruch von Blut und Tod war augenblicklich dem des erfrischenden Regens gewichen, die gefühlte Hitze nach dem Empfinden der nassen Tropfen auf der Haut sogleich vergessen und Hakuos lächerlicher Gesang vertrieb die vorherige, unangenehme Stille, wurde von seiner Kollegin jedoch nicht weniger kritisch betrachtet. Genervt stöhnend, massierte sich die Weißhaarige sogleich den Nasenrücken, eine typische Reaktion auf Stress von ihr und schüttelte bedächtig, doch wortlos sachte den Kopf. Ruhig Shura! Schenkt man Irren zu viel Aufmerksamkeit, drehen sie nur noch mehr durch. Letzteres war leichter gesagt als getan, erschien die Auswahl von Gesellschaft an diesem regnerischen Tag eher gering und ließ der Schwertkämpfer doch scheinbar keine Gelegenheit aus, alle Beachtung der Welt auf sich zu ziehen. Und trotz ihrer dargestellten, klaren Abneigung gegenüber seinem Vorhaben, handelte es sich bei der Kenjutsuka angemerkt um eine gläubige Person, ließ sie es sich doch nicht nehmen, ebenso einen Blick in den Sarg zu werfen, welchen Hakuo kurz davor skrupellos herauskatapultiert hatte. Bei dem Opfer der Leichenschändung handelte es sich um eine äußerst hübsche, gar makellose, junge Frau. Ihr Körper war entsprechend des nicht weit zurückliegenden Todestages noch äußerst gut erhalten und aufgrund mangelnder Narben, schloss Shura auf eine Iryōnin. Genau wie Midori es gewesen war. Ohne ihre kühle Miene zu verziehen, betrachtete sie eingehend, wie der Blauhaarige den hübschen Kopf der Verstorbenen schnell und präzise abtrennte. Was wollte er denn nur mit ihrem Kopf? Doch noch ehe sie ihm die Frage entgegenwerfen konnte, kam der Hüne auch schon direkt auf sie zu und selbst der reflexartige Schritt nach hinten, verhinderte nicht, dass er die perplex dreinblickende Frau in eine enge Umarmung zog. Gerade als die Izanagi ihm gewaltsam klarmachen wollte, wie sie zu solch aufdringlichem Körperkontakt stand, entpuppte sich die überschwängliche Geste des Mannes, als scheinbarer Vorwand um ihr in Gänsehaut verursachender Tonlage, auf die vorherige Provokation Antwort zu schenken. Regungslos lauschte sie der tiefen, gar bedrohlich wirkenden Stimme, war kurzzeitig überrumpelt von der plötzlichen Erscheinungsänderung ihres Gegenübers und riss die Augen auf, als sie dem durchdringenden, schlangenartigen Blick nicht ausweichen konnte. Sachte strich ihr der Jonin über die Wange, eine Berührung, die nicht zuzuordnende Erinnerungen hervorrief, doch gerade als die Weißhaarige ihre Hand an den Griff des Wakizashis legte, ließ der Wahnsinnige von ihr ab und zeigte in seiner typischen Art, mit voller Stolz den abgetrennten Schädel. Verdammte Schlange schoss es Shura durch den Kopf, welche abstandgewinnend den herab gesunkenen Schirm aufrichtete. Legte ihr Gegenüber nun auch noch kannibalisches Verhalten an den Tag? Wundern würde es sie vermutlich nicht. „Ist ja widerlich!“ Seine Essenseinladung wollte sie zuerst nachvollziehbarer Weise strikt ablehnen, doch dann kamen ihr die Gedanken von vorhin in den Sinn und das die Anwesenheit des Mannes vermutlich bessere Ablenkung schaffen konnte, als das einsame Starren auf Grabsteine. „Meinetwegen, aber denkt ja nicht, ich esse etwas von dem, was ihr mir anbietet.“ Während die junge Frau begann ihre zierliche Gestalt langsam fortzubewegen, glitt ihr Blick noch einmal kurzzeitig über den ausgegrabenen Sarg. Sie vermutete nicht, dass sich Hakuo die Mühe machen würde, diesen wieder an seinen gewöhnlichen Standplatz zu befördern. „Und falls ihr noch mal anfangen solltet zu singen, bring ich euch um.“
Izanagi Shura
Rolling Girl
Rolling Girl

Anzahl der Beiträge : 84
Anmeldedatum : 06.05.16


Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Friedhof

Beitrag von Ryôkai Hakuo am Mo Mai 30, 2016 4:54 pm

Voller Pathos griff der Ryôkai wiederholt in seinen Zaubermantel und zog einen wunderschönen weißen Hasen heraus. Hakuo war ein Meister der schwarzen Magie und verwandelte den milchigen Rammler in Null Komma nichts – nicht mal im Bruchteil einer Sekunde - in einen leblosen Kopf, der  das Erscheinungsbild einer jungen Dame hatte. Diese Ästhetik, diese Grazie – das Weibchen war wahrlich die Krone der Schöpfung und ohne jeglichen Zweifel ein wahrer Augenschmaus. Ihre elitäre Haarpracht lag exquisit und kunstvoll frisiert in einem geraden Pony. Es war ungewöhnlich für ein menschliches Wesen nach dem Tod noch so elegant auszusehen, doch dem Anschein nach legte dieses Fräulein wohl sehr viel Wert auf ihr Aussehen, weshalb die Bestatter sie wohl vor ihrem  Ende so tadellos gestaltet haben. Ein erlesenes Funkeln war in den Augen des Schwertkämpfers zu sehen, als er auf das Objekt der Begierde blickte. Wie aus dem Nichts tauchte aus seinem Mund eine lange Zunge auf, die den Teil der Leiche abschleckte und auf seine Geschmacksknospen fallen ließ. Ein bisschen salzig schmeckte es schon und das Aroma der Erde war auch nicht zu übersehen. Durchaus musste man diesen Teil der Nahrung einer kalten Wasserdusche unterziehen und sie gründlich reinigen. Eine Honig-Senf Marinade würde zu diesem Stückchen Fleisch wirklich nicht passen und auch Shura würde dies bestimmt nicht schmecken. Der Hüne überlegte kurz und verschwand in seinen Gedächtnispalast, als er auch ein weiteres, stilvolles Rezept aus seinem Zerebrum zauberte und sich an die Zubereitung einer schmackhaften Paprika-Marinade erinnerte. Zusätzlich würde er das Gehirn herausschneiden und dies in einem Schinkenmantel anbraten und würzen. Dazu ein frischer Eisbergsalat mit Croutons und Joghurt-Dressing und Voilá – schon war das Gericht perfektioniert und das Menü á lá Haküoo (bitte französisch betonen) war zumindest im Kopf fertig portioniert. “L-L-L-L-Leeeeeeecker!!!“ Die Vorfreude auf das Gericht war riesig. Hakuo explodierte fast schon vor Erregung und diese lies er einerseits durch lautes Gebrüll aus und andererseits begann er wieder den Ludwig van Beethoven der Neuzeit aus sich heraus zu lassen. “Eeeeeesssen. Yeah. Es gibt geiles Essen. Yeah. Hakuo-chaaaaan koooocht Essen für Shooooorty-chaaaan. Yeeeeeeah. Es wird ultrageilhammertoll schmeeeeecken. Shura-chaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaan.“ Nach diesem euphonischen Auftritt verbeugte sich der Serpent vor seiner Begleitung und steckte den Kopf wieder zurück in seinen Mantel. Auch wenn Nagellackschwester-chan ihm gedroht hatte, ihn umzubringen, falls er nochmal einen Gesangsauftritt aufführte, hatte der Ryôkai diese Drohung gekonnt ignoriert. Das Singen gehörte zu seinem extravaganten Auftreten einfach dazu und so musste der Schwertkämpfer Gefahr laufen von einem ca. 1,60 Meter großen Zwerg ermordet zu werden. Aber konnte sich die Weißhaarige wirklich drei Morde an einem Tag leisten? Erst Milchfläschchen-chan, dann Nagellack-chan und jetzt er selber? Der Kenjutsuaka begann die Schwertkämpferin erneut zu mustern. Es war ihm schon in vorherigen Aktionen aufgefallen und so bemerkte er die konstante Traurigkeit, welche in ihr Gesicht niedergeschrieben war. Hakuo war ein Mann, welchen andere Menschen herzlichst wenig interessierten. Er war ein Lebemann, der nur für sich selbst existierte und jegliche Bindungen zu anderen Homo Sapiens untersagte. Klar hatte er das ein oder andere Individuum, welches für ihn sehr wichtig war, doch grundsätzlich hasste er es eine wirkliche Basis aufzubauen. Dies war wahrscheinlich auch der Grund warum der Shinobi aus Chigiri sich eine Maskerade aufgebaut hatte, und auf andere sehr grotesk wirkte. Durch seine dissonante Art und Weise schreckte er die meisten Wesen ab und konnte so in Ruhe seinen Beschäftigungen nachgehen, ohne gestört zu werden. Und auch wenn es komisch klang – so komisch wie alles am Ryôkai – entschloss er sich innerlich in diesem Moment der kleinen Damen mit dem traurigen Blick zu helfen und der ganzen Sache nachzugehen. „Shooorty-chaaaaan. Milchfläschchenmörder-chaaaaan. Nagellackkiller-chaaan.“ Mit diesen Worten leitete er den Prozess „Shuramussgeheiltwerden“ ein und begann so die Dame mit seinen langen Fingernägeln zu stupsen. Doch halt. Er stupste sie nicht nur einmal und auch nicht nur an einer Stelle. Nein – er begann sie öfters zu tippen und ließ kein einziges Körperteil aus. Angefangen bei der Nase bis hin zum Bauch. Am Ende der Prozedur befassten seine Fingernägel sich mit der linken Brust ihres Körpers, als auch eine weitere Aussage aus der Futterluke des Ryôkai weichte: „Shooorty-chaaaaan. Du bist ja gar nicht kitzelig…. Oh maaaaaaan. Du musst lachen! Aber auf geht’s in Richtung mein Zuhause…. Wir essen jetzt. Yamyamyam. Shoorty-chan.“ Hatte er einen Fehler gemacht? War es ihm überhaupt erlaubt sie zu berühren? Doch bevor sein Gegenüber überhaupt reagieren konnte, nahm Hakuo die Weißhaarige mit einem Satz nach oben und legte sie über seine Schulter. “Sag mal Shura. Ist bei dir auch wirklich alles in Ordnung“ Wohl die erste ernsthafte Frage, die der Hüne ihr gestellt hatte. Ob sie ihm wohl eine Antwort gab?

TBC: Hakuos Labor

_________________
Ryôkai Hakuo
Tickle my Snake
Tickle my Snake

Anzahl der Beiträge : 166
Anmeldedatum : 15.05.16

Shinobi Akte
Alter: 27
Größe: 2,05 m
Besonderheiten:


Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Friedhof

Beitrag von Izanagi Shura am Di Mai 31, 2016 10:10 pm

Ihre vorherige Planung, dem Mann einfach Aufmerksamkeit und Beachtung zu verweigern, gestaltete sich als von vornherein zum Scheitern verurteilt. Shura war trotz ihrer durchaus vorhandenen, wenn auch leicht verborgenen, impulsiven Ader keineswegs ein Mensch, welchen man mit Leichtigkeit provozieren konnte, doch die ständige Widersprüchlichkeit seines gruseligen und kindischen Verhaltens, sowie die Tatsache, dass Hakuo seine Kollegin scheinbar nicht ansatzweise ernst nahm, strapazierte ihre Nerven doch zunehmend. Zumindest festigte sich in ihrem Inneren zunehmend der Wunsch, ihrem Gegenüber blitzschnell den Kopf abzuschlagen, wie er es bei der blonden Schönheit getan hatte, nur mit einer Donnergleichen Geschwindigkeit und keineswegs zum Essen vorgesehen, sondern viel eher um diesen daraufhin reuelos in ein Erdloch zu treten. Und doch hielt sie etwas von der unüberlegten Handlung ab, was genau, war ihr nicht bekannt. Die Kunoichi schob es simpel darauf, sich nicht auf das Niveau ihres Gegenübers herablassen zu wollen. Eine Weile lang herrschte gar bedrohliche Ruhe, während sie den Schwertkämpfer noch einmal eingehend musterte. Dabei vielen ihr längst vergangene Worte ein, welche vor vielen Jahren die blassen Lippen ihres Senseis verlassen hatten. „Manche Menschen machen eben wegen ihrem Wahnsinn, eine solche Kampfkraft aus.“ Damals hatte die bestimmte Izanagi jene Bedeutung nicht nachvollziehen können, heute konnte sie es, galt die junge Frau aufgrund ihrer zerschmetterten Gedanken unter einigen Kollegen ebenfalls als irre, psychotisch und wahnhaft, wenn ihr dies auch noch nie jemand ins Gesicht gesagt hatte. Noch völlig in Gedankengängen versunken, schreckte sie förmlich hoch, als der Jonin erneut überraschend das Wort erhob und, wen wunderte es noch, entgegen ihrer Anweisung anfing zu singen und seine schrille, laute Stimme die Ruhe des Friedhofs zunichtemachte. Ein Glück waren die beiden bei jenem regnerischen Wetter allein. Als sich der Blauhaarige vor ihr verbeugte, spielte sie tatsächlich gefährlich entzückt, vergleichbar mit einer garnjagenden Katze, mit dem Gedanken in jenem Moment das Katana zu ziehen. „Ich würde ja klatschen, wartet, nein würde ich nicht.“ Doch sie beließ es bei einer spöttischen Anmerkung, umklammerte kurzzeitig mit beiden Händen den Griff des traditionellen Regenschirms, als wolle sie diese von eigentlich ungewollten Taten abhalten und ließ ihr durchdringendes, doch leer erscheinendes Augenpaar in den Wolken überzogenen Himmel blicken, von dessen malerischem Bild sich zahlreiche, kleine Tropfen abließen. Doch noch ehe der Weißhaarigen erneut die Möglichkeit gegeben wurde, bei diesem Anblick in das Labyrinth ihres Kopfes einzutauchen, sich eventuell sogar darin zu verlaufen, machte sich Hakuo bemerkbar, wenn auch auf weniger gemochte Weise. Wurde sie nun wenigstens als Killerin und Mörderin dargestellt, so betrachtete die Kenjutsuka jene Abfolge seiner ausgedachten, verniedlichenden Spitznamen nach wie vor mit genervtem Gesichtsausdruck. Als er dann auch noch begann, die feingliedrigen Finger zu erheben und mit letzteren den zierlichen Körper der Kontakthassenden Dame zu betatschen, war das Maß voll. Plötzlich löste sich die Hand Shuras vom Griff des Schirms und packte grob das Handgelenk ihres Peinigers, welchem dabei Blicke zugeworfen wurden, die ihn vermutlich direkt in die Hölle schicken sollten. „Jetzt reichts!“ Augenblicklich ließ sie von ihm ab und umschlang den Tsuka ihres Schwertes. Wie die Frau es liebte, das sicherheitsbietende Gefühl ihr Katana in der Hand zu halten, die wahnhafte Eingebung, sämtliche Probleme der Welt sofortig in Stücke schneiden zu können. Doch noch ehe sie jene Gedanken in die Tat umsetzen konnte, wurde der kleine Körper augenblicklich von dem Hünen hochgehoben. Perplex dreinblickend zappelte die Izanagi energisch hin und her, musste aufgrund der Position davon absehen ihre Klinge zu ziehen und schlug Hakuo währenddessen aufgebracht mit Schirm, sowie geballter Faust auf den Rücken, was ihn jedoch nicht annährend zu stören schien. „Was zur? Lasst mich sofort runter! Ihr habt sie doch nicht mehr alle.“ Doch scheinbar trug ihr Wehren keine Früchte und erstmalig sprach ihr Kollege sie mit richtigem Namen an, eine Begebenheit, welche die Weißhaarige tatsächlich aufhorchen ließ. „Nein nichts ist in Ordnung!“ entgegnete sie trotzig, ehe sich ihr Blick trübte und die Kunoichi mit leiserer, ernster Stimme erneut das Wort erhob. „Alles ist in Ordnung.“ Dabei meinte sie genau das Gegenteil.

TBC: Hakuos Labor
Izanagi Shura
Rolling Girl
Rolling Girl

Anzahl der Beiträge : 84
Anmeldedatum : 06.05.16


Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Friedhof

Beitrag von Yuudai Akio am Sa Jul 09, 2016 12:27 pm

Die langsamen Schritte hallten über den leeren und nebelverhangenen Friedhof als der Swordmen mit den silbernen Haaren und den Augen eines Dämonen das Tor passierte. Auf seinem Rücken prangte das legendäre Schwert der Tiefsee, das Samehada, schlummernd und dennoch auf Gefahren vorbereitet. In den Augen des Yuudai blitze etwas auf, das man als Trauer ansehen konnte. Fast jeden Tag kam er hier her an diesen Platz der besetzt war mit den Steinen die einst aufgestellt wurden um den Toten eine Ehre zu erweisen. Seine rechte Hand hing locker an seinem Gürtel, wo er das Katana festhielt welches er vor einigen Minuten auf dem Marktplatz erstanden hatte, für seinen Bruder der eben hier lag. Wenige Schritte noch. Ein kühler Wind schlug Akio entgegen und lies ihn kräftig einatmen. Die Luft tat gut, füllte seine gesunden Lungen und beim Ausatmen stand er auch schon vor dem Grab. Yuudai Tayuki stand auf dem Stein. Er war neu, gerade einmal 2 Jahre alt. Akio hatte, nachdem sein Clan unter seiner Hand ermordet worden war, einen neuen erbauen lassen, mit neuer Inschrift. Einst hatten darauf wüste Beschimpfungen gestanden, Verräter, Blutverbrecher, solche Dinge. Heute jedoch stand dort sein Name, sein Todesdatum und eine Inschrift. "Geliebter Bruder von zwei Geschwistern, geliebter Sohn einer ermordeten Mutter, ewig in unseren Herzen um Kraft zu spenden, zu Ehren des Blutnebels." Akio verbeugte sich förmlich und kniete dann nieder, nahm Räucherstäbchen aus seiner Tasche und zündete sie an, stellte sie auf und schloss die Augen während er die Hände zusammenlegte und begann zu beten. "Kami-sama...kümmere dich um meinen Bruder wie bisher...lass ihn eingehen in das Reich des Blutes wo er auf ewig deiner Herrlichkeit Zeuge sein darf...Zeig ihm jene Macht die dich einst so mächtig werden ließ, die dich auferstehen ließ aus der Asche des Götterkrieges.." Akio nickte mehrmals, in seinem Gesicht erkannte man Wahrheit. Er glaubte fest an die Religion der er vor vielen Jahren beigetreten war und glaubte fest an den Namen des Gottes den man nicht aussprechen durfte. Nach vielen weiteren Minuten des Gebetes dann, verbeugte er sich erneut und öffnete die Augen, legte die Hände in den Schoß und lächelte dem Namen seines Bruders zu. "Hallo Bruderherz...ich hab dir was mitgebracht." sagte er leise, nahm das Katana von seinem Gürtel und steckte es behutsam in die frische Erde vor dem Grabstein und sah es sich an, perfekt. "So vieles ist geschehen seit damals...du wärst glücklich heute...als Oinin...als treue Hand eines mächtigen Dorfes..." Ja vieles war geschehen. Akio war ein Oinin geworden, ein Squad Leader, hatte Rache an seinem Clan genommen für den Mord an Mutter und Bruder und war zu einem ehrenvollen Mitglied des Nebels geworden. Er war zum Sennin ernannt worden, eine unbeschreibliche Ehre in diesem Dorf und nun letztlich seit einer Woche ein Schwertshinobi des Nebels und Besitzer des Schwertes welches seit Jahrhunderten gefürchtet wurde. Akio sprach noch lange mit seinem Bruder und wenn man ihn sich so ansah, hätte man ihn mit einem fröhlichen Kind verwechseln können, nichts von der Kälte und der Bosheit die er sonst ausstrahlte...er war glücklich wenn er mit seinem Bruder sprach, wissend er konnte ihn hören, dort wo er war...
Nach sicherlich einer halben Stunde jedoch verabschiedete er sich, verließ den Friedhof und machte sich von Dannen. Es gab Aufgaben zu erfüllen.

tbc:??

_________________
Sprechen | Handeln | Denken



Yuudai Akio
Ex-Oinin || muyûbyô·kanja
Ex-Oinin || muyûbyô·kanja

Anzahl der Beiträge : 371
Anmeldedatum : 02.02.16

Shinobi Akte
Alter: 32 Jahre
Größe: 1,73 m
Besonderheiten: Hiraishin Nutzer


Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: Friedhof

Beitrag von Kami no Sekei am Mo Aug 08, 2016 9:02 am


2 Wochen Zeitsprung
-------------------------------------------------------------

Die Ereignisse des Ingame sind ab diesem Punkt 2 Wochen in die Zukunft gerückt. Im Laufe dieser 2 Wochen sind die Events abgelaufen und jeder Charakter kann sich selbst ausmalen was er in diesen 2 Wochen noch zusätzlich erlebt hat.


Kami no Sekei
Admin

Anzahl der Beiträge : 243
Anmeldedatum : 23.11.14


Benutzerprofil anzeigen http://naruto-as.frei-forum.com

Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben

- Ähnliche Themen

 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten