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 Besprechungsraum der Bestien

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Kami no Sekei
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BeitragThema: Besprechungsraum der Bestien   Do Jan 28, 2016 8:29 pm

Der Besprechungsraum der Bestien ist mitten im Anwesen des Kage zu finden. Inmitten des Raumes ist ein großer runder Tisch an dem Platz für genau 5 Leute ist, die 4 Bestien und den Kage selbst. Der Raum selbst ist speziell geschützt durch Fuin und Kekkei Jutsu, sodass die Bestien nicht unterbrochen werden können, sofern sie wichtige Besprechungen haben.

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Nisshoku Rasui
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BeitragThema: Re: Besprechungsraum der Bestien   Do Jan 28, 2016 11:04 pm

°oO(Typisch. Da passt man einmal nicht auf, verkriecht sich in seinem Hobbykeller und will nur in aller Ruhe an wehrlosen Menschen herumdoktoren, in der närrisch zu nennenden Hoffnung, dieses Mal endlich den ganz großen wichtigen Erfolg zu erzielen, und schon rastet das halbe Dorf aus, Boten drücken sich bei mir gegenseitig die Klinke in die Hand und meine werte Tochter besitzt die Impertinenz mir direkt ins Gesicht zu lügen und zu behaupten, ich hätte meinen Keller seit vier Tagen nicht verlassen. Völliger Unsinn. Waren höchstens drei. Ich muss es wissen, ich zähle ganz gut. Und meine Reserven reichen da unten ja auch nur für drei. Ungestreckt. Na egal, kümmern wir uns mal um Problem Dreihundertvierundzwanzig-Strich-AlphaGammaFuckUp. Wie sagte es noch gleich der freundliche Bote, der mich so verzweifelt zu erreichen versuchte? Mysteriöse Pyramide der Mysteriösheit taucht in der Wüste auf, Asgar ist sich zu fein meine sorgsam platzierten Klone in meinem Büro zu informieren (Elende Protokollheuchelei! Möge Forest ihm die Bürotür atomisieren!) und auf einmal dröhnen die Alarmglocken in jedermanns Köpfchen. Overlord aus der Vergangenheit kehrt zurück? Wäre ja interessant, hätte der Kater nicht längst das Haus verlassen. Vonwegen 'letzte Verteidigungslinie', stürzt sich direkt an die Front. So sitze ich nun also hier und harre der Dinge die da noch kommen werden. Sofern da was kommt. Oh, ihr seht mich beten! Schickt mir die Eukalypse ins Dorf! Tausend blutrünstige Koalabärchen-Shinobi wären jetzt genau das richtige für mich! Hauptsache ich werde von dem simplen Faktum abgelegt DASS DA WAS LANG VERGRABENES WIEDER AUFGETAUCHT IST UND ICH NICHT GANZ VORN DABEI SEIN DARF!!! Böse! Ganz böse! Ich bringe sie unter die Erde, da ists doch wohl auch selbstverständlich, dass ich dabei sein darf, wenn untersucht wird, warums nicht unter der Erde bleiben will! Argh!)

Tausend Gedanken zischten durch den Kopf des silberhaarigen Mannes, während er durch die Gänge des Kage-Anwesens huschte. Den Weg kannte er auswendig, musste nichtmal Rechenleistung in aktive Lenkprozesse umleiten, er lief völlig automatisiert. Hier und da wichen ihm Leute aus. Wer ihm nicht rechtzeitig auswich, der würde einfach angerempelt. Hier und da sorgte das aber auch dafür, dass der pechschwarz gekleidete Herr Opfer seines eigenen Gerempels wurde und sich bei einem Rempler wider einem leistungsstarken Aktenträger einfach selbst aus der Bahn drängte. Aber nur kurz. Diese Vorgänge wurden nichtmal realisiert und es beschwerte sich am Ende ja sowieso keiner darüber, dass er so blindlinks durchs Gebäude zog. Alarmstufe Irgendwas war ausgerufen, der Kage auswärts zum Dinner mit Bado Gui verabredet und er wurde im Besprechungsraum erwartet. Mitsamt der übrigen Bestien. Und so wie er es im Urin hatte, war er mal wieder der erste vor Ort.
"Setze einen Schokoriegel auf den ersten Platz im Rennen." sprachs und addressierte niemanden. Längst hatte er den Bereich des Gebäudes betreten, den niemand unautorisiert zu besuchen hatte, wenn ihm seine Fingernägel lieb waren. Eine wohlige Gänsehaut überkam ihn, als er mehrere Barrieren und Siegelsperren überwand und schließlich vor dem Raum der Räume stand. Dem Besprechungsraum.
Er verharrte. Einen Moment. Fingernägel trommelten nachdenklich gegen die massive geschlossene Tür. Eine Hand lag schon an der Klinke. "Ein einsamer Herrscher, verlassen von seinem Gefolge, in den unendlichen Weiten der Wüste und nur der Tod kann von der Rache singen, die er den Eidbrechern in seinen letzten Minuten schwor. Er kehrt zurück, herzlos, atemlos … kraftlos? Irgendwas muss ihn antreiben, man kehrt nicht einfach von den Toten zurück. Edo Tensei, hör ick' dir Trapsen? Es klingt zu gut, zu vielversprechend, als dass es eine lahme Ausrede hierfür geben dürfte! Enttäusch' mich nicht, Aton." Was sich hier abspielte, bot guten Stoff für ein Theaterstück. Das Drama eines verratenen und verlassenen Königs, dem Größenwahn verfallen. Und hier war er. In der hintersten Reihe. Dazu verdonnert mit Leuten zu diskutieren, die den aktuellen Vorgängen gewiss weit weniger abgewinnen konnten als er. Warum sollten überhaupt alle Bestien hier bleiben? Eine reichte doch. "Lasst Byakko-chan doch einfach eine riesige Barriere ums Dorf ziegen. Problem solved! Lasst mich einfach an diesen Halbgott ran!" Wurde da wer rattig? Seit er damit begonnen hatte, dem legendären Edo Tensei nachzuforschen, hatte er geschätzte tausend Möglichkeiten in Betracht gezogen, wie man große Persönlichkeiten der Vergangenheit zurückholen und ausquetschen konnte. Und jetzt spuckte die Wüste selbst die Antwort aus. Und er? Er wurde davon ferngehalten. Und Asgar ahnte noch nichtmal, was er ihm damit antat. Wie wunderbar!
"Tür auf, die Wette gilt!" kam es schließlich. Die Klinke wurde nach unten gedrückt, die Tür weit aufgeschwungen und ein ertapperndes "HA!" in den Raum gerufen, als wolle er zwei Bestien beim Knutschen erwischen. Irrer Gedanke, aber man wusste ja nie. Aber Pustekuchen. Nur Moor und Heide. Eine imaginäre Trauerlandschaft gepflegter Einsamkeit. Unbesetzte Stühle, die eines Hinterns harrten. Die schwarze Schildkröte hatte mal wieder alle im Rennen geschlagen und kommentierte ihre eigene Leistung mit einem lauten Schnauben. "Übernehme ich die Verteidigung eben selbst. Gleich nach … meinem Riegel!"
Aus der ewigen Finsternis seines Mantelinneren zauberte die erste Bestie vor Ort einen Riegel Schokolade hervor. Noch fein verpackt und heute morgen erst frisch gekauft. Mit einem zufriedenen Lachen warf sich Rasui in seinen Sessel, welcher mit einer kleinen Schildkröte markiert war, und packte den Schokoriegel langsam aus. "Den habe ich mir verdient. Also mache ichs mal sexy." Schokolade musste man hingebungsvoll angehen. Hier stand immerhin ihr Ruf als zarteste Versuchung auf dem Spiel! Erst löste er die äußere Folie und zog sie sanft hinab, dann machte er sich am silbernen Innenfutter zu schaffen, der Aluminiumschale der Freude! Die völlige Blöße gab sich die schokoladige Verführerin aber nicht direkt. Nein, sie startete mit ein wenig freier Schulter und die fand Rasui einfach zum Anbeißen. Das knackende Geräusch brechender Schokolade erfüllte den Raum und ein Genießer seufzte.
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BeitragThema: Re: Besprechungsraum der Bestien   Fr Feb 05, 2016 11:01 am

Was war den eigentlich sein Problem. Mittlerweile wusste er doch das die Briefe die man ihm im Rang einer Bestie zustellte, alle mit einem Siegel belegt waren. Dennoch riss er sie jedes Mal auf ohne vorher das Siegel zu deaktivieren. Die nötigen Fetzen die er dabei erhaschen konnte, waren zum Glück kryptisch aber dennoch ausreichend um zumindest zu wissen, wohin er gerufen bzw gesandt wurde. Er sollte sich eine Notiz schreiben. Der Rote Phönix griff sich also einen Zettel und schrieb darauf: "Notiz an: Mich Selbst, die Briefe !!!!" das musste ihm reichen. Als er sich erhob und langsam auf den Weg in Richtung des Besprechungsraums machte, gönnte er sich noch ein Schlückchen des feinen Sake, welchen er griffbereit in der nähe seines Bettes auf bewahrte. Als sich der aus Reis gewonnene Alkohol die Kehle benetzte, schloss er einmal die Augen, es war wohl wieder einmal so weit... Asgar drehte am Rad. Mit der ihm gegebenen Gewandtheit eines Erdferkels, schwang er sich Empor und Atmete tief durch. Die Brocken die er aus der sich in Flammen aufgehenden Notiz zusammen reimen konnte, deuteten darauf hin, das die Bestien, das Dorf schützen sollten, während der Kage, welcher eigentlich der Verteidiger Nummero Uno sein sollte, was anderes machte. Als er seine Wohnung hinter sich lies, welche im Gegensatz zu den Anwesen vieler anderer Shinobi klein und einfach gehalten war, war ihm noch nicht klar, das jemand genannt Aton irgendwie krasse Vorurteile zu haben schien. Der Weg war zum Glück nicht sonderlich lang und Kibou kannte ihn gut, auch wenn sich die Bestien nicht so oft einfanden, dafür waren sie, genau wie die Gebiete über die sie wachten, einfach zu verschieden. Das einzige was sie wirklich verband, war das Dorf in dem sie lebten, einige von ihnen waren wirklich verrückte Personen, aber das war vielleicht auch der Grund wieso sie diesen Rang bekleideten. Bevor er den Raum betrat, knackte es einmal, es war nicht dieses knacken was man von Holz oder anderem Baumaterial kannte. Seine Hand fror ein, war es das wirklich. Seine Miene, zwar lächelnd aber doch irgendwie angespannt... denn er kannte dieses Geräusch. Als sich seine Hand langsam zum griff wagte, ihn umschloss, war er sich sicher, das musste das knacken eines sehr frischen und besonders leckeren: "SCHOCKORIEGELS !!!!!" er riss die Tür auf und sein Lächeln dem einzigen Insassen zugewandt, während er seinen anderen Arm wie ein Rechtsanwalt ausstreckte den Finger gestreckt, schrie er ihm förmlich nur durch seine Gestik ein lautes "EINSPRUCH !!!" entgegen. Kibou lies die klinke los den Finger und seinen Arm nach wie vor gestreckt ging er Schritt für Schritt auf ihn zu und begann zu philosophieren: "Ich Kibou der Rote Phönix habe geschworen keine Sünde aus zu lassen, niemals eine Freude des Lebens ungeachtet an mir vorüber ziehen zu lassen und nun sitzt du hier. Diese Köstlichkeit verzehrend, so als würdest du mir sagen wollen. Das nur du sie besitzt, dabei muss ich sie auch Probieren! Bevor du ihn verschlingst musst du mir sagen wo du diese Köstlichkeit erworben hast..." er schien etwas zu sabbern, seine Augen schienen sich gar etwas zu öffnen, wie immer Lächelnd, kam er immer näher, schlängelte sich etwas creepy um den Tisch herum. Er senkte den Arm und seinen Finger als sein Gesicht dem der Schwarzen Schildkröte unangenehm nahe kam, dabei fuhr er fort: "...oder du besitzt gar ein weiteres, lässt es mich sofort probieren. Ich muss es wissen ist es köstlicher als die Schokolade, welche der Pandapriester im Gebirge Jenseits der Wüste herstellte. Der Tempel lag auf 4.000 Metern Höhe, nur wenige kamen in den Genuss dieser Köstlichkeit, der Weg war es allemal Wert... nur was wenn dieses Schokolade gar besser ist?" die Bestie zog sich überraschend gewandt einen Stuhl heran ohne dabei sein Gesicht aus dem der anderen Bestie zu entfernen. Es war unwahrscheinlich das diese Schokolade den Aufwand wert war, doch diese Ungewissheit machte ihn fertig.

(ooc: ich muss gestehen ich hab den thread erst gestern gefunden Sorry für warten lassen)
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Nisshoku Rasui
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BeitragThema: Re: Besprechungsraum der Bestien   So Feb 21, 2016 8:41 pm

°oO(Dieses Dorf ist dem Untergang geweiht. Es wird bewohnt von einer Bande inzüchtiger Arschkrampen und regiert von klebstoffschnüffelsüchtigen Dauergrinsern. Wenn und diese Krise nicht in die Knie zwingt, dann die nächste. Oder übernächste. Bis jemand Hirn vom Himmel fallen lässt und mir den feschen Kagehut überlässt! Diese Bestie ist Beweis genug für alles, was in diesem Dorf falsch läuft. Kommt hier reingestürzt und verlangt nach meiner Schokolade. Pah. Wer glaubt er eigentlich, wer er ist? Nichtmal Asgar würde ich an meine Schokolade ranlassen! Zumindest nicht an die ungiftige. Wäre diese Notsituation nicht, würde ich jetzt keine Sekunde zögern, Kibou eine ordentliche Ladung Giftschokolade in den Rachen zu rammen und zuzusehen, wie er sich zu Tode krampft. Aber leider muss ich nach den Regeln spielen. Ich hoffe nur, dass ich das heute nicht mit ihm alleine regeln muss.)

Von irgendwo her erklang ein lautes „OBJECTION!“, die Tür flog auf und im Rahmen stand einer, der noch breiter und häufiger der Welt sein Lächeln zeigte als Rasui selbst. Der Phönix Chikyûs hatte offenbar etwas dagegen einzuwenden, dass sein schwarzer Kamerad die süßeste Versuchung für sich behielt. Andere hätten, ob der Plötzlichkeit seines Auftauchens, wenigstens gezuckt oder die Augenbrauen gehoben. Rasui tat keins von beidem. Nicht, dass es aufgefallen wäre, hätte er die Augenbrauen gehoben. Er saß einfach nur da, regungslos, das erste Stück abgebissener Schokolade noch zwischen den Zähnen, und starrte Kibou an, oder wandte zumindest seinen Kopf in seine Richtung. Ob er ihn wirklich ansah, oder einfach die Besprechungsraum-Verhaltensregeln, welche neben der Tür aufgehängt waren, gerade besonders interessant fand, war nicht ersichtlich.
Als Kibou anfing, dummes Zeug zu labern, sich um den Tisch zu schlängeln und seine Visage in Rasuis Danger Zone zu hängen, wurde der erste Schokobissen endlich in den Mund verfrachtet. Die dem Mund eigenen Bearbeitungsflüssigkeiten machten sich prompt ans Werk, die Schokolade anzugreifen, während Körperwärme-Laserkanonen den Bissen beschossen und ihn langsam auf der Zunge zergehen ließen. Während Kibou seine Fieberfantasien, über Pandapriester und Schokoladentempel, mit ihm teilte, widmete sich die Schildkröte gänzlich dem Geschmackserlebnis jenes ersten Bissens, der kurz darauf den Weg die Speiseröhre hinunter fand und somit den Mund räumte. Irgendeine Schaltzentrale in Rasuis Oberstübchen gab grünes Licht. Der Mund war frei und somit die gesellschaftliche Voraussetzung für anstandsgemäßes Sprechen gegeben.
"Kibou..." setzte er an. Leise, aber gut hörbar, immerhin war der Phönix ihm so nahe, dass er seinen Atem spüren konnte. "... hast du wieder an Papa Rasuis Klebstoffvorräten geschnüffelt?" Zerplatzt waren jegliche Yaoi RasuiXKibou-Fantasien. Mit leicht gehobener Nase machte sich Rasui daran, den Schokoladenriegel wieder einzupacken. Nicht umsonst hatte er ihn so fachgerecht entblättert. Hätte er ihn aufgerissen, wäre dies wohl kaum möglich gewesen. Wenig später war der Schokoriegel auch schon wieder in Rasuis Klamotterie verschwunden und die Schildkröte erhob sich von ihrem Platz.
"Kommen wir zur Sache. Ich war zuerst hier, die anderen haben sich noch nicht blicken lassen. Asgar-chan hat sich selbst entschuldigt." War ja immerhin auch seine Idee gewesen, das Dorf zu verlassen und die Bestien die Drecksarbeit machen zu lassen. "Damit werde ich das vorläufig das Kommando übernehmen. Probleme damit? Nein? Super." Kibous Meinung wurde übergangen. Er konnte sich wehren, aber damit würden sie ja nichts erreichen.
Langsam ging die Schildkröte des Dorfes um den Tisch und lies sich breit grinsend auf dem Stuhl nieder, der eigentlich für den Kage reserviert war. Nur um seinen Anspruch auf die Führung zu untermauern. Und als hätte irgendwer nur darauf gewartet, erschien daraufhin auch direkt eine Schriftrolle mitten auf dem Tisch. Eine Nachricht, dem Besprechungsraum vorbehalten. Rasui warf einen Chakrafaden aus und zog die Schriftrolle zu sich heran. Neugierig öffnete er sie und las.
"An die hochverehrten Bestien … bla bla bla … Drache und Tiger sind verhindert … bla bla bla … vollstes Vertrauen in ihre Fähigkeiten … bla bla bla … sie schaffen das zu zweit. Gezeichnet: Das Kageamt." Stille. Dann las Rasui nochmals stumm für sich, ehe er die Schriftrolle beiseite legte und Kibou fixierte. "Du und ich. Wir zwei. Rocken das! Jetzt! Irgendwelche Einwände?" Nicht, dass er Einwände zulassen würde. Als Aushilfskage würde er sich nur mit Zustimmungen begnügen. Oder eher einer Zustimmung, die Wahl lief ja heute reichlich solitär ab.
Damit Kibou die Nachricht selbst lesen konnte, und tatsächlich standen darin einige Blablablas, schob er ihm die Schriftrolle selbst zu und zog dann erstmal eine große Übersichtskarte des Dorfes unterm Tisch hervor, breitete sie aus und sah sie an. "Also: Wir sollen die Verteidigung des Dorfes organisieren, haben keinen Kagen und nur zwei Bestien zur Verfügung. Schlage vor, wir rufen erstmal alle Teams, die noch in der Nähe operieren, zum Dorf zurück und setzen reguläre Missionen fürs erste aus. Dann brauen wir mehr Aufklärung, es sei den, du weißt schon mehr als ich über unsere Situation." Diesmal durfte Kibou Einwände anbringen. Aushilfskage oder nicht, Rasui war sich nicht zu fein, Fremdvorschläge mit einzubringen. Sofern sie ernstzunehmen waren und nichts mit Exkursen ins Land der Schokopandapriester zu tun hatten, was, wie Rasui im Nachhinein feststellte, irgendwie rassistisch klang.
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BeitragThema: Re: Besprechungsraum der Bestien   Di Feb 23, 2016 5:02 pm

Vielleicht wurde er ja gar nicht Schildkröte genannt, weil er so langsam war, sondern weil er alles hinter einem Panzer versteckte. Freundliches miteinander, Charme, Charisma... gutes Aussehen? Der Phönix sah mit an, wie er in einem Prozess von absoluter Präzision, das Papier wieder um den Riegel wickelte, fast noch perfekter als zuvor. Er beneidete ihn um diese Fähigkeit. Er selbst besaß nicht einmal die Disziplin den Riegel nicht in einem Zug auf zu essen. Als er dann mit ansah, wie die Schildkröte sich erhob, sank er selbst in den Sitz auf dem er zuvor aufgekniet hatte. Dieser Riegel, er roch famos, der Schmelz er wäre sicherlich Fantastisch gewesen. Das die andere Bestie etwas unschön über ihn dachte, war ihm gleichgültig, auch wenn er selbst glaubte das es wohl besser wäre, wenn sich die Bestien hin und wieder auch mal gut verstanden. Der Satz ob er am Klebstoff geschnüffelt hätte wurde mit einem freundlichen: "Du könntest mir wenigstens sagen wo du ihn her hast ?!" quittiert. Sei es drum, ein viel schlimmeres Manko der Bestien war anscheinend der mangelnde Einsatzwille, den zwei der vier Bestien waren gar nicht erst aufgekreuzt. Kibous Miene würde sich verfinstern, wäre er nicht am Lächeln. Natürlich, riss sich die Schwarze Schildkröte dann alles unter den Nagel was nicht Niet und Nagelfest war. Er war zuerst da, das akzeptierte Kibou er rechnete ihm hoch an das er letzten Endes überhaupt gekommen war. Er kannte die Bestien zwar alle, doch sie wurden eben nicht ausgesucht weil sie alle so nette Kerle waren. Rein ihre Fähigkeiten waren es, die sie in ihren Rang erhoben. Mal abgesehen von der Tatsache, das ihr Kage nichts lieber tat, als das Dorf bei jeder Gelegenheit zu verlassen und entgegen seiner Rolle als Anführer und vermeintlich stärkstem Shinobi, es lieber den Bestien zu überlassen, das am Ende noch genug Dorf zum Regieren da war wenn er wieder kam. Als Die Schildkröte dann ihre eher spärliche Auftakt rede hielt, klatschte Kibou etwas, weniger hämisch als bestätigend, das er durchaus bereit war das Dorf, im Zweifel auch alleine zu beschützen. Die Hand zu einem High Five aus zu strecken konnte er sich wohl sparen, war ja niemand sonst am Tisch. "Hört, hört..." gab er noch zum Besten, ehe er dann eine Schriftrolle und die Karte des Dorfes zu sehen bekam. Im Gegensatz zu den anderen, hatte er ja ein leichtes Problem damit die Nachrichten zu öffnen ohne das sie in Rauch aufgingen. Das klang alles irgendwie nach diesem Manga das er gelesen hatte, das Tor zu den Sternen, wo Pyramiden Andockstationen für Raumschiffe waren. Er hob seinen Kopf: "Eine Pyramide... einfach so ? Aus dem nichts?!?!" damit hatte sich dann wohl auch die Frage geklärt ob er mehr über die Situation wusste als die Schildkröte. Dem war nicht so, er war noch etwas überrascht und sich nicht ganz sicher, wie man sich gegen jemanden schützen sollte, der eine Pyramide mal so eben, aus dem Boden stampfte. Kibou lies seinen Finger über die Karte wandern und meinte dann: "Wenn wir davon ausgehen, das es einen Angriff geben könnte, dann sollten wir so viele Einwohner wie möglich in die Bergwerke im Norden bringen. Die Frage ist nur ob wir so viele Shinobi abstellen können. Das Reich ist einfach zu groß um es Flächendecken zu schützen. Am einfachsten wäre es wenn wir eine Linie..." er mahlte eine imaginäre Linie auf der Karte zwischen der Wüste und dem Reich: "...mit Sensorshinobi versehen. Dann könnten wir zumindest den Bereich eingrenzen von dem uns Unheil droht." er tippte mit seinem Finger auf den Tisch, während er sich seinen imaginären Bart kraulte: "Die Missionen aus zu setzen sollte auf jeden fall der erste Schritt sein, da Stimme ich zu." war das letzte was er sagte.
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Nisshoku Rasui
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BeitragThema: Re: Besprechungsraum der Bestien   Fr Feb 26, 2016 8:14 pm

°oO(Jaa, mein Lieber, eine Pyramide. Einfach so. Aus dem Nichts. Direkt vom Wüstensand ausgekotzt und keiner weis bislang, was es damit auf sich hat. Das gibt einem doch zu denken. Pyramiden sind Grabstätten. Warum ein wer-weiß-wielang verschüttetes Grabmal bergen? Verbirgt sich darin eine Mumien-Armee? Dann sollte ich Tayunes Flammenwerfer schonmal vorheizen! Was mir aber gerade mehr Sorgen bereitet: Was, wenn die Pyramide mittem im Nichts nur ein Probelauf war? Was, wenn die nächste Pyramide … sagen wir mal … hier im Dorf auftaucht? Ich habe per se ja nichts gegen megalomanische Geometrie, aber solche Bauwerke zeitloser Schönheit sind doch am besten an der frischen Luft aufgehoben, nicht in einem unterirdischen Dorf, wo sie womöglich die Decke zerkratzen.)

Unterm silbernen Haar verborgen wurde die Stirn gerunzelt und die Karte studiert. Kibous Nachfrage wurde mit einem sanften "Ja." beantwortet. Ja, er könnte Kibou seine Schokoladenquelle Preis geben. Tat er aber nicht, denn so genau hatte man ihn nicht gefragt. Außerdem war die Frage im Moment eher von nachrangiger Bedeutung. Viel wichtiger war das Dorf. Und der Phönix, Sklave seines Strebertums, sorgte sich natürlich umgehend um die Sicherheit der Zivilbevölkerung und wollte sie in Sicherheit gebracht wissen. "Dafür haben wir Notfallprozederen. Und wo du es gerade ansprichst: damit klärt sich auch schonmal die Verfahrensfrage für unsere jüngeren Kaliber. Schlage vor, die Genin bringen die Bevölkerung in die vorgesehenen Schutzeinrichtungen, beaufsichtigt von einigen Chuunin, welche vorzugsweise im Umgang mit Doton geschult sind. Sollte der Feind auf einen Massenmord aus sein, können sie so Jugend und Zivilisten in Sicherheit bringen, während wir die Stellung halten." Dann würde Kuro ebenfalls in Sicherheit gebracht. Gut so. Er wollte sein langjähriges Studienobjekt nicht während eines jämmerlichen Angriffs auf das Dorf verlieren.
Ob der Feind überhaupt solch grimmige Pläne verfolgte, blieb natürlich erstmal abzuwarten. Aber besser, man schmiedete schon Pläne für den schlimmsten Fall. Hatte der Feind weniger blutige Pläne, würden ihn die Zivilisten erstmal weniger kümmern als die wehrhaften Eliten des Dorfes.
"Eine möglichst flächendeckende Aufklärung per Sensor-Ninja ist definitiv notwendig. Dabei sollten wir aber unbedingt Sensoren in der Hinterhand behalten und nicht alle für eine Sensor-Linie auf halbem Wege Richtung Wüste verschwenden." So eine breite Front aus Spähern würde dann zwar den Feind kommen sehen, aber nur, wenn er tatsächlich auch aus der Richtung kam. Ohne Sensoren im Dorf, während sie blind für einen Angriff aus anderen Richtungen.
Zur Annahme von Kibous Vorschlag zog Rasui eine schwarze Linie, wo der Phönix sie zuvor vorgeschlagen hatte. Dann zog er einen Kreis um ganz Chikyû To und malte dann noch einen zusätzlichen Kasten, der das Zentrum und das Nordviertel, praktischerweise Rasuis Viertel, beinhaltete. "Wir werden Kekkai-Trupps benötigen, um uns so gut wie möglich zu schützen. Ebenso brauchen wir Sensoren, falls der Feind einen Hinterhalt plant und unsere Späherfront umgehend konnte. Die Späherfront nennen wir einfach mal Front 1. Im Optimalfall, wird der Feind direkt bei Front 1 entdeckt und wir senden Shinobi aus um ihn aufzuhalten, bevor er uns zu nahe kommt. Gelingt das nicht, wird Front 2 eröffnet." Er fuhr mit dem Finger den Kreis nach. "Das ist unsere Hauptfront, dementsprechend werden wir hier auch unsere Streitkräfte versammeln. Die einzelnen Viertel werden wir verteidigen wie wir nur können. Aber wir brauchen definitiv einen Backup-Plan. Und zwar Front 3!" Jetzt fuhr er mit dem Finger den Kasten um die Hauptstadt und das Nordviertel nach. "Mal angenommen, wir verlieren zu viel an Boden. Viel zu viel an Boden. Dann sind diese beiden Bereiche, Hauptstadt und Nordviertel, unsere letzten Bastionen. Im Nordviertel, wo wir ja unsere Bevölkerung in Sicherheit gebracht haben, … " Ach ja, hatte schon was Gutes, der Herr über das Bergwerksviertel zu sein. Er konnte hier ganz nebenbei die Sicherheit seines Viertels an oberste Stelle setzen, ohne in Gefahr zu laufen, verdächtigt zu werden, einfach nur später in der Öffentlichkeit gut dastehen zu wollen. " … und in der Hauptstadt, wo wir im Falle einer endgültigen Niederlage lieber vorsorglich geheime Unterlagen und den ganzen anderen heißen Shit vernichten, bevor es dem Feind in die Hände fällt." Genauer gesagt; er würde das eine oder andere seiner geheimen Laboratorien aufsuchen und seine Unterlagen bezüglich des Edo Tenseis und der Menschenpuppen mitnehmen. Vernichten würde der die nur über seine Leiche. Ernsthaft!
Nachdem er nun wieder etwas viel geredet hatte (da kam man sich aber auch direkt gleich wichtig und geil vor!), sah Rasui ganz unschuldig aus den Augenwinkeln heraus zu einem Wasserspender, der im Raum dürstenden Bestien und Kagen harrte. Ob Kibou wusste, dass Rasui keine öffentlichen Wasserspender benutzen durfte, seit diesem kleeeeiiiiinen Experiment im Kageamt? Fiel der hier überhaupt in die Kategorie 'Öffentlich und tabu für Rasui'? Es kam wohl auf den Versuch an. Während er Kibou Zeit lies, die geschilderten Pläne in sein grinsendes Hirn einzubrennen, schob sich Rasui langsam vom Tisch und stoffelte Richtung Wasserspender. Er könnte aus seinem Hut trinken, natürlich. Aber der Wasserspender hier bot sich ihm so verheißungsvoll an. So lüstern, wie eine Konoha-Dirne während der Happy Hour, so erfrischend kalt wie eine Chigiri-Bordsteinschwalbe. Und, oh Wunder der Neuzeit, sie entblößte frech den Schriftzug 'Mineralwasser – Extra sprudelig!'. Wie konnte er da wiederstehen? In sein Hutsiegel kriegte er zwar Wasser, aber so richtig sprudelig bekam er es einfach nicht hin. Es war genug, um den Durst zu löschen … aber nicht das Verlangen nach prickeliger Genugtuung auf der Zunge! Während Kibou also tat, was auch immer Kibou so machte, wenn er unbeaufsichtigt war, streckte Rasui einen Arm aus, oder eher eine Hand, um einen Wegwerfbecher zu greifen und ihn bis oben hin mit Mineralwasser zu füllen.
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Tencha Anda
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BeitragThema: Re: Besprechungsraum der Bestien   Sa März 12, 2016 6:32 pm

„ ASGAAAAAAAAAAAAAAAAR?!“

Eine laut schreiende Frauenstimme hallte durch die Gänge des Kagegebäudes gefolgt von einem dumpfen Aufeinanderschlagen von einer Tür und ihrem Rahmen. Die Erschütterung leitete sich durch die Wände fort und zeugte davon mit welcher Wucht sie zugeschlagen worden sein musste. Wütend stapfte sie hinunter, erneut an den Wachen vorbei, bei denen sie sich zuvor nach ihrem Sohn erkundigt hatte – und das sogar in einem humanen Tonfall samt leiserer Lautstärke. Nachdem diese ihr jedoch gesagt hatten, dass er bereits vor mehr als einer Stunde zusammen mit Forest, dem Ota-Jungen und einer Erbin des Sandclanes aufgebrochen war, hatte sie eine der Wache angeschrieen als hätte es irgendetwas an der Tatsache geändert. „ Was soll das heißen er ist bereits aufgebrochen? Was denkt sich dieser Vollidiot eigentlich?!“ War man sich nicht sicher, dass es Tencha Anda war die einem gegenüber stand, so wäre man es jetzt. Nur wenige würden sich trauen, dass zu ihm zu sagen. Außer Anda wohl noch Forest, aber dann wohl kaum einer mehr.
Sie hatte nicht wahrhaben wollen, dass er bereits ohne sie gegangen war, war sie wütend in seine Wohnung gestapft. Doch da war er nicht, genauso wenig wie in seinem Büro. Dabei war es doch so abgemacht worden. Er hätte ruhig eine weitere Stunde auf sie warten können. „Elender Verräter.“ Schimpfte sie auf dem Weg die Treppen hinunter und machte damit ihrem Ärger Luft. Was bildete er sich bitte ein, sie zurück zu lassen? Jetzt blieb ihr keine weitere Beschäftigung mehr übrig außer in ihrer Glaskugel alles zu folgen und zu spann… nein Moment, so etwas für die ehrwürdige Kage niemals tun. Und um andere zu beobachten.
Das hier hätte alles anders laufen. Anda hätte an Asgars Stelle zu der Expedition aufbrechen müssen. Oder nicht unbedingt Anda, aber zumindest nicht Asgar. Der Kage war die verdammte letzte Verteidigung dieses Dorfes und hatte nicht an vorderster Front als erstes im Krieg zu sterben. Abgesehen davon, dass jedoch noch kein Krieg im Gange war, ließ sich ihr Sohn das sowieso nicht sagen sondern wollte lieber seinen Spaß. Das war Quatsch. Anda konnte sich das jetzt leisten, wie an vorderster Front zu kämpfen, wie sie es vor ihrer Amtszeit stets geliebt hatte und auch jetzt hin und wieder tat. Aber Asgar war Kage, wann ging das in seinen verdammten Schädel rein, das er nicht so leichtfertig mit seinem Leben umzugehen hatte. Nicht das er nicht stark war, er könnte sie mittlerweile sogar sicher besiegen, aber das gab ihm immer noch nicht das Recht ohne sie loszuziehen! Betonung lag auf ohne sie. Darüber nachdenkend, was sie eigentlich wirklich aufregte kam sie zu dem Schluss, dass es von allem ein wenig war und am meisten von Asgar. Zähneknirschend stapfte sie leicht trotzig den weiteren Weg hinunter.
In einem der tieferen Stockwerke stellte sich dann eine Frau zusammen mit einer Shinobi Wache in den Weg. Scheinbar hatte sie Angst ihr alleine entgegen zu treten, da sie einen zu lodernden Ausdruck in ihren Augen hatte. Was meistens nichts Gutes bedeutete und damit endete, dass irgendjemand oder irgendetwas zertrümmert wurde. Ohja und sie wusste auch wenn sie heute Abend zertrümmern würde. Nun oder vielleicht nicht ganz. Man brauchte ihn ja noch zum Regieren, sonst müsste am Ende sie noch die Geschäfte wieder übernehmen. „Anda-sama.“ Begann die Frau mit zaghafter Stimme und erschrockenem Gesichtsausdruck zu sprechen. „ Der Kage lässt Euch ausrichten, dass es von Vorteil wäre, wenn ihr den beiden anwesenden Bestien Gesellschaft leisten würdet um für den Fall oder Fälle die Verteidigung der Stadt vorzubereiten.“ „ Das sagt er also?“ gab Anda grimmig zurück und verschränkte die Hände vor ihrer Brust. „ Es sieht ihm ähnlich mich hier zurückzulassen und mich dann für ein Kaffeekränzchen einzuteilen.“ Ohne der Frau zu eröffnen, ob sie nun zu den Bestien gehen würde oder nicht schritt sie an ihr vorbei. Ihr Ziel war die Küche der hier Arbeitenden. „ Ich brauche jetzt erst einmal Alkohol. Ich ertrage es nicht länger.“ Sprach sie in einem leiseren Tonfall mehr zu sich selbst, doch laut genug als das umstehende es noch hören konnten. Wohlwissend wer hier immer die ein oder andere Flasche Sake versteckte, nahm sie gleich alle die sie finden konnte zusammen, um bis auf eine sie zunächst einmal in ihrem Arm zu verstauen.
Die kühle Flüssigkeit rann ihr die Kehle herunter und wohlig seufzend lehnte sie sich für einen kurzen Moment an die Wand um tief durchzuatmen. Es brachte jetzt alles nichts sich weiter für einen unfähigen Sohn aufzuregen. Der im Grund gar nicht so unfähig war, aber es tat gut so über ihn zu reden, wenn man auf ihn wütend sein wollte.
Mittlerweile würde er sicher schon an dem Punkt eingetroffen sein, an dem die Späher die Pyramide gesichtet hatten und er würde vielleicht sogar diplomatische Verhandlungen mit jemand aus der Urzeit führen. Wahr oder unwahr. Fakt war, dass nur 4 Shinobi einem sich Gott nennenden Wesen gegenüber stellten. Wer wusste, ob er nicht tatsächlich einer war und das Dorf vernichten könnte, wenn es nicht das tat was er wollte. Konnten sie ihm standhalten, wenn es dazu kommen würde? Nachdenklich trank sie einen weiteren Schluck, stieß sich von der Wand ab und ging wieder aus der Küche. Einen nicht ganz so gereizten Ausdruck auf ihrem Gesicht tragend, steuerte sie das Missionsbüro an, um sich darüber zu informieren, wie viele Shinobi für den Fall der Fälle überhaupt hier waren. Schließlich sollte sie mit zwei Bestien ja eine Verteidigung aufbauen. Asgar würde das nicht sagen, wenn er sich nicht sicher wäre, dass es passieren könnte.
Da sie nicht darauf warten wollte, bis alles zusammengetragen war an Information und sie ihre Nerven nicht überstrapazieren wollte, zumindest nicht gerade, machte sie sich nach dem Abstecher in diese Abteilung in einen ganz anderen Bereich auf. Einen für Bestien, einen an welchem sie selbst mitgearbeitet hatte, was die Siegel zu ihrem Schutz angingen. Barrieren waren nur eines der Dinge die den Bereich vor ungebetenen Gästen schützten.
Als sie endlich vor der Tür des Besprechungsraumes angekommen war, hatte sie bereits eine weitere Schimpftirade hinter sich, als sie gemerkt hatte, dass eine der Barrieren sie fast nicht durchgelassen hätte. Immer noch grummelnd spülte sie ihren Ärger mit einem weiteren Schluck Sake herunter, dem einzigen was sie offenkundlich bei sich trug. Die Klinke hinunter drückend, lauschte sie, doch bisweilen waren keine Stimme zu hören. Sollten nicht zwei der Bestien bereits anwesend sein? Und sollten sie nicht etwas planen? Redete man nicht normalerweise dann mit einander? Die Augenbrauen zusammenziehend stieß sie schließlich die Tür auf und erkannte den Grund. Nur einer war da. „ Hallo.“ Kam es über ihre Lippen als die Tür hinter ihr ins Schloss fiel und ihre Worte fast verschluckte. “ Nisshoku Rasui, wo habt ihr die zweite Bestie gelassen? Oder geltend ihr mittlerweile als zwei?“ fragte sie ihn offen heraus. „ Wie es aussieht werde ich mich dann mit Euch über die Verteidigung unseres Dorfes unterhalten müssen. Wobei es fabelhaft wäre, wenn ihr dies alleine unter Bestien klären könntet und ich mich derweil anderen Dinge zu wenden könnte.“ Wie genau diese anderen Dinge aussahen, sah man nicht unbedingt in ihrer Hand, sondern war eher rund und aus Glas.
Den Raum durchschreitend nahm sie gegenüber der Tür Platz, stellte die Flasche vor sich auf den Tisch und fragte höflicherweise: „ Auch etwas?“ bevor sie begann einen Stuhl zu sich heran zu ziehen, um sich schräg auf ihren eigenen zu setzen als das sie auf diesen ihre Füße legen konnte.
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Nisshoku Rasui
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BeitragThema: Re: Besprechungsraum der Bestien   Mi März 16, 2016 6:28 pm

°oO(„Oh, Nisshoku-san, das habt ihr euch aber toll ausgedacht. Ich wünschte mein verschrumpeltes, dauergrinsendes Vogelhirn wäre auch nur Ansatzweise zu ähnlichen Geistesblitzen und wasserdichtgeschmiedeten Plänen in der Lage.“ „Ha, das hättest du wohl gern, Rotkäppchen! Es kann nur ein Superhirn in Chikyû geben und das steht hier vor dir!“ „Wie wahr und gut sieht unser Superhirn auch noch aus, da schießt mir ja glatt die Milch ein, wenn du verstehst was ich meine.“ „Ich verstehe absolut, aber das sollten wir uns für nach der Besprechungsaufheben. Wer weiß, vielleicht ist in Besenkammer 3 noch genug Platz für eine zweite … Unterredung. Na, knick-knack?“ „Oh jeh, sie machen mich ja ganz verlegen, sie schlimmer sie. Ich hoffe für die Zukunft des Dorfes, dass sie demnächst diesen Unhold Asgar ablösen werden.“ „Na klar doch. Ist nurnoch eine Frage der Zeit.“ „Ich nehme an, sie hätten unter ihrem Schreibtisch dann noch ein wenig Platz für einen … hm … Untersekretär?“ „Unter meinem Schreibtisch ist genug Platz für fünf von deiner Sorte.“ „Werds meinen Kagebunshin ausrichten, hihihi.“)

Was sich da irgendwo im Reich der Tagträume abspielte, war wirklich nicht mehr feierlich. Kibou-san saß auf seinem Platz und mimte die dümmliche, leicht rumzukriegende Jungfer, während Rasui den Vorzeige-Mann spielte, die Brust herausstreckte und mit den Feind allein mit seinen meisterlichen Strategien in die Flucht schlug. Am Rande der Veranstaltung klatschen die Fans, Scheinwerfer richteten sich auf Rasui und Asgar trat, gekleidet in ein Dirndl, den Kagehut an die schwarze Schildkröte ab. Die Realität sah leider ein wenig anders aus.
Als Anda den Besprechungsraum betrat, war Rasui tatsächlich allein. Kein Kibou weit und breit. Auf dem Platz des Phönix' saß stattdessen eine bezaubernd schöne Puppe, Tayune, Rasuis Favorit. Gesteuert durch die geschickten Fingerchen ihres Puppenspielers, ahmte sie Kibou stumm wie eh und je nach, wenn auch ziemlich überzeichnet feminin. Rasui stand derweil am Wasserspender, genoß zur Abwechslung mal sprudeliges Wasser, statt dem faden Wasser aus seinem Hut, und war anscheinend völlig mit sich selbst beschäftigt. Ab und zu sprach er auch mal mit sich selbst, aber der Großteil seiner … Fantasie spielte sich einzig im silberbehaarten Kopf ab.
"Da haben wirs, drei Fronten. Ist doch ganz einfach. Wobei eigentlich immer nur eine davon eine Front sein kann. Die anderen sind mehr … Hinterhand-Stellungen. Ich nenns trotzdem Front, auch wenns nicht durchgehend vorn liegt." murmelte er eben in seinen nichtvorhandenen Bart, als Anda auf sich aufmerksam machte. Ihre simple Begrüßung riss ihn aus der Tagträumerei, in die ihn seine erbarmungswürdige Einsamkeit gestoßen hatte, und veranlasste ihn, den Blick so ruckartig von seinen Karten und Notizen zu nehmen, dass sein Nacken bei der jähen Kopfbewegung ein lautes, unschönes Knacken vernehmen lies. Rasui stöhnte leise auf, rieb sich den Schmerz weg und nahm noch einen großen Schluck Wasser, ehe er sich Anda widmete.
"Die zweite Bestie? Sitzt doch da!" Tayune war schon eine Bestie von Puppe, aber keine Bestie im Sinne des Ranges. Trotzdem wies Rasui in völliger Überzeugung, sich nicht alles gerade geschehene eingebildet zu haben, auf seine Puppe an Kibous Platz und realisierte erst in dem Moment, was hier wirklich los war. "Wow und ich dachte, es könnte nicht noch schlimmer kommen, nach der Nachricht, dass die beiden anderen Bestien verhindert sind." Offenbar war er nun derjenige, der ein wenig zu sehr am Puppenklebstoff geschnüffelt hatte. Mit im Verborgenen gerunzelter Stirn griff Rasui nochmals zu der zuvor ihm zugesandten Schriftrolle mit der Nachricht betreffend der beiden anderen Bestien. Er las, nickte und pfefferte die Schriftrolle schließlich in eine Ecke. Sein Verstand musste vorhin an der Stelle ausgesetzt haben, an der in der Schriftrolle stand, dass auch Kibou, und damit die dritte Bestie, nicht erscheinen würde, da er gerade im Zuge einer Mission ziemlich übel 'geowned' worden war, wie es die Jugendlichen von heute wohl sagen würden.
"Dass manchmal aber auch alles zusammenkommen muss! Asgar scheißt auf seinen Job, die Bestien fahren zum Teufel und ich darf hier den Hauself spielen, nur damit am Ende wieder wer anders die Lorbeeren erntet." Und mit 'wer anders' war natürlich Asgar gemeint. Dem tolligen Kage würden sie jeglichen Ruhm zusprechen, wenn hier alles rund lief. Trotz der Tatsache, dass er sein Dorf im wahrsten Sinne des Dortes im Stich gelassen hatte und auf Konfrontationskurs mit einem Feind gegangen war, den sie nichtmal ansatzweise verstanden. Aber zumindest ein Licht am Ende des Tunnels gab es noch. Ein letztes Aufbegehren der Hoffnung in Rasuis rabenschwarzem Herzen.
Als hätte er jetzt erst wirklich realisiert, wem er da gegenüberstand, breitete Rasui die Arme aus und grinste. "Aaaaaanda-samaaaa. Seit ihr hier, um mir mitzuteilen, dass ihr Asgar den feschen Kagehut wieder abgenommen habt? Oder wollt ihr ihn gar mir überreichen?" °oO(Bitte, Bitte, Bitte, Bitte, Bitte, Bitte, Bitte, Bitte, Bitte, Bitte, Bitte, Bitte, Bitte!) Sie war es nicht. Rasui sank ins einen Stuhl, mit kaum zu lesender Mine. Sie war hier um mit ihm die Verteidigung zu organisieren. Wobei es fabelhaft wäre, wenn die Bestien dies unter sich ausmachen könnten. Bestien. Plural. Leider war Rasui nur ein solitäres Wesen, egal wie sehr er auch versuchte mit Tayune den Anschein des Gegenteils zu erwecken. Aber zum Glück hatte er in seinem Tagtraum bereits alles ausgearbeitet und tatsächlich hatte er dabei auch in der Realität sämtliche Pläne aufgezeichnet. Die Karte, die vor ihm auf dem Tisch lag, gab detailgetreu wieder, was Rasui durch den Kopf gefahren war.
"Nein, ich hab noch." antwortete Rasui auf Andas Frage, ob er etwas von ihrem Alkohol abhaben wolle. Sie hatte Sake. Er hatte Mineralwasser, den härteren Shit also. "Nun, meine vier gespaltenen Bestien-Persönlichkeiten haben folgenden Plan ausgearbeitet. Wir bilden eine Späherfront zwischen hier und der Wüste, um feindliche Aktivitäten in der Gegend so schnell es geht erfassen zu können, sammeln uns in Chikyû und warten erstmal ab, was passiert." Es konnten ja nicht alle Shinobi Chikyûs blind auf diesen Aton zurennen, wie Asgar es scheinbar gerade tat. "Wir konzentieren unsere letzte Verteidigung auf die Hauptstadt und das Nordviertel, wo wir übrigens auch unsere Zivilisten in Sicherheit bringen werden." Das Nordviertel wurde damit auch automatisch gut geschützt werden, was hoffentlich seinem Ruf ein wenig Aufschwung gewährte. "Bevor wir Pläne für einen Gegen- und/oder Großangriff schmieden, brauchen wir etwas mehr Informationen. Da wäre eine Rückkehr der bereits ausgesandten Teams, zu diesem Aton und der Pyramide, von Vorteil." Wenn sie nicht zurückkämen, musste wohl vom schlimmsten ausgegangen werden. "So oder so, wir setzen erstmal die Missionsvergabe aus, holen Shinobi zurück, und organisieren die Verteidigung unseres Grund und Bodens." Notfallpläne waren schon geschmiedet, aber wie die Hauptverteidigung organisieren? Chikyû war ziemlich groß. Da musste man irgendwo Abstriche machen, oder Truppen weitläufig aufsplitten. "Irgendwelche Fangesänge aus der ehemaligen Kagekurve?"
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Tencha Anda
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BeitragThema: Re: Besprechungsraum der Bestien   Do März 17, 2016 10:51 pm

Die ‚zweite Bestie‘ sah vielleicht danach aus, war aber nicht die, die man ihr angekündigt hatte. Keine der drei anderen. Bis auf den Nisshioku war dieser Raum leer. Die Frage wo die anderen waren, lag Anda auf der Zunge, doch sie würde von Rasui womöglich keine Antwort bekommen. Verhindert waren sie, so würde es heißen, etwas das nicht wirklich Ausschluss darüber geben würde.
Dieser Kerl war tatsächlich etwas merkwürdig, wie er mit seiner Puppe redete als wäre sie ein Mensch. Doch sie würde ihn lassen. Solange er seine Arbeit tat, gab es kein Grund an seiner Persönlichkeit etwas zu ändern. Und seine Aufgaben erfüllten bislang zumindest mit Bravour. Negatives war ihr noch nicht zu Ohren gekommen.
Bei ihrem Reinkommen schien sie ihn aus einem Tagtraum gezogen zu haben. Nichts was sie großartig bemerkt hatte, zu sehr war sie damit beschäftigt gewesen auf ihren Platz zu gehen, sich über Asgar aufzuregen und ihre Gedanken um Alkohol und ihre Glaskugel kreisen zu lassen. Wie es schien machte sich Rasui bereits um die Verteidigung seine Gedanken. Karten und Notizen lagen vor ihm ausgebreitet und… ein Glas Wasser. Wie grauen erregend. Anda trank es mittlerweile nur noch sehr selten, was vielleicht auch daran lag, dass sie nicht mehr so häufig wie früher einen klaren Verstand beibehalten musste. Doch so wie sie die Tatsache nun einschätze, würde es kein so entspannter Tag werden, wie sie sich vor wenigen Minuten noch erhofft hatte.
„ Eine Puppe hilft uns nicht dieses Problem zu lösen.“ Konterte sie trocken. Es würde also keine zweite Bestie geben, schloss sie aus seinen Worten und wirkte etwas nachdenklich. „ Meine Gesellschaft ist nicht die schlechteste. Aber ihr habt Recht. Es wäre angenehmer als vier Bestien hier zu wissen. Doch seht es einmal so. Nur wir beide, das heißt wird um einiges leichter sein Entscheidungen zu fällen.“ Was gar nicht mal so falsch war, abgesehen davon, dass es eine Pat Situation gab, sobald sie unterschiedlicher Meinung waren.
Seufzend erhob sich Anda wieder, um sich ebenfalls aus dem Wasserständer ein Glas Wasser zu holen. So sehr sie dieses Zeug auch nicht mochte und zumindest die eine Sake Flasche leeren würde, brachte es ihr in dieser Situation rein gar nichts, sich zu betrinken. Wieder auf ihrem Platz sitzend, blickte sie ernster zu Rasui und lauschte seinen Plänen. Zumindest hatte sie das vor gehabt, doch erst jetzt schien diese Bestie zu bemerken, dass Anda Anda war. Denn nachdem er sich über die Aktion seines Sohnes beschwert hatte, ihrer Meinung nur zurecht, weshalb sie zustimmend nickte, wollte er wissen, ob sie wieder Kage war oder Rasui als Kage ernennen wollte. Eine Augenbraue hochziehend, sah sie ihn amüsiert an. „ Mein Sohn ist ein guter Kage, wenn gleich ich seine heutige Entscheidung ebenfalls nicht gut heiße. Und ihr seid eine hervorragende Bestie und nun für unser Dorf fast wie ein Kage… Nur ohne den Hut.“
Seinen Plänen folgend, blickte Anda nachdenklich herein. Es war gar keine so schlechte Idee, die er präsentierte, doch sie hatte Lücken.  „ Eine Spähfront ist sicher ratsam. Doch wir sollten nicht zu viele Shinobi für sie verbrauchen. Vor allem weniger Sensor Shinobi als normalerweise. Wir haben nur wenige und die Anzahl wird noch dezimiert durch die Tatsache, dass einige außer Reichweite sind. Ich denke, dass es ratsamer ist sie näher beim Dorf zu halten. Ich werde meine Künste jedoch nutzen um ein wachsames Auge auf die Grenzen zu haben. Wenn es soweit ist, sorge dafür das zumindest in einem 12 km Radius keiner unbemerkt sich bewegen kann.“  Gab sie ihm auf den ersten Teil zur Antwort.
„ Das Nordviertel wäre eine gute Wahl. Die Bergstollen sind gut um sie zu verbergen. Doch gibt es auch genügend Möglichkeiten sie selbst daraus zu evakuieren? Denn was passiert im Falle das ein Stollen zusammenbringt? Und wie wollt ihr so schnell die Menschen aus dem Südviertel dorthin bringen. Ich halte es besser, wenn die Menschen in der Hauptstadt in Sicherheit bringen. Die meisten Krieger sind hier und sie liegt zentral. Alle würden einen gleich weiten Weg haben und es könnte sowohl eine schnelle Evakuierungen aller vollzogen werden als auch eine schnelle Versorgung mit Lebensmittel und anderem notwendigen. Das Problem am Nordviertel wäre auch, unwahrscheinlich, sollte jedoch nicht außer Betracht gelassen werden, dass im Norden eine weitere Front auftaucht. Was dann, Nisshioku-san?“ wandte sie ein und stützte mittlerweile ihr Kinn auf eine Hand.
„ Habt ihr euch bereits Gedanken um das Feldlazarett gemacht?“ Eine wichtige Sache, sollte es tatsächlich zu einem Krieg kommen. Sei es nur um den Feind zurückzuschlagen. Aber in jedem Kampf gab es Verletzte und diese mussten behandelt werden. Es war besser bereits jetzt mit den Vorbereitungen zu beginnen als sie später im Chaos durchzusetzen, wo die Hälfte improvisiert werden musste. Doch dafür saß sie hier schließlich mit dieser Bestie.
„ Es wird noch dauern.“ Sagte sie Gedanken verloren. Ein paar Trupps waren bereits zurück gekehrt, doch gaben ihre Berichte kaum mehr Informationen her als Rasui in seinem Satz bereits eingebaut hatten. Die meisten Teams waren erst vor wenigen Stunden aufgebrochen. Sie jetzt schon wieder in der Stadt zu wissen, wäre einfach unwahrscheinlich. „ Möglicherweise … Dieser Aton. Ist er nicht jemand aus Geschichten? Gibt es ein Buch, wo seine Fähigkeiten beschrieben werden? Oder jemand aus diesem Sand Clan, der etwas beisteuern könnte?“ Das einzige wie sie momentan zumindest an Informationen heran kommen könnten.
Ein Klopfen und ein Shinobi steckte den Kopf in den Besprechungsraum. Sicher ein Jonin, sie erkannte sein Gesicht, konnte jedoch weder Namen noch Rang konkret zu ordnen. „ Oh danke!“ sagte Anda, die die Schriftrolle in seiner Hand sah und vermutete, dass es war, was sie geordert hatte. Zumindest hatte sie ihn vorhin im Missionsbüro gesehen. Aufstehend, ging sie zu ihm, nahm die Rolle und er verschwand wieder ohne groß etwas zu sagen. Noch an der Tür zog sie die Rolle auf und verschaffte sich einen Überblick, ehe sie sie Rasui zu warf. „ Wunderbare Neuigkeiten.“ Sagte sie leicht genervt und ging wieder auf ihren Platz. „ Ja, die weitere Missionsvergabe habe ich bereits verboten.“ Gab sie zu. In der Rolle befanden sich alle verfügbaren Teams und jene die gerade zurückgeholt wurden und innerhalb weniger Zeit hier sein konnten. Es sah nicht so schön aus, wie sie es sich erwünscht hatte. Doch damit mussten sie jetzt leben
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BeitragThema: Re: Besprechungsraum der Bestien   So Apr 03, 2016 3:42 pm

Lang, lang ists her, dass der Weißhaarige in diesem Gebäude war. Von wem hier gesprochen wird? Na Teikoku Aeon, der Typ, welcher es vor über einem Jahrzehnt schaffte in die Zukunft zu reisen! Ja, hört sich echt spannend und toll an, ist aber eigentlich nicht ganz zutreffend. Immerhin saß er seitdem in dieser Zeit fest. Naja egal, dass ist ne ganz andere Geschichte. Ersteinmal begab sich der "rote Phönix", wie sein Titel war, durch die Gänge der Kageresidenz, auf dem Weg zum Besprechungsraum, in welchen er beordert wurde. Zwar sollte er schon früher angekommen sein, doch bei der Entscheidung: Tee oder Krise, war ihm der Tee doch allemal wichtiger. Zudem hat er ja alle Zeit der Welt... Ha! Wortwitz, verstanden? Weil Zeitreisender und Spezialisierung auf Zeit-Jutsu und ach, vergesst es. Wenn es auch noch erklärt werden muss, ist's eh zu hoch für euch.
Naja zurück zum Thema: Elegante Schritte hallten durch den Korridor, ehe er vor der bestimmten Türe hielt, seine Hand auf die Klinke legte, diese herunterdrückte, die Türfalle nach hinten gezogen wurde und somit die Tür geöffnet werden konnte. Das linke Auge schaute desinteressiert in den Raum, wie man es vom Phönix gewohnt war und schon betrat er jenen. Die beiden Anwesenden wurden registriert, beide kannte er bereits. Der Mann mit seiner kuriosen Vorliebe für Puppen war auch als Bestie bekannt, die schwarze Schildkröte. Wobei sich Aeon bis heute nicht sicher ist, weshalb er den Titel "schwarze Schildkröte" trägt. Immerhin würde seiner Meinung nach "Mankind" oder gar "Gepetto" besser passen. Diese Vorliebe für Puppen kann einfach nicht normal sein. Naja whatever, nicht seine Baustelle.
Der Konoichi hingegen brachte er mehr Interesse entgegen. Sie war es doch, welche ihn damals im Dorf willkommen hieß, als er diesen kleinen Abstecher in die Zukunft hinter sich hatte. Nur ihretwegen ist er heutzutage ein Shinobi Chikyûs, kam er ja eigentlich aus dem alten Sunagakure. Doch diese Geschichte ist zu lang, um sie jetzt detailliert zu erzählen.
Eine leichte Verbeugung sollte folgen, diese war standart für den Shinobi, musste er doch seinen gehobenen Stil halten. Einen wunderschönen guten Tag wünsche Ich... folgte daraufhin aus seinem Munde, dann zog er die Tür hinter sich wieder ins Schloss und begab sich mit eleganten Schritten in Richtung des Tisches, an welchem er Platz nahm. Er wählte einen Stuhl am Fenster, packte eine kleine Schriftrolle aus und löste das Fuin, welches auf dieser verewigt war. Ein "puffen" war für alle zu vernehmen und schon sah man ein komplettes folgendes vor ihm stehen: 4 Tassen mit passendem Unterteller und eine Thermoskanne gefüllt mit heißem Schwarztee. Dazu ein kleines Kännchen Milch.
Darf ich ihnen eine Tasse anbieten?
Seine Worte richteten sich an die beiden anderen, während er sich selbst schon etwas eingoss. Nachdem die Tasse zur Hälfte mit dem heiß aufgebrühtem Tee gefüllt war und es gen Luft dampfte, folgte ein kleiner Schluck Milch hinterher. Typisch für den Teikoku, wenn man ihn kannte. Er hatte schon immer diese Angewohnheit Milch in seinen Tee zu gießen. Manche mögen es für absurd halten, doch ihm selbst schmeckt es so einfach am besten. Immerhin war für ihn in der derzeitigen Situation klar: Abwarten und Tee trinken...
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BeitragThema: Re: Besprechungsraum der Bestien   So Apr 03, 2016 9:15 pm

Für Ren war es ein ganz normaler Morgen gewesen. Er wurde gegen Mittag wach und fand sich, wenig überraschend,auf dem Sofa einer seiner Bars wieder. Strenggenommen gehörte ihm zwar nichts dergleichen, doch da er als weißer Tiger Chikyûs das Ostviertel - die Touristen und Spaßmeile des Dorfes -kontrollierte, war er hier der Landvogt. Der Don, der Pate. Der größte Big Shot, wenn man so wollte. Sicher, Asgar stand in Rang und Namen über ihm, doch kümmerte der sich nen Dreck um das Ostviertel. Dafür hatte er Ren. Als dieser sich also seine Mütze aus dem Gesicht schob, seinen Blick durch den Raum schweifen lies und sich langsam aufrichtete, vielen sofort die Blicke der Bediensteten auf ihn. Eine Kellnerin trat zu ihm und stellte eine Flasche vor ihm ab, in der sich ein bräunlich schwarzer Softdrink befand. Das rotweiße Logo verkündete laut den Namen der Marke, Kumo Cola stand dort in geschwungenen Buchstaben geschrieben. Was Kumo da noch zu suchen hatte war Ren ein Rätsel, doch war er klug genug, derlei Dinge nicht in Frage zu stellen. Vermutlich hatte sich der Name bereits etabliert, als Kaminari no Kuni und damit auch Kumogakure überrannt wurden. Der Hühne von Mann gähnte, drehte den Verschluss der Flasche mit einem leisen Zischen auf, setzte sie an und trank die ganzen zwei Liter, ohne abzusetzen. Erst als auch der letzte Tropfen verschwunden war stellte er die Flasche zurück auf den Tisch und drehte sie zu. Er erhob sich, streckte sich und verschwand in Richtung der örtlichen Sanitäranlagen.
Als er aus diesen wieder hervor trat, wartete auch schon die Besitzerin der Bar, auf dessen Sofa er die Nacht verbracht hatte und blickte ihn mit verschränkten Armen an. Scheinbar war sie nicht gut gelaunt, auch wenn Ren sich beim besten Willen nicht erklären konnte, warum. Noch einmal ließ er den Blick durch die Räumlichkeiten schweifen und jetzt sah er es. Ein Loch auf etwa zwei Meter Höhe prangte in der Rückwand des Gebäudes. Seine Adleraugen erkannten direkt, worum es sich hierbei handelte: ganz klar hatte er hier am vorherigen Abend einen Unruhestifter, der wohl den ein oder anderen Sake über den Durst getrunken hatte zum Gehen aufgefordert und dieser wollte nicht Folge leisten. Doch warum war man ihm böse? Derlei Dinge gehörten in seinem Viertel zwar nicht mehr zum Alltagsgeschäft, seit er die Führung übernommen hatte, doch waren sie leider auch nicht so selten, wie Ren es sich wünschte. Manchmal musste da selbst er, als oberster Türsteher, wenn man denn so wollte, Hand anlegen. Erst als er sich wieder zur schlecht gelaunten Barbesitzerin umwandte und diese in Richtung der Bar zeigte, fiel ihm alles wieder ein. Der Freund des Mannes, den er durch die Wand geworfen hatte, der wollte ihn mit einem Messerschen feige von hinten erdolchen. Eine ordentliche Backpfeife Rens hatte ihn jedoch durch die Theke und ins Alkoholsortiment befördert. Ein seufzen ging dem Blondschopf über die Lippen. "Okay, Mikoto, ich zahl' für die Reparaturarbeiten. Schick die Rechnung ans Büro des Kage, ich klär das mit Asgar. Hab ihm schon oft genug gesagt, dass ich 'ne Art Streife hier einführen will... aber bekomm ich die Shinobi dafür? 'türlich nicht. Seit Wochen schon sind diese komischen Ausländer mit ihren Adlertatoos im Dorf..." Mikoto nickte, drückte ihm dann einen Briefumschlag in die Hand. "Ich weiß Ren, aber hättest du ihn nicht einfach auch durch die Wand werfen können? Das zu reparieren ist billiger als der Alkohol, Schätzchen. Und das hier hat irgend ein Botenjüngchen vom Kage hier für dich abgegeben. Hat sich ganz wichtig gemacht und seine Hähnchenbrust herausgestreckt. Hab ihm gesagt er soll dich verdammt nochmal selber wecken, wenn es so wichtig wäre. Dann ist er raus und hat Hitomi schöne Augen gemacht..." Ein grinsen schlich sich über das Gesicht der Dame. Sie war nicht mehr allzu jung, doch erkannte man durchaus, das es sich bei ihr einst um eine wahre Schönheit gehandelt hatte. Schweigend nahm Ren den Briefumschlag, riss ihn auf und las sich kurz durch, was dort geschrieben stand. Dann zerriss er den Brief in unzählige, kleine Fetzen und lies diese im Vorbeigehen in einen Mülleimer fallen, als er die Bar verließ. Er sollte ins Gebäude des Kage, in den Besprechungsraum der Bestien. War lange her, das man ihn dorthin bestellt hatte. Grummelnd machte er sich auf den Weg.

Während Ren also durch die Straßen Chikyûs schlenderte, spielte sich auf einem Dach unweit der Bar, die er gerade verlassen hatte, folgendes ab: vier Männer, allesamt in seltsamer Kleidung, atmeten erleichtert auf. Einer von ihnen, ein muskulöser Typ, drehte sich um und gab einem der Vier per Handzeichen zu verstehen, dass er Ren folgen sollte. Prompt war er verschwunden. Dann wandte er sich zu den anderne beiden um. "Jack, Marcus, what the fuck is wrong with you? We're on a covert mission here. Covert, as in stealthy. So tell me, how come that two of my senior officers figured that it would be a good idea to go down there and grab a drink with one of our targets? I know he's wearing Red, White and Blue and a friggin' star on his Back that looks like those on our flag, but come on, that doesn't make him one of us. Y'know what? Screw this shit, you're outta here! Go pack yout stuff, a chopper will get you in a few hours. Until they take you home, you stay put. That's an order!" Mit seiner Schimpftirade fertig griff er mit einer Hand an sein Ohr, legte es in eine seltsame Form, ganz so als würde er einen Telefonhörer nachahmen und begann zu sprechen. "Bald Eagle, this is Vulture, do you read me? I've got two clowns ready for extraction. Yes, Ronald is in the House. No, no need for Danger Clear right now, we're still regarding them as neutrals, no need for the nukes just yet. Roger, I understand. Will continue obervation. And guys? Send over some spies who know their shit this time, will you? Thanks Johnny, I owe you one. Vullture, over and out"

Natürlich bekam der Weiße Tiger Chikyûs hiervon nichts mit und trat so eine Weile später in den Besprechungssaal der Bestien. Ohne die Anderen eines Blickes zu würdigen ging er um den Tisch herum und ließ sich in seinem Sessel nieder. Ja, Sessel. Er hatte sich diese Absurdität von Comfort hierher gestellt, da er Asgar ganz klar mitgeteilt hatte, kein stundenlanges Meeting auf Holzschemeln mitzumachen. Und so kam es, dass er sich auf einem Massagesessel mit eingebautem Kühlschrank niederließ, die Rückenlehne zurück klaptte, sich die Kappe ins Gesicht zog und die Füße auf den Tisch legte. Kurz darauf ertönte ein leises Summen, das deutlich machte, dass er die Massagefunktion des Gerätes eingeschaltet hatte.
"So. Wieso sollen wir uns direkt wieder über Krieg unterhalten? Hat Konoha mal wieder mit den Speeren gerüttelt, nu da sie nen neuen Kage im Amt haben? Oder sind es diese wahnsinnigen Inselaffen?"
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BeitragThema: Re: Besprechungsraum der Bestien   Mo Apr 04, 2016 7:56 pm

°oO(Unsinn, Puppen helfen immer Probleme zu lösen! Es sind problemlösende Allzwecklaserkuchenkettensägen! Und alle mal zuverlässiger, als unsere Nachrichtendienste! Wie überaus passend für ein Dorf unter der Erde, dass die Zuverlässigkeit unserer Informanten ein absolut unterirdisches Niveau erreicht hat! Sind die Bestien jetzt bereit oder nicht? Warum erzählt mir mal wieder niemand was? Warum hat dieser weiße Bettvorleger einen Massagesessel und ich nicht? Ich glaube dieses Dorf braucht meine ordnende Führung mehr den je! Sonst geht hier noch alles vor die Hunde. Aber immer mit der Ruhe Rasui, alter Junge. Ordne deine Visage, zeig der Welt dein liebstes Lächeln und gehe im Kopf schonmal deine Giftrezepte durch. Man weiß ja nie, wann einem demnächst wieder eine Tasse Tee förmlich in die Fresse hopst und nahezu darum bettelt vergiftet zu werden.)

Anda stand mir ihrer Annahme, es wäre angenehmer mehrere Bestien hier zu haben, leider allein da. Rasui empfand es doch letztlich als entspannter, mit ihr allein eine Strategie auszuarbeiten. Dessen wurde er sich schmerzlich bewusst, als die Tür zum Besprechungsraum aufging und zwei Gestalten eintraten, die er hier überhaupt nicht erwartet hatte. Ein teetrinkender Barkeeper und ein langes Elend mit der Auffassungsgabe eines betrunkenen Ozelots. °oO(Oh ja, du hast dir einen Posten redlich verdient, Tigerchen. Konoha? Chigiri? Hast du den Schuss nicht gehört und sämtliche Memos verpennt? Warum bist du überhaupt hier? Hat dir keiner gesteckt, das du, laut meinen aktuellen Infos, gefälligst 'verhindert' zu sein hast? Ich weiß gerade nicht, auf wen ich sauerer sein soll!)
Rasui warf Anda einen leicht säuerlichen Blick zu, als wäre es ihre Schuld, dass die beiden hier aufgekreuzt waren, und setzte zu einer gespielt freundlichen Begrüßung an, bis auch schon der nächste Boten-Shinobi in den Raum gestürzt kam und Rasui eine Nachrichtenschriftrolle aushändigte. Die schwarze Schildkröte unterbrach sich, bevor sie überhaupt zum Sprechen angesetzt hatte, riss die Schriftrolle auf und las. Auch ohne freie Sicht auf seine Augen, konnte man der Gesichtsgymnastik Rasuis entnehmen, dass er von den neusten Nachrichten alles andere als begeistert war. Laut Schriftrolle konnte der weiße Tiger nun doch zur Besprechung erscheinen. Nebst neuernanntem rotem Phönix. Wunderbärchist! Wortlos reichte Rasui die Schriftrolle an Anda weiter und breitete die Arme zum Willkommensgruß gen der beiden Neuankömmlinge aus. "Schööön, dass ihr uns beehren kommt. Fürchteten schon, ihr hättet euer vorzeitiges Ende im Vollalkoholismus oder einem rasiermesserscharfen Blatt Papier gefunden." Mit der Befürchtung stand er zweifelsohne allein da. "Nun lehnt euch erstmal zurück, ihr Turnbeutelvergesser und lasst uns euch die aktuelle Lage erklären." °oO(Wie ich es doch liiiieeeebe Erklärbär zu spielen. NOT!)
Rasui drehte seine große, vollgekritzelte Karte von Chikyû und seiner Umgebung so, dass die beiden neuhinzugekommenen Bestien einen guten Blick darauf hatten, schüttelte bei Aeons Frage kurz den Kopf und deutete auf die Wüste im Süden. "Konoha und Konsorten langweilen uns heute mal nicht. Es ist ein gewisser Aton, selbsternannter Halbgott, Pyramidenzauberer und Dorn im Auge unseres Kagen. Dorn genug, dass der Hausherr selbst zum Palavern mit dem Wüstenherren reiste und uns die Vorbereitung einer Verteidigung des Dorfes überließ." °oO(Das Gesurre deines Massagesessels macht mich schon nach nichtmal einer Minute kirre, Tigerchen!)
Rasui deutete nun auf mehrere Linen auf seiner Karte. Sie schienen der Organisation einer breiten Front zwischen Chikyû und der Wüste, sowie der Verteidigung der Hauptstadt zu dienen. Den Ausführungen auf der Karte nach, sollten Zivilisten im Nordviertel in Sicherheit gebracht werden, während in der Hauptstadt der Widerstand organisiert werden sollte. Rasui tat sein bestes, den Plan zu erklären, fühlte sich dabei aber wenig wohl. Vermutlich, weil er den Plan schon wieder ausführen musste und es ihm langsam auf den Sack ging. ".. und wie unsere werte Ex-Kage gerade richtig anmerkte, wir haben nicht genug Sensor-Shinobi um überall nach feindlichen Bewegungen Auschau halten zu können. Die Sensoren die wir haben, sollten wir daher vielleicht eher an Schlüsselpositionen entlang der Späherfront positionieren, sowie an wichtigen Positionen in den Vierteln und der Hauptstadt." Diese Schlüsselpositionen sollte man dann natürlich auch mit mehr verteidigen, als nur dem Sensor-Shinobi allein, aber das war wohl selbstverständlich.
Rasui tippte nun wieder auf der Karte auf das Nordviertel und sah zu Anda. Ihre Einwände bezüglich der Evakuierung der zivilen Bevölkerung dorthin, waren nicht ohne. "Unsere Stollen sind weitläufig und mit ein wenig Unterstützung von Doton-Anwendern sowohl eine prima Fluchtmöglichkeit, als auch vollkommen einsturzsicher. Ich schlage vor, dass wir zum Schutz der Zivilisten vor allem an der Front entbehrliche Chuunin oder Genin einsetzen. Einige niedere Doton-Anwender noch dazu und die Sache sollte in trockenen Tüchern sein. Ich halte es für äußerst unwahrscheinlich, dass der Feind sich auch von Norden her an uns heranschleichen kann. Er lagert zweifellos im Süden, in der Wüste. An unseren Spähern kommt er nicht vorbei, wenn wir unsere Karten gut ausspielen. Wir sollten unsere Streitkräfte nicht weiter aufsplitten aus unbedingt notwendig. Daher halte ich eine Konzentierung der zu evakuierenden Zivilisten auch für unbedingt notwendig. Wir können sie nicht an mehreren Orten gleichzeitig beschützen, ohne an Potenzial zu verlieren. So oder so, müssen wir auch erstmal mehr über unseren Feind in Erfahrung bringen."
Und dann kam noch die Frage mit dem Feldlazarett. Spontan tippte er auf den Bereich zwischen der Front und der Hauptstadt. Außerhalb möglicher Frontkämpfe und weit genug hinten um, im Falle des Falles der Front, schnell rückziehbar zu sein. Für ein Hauptlazarett schlug Rasui die Hauptstadt selbst vor. Zentral und logisch gelegen. Doch während Rasui noch über das Lazarett grübelte, drängte sich ein anderer Gedanke von hinten in seinen Denkapparat. Wenn dieser Aton der war, für den er sich ausgab, musste es doch Aufzeichnungen über ihn geben. Sie brauchten dringend mehr Informationen! "Buch, Schriftrolle, alter, hunzeliger Märchenopa … mir doch egal. Aber wir brauchen wirklich mehr Informationen über diesen Aton. Wenn seine Nachfahren etwas wissen, müssen das jetzt unbedingt mit uns teilen. Schickt einen Boten zu ihnen und lasst uns einen Geschichtskundigen kommen!"
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Tencha Anda
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BeitragThema: Re: Besprechungsraum der Bestien   Di Apr 05, 2016 6:59 pm

Im Nachhinein würde sie ihre Worte zurücknehmen. Nur mit Rasui die Sicherheitsvorkehrung für das Dorf zu besprechen erschien ihr als angenehmer als mit jemanden, der sich noch nicht einmal der Situation entsprechen zu benehmen bewusste. Wie ein Jugendlicher hatte er die Beine auf den Tisch gelegt. Es war nicht nur, dass er sich respektlos gegenüber allen weiteren hier im Raum benahm, sondern sogar auch noch die Dreistigkeit besaß alle mit einem nerv tötenden summenden Geräusch aus seinem ach so wunder tollen Extra-Wurst-Stuhl zu beehren. Angewidert betrachtete sie den Mann, der sich seine Kappe ins Gesicht gezogen hatte und fast so aussah, als würde er hier alles verschlafen können, als wäre es unwichtig was sie hier taten. Zugegeben, auch Anda hatte am Anfang die Arbeit anderen machen lassen wollen, doch das war keine Ausrede für ein solches Verhalten und schon gar nicht für diese Worte. Welchen Rang hatte ihr Sohn ihm gleich verliehen? Weswegen nochmal? Was auch immer es war, sicher nicht des Verhaltens wegen oder der Informiertheit. Es reichte ihr. Sie konnte den säuerlichen Blick von Rasui nur erwidern und Zorn mischte sich in ihre Gesichtszüge. Wäre sie nicht von Aeons Frage abgelenkt worden, ob jemand Tee haben wollte, wäre sie sicherlich an die Decke gesprungen. Noch ein falsches Wort und sie würde ihn zusammenstauchen. Und sei es nur wegen dem Geräusch oder seiner Dummheit.
Zum Glück kümmerte sich Rasui bereits um die Begrüßung der beiden, während sie stumm die Schriftrolle von ihm entgegennahm. Die Nachricht darauf hätte man sich sparen können, beschrieb die doch lediglich einen Umstand der bereits eingetreten war. Sie schloss die Rolle und ließ neben der Sakeflasche und dem Glas Wasser vor sich liegen. Ihre Miene hatte sich noch immer nicht geglättet und so war sie nur froh sich erneut ihre Pläne anhören zu können. Ihre eigenen Worte wären gerade zu scharf gewesen und hätten damit nichts zur jetzigen Situation beigetragen.
Die einzige Bestie, die sie noch als erträglich bezeichnete in dieser Situation machte sich daran die Lage zu erklären. Denn der eine schien sich weder dafür zu interessieren noch sich der Gefahr bewusst zu sein noch überhaupt zu wissen, was los war und der andere… nun er trank lieber Tee. Wobei das sie tatsächlich noch am wenigstens störte. Die Hand am Kinn abgestützt, hörte sie wortlos den Ausführungen des langhaarigen Puppenspielers zu. „ Da stimme ich zu.“ Gab sie lediglich von sich als Rasui erklärte, dass die Sensoren nur an Schüsselpositionen eingesetzt werden sollten. Die wenigen die sie hatten, mussten so effizient wie möglich genutzt werden. Wichtig war nun jedoch zu klären, was als eine solche ‚Schüsselposition‘ galt und was nicht. An diesen Punkten würden sie jedoch vermehrt Shinobi einsetzen müssen, neben jenen mit den besonderen Fähigkeiten.
Der Einwurf mit der Evakuierung wurde sofort berücksichtig und er erklärte seine Ansicht zu dem Thema Nordviertel. Ein kleines, kaum merkliches Schmunzeln zierte ihre Lippen. Es ging ihm also nicht nur darum seine eigenen Leute in Sicherheit zu wiegen, er hatte sich tatsächlich Gedanken darum gemacht. Erfreut über sein taktisches Verständnis, nickte sie ihm zu. „ Sicher. Doch sollten wir auch ein oder sogar zwei erfahrene Doton-Anwender mit hin schicken. Sei es nur für den Fall der Fälle. Ich habe gerne Sicherheit was unbedachte Ereignisse anbelangt.“ Verständlicherweise würde sie nicht alles berücksichtigen können, aber zumindest einen Teil. „ Gut, dann sollten wir die Evakuierung sofort beginnen. Wir wissen noch nicht, was in der Wüste passiert. Doch wenn, könnte es vielleicht zu spät für die Südstädter werden.“
Kurz nippte sie an ihrem Glas Wasser, während er mit seinen Ausführungen fortfuhr. Noch kurz zuvor hatte sie sich nach bereits vorhandenen Plänen für ein Feldlazarett erkundigt. Der von ihm erdachte Ort, wurde ihr sofort auf der Karte verdeutlicht. Mit einem skeptischen Blick schaute sie hinüber und nickte letztendlich kurz. „ Ein oder zwei kleinere Stationen an der Front und das Hauptlazarett, ja. Ich werde mich jedoch noch einmal mit Sarada darüber unterhalten und ihr die weitere Planung mitübergeben. Sie hat Erfahrung in diesem Bereich und ist die fähigste Iryonin in Chikyû die mir bislang unter die Augen gekommen ist.“ Ob sie ihrer eigenen Schwester gegenüber bevorzugend war? Nein, sie wusste lediglich um ihr Können und schätzte ihr Wissen sehr. Sie behielt stets einen kühlen Kopf den man als Leitung eines solchen Lazaretts gebrauchen würde.
„ Ja, einen Boten. Wobei, was ist mit euch Aeon? Wisst ihr etwas darüber?“ Ihr Blick fokussierte sich nun auf den anderen weißhaarigen Mann und forderte ihn damit auf, sich zu diesem Thema zu äußern. Schließlich war er ein Zeitreisender, so ungern sie dies auch heute noch glauben mochte, eine Lüge hatte sie nicht in ihm erkennen können. Und vielleicht mochte sein Wissen ihnen jetzt sogar helfen.
„ Es ist ratsam den niedrigen Stand unserer Shinobi im weiteren Planen miteinzubeziehen.“ Nachdenklich wandte sie sich erneut an Rasui und meinte damit die Schriftrolle, welche sie ihm kurz zuvor überreicht hatte und verkündete, dass mehr als es vielleicht gut war auf einer entfernten Missionen waren oder noch brauchen würden bis sie zurückgekehrt waren. Abgezogen den Shinobi, welche sie an Schlüsselpositionen aufstellen, für das Lazarett zur Verteidigung und zur Organisation für die Evakuierung brauchen würden, blieben weniger als sie sich wünschen würden, wenn Aton tatsächlich ein so urmächtiger Gegner sein würde. „ Und jetzt stellt dieses verdammt Geräusch aus, es macht mich wahnsinnig. Benehmt euch gefälligst eurem Rang entsprechend. Setzt euch ordentlich hin und zeigt wenigstens das kleinste Fünkchen Interesse daran, was passieren wird. Und nehmt eure Füße vom Tisch. “ Ihre Stimme wurde zunehmend lauter als sie sich an Ren wandte. Das Brummen konnte sie nicht länger ignorieren und zehrte an ihrem reizbaren Charakter. „ Ein Beruhigungstee wäre wunderbar.“ Presste sie wütend hervor an Aeon gewandt, während sie sich ihre Schläfen rieb. Sie hatten ihm auf diese Frage nicht geantwortet gehabt. Wie war das gleich gewesen mit die Bestien seien verhindert? Für einen kurzen Moment blickte sie die Schriftrolle vor sich an und überlegte sie einfach zu verbrennen und somit zumindest die eine herausschmeißen zu können. Wenn er nichts produktives zur Verteidigung des Dorfes beitragen würde, würde sie das vielleicht sogar tun.
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BeitragThema: Re: Besprechungsraum der Bestien   Di Apr 05, 2016 7:30 pm

Kaum hatte er die Tasse mit dem heißen Tee an die Lippen angesetzt um einen Schluck des dampfenden Getränks zu sich zu nehmen, betrat eine weitere Person den Raum und ließ sich im einzig, dort stehenden Sessel nieder. Es handelte sich dabei um niemand geringeren als Taiyō Ren, der 3. im Bunde der Bestien und leider Gottes, auch größten Punk des Dorfes. Hatte er doch keinerlei Benehmen, war bekannt für seine zahlreichen Besäufnisse und Schlägereien und allem voran sein Umgang mit Situationen, welcher der Axt im Walde glich. So war es auch wenig verwunderlich, dass sich der Blonde in seinen Sessel fallen ließ, die Füße auf den Tisch legte und nicht einmal ein "Guten Tag" über die Lippen brachte. Aeon selbst seufzte nur auf, schüttelte den Kopf und nahm einen großen Schluck vom Tee, um in sich zu gehen und dem Bengel nicht sofort die Leviten zu lesen.
Der einzige Grund, warum er dies bisher noch nicht getan hatte, war die Tatsache, dass er damals, vor 800 Jahren, einen gewissen Mizukage kennenlernen musste, gegen welchen selbst Ren wie ein wohlerzogener Bub wirkte. Interessanterweise war dieser auch Blond und weit über 2 Meter groß, sowie mehr Muskel als Hirn. Doch hinzu kam: Ein Bart!
Dieser wird dazu beigetragen haben, dass dieser ehemaliege Kage, welcher wie ein Fass gesoffen hatte und sogar einem Kazekage beim Statsbesuch vor die Füße brach, wie sich dieser Mann entwickelte. Solange der Taiyō sich also brav rasierte, sah Aeon noch keinen zu großen Grund zur Besorgnis. Sollte es jedoch einst dazu kommen, so würde er handeln müssen, um seine Mitmenschen vor einem solchen Rüpel zu schützen.
Naja kommen wir zu etwas ganz anderem: Der Barbie-Liebhabende, anscheinend vollkommen Technikfremde Shinobi namens Rasui, welcher es nicht mal schaffte ein Telefon zu benutzen und lieber ersteinmal einen Suchtrupp losschickte, ohne sich zu informieren, was man wirklich weiß, erklärte ausgiebig seinen Plan zum Schutze des Dorfes. An sich ja nichts dran auszusetzen, doch wenn man die aktuelle Situation genau betrachtet, ist dies doch etwas übereifrig, weiß man doch noch nicht genau, ob es überhaupt zu einem Krieg kommen würde. Doch der wirklich interessante Teil für den Teikoku war der, in welchem von dem angeblichen Feind gesprochen wurde. Aton... Bei diesem Namen klingelte es beim Phönix. Vor allem als von "Nachfahren" die Rede war, machte es "Klick" und schon wusste er um wen es sich hierbei handelte.
Die anwesende Tencha Anda schien selbst zu vermuten, dass er etwas darüber wissen könne und sprach ihn auch darauf an, nachdem sie selbst sich an den Evakuierungsplänen beteiligte. Doch noch ehe er etwas dazu sagen konnte, ging sie wie ein Gewitter auf den blonden Jüngling mit seinem ungehobelten Benehmen los und wieß ihn zurecht, was der Teikoku nur gutheißen konnte. Als Sie daraufhin das Angebot Aeon's bezüglich des Tees annahm, schenkte dieser ihr eben jenen ein und schob sie ihr rüber. Daraufhin räusperte sich kurz und schaute mit seinem rechten Auge in die Runde, während seine Mimik wie immer recht neutral blieb.
"Aton? Ja, Ich kenne ihn persönlich. Er war Kazekage, als ich noch Shinobi in Sunagakure no Sato war, bevor ich dann in eure Zeit reiste. Als wir das Hauptdorf nach Iwagakure verlegten blieb er als einziger im alten Reich, da er ein Patriot ohnegleichen war. Doch ich glaube kaum, dass es sich hierbei wirklich um ihn handeln kann. Immerhin ist dies vor über 800 Jahren geschehen und somit müsste er längst tot sein..." Er nahm einen weiteren Schluck seines Tees, ehe er sich noch einmal an die anderen wandte. "Ich bin hierbei natürlich eine Ausnahme. Doch sollte es sich hierbei wirklich um besagten Aton handeln, wird Asgar nichts erreichen können. Egal wie es zwischen ihnen enden wird, Aton wird nicht nachgeben. Er war schon immer ein Mann, welcher eher sterben wollte, als dass das Reich untergeht. Ich denke er will, dass Sunagakure wieder seine alte Macht bekommt und vor allem an seinem alten Fleck steht. Vielleicht sollte ich bei Zeiten mal mit ihm reden, immerhin waren wir immer derselben Meinung, was das Reich anging. Mir würde er wohl am ehesten zuhören, da wir uns kennen..."
Wieder folgte ein Schluck aus der Tasse, welche nun geleert war und sogleich wieder aufgefüllt wurde. Der kleine Schluck Milch obendrauf und kurz umgerührt, schon war die nächste Tasse zum Genuß fertig. Diese Ruhe, welche der Zeitreisende bei seinen Worten ausstrahlte, hätte wohl so manchen Wahnsinnig machen können. Immerhin schien es so, als ob ihm die aktuelle Lage eher wie ein ganz normaler Tag vorkam, als das er sich darüber sorgte, was im schlimmsten Falle geschehen konnte. Doch so war er nunmal und er würde nichts daran ändern wollen. Was brachte es ihm, wenn er aufgeregt durch den Raum springen würde? Ganz genau, Nichts! Lieber den Tee genießen und darauf warten, dass es soweit war. Ehe es nicht dazu kommen würde, dass Aton wirklich das Dorf angriff, wäre alles andere eher eine Verschwendung von Karft und Zeit.
Und dies war nunmal nicht die Art des Teikoku...


Zuletzt von Teikoku Aeon am Mi Apr 06, 2016 12:32 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Besprechungsraum der Bestien   Mi Apr 06, 2016 8:50 pm

Während Ren den Ausführungen seines Amtskollegen über die bisher beschlossenen Pläne zuhörte, kam er nicht umhin an einigen Stellen die Stirn zu runzeln. Dieser Mystery Man hatte also mitten in der Wüste eine Pyramide von gigantischen Ausmaßen quasi über Nacht und aus dem Nichts erschaffen. Wenn das nicht "Doton-Nutzer der absoluten Spitzenklasse" als Gütesiegel trug, wusste der weiße Tiger auch nicht mehr weiter. Und wo wollten nun die Ex-Kage und die schwarze Schildkröte die Zivilbevölkerung hinschicken? Richtig: ins Bergwerk. Oder genauer gesagt, in die Schächte im Nordviertel. Die mochten zwar mit ein, zwei Chuunin gegen Naturkatastrophen oder mittelmäßige Spielverderber als Einsturzsicher gelten, doch war bei den entsprechenden Sicherheitsprüfungen gewiss kein Doton-Nutzer vom Können Atons dabei. Zwar wusste man noch nicht, ob dieser wirklich Doton-Nutzer war, doch suggerierten die Umstände eben dies in unübersehbarem Ausmaß. Doch was die Bestie noch viel mehr verwunderte war die Tatsache, das sein Amtskollege und das somit selbsterklärte Genie des Dorfes tatsächlich noch Botenshinobi einsetzte. War der Typ eventuell in der Steinzeit stecken geblieben? Oder war er insgeheim auch so ein Zeitreisender wie der rosarote Brathahn mit seinem Tee-Fetisch? Wenn ja, dann fehlte der Schildkröte allerdings das Echtheitszertifikat, das sich Kollege Phönix erworben hatte.

Das die ehemalige Kage derlei rückständiges Handeln billigte überraschte ihn jedoch nicht: die Frau schien von Asgar als eine Art Adoptivmutter betrachtet zu werden, sah jedoch aus wie was? Mitte oder Ende Dreißig? Betrachtete man nun das Alter des amtierenden Kage, so wurde einem schlagartig klar, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugehen konnte. Zwar wusste Ren, dass einige Frauen unter einer Art Schönheitswahn litten, doch fragte er sich ernsthaft, wie weit diese alte Hexe es damit wohl getrieben hatte? Laut den Propaganda-Videos, die von Zeit zu Zeit über die Bildschirme der Fernseher flimmerten hieß es zwar, das Chikyû das in Sachen Technologie fortschrittlichste Fleckchen dieses Planeten sei, wodurch eventuelle Schönheits-Operationen mit Leichtigkeit zu erklären waren, doch stellte sich hier wiederrum eine ganz andere Frage: wenn diese Frau schon nicht dazu in der Lage war, in Sachen Alter halbwegs ehrlich zu sein, was für Geheimnisse hatte sie dann noch? Welche Leichen lagen da in ihrem Keller? Warum lagen sie da?! Diese Fragen stellte natürlich wieder einmal keiner.

Während nun als die Ex-Kage ihren Senf zu den Ausführungen der Schildkröte preisgab, tippte der weiße Tiger Chikyûs auf einen Knopf, welcher - wie eine Vielzahl anderer auch - in die Armlehne seines Sessels eingearbeitet war. Ohne ein Geräusch von sich zu geben öffnete sich an der Seite des heißgeliebten Komfort-Möbels eine Klappe und zu sehen war: ein schnurloses Telefon. Und zwar nicht nur eines. Nein, ganze drei Stück hatten dort Platz. Diese Geräte waren aufgrund des Ortes, an dem sie installiert waren natürlich vollkommen abhörsicher. Noch ehe ihn die scheinbar alkoholabhängige Ziehmutter seines Vorgesetzten also so rüde anblautze nahm Ren die Füße vom Tisch, richtete sich auf und schob die Kappe aus dem Gesicht. Ein weiterer Knopfdruck ließ das Summen der Massagefunktion verstummen. Dann schob er sowohl Anda als aus Rasui ein Telefon zu und beäugte die Beiden über seine vor ihm auf dem Tisch zusammengefalteten Hände weg argwöhnisch.

"Ich weiß zwar nicht aus welchen Höhlen ihr heute Morgen gekrochen seid, aber ich denke es ist Zeit, euch einmal auf den neuesten Stand der Dinge zu bringen. Das hier nennt man Telefon. Eine Erfindung die inzwischen seit unzähligen Jahrhunderten existiert und die dazu genutzt werden kann, auf große Entfernung mit anderen Leuten zu sprechen und die, mein lieber Kollege..." Hier wandte er sich Rasui direkt zu "... Botenshinobi nicht nur vollkommen unnötig macht, sondern sie darüber hinaus zu einer Belastung für das Dorf werden lässt. In der Zeit in der dieser Kerl nun hierher gerannt ist um dir deine Schriftrolle zu bringen, hätte er sicherlich sinnvollere Aufgaben erledigen können. Was nun den Evakuierungsplan angeht: habt ihr nen Dachschaden? Son Typ, der Chikyû höchstwahrscheinlich feindlich gegenüber steht lässt über Nacht und aus dem Nichts mitten in der Wüste ne gigantische Pyramide entstehen und das erste an das ihr Genies denkt ist, die Zivilbevölkerung in die Bergwerksstollen zu schicken? Sicher, wir haben für den Augenblick keine wirklich vertrauenswürdigen Informationsquellen über seine Fähigkeiten..." Hier warf Ren Aeon einen kurzen, entschuldigenden Blick zu. Der Typ behauptete zwar aus der Vergangenheit zu kommen und diesen Aton persönlich zu kennen, doch wenn dem so war, wo waren die wesentlichen Infos? Was konnte der Typ? Wenn er ein Feind war, wieso war er nicht wieder aufgetaucht während sich das Land im Krieg befand? Und viel wichtiger, warum gerade jetzt? "...doch die Pyramide suggeriert Doton und Ninjutsu auf höchstem Niveau. Gewiss sind deine Stollen im Norden des Reiches im Regelfall Einsturzsicher, doch hat man bei der Planung selbiger gewiss nicht mit einem Doton-Nutzer von solchem Kaliber gerechnet. Da helfen dann auch keine zwei Dutzend Genin oder Chuunin weiter. Holt die Leute aus den Stollen raus und evakuiert sie in Richtung Oberfläche, auf weitläufig freies Gelände, dann sehen wir wenigstens, wenn oberirdisch irgendetwas ankommt, das Probleme machen könnte. Vorzugsweise dorthin, wo es unter Tage keine Stollen oder dergleichen gibt, sonst schickt der Typ uns unsere Zivilisten gerade wieder per Eilsendung unter die Erde.

Eure Informationsbeschaffungspolitik lässt im Übrigen stark zu wünschen übrig. Wir haben die weltweit größte Bibliothek im Dorf, Milliarden digitalisierter Aufzeichnungen über die Weltgeschichte, ehemalige Landesführer und so weiter - und ihr sucht nach Nachfahren des Typen oder dergleichen? Erinnert mich doch kurz, warum ihr beiden hier sitzt? Außer Sauerstoff zu verschwenden habt ihr bisher noch nicht allzu viel getan. Ruft einen Bediensteten hier rein, der bei der Bibliothek des Taiyō-Clans anruft, damit die entsprechenden Unterlagen und Dokumente herkommen. Und diesmal bitte nicht per Botenjunge, sondern per E-Mail. Wozu haben wir denn Computer und Internet?

Die Sensorshinobi aufsplitten? Das ist taktisches Wissen das einem in der Akademie eingetrichtert werden sollte. Mittels des sogenannten Handys, einer anderen Form des Telefons...
Hierbei deutete er erneut auf die Geräte auf dem Tisch "... sind sie übrigens dazu in der Lage, auf große Entfernung miteinander zu kommunizieren. Wenn ich mich nicht stark irre, haben wir inzwischen in so gut wie dem ganzen Reich eine flächendeckende Signallieferung, so dass wir uns um Funklöcher keine Gedanken mehr machen sollte. Es sei denn irgendwelche Verantwortlichen haben die besagten Sender in den ihnen anvertrauten Vierteln nicht regelmäßig warten lassen. Gebt ihnen ein paar Späher mit Ferngläsern sowie einige Bodyguards, schickt sie in die Außenposten und wir sollten uns soweit abgesichert haben wie möglich. Immerhin unterhalten wir unsere kleinen Ferienhäuschen nicht zum Spaß und Steuervorteil, die ziehen wir immerhin selber ein."

Nachdenklich lehnte er sich zurück und überlegte laut. "Da unser werter Staats -und Landeschef sich so geistesgegenwärtig an vorderste Front begeben hat, wäre es eventuell sinnvoll, für den absoluten Ernstfall zu planen und über seine Nachfolge nachzudenken. Natürlich wünsche ich mir nicht, dass es dazu kommt, doch schadet es im Zweifelsfall nicht, eine klare Befehlsstruktur sowie einen Vertreter parat zu haben. Wie sieht es nebst Feldlazarett im Übrigen mit der Verteidigung des Dorfes aus? Gibt es Sammelpunkte, Fluchtwege oder Rückzugspunkte für unsere Streitkräfte? Wie lange bis wir eben diese voll mobilisieren können, wenn wir alles unter dem Rang der Jounin zu den Zivilisten schicken? Wie viele haben wir im Zweifelsfall übrig, wenn wir Bodyguards für die Sensorshinobi abstellen und macht es Sinn, sämtliche Genin und Chuunin zusammen mit den Zivilisten evakuieren? Jung und unerfahren mögen sie sein, aber es sind und bleiben angehörige des Militärs. Ein Fernglas kann auch ein Genin halten, wenn es um Aufklärungsarbeiten geht."

Diese Leute schienen wirklich vergessen zu haben, dass es hier darum ging, einen Krieg zu führen. Da konnte man nicht einfach so die Streitkräfte zusammen mit der Zivilbevölkerung wegschicken, nur weil sie einen gewissen Rang noch nicht erreicht hatten! Es herrschte Krieg, zumindest nach dem Szenario, über das sie hier nachdenken sollten. Da starben Leute und so sehr es einen auch schmerzen mag, eben auch der ein oder andere Genin oder die alte Dame aus dem Tante Emma Laden gegenüber. Gedanklich machte sich Chikyûs weißer Tiger bereits eine Liste all der Unzulänglichkeiten, die hier in seiner An -und Abwesenheit ihr hässliches Antlitz zeigten. Selbst zu ihm hatte man einen Boten geschickt, da war es ja kein Wunder, das man ihn erst so spät hier sah. Ein Telefonanruf hätte ihn da schneller aus dem Bett und auf den Plan gerufen. Aber nein, an derlei DInge denken wir nicht. Wir schicken lieber unsere Shinobi auf Botengänge und verschwenden so Zeit und Resourcen, die andernorts besser aufgehoben wären...


__________________________________


Auf das unhöflich Geplerre der ehemaligen Kage wachte Ren auf, reckte sich kurz, gähnte und grübelte über den so eben erlebten Traum nach. Was waren schnurlose Telefone? Was war denn bitte dieses Internet, von dem er da gefaselt hatte?! Und was war mit diesen Handys? Warum gab es das in Chikyû, dem angeblich fortschrittlichsten Flecken Erde der Welt nicht?! War dies etwa eine kurzzeitige Eingebung, wie die Welt hätte sein können, hätte nicht eine Gruppe von fanatischen Kommunikationshassern sämtliche Telekommunikationswissenschaftler, Ingenieure, Liebhaber und Aspiranten über den Lauf der letzten 1.000 Jahre gnadenlos ausgemerzt? Ren wusste es nicht, kümmerte sich noch weniger darum, schaltete die Massagefunktion seines Sessels eine Stufe höher um das langweilige Dröhnen der anderen Bestien sowie der Ziehmama seines Vorgsetzten auszublenden und döste weiter wohlig vor sich hin.
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Nisshoku Rasui
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BeitragThema: Re: Besprechungsraum der Bestien   Fr Apr 08, 2016 9:36 pm

°oO(Ich würde dem Teufel ohne Zögern die Seele meiner Erstgeborenen opfern, wenn wir dafür schnurlose Science-Fiction-Telefone bekommen würden, die Informationen direkt ins Hirn der Addressanten schießen und dabei notfalls auch Speicherplatz mit Gewalt freimachen könnten, wenn das Addressantenhirn bereits mit unnötigem Schrott und Macho-Alpha-Verhaltensstörungen verstopft wurde. Leider glaube ich, dass eine zeitreisende Gruppe blümchenküssender Vorzeigegutmenschen mir dahingehend bereits zuvorgekommen ist und alle talentierten Forscher, samt opfergeilen Teufeln, in einem Akt des fanatischen Blutrausches, grausam abgeschlachtet hat, um unsere Zukunft somit bedeutend unvernetzter zu gestalten. Naja, wenn es dafür sorgt, dass wir auch in Zukunft noch persönlich miteinander reden können, statt einander nur Textnachrichten zu schicken, werde ich damit leben können. Aber wie zum Henker komme ich eigentlich gerade auf das Thema? Probleme in der Matrix? Habe ich die Fähigkeit erlangt, Bullshit in den Träumen anderer Leute lesen zu können? Keine Ahnung. Zurück zum Thema, Rasui!)

Anda teilte Rasuis Meinung über das späte Erscheinen der anderen Bestien, oder über die beiden Bestien generell, offenbar. Glücklicherweise waren sie beide erwachsen genug, dies wegstecken zu können und eine vernünftige Konversation auf Augenhöhe zu führen. Das letzte, was diese Situation gebrauchen könnte, wäre herablassende Wichtigtuerei. Auch wenn sie das Gespräch sicher amüsanter gestalten würde, würde sie doch im Endeffekt Chikyû eher schaden, als helfen. Helfen konnte nur produktives Miteinander. In der Hinsicht wusste er im Moment nur Anda sicher auf seiner Seite. Und sie wollte noch ein zwei erfahrene Doton-Anwender mit zur Evakuierung schicken. Andas Sicherheitstrieb gegen Chikyûs derzeitige Personalunterbesetzung. Zeit für einen Kompromiss! "Ein erfahrener Doton-Anwender und ein erfahrener Kuchiyose-Anwender. Vorzugsweise einer, der Shinobi beschwören kann. Damit ziehen wir im Ernstfall einige Shinobi anderswo ab, damit sie hinten helfen können. Deal?" Es galt immernoch ihr allgemein unterirdisches Terrain zu verteidigen. Jeder Doton-Anwender zählte!
"Ja, wir sollten die Evakuierung umgehend starten. Das Südviertel sollte natürlich zu erst evakuiert werden. Überlassen wir den genauen Evakuierungsplan dem Kageamt und die Lazarettverwaltung den Iryônin." Was das maue Aufgebot an zur Verfügung stehenden Shinobi betraf; damit würden sie leben müssen. Es blieb zu hoffen, dass dieser Aton nicht der Halbgott war, als der er sich wohl präsentierte. Selbst ein halber Hashirama war ein halber Hashirama zu viel.
Auf Andas Frage an den roten Phönix hin, sah Rasui wieder zu dem jüngsten Mitglied ihrer Viererrunde. Oder dem ältesten? Konnte man wohl sehen, wie man wollte, bei einem Zeitreisenden. Wobei er körperlich wohl zumindest älter war als der Tiger. Aeon gab an, Aton persönlich zu kennen. Vor 800 Jahren hatte er wohl unter ihm gedient. Nun sagte er aus, dieser Aton wäre ein Patriot. Ein Hardliner wenn es um den Fortbestand seines Reiches ging. Oder einfach nur ein Sturkopf, der sich der Realität verweigerte und lieber im Wüstensand auf seiner Tradition hockenblieb, während Chikyû zu Wohlstand gelang. "Es gibt wohl mehr als nur einen Weg, die Jahrhunderte zu überstehen. Wenn es denn der echte Aton ist, der hier aufgetaucht ist, wie schätzt ihr sein Verhalten da ein? Laut Asgars, will als Halbgott bezeichnet werden und Suna-Gakures Macht über die ganze Welt ausbreiten. Wie sehr lässt sich das mit dem Aton eurer Zeit vereinbaren? Hatte er schon immer diese größenwahnsinnigen Veranlagungen? Und glaubt ihr ernsthaft, bei einem Gespräch etwas ändern zu können? Ich glaube eher, es wäre Öl ins Feuer bei einem wahnsinnigen wie ihm. Mit euch würde er einen Teil seiner Vergangenheit zurückbekommen. Wenn ihr immer der selben Meinung wart, würde euer Erscheinen allein vielleicht reichen, um ihn in seinem Handeln zu betätigen. Egal was ihr auch sagen mögt, er würde weitermachen, wenn er dem Irrglauben erliegt, er wüsste euch trotzdem auf seiner Seite." Hoffentlich war es „Irrglaube“. Wenn Aton und Aeon immer der selben Meinung waren, konnte das im Extremfall auch bedeuten, dass ihr Phönix desertierte. Der Extremfall wurde seinem Namen aber auch gerecht, da Rasui nicht wirklich daran glaubte, dass es so kommen würde. Zumindest nicht, solange Asgar seine Entscheidung, den Zeitreisenden zur Bestie zu machen, nicht allein auf seinen mächtigen Jutsu aufbaute. Das war wohl eher bei dem weißen Tiger der Fall. Denn mehr als mächtig Rumms schien der nicht liefern zu können. War er gerade auf dem Massagesessel eingedöst? Neidisch biss sich Rasui auf die Unterlippe. °oO(Ich will auch so einen Sessel!)
Die unglückseelige weiße Bestie, die sich eine ganze Menge Zeug erträumt hatte, auf das Rasui liebend gern eingegangen wäre, besäße er die Fähigkeit, in Träume einzudringen, beging nun den verhängnisvollen Fehler, einen noch viel lauteren Anschlag auf die Ohren der hier Versammelten zu verüben, in dem er seinen Massagesessel noch einen Gang höher schaltete. Offenbar musste er einen wirklich schlimmen Rausch ausschlafen. Kopfschüttelnd warf Rasui seine Chakrafäden aus, über den Tisch und auf die Kontrollen des Massagesessels. Bezeichnenderweise benutzt er seinen Mittelfinger, um im Folgenden die Steuerung des Sessels zu kapern und die Massagefunktion einfach auszuschalten. "Ich glaube, ich kann euch von der Anwesenheitspflicht entbinden, werter Kollege. Eine einfache Mehrheit von uns drei richtigen Shinobi, dürfte aber auch ausreichen. Also, wer ist dafür, den weißen Tiger aus der Besprechung auszuschließen? Handzeichen genügt." Rasui hob eine Hand und sah zu Anda und Aeon. Rens Meinung zählte in seinen Augen nicht mehr. Ein wenig Doppelmoral war da ja schon drin, immerhin störte er auch gerne und mit Anlauf Besprechungen und Sitzungen aller Art. Aber er trug wenigstens was zum Thema bei und torpedierte Sitzungsprotokolle nur, um zu einem bestimmten Punkt zu kommen oder schneller Feierabend zu haben. Ren … tat einfach nichts.
"Nächstes Thema: Positionierung unserer Späher und Lazarett-Stellung. Ich schätze, die beiden Themen können wir an die jeweiligen Abteilungen weiterreichen, die werden da besser Bescheid wissen. Gerade die Sensor-Shinobi sollten ihre Positionen individuell bestimmen, um auf die unterschiedlichen Reichweiten der einzelnen Sensoren eingehen zu können." Falls dazu keine Meldungen mehr kamen, würde er anschließend wieder seine schlaue Karte zu Rate ziehen und sich einen Stift schnappen. "Nächster Tagesordnungspunkt: ..." Der ihm eingefallen war und garantiert nicht in ähnlicher Form gerade durch Rens Schädel gezischt war! "Sammelpunkte, Fluchtwege und Rückzugspunkte für unsere Streitkräfte."
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BeitragThema: Re: Besprechungsraum der Bestien   So Apr 17, 2016 9:02 pm

~ Nicht aufregen Anda. Du hast schlimmere Idioten und diplomatische zähere Verhandlungsgespräche in deinen eigenen Kagezeiten ertragen. Rede nicht davon, dass sich jemand dem Rang entsprechend verhalten soll, wenn du dir selber als schreiendes Monster keinen Respekt verschaffen kannst. Es bringt nichts. Ignorieren oder mit Worten kontern oder doch nur mit Blicken. Rasui und Aeon tragen etwas dazu bei. Wenn alles geklärt ist, kann ich diese Bestie zumindest noch in den Kampf schicken und den Feind vermöbeln lassen. ~ Angestrengt rieb sich Anda mit einer Hand über ihre linke Schläfe während sie mit der rechten nach der Tasse von Aeon griff. Ob es wirklich ein Beruhigungs- oder Nerventee war, wusste sie nicht, konnte es weder riechen noch schmecken, wahrscheinlich trank sie dafür auch zu wenig Tee, doch, wenn auch nur möglicherweise, half auch die Einbildung, dass es einer war bei ihrem ‚Problem‘. Ungewohnt musste es für Personen aussehen, die sie näher kannten oder die Gerüchte gehört hatten, über Trunkenheit und Zerstörung von Bars, trank die äußerliche jung gebliebene ehemalige Kage mit kleinen Zügen. Die Tasse könnte sie jedoch niemals mit einer solchen Eleganz, einem Kennergriff anfassen, wie es Aeon pflegte zu tun.
Ein kurzes Seufzen entfuhr ihr. Für eine kurze Zeit wirkte sie als würde sie angestrengt nachdenken und über schwerwiegendere Probleme nachdenken, hatte die Augen sogar für eine Sekunde geschlossen, ehe sie sich erneut an Rasui mit ihrem Blick wandte. Der Zeitreisende hatte seine Worte gesprochen. Anda hatte ihm in ihrer Amtszeit geglaubt und auch jetzt würde sie es, wenn gleich es ihr ein wenig zu praktisch vorkam, dass er ihn nicht nur gekannt sondern sich auch mit ihm sehr gut verstanden hatte. Oder war das nur ihre eigene Angst vor dem, was kommen könnte? Ein schrecklicher Krieg, der dieses Land in ein Chaos stürzen könnte mit mehr Toten als Lebenden am Ende? Das bedeutete das Leben eines Shinobi, ein Leben als Krieger, doch vor allem die Kinder würden es nicht verdienen schon so früh das Schlachtfeld betreten zu müssen. Doch andererseits war es besser, dass sie früher lernten, worauf sie sich eingelassen hatten als wenn sie zu lange einer Traumwelt lebten. Man konnte Zukunftsgeschehen nicht verändern aber darauf vorbereitet sein. Waren sie nicht genau deswegen hier?
Anda trank den letzten Schluck ihres Tees aus, während sie ihre Stimme zunächst in die Richtung von Aeon erhob. Rasui schien mittlerweile seine Worte beendet zu haben und sie würde sich ihm später noch einmal zu wenden. Es gab eine Frage, die ihr dringender auf der Zunge lag. Sie würde ehrlich und vielleicht sogar verletzend, anschuldigend klingen. Doch lieber wollte sie eine direkte Antwort hören als sich nur ein eigenes Bild darüber auszumalen. „ Tote, die wiederauferstehen. Scheinbar haben wir es mit einem Nachahmer zu tun? Nein, das mag ich nicht glauben. Es sprechen zu viele Fakten dagegen.“ Es gefiel ihr gar nicht, dass er behauptete, dass selbst Asgar nichts gegen ihn ausrichten würde können. Dies war der Grund für ihr Seufzen gewesen, denn man mochte über ihre mütterlichen Fähigkeiten sagen was man wollte, sie hatte dennoch Sorge um sie empfunden – und würde dies auch jetzt tun. Asgar war mittlerweile selbst ihr überlegen und kaum einen gab es der ihm auch nur ansatzweise das Wasser reichen konnte… und nun sollte jemand gänzlich stärker sein? Nicht nur ein wenig, sondern als würde ein Genin sich mit Asgar selbst messen? Nein. Diesen Gedanken wollte sie nicht akzeptieren, doch sie zwang ihn in ihre Gedanken. Wenn das wirklich stimmte, war nicht nur die Diplomatiemission in Gefahr, sondern auch ihr Dorf. „ Der kommende Bote soll sich nach Neuigkeiten über meinen Sohn umhören, wenn er die Informationen zusammentragen lässt.“ Das war keine Bitte, welche sie an Rasui stellte, als sie diesen für einen Moment ansah. Es war ein Befehl mit einer Stimmlage gesprochen, die zwar auch einer besorgten Mutter gleichen könnte, aber auch ernst und erhaben klingen sollte. Je nachdem wie diese Informationen lauten würden, würde es anderes zu tun geben. „ Verzeiht mir, Aeon. Ihr wisst, dass ich euch nur unter Bedingungen aufgenommen habe und die eine davon war es… dass ihr mich von eurer Wahrheit überzeugt habt. Denkt nicht, dass ich jetzt an eurer Geschichte zweifle, aber… ich mache mir bei etwas Sorgen. Woher soll ich wissen, dass wir euch mit ihm reden lassen und ihr ihn nicht unterstützt? Wenn ihr doch stets derselben Meinung wart, was das Reich anging. Ihr ward Chikyû unter meiner und Asgars Führung treu ergeben, doch nun ist euer rechtmäßiger Kage aufgetaucht, möchte das alte Sunagakure scheinbar erheben und wir ihr bereits sagtet… ist er ein Patriot und ihr der gleichen Meinung?“ Gespannt und eine Antwort fordernd blickte sie ihn an, doch noch ehe er etwas sagen konnte, erhob sie ihre Hand um weiter sprechen zu dürfen. „ Was auch immer ihr sagen wollt. Es gibt etwas weiteres auf das ich mir eine Antwort von euch erhoffe. Würde Aton einen Krieg führen? Gegen unser Dorf? Denn wenn es stimmt, dass er sich als ein Halbgott sieht, der nicht nur Sunagakures Platz zurück sondern seine Macht ausdehnen möchte, wäre es dann nicht höchst unwahrscheinlich, dass er sich dieses Dorf nicht unterwerfen will… ? Und ich halte es für undenkbar, dass Asgar dem zustimmen würde.“ Denn war dies nicht viel wichtiger? Eine Bestätigung ihrer aller Befürchtungen, dass es wirklich zu einem Krieg kommen würde? Wirkliche Hoffnungen hatte Anda nicht dies abwenden zu können, aber gäbe es dennoch eine Chance ….Wer wusste es schon.
„ Jetzt zu euch Rasui. Ich bin mit eurem Vorschlag einverstanden. Ich gebe umgehend meiner Schwester Bescheid. Da ich mich als Vertretung für Asgar sehe und damit als Vertretung des ‚Kageamtes‘ übertrage ich ihr und den dort arbeitenden, fähigen und in dieser heiklen Sache, vertrauenswürdigen Angestellten mit Sarada zusammen die Leitung.“ Sie entsiegelte aus ihrem Arm alles, was sie normalerweise nutzte, um neue Siegel zu kreieren, nur das sie diesmal etwas darauf schrieb. Eine kurze Nachricht, ohne viele Informationen, doch ihre Zwillingsschwester würde sie schon verstehen. Sie schreibend und zusammenfaltend, sprach sie jedoch weiter. „ So sehr ich auch dafür bin, werter Rasui, doch ich habe die Befürchtung, dass es besser wäre, ihn in unserer Anwesenheit schlafen zu lassen, als das er möglicherweise draußen etwas anstellt, was unseren Bemühungen wiederspricht. Seht mir das bitte nach.“ Sagte Anda mit einem leicht säuerlichen Tonfall und hob daher nicht ihre Hand, als Rasui eine Abstimmung machen wollte. Sie würde es begrüßen, wenn Aeon seine Hand hob, doch ihre Meinung stand fest.
Während Rasui bereits den nächste Tagespunkt an sprach , erhob sich Anda und brachte ihren kleinen Brief zusammen mit dem Auftrag zu einem Boten, den sie vor der Tür auf dem Flur fand. Wieder im Zimmer , sie hatte die Tür offen gelassen, um die Worte weiter verfolgen zu können, schloss sie diese leise hinter sich und ging jedoch nicht wieder auf ihren Platz. Sie stellte sich mit verschränkten Armen schräg hinter Rasui um auf seine Karte mit zu blicken, verfolgte die Bewegungen des Stiftes in seiner Hand. Nachdenklich blickte sie hinab und schien zu keiner ihr passenden Lösung zu kommen, dann jedoch beugte sie sich vor und tippte auf drei Punkte. „ Da.“ Kommentierte sie nur. Zunächst war es einmal wichtig, Sammel- oder auch Rückzugspunkte zu finden, bevor man sich überlegen konnte, wie man von der Front dorthin – oder aber von Sammelpunkt zu Sammelpunkt kommen sollte.
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Besprechungsraum der Bestien
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