Atarashi Sho

Naruto RPG # 3 Reiche # FSK 16

Das Atarashi Sho ist ein Rpg Forum das in der Welt des bekannten Anime/Manga Naruto spielt. Wir haben ein FSK Rating von 16, sowie einen FSK18 Bereich. Wir versuchen jedem Mitglied des Forums seine vollsten Möglichkeiten zu gewähren, solange das Konzept in die Geschichte des Forums passt und nichts "zu stark" ist. Unsere Geschichte spielt in einer weit entfernten Zukunft des originalen Manga. Naruto starb vor 1000 Jahren und seit jeher ist vieles geschehen. Die Reiche lebten in Frieden doch dies nicht lange. Kriege die die Welt erschütterten brachten viele Veränderungen und die Reiche überfielen sich nach und nach und so entstand eine neue Weltordnung. Konoha Gakure im Feuerreich nahm das gesamte Blitzreich mitsamt dem Dorf Kumo Gakure ein, Suna Gakure nahm ebenfalls ihren Nachbarn Iwa Gakure und das Erdreich ein und Kiri Gakure? Sie verfielen in alte Gedanken und gründeten erneut den Blutnebel, Chigiri. Wir leben heute, 1000 Jahre nach Naruto´s Tod in schweren Zeiten. Der Krieg ist beendet doch leben wir in einer kalten Kriegsphase. Chikyû jenes Reich das aus Suna und Iwa entstand hat ist das größte Reich. Die Hauptstadt tief unter der Erde verborgen und verbunden durch Tunnel. Konoha Tô das große Dorf des Waldes und letztlich Chigiri das Dorf welches Brutalität und Stärke förderte und einen kleinen Kontinent für sich einnahm.


Team

Saori Junji
Chiyo


Es fußt in Neid und Blut [Junji & Shotaro]

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Es fußt in Neid und Blut [Junji & Shotaro]

Beitrag von Shizuma Shotaro am Fr Dez 09, 2016 9:16 pm

-18 Jahre zuvor-

Yaten, Chûnin 1:
Mikazuki, Chûnin 2:
Hotarumaru, Co-Sensei:


Yukimira:
Kogitsune:
Shinji, Anführer:
Tadashi:
Uyeda:

Eingeweiht hatte man den Frischling bei seiner ersten B-Rang Mission. Er wusste, was seine Aufgabe war. Er wusste, was das Ziel war und unter welchem Umständen er wie zu agieren hatte. Aber trotz allem verlief der Weg zum Ziel anders als er hätte sollen. Shotaro war zusammen mit zwei weiteren Chûnin und zwei Jônin unterwegs. Eigentlich hatte der Hokage es so kalkuliert, dass die Kräfte der fünf ausreichen sollten, um eine Schmugglerbande zu stellen, die den ehrenwehrten Feuertempeln des Landes ihre rituellen Kampfinstrumente entwendet hatten. Die Einbrüche selbst waren unterschiedlich verlaufen. Einige spurlos, wo am nächsten Tag die Mönche beim Verteidigungstraining leere Kisten vorfanden. Andere brutal, die ohne Chance auf Gegenwehr abgemetzelt worden waren, weil sie die Waffenkammern zum falschen Zeitpunkt betreten hatten. Keiner wusste so recht abzuschätzen wie diese Männer und Frauen vorgingen. Sie hatten eindeutige Kenntnisse über die Schreine und ihre Architektur. Sicher waren sie keine Mönche, aber einer der Jônin hatte schon die Hypothese geäußert, dass es sich dabei um Veteranen anderer Länder handeln könnte, die in Zerfall und Flucht eine Gruppe gebildet hättet, um sich nun so zu bereichern. Und ihre jahrelangen Fähigkeiten im Elend zu Überleben und aus dem Säbelrasseln als Sieger hervorzugehen, halfen ihnen. Kampferprobt waren sie. Das hatte jeder im Team zu spüren bekommen.
Diese Diebe konnten sowohl mit Stahl als auch mit Chakra umgehen. Sie wussten Fallen zu stellen, Finten zu schlagen und Shotaros Team zu spalten, um sich jeden einzeln vorzunehmen. Den Teamleiter hatten sie zu zweit abgepasst, der die Jüngeren natürlich beschützen wollte, anstatt sie mit irgendeinem Risiko auszuliefern. Was aus ihm geworden war, hatte Shotaro nicht mitbekommen. Er war vom Co-Leiter zusammen mit den anderen beiden Chûnin abkommandiert worden den Rest der Bande zu verfolgen. Der Leiter kam angeblich alleine klar. Nachdem sie ihn hinter sich gelassen hatten, hörte man bereits Klingen aufeinanderprallen. Kurz darauf eine Explosion, die den Boden zittern ließ. Aber man hatte ihm untersagt umzudrehen und zu helfen. Es gab immer noch eine Mission.
Nur fiel ihm schwer dies zu glauben. Er fühlte sich so immens unter Druck wie auf kaum einer anderen Mission zuvor. Plötzlich wurde aus dem Schwertkampftraining blutiger Ernst und der 15-jährige Chûnin sah sich Menschen gegenüber, die auf sein Leben spuckten wie an eine Häuserecke. Ihn zu töten, wäre für sie wie das Beseitigen lästigen Ungeziefers. Diese ihn innerlich zerreißende Spannung wurde zum Verhängnis für das Team. Shotaro hatte bereits seinen Vater sterben lassen müssen auf einer Mission ohne ihm helfen zu können. Er wollte Strategie und Regeln ignorieren, um Verletzungen und Tote zu verhindern. Er wollte beschützen.
Der Weißhaarige klammerte sich verzweifelt an sein Katana und folgte seinem Team soweit, bis sie den Rest der Gruppe eingeholt hatten. Es waren drei Männer und eine Frau, die eine Kiste quer auf dem Rücken festgebunden hatte. Darin befanden sich haufenweise rituelle Kampfwaffen aus den Tempeln. Nicht nur, dass hier ein Glaube geächtet und heilige Stätten geschändet worden waren. Das trieb Shotaro noch weiter an. Natürlich bemerkten die dunkel gekleideten Männer die Truppe und teilten sich in eine Dreiecksformation auf, bevor der Co-Leader Shotaro überhaupt zurückhalten konnte. Sie sprangen bei dunklen Nachtwolken und nur schwachem Mondlicht durch die Baumwipfel der dichten Wälder des Feuerreiches, aber er konnte sie sehen. Sein Ziel war das Weib, das für ihn die Kanji von Ehrlosigkeit über dem Kopf trug. Shotaro ignorierte seine Kameraden, zog an ihn mit gezogener Klinge vorbei und preschte auf den ersten Mann zu, der hinter der Frau geblieben war. Dieser begrüßte ihn mit einem Katana in der einen Hand, und Raiton in der anderen. Die Zeit schien sich zu ziehen, während Shotaro versuchte dem wesentlich älteren Gegner Paroli zu bieten. Er sagte keine Wörter, sondern schrie nur vor Entschlossenheit ihn zu besiegen. Die anderen Chûnin mussten es jeweils mit den zwei anderen Kerlen aufnehmen, was sich aber ähnlich unfair gestaltete und sie zurückdrängte. Dabei gewann die Frau immer mehr Abstand und der Co-Leiter entschied sich mit einem Jutsu aufzuholen, bis ihn kurz hinter dem Weib mit erhöhter Geschwindigkeit ein Geschoss in die Hüfte traf. Er stürzte zwischen die Bäume, zog sich einige Schürfwunden zu und dann stand der Anführer der Schmuggler auch schon wieder zwischen seinen Freunden und Shinobi aus Konoha. Er hatte Blut an den Händen. Viel Blut. Und das Geschoss war der grob abgetrennte Kopf des Jônin gewesen, der sie angeführt hatte. In dieser Sekunde schien alles stillzustehen. Die Chûnin verloren die Fassung. Der eine wurde sofort ohnmächtig geschlagen mit dem Knauf eines Wakizashi, der andere wollte zu seinem Sensei laufen, bekam aber mehrere Kunai in den Rücken und Shotaro ging mit dem Katana auf seinen Gegner los, doch die anderen überwältigten ihn schon bald, trieb ihm das Schwert durch den Bauch und er fiel blutend zu Boden. Er sah noch wie seine Feinde sich auf den Weg in Richtung des anderen Jônin machten, der auf dem Boden hockte, wurde aber bewusstlos, bevor er sah, was sie mit ihm machten.
So lagen die Chûnin dort zu dritt im Gebüsch unter den Bäumen. Schwerverletzt und ohnmächtig, mit der Leiche ihres Anführers und ohne jegliche Spur von dem anderen Sensei. Nur ihr Glück, dass Ersterer in der Lage war vor seinem Tod ein Signalfûin zu aktivieren, das eine Notsignalortung zuließ. Die letzte Koordinate des Signals sollte Konoha alarmieren Hilfe dorthin zu schicken.


Zuletzt von Shizuma Shotaro am Do Dez 15, 2016 7:04 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Es fußt in Neid und Blut [Junji & Shotaro]

Beitrag von Hyuuga Junji am Mo Dez 12, 2016 11:55 pm

"Junji, du kommst mit.", zischte die kaum hörbare Stimme jenes Mannes an sein Ohr, den er nun schon seit einiger Zeit als seinen Sensei betrachtete. Der Hyuuga musterte das sorgenvolle Gesicht, dass ihn eindringlich beobachtete, ehe der Blick der stechend grauen Augen weiter zu seinen beiden Teamkameraden weiterwanderte.
"Ihr beide, ihr geht so schnell wie möglich zurück ins Dorf."
Er überreichte den beiden Jüngeren einen Rucksack und nickte ihnen zu, "Bringt das zurück, so wie es unser Auftrag war und erstattet einen vorläufigen Bericht."
Mit leicht verwirrtem Ausdruck und zittrigen Händen übernahm eine junge Kunoichi das Gepäckstück, doch es war nicht sie die die Stimme erhob, sondern ihr Partner.
"Was ist denn los, Sensei?", fragte ein recht hochgewachsener Junge, dem man seine Jugend allerdings noch ansah. Auch auf seinen Zügen konnte man Verwirrung erkennen, doch ebenso einen kleinen Funken Zorn. Junji wusste, woher diese Regung rührte, denn nicht zum ersten Mal hatte sich Kaguro beschwert, dass der viel jüngere Hyuuga ihm vorgezogen wurde. Der Genin aber schwieg und beobachtete die Szenerie nur, die jedoch auf ihn einen anderen Anschein hatte als sonst. Es war viel ernster. Etwas musste passiert sein, etwas, dass sogar seinen Sensei in einen dunklen Schleier warf, der sonst ein eher fröhlicher und offener Mensch war. Das Grinsen auf seinen Lippen war jedoch einer fast schon bösen, entschlossenen Grimasse gewichen, die auch, wenngleich langsam, auf Kaguro wirkte.
"Schluss, Kaguro.", zischte der Älteste in der Runde zurück, "Diesmal habe ich keine Zeit für Diskussionen. Ab zurück ins Dorf."
Sein Arm zeigte blitzartig in die besprochene Richtung und seine Gestik erstickte jeden weiteren Protest im Keime. Betreten nickte das Duo schnell und nach kurzem, unsicheren Zögern machten sie sich auf den Weg. Einen Moment lang blickte sein Sensei seinen Schülern noch hinterher, dann wandte er sich Junji zu, der mit neugierigem Gesicht darauf wartete eine Erklärung zu bekommen.
"Es gibt ein Problem. Die Dorfleitung hat mir über eine telepathische Übermittlung den Standort eines Notfuuin übermittelt und wir sind die einzigen, die in unmittelbarer Nähe sind."
Er schwieg einige kurze Momente und ein kühler Wind umspielte sie, brachte die langen, schwarzen Haare des Genin in Wallung, der nur schweigend nickte.
"Junji, das wird gefährlich. Ich habe die Anderen aus diesem Grund zurückgeschickt und auch wenn du schon sehr weit bist, für dich besteht große Gefahr, weshalb du genau meinen Anweisungen folgen wirst, ist das klar?"
Der letzte Satz wurde mit einem bedrohlichen Nachdruck gesprochen, den der junge Hyuuga nicht so recht verstand. Niemals zuvor hatte er einem Befehl seines Lehrers nicht Folge geleistet und auch diesmal sah er keinen Grund dies zu tun, weshalb es einen Moment dauerte ehe sein bestätigendes Nicken kam.
"Also los."

Wie ein Schatten in der Nacht war das Duo im Zuge eines Wimpernschlages verschwunden. Die beiden Shinobi rannten so schnell sie konnten in eine Richtung, von der nur einer wusste, dass sie stimmte. Noch niemals zuvor hatte Junjis Sensei ein derartiges Tempo an den Tag gelegt und der beinahe noch jungenhafte Hyuuga musste sich ordentlich reinhängen, um mit seinen kurzen Beinen Schritt zu halten, was ihm aber letztendlich doch gelang. Sie setzen über Stock und Stein hinweg, nicht einmal der langsam einsetzende Regen hielt sie in irgendeiner Weise zurück, auch wenn dieser das Vorankommen über die Baumwipfel und Äste durchaus erschwerte. Junji mochte die Nacht, die nun durch das fahle Mondlicht und das Wasser, welches sich aus dem Himmel ergoss, noch dunkler anmutete und ihn in die richtige Stimmung für eine drohende Gefahr brachte. Der Junge hatte sich dahingehend nie helfen können: Die Gefahr war etwas, dass ihn beflügelte, ihn antrieb, ihn immer weiter trieb. Niemandem hatte er von diesem Drängen bisher berichtet, doch er wusste, dass man ihm versichern würde, dass es eines Tages sein Ende bedeutete.
Ein verstohlenes Grinsen huschte über sein Gesicht, als er kurz nach seinem Sensei aus einer Buche hervorpreschte und abrupt auf seinen Befehl zum stehen kam. Sofort glitt sein Blick nach unten. Ein Shinobi seines Dorfes wurde mit einem Kunai im Rücken getroffen und fiel aus vollem Lauf zu Boden. Unsanft schlitterte er über den Boden, auf den bereits die ersten Tropfen gefallen waren, die mit ihnen gekommen waren.
"Du gehst zu dem Überlebenden und warte, bis ich bei dir bin, ehe du eine eventuelle Verfolgung aufnimmst, falls sie fliehen."
Die Adern an seiner Schläfe verdickten sich, als Junji ein weiteres Mal nickte und das eher kindliche Gesicht glich nun mehr dem eines Kriegers. Die sonst so leeren Augen gewannen an Kontur, und starrten noch tiefer in einen eventuellen Betrachter hinein als sonst. Mit seinem Dojutsu konnte der Hyuuga sehen, dass sein Sensei gerade zu spät kam, um dem armen Schlucker zu helfen, ehe er ein Schwert durch den Bauch getrieben bekam, doch das war nicht seine Aufgabe.
Vermutlich im Gegensatz zu den Meisten seines Alters, setzte sich Junji mit einer Ruhe und Gelassenheit in Bewegung, die in gewisser Weise einem gestandenen Krieger ähnelte. Sicherlich war er das nicht so recht, doch Angst verspürte der Genin nicht, keine Zurückhaltung. Der Anblick von Blut, er spornte ihn an. Lautlos huschte der Hyuuga noch vorn in eine besser Position, beobachtete den Shinobi, wie er sich aus seiner schlechten Position herauszukämpfen versuchte und es schaffte lange genug standzuhalten, bis Junji von oben hinab stürzte und die kämpfenden Parteien dadurch trennte, dass sich beide eine Ausweichbewegung nach hinten vollführten, als ein Hakke Kusho zwischen ihnen mit einem Krachen in den Boden einschlug, Staub aufwirbelte und nur langsam die Silhouette des Hyuuga preisgab. Er konnte genau sehen, dass sich das erst erstaunte Gesicht des fremden Shinobi in ein hämisches Lachen wandelte, als er sah, dass es ein Kind war, dass dort vor ihm stand. Junji ließ sich nicht provozieren, sondern stürmte ohne Vorwarnung nach vorn und machte innerhalb von einer Sekunde klar, dass sein Gegner sich zu früh gefreut hatte. Die anfängliche Überheblichkeit wurde ihm in jenem Moment zum Verhängnis, als er glaubte, den Angriffen des Jungen einfach zu entgehen. Sicherlich hätte er dies auch gekonnt, doch nicht unvorbereitet. Zwei Hiebe wurden zur Seite abgelenkt und blaue Chakraschwaden flogen zu beiden Richtungen wie ein kleiner Schimmer in die Nacht, doch der dritte Hieb traf. Genau in der Körpermitte legte Junji seine Hand beinahe sanft an und beobachtete, wie sein Chakra tief in den Metabolismus seines Gegners eindrang, wie es seine Atmung traf und den Takt seines Herzens aus dem Rhythmus brachte. Keuchend stockte der Mann in seinen Bewegungen und mit immer weiter aufgerissenen Augen bemerkte er, dass etwas ganz und gar nicht stimmte. Wieder ohne Zögern setzte der Hyuuga nach und auch ein vierter, gar fünfter Treffer landeten, was den Kampf beendete, ehe er richtig begonnen hatte. Mit einem Krachen kippte der massige Körper des Diebes zur Seite und dünne Fäden Blut rannen aus seinen Mundwinkeln, während sich seine Muskeln unnatürlich und immer wieder verkrampften. Junji kreiste mit seiner Rechten einmal durch die Luft in einer formvollendeten Bewegung des Juuken und nahm die Grundhaltung ein, wo er tief ausatmete.

(Da du ja gerade so ein bisschen "out of order bist", kannst du ja den Sensei und deinen Jounin steuern? Der Sensei kann auch ein Medic sein, dass du wieder teilhaben kannst! Very Happy)
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Re: Es fußt in Neid und Blut [Junji & Shotaro]

Beitrag von Shizuma Shotaro am Do Dez 15, 2016 8:14 pm

In ihrer provisorischen Karriere verrechneten die Gauner sich schneller bei ihren Gegnern, als ihnen lieb war. Bisher standen nur geplante Attentate auf ihrem Tagesplan, die strukturiert abliefen und bisher immer ohne Komplikationen erfüllt worden waren. Der Fünfer-Trupp sammelte die rituellen Waffen von den besagten Orten ohne Zwischenfälle außer ein paar Tote, die ihnen auf die Schliche gekommen waren. Sie stellten nach ihrer Eliminierung aber keine Probleme mehr dar. Doch ihr gemeinsames Räuberglück wurde schon länger beobachtet und schien sich nun zuzuspitzen. Vielleicht hatte jemand seine Verletzungen überlebt oder irgendwer hatte einen der Toten mit einem verbotenen Jutsu zum Sprechen bringen können. Es musste jemanden geben, der ihre Gesichter verraten hatte. Sie waren bisher immer schnell genug von den Orten weg gewesen, die sie überfallen hatten, um nicht verfolgt zu werden. Aber Söldner und Sicherheitsleute, die man an jeder Tür anheuern konnte, waren ein anderes Kaliber als Shinobi, denen sie sich nun gegenübersahen.
Shinji hatte sich von der Truppe losgesagt, um den Anführer des Konoha-Teams selbst zu erledigen. Unter solchen Umständen arbeitete er lieber alleine und ohne hinderliche Komplizen, die vielleicht zu spät auf seine Kommandos reagierten. Der Kampf war durchaus interessant gewesen. Der tote Jônin hatte ein hohes Level an Fähigkeiten, die ihm das Wasser reichten, doch seine Lebensjahre gaben ihm wesentlich mehr Erfahrung. Und wenig Skrupel zu töten. Shinji selbst war auch einst ein Shinobi gewesen, sogar in einer Spezialeinheit, doch dort tat er schon lange keinen Dienst mehr. Er hatte sich einige Jahre als Söldner verdingt, dann hatte er eine kriminellere Karriere eingeschlagen, über Schutzgelderpressung hin zu Auftragsattentaten, bis er sich sogar seine eigene Bande aufgebaut hatte. Gemeinsam zog er nun schon einige Jahre mit Tadashi und Yukimira umher. Innerhalb der letzten Monate waren auch Uyeda und Kogitsune zu ihnen gestoßen, die allerdings eher Rekruten darstellten als richtige Mitglieder zu sein, auf die er sich blind verlassen würde. Doch Shinji war nicht so dumm sie sehen zu lassen, dass er nicht vollends an sie glaubte. Sie waren jung, naiv, impulsiv und vor allem Uyeda wurde nur von Gier nach Geld und Macht angetrieben. Man hatte ihn deswegen aus seinem Clan fernab von Hi no Kuni verstoßen. Mit Shinji im Rücken fühlte er sich wie ein Gorilla, dem man nichts anhaben konnte. Die anderen waren zum Glück vernünftiger.
Eigentlich hatte die Verteidigung gut angefangen. Shinji hatte den Anführer seiner Feinde innerhalb einiger Minuten mit brachialen Nintaijutsu-Künsten zu Boden gebracht und ihm dann mit einem Wakizashi den Kopf abgetrennt, um seine Kameraden psychisch zu brechen. Er hatte ihn mitgenommen und dem schwarzhaarigen Co-Sensei damit abgelenkt, sodass Yukimira niemanden mehr hinter sich hatte. Ihre Priorität war es die Beute wegzubringen, egal ob alleine oder mit Shinji. Sie betrachtete sie wie eine Ziehtochter, deswegen stellte er sich diesem Mann in den Weg. Die anderen Jungs hatten sich jeweils einen der aufmüpfigen Chûnin geschnappt, bekämpften sie hauptsächlich mit ihren Katana und verschwendeten gegen solche Zwerge vor allem kein Chakra. Kogitsune hatte das einfachste Spiel mit dem Jungen, dem er einfach einige Kunai in den Rücken warf, als er den toten Sensei erblickt hatte. Tadashi hatte den anderen sogar recht sanft ausgeschaltet mit dem Knauf seiner Waffe. Er war bewusstlos, hatte also nicht mal wirklich Verletzungen und konnte liegen gelassen werden. Uyeda wiederum nutzte seine Chance gegen den weißhaarigen Chûnin sein Schwert Blut lecken zu lassen und trieb es ihm durch den Bauch, nachdem er die Chance dazu gesehen hatte.
Als wäre es aber zu einfach so zu siegen, hatte der Trupp aus der Nähe wohl Unterstützung anfordern können. Wie es möglich gewesen war, war Shinji nun egal, doch nachdem er sich den Co-Sensei hatte vornehmen wollen, indem er zu ihm auf die Erde geprescht war, hagelte ein Kind aus der Luft zu ihnen hinunter und sorgte für einen ordentlichen Wumms. Normalerweise beherrschte er sich und ließ seine Gegner keine Anerkennung spüren oder irgendeine Emotion zu, aber dass Konoha tatsächlich Genin als Verstärkung zu schicken schien, zeugte für ihn von derber Armseligkeit dieses Dorfes. Sein Ansatz es aus dem Weg zu räumen, um den Co-Sensei ein für alle Mal zu erledigen, schlug aber doch herb fehl, als dieser ihm seine Hyuuga-Tai-Künste präsentierte. Sein Lächeln wandelte sich in Überraschung um und die Kraft, die er mit seinem Taijutsu erzeugen konnte, wirkte gegen diese Technik fast nutzlos. Seine Fäuste trafen nicht wirklich, der Junge wandte sich elegant und traf ihn ohne große Stärke am Körper, aber genau diese Sänfte beherbergte eine Macht, die ihn schon bald in die Knie zwang. Shinji ging zu Boden und konnte seine Muskeln nicht mehr kontrollieren. Er mahlte mit dem Kiefer und wollte sich hochkämpfen, aber er war wie paralysiert.
Das nahm nun wiederum Tadashi, der zweitälteste Mann der Gruppe, als Anlass die Situation zu entschärfen und ihnen allen den Hintern aufs erste zu retten. Wenn Shinji am Boden war, galten Notfallpläne. Chakra durfte keine Grenzen haben und jeder unterstand nun seinem Kommando. Hilfreich war dabei die Sensorfähigkeit von Kogitsune, die zwar nicht sehr weit reichte, aber im nahen Umfeld äußerst präzise war. Der Grünhaarige mit dem lässigen Kopftuch schaute in die Baumkronen und rief seinen Freunden zu: "Ein weiterer Shinobi über uns!" Damit hatte der Sensei von Junji seine Deckung verloren. Er war dabei gewesen, nachdem Junji sich Shinji vorgenommen hatte, auf Uyeda zu zielen, indem er aus der Krone heraus mit einem Katana und einem Schutz-Kekkai auf ihn niedersausen wollte. Alle sahen nach oben und der langhaarige Schwertmeister entdeckte seinen Kontrahenten. Er grinste derb und sprang ihm sogar entgegen, sodass die Klingen aufeinander prallten. "Du hast keine Chance, du dreckiger Bastard!" Sie trennten sich noch in der Luft voneinander und standen sich in den Bäumen gegenüber. Tadashi wollte dominante Kampfhandlungen allerdings vermeiden und rief: "Wir ziehen uns zurück, Uyeda! Sofort!" Das gefiel ihm zwar eindeutig nicht, doch es hielten sich alle daran. Die Bandenmitglieder zogen zeitgleich Rauchbomben aus den Gürteltaschen und schmissen sie parallel zu Boden. Es gab laute Explosionsgeräusche und der graue Nebel erfüllte die Luft. Uyeda sprang dem Sensei von Junji davon in Richtung Shinji. Tadashi machte sich auf zu Yukimira und Kogitsune konnte dank seines Kanchi Taipu Shinji sofort ausfindig machen. Er sprang dorthin, wo der paralysierte Muskelprotz lag, holte eine Schriftrolle hervor und aktivierte ein präpariertes Fûin, das sowohl den Co-Sensei als auch Shinji vershchluckte. Dabei ließ er das Kind nicht aus den Augen, aber Uyeda deckte ihm den Rücken, indem er mit einem gezielten Raiton-Jutsu in Richtung von Junji zielte. Es züngelte Blitze quer über den Boden, die Bäume waren sicher, das war dabei der Trick. Es hinderte ihn daran Kogitsune anzugreifen, weil er beim Bodenkontakt von den Blitzen attackiert worden wäre. So konnten die Männer allesamt davon springen und zu ihrer Freundin und Tadashi aufschließen, die außerhalb der Rauchwolken weiter weg warteten. Weg waren sie. Aber auch durchaus in der Lage Shinji zu helfen.

Junjis Sensei wiederum hustete lautstark gegen den Rauch an und setzte die Priorität selbstverständlich höher den verwundeten Kameraden zu helfen als nun die Verfolgung aufzunehmen. Konoha konnte es sich weder erlauben Kampfkraft zu verlieren noch wäre es ehrenhaft die Jungen hier liegen zu lassen. "Junji!", rief er ihn herbei und sprang von dem Baum hinunter. Er erteilte ihm das simple Kommando: "Bitte suche nach Shotaro und Mikazuki und bringe sie zu mir. Ich kümmere mich schon mal um Yaten. Falls einer von den anderen schwere Wunden hat, musst du ihre Kleidung entfernen." Es folgte noch ein dankendes Nicken, bevor der trainierte Iryônin sich zu dem blonden Jungen auf die Knie hinabließ und ihm vorsichtig jedes einzelne Kunai aus dem Rücken zog. Die Wunden bluteten gleichzeitig, sodass sich sein orangener Kimono rot färbte. Zügig legte er den Oberkörper frei und begann mit grünem Chakra an beiden Händen die Wunden allmählich zu schließen. Dann wollte er mit mechanischen Mitteln dafür sorgen, dass der Junge nicht wieder drohte zu bluten. Es sammelte sich allmählich Schweiß auf seiner Stirn durch die Menge an Energie, die es brauchte. Noch mehr würde es fressen, wenn er erst sah, dass einer der Jungen, nämlich Shotaro, einen noch höheren Blutverlust erlitten hatte.
Es verging eine entscheidend lange Zeit, bis Junji beide Jungen gefunden und zu seinem Teamleiter gebracht hatte. Der eine war nur bewusstlos ohne Wunden, der andere hatte nur noch klebenden Stoff am Bauch, sowohl vorne als auch hinten. Der Konoha-Nin hatte Yaten verarztet und ihm einen großflächigen Verband umgelegt. Dann wandte er sich Shotaro zu, um mit großen Chakra-Kosten die Wunde am Bauch direkt zu schließen. Auch er bekam einen Verband umgewickelt, nachdem die Blutung gestoppt war, wurde an einen Baumstamm angelehnt und mit simplen kalten Wasser, das er den Jungen in die Gesichter kippte, versuchte er sie wach zu bekommen. Bei Mikazuki zeigte das sofort Wirkung. Bei den anderen erst verzögert. "Was ist passiert?", fragte der Braunhaarige und rieb sich die pochende Schläfe. "Ah, verdammt", zischte er. "Beruhige dich zuerst. Ich erkläre die Situation, wenn die anderen auch wach sind. Du bist zunächst in Sicherheit. Ich und Hyuuga Junji sind bei euch." Vorsorge, um Panik der Patienten zu vermeiden. Yaten war immer noch nicht ganz wach, als Shotaros Augen schon anfagen zu dämmern. Er bewegte den Kopf hin und her, bis die Lider flatterten und er seine Kameraden erblickte. Dann schlug er sie förmlich auf, war aber so betäubt, dass der Rest von seinem Körper sich zunächst kein Stück rührte. Shotaro taxierte mit seinem Blick erst Junjis Sensei, dann ihn selbst. "Was haben sie mit ihm gemacht? Wieso ist Hotarumaru-sensei nicht bei euch?"
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Re: Es fußt in Neid und Blut [Junji & Shotaro]

Beitrag von Hyuuga Junji am Mo Dez 26, 2016 1:10 am

Junjis Glück war es gewesen, dass er die Überraschung auf seiner Seite gehabt hatte. Schon nachdem sein Gegner zu Boden gegangen war, begannen seine Gegner in einer nicht geglaubten Disziplin ihre Strategie zu ändern und sofort vorsichtiger zu sein, ja sogar in die Defensive zu gehen, um ihren Kameraden zu schützen. Der Genin war unsicher, nicht in seinem Ausdruck nach außen hin, doch in seinem weiteren Vorgehen. Vielleicht fehlte ihm die Erfahrung, doch vielleicht war es auch das Blut, dass in dünnen Fäden aus den Mundwinkeln des Muskelprotzes hinausrann, dass ihn etwas absorbierte und dazu brachte, gleichsam in eine Verteidigungsstellung zu gehen. Auch wenn ihm in seinen jungen Jahren sichtlich einiges an Erfahrung fehlte, hielt er dies für eine gute Idee und begnügte sich damit die Umgebung über sein Dojutsu zu beobachten. Auch sein Sensei hatte seinen Kampf begonnen, wenngleich dieser so schnell wieder geendet hatte, wie er begann. Doch nicht nur in seinem Geist machte sich Unsicherheit bemerkbar, nein, auch bei seinen Gegner schien diese Emotion um sich zu greifen. Rauchbomben wurden gezündet, was zwar nicht Junjis Byakugan daran hinderte etwas zu sehen, doch es zwang ihn, den Ärmel vor den Mund zu heben, um das beißende Gas nicht einzuatmen. Dabei war es aber nicht belassen. In seinem Rücken griff man wieder an, während man den am Boden liegenden Shinobi aufnahm, um ihn an einen sichereren Ort zu schaffen. Der Genin sah den Angriff auf sich zukommen, doch sein beherzter Sprung in Richtung seines Senseis reichte nicht aus, um ihn vor der Wirkung des Raiton zu bewahren und so spürte er beim Aufkommen auf den Boden einen stechenden Schmerz, der seinen gesamten Körper durchfuhr. Sicherlich hatte er einiges an Abstand zwischen sich und seinen Angreifer gebracht, sodass dieser zumindest kein Kapital daraus schlagen konnte, doch Junji knickte keuchend ein und zuckte einige Momente, ehe er sich wieder aufrichtete.

Die Gruppe von Gegnern hatte den Rückzug angetreten und während sich der Rauch und seine Schmerzen langsam verzogen, sichtete der Hyuuga einmal mehr das Gebiet. Die Unbekannten hatten blutige Ernte unter ihnen gehalten und mindestens einem ihrer Kameraden das Leben gekostet. Als sein Name jedoch gerufen wurde, schreckte Junji aus seinen Gedanken hoch und mit einem Nicken deutete er an, dass er die Anweisungen seines Vorgesetzten verstanden hatte. Zwar hatte der Genin keinerlei Ahnung, welcher Name zu wem gehörte, da die Shinobi ihm allesamt fremd waren, doch zum Glück gab es keine zu große Auswahl.
Die erste Person, welcher sich der junge Shinobi näherte war ein weißhaariger, junge Mann, der aus einer Wunde am Bauch blutete. Er hatte sein Bewusstsein verloren und lag mittlerweile in einer ziemlich großen Lache seines eigenen Lebenssaftes, deren Anblick Junji sehr faszinierte. Dennoch ließ er sich nicht gedanklich davon abhalten ein Kunai zu zücken und wie in der Anweisung seines Senseis gesagt, die Kleidung von dem geschundenen Körper zu entfernen. Zum Vorschein kam ein blasser, athletischer Oberkörper, wie er zu einem Shinobi gehörte, doch er war viel kälter, als der Junge ihn berührte, um ihn zu seinem Meister zu ziehen. Sofort begann dieser daraufhin auch seine Wunden zu schließen und mit einem Verband zu versorgen. Einen weiteren Chuunin brachte Junji noch zu seinem Sensei, doch dieser schien ein weitaus besseres Los gezogen zu haben, als seine Begleiter, die durchaus in Lebensgefahr schwebten, oder geschwebt hätten, wenn man sich ihrer nicht sogleich angenommen hätte.
Es verging einiges an Zeit, die sie den Patienten geben mussten, ehe sie wieder zu sich kamen, doch das war Zeit, die sie benötigten. Junji wusste das und lehnte sich geduldig an einen Baum, wo er seinem Sensei dabei zusah, wie er seine Arbeit tat. Bei einem zeigte der Versuch sie mit kaltem Wasser zu wecken sogleich Wirkung und sein desorientierter Blick wanderte unter leichten Kopfschmerzen zwischen seinen Rettern hin und her. Der Hyuuga überließ es seinem Meister das Wort zu übernehmen und die Sache zu erklären, während er ein Auge auf die beiden schwerer verletzten Shinobi hatte. Zuerst erwachte der Shinobi mit der Bauchwunde, der eine erstaunliche Zähigkeit bewies. Nicht viele Menschen wären mit einer solchen Wunde und mit einer solchen Menge an verlorenem Blut wieder so schnell zu sich gekommen, sogar mit Behandlung. Er sah sich um und wie schon sein Kamerad vor ihm, begann er Fragen zu stellen, die Junjis Sensei mit beschwichtigenden Handbewegungen bremste.
"Nur die Ruhe, wir warten noch auf den Letzten, damit ich nicht alles drei mal erklären muss.", sprach er mit einem schwachen Grinsen im Gesicht, dass aber sehr schnell wieder verflog und zu einer ernsten Mine wurde. Schließlich erwachte auch der Dritte im Bunde und nach einer kurzen Wartezeit bis dieser sich wieder orientiert hatte, fuhr der Sensei fort.
"Nun, da ihr alle wach seid kann ich euch sagen, dass die Angreifer vorerst verschwunden sind. Das ist der gute Teil für uns, denn sie hätten uns ganz schön zugesetzt. Was mit eurem Co-Sensei passiert ist, kann ich leider nicht sagen.", er blickte zu Junji hinüber, "Aber vielleicht hat Junji etwas gesehen?"
Der Genin nickte
"Sie haben ihn, wie auch ihren Verletzten mit einer Art Siegel verschwinden lassen. Ich weiß nicht genau wie, doch sie sind einfach verschwunden."
"Ich hatte so etwas befürchtet, doch in diesem Augenblick können wir leider wenig tun. Ihr hattet Glück, dass wir so schnell hier waren. Eure Wunden habe ich versorgt, so gut es ging und ich glaube auch nicht, dass wir heute noch sehr viel weiter kommen."
Der hochgewachsene Mann blickte sich um und für einen Moment herrschte Stille, die lediglich von den Regentropfen unterbrochen wurde, die um sie herum auf das Blätterdach rieselten.
"Wir bleiben heute Nacht hier und planen dann morgen, anhand eures Gesundheitszustandes das weitere Vorgehen."
Der Sensei stand auf und war schon im Begriff sich abzuwenden, als er sich noch einmal umwandte: "Ach ja, ich habe meine beiden anderen Schüler ins Dorf geschickt, bevor wir zu euch gekommen sind. Sie werden dort sicherlich Verstärkung holen, wenn wir lange genug warten. Wir, also Junji und ich, bauen erst einmal einen kleinen Unterstand und dann erzählt ihr uns, was genau euer Auftrag war und was ihr mit diesen Unbekannten zu tun hattet."

Schüler und Lehrer ließen das Trio vorerst allein und sammelten umgeknickte Stämme und anderes Holz, um zumindest etwas vor dem Regen geschützt zu sein. Als Abdichtung spannten sie eine Zeltplane um sie herum und konstruierten damit so etwas wie ein provisorisches Tippi mit einem Baum im Zentrum. Schließlich wurde noch ein Feuer angezündet, sowie Proviant verteilt und erst dann kam man wieder auf das Geschehene zu sprechen.
"Also Jungs, erzählt mal, was genau war eigentlich los, mit wem wart ihr unterwegs und wer waren diese Kerle?"
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Re: Es fußt in Neid und Blut [Junji & Shotaro]

Beitrag von Shizuma Shotaro am Mo Dez 26, 2016 4:31 pm

Es war eine sehr bedrückende Situation für die Chûnin. Im Grunde hatte man sie besiegt, ihr Sensei war tot und der andere verschwunden. Selbst wenn Shotaro nun wusste, dass man ihn in ein Siegel gesperrt hatte, mochte er sich nicht ausmalen, was damit vielleicht in Verbindung stand. Eventuell ein Jutsu, das sein Bewusstsein beeinflusste. Er fürchtete darum, was mit Hotarumaru geschah. Dieser junge Sensei mochte ein Jônin sein und einiges an Fähigkeiten, aber das hatte ja selbst Shotaros Vater das Leben gekostet. Niemand war im Grunde vor irgendwas sicher. Diese niederschlagende Gewissheit ereilte Shotaro, während er an sich hinuntersah und dabei den Worten den anderen Teams lauschte. Sein Kiefer mahlte verzweifelt aufeinander, während er eine Hand vorsichtig auf den Verband legte. Yaten und Mikazuki hörten etwas aufmerksamer zu. Der eine hatte nur einen Schlag auf den Kopf bekommen und war vollen Mutes seinen Sensei zu retten, der andere merkte ziemlich brennende Schmerzen am ganzen Rücken verteilt und war einfach nur dankbar in den Händen seiner Verbündeten zu sein. "In Ordnung, was anderes als warten können wir wohl eh nicht wirklich", kommentierte Mikazuki mit einem gequälten Grinsen. Dabei hielt er sich die Hand an die Stirn, um zu verhindern, dass ihm der Regen in die Augen kam. Yaten hatte damit weniger Probleme. Seine blonden Haarsträhnen klebten an seinen Schläfen und er war schon wieder kameradschaftlich genug die Kleidung seiner Freunde herzurichten, die nicht wirklich in der Lage waren das selbst zu übernehmen. Als er zu Shotaro unterwegs war, bemerkte er, dass dieser sich anders verhielt wie sonst. Er wirkte verbittert und wütend. Die gelben Augen wichen seinem Blick komplett aus, die Stirn war ungeduldig gerunzelt und es schien eher so als würde Shotaro die Hilfe von Yaten über sich ergehen lassen anstatt dafür dankbar zu sein. Der blonde Junge kniete neben ihm und fragte nervös: "Was stimmt nicht, Shotaro?" Es dauerte einen quälenden Moment, bis er sich ermutigen konnte ein paar Worte seines Grolls loszuwerden. "Sieh dich um. Wir haben auf ganzer Linie versagt. Wir haben jemanden verloren. Liegen hier nutzlos herum und können keinem helfen. Und alles, worauf wir unsere Hoffnung setzen sollen, ist ein Genin mit seinem Sensei." Irritiert zog Yaten die Augenbrauen hoch und legte den Kopf schief. Er kannte es nicht wirklich von Shotaro, dass dieser an seinen Kameraden zweifelte. "Aber sie haben gesagt, dass Verstärkung unterwegs ist. Sie werden schnell sein, wenn sie die Dringlichkeit erfahren." "Nicht schnell genug. In den Stunden, in denen wir hier jetzt Rast machen, könnte mit Hotarumaru-sensei sonst was passieren." Mit einem Moment stand Mikazuki hinter Yaten und hielt sich den roten Kampfanzug mühsam zu, der unter Uyedas Schwert gelitten hatte. "Mit dieser Wunde kannst du ihm genauso wenig helfen wie als wenn du sie nicht hättest und nun alleine losziehen würdest. Du hast die Männer gesehen. Die sind uns meilenweit überlegen." Die Widerworte fanden bei Shotaro nicht wirklich Gehör. Er mahlte nach wie vor mit den Zähnen aufeinander, aber zwang sich Mikazuki nicht anzumotzen. Vielmehr stellte er seinen Kameraden die entblößende Frage: "Wieso dieser Junge? Sie sind zu zweit, aber er ist ein Genin und hat sich gegen diese Kerle gestellt. Ohne, dass sein Sensei so klang, als ob er ein Risiko eingegangen wäre. Wieso bin ich ein Risiko und er nicht?!" Yaten und Mikazuki sahen sich gegenseitig schweigend an, wussten auf die Frage aber keine zuverlässige Antwort. Yaten zuckte schließlich ergeben mit den Schultern. "Ich kann's dir nicht sagen." "Na danke auch", zickte Shotaro ihn an, kämpfte sich dann auf die Beine und ließ die Jungs an dem Baum stehen, wo man ihn verarztet hatte. Das Laufen gestaltete sich als anstrengend, schmerzhaft und sehr langsam, aber er wollte sich bewegen, um sich für diesen Moment abzuschotten. Der Tod seines Teamleiters saß ihm in den Knochen und erinnerte ihn an den Verlust seines Vaters, der sich für die Familie des Daimyô geopfert hatte. Krampfhaft drückte er seine Fingerspitzen in die nassen Furchen der Baumrinde des Baumes, an den er schließlich lehnte. Yaten und Mikazuki zogen sich zurück zu der Stelle, wo die Unterstützung eine provisorische Unterkunft errichtet hatte. Beide brachten ein dankbares Lächeln zustande. Sie nahmen die Nahrung aus dem Proviatvorrat dankbar entgegen, verspeisten sie auch ohne Zögern und setzten sich nebeneinander an das Feuer. Shotaros Abwesenheit schien für einen Moment vergessen, weil sie dem Sensei zunächst erzählen wollten, was Sachstand war. Yaten räusperte sich und schaute ihn direkt an. "Unsere Mission war von Rang B. Wir sollten diese Gruppe von Dieben aufspüren, das Diebesgut sicherstellen und sie festnehmen." Mikazuki sprach dann weiter: "Die Kalkulation des Hokage war zunächst, dass sie nicht so kampferfahren sind wie wir nun wissen. Sie wirkten wie eine geschickte Bande, die ungesehen kommt und geht, aber bei dem jüngsten Diebstahl wurden in dem Feuertempel Mönche getötet. Brutal umgebracht wie wertloses Vieh." "Wir konnten bisher nur immer zu den Orten reisen, die sie überfallen hatten und auf Hinweise hoffen, aber sie waren uns immer einen Schritt voraus. Bis auf jetzt. Dieser eine Überfall muss sie zu viel Zeit gekostet haben, sodass wir ihre Fährte hatten aufnehmen können. Wir verfolgten sie, bis sich unser Sensei von uns getrennt hat, um den Anführer alleine zu bekämpfen. Es war überhaupt das erste Mal, dass wir ihre Gesichter gesehen haben. Und dass wir überhaupt sehen konnten, dass sie schon viel älter sind und sehr viel Erfahrung haben müssen. Ich hätte gedacht, dass das vielleicht nur ein paar Kleinkriminelle sind." Abschließend erklärte Mikazuki: "Ihre Namen wissen wir nicht und auch sonst nicht viel. Wir waren als Chûnin zu dritt mit unseren Leitern. Hito-sensei und Hotarumaru-sensei. Hito haben sie getötet und Hotarumaru mitgenommen, wie ihr ja gesehen habt." Damit war die Erzählung beendet und die beiden Jungs sahen für einen Moment fast wie unschuldige Kinder aus, die man aus der Hölle gerettet hatte. Mikazuki starrte nachdenklich ins Feuer, während Yaten die Beine ausstreckte, sich zurücklehnte und seufzten in Richtung Zeltplane starrte.
Shotaro stand derweil weiter an seinem Baum, durch das Blätterdach regnete es unaufhörlich auf ihn nieder, seine langen, weißen Haare klebten an ihm wie durchgekochte Spaghettis. Genervt schob er sich einige von der Stirn und starrte dann weiter in den Wald hinein, um sich innerlich Vorwürfe zu machen. Zugleich taxierte er den Genin mit den langen Haaren als sein Wutventil, weil er sich im Vergleich zu ihm absolut unfähig vorkam.
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Re: Es fußt in Neid und Blut [Junji & Shotaro]

Beitrag von Hyuuga Junji am Do Jan 12, 2017 6:52 pm

Zunächst bemerkte Junji nicht, dass einer der drei Überlebenden abwesend war. Der Genin war zu sehr damit beschäftigt den Anweisungen seines Senseis nachzukommen und eine kleine Unterkunft zu bauen, die sie vor dem Unwetter zumindest ein wenig schützen sollte. Sie tat es auch und als ein Feuer entzündet wurde, konnte man fast meinen, es war ein wenig heimelig geworden, als die Wärme der tanzenden Flammen sie umspielte. Einer, der scheinbar nicht daran teilhaben wollte, wurde von Junjis Lehrer nicht bemerkt und wenn er es doch tat, dann zeigte er dafür keinerlei Interesse. Der Hyuuga jedoch bedachte ihn mit einem nachdenklichen Blick, wenngleich er nur seinen Rücken sah, der nasser und nasser mit jedem Tropfen des Regenwassers wurde. Letztendlich aber lag seine Konzentration auf den Worten der beiden Anderen, die genau erklärten, was ihr Auftrag gewesen war und was sie von ihren Gegnern wussten. Junjis Sensei nickte bedenklich, als sie mit ihren Ausführungen geendet hatten.
"Es tut mir Leid um eure Verluste", begann er mitfühlend und seufzte einmal auf, "In dem ganzen Trubel haben wir ganz vergessen den Leichnam eures Senseis zu bestatten. Es ist keine ehrbare Behandlung, wenn wir seinen Kopf dort einfach verrotten lassen."
So merkwürdig diese Worte auch klangen, er hatte rechte und Junji, der im Lotussitz etwas abseits des Feuers am Boden verharrte, nickte langsam und blickte erneut auf zu dem Chuunin, der sich noch nicht unter den Schutz ihrer Unterkunft begeben hatte. Eigentlich war es ihm egal, denn dieser hatte sicherlich seine Gründe, doch eine der ersten Lektionen nach der Akademie war die gemeinsame Arbeit, die sogenannte Teamarbeit. Einfühlsamkeit war dabei nicht weniger wichtig als Abstimmung, weshalb der Hyuuga tatsächlich überlegte, wie er den jungen Mann ansprechen konnte, den er nicht einmal beim Namen kannte. Sein Lehrer aber kam ihm zuvor.
"Shotaro, möchtest du mich begleiten und einen schönen Platz für eine Ruhestätte finden, die Hito würdig ist?, er sprach ruhig und gesetzt, ein warmes Lächeln hatte sich auf seine Lippen gesetzt, wenngleich das Leuchten seiner Augen eher matt und traurig war. Langsam stand der hochgewachsene Mann auf, trat aus dem Schutz des Unterstandes neben Shotaro und legte ihm eine Hand auf die Schulter.
"Ich kann mir vorstellen, dass die Situation nicht leicht ist, doch wir sind Shinobi. Wir sind alle sehr früh mit dem Wissen dieses Risikos unseren Weg gegangen. Ich glaube nicht, dass dein Meister es gewollt hätte, dass du in deiner Mission abseits der Anderen stehst und dich deinen eigenen Gefühlen stellst. Ich kann nicht in dich hineinschauen, doch lass dich nicht zu sehr ablenken. Die Zeit mit sich zu hadern wird noch kommen. In diesem Moment brauchen wir dich und dein Können, so wie das eines jeden Einzelnen hier."
Wieder lächelte der Jounin und ließ die Hand von der Schulter des Chuunin sinken. Dann wandte er sich um und ging in Richtung des Kampfplatzes in der Hoffnung, dass Shotaro ihm folgte.

Junji und die anderen beiden Chuunin verharrten im Unterstand am Feuer. Der junge Hyuuga klaubte einige Reisbällchen aus seiner Gürteltasche und aß langsam, die leeren Augen in die Flammen gerichtet. Es verging einige Zeit des Schweigens, dann durchbrach einer der beiden die Stille.
"Sag mir, wie ist dein Name?"
Es war der blonde, der ihn mit listigen Augen anstarrte und einen freundlichen Gesichtsausdruck aufsetzte. Der Genin schluckte und antwortete: "Junji. Und ihr?"
"Ich bin Yaten und der hier ist Mikazuki. Der dritte im Bunde heißt Shotaro. Wir wollten dir noch einmal für deine Hilfe danken."
"Freut mich euch kennenzulernen."
Junji nickte ebenfalls freundlich zurück und packte seine Ration wieder in die Gürteltasche.
"Auch wenn es hätten bessere Umstände sein können."
Die beiden blickten sich an und lächelten schwach, nickten dann und seufzten.
"Das kann man wohl sagen. Scheißtag heute.", sagte der Andere mit leichtem Zorn in der Stimme, "Aber das nächste Mal sind wir vorbereitet und lassen uns nicht wieder so auseinandernehmen."
Er klang ohne Zweifel entschlossen und das war der erste Schritt in die richtige Richtung, wie Junji fand, der nur wortlos nickte.
"Shotaro scheint deinen Optimismus nicht zu teilen.", gab Yaten nachdenklich zurück und hielt beide Hände in Richtung Feuer.
"Der wird schon wieder zur Vernunft kommen. Wir haben immerhin noch einen Auftrag zu erledigen und hinzu kommt, dass sie jetzt Hotarumaru in ihren Fängen haben. Ich könnte nicht mehr schlafen, wenn ich jetzt einfach aufgeben würde und ich bin mir sicher Shotaro geht es ganz genauso."
Yaten nickte und schien angesteckt zu sein von der positiven Einstellung seines Teamkollegen.

Während die drei am Feuer verharrten, war Shotaro gemeinsam mit Junjis Sensei zurück zum Kampffeld gegangen, um die Überreste des Gefallenen zu bergen und ihm eine ehrbare Ruhestätte zu verschaffen. Als das Duo einigen Abstand zwischen sich und das Lager gebracht hatte, hob der Jounin wieder die Stimme.
"Also, Shotaro, nun sag schon. Was bedrückt dich?", sprach er frei heraus und hoffte damit die Stimmung des Chuunin etwas zu bessern, nachdem dieser sich ausgesprochen hatte. Manchmal half es einfach über seine Probleme zu reden und gerade in einer solchen Situation, wo sie einem solch gefährlichen Gegner gegenüberstanden konnte man sich eine solche Ablenkung nicht leisten.
"Ich kannte deinen Vater gut, er war mein Freund. Ich wäre nicht mit mir im Reinen, wenn ich dich nicht zumindest fragen würde was los ist, gerade wenn wir kurz vor einer schwierigen Mission stehen."
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Re: Es fußt in Neid und Blut [Junji & Shotaro]

Beitrag von Shizuma Shotaro am Sa Jan 14, 2017 11:39 am

Die Worte, die die Jungs miteinander wechselten, nahm Shotaro kaum wahr. Er konzentrierte sich eher darauf in die Schwärze des Waldes zu starren, als ihnen zuzuhören. Ganz abgesehen davon, dass er sich ohnehin einige Meter von dem Zelt entfernt hatte, um alleine zu sein. Für ihn war es alles andere als einfach, Verluste zu verkraften. Die Trauer um andere Menschen schien schon eine Weile her zu sein, aber zerfraß ihn fortwährend immer noch. Wenn man nur seine Familie gefragt hätte, wie er sich machte, hätten wohl selbst seine beiden Brüder nur eine seufzende Antwort gegeben. Vor allem der Ältere, der immer ein ruhiges, warmes Herz gehabt hatte, um für die anderen zwei da zu sein. Er konnte nur mit ansehen wie Shotaro alles und jeden von sich schob, der irgendwie versuchte, ihm zu helfen oder ein Freund zu sein. Da half es genauso wenig, als Junjis Sensei versuchte die Aufmerksamkeit des 15-Jährigen zu erlangen. Dieser wurde nicht einmal irgendeines Blickes gewürdigt, als er an ihn heran getreten war. Auch die Berührung schien ihn kalt zu lassen, während sich in seinem Gesicht nur die Muskeln wütend verzerrten. Die Augenbrauen hatte er zusammengezogen, die Kiefer mahlten aufeinander und er umklammerte seine eigenen Unterarme, um die Fassung zu wahren.
In ihm spukten die Bilder von seinem Sensei, der verzweifelt kämpfte, um sie alle zu retten. Sein Opfer schien umsonst gewesen zu sein, da er nun tot einige Meter weit in den Büschen lag. Allerdings auch nur der Kopf, der Körper war völlig woanders und wohl auch nicht mehr aufspürbar. Hatte er so etwas verdient? Mitnichten. Trotz dessen glomm etwas in Shotaro, das ihn an seinen Glauben erinnerte. Er wusste, dass er Hito nicht einfach so vergessen durfte. Allein aufgrund seines Nachnamens und seiner Traditionen war er dazu verpflichtet, das kleinste Stück Seelengut ordentlich zu bestatten. Als Animist konnte Junjis Sensei schon davon ausgesehen, dass der Junge früher oder später einwilligte.
"Was weißt du schon von ihr", war das einzige, was Shotaro verbissen entgegnete. Die erste Person, an die er dachte, wenn das Wort Meister fiel, war seine Verwandte, die ihm und seinen Geschwistern einem harten Schwerttraining unterzog. Yue, eine brünette Jônin und Iryônin, durchaus bekannt bei ihren Patienten für ihr liebreizendes Lächeln, aber unter ihren geführten Genin war sie ein Schrecken, da ihre Trainingsmethoden unbarmherzig waren. Nicht selten sorgten sie für Überanstrengung, doch wusste sie genau, wo der Punkt war, um keinem Kind ernsthafte physische Schäden erleiden zu lassen.
Ansonsten sagte Shotaro nichts weiter, stimmte den Worten des Mannes weder zu noch widersprach er ihm. Bis er dann schließlich von dannen zog und ihm wieder für einen Moment seinen Gedanken überließ. Nun konnte er nicht anders, als mit einer bebenden Lippe den Kopf zu senken. Seine Anspannung verwandelte sich in einen beträchtlichen Kloß im Hals, den er versuchte zu bekämpfen. Keiner durfte ihn so sehen. Die anderen würden sonst was denken, dass er schwach wäre. Und seine Ahnen würden denken, dass er total unreif wäre. Irgendwo in den Winkeln wurden seine Augen auch für eine Sekunde feucht, aber das blinzelte er gekonnt weg. Einerseits spukte nun Yue in seinem Kopf herum, die ihn daran erinnerte, dass Aufgeben nie eine Option war. Eher sollte man sich zurückziehen und auf einen besseren Moment warten, als bis zur Verzweiflung alles zu geben und dabei jemanden zu gefährden. Das war eine ihrer taktischen Lektionen gewesen. Genau diese fand gerade Anwendung. Andererseits dachte er an das Lächeln seines Vaters, der nicht mehr war. Den man genauso ermordert hatte wie nun den Teamleiter dieser Mission. Und alle wollten ihn nur weitermachen sehen, anstatt ihm die Zeit zu geben, die er brauchte, um das alles zu verkraften. Im Endeffekt war er auch erst 15, gerade Chûnin und er glaubte, dass man nicht von ihm erwarten konnte wie ein Erwachsener zu sein. Mit Verlusten fertig zu werden wie mit einer verschütteten Suppe, die man aufwischte, und dann wäre alles gut.
Als er die Jungs hinter sich reden hörte, wenngleich er die Worte nicht verstand, drehte er den Kopf über seine Schulter und betrachtete Junji, Yaten und Mikazuki. Sie saßen dort zu dritt, gemeinschaftlich, unterhielten sich sogar und schienen mit der Situation besser klarzukommen. Auch wenn einer von ihnen Kunai in den Rücken bekommen hatte. Der Sensei von Junji musste gute Arbeit geleistet haben. Dabei fiel Shotaro erst wieder der Verband auf, der seinen Bauch verdeckte. Stimmt, er hatte ein Schwert dort hinein bekommen. Zögerlich berührte er die Stelle. Sie war ohne Schmerzimpuls, aber es führte ihm vor Augen wie blind er vor Wut gehandelt hatte. Somit hatte er sich selbst auch gefährdert und seine Deckung völlig außer Acht gelassen. Yue wäre höchst enttäuscht. Und sein Onkel Nikkari erst, der ihn seit dem Tod seines Vaters aufgenommen hatte. Die Schwerter hatten eine gewisse Bedeutung bei den Shizuma, und Shotaro fühlte eine gewisse Schuld infolgedessen. Er hätte sein Schwert führen müssen, anstatt seine Gefühle. Er seufzte schwer, der Kloß in seinem Hals wurde etwas kleiner, und dann entschloss er sich, etwas am Feuer abseits zu dem Sensei zu laufen, der sich um Hito kümmern wollte. Als er einige Meter neben ihm stand und auf das Blut starrte, das sich im Gras verteilt hatte, klang die Frage nach Shotaros Wohlbefinden recht versöhnlich. Allerdings brauchte er wieder eine Sekunde, um zu verkraften, dass jemand aus dem Blauen heraus seinen Vater erwähnte. Um den ging es hier nicht und er fand, dass auch keiner das Recht hatte mit ihm über ihn zu sprechen. Alleine, an ihn erinnert zu werden, war wie ein zweiter Schwerthieb in den Bauch. "Man hat ihn genauso sehr geschändet", gab der Weißhaarige als Antwort. Seine Gesichtszüge waren zwar etwas entspannter, aber immer noch zornig. "Sowohl ihn als auch Hito. Sie setzen sich ein, um andere zu retten, sterben wie die Ratten im Feuer eines Stalls und alles, was bleibt, sind Überreste. Mein Vater hatte keine Chance nach unseren Traditionen aus dem Leben zu scheiden. Wir begraben zwar unsere Familienmitglieder, aber sie sind nie wirklich tot. Jeder lebt im Diesseits weiter. Ins Jenseits zu schreiten, ist für meine Familie schlimmer als der Tod an sich. Mit Hito ist es genauso dasselbe. Wir haben gerade mal seinen ... Kopf. Und das sollen wir seiner Familie sagen. Ich hasse solche Menschen. Solche Monster, die die Toten schänden als wären sie Abfall." Es klang ganz offensichtlich nach einer Glaubensfrage, die an Shotaro nagte. Er erwartete nicht, dass der Sensei das Gleichnis zwischen seinem Vater und Hito verstand, aber für ihn waren sowohl die Clantraditionen verletzt worden als auch die üblichen Bräuche für Verstorbene, die Konoha pflegte. Beides nahm er mehr als ernst.
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