Atarashi Sho

Naruto RPG # 3 Reiche # FSK 16

Das Atarashi Sho ist ein Rpg Forum das in der Welt des bekannten Anime/Manga Naruto spielt. Wir haben ein FSK Rating von 16, sowie einen FSK18 Bereich. Wir versuchen jedem Mitglied des Forums seine vollsten Möglichkeiten zu gewähren, solange das Konzept in die Geschichte des Forums passt und nichts "zu stark" ist. Unsere Geschichte spielt in einer weit entfernten Zukunft des originalen Manga. Naruto starb vor 1000 Jahren und seit jeher ist vieles geschehen. Die Reiche lebten in Frieden doch dies nicht lange. Kriege die die Welt erschütterten brachten viele Veränderungen und die Reiche überfielen sich nach und nach und so entstand eine neue Weltordnung. Konoha Gakure im Feuerreich nahm das gesamte Blitzreich mitsamt dem Dorf Kumo Gakure ein, Suna Gakure nahm ebenfalls ihren Nachbarn Iwa Gakure und das Erdreich ein und Kiri Gakure? Sie verfielen in alte Gedanken und gründeten erneut den Blutnebel, Chigiri. Wir leben heute, 1000 Jahre nach Naruto´s Tod in schweren Zeiten. Der Krieg ist beendet doch leben wir in einer kalten Kriegsphase. Chikyû jenes Reich das aus Suna und Iwa entstand hat ist das größte Reich. Die Hauptstadt tief unter der Erde verborgen und verbunden durch Tunnel. Konoha Tô das große Dorf des Waldes und letztlich Chigiri das Dorf welches Brutalität und Stärke förderte und einen kleinen Kontinent für sich einnahm.


Team

Saori Junji
Chiyo


[Ferne Zukunft] Missverständnisse

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

[Ferne Zukunft] Missverständnisse

Beitrag von Ota Ao am Di Feb 16, 2016 3:10 pm

Ein kleines Haus mitten im nirgendwo und direkt am Meer gelegen. Fernab von Krieg und Kummer liegt es an einem Teil um welchen sich keines der Dörfer reißt. Zu unbedeutend und unwichtig ist dieses karge Stückchen unfruchtbare Erde. Das Haus steht einsam, umgeben von einem kargen Garten und mäßig wachsendem Gras. Weder Prunk noch Protz verstrahlt es. Es ist klein und zweckdienlich, ein großer Raum mit allem was man benötigt, ein kleines Bad leicht abgegrenzt, sowie ein Kochecke. Alles mit einfachen Möbeln ausstaffiert, meist altes Holz. das schönste ist die angelegte Terrasse, alte Dielen die teils morsch sind und einen Tisch sowie zwei Stühle halten. Hier und da eine pflanze, nichts besonderes, irgendwelcher Farn aus den Wäldern und Sasionblumen deren Namen niemand kennt. Meist geht hier ein mäßiger Wind, die Tage sind Raum, Strom durch Wind und Wasser erzeugt. Ein Fernsehsignal sollte man hier nicht suchen. Am heimischsten ist wohl der alte Kamin, dessen Rauch man immer wieder am Himmel sieht.
Ota Ao
Ex-Shura | Wasserdrache
Ex-Shura | Wasserdrache

avatar
Anzahl der Beiträge : 276
Anmeldedatum : 26.06.15

Shinobi Akte
Alter: 21
Größe: 1,78
Besonderheiten: blaue Augen


Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: [Ferne Zukunft] Missverständnisse

Beitrag von Ota Ao am Di Feb 16, 2016 5:37 pm

Es war dunkel, so wie immer wenn er träumte. Schwärze umgab ihn und zog ihn hinab. Wie Fesseln kroch es dickflüssig seinem Körper hinauf griff nach seinem Körper und zog ihn hinab. Jede Nacht kam diese Schwärze und klammerte sich um ihn, zwang ihn dazu weniger zu schlafen und Jahr um Jahr schienen die Stunden zu schrumpfen. Am Anfang waren es noch unruhige Nächte voller Alpträume gewesen, voller Schuld und Scham. Heute fühlte er nichts mehr außer der Dunkelheit die ihn umklammerte und jede Nacht kurz und schmerzlich machte. Auch diese Nacht kehrte der Schmerz zurück und als die Schwärze ihn verschlungen hatte zuckten Bilder von früher vor seinem Auge vorbei. Bilder von früher, damals, von vor zwanzig Jahren als er noch voller Leben gewesen war, angefangen hatte zu leben.  Alles war gut für ihn gelaufen. Er hatte sie kennen gelernt, sie geliebt und war mächtig geworden. Eine Beförderung nach der Nächsten war in sein Leben getreten. Ruhm, Macht und Ansehen, eine wunderbare Frau an seiner Seite. Er hätte nur sie gebraucht und genau aus diesem Grund hatte das Leben sie von ihm fort genommen. Zu viel gutes war geschehen, also hatte man ihn leiden lassen. Mit dem Schmerz in seiner Brust wachte er auf und spürte wie ihm die Sonne das Gesicht kitzelte. Langsam schlich die Sonne über den Rand des Meeres hinauf  und läutete den Tag ein. Er wusste nicht welchen Tag man heute schrieb in diesen Dörfern die er nicht mehr sehen konnte und wollte. Mit ihrem verschwinden war auch er verschwunden. Viel zu schnell hatte dieser Ausbruch alles zerstört, ihr Tod die Runde gemacht. Ein gebrochenes Herz konnte keine Arbeit heilen, also war er gerannt und nie zurückgekehrt. Vielleicht hatte Asgar ihn suchen lassen, vielleicht hatte der Hüne ihn ziehen lassen weil er diesen Schmerz verstand oder weil Ao ihm einfach nur leid getan hatte. Niemand hatte ihn gefunden oder verraten, da war nur dieser junge, sein einzig sozialer Kontakt. Schwer erhob er sich aus seinem Bett und stellte die Füße auf den Boden. Raues Holz zu seinen Füßen. Er konnte unter die Decke blicken, sah die dicken Holzbalken, welche er selbst verstärkt hatte. Er hatte einfach den Weg durch die Wüste zum Meer genommen, blind war er voran gelaufen und hatte dieses Haus gefunden, es instand gehalten und lebte hier um nie wieder etwas anderes zu tun außer sich um sein Leben zu kümmern. Es war nicht viel das er mitgenommen hatte. Die Kleidung der Nomaden, seine Badehose und ein paar Bilder aus alten Tagen, das Band von Forest. Doch die Habseligkeiten aus seiner Beziehung hatte er Jahre in einem Schrank eingesperrt, hatte es nicht ertragen sie täglich zu sehen. Irgendwann war der Schmerz Taubheit gewichen und er hatte die Bilder auf die Kommode gestellt, glückliche Bilder aus einem leben das er nie wieder leben würde. Diese Bilder waren so weit von ihm entfernt, er sah nicht einmal mehr, dass er selbst auf diesen Bildern zu erkennen war. Seine Haut war rauer geworden, Die Narben an seinen Händen tiefer. Er hatte keinen Grund gehabt alle Wunden zu heilen, weiter zu lernen wie der Körper funktionierte. Die Grundlagen waren ihm geblieben, doch wozu brauchte er sie noch? Er war nie mächtig genug gewesen – niemals. Schwer erhob sich sein Körper, der Gang war nicht mehr leichtfüßig er war schwer, Resultat eines Mannes der gebrochen war. Dennoch hatte er nicht getrunken oder sich mit etwas anderem die Sinne vernebelt. Er stand einfach mit der Sonne auf und schritt in sein Bad, wusch sich das Gesicht und schlüpfte in seine Badehose. Er hatte nur das was er fing oder anbaute, also musste er sich sein Frühstück besorgen. Wenn er hier nicht am Meer leben würde, seine wachen Stunden sich nicht um Nahrung drehen würden, dann wäre er am Ende. Doch seinen Kampfgeist besaß er bereits seit einer Ewigkeit also lebte er weiter. Mit seiner Badehose trat er in den großen Raum welches alles war was er hatte. Sein Blick blieb an den Foto seiner Hochzeit hängen. Der Ring zierte noch immer seinen Finger und hatte diverse Kratzer, aber er war noch immer intakt. Das blau des Steines schimmerte noch immer und er polierte den Ring noch immer regelmäßig. Er würde sie immer in Ehren halten. Sanft fuhren seine Finger über das Bild. Ich bin gleich wieder da meine Liebe. Seien Füße trugen ihn hinaus auf die Terrasse. Der Wind schlug ihm entgegen, es war kalt und der Wind rau, doch er brauchte etwas zum Frühstücken. Also ging er einige Meter über den steinigen Strand und watete langsam in das Wasser. Irgendwann hatte er wieder angefangen nichts mehr zu spüren, keine Kälte, keine Hitze, keinen Schmerz. Wie zu Kindertagen war es ihm egal gewesen, er hatte es angenommen und seine positiven Schlüsse daraus gezogen. Alles war stumpf, weniger Hitze oder Kälte war da vollkommen egal. Mit kräftigen Schritten sprang er ins Wasser und tauchte an den scharfen Felsenzügen entlang auf der Suche nach Fischen. Er fing sie einfach mit Chakra, erschuf Kugeln um die Tiere und zog sie mit sich hinauf. Zum Frühstück fing er sich meist vier Tiere, genauso wie heute.  Die kugeln  fügten sich zu einer großen zusammen als er aus dem Wasser trat und er trug sie in seine Wohnung. Dort warf er sie in einen Eimer und wartete bis das Leben aus ihnen wich. Nass stand er in seinem Zimmer, warf sich ein Handtuch über die Schultern und rubbelte sich trocken während er Holz in den Kamin warf und diesen anzündete. Als das Holz Feuer fing  ging er hinüber und bereitete seine Fische zu. Es gab nicht mehr, nur Fisch und Reis, den er sich einmal gekauft hatte. Der Marsch war die minimale Abwechslung jedoch nicht wer. Reis, Fisch, Gewürze und Wasser waren das was am Ende auf seinem kleinen Tisch stand. In Boxerhsorts saß er kurz danach einfach in seinem Sessel und sah ins Feuer, während er am Essen war. Ob er heute wieder Besuch von diesem jungen aus den Stämmen bekommen würde? Er erinnerte ihn an Forst. Diese blauen Augen und das blonde Haare. Aber Forest war tot und das wusste er leider zu gut. Schweren Herzens sah er in das Feuer und dachte an das Gefühl von Wärme was er nicht mehr spürte und nie wieder spüren würde.
Ota Ao
Ex-Shura | Wasserdrache
Ex-Shura | Wasserdrache

avatar
Anzahl der Beiträge : 276
Anmeldedatum : 26.06.15

Shinobi Akte
Alter: 21
Größe: 1,78
Besonderheiten: blaue Augen


Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: [Ferne Zukunft] Missverständnisse

Beitrag von Ota Forest am Di Feb 16, 2016 10:22 pm

Es war keine Wüste die zwei Personen und ein gefiedertes Tier durchquerten, doch fühlte es sich beinahe so an. Eine endlose Landschaft, die kein Ende zu nehmen schien. Die Landschaft hatte sich vom dichten Wald in ein Ödland verwandelt, sie wanderten über Wiesen, überquerten steinige Landschaften, nur am den wohl verlassesten Ort der Welt zu gelangen. Ein einzelnes Haus, direkt am Meer, umgeben von nichts weiter außer Wasser und ein bisschen Grün. Die zwei Gestalten die sich den mühsamen Weg dorthin bahnten waren so unterschiedlich wie sie nur sein konnten und trotzdem waren sie gleich. Eine stattlich gewachsener Junger Mann, kurze blonde Haare, blaue Augen wie das Wasser, gekleidet in einer beigen weiten Stoffhose, der Oberkörper war zum Teil frei, liesen seine trainierten Muskeln an die Sonne, die Schultern und ein Teil der Brust war verhüllt von einem schwarzen Gewand und einem lockeren Halstuch das sich um seine Schultern legte und leicht im Wind flackerte. An einem Gürtel trug er einen Dolch der Nomaden, an den Handgelenken glitzerten goldene Armreifen mit roten Edelsteinen, an den Ohren trug er einfache Ringe zur zierde. Sein Gesicht wirkte noch ziemlich Jung, er war auch erst 18 Jahre alt, doch seine Augen strahlten bereits viel Erfahrung aus und zeugten nur vor Verantwortungsbewusstsein. Neben ihm lief eine kleinere Gestalt, der Körper, bis zu den Knöcheln komplett eingehüllt in einem Leinentuch, eine Kapuze tief ins Gesicht gezogen sodass man nicht erkennen konnte ob Mann oder Frau, ob Kind ode Erwachsen. Nur wenn ein wind aufkam und das Leinentuch an den Körper presste konnte man erkennen das sich der Stoff um die Kurven eines Körpers legte, die Kapuze wurde bewegt und man sah ein paar längere blonde Strähnen herausragen. Eine Frau mit einer recht zierlichen Gestalt, ihr Gang wirkte gebrochen, sie humpelte leicht wenn man genau hinsah, die Schultern hingen etwas nach vorne und auf ihrer Schulter saß ein Vogel, ein Bussard um genauer zu sein. Forest hob ihren Kopf etwas an, blickte auf die Strecke die noch vor ihr lag, sah zur Seite und lies das beruhigende Rauschen des Meeres auf sich wirken. Wieder zog ein Wind wind auf, lies die Kapuze um ihr Gesicht tanzen und den Saum des Stoffes um ihre Knöchel wehen. Nun konnte man auch sehen weshalb sie etwas humpelte. Die Frau war verletzt - oder war es zumindest gewesen. Man konnte kurz erkennen das ihre rechte Gesichtshälfte von Bandagen umhüllt war, verdeckte so ihr rechtes Auge und einen Teil ihrer Stirn. Auch wenn sie wohl etwas entstellt aussah, konnte man ein leichtes lächeln auf ihren Lippen erkennen, während ihr Blick so über das aufgewühlte Meer glitt. Ka-san. Komm, es ist nicht mehr weit. Der junge Mann war stehen geblieben, ging die paar Meter zurück zu der Frau von der er sich etwas entfernt hatte, legte ihr eine Hand auf die Schulter sodass sie ihn ansehen musste, den Kopf dabei etwas schief legte und mit ihrem linken Handgelenk eine seltsame Bewegung machte. Schon gut, ich wollte dich nicht hetzen. Der Vogel auf ihrer Schulter schüttelte seine Federn, plusterte sich leicht auf und beugte sich nach vorne um den Jungen anzusehen. "Sie ist aufgeregt. Es ist immerhin lange her." 18 Jahre ich weiß. Die kleine Frau stand vor dem blondhaarigen, den Mund zu einem stummen Lachen geöffnet. Nun setzten sie ihren Weg auch schon wieder fort, sie waren schon eine ganze Zeit unterwegs, rasteten selten und wenn dann gingen sie so früh es ging wieder los. Die Sonne kletterte am Himmel empor, taute das Land in dem sie sich aufhielten ganz und gar auf, das rot der Morgenröte verschwand so langsam und lies die strahlende Sonne ihre wärmende Arbeit tun. Wieder veränderte sich die Landschaft etwas, es wurde steiniger und es fiel ihr immer schwerer voranzukommen, die salzige Luft lies sie träge werden, doch kam kein Ton über ihre Lippen, sie stapfte weiter, bis sie endlich in der ferne ein Haus erkennen konnte. Sofort schlug ihr Herz schneller, die Aufregung stand ihr ins Gesicht geschrieben und trotzdem lagen Zweifel in ihrem Blick, ihre rechte Hand zuckte nach vorne, griff nach dem Handgelenk ihres Sohnes und hielt ihn an. Ihre rechte Hand war allerdings nicht menschlich, zumindest nicht ganz. ihr kleiner Finger sowie ihr Ringfinger waren die Finger eines Roboters, einer Prothese die sich in ihrem Handgelenk verankerte und ihr drei normale und zwei mechanische Finger gab. Ihr Blick hob sich, man konnte unter der Kapuze sehen wie unsicher sie plötzlich war. Ihre Augen wirkten traurig, ihre Mimik wirkte plötzlich gebrechlich und ängstlich. Sanft lächelte Shigeru seine Mutter an, fuhr mit seiner Hand über ihren Handrücken und umfasste ihre Hand mit seinen beiden Händen, ging vor ihr in die Hocke und lächelte sie aufmunternd an. Alles wird gut. Leicht schüttelte sie ihren Kopf, ihre Augenbrauen zogen sich zusammen und sie presste ihre Lippen aus lauter Verzweiflung aufeinander. Doch, glaub mir, wir werden heute neu anfangen, so wie du damals mit ihm neu angefangen hast. Ihre Gesichtszüge entspannten sich etwas als sie an die Begegnung dachte die ihr Leben verändert hatte. Sie durfte jetzt nicht kneifen, es war zu lange her, zu viel war passiert, zu viel schuldete sie ihm. Forest konnte jetzt nicht mehr umkehren. Zuerst werde ich ihn alleine begrüßen, wenn die Zeit gekommen ist hole ich euch. Er blickte von seiner Mutter zu dem Vogel, beide nickten schwach und so setzten sie ihren Weg fort. Kurz vor dem Haus angekommen musste sie wieder stehen bleiben, legte ihre linke Hand auf ihr Herz, versuchte es zu beruhigen, versuchte die Tränen in ihren Augen zurück zu halten. An ihrem Ringfinger sah man einen Ring, dessen matt gewordene Steine in der Sonne leicht schimmerten. Im Gegensatz zu ihrer rechten war ihre linke verschont geblieben. Shigeru führte sie allerdings nocheinmal an dem Haus vorbei, hinunter zum Strand, soweit das man sie von dem Haus her nicht mehr erkennen konnte und setzte sie auf einen Stein, tätschelte beruhigend ihre Schulter und lies die Frau zurück, hetzte nun etwas schneller zu dem Haus. Atmete tief ein und aus, hob seine Hand und klopfte dreimal kräftig an der Tür. Heute war der Tag der Wahrheit gekommen. Er musste einem gebrochenen Mann sagen was wirklich passiert war, doch wusste er nicht wie er reagieren würde. Immerhin war er sein Sohn, Mutter hatte oft erzählt wie ähnlich er ihm wahr und deswegen war es für Shigeru gleich doppelt so unangenehm nicht zu wissen wie sein eigener Vater reagieren würde. Reagieren auf die Lügen die er ihm erzählt hatte, sowie auf die Wiedervereinigung mit einem geliebten Menschen.
Ota Forest
Desertforest
Desertforest

avatar
Anzahl der Beiträge : 392
Anmeldedatum : 16.06.15
Alter : 24

Shinobi Akte
Alter: 23
Größe: 1,60
Besonderheiten: Bussard Taijin


Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: [Ferne Zukunft] Missverständnisse

Beitrag von Ota Ao am Mi Feb 17, 2016 8:58 pm

Wie eine verlorene Seele saß Ao einen Zeit lang da und aß seinen Fisch, Tier für Tier. Seine Freude darüber war nicht mehr jene, welcher er noch vor Jahren gehabt hatte. Es gab nichts anderes hier und so war Fisch täglich keine Freude, sondern ein zwang um zu überleben. Reis, Fisch Wasser ab und an Tee, welchen er sich aus Kräutern aufgoss. Nichts sagte ihm hier wie es in der Welt aussah, er existierte einfach vor sich hin, lebte in den Tag hinein und wieder hinaus. Schlafen – Essen – Leben. Unbeteiligt aß er seinen Fisch, stopfte ihn nicht, schien beim Essen beinahe eher wieder einzuschlafen und müde zu werden. Sein geist war hellwach und er war träge, arbeitete das essen als einen von vielen unkten ab um durch das Leben zu kommen was vor ihm lag. Ohne Missionen, ohne viel Geld in diesem Haus hatte er sich einfach einen festen Plan gemacht um die Tage nicht verkommen zu lassen. Seine Mutter hatte ihm das Leben geschenkt und auch wenn es nicht mehr lebenswert war wollte er es nicht von sich werfen. Verschwendung hatte ihm nie gelegen, niemals. Auch wenn er nicht wusste wofür er aufstand, so tat er es. Die ersten Jahre waren schnell ins Land gezogen, das wurde ihm bewusst als er auf seine rauen Hände sah. Er hatte kaum gesprochen und nur den Schmerz geführt, jeden Tag hatte er all die Dinge aufgeschrieben die ihn Quälten. Das Leben das er nicht hatte retten können. Seite um Seite hatten sich seine Worte in das Buch begeben und sein Leid war in Worten verschwommen und mit Tränen versiegelt. Während er den letzten Fisch aß sah er herüber zu dem Buch welches alt und schwer wirkte. Neben den polierten Rahmen mit Bildern von Hochzeit und einem Ausflug in den Wald, wirkte es schwer und fremd. Alles hier wirkte alt und Morsch, aber gemütlich. Der Kamin spendete Wärme welche ihn nicht erreichte. Der leere Teller wanderte in die Spüle, der Abfall in den Müll und einen Moment lang stand er in dem kleinen Eingangsbereich der auch Küche war und wusch den Teller blank, bevor er ihn in den schmalen Schrank schob wo kaum Geschirr war. Beinahe alles hatte er übernommen und er wusste nicht wem es gehört hatte. Aus der kommode unter dem Bett zog er ein einfaches weißes Hemd aus rauem Stoff und eine kurze dunkle Hose. Barfuß wanderte er durch den Raum und legte Holz nach, sodass der Kamin anfing zu lodern. Dann sank er wieder in seinen Sessel und griff zu dem Buch. Es war ein buch seiner Familie, ein Stück leben das er nie gelebt hatte. Früher hatte er immer am Meer leben wollen. Schwimmen, Fischen und mit Forest eine kleine Familie haben. Es war ein Stich der sich wieder in seiner Brust ausbreitete und ihn einen Moment lähmte. Eilig klappte er das Buch zu und legte es zurück auf den Tisch, bevor er seufzend in seinen Sessel sank. Was sollte er heute tun? Er könnte aufräumen, doch es gab wenig zu tun. Hier war es sauber, kaum ein Staubkorn war zu finden. Dennoch erhob er sich und begann alles abzuwischen, wie er es jeden Morgen nach dem Frühstück tat, er machte sein Bett, faltete die Decke in seinem Sessel und begann alles abzuwischen. Er war vielleicht durch die Hälfte des Raumes gekommen, als es klopfte.  Ein zuckend er Unruhe fuhr durch seinen Körper. Die treffen mit Shigeru waren selten und rar und jedes Mal erschrak er sich. Von dem unerschrockenen Shura war nur ein Hauch da, nichts mehr das Unerschrockenheit ausdrückte. Auch der Glanz in seinen Augen war nicht vorhanden, sie waren matt und leblos. Dennoch zwang er sich in eine aufrechte Haltung und legte das Tuch zurück in sein winziges Badezimmer. Wir bekommen Besuch Sonnenschein, nuschelte er zu dem Bild von Forest, ehe er zur Tür ging. Immer wenn er seien Stimme hörte wirkte sie rau und fremd, nicht wie die des jungen Mannes der im Leben stand. Seine Hand zog die Tür auf und dort fand er Shigeru. Er wusste nicht genau wie alt der Junge war, aber Ao mochte ihn. Er war hoch gewachsen und blond, seine Augen glänzten voller Leben und er sah was er immer in denen von Forest gesehen hatte, den Willen zu Leben. Er hielt dem jungen Mann die Tür auf. Hallo Shigeru, komm doch bitte herein, begrüßte er den jungen Mann und sah zu wie er herein kam und ihn ebenfalls begrüßte. Ao war nicht aufmerksam genug um zu sehen ob den Jungen etwas herum trieb, er wusste nur, dass ihm jedes Wort schwer fiel und Shigeru ihn an Forest erinnerte. Er ließ den Jungen voran gehen und ließ ihn Platz nehmen, huschte in die Küche und setzte Tee auf, ehe er Tassen auf den schmalen Tisch stellte. Er hatte vier Tassen, vier Teller, eigentlich von allem vier nur so etwas wie Kuchengabeln besaß er nicht. Shigeru nahm Platz und Ao sah ihn an, als er den Tee zum Tisch brachte und ihn eingoss. Wenn er früher schon wenig gesagt hatte so war es heute noch schlimmer geworden. Schwer sank er in seinen Sessel. Bist du gut hierhergekommen Shigeru? fragte er ruhig und sah einen Moment wie hypnotisiert in seinen Tee. Seine Konzentration hatte stark abgenommen. Er nahm nur noch wenige Dinge sofort war, war nicht aufmerksam, nicht wachsam, erlangte all dies nur wenn er im Wasser war und versuchte Fische zu fangen. Deswegen lebte er am Meer um etwas von seinem Leben zu behalten. Auch wenn er wach war fühlte er sich so schwer und irgendwann zuckte er einfach so zusammen und sah zu Shigeru und dessen leuchtend golden Armreifen die das Licht der Sonne fingen. Früher hatte er all dies auch getragen, hatte sich geschmückt und seinen Namen in Ehre gehalten. Doch jetzt war er ein niemand, sein Erbe verloren und alles würde auf Haru ruhen, wenn dieser noch lebte. Nichts wusste er nichts wollte er wissen. Er fragte Shigeru nie nach dieser Ordnung, hatte gebeten, dass der Junge nichts von seiner Existenz berichtete. Er wollte einfach in Ruhe sein Leben zu Ende führen und vergessen oder lernen mit dem Schmerz zu leben. Noch hatte er keinen Weg gegen diesen Verlust und die Leere gefunden und das nach 18 Jahren.
Ota Ao
Ex-Shura | Wasserdrache
Ex-Shura | Wasserdrache

avatar
Anzahl der Beiträge : 276
Anmeldedatum : 26.06.15

Shinobi Akte
Alter: 21
Größe: 1,78
Besonderheiten: blaue Augen


Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: [Ferne Zukunft] Missverständnisse

Beitrag von Ota Forest am Mi Feb 17, 2016 10:20 pm

Winkend sah sie ihrem Sohn hinterher, blieb einfach auf dem Felsen sitzen und streichelte durch das Gefieder ihres treuen Begleiters. Taijn war nicht von ihrer Seite gewichen, nicht seit dem Tag an dem sie ihn beschworen hatte und auch nicht an dem Tag an dem sie gestorben war. Ja vor 18 Jahren war sie gestorben, zumindest ihre Akten sagten das. Einen Ausbruch eines Bijuu überlebte kein Jinchuuriki, sie hatte gesehen wie ihr Leben von ihr gerissen wurde, wie sie in Dunkelheit versunken war. Sie war in einer anderen Welt wieder zu sich gekommen, in den Armen hielt sie ein Baby und konnte sich an nichts mehr erinnern. Ihr Körper war zerstört gewesen und wurde über die Jahre nach und nach wieder zusammengeflickt. Ihre Erinnerung war irgendwann wieder zurück gekommen und sie hatte Shigeru alles beigebracht was sie wusste, was sie konnte und noch viel mehr. Das alles hatte sie Taijin zu verdanken, ohne ihn wäre sie wirklich gestorben und hätte ihren Sohn nie auf die Welt bringen können. Noch immer war ihr Kopf von der Kapuze verdeckt, trotzdem lehnte sie ihn leicht gegen den Vogel der sich etwas aus der Balance bringen lies und sich leicht schüttelte. "Du musst dich nicht ständig bedanken." So verharrte sie in ihrer Sitzposition, Shigeru war schon aus ihrem Blickfeld verschwunden und die blonde Frau saß einfach nur da, mit den Füßen im Sand vergraben, wobei ihr rechter Fuß, wie an ihrer Hand, mechanischer Natur war.
Derweil wurde dem blondhaarigen Jungen die Tür geöffnet und er blickte in das Gesicht seines Vaters, hatte selbst ein leichtes lächeln aufgelegt und verbeugte sich leicht vor dem älteren. Hallo Ao-san. Höflich wie es ihm seine Mutter gezeigt hatte zeigte er seinen Respekt vor dem Mann, trat nach seiner Aufforderung in sein kleines Häuschen und war mit zwei Schritten bereits im Wohnraum. Seit dem letzten mal hatte sich nichts verändert, alles stand wie immer am selben Platz, es war feinsäuberlich aufgeräumt, kein Staub war zu sehen, lediglich die Dielen knarrten leise unter seinen Füßen. Wie immer fixierte der blondhaarige für einen kurzen Moment die Bilder auf der Komode, sah einen Glücklichen Mann mit seiner Mutter zu ihrer Hochzeit, unterdrückte dabei den Schmerz und das schlechte Gewissen und straffte seine Schultern um sich nichts anmerken zu lassen. Würde er heute denselben Ausdruck auf seinen Gesicht sehen können wenn ihr ihn zu seiner Frau führte? Wie immer setzte er sich auf das kleine gemütliche Sofa, während Ao einen Tee vorbereitete und erst dann wieder bei ihm auftauchte um ihn zu servieren. Aufmerksam musterte er den dunkelhaarigen von dem er, laut Forest, so viel hatte. Hatte er die Ähnlichkeit nie bemerkt? Nein, dafür war sein Geist zu geschunden, zu sehr gebrochen als das ihm sein eigener Sohn bekannt vorkommen könnte. Dankend nahm er die Tasse entgegen, hielt sie zwischen seinen Handflächen und lies die Wärme des Tees durch diese strömen. Kerzengerade saß er da, das lächeln auf den Lippen und nickte leicht. Ja, nicht das hier einem etwas entgegen kommen würde das Probleme machen könnte. Er versuchte die Stimmung etwas aufzulockern, scherzte und verbreitete zumindest etwas gute Laune in dieser tristen Gegend zu verbreiten. Wie immer beobachtete er seinen Vater dabei wie er die Bilder seiner Mutter fixierte, sein schmerzender Blick gab ihm jedes mal einen tiefen Stich in der Brust, doch heute sollte es das letzte mal sein das er ihn so sehen würde. Leicht pustete er über die Oberfläche des Tees um ihn abzukühlen, nippte leicht daran und lies die Tasse wieder in seinen Schoß sinken. Schwimmen die Fische gut? Es waren immer dieselben Fragen die sie sich stellten, doch er mochte es sich so mit ihm zu unterhalten, am ersten Tag hatte er ihn nur unglaubwürdig angesehen, kein Wort gesagt und auch der blonde Junge hatte nur seinen Namen genannt und war dann wieder verschwunden gewesen. Seither hatte er diesen beschwerlichen Weg aufgenommen um seinen Vater besser kennen zu lernen und um ihm näher zu kommen damit er ihn mit Forest zusammenführen konnte. Er hatte das Gefühl das die Zeit nun endlich gekommen war, ihr Körper war wieder zusammengestellt, wenn auch nicht mehr ganz menschlich, doch sie lebte und war hier. Brav trank er seinen Tee, hörte Ao zu und schenkte ihm immer wieder ein Lächeln. Als seine Tasse leer wurde stellte er sie auf den kleinen Unterteller ab und stand auf. Zum ersten mal veränderte er etwas an der Routine der beiden, sein Blick war etwas fester, seine Augen glänzten leicht und sein Herz pochte etwas schneller vor Aufregung. Heute hab ich dir wieder etwas mitgebracht - mir ist nur ein kleines Missgeschick passiert und wir müssen es draußen holen. Auch wenn er zu ihr gesagt hatte er würde sie holen kommen - so fand er diese Idee nun viel besser und Forest könnte nicht so schnell davon rennen oder sich verstecken. Die ganzen Monate der Vorbereitung dienten nur diesen Moment - er hatte ihm diese Routine eingeprägt das er sich auch ja nicht scheute einen anderen Menschen zu sehen, deswegen hatte er ihm immer wieder kleine Sachen mitgebracht, meistens Reis oder ein paar Kräuter, mehr wollte er nie und hatte er auch nicht verlangt. Leicht hob Shigeru eine Augenbraue und musste sich etwas verlegen an der Wange kratzen um sein Missgeschick glaubhafter rüber zu bringen. Ist ja eigentlich nicht meine Art, aber dieser Windstoß hat mich etwas aus dem Konzept gebracht. Er hoffte einfach nur das er ihm folgen würde und mit hinunter zum Strand mit ihm gehen würde.
Ota Forest
Desertforest
Desertforest

avatar
Anzahl der Beiträge : 392
Anmeldedatum : 16.06.15
Alter : 24

Shinobi Akte
Alter: 23
Größe: 1,60
Besonderheiten: Bussard Taijin


Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: [Ferne Zukunft] Missverständnisse

Beitrag von Ota Ao am So Feb 21, 2016 7:52 pm

Shigeru war immer nett und zuvorkommend, versorgte ihn mit Lebensmitteln und so etwas wie Abwechslung. Auch wenn Ao nicht danach gierte, so war er doch damit zufrieden. Wenn man es Zufriedenheit nennen konnte. Er hatte sich daran gewöhnt, nachdem er Jahr um Jahr alleine vor sich hin gelebt hatte. Ao drehte die Tasse in seiner Hand leicht nach links und dann ein wenig nach rechts. Er tat es immer, wenn er Tee trank. Ein Zeichen der Unruhe in seinem Geist, ein Zeichen davon, dass er sich nicht konzentrieren konnte. Er trank immer aus einer Tasse ihnen Griff, sondern aus einer welche Rund und handgemacht war. Hin und her, bis er sich ruhig genug fühlte den Inhalt auch zu trinken. Von dem Bild wanderten seine Augen irgendwann zu Shigeru der wie ein Mustermann auf diesem kleinen Sofa saß. Doch es fiel ihm nicht wirklich aus, er sah nicht das er selbst früher so gesessen hatte sich so benommen hatte. Diese Jugend war fort, ausradiert und kaum vorhanden. Das freut mich zu hören, gab er ruhig zurück und drehte die Tasse erneut hin und her. Mhm, murmelte er kurz und versuchte die Frage in seinem Kopf fest zu halten. Jetzt wo es kälter wird muss ich tiefer tauchen. Sie verstecken sich gut im Meer, gab er zurück und stellte die Tasse auf den Tisch um sich in den Sessel sinken zu lassen. Heute fühlt er sich müde und unruhiger den jeh. Das Meer war rau gewesen, der Wind wilder und seine Mentalität trüb und verschwommen. Einen Moment sah er auf seinen eigenen Tee, horchte auf den Wind draußen vor der Tür und wie er das Haus streifte. Mit einmal erhob Shigeru sich und Ao spürte wie er einen Moment zu erstarren schien. Was tat der Junge da? Er rappelte sich aus der Versenkung auf, setzte sich gerade hin und blickte zu Shigeru. Etwas ungläubig sah er ihn an und versuchte Haltung zu bewahren. Vielleicht weil es eine neue Situation war, vielleicht weil irgendwo noch etwas aufmerksames in ihm schlief. Es war jedoch nur eine Sekunde in der er gefasst und bereit schien, dann verlor sich seine Haltung wieder, auch wenn er noch immer aufrecht saß. Er nahm einen tiefen Schluck aus der Tasse, bevor er sich entschied seinen Körper zum Aufstehen zu zwingen. Draußen? fragte er einen Moment lang sichtlich verwirrt und fühlte sich verloren in seinem eigenen Haus. Was er wohl von mir möchte liebes. fragte er das Bild stumm, bevor er sich durch den Raum bewegte. Er hätte sich eine Jacke anziehen können, kannte er das raue Wetter doch, aber dafür war ihm sein Körper zu egal geworden. Alles was ihn ausmachte war die Anstrengung zu überleben. Wenn er unter Menschen sein gewöhnt gewesen wäre, hätte er wohl einen Spruch über Shigerus schwinden Schwäche gemacht, oder etwas anderes lustiges gesagt. Doch es tat ihm meist weh etwas zu sagen und jedes Mal zuckte er beim Klang seiner eigenen Stimme. Mit sich leben war eine einsame Sache aber sie war besser, besser als sich jemals wieder zu binden. Lass mich nur Holz nachlegen, beschloss er und hockte sich einen Moment lang vor das Feuer dessen Wärme er nicht spürte. Es war warm in diesem Raum, doch Ao fühlte es nicht, konnte es nicht mehr fühlen. Das Feuer schätze er anhand der Größe ab und so legte er noch ein wenig Holz nach, bevor er sich auf die Beine zwang. Alt, ja er fühlte sich alt. Weder fit noch hoffnungsvoll. Er hinterfragte nicht einmal was Shigeru dort draußen hatte. Normale Menschen würden sich wohl fragen wieso es nicht vor der Tür stand, wieso er es erst zum Wasser brachte, oder in dessen Nähe. Aber dieser Mann hinterfragte nicht, nicht mehr. So wie damals tat er einfach nur was nötig war um Dinge zu richten. Shigeru hatte sich aus dem Sofa erhoben und schein auf ihn zu warten, ihn anzublicken und auf etwas zu warten. Das geht so, erklärte er seinen Aufzug von Hose und Hemd, vor allem die Tatsache das er barfuß auf die Veranda hinaus trat. Eine Brise schlug ihm entgegen und der Wind zupfte an seinem locker sitzenden Hemd herum. Damals war er hierhergekommen um seinen Geist zu befreien. Doch die Tage waren so schwer wie die Nächte. Mit dem Wind im Gesicht stand er einen Moment lang da und fuhr stark zusammen, als Shigeru hinter ihm auf die Veranda trat. Er vertrug Gesellschaft wirklich nicht mehr. Zu sehr klammerte er sich an die Einsamkeit, daran nur zu überleben und nicht mehr oder weniger zu tun. Fischen, putzen, kochen und ab und an Shigeru sehen. Seien blauen Augen wanderten zu dem jungen Mann als wollte er fragen was hier nun war. Er sah nur auf das Meer hinaus, horchte auf die Wellen und würde hinter Shigeru hergehen, wenn dieser die Terrasse verließ. Er war viel zu gefangen in der Ruhe von Haus und Meer, den Strand nahm er kaum war, höchstens die Steine unter seinen Füßen. Was nicht direkt vor ihm stand war nicht existent, schob sich nicht in seinen Verstand. Sich der Welt zu entziehen, ja das war alles was er tat und wohl immer tun würde. Er war zu müde, egal wie wach sein Gast war. Der Wind fuhr durch sein Haar und ihm vorbeigehen streifte Shigeru seinen Arm einen kurzen Moment, sodass er sofort zusammen fuhr. Er war wie ein unruhiges Kind, das nicht wusste wohin oder warum. Also machte er seine Schritte hinter dem jungen Mann her und schritt ungerührt über den felsigen Boden, den Blick immer auf das Meer gerichtet. Sein einziger Ankerpunkt in dieser leblosen Welt.
Ota Ao
Ex-Shura | Wasserdrache
Ex-Shura | Wasserdrache

avatar
Anzahl der Beiträge : 276
Anmeldedatum : 26.06.15

Shinobi Akte
Alter: 21
Größe: 1,78
Besonderheiten: blaue Augen


Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: [Ferne Zukunft] Missverständnisse

Beitrag von Ota Forest am So Feb 21, 2016 8:39 pm

Natürlich. Es ging bereits wieder auf den Herbst zu, hier an der Küste würde es bald stürmischer und viel kälter werden, wie er es überhaupts schaffte sich durch den Winter zu boxen war ihm ein Rätsel. Doch seine Mutter hatte ihm erzählt wie Willenstark Ao war, das ihm nie etwas zu Boden ringen konnte, das er die Steine in seinem Leben immer und immer wieder auf die Schultern genommen hatte und mit sich getragen hatte. Er bewunderte diesen Mann, seinen Vater und es schmerzte ihn tief in seiner Brust ihm erst jetzt sagen zu können wer er wirklich war. Schon gut. Brav wartete er mit durchgedrücktem Rücken an der Tür nach draußen, beobachtete seinen Vater dabei wie er im Kamin Holz nachlegte, ungeachtet der Hitze die seinen Arm für kurze Zeit umfing, vermutlich hatte er dieses unempfinden von Schmerzen von ihm. Man sah ihm nicht an wie dem blonden das schlechte Gewissen plagte, er stand einfach nur da, die Schultern straff, der Rücken gerade, die Hand aus Gewohnheit an dem Griff seines Dolches. Als er sich wieder erhob und mit ihm nach draußen treten wollte blickte Shigeru Ao nur skeptisch an, in seiner lockeren Hose und dem Hemd wollte er raus? Wie oft hatte Forest ihn selbst zurechtgewiesen sich vor der Sonne zu schützen und nicht komplett nackt draußen herumzurennen? Zu oft - und jetzt wusste er auch was er noch von seinem Vater hatte. Ein mildes Lächeln kam auf seine Lippen als er an ihm vorbeischritt und auf seine Veranda trat. Der blonde brauchte noch einen Moment, er atmtete tief ein, schloss für einen Moment die Augen und musste sein extrem schnell pochendes Herz unter Kontrolle bringen. Nur noch wenige Meter trennten Ao und Forest - und er wusste es nicht einmal. Ob er sie erkennen würde? Irgendwie bezweifelte Shigeru es stark, zu sehr hatte ihr Körper gelitten, vor allem ihre rechte Körperhälfte die zum Teil aus Mashinellen Teilen bestand und ihr Gesicht unter Bandagen versteckt lag. Doch würde er wirklich die blonden Haare und die tiefblauen Augen seine Frau vergessen oder gar verwechseln? Nein. Nicht sein Vater. Er würde sie nie vergessen da war er sich sicher - er hatte sie nie vergessen. Mit angespanntem Körper trat er aus dem kleinen Haus, sofort zuckte Ao zusammen als wäre Shigeru ein Gespenst das ihn heimsuchte. Lass uns gehen, es wird dir gefallen. Meinte er und konnte sich ein warmes Lächeln nicht verkneifen. Der Junge musste den Impuls unterdrücken seinem Vater auf die Schulter zu fassen um ihn zu ermutigen - um ehrlich zu sein hatten sie sich eher selten berührt. Der kühle, nasse Wind klatschte ihm gegen den Körper als er losging, wirbelten seine blonden Haarsträhnen durcheinander und liesen die Ohrringe an seinem Ohrläppchen tanzen. Shigeru eilte nicht, er ging ganz normal, mit seinen langen Beinen hatte er wenig Probleme über die Felsen zu gehen, ihm viel es leicht die Unebenheiten auszugleichen, während sein Vater eher träge neben ihm her ging. Kurz berührten sich die Arme der beiden Ota´s und wie von einem Blitz getroffen fuhr Ao zur Seite, ging mit einem etwas größeren Abstand neben ihm her. Shigeru schwieg die ganze Zeit über, je näher er zu dem Ort kam an dem er Forest zurückgelassen hatte umso mehr schnürte es ihm die Kehle zu.
Eine Zeit lang war sie einfach auf dem Felsen sitzen geblieben, hatte mit ihren Füßen im Sand gespielt, doch schon bald war ihr der Wind zu eisig geworden und auch ihre langeweile war zu große. Taijin erhob sich etwas in die Lüfte, flog knapp über der Meeresoberfläche und starrte gierig in das Salzwasser auf der Suche nach ein paar Fischen. Auch sie erhob sich von dem Felsen, ging etwas näher an das Wasser heran und bückte sich um ein paar Muscheln zu sammeln die an den Strand gespült worden waren. Die Muscheln erinnerten sie an ihr erstes Geschenk an Ao, ein Muschelarmband das er immer um seinen Oberarm getragen hatte. Mit einem wehmütigen Blick schob sie die Muscheln in ihrer Handfläche umher, befreite sie vom Sand und besah sie sich etwas genauer, schwelgte in Erinnerungen und bekam erst mit das die Flut einsetzte als das kalte Meerwasser durch ihre Sandalen sickerte und sie erschrocken zurückstolpern lies. Schnell kam sie zurück in die Wirklichkeit, lies den Blick über das Meer und den Strand schweifen, drehte sich leicht nur um erschrocken festzustellen das sich etwas über die steinige Küste auf sie zu bewegte. Die blonden Haare waren kaum zu übersehen, war es schon soweit das Shigeru sie holen musste? Nein - er war nicht alleine - er - Ao - er lief neben ihm. Aber er hatte doch gesagt. Die Vermummte Frau schluckte schwer, ihr Herz konnte sich nicht entscheiden ob es vor Freude rasen sollte oder aber vor Unwissenheit und Schmerz. Sie machte einen Schritt nachen hinten, wand den Blick von ihren beiden Männern ab und drehte ihnen den Rücken zu. Sie wusste nicht was sie tun sollte, sie hatte Angst, große Angst und trotzdem wollte sie zu ihm, so sehr hatte sie sich nach diesem Tag gesehnt, so sehr und jetzt. Tränen bildeten sich in ihren Augen, die kleine Frau war verzweifelt, nahm wie von selbst die Beine in die Hand und versuchte sich zu entfernen.
Also Shigeru bemerkte wie unruhig seine Mutter wurde, blickte er kurz von der Seite zu Ao der die Gestalt nun auch schon erkannt haben musste. Er wusste nicht genau ob der dunkelhaarige umdrehen würde um der neuen Gesellschaft aus dem Weg zu gehen, weshalb er schnell seine Kraft sammelte und versuchte mir ruhiger Stimme zu sprechen. Tut mir leid... aber ich muss dir unbedingt jemanden vorstellen. Ich bin mir sicher ihr werdet euch verstehen. Kaum erreichten sie den lockeren Sandstrand, da sah er wie seine Mutter versuchte zu flüchten, eilte ihr hinterher und holte sie schneller ein als sie wollte. Tu das nicht. Sanft hielt er sie an ihrem Oberarm fest und zog sie in eine feste Umarmung. Er bemerkte wie der Körper seiner Mutter zitterte und strich ihr sanft über den Rücken. Schon gut. Alles wird gut. Ich habs dir versprochen. Komm. Er nahm sie bei der Hand, bemerkte dabei das sie etwas in ihrer Faust geschlossen hielt und führte sie sanft und langsam zurück. Was hast du da? Ihr Kopf nickte kaum merkbar in die Richtung von Ao. Für ihn? Zustimmend nickte sie, er hörte nur wie sie tief ein und aus atmete und sich dann seiner Hand entzog um die letzten Meter alleine hinter sich zu bringen. Ihr Herz schlug ihr so hart gegen die Brust das sie davon ausging das man es hören konnte, ihr Kopf zeigte gen Boden und sie beobachtete nur wie sie einen Fuß vor den anderen setzte und irgendwann stehen blieb. Shigeru blieb neben ihr stehen, sah zu seinem Vater und lächelte ihn leicht entschuldigend an. Ao. Ich möchte dir meine Mutter vorstellen. Tut mir leid aber sie spricht nicht sonderlich viel. Leicht stubste er Forest in die Seite, sah nur wie sich ihre gesunde linke Hand nocheinmal um das schloss was sie gefunden hatte, bevor sie die Hand öffnete und den Inhalt Ao entgegen streckte, während sie mit der anderen die Kapuze von ihrem Haupt strich, die langen blonden Strähnen die nicht von dem Verband zurück gehalten wurden an ihren Schultern herabfielen und im Wind hin und her tanzten und sich ihr Blick langsam hob um ihren Mann nach 18 Jahren wieder ins Gesicht blicken zu können. Shigeru schwieg kurz, atmete tief ein und sah seinen Vater direkt ins Gesicht der dabei war sich seine Frau anzusehen. Ich bin dein Sohn Ao. Von nicht allzuweiter Entfernung hörte man ein freudiges kreischen eines Bussards, der über den dreien seine Kreise zog.
Ota Forest
Desertforest
Desertforest

avatar
Anzahl der Beiträge : 392
Anmeldedatum : 16.06.15
Alter : 24

Shinobi Akte
Alter: 23
Größe: 1,60
Besonderheiten: Bussard Taijin


Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: [Ferne Zukunft] Missverständnisse

Beitrag von Ota Ao am Mo Feb 22, 2016 6:50 am

Ihm und etwas gefallen? Ao bezweifelte dies stark, sehr stark. Seit Jahren gefiel ihm nichts mehr, nicht das Meer, nicht das Wasser oder die Fische. Alles was er lieb hatte war unspektakulär und langweilig geworden. Da war nichts mehr das ihn berührte aber für Shigeru würde er wohl Lächeln, so wie er immer gelächelt hatte wenn es von ihm verlangt worden war. Die Steine unter seinen Füßen waren kühl, doch er spürte es nicht. Er kannte sie, rutschte nicht aus, auch nicht wenn er neben sich stand. Es kostete ihn Kraft das Haus zu verlassen, etwas zu tun das nicht zu seiner Routine gehörte. Wieder sah er auf das Meer und frage sich wieso er nicht einfach dort geblieben war. Es hatte tage gegeben da hatte das Meer nach ihm gerufen, ihm gesagt das alles ein Ende haben könnte. Aber er war immer wieder zurück in sein Haus gekehrt ohne zu wissen wieso. Ob er Hoffnung hatte? Vielleicht irgendwie tief in seinem Unterbewusstsein. Er wartete auf den Tag der sein Leben beendet, auf den Tag der ihn erlöste oder ihm endlich einen neuen Weg gab. Doch dieser Tag war in beinahe zwanzig Jahren nicht gekommen, wieso also heute? Vielleicht fiel es ihm deswegen nur bedingt schwer Shigeru zu folgen, es würde sich nichts ändern, egal wie lange er noch lebte. Dementsprechend war er auch nicht neugierig, in keiner Form. In ihm regte sich nur das Unbehagen seine Wohnung zu verlassen um etwas zu tun, das nicht alltäglich war. Irgendwann hörte er auf an dem blonden vorbei in das Wasser zu starren und an seine Nahetoderfahrungen zu denken. Stadtessen blickte er nach vorne und irgendwann sah er eine Gestalt unweit von ihnen. Er kannte diese Person nicht und in seinem Körper spürte er den Widerwillen. Seine Schritt, groß, wenn auch nicht dynamisch, wurde langsamer, kleiner und sein Blick streng abwesend. Er wollte niemanden kennen lernen, auch wenn Shigeru diese Person zu ihm brachte. Wieso brachte er jemanden hierher? Er wollte doch nur alleine sein und die Menschen um sich herum vergessen. Wen konnte er schon zu dem Ota bringen der ihn berührte oder ihn nicht in eine tiefe Trauer stürzte. Ob Shigeru nur wegen seiner langsamen Schritte auf ihn einredete oder weil er die Steifheit in den Gliedern des Älteren spürte war ungewiss. Ao wollte nicht weiter. Sein ganzer Körper verkrampfte sich wie er es damals getan hatte als Shigeru ihn zu ersten Mal besucht hatte. Kommunikativität, Freundlichkeit, all das waren Dinge die nicht ihm zu Eigen waren. Scheinbar ging es diesem bekannten von Shigeru ähnlich. Die Gestalt türmte vor dem Blonden, auch wenn er viel schneller war. Einen Moment lang blieb er stehen und sah zu wie der Größere die kleine Gestalt in die Arme schloss, ob sie wollte oder nicht, konnte Ao nicht sagen. Resigniert ließ er die Schulter hängen und seufzte. Wieso sollte er jemanden kennen lernen der ihn nicht sehen wollte. Wirre Gedanken von seiner Mutter wirbelten in ihm auf, dass sie ihn nicht sehen wollte und Shigeru sie dennoch hier her gezwungen hatte. Nach beinahe zwanzig Jahren schien ihm dies jedoch ein wenig unreal. Was wollte Shigeru als mit diesem Widerwilligen Mensch, wollte er diese Person an Ao binden damit er nicht so alleine war. Ratlos stand er da, während die beiden sich langsam eilig wurden, auch wenn Shigeru dabei wirklich den größeren Antrieb spielte. Unruhig huschte sein Blick hin und her. Zu ihm, zur Gestalt, zum Meer, in den Sand. Bis sie vor ihm standen schien es lange zu dauern, was vor allem daran lag das er sich nicht rührte. Er hatte mehr Angst vor Menschen als das er ihre Nähe suchte. Regungslos sah er zu dem Blonden. Seine Mutter? Jedem würde jetzt vielleicht ein Licht aufgehen – aber nicht Ao, nicht diesem einsamen Ao der an nichts mehr glaubte außer an das was er wirklich sah. Freut mich sie kennen zu lernen, meinte er pflichtbewusst als Shigeru die Frau in die Seite stupste. Er suchte nach einer weiteren Floskel um ihr zu sagen was sie doch für einen netten Sohn hatte – doch da schob sie ihm die Hand entgegen. Sein erster Impuls war einen Schritt zurück zu weichen. Er wollte nicht berührt werden, verharrte jedoch als sich die Hand einfach öffnete und eine Muschel preisgab. Der Schmerz brach ohne Vorwarnung über ihn herein, veranlasste ihn dazu einfach nur auf dieses Meeresgeschöpf zu blicken. Oft sah er Muscheln, aber sie aus der Hand einer Frau zu erblicken erinnerte ihn an Forest. Schmerz schlich sich in seine Züge, Wut und Trauer. Wieso brachte Shigeru jemanden her und quälte ihn. Er riss den Kopf empor, wollte dieser Frau entgegen werfen das sie gehen sollte, dass sie beide gehen sollten, doch sein Körper entglitt ihm erneut. Sein erhobener Blick fand ein Gesicht, welches halb verbunden war. Wirres blondes Haar das umher tanzte und blaue Augen die ihn anblickten. Die Worte blieben ihm einfach im Hals stecken als er realisiert wer dort vor ihm stand. Ein gequälter Laut entwich seiner Kehle, ein Geräusch das all den Schmerz erahnen ließ welchen er über die Jahre ertragen hatte. Er würde sie immer wieder erkennen, immerhin spuckte sie jede Nacht in seinem Geist und jeden Morgen sah er sie beim Aufstehen an. Ein einziger Schritt und er schlang die Arme um ihren Körper und zog sie an sich als würde nur das ihm beweisen, dass es wirklich Forest war, nur sie sein könnte. Das Atmen fiel ihm furchtbar schwer, er spürte wie sein hals kratze und mit einmal brannten ihm die Augen. Die Tränen liefen einfach seine Wangen hinab ohne, das er etwas tun konnte. Er musste sie halten, musste sie einfach halten und sicher sein das sie es war. Forest, nuschelte er nur ganze leise vor sich hin. Immer und immer wieder ihren Namen den er seit Jahren nicht mehr ausgesprochen hatte. Sonnenschein, Liebes, Engel - aber nie ihren Namen. Shigerus Existenz rückte von ihm ab, der Junge war uninteressant, unbedeutsam. Es ging nur um sie und als er aufhörte sie zum umklammern rannen die Tränen noch immer seine Wangen hinab, aber es kümmerte ihn nicht, nichts kümmerte ihn. Seine Finger fanden ihr Gesicht und wie damals umfasste er es ganz sacht und sah sie an, sah sie nach 18 Jahren einfach nur an. Du lebst, murmelte er wieder, fixierte sie noch immer. Sein Körper begann zu zittern, wollte nicht das er wieder etwas an Kontrolle erlang. Also stand er da, weinte seinen Kummer und den Schmerz in die Welt während er sie ansah. Das Haar war noch immer wild, doch sie schien älter, angeschlagen. Der Verband im Gesicht, ihr widerstreben zu ihm zu kommen, all das musste ihm etwas sagen, doch es sagte ihm nichts. Als er erneut etwas sagen wollte war ein Kratzen alles was seiner Kehle entwich. Ein heiseres Kratzen, beinahe ein Röcheln. Er hatte Shigeru erst nicht geglaubt doch jetzt, jetzt konnte er sich nichts Besseres vorstellen als diese Alternative. In diesem Moment stand sein Leben einfach nur Kopf. Kein klarer Gedanke schien ihn zu erreichen nur die hübschen Augen seiner Frau, welche er für immer verloren geglaubt hatte. Das wie oder warum konnte er nicht begreifen, es war zu weit fort, zu ungenau er konnte nur das hier und jetzt begreifen und ja, er spürte wie sein Herz wieder zu schlagen begann wirklich zu schlagen. Vor Freude, vor Glück trommelte es gegen seine Brust und sprach so seit Jahren einmal wieder zu ihm.
Ota Ao
Ex-Shura | Wasserdrache
Ex-Shura | Wasserdrache

avatar
Anzahl der Beiträge : 276
Anmeldedatum : 26.06.15

Shinobi Akte
Alter: 21
Größe: 1,78
Besonderheiten: blaue Augen


Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: [Ferne Zukunft] Missverständnisse

Beitrag von Ota Forest am Mi Feb 24, 2016 9:12 pm

Als sie ihm ihre Hand entgegen streckte wich er prompt von ihr fort. Für einen Moment blieb ihr Herz einfach stehen, schockiert sah sie zu dem gebrochenen Mann den sie so sehr liebte. Genauso wie sie vor ihm wegrennen wollte wich er von ihr, starrte auf die Muschel in ihrer Hand und ihr schlug der Schmerz der in seinen Augen zu sehen war voll entgegen. Ihre Brust zog sich zusammen, ihre Augen wurde freucht, sie wollte etwas sagen um ihm diese Schmerzen zu nehmen, wollte ihn in den Arm nehmen wollte ihm einfach nur sagen wie leid es ihr tat das er wegen ihr die Hölle durchlebt hatte - so viel wollte sie ihm sagen, doch ihr Körper weigerte sich zu sprechen. Verzweiflung machte sich in ihr breit, es war doch ein Fehler gewesen her zu kommen, er würde sie nie erkennen, nie wieder akzeptieren oder lieben, nicht nachdem - plötzlich hob sich sein Blick, er hatte den Mund geöffnet, wollte etwas sagen, erstarrte jedoch als er in ihre Augen blickte. Der Schmerz wich aus seinen Zügen, Ungläubigkeit machte sich in seinem Blick breit als sie sich nach so vielen Jahren endlich wieder in die Augen sehen konnten. Ein schmerzliches Lächeln trat auf ihre LIppen, die kleine Frau machte einen halben Schritt auf ihn zu, hob ihre Hände in einer beschwichtigenden Geste, wollte ihren Mann beruhigen. Wieder öffnete sie ihren Mund, doch dieses mal war es nicht ihr Körper der sich weigerte, sondern Ao der ihr zuvor kam. Plötzlich legten sich seine Arme um ihre Schultern, drückten ihren Körper an seinen. Die Wärme und Liebe die von dieser Umarmung aus ging brach einen Damm in ihr, lies sie leise aufschluchzen und auch ihre Arme um seinen Körper legen. Ihre Finger gruben sich in sein Hemd während sie ihren Kopf gegen seine Brust drückte und endlich wieder seinen Geruch wahrnehmen konnte. Zitternd atmete sie ein, stockend wieder aus, schloss ihre Augen und drückte sich einfach nur gegen Ao. Wie sehr hatte sie seine Nähe vermisst, seine blauen Augen, die kräftigen Arme und die kurzen dunklen Haare, an jeder Stelle ihres Körpers an dem sie ihn berührte kribbelte es ganz gewaltig, lies sie wieder schluchzen während ihre Tränen so langsam die Stelle an seinem Hemd tränkten an dem ihr Kopf anlag. Als Ao ihren Namen sagte schien sie beinahe einzubrechen, ein quälender, schluchzender laut entwich ihr und sie schob sich noch viel näher an ihn heran. Endlich waren sie wieder vereint, endlich konnte sie wieder aufrichtig lachen und musste sich nicht dazu zwingen für ihren Sohn weiter zu leben und zu lachen. Der Verband um ihren rechten Auge war schon ziemlich feucht als sich Ao von ihrer Schulter löste und sie mit Tränennassem Gesicht ansah, ihr blick war leicht verschwommen, sah wieder in diese blauen Augen von ihrem Mann. Seine Hände schoben sich an ihrem Gesicht vorbei und sie konnte einfach nicht anders als ihre Wangen an seine rauhen Hände zu schmiegen - es war ihr egal wie kratzig seine Haut war, wie sehr seine Hände nach dem Meer rochen und wie verweint sie beide gerade waren, sie war einfach nur froh seine Nähe wieder zu spüren und ihn zu sehen, seine Stimme zu hören und wieder bei ihm zu sein. Die blonde nickte leicht, ja sie lebte, hatte sich zurück gekämpft auch wenn es lange gedauert hatte. Ihr Gesicht war freucht von ihren eigenen Tränen, doch sie hatte ein liebevolles, erleichtertes Lächeln auf den Lippen. Vorsichtig hob sie ihre Hände, legte sie auf seine und strich sanft über seinen Handrücken, drehte ihren Kopf ganz leicht um ihm einen Kuss auf die Handfläche zu geben, schloss ihre Augen, spürte den Wind in ihrem Rücken und um ihre Beine wehen, wie ihre Haare hin und her geworfen wurden und wie kärftig ihr Herz in ihrer Brust schlug. Ja sie lebte. Ihre acht gesunden Finger und die zwei Roboterfinger schlossen sich fest um seine Hände, spürte wie sein Körper anfing zu zittern und öffnete ihre Augen wieder um ihn anzusehen. Ihr Mund öffnete sich leicht, doch kam wieder kein Wort heraus, ihre Kehle war noch immer wie zugeschnürt. ...I-ch.... hatte Angst... Ihre Stimme klang sehr zerbrechlich und leise, jedes Wort fiel ihr schwer, sie hatte das Gefühl das sie jedes Wort erdrückte vor Schmerz. Endlich - bin ich da. Sie lachte leise, versuchte etwas fröhlicher zu lächeln, brach jedoch nach kurzer Zeit wieder in ein schluchzen ein, stürzte auf Ao zu und presste sich wieder gegen ihn, während ihre Stimme in einem wimmern unterging. Die blonde Frau wusste nicht was sie ihm sagen sollte, wusste nicht wo sie Anfangen sollte, sie wusste gerade überhaupt nichts. Mit ihren Händen strich sie über seinen Rücken, hielt ihn fest und wollte ihn nie wieder loslassen. Ihr Sohn stand nur neben den beiden, hatte sein Gesicht in seiner Armbeuge verborgen und weinte vor freude. Als sie das Gefühl hatte dass das zittern von Ao nachgelassen hatte und sich ihre Stimme etwas gefestigter hatte, drückte sie sich erneut etwas von ihrem Mann fort, blickte zur Seite und winkte Shigeru heran auf dessen Schulter sich inzwischen Taijin gesellt hatte, das Gefieder aufgeplustert und würde er es nicht versuchen zu verbergen, könnte man meinen auch er war gerührt von dieser Wiedervereinigung. Sie nahm ihren Sohn bei der Hand, blickte von dem blonden Jungen zu dem dunkelhaarigen und wieder zurück. Das ist dein Junge, ohne ihn, wäre ich nicht hier. Ihr Satz kam nur stockend und etwas abgehackt aus ihrem Mund, hatte sie doch die letzten Jahre sich eher mit Händen und Füßen verständigt als mit Worten. Endlich würde sich ihr Leben ändern, endlich könnten sie als Familie leben, ihre linke Hand wanderte zu seiner, schloss sich um sie und spürte den Ehering an seinem Finger sowie ihren eigenen. Nie hatte sie ihn über diese Jahre abgelegt, hatte ihn immer bei sich getragen als ihr eigenens Zeichen der Hoffnung auf ein Wiedersehen mit Ao.
Ota Forest
Desertforest
Desertforest

avatar
Anzahl der Beiträge : 392
Anmeldedatum : 16.06.15
Alter : 24

Shinobi Akte
Alter: 23
Größe: 1,60
Besonderheiten: Bussard Taijin


Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: [Ferne Zukunft] Missverständnisse

Beitrag von Ota Ao am Do März 10, 2016 1:22 pm

Die Grenze von Freude und Leid war selten in seinem Leben so scharf verlaufen wie in diesem Moment. Das Hämmern seines Herzens hört nicht mehr auf, als wollte es nachholen was all die Jahre nicht möglich gewesen war. Seit Jahren spürte er seine geliebte Seeluft, roch das Salz des Meers, fühlte den rauen Sand unter seinen Nackten Füßen. Kälte drang in ihn hinein, die Kälte der Natur und dennoch war das Wärme, wunderbare regelmäßige Wärme die mit jedem Herzschlag durch seinen Körper ging. Leben beflügelte seine Gedanken, seine Gefühle, eine Hoffnung nahm wieder Form an und seine Zukunft schien ihm wieder gewiss zu sein. Alles was mit ihr gegangen war kehrte nun zurück, erhellte sein Denken, sein Fühle, einfach alles. Auch wenn sie sich verändert hatte, so waren seine Gefühle nie gewichen, so war sein Herz ihr immer treu ergeben gewesen. Sie lebte und mit ihr konnte auch er wieder leben. Ein leichter Kuss auf seiner Hand reichte um ihn zu bannen. Selbst nach achtzehn langen Jahren bannte ihre Nähe ihn, zog ihr Lächeln ihn magisch an. Egal wie viele Finger ihr fehlten, egal welche Zeichen das Leben an ihr hinterlassen hatte, in diesem Moment wusste er das er auch noch Zehn weitere Jahre auf sie gewartet hätte und einsam gestorben wäre, wenn sie nie zu ihm zurück gekehrt wäre. Du brauchst nie wieder Angst zu habe. Ich werde dich nie wieder los lassen, dich nie wieder nur eine Sekunde aus den Augen lassen. Und dann fiel sie ihm wieder um den Hals, die Trauer im Gesicht und er drückte sie an sich wie er es damals immer getan hatte. Immer wieder spürte er das zucken seines Körpers, das Kribbeln der ungewohnten Nähe, die Spannung auf der Haut wo sie ihn berührte. Doch auch wenn es so fremd schien war es ihm nicht möglich sie los zu lassen, ihre Finger von sich zu schieben. Die Last ihres Kopfes hatte ihm gefehlt, ihre Unruhigen Nächte hatten ihm gefehlt, dass Licht im Zimmer, das scharfe Essen und die unmenschlichen Mengen die sie essen konnte. Irgendwann ließ sie Zittern so stark nach das es beinahe nicht mehr zu spüren war und er hörte auf die an sich zu drücken als er spürte das sie sich rühren wollte. Seinen Sohn und den Vogel hatte er ausgeblendet, es hatte nur diese beiden gegeben und eine lange Zeit würde es auch nur diese beiden geben. Forest zog Shigeru zu ihnen, streckte die Hand nach ihm aus und das gerötete Gesicht des Blonden verriet seine Tränen, verriet, dass er geweint und sich gefreut hatte. Wieder sah er den Jungen an, wollte ihm Danken, doch Forest eröffnete ihm das es sein Sohn war. Sein Junge? Einen Moment lang kehrte die Skepsis des alten Shura in seine Züge zurück. Das blonde Haar war nicht seines, doch die Züge glichen den seinen ein wenig, die Muskulatur, die Kleidung, die besorgte aufopfernde Art – ja er erkannte sich vor vielen Jahren. Mein Junge? fragte er überfordert mit dieser Nachricht. All die Jahre hatte er alleine gelebt, nie gewusst das sie noch lebte und nun hatte er nicht nur seine große Liebe zurück sondern auch einen Sohn bekommen. Heute war vielleicht wohl sein Tag auf Erden und nur seiner.  Seine einer Arm schlang sich um die Schulter seiner Frau, drückte sie an sich, während sein anderer Arm sich nach dem blonden Junge ausstreckte und auch ihn an seine Schulter zog. Er brauchte sie an seiner Brust, brauchte mehr als nur ihre Hand und den Ring. Er brauchte ihren Atem an seiner Brust, das Gewicht von ihrem Kopf an seiner Brust, den leisen Atem bei Nacht. Trotz seiner Jahre voller Entbehrung besaß er noch immer unmenschliche Kräfte und zog ihn einfach zu sich. Seine Frau zurück und dazu noch einen Jungen. Sein Leben war doch nicht ganz verloren, vielleicht gab es eine Chance. Vielleicht können wir noch einmal von Neu Beginnen – wie damals Forest nur dieses Mal zu dritt. In seinen Augen brannten wieder die Tränen, er spürte sie ganz deutlich wie damals als nichts mehr von seinem Leben geblieben war. Vom Arm wanderte seine Hand zu der von Forest. Ob Fleisch oder Ersatz, es war ihre Hand nach all den Jahren in seiner die ihm Kraft gab den Kopf zu heben und die Schultern zu straffen. Das Alter würde nie wieder aus seinen Zügen weichen, sein Geist würde nie wieder dieser von vor achtzehn Jahren werden. Doch Hoffnung beseelte ihn und mit seiner Liebsten an der Hand konnte er besser leben. Einen tiefen zug Meerluft nahm er in sich auf um den angehaltenen Atem auszugleichen, wieder Sauerstoff in seinen Körper zu bekommen. Wieder fuhr ein Zittern durch seinen Körper. Er war zu alt, zu gequält. Mühsam rang er sich in eine aufrechte Position und drückte den Rücken durch. Lasst uns ins Haus gehen, schlug er  mit brüchiger Stimme vor und drückte die Hand seiner liebsten. All die Jahre hatte er den Ring nicht abgelegt, all die Jahre hatte er sich an sie erinnert, all die Jahre war er in Gedanken bei ihr gewesen. Sein Arm ließ Shigeru los und seine Hand wanderte wieder zu Forst und er umfasste beide Hände mit den seinen. Ich hab dich nie vergessen, ich hab dich nie vergessen, nuschelte er leise und beugte den Kopf zu ihr herab. Einen Moment neigte er die Stirn an ihre, spürte den verband, ihre Hände, diese ungewohnte Unruhe die sie Ausstrahlte. Ihr fehlte das Leben, fehlte die Freude von damals. Ihr Lachen war heiser und eingerostet, so wie seine Stimme und eben ihre. Ihren Hände fest umschlossen setzte er sich irgendwann in Bewegung, führte sie zurück in sein Haus, diese Wände aus Einsamkeit und voller Leere. Er wollte einfach nur mit ihnen reden, wollte wissen was passiert war, aber vor allem wolle er einfach nur da sitzen und ihre Hand halten. Stück für Stück würde er mit ihr ins Leben zurückkehren, aber dafür brauchte er sie, nur sie und ein wenig Zeit um all das zu verarbeiten. Nie hatte er sie aufgegeben, nie hatte er sie los gelassen und vielleicht würde es reichen um wieder ins Leben zu kommen. Doch dafür würde er ihre Hand nicht los lassen, nie wieder. Der Boden bekam langsam wieder ein Gefühl von Kälte und Wärme, der Wind jagte ihm wieder einen Schauer über den Rücken und das schwache Licht der Sonne schien seine Haut wieder zu erreichen. Hitze und Kälte zogen in seinem Körper ein, erhielt einen Platz und einzeln liefen Tränen seine Wange hinab. Er würde wieder glücklich sein können wieder schlafen und atmen, wieder Freude am Essen haben. Leben einfach wieder aus vollem Herzen leben.
Ota Ao
Ex-Shura | Wasserdrache
Ex-Shura | Wasserdrache

avatar
Anzahl der Beiträge : 276
Anmeldedatum : 26.06.15

Shinobi Akte
Alter: 21
Größe: 1,78
Besonderheiten: blaue Augen


Benutzerprofil anzeigen

Nach oben Nach unten

Re: [Ferne Zukunft] Missverständnisse

Beitrag von Gesponserte Inhalte

Gesponserte Inhalte



Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben

- Ähnliche Themen

 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten