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 Nozomi lernt Shosen

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Uzumaki Nozomi
Medicnin
Medicnin
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Anzahl der Beiträge : 191
Anmeldedatum : 25.03.16
Ort : Magdeburg

Shinobi Akte
Alter: 17 Jahre
Größe: 1,67 m
Besonderheiten: Jinchuuriki, Erdbeerduft und Erdbeerhaarspange

BeitragThema: Nozomi lernt Shosen   Sa Jul 09, 2016 11:00 pm

Gähnend streckte sich Nozomi der Sonne entgegen, welche ihre ersten Sonnenstrahlen durch das Fenster fallen ließ. Nur noch eine Stunde. Die Chuunin gähnte hinter vorgehaltener Hand, während sie eine Patientenakte ausfüllte und zu den anderen Akten der heutigen Nacht legte. Nur noch eine Stunde. Nozomi rieb sich die müden Augen und nahm einen Schluck von ihrem koffeinhaltigen Getränk. Vergeblich. Die Uzumaki fühlte sich genauso müde wie zuvor. Nur noch eine Stunde, dann hatte sie es endlich geschafft. Nur noch eine Stunde, dann konnte sie sich ins Bett fallen lassen. So müde wie sie war, würde sie es wohl nicht mal mehr aus ihren Klamotten schaffen und stattdessen angezogen ins Bett plumpsen. Nach dieser Schicht, hatte sie sich ihren Schlaf auch mehr als verdient, denn in einer Stunde hätte sie ihre 24 Stunden Schicht hinter sich. Kurz schweifte ihr Blick zu der Vase auf dem Tisch im Mediczimmer. Beim Anblick der roten Rose färbten sich Nozomis Wangen zart Rosa. Natürlich wusste sie, dass die Rose keine Bedeutung hatte. Sie war kein Zeichen von Liebe, wie Nozomi es aus Büchern und Filmen kannte. So gut wie jede Frau und jedes Mädchen bekam so eine Rose von ihm. Warum? Einfach weil er nett war? Den genauen Grund für diese Geste kannte Nozomi nicht. Sie wusste nur, dass es zum Pech vieler weiblicher Wesen für ihn nichts zu bedeuten hatte. Und dennoch – dennoch ging auch an Nozomi das Ganze nicht wirkungslos vorbei. Nozomi spürte wie ihre Wangen die Farbe geändert hatten. Schnell wandte die Uzumaki den Blick von der Pflanze, bevor jemand anderes den Wechsel ihrer Gesichtsfarbe bemerkte.

Geschafft. Nozomi schloss die letzte Akte. Eine halbe Stunde nach Schichtende, konnte die Chuunin das Krankenhaus verlassen. Auf ihrem Weg grüßte Nozomi freundlich jedes Gesicht, welches ihr auf den Straßen begegnete. Selbstlos und hilfsbereit wie man den jungen Rotschopf kannte, hatte sie auch nicht an einer älteren Dame, welche sich mit zwei Einkauftüten plagte, vorbei gehen können. Mit ein bisschen Geld hatte sich die Dame bei Nozomi bedanken wollen, doch Nozomi hatte dankend abgelehnt. Sie half niemanden, um dafür etwas zu bekommen. Zwar war es schön, wenn sich Leute mit Gegenhilfe revangieren, aber Nozomi tat es nicht deshalb. Aus diesem Grund hatte sie auch den Apfel ablehnen wollen, doch die hartnäckige Ältere gab der Jüngeren zu verstehen, dass sie sich kein zweites Mal mit einem „Nein Danke“ abspeißen ließ. So nahm Nozomi dankend den Apfel an und führte ihren Weg fort. In den eigenen vier Wänden angekommen, viel Nozomi erschöpft ins Bett. Keine zehn Sekunden später war Nozomi eingeschlafen.

Als Nozomi wieder ihre Augen öffnete, war es bereits später Nachmittag. Sanftes Vogelgezwitscher drang durch das gekippte Schlafzimmerfenster nach innen und an Nozomis Ohr. Für sie war die Melodie der Vögel ein Zeichen für Leben. Deshalb war Nozomi davon überzeugt, dass etwas in der Natur nicht stimmte, wenn die Melodie verstummte. Mit neuer Energie aufgeladen stieg Nozomi aus dem Bett und direkt unter die Dusche. Nozomi schloss die Augen und genoss das Wasser auf ihrer Haut. Es hatte etwas wohlwollendes aber auch befreiendes. Nozomi wusste nicht warum, aber sie fühlte sich im Wasser wohl und konnte auch stunden einfach nur unter der warmen Dusche stehen und den Moment genießen. Da sie jedoch den heutigen Tag dazu nutzen wollte ein Jutsu weiter zu trainieren, musste Nozomi den Hahn schon nach einer halben Stunde wieder zu drehen. Abgetrocknet, angezogen und einen Happen Essen später, machte sich Nozomi auf den Weg zum Trainingsplatz, wo sie mit einem ihrer Ausbilder verabredet war.

Gewohnt überpünktlich war Nozomi vor ihrem Sensei am Trainingsplatz. Die junge Uzumaki lehnte sich gegen einen der Bäume und ließ ihren Blick über das Trainingsgelände schweifen, während sie auf ihren Lehrmeister wartete.Für einen späten Nachmittag herrschte normaler Betrieb auf dem Trainingsplatz. Hier und da wuselten ein paar Akademisten über das Geländer und übten ihre ersten Techniken. An einem anderen Baum zeigte ein Sensei seinem Team ein paar Wurftechniken und andere übten sich in der Kunst des Baumlaufens. Kurz erinnerte sich Nozomi an die erste Trainingseinheit ihres Teams fürs Baumlaufen zurück. Auch wenn die Technik nicht bei allen sofort geklappt hatte, sie selbst hatte keine Probleme mit der Chakrakontrolle gehabt. Nozomi verfügte zwar über kein Element und war auch nicht sonderlich stark, dafür war sie flink und konnte Chakra ausgezeichnet kontrollieren. Schließlich konnte sie ihren Medicsensei auf sich zu kommen sehen. Nozomi kannte den Mann jedoch schon lange vor ihrer eigenen Medicninausbildung. Er der Auszubildende ihrer Mutter gewesen, weshalb Nozomi dem Jonin schon in jungen Jahren über den Weg lief, wenn sie ihre Mutter ins Krankenhaus begleitet oder besucht hatte. Megumi hatte ihn ausgebildet und seit drei Jahren unterrichtete er die Tochter seiner ehemaligen Ausbilderin. Seine eigene Tochter kommentierte dies immer damit, dass Nozomi sie später ausbilden müsse und sie anschließend Nozomis Kinder usw. Ein Kreislauf aus dem sich eine Tradition entwickeln könnte. Während die Jüngere bereits jetzt schon von Kindern sprach, traf sie damit bei Nozomi immer ein unangenehmes Thema, denn auf das Thema mit den Kindern erkundigte sich der kleine Wirbelwind immer sofort, ob Nozomi einen Freund hätte. Ein unangenehmes Thema, welches stets einen Farbwechsel im Gesicht der Uzumaki hervorrufte. Früher war Nozomi genauso gewesen. Heute wusste sie wie unangenehm manche ihrer Fragen für andere gewesen sein mussten. Bereits aus der Ferne schenkte sie dem Älteren mit einem freundlichen Lächeln und einem Winken zur Begrüßung, kaum dass die Chuunin ihn auf sie zukommen sah. Nozomi wusste ganz genau welches Jutsu heute wieder trainiert werden würde. Es war eines der wichtigsten Jutsu für einen Medicnin, aber auch mit eines der schwersten. Nicht jeder konnte es meistern und selbst jene, welche das Shousen beherrschten, konnten es nicht gleich gut anwenden. Beherrschte man es jedoch perfekt, so konnte man leichter Leben retten. Ihr Sensei gehörte zu jenen, die es auf diesem hohen Level beherrschten. Ein Level, welches auch die Uzumaki erreichen wollte und hart dafür trainierte. Da Nozomi bereits über die nötige Chakrakontrolle verfügte und bereits das Heilchakra in geringerer Menge konzentrieren konnte, wollte ihr Sensei heute einen Schritt weiter gehen. Ohne Vorwarnung stich sich der Dunkelhaarige mit einem Kunai ins Bein. Schockiert blickte die Chuunin auf das Kunai, welches tief in dem Oberschenkel des Mannes steckte. Nozomi konnte nicht glauben was er gerade getan hatte. Sofort saugte sich der Stoff seiner Hose mit der lebensnotwendigen Flüssigkeit voll und färbte sich blutrot. Allerdings hielt sich der Blutverlust in Grenzen. Auch wenn seine Lehrmethoden oft etwas ungewöhnlich waren, selbst er hätte keine Schlagadern verletzt. So blöd bzw. leichtsinnig wäre nicht mal er gewesen. Zumindest hofft es Nozomi. Hochkonzentriert konzentriere Nozomi das Medizinchakra um ihre rechte Hand. Behutsam hielt sie diese wenige Millimeter über der Verletzung. Vorsichtig entfernte Nozomi das Kunai aus seinem Bein, während sie parrallel mit dem grünen Chakra sofort die verletzten Blutgefäße heilte, um weiteren Blutverlust zu vermeiden. Nachdem alle verletzten Blutgefäße repariert waren, erhöhte Nozomi die Dosis an heilendem Chakra um das verletzte Gewebe zu regenerieren. Fokussiert auf ihr Vorhaben fügte Nozomi Stück für Stück mehr Chakra hinzu. Mittlerweile hatte sie eine Stufe erreicht, bei der sie nicht die Konzentration verlieren durfte. Andernfalls würde sie die Kontrolle über das Chakra verlieren und im schlimmsten Fall würde es seine schneidende Wirkung zeigen, welche es zu vermeiden galt. Immerhin wollte sie Patienten helfen und nicht noch mehr Schaden anrichten. Nozomi konnte sehen wie das tiefe Loch in dem Bein ihres Meisters immer kleiner wurde. Sie regenerierte jedoch nicht nur das Fleisch des Mannes. Mit Hilfe ihrer Technik heilte Nozomi auch die verletzten Muskelfasern und verband sie ebenso wie die durchtrennten Nerven. Jemanden selbst zu heilen war viel komplizierter, als es aussah oder wie es in den Büchern wirkte. Würde sie die Muskeln nicht richtig verbinden, wäre ihr Sensei im schlimmsten Fall in seiner Bewegung eingeschränkt. Doch das würde nicht passieren. Er selbst beherrschte diese Kunst, und könnte den ärztlichen Kunstfehler im Notfall korrigieren. Die Wunde schloss sich komplett. Puh. Zufrieden blickte die Rothaarige auf ihre Leistung. Das Ergebnis sah schon viel besser aus, als bei den Malen zuvor. Nun galt es nur noch zu klären, ob ihr Sensei Bewegungseinschränkungen und oder ein Taubheitsgefühl zu beklagen hatte. Zu ihrer Enttäuschung hatte er tatsächlich ein Taubheitsgefühl zu bemängeln. Zwar war mit einem Radius von ca. einem Zentimeter eine viel geringere Fläche davon betroffen, als bei den Malen zuvor, dennoch reichte es aus, damit Nozomis Zufriedenheit aus dem Gesicht verschwand. Enttäuscht blickte sie auf die Stelle, wo eben noch das Kunai gesteckt hatte, und beobachtete, wie ihr Meister selbst Hand anlegte. Auch wenn Nozomi es heute noch nicht gemeistert hatte, sie würde nicht aufgeben. Sie würde so lange üben, bis sie genauso gut war wie ihr Sensei. Und selbst dann, würde die ehrgeizige Chuunin sich nicht auf ihren Leistungen ausruhen. Schließlich gab es im Leben immer wieder etwas Neues, das man dazu lernen konnte. Auch in der Medizin.


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