Atarashi Sho

Naruto RPG # 3 Reiche # FSK 16

Das Atarashi Sho ist ein Rpg Forum das in der Welt des bekannten Anime/Manga Naruto spielt. Wir haben ein FSK Rating von 16, sowie einen FSK18 Bereich. Wir versuchen jedem Mitglied des Forums seine vollsten Möglichkeiten zu gewähren, solange das Konzept in die Geschichte des Forums passt und nichts "zu stark" ist. Unsere Geschichte spielt in einer weit entfernten Zukunft des originalen Manga. Naruto starb vor 1000 Jahren und seit jeher ist vieles geschehen. Die Reiche lebten in Frieden doch dies nicht lange. Kriege die die Welt erschütterten brachten viele Veränderungen und die Reiche überfielen sich nach und nach und so entstand eine neue Weltordnung. Konoha Gakure im Feuerreich nahm das gesamte Blitzreich mitsamt dem Dorf Kumo Gakure ein, Suna Gakure nahm ebenfalls ihren Nachbarn Iwa Gakure und das Erdreich ein und Kiri Gakure? Sie verfielen in alte Gedanken und gründeten erneut den Blutnebel, Chigiri. Wir leben heute, 1000 Jahre nach Naruto´s Tod in schweren Zeiten. Der Krieg ist beendet doch leben wir in einer kalten Kriegsphase. Chikyû jenes Reich das aus Suna und Iwa entstand hat ist das größte Reich. Die Hauptstadt tief unter der Erde verborgen und verbunden durch Tunnel. Konoha Tô das große Dorf des Waldes und letztlich Chigiri das Dorf welches Brutalität und Stärke förderte und einen kleinen Kontinent für sich einnahm.


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[Zukunftsmusik] Das tapfere Schneiderlein und sein Hündchen

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[Zukunftsmusik] Das tapfere Schneiderlein und sein Hündchen

Beitrag von Yuki Amaya am So Sep 25, 2016 5:58 pm

Irgendwo in Chikyu gibt es eine Schneiderei, eine mächtige Schneiderei geführt vom tapfersten Schneider des Dorfes und wohl auch vom mächtigsten. Ob er sich seiner neue Aufgabe stellt und sie zum Wohlgefallen aller erledigen kann?
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Re: [Zukunftsmusik] Das tapfere Schneiderlein und sein Hündchen

Beitrag von Yuki Amaya am So Sep 25, 2016 10:21 pm

Ob sie sich jemals an dieses Land gewöhnen würde oder an diese Leute? Wo auch immer sie groß geworden war, dort war es kühler gewesen. Nachdem sie in Konoha gewesen war erschien es ihr aber nicht schwer sich vorzustellen, dass es auch in Chigiri kühler war. Inseln, Meeresluft es musst dort kühler sein als in dieser Stadt unter der Erde. Überall musste es kühler sein als in dieser unendlich heißen Stadt. Überall war Erden, überall schien Schweiß in der Luft zu kleben und aus irgendeinem Grund rümpfte sie immer die Nase. Nein sie würde sich hier nicht wirklich eingewöhnen können. Es war zu warm, viel zu warm in diesem verdammten Dorf. Ein Gefühl von Unbehagen hatte sie befallen seitdem sie in der Wüste war, als würde die Hitze etwas in ihr zerstören und doch wusste sie nicht was. Sie hatte Falk gefragt, doch der hatte nur mit den Schultern gezuckt und getan als wüsste er nicht wo ihr Problem lag. Allgemein tat er so als würde er nichts von ihr wissen. In einigen Moment regte genau das sie unglaublich auf, doch oft versuchte sie es einfach nur zu verstehen. Doch ihr Wesen schien nicht sonderlich viel von Mitgefühl zu halten. Es kam ihr so fremd vor jemanden zu bemitleiden oder nett zu sein. Wenn sie lächelte fühlte es sich falsch an, so gezwungen. Aber fühlte sich aktuell nicht alles falsch an? Ihre Füße die in flachen Schuhen steckten, das weit Kleid das sie einhüllte als wäre sie ein Kind. Falk hatte es ihr organisiert, nachdem sie nicht aufgehört hatte sich in seinem Mantel zu verstecken. Sehr schien er sie nicht zu mögen, immerhin war es harte Arbeit gewesen den Mantel gegen ein weißes Kleid zu tauschen. Irgendwie lag ihr die Farbe und die khakifarbene Schleife erinnerte sie an etwas schönes, aber auch dazu blieb ihr Kopf leer. Immerhin konnte sie sprechen und denken. Der Staub unter ihren Füßen wirbelte bei jedem Schritt ein wenig auf, obwohl sie sich fühlte, als würde sie schweben. Ein leichter Gang für eine zarte Frau. Wo muss ich noch mal lang? Einen Moment lang blieb sie mitten auf der Straße stehen und es dauerte nicht lange bis sie angerempelt wurde und wie eine Puppe auf den Boden fiel. Einen Moment lang sah sie nur verwirrt auf und blickte in ein paar meerblaue Augen – wunderschöne Augen. Der Mann dahinter war etwas größer als sie und trug seltsam Kleidung gepaart mit vollen Tüten in seinen muskulösen Armen. [color:1fd3= #0bbfff]Oh bitte verzieht mir, habt ihr euch verletzt? Er streckte ihr die Hand entgegen doch etwas in ihr sträubte sich gegen diese und sie rappelte sich auf die Beine und strich sich das Kleid glatt. Alles gut. Wisst ihr wo hier ein Schneider ist? Ein Bestatter soll direkt daneben sein? Der junge Mann runzelte nicht einmal die Stirn weil sie einen so seltsamen Ort suchte. Irgendwie schien sich gar nicht viel in seinem Gesicht zu tun. Ein Wort schlich sich in ihren Verstand Oinin. Was das wohl war? Ihr müsst die Straße links und zweimal rechts. Ich werde euch begleiten. Skeptisch blickte sie ihn an, doch irgendwie schien er nicht der Kerl zu sein, der ein nein duldete. Also nickte sie knapp und folgte ihm wie ein Schatten. Er war so groß und breit das sie problemlos hinter ihm verschwinden konnte – was bei ihrer zierlichen Statur nicht schwer war. Wie ein Mädchen wirkte sie neben ihm und ließ sich durch die Straßen führen. Dieses Dorf war viel zu groß und doch war ihr klar, dass sie noch nie hier gewesen war. Etwas neben sich folgte sie ihm blind, bis er stehen blieb und auf eine Tür deutete.  Hier seid ihr richtig. Habt einen schönen Tag. Dann marschierte er mit seiner Tüte einfach davon und sie blickte ihm einen Moment nach um heraus zu finden ob er schön war. Trainiert war er auf jeden Fall, aber das war Falk. Warum denke ich so viel nach? Das fühlt sich alles fremd an, als würde ich jemanden vergessen. In ihrem Geist tat sich das Bild von Falk auf und wieder einmal versuchte sie sich krampfhaft zu erinnern. Doch alles was kam war der tiefe Schmerz in ihrem Schädel. Frustriert schnaubte sie und stieß die Tür in den Laden auf. Ich brauche etwas zum anziehen, befahl sie in einem Anflug ihres alten Ichs, bevor sie die Tür hinter sich zufallen lies. Mit dem Türknall zuckte etwas in ihr und der Moment von Selbstsicherheit verblasste um eine erschöpfte Frau zurück zu lassen die irgendwie aussah wie ein Mädchen. Mit der vernarbten Hand strich sie sich eine Strähne des blassen Haares zurück und sah sich um. Warum beunruhigte sie das Bestattungsinstitut neben der Schneiderei einfach nicht? Früher musste sie wirklich grausam gewesen sein.


Zuletzt von Yuki Amaya am Di Sep 27, 2016 5:45 pm bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet
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Re: [Zukunftsmusik] Das tapfere Schneiderlein und sein Hündchen

Beitrag von Nisshoku Rasui am Mo Sep 26, 2016 9:40 pm

°oO(Es wird wirklich langsam Zeit, dass ich mir einen eigenen Namen für die Schneiderei ausdenke! Derzeit läuft das Geschäft ja noch unterm Namen „Schaufel & Söhne“, aber vielleicht ist das manchen Kunden doch eine Spur zu morbide. Da glaubt ein Teil der potenziellen Kundschaft womöglich, hier könne man nur Kleidung für den letzten Gang bestellen. Was tu' ich mich aber auch so schwer daran, einen vernünftigen Namen dafür zu wählen? Hängt vermutlich damit zusammen, dass selbst der Workaholic in mir, allein beim Gedanken an ein weiteres zu beschäftigendes Geschäft, zu zittern beginnt. Dem ganzen einen Namen zu geben, macht es selbstständig, zu etwas ganz eigenem. Bisher läuft das Geschäft ja eher als Teilstück von etwas ganz anderem. Hab ja nichtmal Angestellte für diesen kleinen Nebenerwerb. Könnte ich ändern. Sollte ich? Noch mehr auf meine zarten Schultern laden? Ach, drauf geschissen. Hauptsache, ich habe was zu tun! Hauptsache, ich habe eine Ausrede mehr, mich vor sinnlosen Freizeitaktivitäten zu drücken. Dass es aber auch immernoch Leute gibt, die meinen, mich irgendwohin einladen zu müssen! Verrückt, alle samt!)

Irgendwo in den Eingeweiden des doch recht weitläufigen Gebäudes, saß Rasui in seinem Büro, umgeben von warmer Finsternis und tief versunken im Schlaf der mehr oder weniger Gerechten. Den Kopf auf den Schreibtisch gelegt und leise vor sich hin schnarchend, hätte er für einen Beobachter mit Nachtsicht ein erstaunlich ruhiges Bild abgegeben. Fast schon könnte man auf den Gedanken kommen, bei so einem friedlichen Äußeren, dem unbewegten Gesicht, welches ein schmales Lächeln zierte, müsste Rasui gerade einen schönen Traum verfolgen. Doch weit gefehlt. Rasui beschäftigte sich sogar noch im Schlaf, naja Halbschlaf, mit weltlichem Allerelei. Gerade bewegte ihn seine kleine Schneiderei und die uralte Frage, ob er sie als eigenes Geschäft deklarieren sollte, oder als Unterabteilung seines Bestattungsinstituts. So oder so, es würde mehr Papierkram bedeuten, mehr Arbeit. Aber darauf war er letztlich ja auch aus. So war er schon immer gewesen. Nie rasten, nie rosten! Naja, er rastete fast nie. Doch wo andere sich ihre Freizeit in der Stadt vertrieben, Freunde trafen oder beknackten Hobbys frönten, begnügte sich Rasui mit einfachen Nickerchen. Schönheitsschlaf, quasi. Und dann wurde weitergeschafft. Seine Adoptivtochter Kuro hoffte schon, allerdings ohne das Rasui dies realisierte, dass er sich schlicht zu Tode arbeiten würde. Sah man sich seinen Terminkalender an, musste es wohl früher oder später darauf hinauslaufen. Aber noch war er topfit und dachte nichtmal ans Abkratzen. Warum also nicht noch etwas mehr auf seine Schultern laden?
Und während die olle Schildkröte im Schlaf dann doch begann, sich Gedanken über die Namensvergabe zu machen, betrat eine fremde Frau die namenlose Schneiderei und gab laustark bekannt, dass es sie nach Kleidung verlangte. Und dass in einer Schneiderei! Am helllichten Tag! Hat man den noch Töne? Ja, hat man. Mit dem Öffnen der Tür hatte die Frau bereits ein Glöckchen in Bewegung gebracht, welches nun fröhlich bimmelnd die Anwesenheit von Kundschaft verkündete. Doch das gehörte nur zur obligatorischen Akustik eines Geschäfts. Ein guter Laden brauchte eben ein Glockenspiel an der Tür! Was sich hinter den Kulissen bei der Ankunft der Frau in Bewegung setzte, war allerdings alles andere als hörbar. Ein winziges Siegel, angebracht über der Tür, wurde mit dem Öffnen der Tür gleichsam aktiviert und schickte einen winzigen Chakraimpuls zu einem anderen Siegel im Laden. Jenes zweite Siegel saß im „Bereich für Mitarbeiter“, gut versteckt hinter einer Tür, deren Zutritt, laut Schild, wenig überraschend nur Mitarbeitern gestattet war. Also: nur Rasui. Jener Bereich für Mitarbeiter bestand aus einem begehbaren Kleiderschrank ohne Kleider und einem Stuhl auf dem, außer einem Siegel, nie jemand saß. Eben jenes Siegel wurde durch den winzigen Chakraimpuls vom Türsiegel nun in Betrieb genommen und mit einem leisen „Plopp“ manifestierte sich ein Doppelgänger Rasuis im Raum. Wie praktisch das Gaihifuuin doch war. Rasui musste nichtmal selbst im Laden sein, um Kundschaft bedienen zu können. Nach kurzem Recken und Strecken, verließ Klon-Rasui auch schon die Mitarbeiter-Lounge und hieß den neuesten Kunden der Schneiderei mit weitausholender Gebärde willkommen. "Willkommen! Willkommen im Eden der Stoffe und des modischen Geschmacks. Für welche Okkasion darf ich ihren Körper den in eine neue Gewandung schlagen, hm?" Der kritische Blick des Klon glitt mehrmals in eingehender Musterung über den Körper der Frau, ehe er den Augenkontakt suchte. Naja, was man bei Rasui eben unter „Augenkontakt“ verstehen konnte. Seine Augen blieben stets verborgen, hinter einem Vorhang aus silbernem Haar, welches auch, mehr oder weniger, eine Narbe im Gesicht des Mannes verdeckte.
Mit der Aktivierung des Klons und bedingt durch die Anwesenheit des Originals, war noch ein weiterer Mechanismus in Gang gesetzt worden. Ein neuerlicher Chakraimpuls jagte durchs Gebäude und fuhr ein in den Schreibtisch der Bestie, auf welchem der Besitzer gerade seinen Kopf gebettet hatte. Eine Lampe, normalerweise zur zusätzlichen nächtlichen Beleuchtung der Arbeitsfläche gedacht, sprang plötzlich an, leuchtete aber nicht im gewohnten Energiesparlampenglühbirnenweiß, sondern in schlichtem Grün. Einem grellen Grün, welches direkt durch die Lider der schlummenden Schildkröte drang und seine Aufmerksamkeit einforderte. Wenige Sekunden später regte sich der Schläfer bereits, lies einen lautlosen Gähner ab, kratzte sich am Sack und realisierte, wie grün sein abgedunkeltes Büro doch auf einmal war. Dann erst schaltete sein Köpfchen richtig und stellte den Betrieb wieder auf Arbeits-Modus ein. "Holla, Kundschaft!" Schon schnellte der Herr des Hauses von seinem Sessel auf, machte Licht im Büro, also richtiges, brauchbares Licht, und richtete sein vom Nickerchen leicht zerwühltes Äußeres. Man(n) musste ja schließlich präsentabel aussehen.
Derweil, im Laden, bei Madam X und Klon-Rasui: Mit tiefer Verbeugung und fluglotsenhaftem Handschwenken, versuchte sich Klon-Rasui daran, der Frau einen Sitzplatz am Fenster schmackhaft zu machen. "Setzten sie sich ruhig, ich bin mir sicher, der Chef wird uns Kürze mit seiner Anwesenheit beglücken. " Der Sitzplatz stellte sich als gemütliche Ecke mit zwei gegenüber liegenden schwarzen Sofas und einem weißen Tisch in der Mitte heraus. Mit einem kleinen schwarzen Häkeldeckchen auf dem Tisch, nebst Blumenvase mit vielfarbigen Anwohnern, sah die Sitzecke sogar einigermaßen einladend aus. Im Gegensatz zum Rest des Ladens. Der wirkte sogar ein wenig bedrohlich. Gruftig, könnte man sagen. Große Schaufensterpuppen mit grimmigem Gesichtsausdruck standen überall herum und präsentierten sich in lederschwerem Goth-Look. Mode für die frisch gewordene Witwe konnte man ebenso bewundern, wie topmodische Sarg-Innenausstattung. Tatsächlich standen mehrere Särge im Raum, offen und auf verschiedenste Art und weise ausgestattet. Vermutlich dienten sie als Vergleichsobjekt, falls man sicherstellen wollte, dass die gewählte Kleidung für die letzte Ruhe auch mit der Sarg-Auskleidung harmonierte. Und dann war da noch eine deckenhohe Wand aus Schubladen und Fächern, in denen Rasui Gott-weiß-was lagerte. Neben Nadel und Faden wohl auch noch tausend verschiedene Stoffe, Leder und garantiert auch den einen oder anderen Steuerfachangestellten, der seinen Nebenerwerb etwas zu gründlich unter die Lupe genommen hatte.

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Re: [Zukunftsmusik] Das tapfere Schneiderlein und sein Hündchen

Beitrag von Yuki Amaya am Di Sep 27, 2016 7:42 pm

Amaya war auch in frühen Tage keine Frau gewesen die etwas wie freundliche Präsenz ausstrahlte. Ihr neues ich schien nicht mehr so böse wie das alte, aber das ändert nichts daran, dass sie eher unscheinbar wirkte. Vielleicht lag es an der finsteren Umgebung oder auch an dem weißen Kleid, welches sie trug, aber hier in diesem düsteren Laden wirkte sie doch wie ein Engel in einem Laden für düstere Gestalten. Eigentlich gehörte sie hier nicht hin, nicht von ihrer Optik zumindest. Doch der Schock blieb zum Glück aus und wieder musste sie sich fragen was sie alles gesehen hatte das sie nicht einmal ein zwielichtiger Schneider aus der Ruhe brachte. Immerhin hatte sie den Inhaber noch nicht einmal gesehen. Aber wer auch immer sich Schaufel und Söhne als Namen ausgesucht hatte wollte die Schneiderei nicht in den Vordergrund stellen. Wieso hatte Falk sie genau hier hin gejagt? Weil ein guter Freund hier einen Freund hatte und der war Inhaber? Sie Freunde von Falk waren so oder so komisch und da wunderte sie dies hier nicht wirklich. Sie hatte in den letzten Wochen so viele Dinge gesehen und erlebt die sie nicht einordnen konnte. Immerhin wusste sie wieder wie sie hieß und das war schon einmal ein großer Schritt für sie – irgendwie. Mit neuer Kleidung würde sie vielleicht ein neues Leben antreten können. Auch wenn noch zu fiel fehlte und ihr jeder Shinobi schnickschnack noch seltsam vor kam. Hätte sie gesehen wie sich im Nebenraum einfach ein Abbild materialisiert hätte wäre sie wohl wieder verwirrt gewesen. So sah sie jedoch nur wie ein Mann durch die Tür trat. Langes graues Haar, wenn man nett war nannte man es silbern. Die Augen hinter eben jenem verborgen war er ein wenig größer als sie und wenn sie sein Gesicht hätte klar sehen können wäre ihr wohl auch klar gewesen das er älter war. Wieso schätze ich mein gegenüber schon wieder ab? Als wollte ich sie alle sofort umbringe, wenn sie etwas falsch machen. Doch seitdem sie wieder bei sich war hatte sie nicht wirklich das Gefühl jemanden töten zu wollen. Vielleicht ihren Körper, weil er so weinerlich war aber bei weitem keinen Menschen der ihr gegenüber stand.  Rasui oder sein Klon, tat zumindest bedingt etwas wovon sie sich angegriffen fühlte. Er bedachte ihren schmalen Körper, bevor er sie direkt anblickte und dabei dennoch hinter den Haaren nicht hervor kam. Für den Alltag. Sagte sie wage und überlegte ob es klug war heraus zu schreien, dass sie nicht wusste wo ihr ganzer Schrank überhaupt stand, wenn sie den einen gehabt hatte. Sie wusste nicht einmal ob sie einen großen oder kleinen besessen hatte, was ihr Lieblingsstoff war oder ob ihr Geschmack von Mode im allgemeine eher gegen null ging. Sie würde es vielleicht heraus finden, wenn er ihre etwas anbot aber so konnte sie nur feststellen, dass sie kein Gewand tragen wollen würde welches in einen der offenen Särge passte. Wenn ich wirklich bekämpft wurde ist es ein Wunder das ich noch nicht in einem Sarg liege und beweint werde. Habe ich überhaupt jemanden außer Falk? Wenn dem so war würde man sie suchen, aber sie hatte nicht das Gefühl, dass Falk sie mit nahm, weil sie sich so nahe standen. Auch wenn er unempathisch war schien er sie nicht alleine versauern lassen zu wollen. Also musste er sich doch irgendwie mögen, oder sein Mitleid war einfach astronomisch. Am besten mehr als eine „Gewandung“. Was Frauen so brauche, was praktisches, was Schönes, etwas um jemanden zu beeindrucken. Sie deutete mit der Hand auf ihr weißes Kleid als wäre es das schlimmste was sie besaß. Irgendwas das mich nicht wie ein Kind wirken lässt. Eigentlich liebte sie das Kleid auf ihre verdrehte Art und Weise. Es war von Falk – geklaut oder nicht war nebensächlich – und der Mann war irgendwie alles was sie hatte. Es war faktisch ihr erstes Geschenk gewesen nachdem er offenkundig ihr Leben gerettet hatte. Der Tag dieses Geschenkes war nun auch offiziell ihr Geburtstag, ob der Rotschopf das wollte oder nicht war ihr egal. Irgendwo schien also doch noch etwas starkes in ihr zu verweilen, ebenso wie etwas eitles, etwas das wusste das Mädchenkleider nicht immer an ihren Körper bleiben konnten. Leider fiel ihr ebenso auf das sie sich nicht schlecht fühlte als er sich verbeugte, als wäre sie es gewöhnt das Leute vor ihr kuschten, oder sich mühe gaben. Dennoch schritt sie auf leisen Sohlen seiner Hand nach und nahm auf einem der dunkeln Sofas Platz. Den Blick halb in den Raum, halb auf die Straße gerichtet konnte sie sich des Eindruckes nicht erwehren, dass sie es nicht mochte Dinge hinter sich zu haben. Hatte man versucht sie zu erstechen oder sonst etwas? Jeder Tag an dem sie mehr über sich heraus fand war seltsam. Jede Macke die sie bemerkte schien fremd und doch tat sie viel einfach so und es gab unendlich mehr das sie daran stört als nur das was sie dann auch mal wirklich tat. Alleine wie sie sich setzte, den Rücken gerade, Kopf aufrecht, Beine zusammen und leicht zur Seite geschoben als würde sie noch immer Absätze tragen. Die Hände waren im Schoß übereinandergelegt sodass man ihre Verbrannte linke Seite sehr gut erkennen konnte. Ironischer Wiese lag die verbrannte Seite immer oben, als wäre es natürlich die Wunden zu schau zu tragen. Eine Zeit lang hatte sie überlegt die Narben wieder zu verdecken doch es war quälend und sie störte sich nicht daran. Immerhin hatte sie nur einmal dieses Feuer gesehen und geahnt, dass alles von diesem Moment herrühren musste. Ihr blick fixierte das Sofa auf dem sie saß und sie versuchte zu erraten was für ein Material es war, aber nichts in ihrem Kopf klickte. Offensichtlich hatte sie keine Ahnung davon aus was für Dingen Möbel waren. Den Stoff ihres weißen Kleides konnte sie auch nicht benennen, er kratze nicht und mehr war uninteressant.  Wenn sie drei Outfits bekommen würde wäre sie schon sehr glücklich und wenn das Geld dafür reichte um so mehr. Irgendwie ging sie nicht davon aus, dass es Falk kümmerte was sie aussuchte, er hoffte wohl mehr, dass sie danach eine Zeit lang ruhig war und sich nicht mehr darüber beschwerte wie dreckig sie immer war. Wer hielt es auch aus ständig dreckig zu sein, als mal im ernst? Vielleicht meckerte sie wirklich ein wenig als sie es tun sollte in ihrer Dankbarkeit, doch es schien längst überflüssig all diese Dinge zu sagen. Immerhin hielt sie den Mund, wenn Falk sie darum bat – irgendetwas musste ja löblich an ihr sein. Außerdem musste er ihr zugute halten, dass sie nicht darauf gepocht hatte ihn mit zu nehmen, obwohl sie sich hier furchtbar unwohl fühlte. Kein Wunder nach seiner Feuer Konfrontation.
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Re: [Zukunftsmusik] Das tapfere Schneiderlein und sein Hündchen

Beitrag von Nisshoku Rasui am Do Sep 29, 2016 8:49 pm

°oO(Ah, für den Alltag. Welch lakonische Umschreibung für das Shopping-Weib-Phänomen. Die ist wohl eher zufällig hier reinspaziert. Oder hat den Laden von einer Freundin empfohlen bekommen. Hat vermutlich keine Ahnung, welche Klientel hier für gewöhnlich abgefertigt wird und verschwendet keinen Moment damit, sich einmal der Frage zu widmen, ob das hier nach einem der Läden aussieht, in dem sie für gewöhnlich verkehrt. Na wunderbar. Welch ein Glück, dass ich nicht auf die Erträge dieses Nicht-Ladens angewiesen bin. So kann ich frei mit meinen Kunden verfahren wie ich will. Und die kriegt die Spezialbehandlung. Lass mal sehen; weißes Kleidchen, unscheinbares Aussehen. Jep, die kriegt Nieten, Leder und irgendwas, mit dem ich dieses Gesicht verdeckt kriege. Da liegt irgendwas in ihren Augen, dass ich garnicht ab kann.)

Sonderlich angetan war Klon-Rasui schonmal nicht vom Neukunden. Die drei kleinen Zauberworte „Für den Alltag“ ließen sein Gesicht für einen Moment in sich zusammenfallen, ehe die grinsende Fassade wieder aufgebaut und mit kräftigen Spackschrauben arretiert war. „Für den Alltag“ stellte er hier so gut wie nie was her. Eigentlich sogar wirklich nie. Es gab zwar im weitesten Sinne etwas wie den „Shinobi-Alltag“ aber das war dann doch immer etwas völlig anderes, als der hunzgewöhnliche, mit überbordender Langeweile gefüllte, Stadtalltag, wie ihn nutzloses Zivilistengezücht jeden Tag aufs neue zu bewältigen hatten. Nochmals glitt Klon-Rasuis Blick über die Neukundin, diesmal wesentlich unauffälliger, mit simplen Augenbewegungen, verborgen hinterm silbernen Vorhang. Das zweite Urteil fiel etwas milder aus. Ja, sie wirkte immernoch wie ein unscheinbares Stadtmäuschen, aber da waren dann doch gewisse Ungereimtheiten die das nach Außen getragene Bild etwas ins Wackeln brachten. Als sie ihren Bekleidungswunsch etwas, mit Betonung auf das „Etwas“, weiter ausführte, lies sie am Ende noch fallen, dass sie nicht wie ein Kind wirken wollte. Gut, viele Frauen wollten erwachsen wirken, aber am Ende steckte in ihrer Kleidung dann doch immer noch etwas mädchenhaftes, junges. Zumindest bei jenen einfachen Seelen, die Rasui noch am ehesten mit diesem Mäuschen in Verbindung gebracht hätte. Als sie sich dann setzten, schlug ihm die Realität einen sprichwörtlichen Ziegelstein ins Gesicht. Verbrennungen! Wie war ihm das bisher nicht aufgefallen? Hatte er Mängelerscheinungen? Das warf kein gutes Licht auf den Hersteller! Als Klon-Rasui sich der Neukundin gegenüber auf dem anderen Sofa niederlies, knallte er die Arme auf den Tisch, stützte den Kopf auf den Händen ab und widmete der Frau seine ungeteilte Aufmerksamkeit. Ein gewöhnliches Weibchen war sie nicht mehr in seinen Augen. Welches gewöhnliche Frauenzimmer, und sei es noch so uninteressiert an der Umgebung, war durchgehend unbeeindruckt von seiner Inneneinrichtung? Da saß sie nun, leicht angebrannt, das gruftige Ambiente an sich kaum wahrnehmend und mit bestenfalls wachsamem Blick in den Raum und auf die Straße blickend. Wachsam. Ja, die Vokabel passte. Wie eine Kunoichi. Aber dazu passten dann andere Dinge nicht. Kunoichi erschienen nie so wie sie gekleidet in seinem Laden und verlangten schon garnicht nach Kleidung „für den Alltag“.
"Wenn ihr eine Kunoichi seid, könntet und solltet ihr mir das auch sagen. Kleidung für den kämpferischen Alltag sind nicht nur quasi mein Spezialgebiet." Aber war sie eine Kunoichi, warum verlangte sie dann nicht sofort nach dem, was sie brauchte? Fragen über Fragen. Sie wirkte ein wenig so, als wüsste sie garnicht, was sie wirklich will. Was ihn wieder an die Shopping-Schlampe denken lies. Jenes Klischee einer blondierten Schnalle, die das Geld ihres sicher nicht mehr lange reichen Gatten mit beiden Händen zum Fenster rauswarf, für Klamotten, die sie weder interessierten noch mehr als einmal ihren Körper bedecken würden. "Ihr habt aber sicher mehr als nur diese vage Vorstellung von eurem zukünftigen Outfit, hm? Sonst spaziert hier hier mit einer Spitzen-Küchenschürze raus. Die ist praktisch, schön, beeindruckend und unkindisch." Von irgendwoher zog Klon-Rasui Stift und Papier. "Fangt an, erzählt. Erzählt mir von euch. Je besser ich euch verstehe, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass ich euch zufriedenstellen kann." Entweder das, oder er arbeitete einfach ins Blaue hinein und schneiderte ihr etwas auf den Leib. Der reinen Optik nach fiele ihm sicher schnell etwas ein. Auf jeden Fall würde er ihre Verbrennungen irgendwie bedecken wollen. Nur, ob sie am Ende mit Stil, Farbe, Länge, Stoff oder Schnitt, nebst anderen Faktoren, zufrieden war, stand auf einem gänzlich anderen Blatt.
Einem Blatt, dass, wie Klon-Rasuis Notizzettel, nun vermutlich erstmal ein wenig in Bewegung geriet, den Original-Rasui traf ein! Neben der Tür nach draußen und der Tür zum „Mitarbeiter-Bereich“ gab es noch eine dritte Tür im Laden. Eine unscheinbare weiße Seitentür, welche ins Innere des Gebäudes führte, zu den Räumlichkeiten der ehrbaren Totenpflege und Bestattungsvorbreitung, sowie Rasuis Büro und den Toiletten. Eben jene dritte Tür wurde nun mit einem Mal aufgerissen und der echte Rasui, seinem Klon wundersamerweise wie aus dem Gesicht geschnitten, schwang sich in den Laden. "Hallöle, der Chef ist nun auch endlich da. Was liegt den an, wie liegt der Fall?" Sprachs und war mit einem Satz auf dem Sofa, neben seinem Klon gelandet. Neugierig warf das Original einen Blick auf Klon-Rasuis Notizzettel, der noch ein wenig arg leer war, und lies sich in geflüsterten knappen Worten mitteilen, was der Klon bisher zur Neukundin zu sagen hatte. Das Originals Züge lieferten dabei keinerlei Auskunft darüber, was er über die Gesamtsituation dachte. Erst, als er sich der Kundin zuwandte, war etwas vage in seinem Gesicht erkennbar. Interesse.
"Pflegen wir doch erstmal die unliebsamen Floskeln. Eine Vorstellung muss sein. Ich kenn mich besser als sie, fangen wir also bei mir an. Nisshoku Rasui. Schwarze Schildkröte, Bestatter und Schneider in einem." So streckte er ihr, artig vorstellelt, eine Hand entgegen. Zum Gruße und in Erwartung ihrer eigenen Vorstellung. Es sei den, sie bevorzugte es, nurnoch die „Neukundin“ genannt zu werden.

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Re: [Zukunftsmusik] Das tapfere Schneiderlein und sein Hündchen

Beitrag von Yuki Amaya am Sa Okt 01, 2016 8:41 pm

Ihre Blick wurde ein wenig trüb als ihr Gegenüber sie als eine Kunoichi bezeichnete. In ihrem Kopf begann etwas zu arbeiten, als suche es eine Bild für dieses Wort. Doch sie erinnerte sich nur an ein Spiegelbild ihrer Selbst in der knappen Kleidung welche sie bei ihrem Erwachen getragen hatte. Ein weiblicher Shinobi – sehe ich so aus oder war ich das einmal? Es kam keine Flut von Bilden nur ein einzelnes in dem eine Schneeflocke zwischen ihren Fingern tanzte. Schnee schien nicht in dieses Dorf zu passen und auch nicht in das was sie als Definition in ihrem Kopf hatte. Seine Frage verunsicherte sie auf eine seltsame Art und Wiese. Sie schien etwas zu besitzen, dass ihn zu diesem Schluss kommen lies, aber ihr fiel nicht ein was dies sein konnte.  Wenn sie es gewusst hätte würde sie es bestimmt sagen, aber sie wusste es nun einmal nicht, sie konnte nur raten. Ob dieser Fakt sie interessant machte? Einen Moment lang sah sie ihn an, bevor sie den Blick wieder durch den Raum schweifen lies. Sie hatte sich nicht groß verteidigen müssen und sie war froh darum sich nicht für einen Mörder halten zu müssen. Einer Heimat dienen war ja gut und schön aber, dass sie sich dafür mit Blut beschmutzen musste? In diesem Moment wollte sie wirklich keine Kunoichi sein. Ich habe nicht vor damit zu kämpfen, sagte sie ausweichend. Immerhin war dem so. Kämpfen schien ihr nicht schön zu sein und wenn ein Feuer von Falk sie schon so durcheinander brachte, wollte sie gar nicht wirklich kämpfen. Auch auf seinen nächsten Ansatz fiel ihr Spontan nichts ein. Mehr als eine vage Vorstellung von Kleidung? Wieder verneinte etwas in ihr. Eine Schürze war nichts, dass sie wollte und doch war sie sich nicht einmal sicher, ob sie ein weiteres Kleid wollte oder eine Hose. Unter etwas Schönes konnte sie sich auch nichts vorstellen – irgendwie war in ihrem Kopf alles auf schlicht gepolt. In ihrem Kopf versuchte sie wieder einen Kleiderschrank entstehen zu lassen und ihn zu füllen, doch alles was sie sah war das gleiche Kleid was sie trug, den Mantel von Falk und die Kleider die sie an gehabt hatte, als sie erwacht war. Drei Outfits. Ein Kleid zum ausgehen, ein Kleid für den Alltag, vielleicht etwas dicker und ein letztes mit Hose und irgend einem Oberteil. Ob das genau genug war? Sie konnte sich in diesem Moment wirklich nichts genaueres vorstellen.  Gab es überhaupt eine Möglichkeit, dass sie zufrieden mit dem war was er ihr präsentierte? Immerhin schien die grobe Richtung des Ladens nicht das zu treffen was sie spontan bevorzugte. Sie konnte ja immer noch bei den Farben meckern oder bei dem Stoff, wenn er sich unwohl über ihren Narben anfühlte. Ob er wirklich Maß nehmen würde, ob sie vor ihm auf und ab gehen müsste um etwas vernünftiges für sie zu schneidern? Panik flammte in ihr auf, Panik die sie nicht einordnen konnte die aber unweigerlich mit ihrem Körper zu tun hatte. Bevor sie jedoch hysterisch wurde trat ein Ebenbild des Mannes aus dem nichts in den Raum und verdrängte die Hysterie. Sie glichen sich bis auf das letzte Haar, der neue schien jedoch eher gelassen, nicht so steif wie sein Klon. Diese Welt überforderte sie immer und immer wieder. Feuerbälle, Leute die sie tot sehen wollten und Doppelgänger. Vielleicht verstörte sie die spontane Lebendigkeit in diesen Räumen auch einfach, etwas das sie von Natur aus nicht zu besitzen schien. Hallo, echote sie einen Moment unschlüssig ob sie sich angesprochen fühlen sollte. Mensch eins und zwei steckten die Köpfe zusammen und kurz darauf ging es dann auch schon wieder um sie. Als wäre seien Hand ein Monster oder etwas tödliches bedachte sie diese einen Moment und spürte das aufkeimende widerstreben dagegen sie zu ergreifen. Sacht hob sie die verbrannte Hand um die gesunde frei zu geben und ihn selbstsicher anzublicken. So fremd sie sich hier auch fühlte, es gab nichts, dass sie ängstlich wirken lies. Egal wie viel Angst sie hatte, sie war unfähig sie zu zeigen. Seitdem sie ausgerastet war hatte sie sich nie wieder so hilflos gefühlt. Irgendwie fühlte sich Amaya immer stark und selbstsicher und es schien als würde ihr Körper meist das wett machen, was ihr Geist nicht leisten konnte. Meine Name ist Amaya und ich kenne mich genau so gut wie euch, gab sie zu und lies seine Hand los. Ich bin eine Frau mit Brandnarben und auf der Suche nach einem zu Hause. Ich kann euch nicht sagen was ich von Kleidung erwarte, ich habe keine Ahnung von ihr oder dem was ich mag. Ihre Stimme hatte einen leicht ironischen Ton angenommen und doch klang eine Spur von Trauer mit. Sie hatte sie daran gewöhnt nichts zu wissen und es war ok, in diesen Wochen des Reisens mit Falk war es vollkommen in Ordnung gewesen. Er war gut zu ihr und das lies ihr Hoffnung darauf, dass sie wirklich ein netter Menschen gewesen war, obwohl alles was sie sagte aus jammern oder Ironie bestand. Sie besaß die stille Hoffnung das es besser war das nichts in ihren Kopf zu akzeptieren, als es heraus zu fordern. Ist es etwas besonderes die schwarze Schildkröte zu sein? Ich glaube nicht das ich so einen Titel besitze. Aber ich habe auch keinen Nachnamen Ein wenig naiv war die Frage vielleicht, zeigte sie doch all die Unwissenheit die sie besaß. Aber irgendwie war es unglaublich ehrlich – als wäre sie dazu angehalten die Wahrheit zu sagen. Irgendjemanden hatte sie dazu angetrieben oder sie hatte jemandem vertraut. Jetzt konnte sie nur Falk vertrauen und da der ihr nicht geraten hatte alles zu verbergen – nicht einmal ihren Namen – war sie einfach das bisschen was sie noch sein konnte. Offen, selbstironisch und viel zu oft weinerlich. Offensichtlich bestand keine Gefahr, dass man sie hier kennen konnte. Ein weiterer Hinweis darauf, dass sie von den Inseln kam. Wohl aus Chigiri, wenn man bedachte, dass Falk behauptet hatte sie hätte gekämpft. Sie wollte kein Kämpfer sein, sie wollte nicht aus einem Dorf stammen von dem sie wusste, dass es dort blutig zuging. Was braucht ihr alles für meine Kleidung? Wie viel zeit brauchte es zu Nähen und sich etwas auszudenken. Ob sein Kopf schon am arbeiten war?
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Re: [Zukunftsmusik] Das tapfere Schneiderlein und sein Hündchen

Beitrag von Nisshoku Rasui am Di Okt 04, 2016 10:54 pm

°oO(Na, wollen wir mal hoffen, dass sie mich nicht allzu gut kennt. Am Ende ist sie noch eine von Asgars Spionen, die dazu angehalten wurde, mal heimlich hinter mir her zu schnüffeln und zu sehen, was ich so anstelle, wenn ich nicht persönlichst im Büro vorzufinden bin. Andererseits hat sie scheinbar wirklich keine Ahnung, was mein Titel bedeutet, so wie sie nichtmal eine Ahnung von ihrem Nachnamen hat. Vielleicht ist auch der Name „Amaya“ letztlich nur behelfsmäßiger Natur, weil sie ihren wahren Namen zur Gänze losgeworden ist. Muss Scheiße sein, mit Brandnarben und ohne Gedächtnis aufzuwachen, nicht mal ansatzweise begreifend könnend, was man verloren hat. Gut, dass es mich nicht getroffen hat. Wäre eine Katastrophe, da müsste ich bei meinen Puppen-Forschungen ja wieder ganz vorn anfangen. Und ich will nicht nochmal drei Tage auf dem Klo verbringen müssen, nur um einen verdorbenen Klumpen Lachs, der am Vortag noch ganz appetitlich ausgesehen hatte, aus meinem Verdauungstrakt zu kriegen, nur um im Vollzug dessen auf die selten geniale Idee zu kommen, einen unsterblichen Jashinisten zur Menschenpuppe umzufunktionieren! Andererseits wäre partieller Gedächtnisverlust manchmal nicht schlecht. Würde helfen, die olle Gerümpelkiste, die sich da mein „Hirn“ nennt, ein wenig auszumisten. Dann würden auch endlich Altlasten, wie meine verstoßene Tochter, kriegen, was sie verdienen.)

Drei Outfits wollte die Dame also. Eine passende Notiz wurde angefertigt. Etwas zum Ausgehen, etwas für den Alltag (wobei Rasui eine, unterm Haarvorhang verborgene, Augenbraue lupft, da die Kundin anfügte, es dürfe etwas „dicker“ sein … dicker … Chikyû!) und irgendwas mit Hose und Oberteil. Leger also. Das war ja schonmal ein Anfang. Nur der Part mit dem „etwas dicker“ würde noch besprochen werden müssen. In Chikyû war „etwas dicker“ ja meist schon zu dick, bei den Temperaturen. Aber Rasui war da sicher der falsche, um da was zu kritisieren, immerhin lief er ja stets in Leder und Schwarz herum. Auch nicht ganz dem hiesigen Klima angepasst, aber dass war etwas ganz anderes.
Die Kundin, die sich schlicht als „Amaya“ vorstellte, lies nun die Infobombe schlichthin platzen, als sie ihm mehr oder weniger offenbarte, dass sie ihr Gedächtnis verloren hatte. Anders konnte Rasui ihre Worte zumindest nicht deuten. Sie kannte ihn ebenso gut wie sich selbst, suchte ein Heim, hatte keine Ahnung von Kleidung und wusste noch nichtmal, was sein Titel bedeutete. Beide Rasuis lehnten sich angesichts dieser Information erstmal zurück und schwiegen eine Weile. Die Stille des Ladens wurde nur unterbrochen vom leisen Trommeln zweier schwarzer Schildkröten, die im ewigen Zwang der Selbstbeschäftigung einfach die Finger nicht ruhig halten konnten und nun gegen die Seiten des Sofas schlugen. Schließlich fragte Original-Rasui mal ganz direkt "Wo wohnt Ihr dann, wenn Ihr ein Heim sucht? Wovon plant Ihr, dies hier zu bezahlen? Habt Ihr einen reichen Gönner, denn allzu billig sind meine Dienste nicht. Würde es nicht auch ein Einkauf in einem hiesigen Bekleidungsgeschäft tun?" Das war nur ein kleiner Teil der Fragen, die ihm gerade im Oberstübchen herumwuselten. Mit der Rückkehr seines altbekannten breiten Grinsens folgte dann aber noch eine, mehr oder minder (eher minder) wahrheitsgetreue, Erklärung seines Titels. "Schwarze Schildkröte bedeutet eigentlich nur, dass ich der Prinz von Kame no Kuni, dem Land der Schildkröten bin. Der Adel trägt da immer einen Schildkröten-Titel und die Farbe Schwarz bedeutet in dem Kontext eigentlich nur, dass ich abgetaucht bin, um dem gerade tobenden Erbfolgekrieg zu entgehen." Ein großer Haufen zusammengelogener Mist und, wie üblich, im Brustton völliger Überzeugung ausgesprochen. Manchmal fielen ihm die Lügen einfach wie selbstverständlich aus dem Mund. Er brauchte ihnen nurnoch Ton und Stimme zu geben. "Aber genug von mir, reden wir weiter über Sie. Genauer gesagt, ihren Auftrag, so Sie hier wirklich Kleidung bestellen möchten."
Mit einem kurzen Klaschen der Hände signalisierte er seinem Klon, dass es an der Zeit war „IHN“ zu holen. Eilfertig ging Klon-Rasui dem Befehl seines Meisters nach, sprang auf und wuselte in den hinteren Bereich des Ladens, von wo er den großen Katalog einer örtlichen Warenhauskette nach vorn schleppte. Es war ein fassschwerer Foliant, vollgestopft mit Bildern ausdruckslos dreinstarrender Models, die die aktuelle Mode des Quartals zur Schau trugen. Rasui, der sich um Bekleidungs-Copyright genauso scherte, wie um seine leibliche Tochter, lies seinen Klon den Wälzer vor Amaya abladen, öffnete das Urwerk chikyû'schen Klamotten-Shoppings, überschlug die diversen Kapitel der Shinobi-Kleidung und wies mit einladender Hand auf die folgenden Kapitel voller möglicher Kleider für die werte Neukundin. "Wenn Sie noch keine Ahnung haben, was Sie eigentlich wollen, hier wären mal ein paar Beispiele. Machen Sie sich mal ein Bild davon, was alles möglich ist, dann können wir mehr ins Detail gehen. Darfs derweil was zu trinken sein? Kaffee, Tee? Könnte eine längere Sitzung werden, so arglos wie sie an die Sache herangehen." Klon-Rasui würde sich schon um alles weitere kümmern. Gehörte zum Service des Hauses.
Um Amaya ein wenig Zeit zum ungestörten Stöbern zu lassen, erhob sich Original-Rasui von seinem Sofa und huschte durch den Laden, hier und da ein paar der viel zu lebendig wirkenden Schaupuppen verrückend und in diversen Ecken nach, für Amaya im Frage kommenden, Kleidern suchend. Manchmal schien es gar, als bewegten sich die Schaupuppen von alleine. Kleidung ruschte wie von Geisterhand gezogen von ihren Holzleibern und neue Kleider, wie sie Amaya vielleicht sogar gefallen könnten, nahmen Platz an deren Stelle. Rasui hatte nicht viele weibliche Kunden, die sich schöne Kleider wünschten, daher war seine Auswahl gerade ein wenig begrenzt. Aber gerade deswegen begann dieser mögliche Auftrag ihn ja langsam zu reizen. Immer nur Anzüge und Kleider für die letzte Ruhe anzufertigen, oder Shinobi-Kleidung zu nähen, wurde auf Dauer ja auch langweilig. Auch ein gestandener, lederner Bursche wie er sehnte sich ab und an danach, einfach mal ein schönes Sommerkleid zu entwerfen. Nicht dass er sie selbst tragen würde! Zumindest nicht in der Öffentlichkeit.

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Re: [Zukunftsmusik] Das tapfere Schneiderlein und sein Hündchen

Beitrag von Yuki Amaya am Fr Okt 07, 2016 12:03 pm

Der Kerl hörte gar nicht auf ihr ein Loch in den Bauch zu fragen. Das er wissen wollte woher sie das hier bezahlen wollte war berechtigt. Der Rest war nunja – eher anstrengend. Ihr Kopf begann von den ganzen fragen weh zu tun. Wer wie wo was – alles Dinge die sie sich nur schwer merken konnte und unweigerlich eine Hand an ihre Schläfe drückte um diese zum massieren. Es dauerte einen Moment bis sie Ordnung in seine Fragen brachte, sie einzeln abrufen konnte und langsam, sehr langsam eine Antwort gab. Ich wohne in diesem komischen Turm den man von überall sieht. Ich habe einen spendablen Gönner und ein Blonder Kerl hat mich her geschickt. Ein Freund von meinem Gönner, wenn ihr es so wollt. Ihre Schläfe weiter massierend hielt sie den vernarbten Arm voran, drehte ihn einmal um und besah sich das Schriftzeichen, welches sie dort trug. Das ist gar nicht schwer Prinzesschen, du kannst das. Das hat Falk immer gesagt. Erinnre dich, erinnern dich Amaya. Einen Moment kniff sie die Augen zusammen, als würden ihr die Augen sonst heraus springen. Dann schlug sie diese wieder auf, starrte ihren Arm an und glitt mit den Fingern über das Zeichen. Ein leises poff und dann hielt sie einen Geldbeutel in der Hand, welchen sie – auf einmal wieder etwas selbstsicherer – auf den Tisch warf.  Mir wurde gesagt, dass reicht. Wahrscheinlich war es viel zu viel. Aber sie besaß kein Gefühl für Geld, oder dafür was ein Kleidungsstück kostete. Eigentlich hatte sie von nichts Ahnung. Sie wusste nicht das Rasui wirklich wichtig für dieses Dorf war, dass dieser Turm dem Kage gehörte und Falk mit ihm befreundet war. Sie verstand diese Leute nicht und war meist mit sich beschäftigt, wenn sie Falk nicht nach lief. Auch wusste sie nicht, dass sie vor dem Laden einem anderen mächtigen aus Chikyu in den Arm gelaufen war. Nichts wusste sie von diesem Dorf-  so wenig das sie einfach schluckte was Rasui da von sich gab. Ein Prinz der zu feige war um seinen Platz zu kämpfen. Irgendwie machte ihn das nicht besonders interessant. Er war vor einem Krieg davongelaufen und auch wenn sie selbst vor wem auch immer davon eilte, fand sie ihn durchaus feiger als sich. Immerhin hatte sie keine Ahnung. Also seid ihr einer dieser Prinzen, die nur noch den letzten Enthaupten um euren rechtmäßigen Platz einzunehmen? Ein wenig forsch würde man diese Frage wohl nennen, doch was kümmerte es Amaya? Sie war einfach nur neugierig  und wenn sie schon alles über sie Preis geben sollte, konnte er das ruhig auch tun. Doch ihm schien nicht der Sinn danach zu stehen mehr von sich zu erzählen. Es ging um sie – aber eigentlich ging es doch nur um das Geld oder? Ob es ihm wirklich reichen würde? Sie hoffte es. Sonst würde sie zu Falk laufen müssen und ihn mitziehen. Ob er wohl Lust hätte ihr dabei zuzusehen, wie sie sich in neue Kleidung hüllte? Sie wusste es nicht, zu oft wusste sie nicht wie sie zu dem anderen stand, was sie davon halten sollte wie sie ihm nach lief. Aber ohne ihn wäre sie nichts, verloren und alleine. Irgendwie wusste sie, dass sie nicht mehr alleine sein wollte. Als wäre sie es immer gewesen und als würde sie es nie wieder ertragen. Das klatschen des Mannes scheuchte sie aus ihren Gedanken heraus und sie sah zu wie einer der beiden durch den Raum sprang um was auch immer zu holen. Zurück kam Rasui eins mit einem breiten Buch – ein Katalog um jemandem zu erschlagen.  Darin sollte sie Kleidung finden? Ihr Schneider überschlug ein paar Seite, bevor er ihr das erste Kapitel zum Nachschlagen aufzeigte.  Alleine auf der ersten Seite wurde sie von Bildern erschlagen. Frauen die sich in kürzeren und längeren Kleidern über die Seiten schlangen, einmal mehr mit Ausschnitt, einmal weniger. Irgendwie sollten sie alle anziehend wirken und doch fand Amaya sie einfach billig und unschicklich. Dennoch begutachtete sie aufmerksam die ersten Seiten und blickte nur auf um ihm eine Antwort zu geben. Ich denke Tee wäre nicht vollkommen falsch. Aber wissen würde sie es erst, wenn sie den Tee in der Tasse hielt.  Zeit habe ich genug, denke ich. Sie dachte, sie wusste nicht – was wusste sie überhaupt. Sorglos begann sie über die erste Seite zu wandern und merkte schnell, was ihr nicht gefiel. Dinge mit tiefem Ausschnitt, die Farbe Rot, alles was irgendwie zu pompös wirkte. Alles mit Glitzer wurde ignoriert, ebenso wie hohe Schuhe und mit zu kurzen Ärmeln. Das erste Mal hielt sie vor einem Kleid in khaki inne und tippte darauf. Das ist ok. Schlicht und nicht aufdringlich. Ich glaube in diese Richtung möchte ich gehen. Ob ihm das gefiel? Einfach schlichte Kleidung in Khaki? Ihre Finger blätterten weiter und sie hielt auf ein weißes und ein Hellblaues Kleid. Bis sie diese wenigen gefunden hatte war sie bestimmt schon fünfundzwanzig Doppelseiten durchgeschaut. Aber wirklich begeistert war sie von nichts. Allgemein wirkte sie nicht besonders euphorisch bei den Dingen, die sie ansah. Ob sie damit älter aussehen würde? Nachdem sie alle Kleider durch hatte hielt sie einen Moment inne und blickte auf um ihren Tee anzusehen.  Reicht das für ein Kleid, oder brauchen sie noch mehr? Wieder ein Blick auf den Tee. Leichter Dampf waberte aus der Tasse und missmutig zog sie die Augen zusammen, bevor sie ihre Hand ganz sorgsam ausstreckte. Die Wärme schlug ihr entgegen und es dauerte lange, bis sie die Hand langsam um die Tasse legte. Es war offensichtlich, dass sie ein Problem mit der Wärme hatte. Eine halbe Sekunde später war der Dampf auf ihrer Tasse verschwunden und ein leichtes Muster von Eisblumen zog sich über die Tasse, ohne das Amaya es selbst gemerkt hatte. Als die Wärme fort war schien sich etwas in ihren Zügen zu entspannen und sie besah sich einen Moment die Oberfläche ihres Tees. Ob das reichen würde für eine erste Anprobe, oder ob sie sich direkt durch die Abteilung Casual arbeiten sollte?
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Re: [Zukunftsmusik] Das tapfere Schneiderlein und sein Hündchen

Beitrag von Nisshoku Rasui am Di Okt 18, 2016 10:21 pm

°oO(Turm? Blonder Kerl? Freund des Gönners? Rembrandt? Sagt mir nicht, die ist bei unserem Kage untergekommen!? Ist der jetzt eigentlich vollständig dem Wahnsinn verfallen? Irgendwelche halbverbrannten Niemande ohne Gedächtnis von der Straße auflesen und dann auch noch teuer einkaufen schicken. Wahrscheinlich auch noch von meinem Steuergeld! Gnarf, na wenigstens findet es so seinen Weg, mit ein paar Freunden, zurück zu mir. Recht so! Aber ich werde mal ein ernstes Wörtchen mit diesem blondierten Sugardaddy wechseln müssen. Vermutlich werden die Worte „Arsch“ und „Loch“ in diesem Wortwechsel hinreißenden Absatz finden. Und wer genau der ominöse Gönner sein soll, finde ich auch noch heraus. Der kann sich auch auf was gefasst machen!)

Könnte man hinter die Fassade aus silbernem Haar und unbewegten unteren Gesichtszügen blicken, würde man erkennen, wie sehr Rasui der Gedanke missfiel, dass Asgar, oder irgendwer sonst in seinem Umfeld, einfach Leute von der Straße auflas und im Kageturm unterbrachte. Nicht, dass es nicht eine noble Geste war. Aber sie waren Shinobi. Sie waren nicht dafür da, nobel zu sein. Sondern gemein, lebensgefährlich und geheimniskrämerisch. Und vor allem letzteres könnte doch wunderbar einfach torpediert werden, wenn man sich einen potenziellen Spion ins leibhaftige Zentrum des Dorfes holte. Wer weiß schon, ob diese Frau wirklich an Gedächtnisschwund litt oder ob sich der lange halten würde? Rasui kannte sich mit Siegeln gut aus und wusste daher vor allem von einem Siegel, mit dem man Teile seiner Erinnerungen löschen konnte. Gar so viel, dass man als jemand völlig anderes auftreten konnte, um sich als Schutzsuchender in eine Gesellschaft zu integrieren. Und dann, im rechten Augenblick: Puff!! Löst sich das Siegel und der Infiltrator weiß wieder, wer er ist und warum er ins Dorf eindringen wollte. Und noch dazu säße er, oder eher sie, in diesem Fall am begehrtesten Ort des ganzen Dorfes.
Aber vielleicht malte Rasui hier auch einfach mal wieder den Juubi an die Wand, indem er diese Idee gedanklich weiterspann. Konnte man der Paranoia zuschieben, oder einfach Rasuis Misstrauen. So oder so, als die Neukundin einen Geldbeutel beschwor und Rasui reichte, waren seine Zweifel erstmal beiseite geräumt. Geld regierte schließlich die Welt und die gute Frau hatte keinen blassen Schimmer, wie viel ihre Bestellung wirklich wert war. Vielleicht ja ihr Gönner, aber wenn der mehr hatte springen lassen, als unbedingt nötig, konnte er sich schonmal vom Wunschtraum des Wechselgeldes verabschieden. Das würde Rasui einbehalten. Als Trinkgeld, gewissermaßen.
Mit ein paar Schritten war Original-Rasui wieder am Tisch und nahm den Geldbeutel an sich und zählte flink den Inhalt. "Hmh, wird schon reichen." antwortete er in einem Tonfall, der erahnen ließ, dass es eigentlich ein bisschen zu wenig war, aber er diesmal bereit war, etwas weniger zu berechnen. War eigentlich ein Stück von der Wahrheit entfernt. Es war mehr als nötig, aber das musste die gute Frau ja nicht wissen. Und Rasui war froh, mal wieder etwas schauspielern zu dürfen. Vor allem jetzt, da ihm seine wie natürlich von den Lippen gleitende Lügnerei eine neue Rolle auf den Leib geschneidert hatte. Die des verlorenen Prinzen, der eines Tages in seine Heimat zurückkehren wird, um seinen letzten Kontrahenten und Anwärter auf den Thron niederzuschlagen. "Wer spricht den bitte von Enthauptungen? Ich möchte doch als etwas zivilisierter verstanden sein. Schließlich hatte ich an etwas … sinnlicheres gedacht. Eine öffentliche Verbrennung zum Beispiel." „Sinnlich“, der Wortwitz des Tages. Der Gedanke dahinter: Verbrennungen schlugen durch ihren Gruch einen Sinn mehr an, als Enthauptungen. Ganz prinzlich und royal, ließ sich Rasui nun wieder auf dem Sofa nieder, drehte Däumchen und wies seinen Knecht, Klon-Rasui, mit einem hochnäsigen Nicker, ganz wie es sich für eine Hohet gebürte, an, Tee zu machen. Dem ging Klon-Rasui natürlich eilfertig und mit einer Menge gekatzbuckel nach. Und er tat es so geschwind wie möglich, denn beim Teekochen kamen Rasui immer ungute Erinnerungen an verhasste Tee-Zeremonien hoch. Es gab kaum ein Getränk, dass Rasui mit so viel negativen Erinnerungen verband wie Tee. Gegen das Getränk selbst hatte er nichts. Aber es war für ihn eben nur ein Getränk. Und nichts, was man in stundenlangen Prozessionen zubereitete und mit dem Gesichtsausdruck einer unter Narkose abkalbenden Kuh zu sich nahm. Leider wusste Rasui nichs über die Teevorlieben seiner Kundin. Ein Schicksal, dass er wohl mit Amaya teilte. Wie man es auch drehte und wendete. Daher lies er Klon-Rasui einfach irgendeinen gerade vorhandenen Tee zubreiten. Aus der reichhaltigen Auswahl, die von Jasmintee bis Jasmintee reichte, wählte Klon-Rasui den klassischen Jasmintee aus. Serviert in schlichtem weißen Porzellan, dampfend und von grüner Farbe, harrte der Tee nun in einer Tasse, vor Amaya auf den Tisch gestellt, des Konsums. Auch Original-Rasui bekam eine Tasse hingestelt, aus welcher er, nach kurzem Pusten, auch sogleich trank. Etwas heiß. Aber wenn man Rasui irgendwas zum essen oder trinken hinstellte, war er niemand, der lange damit warten ließ. Ungedachtet der Konsequenzen, wie einem dezenten Gefühl innerer Verbrennung, als sich der Tee seinen Rachen hinab ergoß. War Verbrennung nicht gerade noch Gesprächsthema gewiesen? Sollte das ein Wink des Schicksals sein, sei er hiermit ignoriert.
Als Amaya schließlich ihre erste Auswahl getroffen hatte, nickte Rasui schweigsam und besah sich die präsentierten Bilder. Dann schrieb er sich die jeweiligen Referenznummern aus dem Katalog auf seinen Notizzettel und grinste wieder breit. "Es ist ein Anfang. Schön, das wir Fortschritte machen. Sie können gerne noch etwas weiter blättern. Wenn sie bereit sind, werde ich ihre Maße nehmen." Zwecks des Abmessens, hatte Klon-Rasui schon das Maßband bereit. "Ich weise auch darauf hin; Wenn ihnen das Abmessen unangenehm ist: wir haben da Alternativen." Im Sinne von einer Alternative. Dem Steuern des Maßbandes per Kugutsu no Jutsu. Hatte Rasui schon ein paar Mal geholfen. Ein paar weibliche Kunden stellten sich beim Abmessen, gerade um die Brust herum, aber auch trefflich dämlich an. Um nicht zu sagen, herzzerreißend kindisch. Manche waren gar so scheu, dass sie die Vorstellung der beinahe Berührung eines Mannes förmlich umhaute. Andere unterstellten ihm niedere Absichten. Tz. Alsob er die nötig hätte. Er war Shinobi. Und Henge no Jutsu, kombiniert mit Schattendoppelgänger, ermöglichte einem in einsamen Momenten mehr, als simples Abmessen je zulassen würde. Da bekam die rüde Aufforderung zur Eigenpenetration gleich eine ganz neue Bedeutung.

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