Atarashi Sho

Naruto RPG # 3 Reiche # FSK 16

Das Atarashi Sho ist ein Rpg Forum das in der Welt des bekannten Anime/Manga Naruto spielt. Wir haben ein FSK Rating von 16, sowie einen FSK18 Bereich. Wir versuchen jedem Mitglied des Forums seine vollsten Möglichkeiten zu gewähren, solange das Konzept in die Geschichte des Forums passt und nichts "zu stark" ist. Unsere Geschichte spielt in einer weit entfernten Zukunft des originalen Manga. Naruto starb vor 1000 Jahren und seit jeher ist vieles geschehen. Die Reiche lebten in Frieden doch dies nicht lange. Kriege die die Welt erschütterten brachten viele Veränderungen und die Reiche überfielen sich nach und nach und so entstand eine neue Weltordnung. Konoha Gakure im Feuerreich nahm das gesamte Blitzreich mitsamt dem Dorf Kumo Gakure ein, Suna Gakure nahm ebenfalls ihren Nachbarn Iwa Gakure und das Erdreich ein und Kiri Gakure? Sie verfielen in alte Gedanken und gründeten erneut den Blutnebel, Chigiri. Wir leben heute, 1000 Jahre nach Naruto´s Tod in schweren Zeiten. Der Krieg ist beendet doch leben wir in einer kalten Kriegsphase. Chikyû jenes Reich das aus Suna und Iwa entstand hat ist das größte Reich. Die Hauptstadt tief unter der Erde verborgen und verbunden durch Tunnel. Konoha Tô das große Dorf des Waldes und letztlich Chigiri das Dorf welches Brutalität und Stärke förderte und einen kleinen Kontinent für sich einnahm.


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Saori Junji
Chiyo


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[Kurz vor dem Event] Geschwisterliebe mit Betonung auf Liebe <3

Beitrag von [Event] Koseki Nataku am Fr März 04, 2016 10:31 pm

Ort: eigene Wohnung von Nataku und Tsuka

Außenansicht:

1. Etage Grundriss:

Obergeschoss:

Nachdem Nataku erfahren hat, das Tsuka an dem kommenden Event teilnehmen möchte, was sie scheinbar versucht hatte zu verheimlichen, nutzt er seine freie Zeit, die ihm noch bis zur nächsten Mission bleibt, um mit ihr darüber zu reden. Das er bereits seid zwei Tagen das Gefühl hat, dass seine Schwester zu dem krank macht, verstärkt nur seine Meinung, dass das alles zu viel für sie sein wird. Nicht von den Fähigkeiten, aber dennoch könnte sie krank werden oder sogar verletzt werden. Zwar kann er verstehen, was sie dazu bewegte und wie schwer es werden wird sie davon abzuhalten, aber möglicherweise kann der Koseki es dennoch schaffen, sie umzustimmen.
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Re: [Kurz vor dem Event] Geschwisterliebe mit Betonung auf Liebe <3

Beitrag von [Event] Koseki Nataku am Fr März 04, 2016 11:30 pm

Mit seinen langen schmalen Fingern glitt der türkishaarige Junge über die Zeilen als könnte er sie damit wegwischen. Er stand an ihrem Esstisch aus dunklem Holz, auf welchem ein Brief lag. Dieser war erst vor wenigen Minuten von dem Jungen entdeckt worden. Eigentlich an Tsuka adressiert, hatte er ihn jedoch trotzdem geöffnet. Nichts neues im Grunde. Denn nachdem er sich als Normalität herausgestellt hatte, dass Tsuka irgendwann angefangen hatte, seine Briefe zu lesen – es könnte ja ein potenzieller Liebesbrief sein, was im Grunde fast alles mit weiblicher Handschrift war – hatte auch Katashi begonnen ihre zu öffnen. Als eher ordentlicher Mensch sortierte er Aufträge direkt auf ihren Arbeitsplatz. Und damit jeden Brief. Er erinnerte sich nicht, jemals einen Brief von ihr geöffnet zu haben, in welchem etwas Privates stand. Sonderlich wunderlich war es nicht. Seine jüngere Schwester war nicht der Beziehungsmensch. Wie er. Mit dem Unterschied, dass er nicht jeden gleich umbringen wollte und er dies auch seiner Stille zu schreiben konnte. Ging es noch offenen, lauten Wesen müsste Tsuka es eigentlich sein. Doch Explosionen vertrugen sich meistens nicht gut mit dem Leben.
Der Koseki musste sich nicht umdrehen, um zu wissen, dass es mittlerweile angefangen hatte zu regnen. Er peitschte gegen die Scheiben der Glaswand hinter ihm, es klang als wäre bereits ein Sturm mit im Gange. Nachdenklich zog sich in sein makellos erscheinendes Gesicht eine Sorgenfalte in die Stirn. Selten sah man eine Änderung des Gesichtsausdruckes an dem Jungen und meistens dann, wenn irgendetwas mit Tsuka war. Der Brief gefiel ihm nicht. Nicht der Inhalt, nicht wer ihn gesendet hatte, nicht das Papier, nicht die Schrift. Alles in ihm verlangte danach diesen Brief zu verbrennen, doch er versuchte sich zu beherrschen, denn es konnte seine Probleme nicht lösen. Er hatte die Lippen stärker als sonst aufeinander gepresst, sie sahen schmaler aus und es gab seinem Gesicht einen noch ernsteren Ausdruck. Doch der Grund für dies, war nicht der Grund seine Sorgenfalte. Sondern das Wetter. Schon seit zwei Tagen hatte er das Gefühl, das Tsuka ihm krank werden würde. Mit Medizin hatte er sie zwar vorsorglich versorgt, aber bei ihrer Anfälligkeit wusste man nicht. Und bislang war nicht zu Hause angekommen. Hoffentlich würde sie nicht allzu durchnässt ankommen. Wenn er sich nur vorstellte, was alles dadurch passieren könnte. Er wollte gar nicht daran denken.
Zur Ablenkung ging er zur gegenüberliegenden Wand, um das Licht anzuschalten. Der Himmel hatte sich zu stark verdunkelt als das Tageslicht ausreichte um das Wohn- und Esszimmer zu erhellen. Zwar störte es ihn nicht, aber wenn seine Schwester heimgekommen war, hatte er Konfliktpotenzial aus dem Weg geschafft. So könnte sie sich nicht beschweren, dass sie gegen irgendetwas lief wegen der Dunkelheit.
Im Grund müsste sie bald kommen. Zumindest, hatte sie dies heute früh zu ihm gesagt. Noch bevor er zu seiner eigenen Mission aufbrach, wollte sie zu Hause sein. Es konnte immer etwas dazwischen kommen, sicher. Aber Tsuka hatte ihn noch nie enttäuscht, und das würde sie auch nie. Ein wärmendes Bad wäre dann sicher gut für sie. Das und einen Tee und eine Wärmflasche vielleicht ? Und Trockene Kleidung. Unsicher darüber, ob er sich im Moment nur um Tsuka sorgte oder all diese Gedanken hegte, um sich von dem größeren Problem ‚Dem Brief‘ abzulenken, ging er die schmale Treppe hinunter. Früher waren dies einmal zwei Wohnung gewesen, aber nun umgebaut zu einer. Im Flur der unteren Etage angekommen, betätigte er auch hier zunächst den Licht Schalter und betrachtete durch Zufall ein von ihm aufgestelltes Bild. Eingefasst in einem Rahmen aus Kristall, zeigte es ihn selbst mit Tsuka. Er hatte sich sagen lassen, dass das normal war. Bilder von liebsten aufzustellen, weswegen er dann die kleine Kokai zu einem Phototermin geschleift hatte. Die Tatsache, dass er am Ende dem Photographen eine neue Kamera schuldig war und dieser fast im Grab landete, waren ihm dies aber dennoch wert. Tatsächlich war das Photo jedoch mit einer der wneigen Schmuckstücke in dieser Wohnung. Bis auf ein paar Pflanzen und das notwendigste, gab es hier nicht viel. Tsuka würde das meiste nicht gefallen und Nataku machte sich nicht viel Besitz.
Das Zimmer von ihr angesteuert, öffnete er die angelehnte Tür und sofort schlug ihm ein Wall aus Tsukas Geruch entgegen. In diesem Raum war er intensiver, nicht weiter verwunderlich, war es doch das Zimmer seiner Schwester. Das größere der beiden Zimmer die es gab. Eher selten betrat er es und wenn dann nur kurz. Meist weil er etwas ihr gab oder hinlegte oder sie ihn um etwas gebeten hatte. Doch der Schreibtisch war nicht sein Ziel, wo er normalerweise ihre Briefe ablegte, sondern der Kleiderschrank. Einen Blick riskierte er jedoch darauf. Ob sie wohl viel Arbeit momentan vor sich her schob? Einige Sachen lagen da. Doch scheinbar war sie nicht allzu schwer momentan beschäftigt. Das war gut, so konnte er sie vielleicht leichter überzeugen, im Bett zu bleiben.
Aus dem Schrank suchte er ihr frische Sachen raus. Er wusste wo was lag, was merkwürdig war, aber verständlich wenn man daran dachte, dass in der Regel er die Hausarbeit in diesem Haushalt machte und oftmals auch Wäsche für sie wusch und einsortierte. So geldvermögend war er nicht um jeden Tag mehrmals neue Haushaltsgeräte zu kaufen, wenn er Tsuka ständig daran ließ. Neben Unterwäsche, warmen Socken und einer bequemen Hose, legte er noch ihren Lieblingspullover auf den Stapel. Zumindest dachte er, das dieser ihr Lieblingspullover war, da sie ihn des Öfteren trug.
Wieder aus dem Zimmer gehend, schloss er die Tür und ging in das kleine Bad nebenan. Im Spiegel sich betrachtend, merkte er, dass eine Falte sein Gesicht zierte und ließ sie sogleich verschwinden. Denn schön sah sie keineswegs aus. Den Wäsche Stapel auf das Waschbecken legend, ließ er warmes Wasser in die Wanne einlaufen. Sollte Tsuka selber wissen, was für ein Shampoo sie wollte, da hatte er wenig Ahnung davon und wollte sie lieber selbst entscheiden lassen. Während der Zeit, die das Wasser brauchen würde, ging er in die Küche und ließ Wasser aufkochen um es in eine Teekanne zu füllen. Er nahm Kräutertee, welchen sie dann später auch zu trinken hatte. Nachdem das Wasser gekochte hatte, goss er auf und stellte die Kanne mit einer Tasse zusammen auf ein Tablett, welches er dann in ihr Zimmer brachte. Diesmal den Schreibtisch angepeilt, stellte er das Tablett dort ab und kümmerte sich dann im Bad um das Wasser. Es war schön warm, aber nicht zu heiß. Tsuka könnte dann gleich baden. Die Tür zum Bad hinter sich schließend, blickte er zum Eingang neben dem der kleine Tisch mit dem Bild stand.
Was nun ? Gedankenverloren blickte er zur Treppe nach oben. Er saß gerne auf der Couch und betrachtete die Welt draußen, wenn er hier war. Doch oben lag der Brief und er würde dem Problem nicht weiter entkommen. Eine Lösung, er brauchte eine gescheite Lösung. Innerlich etwas unruhig, ging er deshalb erneut in die Küche, setzte sich an den winzigen Tisch, goss sich selbst Tee auf und überlegte. Möglicherweise, wenn er erneut das Ketten Jutsu einsetze und sich selbst an den Spielen beteiligte. Ein Notfall Plan, aber zumindest wusste er bereits, dass er an dem Event teilnahm. Jetzt erst recht, wenn er sie nicht überzeugt bekam, wollte er sie zumindest beschützen können. Nein, er musste das alles verhindern. Tsuka durfte nichts geschehen.

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Re: [Kurz vor dem Event] Geschwisterliebe mit Betonung auf Liebe <3

Beitrag von [Event] Okotta Tsuka am Sa März 05, 2016 7:06 pm

Natürlich musste ihr Auftrag im Regen Enden. Was erwartete man auch anderes von Chigiri? Wütend stapfte sie über die matschigen Straßen, die Schultern hochgezogen und ihre Hände zu Fäusten geballt. Beinahe schon steif stampfte sie den Weg entlang, die Augenbrauen grimmig zusammen gezogen. Dieser SCHEIß Regen! Platzte es plötzlich aus ihr heraus, während sie einen kleinen Stein mit ihrem Fuß davon kickte und nur knapp an einer Scheibe eines Geschäftes vorbei zielte. Dieses Wetter kotzt mich einfACH NUR AN! Immer lauter wurde ihre Stimme bis sie in ein Brüllen verfiel das sogar in den kleinen engen Gassen und trotz dem Regen wiederhallte. Nass und durchweicht vom Regen klebten ihr ihre Haare im Gesicht. Ihren Pony wischte sie mit ihrer Handfläche grob von der Stirn, verlor kurz den Blick über die Straße und rammelte prompt mit ihrem kleinen Körper gegen einen Stapel von Kartons, gefüllt mit kleinen Styropor Teilchen. Wutentbrannt gab sie den kleinen Turm einen schubs, fluchte vor sich hin und bekam dabei nur aus dem Augenwinkel mit wie der oberste der Kartons gefährlich an der Kante schwankte und keine Sekunde später in ihre Richtung stürzte und seinen inhalt über die blondhaarige ergoss. Was zur HÖLLE?! Welcher Bastard lässt so nen scheiß hier rum stehen!? Die kleine Frau riss sich den Karton von ihrem Kopf, schmiss diesen in die nächst gelgene Ecke. Überall an ihren Klamotten und vor allem in ihren Haaren klebten nun Millionen kleine weiße Kügelchen und von ihrem Gesichtsausdruck konnte man nur allzugut erkennen das Tsuka nun endgültig vor dem ausrasten stand. Schwer atmend vor Wut glitten ihre Hände in ihre beiden Lehmtaschen und wäre sie nicht gerade auf dem Heimweg, wären diese Taschen auch prall gefüllt mit ihrer explosiven Fracht - der Siedlung ihr Glück das sie alles auf ihrer Mission verpulvert hatte und nicht mal mehr einen Krümel von ihrem Lehm übrig war, stattdessen zog sie nur eine Hand Styropor Kugeln heraus. Ein wütender, gellender Schrei hallte durch die Straße, ließ einige Leute verwirrt aus ihren Fenstern spähen, wo sie nur ein paar Kartons durch die Luft segeln sehen konnten. Jetzt regnete es nicht nur, sondern es schneite auch noch lauter kleine Kugeln und bedeckten den ganzen Weg um sie herum. Irgendwann hörte das ganze auf und man konnte die kleine Tsuka, total durchnässt und von Kugeln bedeckt inmitten des weißen Meeres stehen sehen. Ich... hasse... diesen Ort! Verkündete sie lautstark, machte sich schwer atmend und etwas erschöpfter als zuvor weiter auf ihren Heimweg.
Es kam ihr wie eine kleine Ewigkeit vor, doch endlich hatte sie den Wohnblock erreicht in dem sie mit ihrem Bruder hauste. Unter ihre Füßen erklang lautstark das Metall der Treppen welche sie zu ihrer Wohnung heraufschritt. Zähneknirschend stieß sie die schwere Tür auf, lies sie an der Hinterwand abprallen sodass sie hinter ihrem Rücken wieder krachend ins Schloss fiel. Sie brauchte nicht bescheid zu sagen das sie zu Hause war, Nataku hatte es mit Sicherheit eh schon von weitem gehört. Im Flur zog sie ihre Schuhe aus, pfefferte sie geradewegs in eine Ecke und stapfte noch immer geladen weiter durch den Flur, streifte sich ihre Weste von ihrem Körper und lies diese einfach mitten im Flur auf den Boden fallen, hinterlies dabei eine kleine Spur aus Wassertropfen und weißem Styropor, das von ihren Haaren abfiel. Sie ging an ihrem Zimmer vorbei, steuerte das Badezimmer an um sich von dem lästigen Zeug zu befreien, lies dabei ihre Bluse die sie trug ebenfalls einfach im Flur liegen und stemmte die Tür zu dem kleinen aber feinen Bad auf, ungeachtet davon das sich vielleicht ihr Bruder darin aufhalten könnte. Ich hasse dieses Wetter, den Regen, diese scheiß Geschäfte. Murmelte sie vor sich hin als sie den Raum betrat und sie erstmal gefühlt gegen eine Wand aus Wasserdampf lief. Etwas verwundert über die hohe Luftfeuchtigkeit in dem Bad blinzelte sie in dieses hinein, schlug die Tür hinter sich zu und starrte einen Moment auf die gefüllte Eck-Wanne vor sich. Ein kurzer Schauer lief ihr über den Rücken, erst jetzt bemerkte sie wie ausgekühlt ihr Körper eigentlich von dem Regen war und sie etwas überrumpelt von dem plötzlichen Temperatur umsturz war. Ihre Hände waren eiskalt, genauso wie ihre Oberarme und ihre Beine. Mit einem mal knirschte sie nicht mehr vor Wut mit ihren Zähnen, sondern klapperte mit diesen aus dem Refelex heraus das sich ihr Körper wieder aufwärmen wollte. Brrr... Etwas unbeholfen versuchte sie sich aus ihrer Hose zu befreien die wie eine zweite Haut an ihren Beinen klebte, bemerkte dabei wie verschlammt diese war - waren da sogar Blutflecken? Dunkelrot auf Schwarz konnte man nicht allzugut unterscheiden, aber zumindest stammte das Blut nicht von ihr. Ein Blick zu ihren Beinen sagte ihr das sie selbst unverletzt war - musste wohl noch vom Training sein. Nach und nach schälte sie sich aus ihren restlichen Klamotten, schmiss alles in eine Ecke und kämpfte nun mit den blutroten Spangen in ihren Haaren sowie dem dem Gummi der ihre Haare zusammen hielt. Der Regen und die ganze Aufregung hatten ihr bestes getan uhm ihre blonden Haare so sehr durcheinander zu bringen das sie nur unter reisen und fluchen alles aus der blonde Mähne gelöst bekam. Mit einem lauten seufzen kletterte sie über den Rand der Wanne, zuckte leicht zusammen als ihre kalten Füße das warme Wasser berührten und ihr Körper ihr sagte das er es als extrem heiß empfand, obwohl es eigentlich eine sehr angenehme Temperatur hatte. Ihre Füße kribbelten leicht, das Blut kehrte langsam in die Gefäße zurück in die es gehörte und für einen Moment fragte sie sich ob sich ihr Bruder nun das Bad eingelassen hatte um selbst eines zu nehmen. Eigentlich auch egal. Mit einem leichten schulterzucken schob sie diesen Gedanken zur Seite, lies sich in das Wasser gleiten und tauchte soweit unter das ihre Nase nur knapp über der Oberfläche blieb. Sie seufzte leise, blubberte etwas in dem Wasser und spürte wie die wärme in ihren Körper zurückkehrte - also nur ihre Körperwärme verstreht sich und nicht so etwas wie Gefühle. Kurz blieb sie einfach nur ruhig sitzen, spürte wie ihr Herz noch immer recht heftig gegen ihren Brustkorb hämmerte und wie ihre Augenlieder aufeinmal ziemlich schwer wurden, ihr Körper schlapp...
Sie musste tief Luft holen - atmete einen Schwall Wasser ein, zappelte somit hektisch mit ihren vier Gliedmaßen, rappelte sich irgendwie auf ihre Knie und kam laut hustend und prustend mit ihrem Kopf wieder über die Wasseroberfläche. Ihr Körper konnte sich von dem Schock nur schwer erholen, fühlte sich immernoch recht kraftlos an, weswegen sie sich an den Rand der Wanne klammerte und sich das überflüssige Wasser aus ihrer Lunge hustete. Im nächsten Moment bekam sie erst wieder ihre Orientierung zurück. War sie eingeschlafen? Wie lange wohl? Das Wasser fühlte sich im Gegensatz zu vorhin schon wieder recht kalt an - und war da nicht noch jemand?
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Re: [Kurz vor dem Event] Geschwisterliebe mit Betonung auf Liebe <3

Beitrag von [Event] Koseki Nataku am So März 06, 2016 11:37 am

Es knallte genau zweimal und Nataku setzte auf eine innerliche Liste: „Überprüfen ob das Schloss der Tür noch funktioniert.“ Dass Tsuka heim war, wusste er bereits als er durch die Tür zwar gedämpfte aber immer noch gut hörbare stampfende Schritte vernahm. Die Laune von ihr, war ihm dementsprechend auch klar, wobei dahingehend wohl eher die Frage war, wann seine kleine Kokai tatsächlich gute Laune hatte. Damit meinte er nicht, dass sie mal niemanden in die Luft sprengen wollte, sondern tatsächlich gute Laune. Der Koseki machte sich jedoch nicht die Mühe, sich eine solche Tsuka vorzustellen, weder passte es zu ihr noch wusste er, ob er sich wirklich so eine Schwester wünschte. Sicher, es würde einige seiner Probleme lösen, aber dann hätte sie es nicht bis hierher geschafft – nicht solange überlebt.
Als eine weitere Tür zu schlag, war Katashi aufgestanden und sah sich von der Küchentür den Flur an. Chaotisch wie das blonde Mädchen daselbst. Ohne eine Miene zu verziehen sammelte er die nassen Sachen auf und brachte sie in die Abwäsche. Da sie sowieso gewaschen werden mussten, machte es keinen Unterschied, ob sie nun da zwischen lagerten oder in einem Korb. Und da konnten sie zumindest nicht den Boden in eine Riesenpfütze verwandeln, mal abgesehen von der Tatsache, dass es dem Belag auch nicht gut tat. Von dem Tisch nahm er eine alte Zeitung in die Hand. Sie zu kaufen hatte er angefangen, als er gehört hätte, das viele Menschen nach der Arbeit Zeitung lasen. Es war normal. In der ersten Zeit in Chigiri hatte er sich viel angewöhnt oder getan, was andere normal fanden. Mittlerweile hatte er den praktischen Nutzen in einer Zeitung erkannt. Wieder im Flur angekommen stellte er ihre nassen Schuhe auf das Papier.
Seine eigentliche Aufmerksamkeit galt allerdings den Geräuschen aus dem Bad. Durchnässt war sie gewesen, was ihre Kleidung, die Zeit ihrer Ankunft und ihre schlechte bewiesen hatten. Als erstes hatte Tsuka das Badezimmer angestrebt und die Geräusche daraus ließen ihn annehmen, dass sie sich in die Badewanne verkrochen hatte. Gut so. Könnte sie wenigstens auftauen, bevor er mit ihr über den Brief reden musste.
Den Blick auf den Boden gerichtet, fielen ihm die weißen Kügelchen erneut ins Auge. Er hatte sie vorhin schon am Rande bemerkt, doch warum lagen sie hier zusammen mit den Wassertropfen verstreut? Waren sie auch von Tsuka? Er hob eine Kugel auf und es fiel ihm auf, dass sie aus Styropor waren. Verpackungsmaterial also. ‚Diese verdammten Geschäfte.‘ hatte Tsuka vorhin geschimpft. Ob diese beiden Tatsachen zusammenhingen. Nachdenklich holte er einen Besen aus der Küche zusammen mit einem Lappen, um den Flur wieder sauber zu machen. Was sollte er auch anderes in der Zwischenzeit tun? Während er auf Tsuka wartete, dass sie wieder heraus kam?
Auch dies getan, brachte er alles in die Küche zurück, bis ihm auffiel, wie ungewöhnlich still es im Bad doch geworden war. Ein ungutes Gefühl beschlich ihn und er ging zur Tür, die ihn von Tsuka trennte. „ Kokai?“ fragte er laut, während er die Tür etwas öffnete. Warme Wasserdampfluft schlug ihm entgegen, doch keine Antwort war zu hören. DAS war noch merkwürdiger. Die ganze Tür nun öffnet, blickte er auf die Badewanne, keine Tsuka zu sehen. Doch überall lagen Sachen verstreut und raus gekommen war sie noch nicht. Mit einer schnellen Bewegung hatte er die Distanz zur Badewanne überwunden und Tsuka bereits mit den Armen an ihren Schultern aus dem Wasser gezogen, das mittlerweile schon nicht mehr warm war.
Besorgt blickte er zu ihr und schüttelte sie, was man bei ihm als Panik interpretieren könnte. Durfte man sie nun nicht einmal mehr alleine baden lassen? Vor Erschöpfung musste sie eingeschlafen sein und damit im Wasser fast ertrunken. Doch die Angst war überwunden, als sie sich von alleine auf die Knie rappelte und Wasser aus ihren Lungen hustete. Wieder atmete. Erleichterung blitzte in seinen Augen auf und die Sorge verschwand wieder aus seinem Gesicht. Was nicht hieß, dass er dies hier vergessen würde. Ihr Handtuch von der Stange nehmend, reichte er es ihr hin. „Komm aus der Wanne, wenn es wieder geht. Ich bringe dich ins Bett.“
Das mit dem Reden war wohl Geschichte. Wenn sie so müde war, dass sie sogar in der Badewanne einschlief, musste ihre Mission sehr anstrengend gewesen sein. Sie sollte sich nun lieber ausruhen – auch von dem was ihr Körper gerade erlebt hatte. Und sein Tonfall würde sie wissen lassen, dass es ihm ernst war. Zumindest solange wie er es noch kontrollieren konnte, sollte sie ins Bett und sich erholen. Die Briefdiskussion würde sie sicher nur aufregen. Wie dumm er doch gewesen war, selbst wenn sie anfangen würde krank zu werden, würde ihr ein Streit sicher nicht gut tun.

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Re: [Kurz vor dem Event] Geschwisterliebe mit Betonung auf Liebe <3

Beitrag von [Event] Okotta Tsuka am So März 06, 2016 10:20 pm

Noch immer leicht hustend lehnte sie über den Rand der Wanne, ihre schulterlangen Haare klebten ihr wirr im Gesicht und gaben ihr das Aussehen von einem begossenen Pudel. Die kälte des Badewannenrandes an ihrer Brust rüttelte sie endgültig wieder wach und beim anheben ihres Kopfes blickte sie in das Gesicht ihres Bruders. Ehhh Nataku... Sämtliche Frauen/Schwestern oder sonst irgendwelche Mädchen wären wohl nun in der Gegenwart eines Jungen panisch aufgesprungen, hätten ihren Körper verborgen und wären knallrot angelaufen und würden sich in Grund und Boden schämen - doch bei Tsuka konnte man nichts dergleichen erkennen, im Gegenteil, sie tat so als wäre es nicht ungewöhnlich wenn ihr Bruder sie nackt zu sehen bekam. Mit einem lauten genervten seufzen schob sie sich ihre Haare aus dem Gesicht, stand in der gleichen Bewegung auf und griff nach dem Handtuch das ihr der Koseki reichte. Vorsichtig kletterte sie aus der Wanne öffnete das längliche Handtuch und hob das kurze Ende davon vor ihre Gesicht um dieses trocken zu reiben. Von vorne wurde ihr Körper nun also von dem Handtuch bedeckt, wenn auch nur grob. Wieder seufzte sie, wickelte sich das für sie viel zu große Handtuch um ihren zierlichen Körper und presste sich danach die Hände auf ihre Ohren. Ich will nichts davon hören das du mich ins Bett bringst - wie alt bin ich denn? Der Tonfall ihres Bruders passte ihr gerade überhaupts nicht, sie wusste das er es sehr ernst meinte mit seiner Aussage, trotzdem lies sie sich nicht so einfach herumkommandieren - auch nicht von ihrem Bruder. Umsonst habe ich mich nämlich nicht beeilt herzukommen damit wir uns nocheinmal sehen können - in letzter Zeit bist du so oft weg. Langsam lies sie ihre Hände wieder sinken, betrachtete den türkishaarigen mit einem strengen, misstrauischen Blick von unten herab. In ihrem Kopf spielten sich mal wieder die dämlichsten Szenarien ab die mit ihm zu tun hatten, eine Mission die er von der Kagin bekam konnte sie gerade noch tolerieren, aber nicht wenn er sich vielleicht jemand anderes gesucht hatte - vielleicht sogar eine andere Frau. Die kleine blonde machte einen großen Schritt auf ihn zu, starrte ihn durchdringend an. Du verheimlichst mir doch nichts oder? Fragte sie ihn bissig und verrenkte ihre Augenbrauen zu einem finsteren Blick. Da Nataku mehr als nur einen Kopf größer war als sie musste sie ihren Kopf in den Nacken legen, stellte sich leicht auf die Zehenspitzen und verharrte so für einige Sekunden. Mehr schaffte sie dann doch nicht - fing ihre Nase urplötzlich an zu kribbeln und ein leises unterdrücktes niesen entwich ihr, weshalb sie den halt auf ihren Zehenspitzen verlor und einen Schritt zurück stolperte. Innerlich wusste sie jetzt das ihr Bruder recht hatte - sie eigentlich ins Bett müsste da sie mit einer Wahrscheinlichkeit zu 99,9% dabei war krank zu werden. Sie hasste es wenn er recht hatte und ihr Körper ihm das immer wieder bestätigen musste. Scheiß, drecks Körper. Ein unverständliches grummeln war von ihr zu hören, leicht lies sie dabei ihre Schultern hängen. Hunger - Tee. Sagte sie nur noch zu ihm, griff sich dabei ein zweites Handtuch, schritt an ihrem Bruder vorbei und wickelte ihre blonden Haare in das zweite Tuch. Im Türrahmen blieb sie noch kurz sehen, wand sich zu ihrem Komyo um, öffnete ihren Mund leicht um etwas zu sagen, schüttelte stattdessen nur ihren Kopf und huschte aus dem Badezimmer. Ja sie hasste es wirklich wenn er recht hatte und hasste sich selbst nur umso mehr dafür. Sie wollte ihren Bruder nicht hassen und doch konnte sie es einfach nie abstellen etwas zu finden was sie nicht leiden konnte. Das knallen ihrer Zimmertür hallte durch die Wohnung und verkündete das sie den Weg zu ihrem Raum unbeschadet hinter sich gebracht hatte. Das sie über dem ganzen Flur kleine Pfützen hinterlassen hatte und das Nataku davor ihre Sachen aufgeräumt und sauber gemacht hatte, hatte sie nicht bemerkt - oder eher ignoriert. Tsuka war keine Schwester von der man Bitte und Danke hörte, aber man sollte nun auch nicht meinen das sie die Taten ihres Bruders als selbstverständlich ansah - nein ganz im Gegenteil - nur teilte sie ihm ihre Dankbarkeit auf andere weise mit. Ein Satz der kein Schimpfwort enthielt zum Beispiel. Die kleine blonde Frau war einfach so gestrickt und nur ihr Bruder würde sie verstehen, würde in ihren Tonfall und ihrer Mimik merken wenn sie ihm dankbar war - doch nette Worte würde sie nie über die Lippen bringen können - nie in tausend Jahren. In ihrem Zimmer angekommen flogen die Handtücher schnell über ihren Stuhl ehe sie sich auf den kleinen Stapel mit Klamotten konzentrierte. Er war mal wieder an meinem Schrank. Kurz knirschte sie mit ihren Zähnen, schlüpfte in die Kleidung die er ihr bereit gelegt hatte, der Pullover in einem einfachen dunkelblau war wohl eines der wenigen Stücke die sie öfters daheim trug. Er war ihr etwas zu groß - wie eigentlich fast alles was in ihrem Schrank war, doch das war nicht wirklich der Grund weshalb sie ihn häufiger als ihre anderen Sachen trug. Er war sehr warm und lag ihr angenehm auf der Haut, kratzte nicht und rieb nicht unangenehm über der Stelle an ihrem Herzen an der sich ihr verschlossener Mund befand. Als sie fertig mit allem war, rubbelte sie noch etwas mit dem Handtuch an ihren Haaren ehe sie ihr Zimmer wieder verlies und sich zur Küche aufmachte.
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Re: [Kurz vor dem Event] Geschwisterliebe mit Betonung auf Liebe <3

Beitrag von [Event] Koseki Nataku am Mo März 07, 2016 8:19 pm

„Willkommen zu Hause, Kokai.“ entgegnete er mit seiner gewohnt kühlen, distanzierten Stimmlage leise als sie zu begreifen schien, wer hier gerade vor ihr stand. Außer reiner Höflichkeit hatte er die Worte über seine Lippen kommen lassen, denn letztendlich hatte er sie nicht begrüßt, da sie ja fast augenblicklich im Bad verschwunden war.  Ohne sich eine Regung anmerken zu lassen, der Tatsache geschuldet, dass er vor seiner nackten Schwester stand, musterte er sie. Wenn auch kleinwüchsig war ihr Körper trotzdem nicht zu verachtend und es hatte auch etwas niedliches, wie sie erschöpft und mit nassen Haaren über den Badewannenrang hing, wäre nicht der Umstand. Doch so, machte er sich einfach nur sorgen, würde sie nur liebend gerne von einem Arzt untersuchen lassen. In Chigiri gab es aber schon genug Tote.
Bereit ihre Hand zu reichen, was sie doch Hilfe brauchte, verhielt er sich still wartend neben ihr. Es war nicht so, dass er nicht wusste, wie ihr Körper ohne Kleidung aussah, schließlich hatte er sich schon oft genug um sie gekümmert, aber dennoch musste er ihr nicht mehr als nötig ein Gefühl seiner Anwesenheit, seiner Blicke auf ihrem Körper geben. „ Vielleicht hätte ich Iryonin werden sollen.“ Warf er nachdenklich in den Raum ein, was die Sorge Natakus ihrem Befinden gegenüber Ausdruck bringen sollte. Tsuka hatte sich diese Worte schon des Öfteren anhören müssen und im Grunde fanden es beide lächerlich. Er war kein Arzt, er hatte nicht das nötigte Feingefühl für andere, wenn gleich er sich gut darin verstand, das Leiden eines Menschen zu beenden.  Nur nicht auf die Weise eines Iryonin vielleicht.
Kindisch. Wie erwartet reagierte seine kleine Schwester, presste sich die Hände auf die Ohren und unbeeindruckt blickte er sie an. Das zog bei ihm nicht und umstimmen würde ihn dies auch nicht. „ Vor zwei Tagen warst du noch nicht alt genug.“ Gab er ihr mit einer gewissen Genugtuung zurück und verschränkte die Arme vor der Brust. Vorgestern war sie am Tisch eingeschlafen, so erschöpft musste sie gewesen sein, dass ihr Bruder sie letztendlich hatte ins Bett tragen müssen, damit sie am  nächsten Tag keine Muskelverspannung gehabt hätte. Wobei der Koseki nachvollziehen konnte, was der blonden gerade nicht passte. Sicher hatte es für sie viel zu sehr für ein Kommando geklungen, das letzte Mal…. Nun in der Regel handelte er einfach, ohne sie vorher zu fragen oder ihr etwas zu sagen.
„ Danke.“ Brachte er nur heraus und zeigte damit, welches Geschwisterteil von beiden so ein Wort über die Lippen tatsächlich bringen konnte. Es freute ihn tatsächlich, dass sie sich extra für ihn beeilt hatte. Ob es nun wahr war oder nicht, ihm reichten bereits die Worte. Der Koseki ignorierte den versteckten Vorwurf darüber, wie selten er zu Hause war und damit selten für sie Zeit hatte. Eine Entschuldigung änderte nichts. Sein Leben würde er nicht ändern. Weder er noch Tsuka würden das. Einen Streit zu beginnen brachte auch nichts. So würde es bleiben wie es war.
„ Nein, Kokai. Ich habe keine Frau mit welcher ich mein Bett teile.“ Diesmal klang er etwas genervt, da es ihn anstrengte, wie oft er es seiner Schwester mitteilen musste und sie dennoch immer wieder und wieder eifersüchtig auf alles und jeden reagierte. „ Und was ist mit dir?“ Ungewollte Worten platzten aus ihm heraus, was ihm sehr selten passierte und seinem Unbehagen gegenüber dem Schreiben geschuldet war. Ob seine Bombenliebhaberin wusste, worauf er anspielte? Oder nur dachte, dass er sie mit einer Gegenfrage ablenken wollte?
Doch ein Niesen hielt sie vom weiteren Antworten zunächst ab und was Natakus Gefühl ihm zugeflüstert hatte, hatte sich bestätigt und er besah sie mit einem Blick, der ausdrückte: Ich wusste es. Ein genugtuerischer Blick, den sie garantiert verdammen würde. „ Ich habe die Tee ins Zimmer gestellt.“ Sagte er zu ihr, während er ihr das zweite Handtuch reichte und sie dann an ihm vorbei schritt. „ Was möchtest du essen?“ rief er ihr noch nach und trat ebenso in den Flur, wo erneut Pfützen zu erkennen waren. Doch das hatte jetzt Zeit. Es war erst mal wichtiger sie ins Bett zu bekommen. Nun, zumindest war sie putzmunter in ihrem Zimmer angekommen, wie das Türknallen bewies. Auch gut.  Er ging stattdessen in die Küche um den Kühlschrank zu überprüfen was sie im Haus hatten. Wobei es sich eher danach richten würde, was sie wollte. Er gab sich nicht die Mühe etwas auf einen Teller zu tun, wenn sie es sowie nicht aß.
Kurz nachdem er die Tür zum Kühlschrank wieder geschlossen hatte, kam Tsuka in die Küche zurück. „ Deine Haare sind noch feucht.“ Stellte er in den Raum. Sie würde wissen warum, dass ihm nicht passte und er es für nicht verantwortungsvoll hielt, da sie bereits krank wurde und sie dies nicht auch noch verstärken musste. „ Such dir raus, was du essen willst. Ein wenig bleibe ich noch.“
Sollte sie das getan oder gesagt haben, würde Nataku es auf einen Teller packen  und mit den Armen ach Tsuka greifen, um sie sich über die Schulter zu legen. Dafür war sie leicht und Nataku stark genug. Mit einer freien Hand nahm er nach den Teller und trug sie dann wieder in ihr Zimmer, um sie dort auf ihr Bett zu setzen. Sein Blick mit dem er sie jetzt ansah, bedeutete ihr: Bleib im Bett oder zur Not erschaffe ich Ketten und kette dich an.
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Re: [Kurz vor dem Event] Geschwisterliebe mit Betonung auf Liebe <3

Beitrag von [Event] Okotta Tsuka am Mo März 07, 2016 9:38 pm

Das Thema mit dem Iryonin hatten die beiden schon mehrmals durchgekaut - meistens endete es damit das sie ihn anfing auszulachen und immer wieder darauf herumritt das er einen abgerissenen Arm erst mit Schmerzen verbinden würde - wenn sein Patient wegen dieser Schmerzen und dem Blutverlust bereits verstorben war. Ihr Bruder war nicht wirklich mitfühlend oder verständnissvoll was die Gefühle und Emotionen von anderen anging, mit Ausnahme bei ihr, da machte er wegen jeder Kleinigkeit ein großes Fass auf, während sie selbst nur bei ihm etwas freundlicher wurde und sich manchmal sogar eine blöße gab - was sie sonst immer vermied. Ein leises Tch - gefolgt von einem bedrohlichen Augenbrauen zucken war alles was sie auf die Anspielung ihres Bruders auf den Zwischenfall von vor ein paar Tagen erwiederte. Das war beispielsweise eine dieser blößen und es behagte ihr absolut nicht das er sie auch noch daran erinnern musste. Auf ihre eigene Frage hin beantwortete er sie mit genau den Worten die sie von ihm hören wollte. Ihr Glück. Murmelte sie leise, fixierte ihren Bruder noch etwas ehe sie von ihrem eigenen Niesen durchgeschüttelt wurde. Etwas provokant entgegnete er mit einer Gegenfrage ob sie ihm nicht etwas verheimlichen würde. Nachdenklich legte sie ihre Stirn in Falten, war dann auch schon dabei an ihm vorbei zu gehen um ihr Zimmer anzusteuern. FLEISCH! Brüllte sie nur zurückin Richtung Bad, knallte dann auch schon mit ihrer Tür. Während sie sich dann also umzog überlegte sie hin und her, hatte er sie mit seiner Frage gerade wirklich provoziert? Nataku müsste wissen das sie vor ihm nichts verheimiichte, bei ihm war das ganze etwas anderes so mysteriös wie er manchmal tat. Aber Tsuka könnte vor ihm nichts verheimlichen, dafür durschaute er sie manchmal viel zu einfach und zu schnell. Was wollte er also von ihr wissen? Zähneknirschend stieß sie ihre Tür wieder auf, trat in ihren sauberen, warmen Klamotten aus ihrem Zimmer und stapfte zur Küche. Dort angekommen stand sie kurz im Türrahmen, die Hände zur Faust geballt und die Schultern etwas nach oben gezogen um größer und bedrohlicherzu wirken. Was sollte diese Frage?! In diesem dreckigen Dorf gibt es nichts was man verheimlichen könnte! Die Menschen sind alle gleich und wer oder was mir auf den Geist geht jag ich in die Luft! Hielt sie im vorwurfvoll vor, durchquerte den Raum um neben ihm am Kühlschrank stehen zu bleiben. Du weißt wie meine Missionen ablaufen - entweder kommen leere Särge zurück oder wunderbar verkrüppelte und verstümmelte Missgeburten. Denkst du ich würde wirklich jemanden verschonen? Einen Mann vielleicht? PAH! Sie warf etwas fassungslos ihre Arme in die Luft, schritt um ihren Bruder herum und spähte an ihm vorbei in dem Kühlschrank. Seine trockene Bemerkung über ihre Haare liesen ihre Finger durch ihren Haaransatz fahren und wuschelte sich selbst so durch die feuchten Haare. Jaja spür ich selber - Die trocknen schon! Das er wiedermal darauf anspielte das sie sonst noch kränker werden würde, irgnorierte sie nun erstmal gekonnt - sonst würde sie nur noch aufgebrachter werden. Mit ihrer Hand deutete sie auf etwas geräucherten Schinken im Kühlschrank, war dieser jedoch in einem Fach, das außerhalb ihrer Reichweite war. Den da. Sie selbst wand sich danach zur Küchentheke um, um etwas Brot von seinem üblichen Platz zu holen. Dafür musste sie sich halb auf die Arbeitsfläche ziehen, streckte ihren rechten Arm nach vorne aus, hatte das Brot fast erreicht, sich plötzlich ein Arm um ihre Taille schlang und das kleine Mädchen in die Luft gehoben wurde und sich im nächsten Moment Kopfüber über der Schulter ihres Bruders befand. Nein - Nein - Nataku! - Tu das nicht! - Nein! Lass mich runter! - Wag es nicht! Unbeirrt von ihren Protesten stapelte er ihr gewünschtes Essen auf einen Teller, hatte die zappelnde Blonde fest im Griff und machte sich auf den Weg zurück in ihr Zimmer. Ihr Protest schlug auf halben Wege in Flüche und Drohungen um, doch er lies sich davon nicht beeindrucken - wie immer. Wenn ich dich das nächste mal schlafend erwische bist du deine Fingernägel los! Sie versuchte sich aus seinen Griff zu winden, war jedoch recht erfolglos mit ihren versuchen. Erst in ihrem Zimmer lies er sie los und sie fand sich mit ihren fünf Buchstaben auf ihrem Bett sitzend wieder. Vor ihr hockte Nataku und sah sie mit seinem vielsagenden, drohenden, ich-kette-dich-fest-Blick an. Die blonde sog schwer die Luft an, verrenkte ihre Augenbrauen zu einem finsteren Blick und stand auf - um eine der wenigen Sekunden größer als ihr Bruder zu sein. Ich bin doch kein Gepäckstück! Rief sie. So gehst du nicht mit mir um! Mit ihrem Finger deutete sie auf ihren Bruder und trat einen Schritt auf ihn zu, blickte ihn böse von oben herab an. Ein seltsamer und ungewohnter Blickwinkel für sie, doch es gab ihr einen nur noch größeren Schub an Selbstsicherheit - vorerst. Jetzt gehe ich nicht schlafen! Ich muss noch meinen Lehm für morgen vorbereiten und ich bin absolut nicht müde!. Wie ein kleines bockiges Kind stand sie da - mit dem Unterschied das ihre stimme um einiges aggresiver war als die eines Kindes.
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Re: [Kurz vor dem Event] Geschwisterliebe mit Betonung auf Liebe <3

Beitrag von [Event] Koseki Nataku am Sa März 12, 2016 10:21 am

Was sollte Nataku auf die Worte von Tsuka erwidern, die sie immer zuvor immer angebracht hatte, wenn es um seine ‚Arztkarriere‘ ging? Dass er sie selbst lächerlich fand, wusste sie bereits. Er war derjenige der den Iryonin Arbeit verschaffte, ob nun, weil sie eine Leiche entsorgen mussten oder weil jemanden verwundet hatte. Zwar waren seine Hände ebenso wie die ihren blutig, aber nach seiner Arbeit sagten die Patienten deutlich seltener etwas. Außerdem war die meiste Arbeit der Feldärzte nicht gerade ästhetisch. Der Koseki verschwendete keinen weiteren Gedanken daran, sondern schob die Idee erneut in die Tiefen seines Kopfes. So schnell wie sie stets aufflammte, so schnell hatte er die Idee stets schon wieder verworfen.
Es gefiel ihr gar nicht als ihr Bruder das Geschehen am vorgestrigen Tag als Argument einwarf. Er war zwar dafür bekannt nicht die fairsten Argumente zu benutzen, aber das von ihr nur ein leises Tch und ein bedrohliches Augenbrauen zucken folgte, fand Nataku dann doch erstaunlich. Aber manchmal schien sich sogar Tsuka zusammen reißen zu können und ihre Art von Freundlichkeit an die Oberfläche bringen zu können. Eine Art, die zwar nicht von normalen Menschen als freundlich bezeichnet werden würde, doch für die kleine Kokai war es bereits eine Leistung kein Schimpfwort zu benutzen. Das war weniger die Seltenheit gegenüber ihm als das sie sich nicht sogar eine Blöße ihm gegenüber gab. Genau das vermutete er auch gerade was geschehen war. Doch von seiner Seite aus würde nichts weiter zu dem Thema kommen, wusste er doch, dass sie seine Worte verstanden hatte und zumindest dort kein Wiederspruch mehr zu erwarten war.
Sie schien tatsächlich über seine Worte nachzudenken, ob sie ihm etwas verheimlicht. Glücklich über seine Worte, hatte sich ihre eigene Stirn in Falten gelegt als der Oinin sie mit einer Gegenfrage konfrontiert hatte. Doch scheinbar hatte sie den Gedanken zumindest für zunächst beseite geschoben oder war zu dem Schluss gekommen, dass es nicht so war als das sie ihm nach die Antwort auf eine weitere von ihm gestellte Frage zurief. Fleisch. Was hätte er auch anderes erwarten sollen. Das er tatsächlich Tsuka für etwas wie Salat begeistern konnte? Oder Obst und Gemüse? Nein, es war unwahrscheinlich solche Essenswünsche aus ihrem Mund verlauten zu hören.
Die Tür zum Kühlschrank wieder schließend, war Tsuka in die Küche zu ihm gekommen. Als er ihre Worte vernahm, sah er erst zu ihr hinüber, unbeeindruckt darüber wie sie da stand. Hatte seine Schwester tatsächlich vor ihn zu beeindrucken? Oder bedrohlich auf ihn zu wirken? Es sah eher kindisch aus, wie sie dort mit zu Fäusten geballten Händen und hochgezogenen Schultern stand. Wenn sie es nicht wäre, würde er vermutlich fragen, ob sie nicht doch einen Stuhl zum draufstellen wollte um wirklich größer zu wirken. Doch dieser höhnische Kommentar würde nicht über seine Lippen kommen. „ Es gibt immer Geheimnisse Tsuka oder maßt du dir an alles zu wissen? Aber wenn es danach gehen würde, wer dir alles auf den Geist geht, hätten wir bald keine Einwohner mehr hier. Abgesehen davon, hast du mich noch nicht in die Luft gejagt.“ Entgegnete er sachlich auf ihren vorwurfsvollen Ton. „ Aber ja das weiß ich. Meine verlaufen selten anders. Und die Mizukage ist sicherlich die letzte die Gnade erwarten würde also halte ich es für unwahrscheinlich, dass du jemals jemanden verschonen würdest.“ Während er ihr dies gesagt hatte, hatte er die Kühlschranktür doch wieder geöffnet und ließ sie an ihm vorbei hinein sehen.
Der Schinken sollte es also werden. Ihn aus dem Kühlschrank nehmend, hatte er sich letztlich wieder von diesem abgewandt und nach Tsuka gegriffen. Auf dem Teller in seiner Hand lag nun alles, was sie haben wollte und zusätzlich nach ein Messer. Er achtete nicht auf ihre wütenden Protestworte, die wie zu erwarten war, schon bald in Schimpftiraden und Drohworte ihrerseits umschlugen. Selbst dann nicht als sie es sogar wagte seine Schönheit zu bedrohen. Seine Fingernägel. Ehe das Geschehen würde, würde Tsuka eine Woche nicht krank sein und damit wirklich kerngesund sein.
Vor ihr hockend, war sie bereits wieder aufgestanden und damit, wenigstens für kurze Zeit größer als er selbst. Ihm vorwerfen, dass sie kein Gepäckstück wäre und mit bösen Blick auf ihn deutend, war sie näher an ihn heran getreten. Ohne eine Miene zu verziehen, würden seine Worte sie wahrscheinlich dennoch zumindest für kurze Zeit aus der Fassung bringen. „ Tut mir leid, Kokai. Das bist du für mich nicht. Dieses Gefühl wollte ich dir nicht geben.“
Doch nach den Worten der Entschuldigung mischten sich Müdigkeit und Wut in seine Mimik. Er war es für heute Leid mit ihr zu streiten über ihre Gesundheit. Warum konnte sie nicht einmal machen was er wollte? Nur einmal im Bett bleiben bevor sie alles nur viel schlimmer machte. „ Ich habe nicht gesagt, dass du schlafen gehen sollst.“ In seiner Stimme klang ein wenig die Mattheit mit, die man zuvor auch in seinem Gesicht hatte sehen können. Sich nach hinten fallen lassend, lehnte er sich mit dem Rücken gegen ihren Schreibtisch, zog die Knie an und beobachtete sie noch für kurze Zeit. Trotzig erwiderte sie seinen Blick und seufzend fuhr er sich letztendlich durch die Haare nur um dann seine Brille auf der Nase zu richten und einen Blick auf seine Armbanduhr zu riskieren. Noch genug Zeit. „ Könntest du dich nicht zumindest ins Bett setzen dafür?“ fragte er als letzten Versuch, bevor er sie gewinnen lassen würde. Er brauchte noch seine Energie für den Moment in welchem er sie mit dem Brief konfrontieren würde.
„ Du hast heute Post bekommen.“ Fing er beiläufig an als Tsukas Ausdruck sich wieder einigermaßen normalisiert zu haben schien, ein wenig der Aggression verschwunden schien. Seinen Worten nach müsste eben jene auf ihrem Schreibtisch liegen, doch da war nichts. Noch immer lag auf dem Esstisch in der oberen Etage ein offener Brief mit der Schrift der Mizukage. Ob seine Schwester mittlerweile wusste was die Provokation vorhin bedeutete? Ob sie wusste, was für Post gekommen war. „ Ich verstehe, warum du es mir nicht gesagt hast, aber…“ Nachdenklich betrachtete er sie und in seinen Augen spiegelte sich noch etwas Weiteres wieder. Verständnis. Nicht für ihre Tat an sich, aber für ihre Gründe es ihm zu verheimlichen. Doch sie verschwand schnell. Seinen Satz beendete Nataku nicht, denn sie würde genau wissen, was alles in dem aber stecken würde. Warum hast du es mir nicht trotzdem gesagt? Ich werde trotzdem versuchen dich davon abzuhalten und wenn ich es der Mizukage persönlich ausreden werde, waren nur Teile davon.
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Re: [Kurz vor dem Event] Geschwisterliebe mit Betonung auf Liebe <3

Beitrag von [Event] Okotta Tsuka am So März 13, 2016 9:35 pm

Was kümmerte es sie denn ob sie dann keine Einwohner oder Nachbarn hätten, wenn sie wirklich jeden in die Luft jagen würde der ihr falsch kam? Je weniger Leute umso besser, je weniger Menschen es gab umso höher war die Wahrscheinlichkeit das sie zumindest mal für einen Tag ruhig bleiben konnte und Zeit mit ihrem Bruder verbringen konnte. Doch solang es noch nervtötende Menschen gab, würde sie niemals zur Ruhe kommen können. Ihre Augen verengten sich zu Schlitzen als er darauf anspielte das sie ihn ja noch nicht in die Luft gejagt hatte. Sie schenkte ihm nur einen tödlichen Blick, sollte Nataku doch eigentlich wissen das sie ihm ihre Bomben nie so auf den Hals hetzen würde das sie ihn umbrachten. Zum Testen hatte sie es manchmal getan, doch er sollte wissen das sie ihr letztes - von dem sie wusste - lebendes Geschwisterteil nicht umbringen könnte. Zu viel band sie an den Jungen, zu viel hatten sie gemeinsam durchgemacht, nur wegen ihm war sie immerhin hier und konnte diese kleine Hölle jeden Tag aushalten und ertragen. Auch zurück in ihrem Zimmer hatte sie noch immer denselben Blick aufgesetzt, deutete noch immer mit ihrem Finger auf ihn. Das hoffe ich doch auch. Meinte sie drohend und beobachtete ihren Bruder dabei wie sich seine Mimik für einen Moment veränderte. Es kam eher selten vor das er Emotionen zeigte, nur wenn sie mal wieder dabei war seine Nerven und seine Geduld zu überstrapazieren lies er sich gehen und genau das war nun auch der Fall. Er lies sich nach hinten fallen, lehnte sich gegen ihren Schreibtisch und zog die Knie leicht an. Träge wie ein kleiner Junge saß er nun da, besah sich seine kleine Schwester die ihn einfach nur anstarrte. Im Bett wird man aber automatisch müde und pennt ein. Wie alt war sie noch gleich? Eigentlich sollte man meinen mit ihren 21 Jahren wäre es nicht nötig wegen solcher Dinge zu diskutieren oder etwas hineinzuinterpretieren, aber Tsuka machte aus allem einen Elefanten, egal wie banal und einfach das Thema war. Nein. Meinte sie nur schnippisch auf seine Bitte hin, ging stattdessen zu dem Teller mit ihrem Essen und häufte etwas von dem Schinken auf eine Scheibe Brot, biss kurz darauf gierig hinein und sah dabei mit ihren offenen blonden Haaren meher wie ein kleines Schulmädchen aus, als wie eine kalte Killerin. Post? Fragte sie eher rethorisch, blickte zu ihrem Schreibtisch auf dem sonst immer ihre Post lagen - wenn sie denn welche bekam. Doch dieser war heute leer. Willst du mich verarschen? Mit halbvollen Mund starrte sie Nataku einen Moment lang an, beobachtete ihn, versuchte herauszufinden was genau er nun von ihr wollte. Was zur Hölle ist los mit ihm? Kurz fühlte es sich so an als wäre er ihr böse und enttäuscht von ihr, doch das war eigentlich nicht seine Art, sein halb beendeter Satz lies sie zudem stutzen. Was hatte sie ihm nicht gesagt was er nun per Post erfahren hatte? Tsuka überlegte, wusste er das sie inzwischen bei den Oinin eine Lehre eingegangen war? War es das was er meinte? Wenn ja könnte sie so oder so nicht darüber sprechen, das hatte man ihr von Anfang an eingeprügelt. Eigentlich tat sie das ganze auch nur um einen Freifahrtschein zum Bomben bekam und nicht immer bei der Kagin antanzen musste. Als sie so an die Mizukage dachte schlich sich so allmählich etwas aus ihrem Hinterkopf hervor. Sie hatte mit der ollen Schrulle erst über etwas geredet was ihr sehr zugesagt hatte und eigentlich war alles eher beiläufig aus dem Gespräch heraus entstanden, doch sie hatte gesagt das sie sich melden würde bei ihr. War es nun soweit? War diese grandiose Idee ihrer Kagin nun Wirklichkeit? Ihre Augen weiteten sich etwas, ihre Pupillen zuckten leicht hin und her, man könnte meinen so etwas wie Freude in ihren Augen erkennen zu können. Die Blutspiele - sie wills wirklich durchziehen - und ich bin dabei. Während sie ihr Essen zu sich nahm konnte man sehen wie sich ein gieriges Grinsen über ihre Lippen zog. Ja - ja - ja! Blut - es wird Blut regnen. Nach ihrem letzten Bissen fing sie urplötzlich an zu kichern, ein kichern was nicht von einem kleinen Mädchen stammt das sich über ein paar Bonbons freute, sondern ein absolut bösartiges Kichern das vor Vorfreude auf Blut nur so triefte. Nii-san - die Blutspiele kommen - hast du das gelesen? Die Blutspiele - und ich werde dabei sein - ich werde diese kleinen Wichte ausradieren, ich werde sie umbringen und in tausend Teile zerfetzen - es wird Blut regnen. Tsuka war wie ausgewechselt, die Sorge ihres Bruders um sie und ihrer Teilnahme hatte sie total ausgeblendet, sollte er doch wie immer versuchen sie von ihren Vorhaben abzuhalten, sie lies sich ja sowieso nichts sagen. Freudig warf sie sich rücklings auf ihr Bett, rollte sich auf ihren Bauch und sah Komyo mit glänzenden Augen und einem breiten Grinsen an. Weißt du was das beste an diesen Spielen sein wird? Ich darf Leute umbringen - ich DARF! So viele ich will! Deswegen habe ich mich freiwillig gemeldet - ich WILL das - ich brauch das Komyo, Missionen sind lanbweilig weil die immer wissen das sie sterben - aber diese kleinen unwichtigen scheiß Kinder haben keine Ahnung! Ich seh schon ihre Gesichtsausdrücke vor mir und kann ihr flehen schon hören! Wann geht es los? Stand was in dem Brief? Wo ist er? Sie hatte ihren Oberkörper inzwischen auf ihren Ellenbogen abgestützt und drückte sich so etwas nach oben um ihren Bruder besser sehen zu können. Ob Tsuka verrückt war? Jap.
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Re: [Kurz vor dem Event] Geschwisterliebe mit Betonung auf Liebe <3

Beitrag von [Event] Koseki Nataku am Di März 15, 2016 3:10 pm

Er hatte aufgegeben, schneller als sonst. Doch letztendlich ließ er Tsuka keine Chance sich darüber zu wundern, zu sehr verlangte sein Inneres danach sie mit dem Brief zu konfrontieren. Die Energie, die er eigentlich darein gesteckt hätte, sie im Bett zu behalten, wollte er sich aufsparen. Das kommende würde anstrengend genug werden.
Wie erwartet hakte seine Schwester sofort nach. Nataku blickte sie unverändert an und verfolgte ihren Blick auf den Schreibtisch. Da lag nichts und sein erwidertes ‚Nein.‘ würde ihr vergewissern, dass er sie nicht verarschte. Immerhin hatte sie tatsächlich Post bekommen, nur lag eben diesmal an einem anderen Ort. Wartend darauf das Tsuka ihn finden, lesen und sich über ihn freuen würde. Denn so würde es geschehen. Blutspiele. Ungestraft Menschen töten, wie sollte sich da nicht freuen, wenn es das war, was sie am liebsten tat? Das Feld auf dem alles ausgetragen werden würde, würde nur kurz verschont bleiben und sicher schnell einer Ruine gleichen, zerstört durch Tsukas Bomben. Seine kleine Kokai, die momentan aussah wie ein kleines Schulmädchen, dass den größten Hunger ihres Leben hatte, so viel Schinken wie sie sich auf eine Brotscheibe stapelte und gierig hineinbiss.
Wie groß ihre Augen werden konnten. Es ließ sie noch kindlicher wirken und wäre da nicht dieser leicht psychopathische Ausdruck in ihrer Mimik, könnte man die Blonde sogar als süß bezeichnen. Für Nataku waren es Anzeichen dafür, dass seine Schwester verstanden hatte, warum es ihm ging. Als der höherrangige von beiden, der der MIzukage zu dem näher stand, wusste er schon länger von der Tatsache, dass es soweit war, dass sie wirklich stattfinden sollten.
Den Blick starr auf sie gerichtet, beobachtete der Koseki was geschah ohne sich selbst zu rühren oder eine Regung seines Gesichtes zulassend, denn dies für ihr nur eine Andeutung darüber geben, wie er das alles fand. Schon vor langer Zeit hatte er aufgehört zu fragen, warum unschuldige Kinder sterben mussten. Abgesehen davon, dass im Grunde niemand unschuldig war, gehorchte er mittlerweile nur noch. Wenn ihm gesagt wurde, dass er töten sollte, dann tötete er. Egal wen, wann oder wie. Er tat es einfach. Etwas worin sich die beiden Geschwister unterschieden. Tsuka hatte tatsächlich Spaß daran. Fasziniert von ihren Bomben, ihrer eigenen besonderen Kunst, könnte Nataku sich etwas von ihr abschneiden. Doch der Junge mit den türkisfarbenden Haaren war nicht so. Er mochte das Blut auf seiner Haut nicht, dass er als Schmutzflecke betrachtete, die seine Schönheit ruinieren könnten. Aber er tat was tun sollte und er würde es auch weiterhin tun ohne zu fragen, solange bis er stark genug war, um sich der MIzukage stellen zu können. Und solange, solange sollte Tsuka ihren Spaß haben. Wenn nicht…
Auch er selbst würde an den Blutspielen teilnehmen, als einer der Oinin, die nicht nur als Gegner erhalten würden für die Kindern sondern auch jene waren, die ebenfalls hier und da einen Teilnehmer beseitigen würde. Im Grunde hatte kaum ein Kind Chance zu überleben. Kurz fragte er sich, ob überhaupt eines überleben würde. Doch das war unwichtig. Nichts was ihn kümmern musste. Wichtiger war Tsuka. Tsukas Gesundheit um genauer zu sein.
„ Weißt du überhaupt was das für dich bedeutet?“ fuhr er sie mit einer Stimme an, die zwar ruhig klingen musste, aber dennoch aufkeimende Wut verinnerlicht hatte. Mehr als er sonst zuließ, selbst wenn er sich vor Tsuka über eben jene aufregte. Tiefdurchatmend fuhr er sich mit der Hand durch den Pony. Er musste sich beruhigen, es brachte nichts auf sie wütend zu sein. „ Diese Spiele finden nicht in einer warmen kuscheligen Arena statt, wo es andauernd gutes Essen und Trinken gibt. Vielleicht schleust sie dich sogar als Teilnehmerin ein. Klein … Jung genug siehst du ja aus. Was deine Chancen nicht nach 5 Minuten eine Lungenentzündung zu bekommen, nicht gerade verbessert, Tsuka.“ Seine Stimme, am Anfang noch gewohnt neutral klingend, war erneut unkontrolliert abgerutscht in die gleiche Lage wie vorhin. Er schallte sich selbst darüber, wie wenig er sich heute unter Kontrolle hatte. Wieder aufstehend, wandte er den Blick von seiner Schwester ab, die er ungewohnter Weise bei ihrem Vor- und nicht Spitznamen gerufen hatte. Wenn er ihr freudiges Gesicht nicht sehen würde, wie sie da auf dem Bett lag und sich einen Keks scheinbar über das freute, was kommen würde, ihm erklärte wie schön es doch war, dass diese Kindern Angst haben würden… Sich von ihr abkehrend ging er auf die Tür ihres Zimmers zu. „ Ich hätte ihn verbrennen sollen.“ Murmelte er eher zu sich selbst. Als wenn es jedoch etwas geändert hatte. Die MIzukage hätte Tsuka früher oder später darauf angesprochen oder anderweitig dafür gesorgt, dass sie Bescheid wusste. Was hätte es also gebracht. Doch scheinbar sollte er jetzt nicht mit ihr Streiten. Wenn er gerade so leicht aus seiner Rolle fiel… Nein das war nicht gut. ~ Reiß dich zusammen Nataku. ~ schallte er sich selbst und sagte, den Kopf nicht umdrehend. „ Ja, bald schon. Sehr bald.“
Er ging die Treppen ins obere Stockwerk hinauf. Von der obersten Stufe blickte er zu dem Essenstisch, wo er denn verräterischen Brief immer noch erblicken konnte. Der Griff um das Gelände verstärkte sich und seine Finger fühlten sich verkrampft an. Je länger er so stehen blieb, desto deutlicher spürte er das aufsteigende Kribbeln aus seinen Fingerzeichen und so ließ er es wieder los. Was konnte er tun? Noch immer war ihm keine Lösung dafür gekommen. Die Kette, es würde zunächst erst einmal so funktionieren müssen. Das was er in der Küche vorbereitet hatte. Aus seiner Hosentasche zog er die silberne Kette hervor an der ein Kristallanhänger hing. Unscheinbar für sie war sie mit einem Siegel versehen. Das Gegenstück dazu, steckte immer noch in seiner eigenen Tasche.
Tsukas Kette lag nun neben dem Brief gut sichtbar. Nataku stand vor dem Esstisch, wie bereits zuvor und betrachtete ihn erneut. Nein solange ihm keine Lösung einfiel, würde es zunächst sogesehen müssen. Er hoffte, dass sie alle schnell starben, damit Tsuka so wenig wie möglich dem Wetter und anderen Ereignissen ausgesetzt war.
Und nun, nun würde er sich wieder nach unten aufmachen, um sich in seinem eigenen Zimmer umzuziehen, um zur Arbeit aufzubrechen. Seine Oininkleidung zog er allerdings noch nicht an. Lediglich sie Kleidung, die er auch bei den Kämpfen als Bluthund der Mizukage trug. Oder zumindest ähnliche. Meistens bekam er die Blutflecken nicht wieder hinaus und so kaufte er neue Kleidung. Er war eben ein kleiner Perfektionist, der perfektionierte was man konnte.

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Re: [Kurz vor dem Event] Geschwisterliebe mit Betonung auf Liebe <3

Beitrag von [Event] Okotta Tsuka am Mo März 21, 2016 6:56 pm

Nur eine - vielleicht hunderstel Sekunde konnte man sehen wie ihr freudiger Gesichtsausdruck entgleiste und sie Nataku verdutzt ansah. Hatte sie ihn wieder dazu gebracht böse auf sie zu werden? Ihr verdutztes Gesicht wich sofort zu einem breiten amüsierten grinsen, ihre Augen funkelten zu ihrem Bruder herüber der sich angestrengt durch den Pony furh. Jedesmal wenn sie seine drohende, leicht vibrierende und wütende Stimme hörte, fuhr ihr ein kalter Schauer über den Rücken - nicht aus Angst vor ihm, eigentlich das genaue Gegenteil, sie mochte es wenn er so sprach, es erinnerte sie immer an ihren gemeinsamen Vater, auch wenn ihr Bruder diesen vergleich verabscheute, Tsuka mochte diesen wütenden und angespannten Gemütszustand von Nataku am liebsten. Ihre Mundwinkel fuhren noch etwas mehr nach oben und mit einem fast schon süßem Unterton in ihrer Stimme fragte sie rhetorisch nach. Was hat es denn zu bedeuten? Natürlich antwortete er mit seinen üblichen Sorgen - sie würde draußen Kämpfen, sie würde Wind und Wetter ausgesetzt sein und sich mit hoher Wahrscheinlichkeit die schlimmste Lungenentzündung zu ziehen die sie in ihrem recht kurzen Leben gehabt hatte. Am Ende nannte er sie sogar noch bei ihrem Vornamen, er musste für seine Verhältnisse wirklich schon sehr gereizt sein wenn er sich ihren richtigen Namen zu nutze machen musste. Auch wenn ihr Bruder, älter, stärker. größer war als sie und im Dorfrang über ihr stand, so zeigte sie sich von seiner Ansprache recht unbeeidnruckt, drückte sich nur von ihrer Matratze weiter nach oben und legte ihren Kopf schief. Und du glaubst das mich das aufhalten wird? Hat mich sowas jemals aufgehalten? Heh? Nataku! Er ging einfach auf ihrem Zimmer und lies sie mit ihrem Selbstgefälligen Grinsen zurück. Noch immer total amüsiert über ihren Bruder warf sie sich zurück auf ihren Rücken, kicherte in sich hinein und streckte ihre Gliedmaßen von sich. Egal wie scheiße dieser Tag bisher gewesen war, diese Nachricht machte alles wieder wet. Sie konnte es noch gar nicht glauben, die Blutspiele würden wirklich stattfinden. Kurz wand sich ihr Bruder nocheinmal zu ihr um, teilte ihr mit das es schon sehr bald losgehen werde und ging nun seiner weg. Ihr Psychopathischer Blick mit ihrem schon monströsem grinsen bekam er nicht mehr mit, dürfte nur noch hören wie sie freudig in sich hinein qietschte. Schon bald - schon bald! Mit zwei Umdrehungen hatte sie sich aus ihrem Bett gerollt, landete auf allen vieren, rappelte sich etwas schwerfällig auf und eilte ihrem Bruder durch die Wohnung hinterher. Zeig ihn mir! Rief sie, hörte nur wie er wohl die Treppen hinauf stapfte und folgte ihn mit kleinen schnellen Schritten. Die kleine Tsuka quälte sich jedesmal etwas die Treppen hinauf, für sie waren sie einfach fiel zu hoch. Das heftige Pochen ihres Herzens gegen ihren Brustkorb machte es auch nicht wirklich besser, doch Tsuka ignorierte dieses beklemmende Gefühl einfach. Sie erblickte den türkishaarigen neben dem großen Esstisch in dem riesigen Wohnraum im oberen Stock, vor ihm der Brief liegend. Zeig her, zeig her - was hat die Olle Mizukage geschrieben? Die kleine blonde schob sich auf einen der Stühle, lehnte sich mit ihrem halben Oberkörper über die Tischplatte und griff mit ihrer Hand nach dem Stück Papier. Die Kette die daneben lag entging ihr nicht, doch sie ignorierte sie fürs erste gekonnt, der Brief und was darin stand war viel wichtiger in diesem Moment. Man konnte zusehen wie ihre Augen über Zeile um Zeile flogen, die Handschrift der Kagin regelrecht in sich aufnahm und mit jedem Wort ihre Augen noch größer und bösartiger wurden. Nataku hatte recht behalten, es würde schon bald losgehen, bis dahin war sie von ihren Missionen entbunden, sollte sich sehr gut auf das kommende vorbereiten und durfte sogar für Testexplosionen ein paar Testgelände verwenden. JA! Als hätte sie gerade im Lotto gewonnen und wäre die reichste Person der Welt, warf sie freudestrahlend den Brief in die Luft, schlug mit ihrer geballten Faust auf das harte Holz und hätte beinahe den Anhänger der Kette zerschmettert. Das sind die besten Neugikeiten seit Jahren! Dieses Scheißdorf hatte schon nach einer Woche nichts mehr zu bieten - aber jetzt... endlich! Ihre Unterlippe klemmte sie zwischen ihren Zähne ein, biss leicht auf diese und starrte mit verträumten bösen Blick nach draußen in den Nieselregen. Es vergingen einige Momente, ihr Puls und ihr Herz hatten sich noch immer nicht beruhigt, doch Tsuka ignorierte das dumpfe klopfen noch immer, lediglich das leichte Schwindelgefühl lies sie etwas verwirrt ihren Blick von dem Fenster abwinden und auf die ihr Fremde Kette fallen. Was ist das? Fragte sie mehr an sich selbst als an ihren Bruder, hob skeptisch die Silbernekette in die Luft und musterte diese etwas. Es dauerte kurz ehe sie einen der Kristalle ausmachte die ihr Bruder normalerweise für seine Jutsu herstellte. Nataku? Fragte sie dann in den Raum hinein, doch kam keine Antwort. Oder zumindest hörte sie nichts, da ihre Ohren aufeinmal anfingen einen sehr lauten hohen Ton in ihren Kopf abzugeben. Sie wand ihren Blick von der Katte ab, stellte fest das sich ihr Blickfeld um 180 Grad drehte und sich ihr Gleichgewichtsinn verabschiedete. Ihr Brustkorb schmerzte und die kleinwüchsige schob sich von dem Stuhl, stolperte mit lauten, schweren Schritten in Richtung Treppengeländer. H-hey, Komyo! Rief sie ihn nun schon hilfesuchend nach ihm, ihr plötzlicher Tonlagen und Stimmungwechsel in ihrer Stimme müsste ihn eigentlich Hellhörig machen ehe sie an den Treppen vorbei herab stürtzte.
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Re: [Kurz vor dem Event] Geschwisterliebe mit Betonung auf Liebe <3

Beitrag von [Event] Koseki Nataku am Mi März 23, 2016 8:51 pm

Tsuka wusste genau was es zu bedeuten hatte. Ihre Nachfrage war unnötig gewesen! Und dennoch, selbst ohne sie, hätte Nataku seine Worte ausgesprochen und sei es nur deswegen gewesen, um seiner eigenen Wut Luft zu machen, die er derzeit nicht unter Kontrolle hatte. Dieser amüsierte Gemütszustand von seiner Schwester währenddessen, gefiel ihm gar nicht. Er wusste genau, was sie gerade dachte oder besser gesagt mit wem er gerade in ihren Gedanken verglichen wurde. Doch genau das verabscheute der Koseki aus tiefster Seele. Er war nicht wie Hidô, wollte es auch nicht, wenn gleich seine wütende Seite an ihm diesem Tyrannen ähnelte, wenn auch nicht im mindesten entsprach. Er war schlimmer gewesen, viel schlimmer. Dass er nun tot war und sie nicht mehr beherrschte, dass sie jetzt über hier standen, lag an der derzeitigen Mizukage, die ihn damals sogar selbst umgebracht hatte. Und deswegen würde er sie umbringen. Damals hatte er es tun wollen, doch er war stetig zu schwach gewesen, nach ihrem Kommen hatte sich dieses Ziel nicht erledigt und so würde er denjenigen unter die Erde bringen, der ihm seinen Vater genommen hatte. Nichts aus Mitgefühl mit ihm. So etwas hatte er nicht mal richtig verspürt als er seine Mutter getötet hatte. Die Worte die er nun aber zu Tsuka sprach, hätte sein Vater niemals jemand gegenüber gesagt, außer aus Hohn und Spott vielleicht, aber niemals ernst gemeint. Doch Katashi… er hatte sich schon immer um sie gesorgt. Schon seit ihrer Geburt, seitdem sie bei ihm war. Dieses Band war schon immer enger gewesen.
Die Frage von ihr hatte er letztendlich ignoriert, zu sehr war er darum bemüht seine eigene Fassung wieder zu gewinnen und sich auf den Weg die Treppen hinauf zu konzentrieren. Er wusste, dass die Antwort ‚Nein‘ gelautet hätte, aber vielleicht könnte ein Gespräch mit der Kage noch etwas ändern, wobei es unwahrscheinlich war, das er tatsächlich den Mut zusammen nehmen würde, ihr etwas absprechen zu wollen. Vor dieser Person sollte man tatsächlich in Acht nehmen und ihr Respekt erweisen. Alles andere wäre dumm. Wie Tsuka es überlebte war ihm tatsächlich auch unklar.
Das psychopatische Quieken aus ihrem Zimmer ließ ihn nicht zögern jede weitere Stufen hinauf zu steigen, erst als er ein dumpfes aufschlagen hörte, blickte er kurz hinüber, doch die hatte sich lediglich vom Bett gerollt. Alles also in Ordnung, zumindest in dieser Hinsicht. In anderer… war rein gar nichts in Ordnung.
Während er von der obersten Stufe hinüber sah zum Essenstisch, hörte er hinter sich kleine, tippelnde Schritte. Tsuka kam ihm also hinterher. Sicher weil sie vermutete, dass er dorthin gehen würde, wo er den Brief hingelegt hatte. Schlaues Mädchen. Im Grunde kannte sie ihn jedoch nur gut genug, um dies vorauszuahnen. Als sie oben angekommen war, stand er gerade neben dem Esstisch. Er blickte sie nicht an, wollte kein Gesicht sehen, dass sich derart auf das kommende freute. Während er noch nach einer Lösung suchte, schob sich seine Schwester auf einen der Stühle und zog den Brief hektisch zu sein heran, um begierig die Zeilen lesen zu können. Doch noch bevor sie den Brief in die Luft warf, hatte er sich wieder nach unten auf gemacht, um dort in seinem Zimmer zu verschwinden. Die Tür hatte er offen gelassen. Gerade als er seine Hose gewechselt hatte und sein Oberteil wechseln wollte, vernahm er Geräusche die ihn stutzig werden ließen. Über ihm war ein poltern zu hören, als würde ein Stuhl umfallen. Hatte Tsuka in ihrer Vorfreude vor die Einrichtung zu zerlegen? Sein Kopf aus dem Zimmer streckend, um sicher zu gehen, dass dies tatsächlich der Fall war und er sich keine Sorge um ihren Gesundheitszustand machen müsste. Er vernahm eine hilfesuchende Stimme. Das war nicht seine kleine, streitsüchtige, Schimpftiraden ausspuckende Schwester. Diese Tonlage war noch gefährlich, denn sie war unnormal und machte ihn mehr als hörig. Auf den Flur hinaustretend hatte er ziemlich schnell die Treppe in Sicht, über dessen Gelände Tsuka gerade stürzte. Was war verdammt noch einmal los? „Scheiße!“ schimpfte er diesmal selber und sprintete nach vorne. So schnell es ihm aus dem Stand möglich war, versuchte er zur Treppe zu kommen, um die fallende Tsuka auf seinen Händen aufzufangen. Schlitternd kam er zum Stehen und hatte Mühe sich auf den Füßen halten als seine Arme sich um ihren schlaffen Körper krallten, damit sie nicht auf den Boden aufprallte. In die Knie gehend, bettete er ihren Kopf an seiner Brust und fühlte ihr Stirn. Irgendetwas musste nicht normal sein. Tsuka fiel nicht einfach so von der Treppe. Ihre Stirn fühlte sich heiß an und wild pochte ihr Herz an seiner nackten Brust, die er zuvor entkleidet hatte. Doch in der Eile hatte er sich nicht mehr weiterangezogen. Mit sorgenvollem Gesicht blickte er zu dem blonden Mädchen hinunter und strich ihr kurz sanft über das Gesicht. „ Ich bin da, Kokai-chan.“ Sagte er liebervoll, wie er es in diesen Momenten nur ihr gegenüber konnte, wenn sie sich wieder einmal derart verausgabt hatte. „ Du hättest doch im Bett bleiben sollen.“ Meinte er tadelnd, doch nur leise, denn das spielte jetzt keine Rolle. Sie vorsichtig auf seine Arme hebend trug er sie in ihr Zimmer in ihr Bett. Sie gleichzeitig dort hineinlegend und versuchend die Decke über sie auszubreiten, gab er sich die größte Mühe, ihr nicht weh zu tun. Manches Mal war sie ziemlich empfindlich je kränklicher sie wurde. „ Bleib bitte liegen.“ Ein mahnend blickte er zu ihr hinüber, eher rückwärts aus dem Zimmer ging um sie im Auge zu behalten. Im Flur angekommen, ging er auf die Haustür zu, welche er öffnete und den Nachbarn damit beauftragte einen Iryonin zu holen. Dabei nannte er Namen und machte ihm deutlich, was passierte, wenn er sich nicht beeilte oder einen stümpferhaften statt guten Medic zurück brachte. Wieder in seiner Wohnung, ging er zu Tsuka zurück und hockte sich neben ihr Bett. „ Wie geht es dir mittlerweile? Hast du das Bewusstsein verloren?“ noch immer über das besorgt was geschehen war, sah man ihm dies an. Wenn jetzt ein bissiger Kommentar kommen würde, würde er sich darüber sogar tatsächlich freuen, als war besser als diese eine Tonlage.

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Re: [Kurz vor dem Event] Geschwisterliebe mit Betonung auf Liebe <3

Beitrag von [Event] Okotta Tsuka am Do März 24, 2016 4:44 pm

Es fühlte sich auch heute noch genauso an wie früher. Von einem Moment auf den anderen machte ihr Körper einfach schlapp, gehorchte ihr nicht mehr und brach in sich zusammen. Auch wenn sie nun seit mehr als acht Jahren frei von ihrem Vater war, so würde sie wohl bis an den Rest ihres Lebens dieses seltsame Gefühl in ihrem innern nie loswerden, das wenn sie sich nun schwach gab etwas schreckliches passieren würde. Es quälte sie jedes mal, trieb sie allerdings gleichzeitig auch wieder an. Es war ein Teufelskreis aus dem sie nie herauskommen würde. Dieses drohende Gefühl in ihrem innern, die Erinnerungen an die schrecklichen Jahre, die Schmerzen, die ständige konfrontation mit dem Tod hatten sie so stark geprägt das, auch wenn er tot war, sie in schwachen Momenten immer das Gefühl hatte das er noch lebte und sie heimsuchen würde. Deswegen arbeitete sie hart an sich und ihrem Körper, war mit Nataku nach Chigiri gekommen um den Idealen ihres Vaters noch immer nachzukommen. Über die Jahre hatte es alles zwar etwas abgenommen, doch an ihr hatte sich nichts geändert. Hidô hatte bei Tsuka saubere Arbeit geleistet und sie zu einer reinen Killermaschiene gemacht, die mit jedem Tag stärker und größer wurde und irgendwann würde sie die Mizukage einholen. Irgendwann. Der Gedanke an ihren Vater lies sie schlagartig wieder ihre Augen öffnen, war zunächst verwirrt wo sie sich befand, machte aber schnell den Körper ihres Bruders aus. War sie die Treppen herab gefallen? Sie konnte sich nicht mehr erinnern. Ihr Körper war noch immer schlapp und taub, weshalb sie sich von ihm in ihr Zimmer tragen lies. Mit ihrem Kopf lehnte sie an seinem Oberkörper, spürte seine Haut auf ihrer und - es gefiehl ihr nicht, ganz und gar nicht. Also eigentlich schon aber das würde sie sich nie eingestehen. Um das ganze schnellstmöglich wieder zu vergessen schloss sie ihre Augen, merkte wie er sie zurück in ihr Bett steckte und sie vorsichtig mit ihrer Decke einhüllte. Danach hörte sie Schritte und die Tür und erlaubte sich genervt aufzuseufzen. Tsuka kämpfte ihre Arme von der Decke frei und fühlte selbst ihre Stirn, strich sich ihre Haare aus dem Gesicht und starrte einfach nur grimmig die Decke an. Scheiß Regen - wieder krank. Irgendwann hab ich ein Jutsu mit dem ich diese Dreckswolken wegsprengen kann. Wieder wurde sie wütend, hasste diesen kleinen schwachen Körper aufs neue, hasste dieses Wetter. Sie knirschte leise mit ihren Zähnen, grummelte etwas unverständliches. Gäbe es eine Möglichkeit ihren Körper zu tauschen oder zu verändern sie würde es sofort tun. Egal ob sie dann einen Arm oder ein Bein weniger hätte, solang sie nicht mehr krank wurde wäre ihr das gleich. Alles war ihr lieber als das. Obwohl ihr so warm war, durchzog ihr Körper ein kalter Schauer, weshalb sie ihre Arme wieder unter der Decke vergrub. Wieder hörte sie die Tür und als sich ihrem Zimmer wieder Schritte näherten wand sie ihren Kopf leicht zu ihrer Zimmertür. Als sie sah das Nataku wieder zu ihr kam, der Oberkörper noch immer unbedeckt, warf sie sich die Decke über ihren Kopf und drehte ihm den Rücken zu. Zieh dir beim nächsten mal was an... Schnippisch war sie schon wieder, wenn das ganze auch ziemlich schmollend und beleidgt klang. ...kann man ja niemanden antun sowas. Nataku war nicht hässlich, ganz und gar nicht, doch sie konnte ihn einfach nicht so ansehen, während es anders herum keinerlei Probleme gab. Sie schwieg eine kurze weile, fror unter der Decke und kuschelte sich nur weiter in diese hinein. Dann schob sie ihre Hand mit der Decke unter dieser hervor und hielt sie Nataku vor die Nase, drehte sich zurück auf ihren Rücken um ihn anzusehen. Das ist einer von deinen Kristallen oder? Als Entschuldigung das du schon wieder verschwindest? Das er zuvor dabei gewesen war sich umzuziehen hatte sie natürlich bemerkt, er hatte also auch schon wieder eine Mission aufs Auge gedrückt bekommen. Es nervte sie jetzt schon wieder und sie fragte sich wie lange er diesesmal fernblieb. Ich hoffe für dich das du bis zu den Blutspielen wieder da bist. Grummelte sie und lies ihre Hand zurück auf ihr Bett sinken. In letzter Zeit war er sehr häufig unterwegs, meistens bekam sie es überhaupts nicht mit, doch wenn dann sagte er ihr immer nur grob wohin es ging und was er tun musste. Das es sich bei seinen Aufträgen um Morde handeln musste zweifelte sie nicht an, immerhin konnten sie das ja am besten. Außerdem bekamen sie viel Geld davon, doch mit Geld hatte Tsuka noch nie etwas anfangen können. Normale Leute kauften sich Sachen um Spaß mit diesen zu haben, abgesehen von den Dingen die man zum alltäglichen Leben brauchte wie Essen. Selbst Klamotten kaufte sie sich sehr unregelmäßig im Gegensatz zu ihrem Bruder. Ständig kam er mit neuen Sachen an, manchmal fragte sie sich ob er einen Kleidungsfetisch hatte oder sowas. Sie selbst gab ihr Geld meistens für Essen aus, am liebsten Fleisch und natürlich um sich neuen Lehm zu besorgen. Ihr Blick schweifte von ihrer Hand zurück zu ihrem Bruder und ein genervtes Stöhnen entwich ihr. Er hatte sie wieder mit diesem besorgten Blick angesehen, dabei ging es ihr noch ganz gut. Sieh mich nicht so an... mir geht es gut. Ich hab nur nicht aufgepasst und bin über diesen dämlichen Stuhl gestolpert. Log sie um zu verschweigen das sie tatsächlich für einen Moment das Bewustsein verloren hatte. Doch sie wusste das Nataku es besser wusste, weshalb ihre Lügen auch nie ernst gemeint waren sondern nur verschleiern sollten wie schwach sie wieder einmal gewesen war. Nie würde sie diesen Körper akzeptieren, das er schwächer war als sie sich eingestehen wollte und das er ihr immernoch starke Probleme bereitete, mehr als ihr lieb war.
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Re: [Kurz vor dem Event] Geschwisterliebe mit Betonung auf Liebe <3

Beitrag von [Event] Koseki Nataku am Fr März 25, 2016 11:46 am


Würde man ihn fragen, wie oft er bereits Tsuka gepflegt hatte, könnte er es nicht ehrlich beantworten. Eine genaue Zahl wusste er nicht, hatte nie gezählt, es war viel zu zahlreich. Schon seit ihrer Geburt war Nataku an ihrer Seite gewesen und wenn es nicht seine Mutter gewesen war so hatte er sich selbst um sie gekümmert. Es war nie anders gewesen, immer gab es da diesen Beschützerinstinkt in ihm. Zu keinem anderen Menschen hatte er je ein solches Band knüpfen können und würde es wahrscheinlich auch nie können. In ihrer Gegenwart empfand er alles als todbringend. Das kleinste Niesen und der kleinste Schmerz im Zeh. Die Zeit hatte ihn gelernt, dass es eine Kleinigkeit Tsuka sehr schnell dahinraffen konnte, doch zugebenermaßen übertrieb er manchmal auch ein wenig – aber nur ein klein wenig.
Heutzutage konnte sie einen Arzt rufen. In ihrem alten Leben war das schlicht unmöglich. Nicht nur, weil es nur wenige fähige mit dieser Begabung gegeben hatte, sondern sowohl Medizin als auch Gerätschaften nicht wirklich vorhanden waren. Nur das nötigste. Dieses Wort hasste er noch heute. Es war die Beschreibung für so vieles gewesen und sogar heute noch in ihm verankert. Er brauchte weder viele Einrichtungsstücke noch extravagante Kleidung. Wobei er von dieser wahrscheinlich tatsächlich zu viel hatte. Doch der Großteil lag fein säuberlich zusammen gefaltet in Fächern seines Schrankes und wurde im Grunde nur angefasst, um sie aus Einkaufstüten in den Schrank zu liegen. Er hatte sie nicht angezogen und dennoch gekauft, um normal zu sein. In den ersten Monaten hatte er versucht sich anzupassen, einzufügen in diese ihm fremde Gesellschaft. Immer wieder gefragt, was normal sei und somit auch herausgefunden, dass es normal war, sich verschiedene Kleidung zu kaufen. Dass das im Grunde eher für Frauen galt, hatte er damals wohl entweder überhört oder vergessen.
Es ging ihr besser. Wie gut. Erleichtert atmete Nataku auf und rang sich sogar zu einem leichten Lächeln durch. Die Stimmlage von vorhin hatte ihm tatsächlich Angst eingejagt, aber es war wieder gut. Tsuka bräuchte noch eine Zeit um das Fieber und die Krankheit zu bekämpfen, länger als andere, aber sie hatte ihre Natur behalten und das war bislang immer ein gutes Zeichen gewesen. Auf seiner Zunge lagen Antworten, wie, dass sie ja nicht hinsehen musste oder sie beim nächsten Mal dann einfach auf den Boden klatschen lassen könnte. Doch er sagte nichts. Seine Lippen blieben geschlossen und mit einer mittlerweile wieder neutralen Mimik blickte er zu ihr. Sie schien sich immer weiter in ihrer Decke verkriechen zu wollen, wahrscheinlich fror sie durch das Fieber immer noch. Es würde also noch steigen, wie er befürchtet hatte, dabei schien es jetzt schon so hoch.
Vor ihrem Bett war er stehen geblieben und seine Schwester, die sich wieder zu ihm umgedreht hatte, hielt mit ihrer Hand ihr eine Kristallkette vor die Nase. Seine Kristallkette, die er ihr auf den Brief gelegt hatte. Der Brief, der einen Streit ausgelöst hatte und für ihn in diesem Moment keine Rolle mehr spielte, so dass seine Stimme beim folgenden Satz neutral wie immer klang. Dieses Thema war noch lange nicht abgehakt, doch war es hinten angestellt. „Ja.“ Log er. Sie war keine Entschuldigung, aber wenn sie das Siegel nicht bemerkte, war es gut. So wäre die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie sie tragen würde. „ Der Auftrag könnte länger dauern. Ich weiß nicht, ob ich es schaffe bis zum Beginn der Spiele wieder bei dir zu sein. Trag sie daher, dann kann ich es trotzdem, ja? Würdest du mir diesen Gefallen tun? Ich verspreche dir aber, dass ich mein Bestes gebe um zeitig zurück zu sein.“ Sein Auftrag würde nicht lang genug dauern, dass er dies tatsächlich befürchtete. Aber wenn er so die Chance erhöhen konnte seinen Plan in die Tat umzusetzen, würde er sie nicht verschwinden lassen.
„ Es steht kein Stuhl neben der Treppe.“ Mit verschränkten Armen blickte er sie durchdringend an. Es würde ihr nichts bringen die Wahrheit zu verleugnen.
Mit einem Seufzen drehte er sich letztendlich wieder um, ging in sein eigenes Zimmer zurück um sich sein Oberteil anzuziehen und nahm gleiche seine Decke mit. Es würde kein danke von Tsuka kommen, aber wie er sie kannte, würde sie innerlich doch froh sein, nicht weiter frieren zu müssen. Auch wenn sie seine Decke wohl erst aus dem Bett werfen würde.
Hier.“ Sagte er, als er wieder zu ihr zurückgekehrt war und die Decke auf ihr Bett legte. „ Ich habe einen Arzt rufen lassen. Mir ist egal was du dagegen sagen wirst, aber so krank warst du in der letzten Zeit nicht mehr. Und wenn du an den Spielen teilnehmen willst, wirst du dich von ihm untersuchen lassen. Denk auch daran, dass ich es nicht dulde, nach Hause zu kommen und eine zerbombte Wohnung und Überreste einer Leiche hierzuhaben. Benimm dich, lass dir Medizin geben, kurier dich aus und dann bin ich auch gewillt, dich zu den Spielen zu lassen. Anderweitig, wird ein zermatschter Schädel und gebrochene Knochen bei deinem nächsten Fall das kleinste Problem sein, dass du dann haben wirst.“ Sagte er mit kühler, drohender Stimmlage. Es entging ihm nicht, dass er erneut seinem Vater dadurch ähnelte, doch es war ihm diesmal egal. Er hasste es, doch vielleicht konnte er Tsuka dadurch überreden sich Medizin geben zu lassen, denn ohne sie, würde sie es sicher nicht bis zu den Spielen schaffen … oder sich dort nur noch weiter den Tod holen. Und Nataku wusste tatsächlich Dinge, die er nutzen konnte um sie zu erpressen. Wie das Wissen um jenes Jutsu mit der sie ein Großteil des Dorfes zerstören könnte, sobald sein Siegel zerstört war. „ Kokai.“ Sagte er in seiner normalen Stimmlage. „ Bitte. Ich möchte nicht wiederkehren und wissen, dass die Spiele deinen Tod bedeutet haben, nur weil du bereits vorher krank warst. Ich habe dich früher nicht beschützen können. Jetzt kann ich es, warum lässt du dir nicht zumindest ein wenig helfen?“

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Re: [Kurz vor dem Event] Geschwisterliebe mit Betonung auf Liebe <3

Beitrag von [Event] Okotta Tsuka am Fr März 25, 2016 10:21 pm

Das die Kette wirklich eine Entschuldigung darstellen sollte, kam wirklich etwas überraschend für sie. Sie hatte mit allem gerechnet, doch nicht damit das ihr eigener Scherz ernst wurde. Die blondhaarige verzog ihr Gesicht und musterte die Kette noch einen Moment, während Nataku meinte das er es vielleicht nicht rechtzeitig zu den Spielen schaffe. Genervt stieß sie Luft aus ihrer Nase aus, fixierte ihren Bruder finster an. Spar dir diesen Schnulz. Damit meinte sie natürlich seine Bitte an sie die Kette zu tragen. Unsanft warf sie die Kette auf den kleinen Tisch neben ihrem Bett. Sie wirkte beleidigt das er mal wieder so lange fort musste und gleichzeitig auch gekränkt. Aber gut dann muss ich mir wenigstens nicht mehr anhören, wie gefährlich es für mich bei den Blutspielen werden kann. Giftete sie ihn nun an und wand ihren Blick von dem türkishaarigen. Soll er doch bleiben wo der Pfeffer wächst. Die leichte stichelei auf ihre Lüge lies die kleine blonde scharf die Luft einziehen. So wie ihr Bruder nun vor ihr stand mit diesem drohenden Blick und den verschränkten Armen wühlte er sie nur wieder auf und machte sie erneut wütend. Tsuka konnte nicht gut lügen, zumindest konnte sie Nataku nicht belügen und wenn er sie dann ertappte passte ihr das ganze auch wieder nicht. FEIN! Dann steht halt kein scheiß Stuhl neben der Treppe und ich hab das Bewusstsein verloren! Tsuka war gerade dabei ihre Arme in die Luft zu strecken um ihrer Wut Platz zu machen, als sie ihr schmerzender Brustkorb davon abhielt und sie röchelnd ausatmen musste. Das ihr Körper sie davon abhielt wütend zu sein und zu schreien machte das ganze nicht gerade besser, im Gegenteil. Ihre Finger krallten sich in ihre Decke und man konnte ihre Zähne leise knirschen hören. Verzieh dich einfach! Brummte sie und versuchte die Schmerzen in ihrem Brustkorb zu ignorieren, immerhin hatte sie schon weit aus schlimmers überstanden. Zu ihrer Überraschung ging er tatsächlich, was die wütende Tsuka dann doch etwas verdutzt drein blicken lies. War dieser blöde Auftrag wirklich so dringend und eilig das er sie mitten im Streitgespräch verlies? Doch kam er nach einen Gang in sein eigenes Zimmer zurück, seine Decke in der Hand. Wieso musste er auch immer alles bemerken was mit ihr nicht in Ordnung war? Ihr zittern unter der Decke war so gering und trotzdem hatte es Nataku bemerkt. Pf.. Sie nahm die Decke nicht an, trotzdem legte er sie auf ihr Bett und wären ihre Beine nicht so kurz hätte sie sie mit ihrem Fuß einfach heruntergeschubst. Er hatte also einen Arzt gerufen. Na was auch sonst, er war ja gleich nicht mehr da um auf sie aufzupassen. Früher war das anders gewesen, sogar unter den strengen Augen von Hidô war es anders gewesen als jetzt. Heute war es einfach jemanden zu holen der ihr helfen konnte, heute wr das Leben ja so bequem und einfach, oh wie es sie anwiederte, heute noch mehr als sonst. Wieder sah sie ihn an, diesesmal jedoch nicht mehr so kränklich wie sie sich fühlte sondern eher zornig. Er sprach zu ihr in einer ähnlichen Tonlage wie es eigentlich nur ein Mensch auf dieser Welt tun konnte - und der war tot. Sofort schlug ihr Herz kräftiger und schmerzvoller, ihr Blick wurde finsterer als Nataku ihr drohnte. Lass es. Dieser befehlshaberische Ton war das einzige was sie wirklich an ihm verabscheute. Tsuka kommandierte man nicht herum, auch nicht ihr Bruder. Die kleine Frau holte tief Luft, öffnete ihren Mund und jeder wusst was gleich kommen würde. HALT EINFACH DEINE- Weiter kam sie nicht, denn die Worte blieben ihr einfach im Hals stecken und zwar wirklich stecken. Die Luft die sie eingeatmet hatte kam nur stockend und langsam aus ihren Lungen, lautes Schreien wurde für sie unmöglich und sie hatte das Gefühl gleich zu ersticken. Es dauerte bis sie sie sich beruhigen konnte, konnte aber auch einen Hustanfall vermeiden. Schnaufend warf sie die Decke zurück, strampelte leicht mit ihren Beinen und hämmerte mit ihren Fäusten auf die weiche Bettdecke. So schnell..- Keuchend stützte sie sich auf ihren Armen ab und stemmte ihren Oberkörper nach oben. ....-sterb ich nicht. Das weißt du doch ganz genau. Warum sie sich nicht helfen lassen wollte? Eigentlich dachte sie er wüsste es, warum sie sich sträubte und wehrte wenn man ihr helfen wollte. Warum nicht? - Ich wurde so erzogen Katashi! Ihr Maß war voll, es war so voll das ihre Geduld schon lange in den Ozean geschwemmt wurde und erstmal nie wieder kehren würde. Sie war so wütend das sie ihren Bruder mit seinem richtigen Namen ansprach, etwas was wirklich unglaublich selten passierte. Ich brauch keine Hilfe, ich bin nicht schwach! Ich brauch das nicht! Warum sollte man einem schwachen Wesen helfen?! Die sind es doch nicht würdig- Vor Wut zitterte ihre Stimme, hatte eine höhere Tonlage als sonst, normal würde sie noch Schreien und fluchen, doch ihr Körper verwehrte ihr das alles für den Moment. In ihren Augen konnte man neben ihrer Wut noch etwas anderes erkennen, war es Reue? Reue darüber das sie sich nicht eingestehen wollte das sie diese Hilfe eigentlich brauchte? Das sie sich nicht eingestehen wollte das sie schwach und jämmerlich war? Das sie zu Stolz war und bereits zu viel durchgemacht hatte um sich so etwas wie Schwäche einzugestehen?
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Re: [Kurz vor dem Event] Geschwisterliebe mit Betonung auf Liebe <3

Beitrag von [Event] Koseki Nataku am So März 27, 2016 3:01 pm

Doch nur ein Scherz. Eigentlich hätte er das ja ahnen müssen. Doch nun war es zu spät, Tsuka schien zu glauben, dass er seine Worte zumindest ernst gemeint hatte. Egal. So oder so hätte sie mit Abneigungen reagiert, konnte er doch nur hoffen, dass ihr allgemeiner Protest nur anfänglich hielt. Manchmal tat sie es einfach, weil sie es immer tat und nahm letztendlich doch Hilfe oder ein Geschenk an. Oder führte den Befehl doch aus. Doch seine Schwester konnte ihren Mund nicht halten, zumindest nicht immer. Manchmal hatte er Glück und bekam als Dank ein Schimpfwort weniger an den Kopf geworfen. Früher war es anders gewesen, da hatte sie sich zumindest Hidô gegenüber zurück gehalten, vielleicht auch… nein sogar sehr wahrscheinlich, weil sie wusste, dass es nicht gut sein, nicht gut tun würde. Zu ihrer beleidigten Art sagte er jedoch weiter nichts. Er konnte nichts dafür, dass er eine solche Mission bekommen hatte. Was daran sollte er auch ändern? Sicherlich würde er sie schneller als vorgeschrieben erledigen können und könnte, wenn nichts dazwischen kam, rechtzeitig hier sein, aber was brachte es, dass jetzt Tsuka zu sagen? Sie würde es nur für ein leeres Versprechen halten oder etwas, dass er nur sagte, damit sie sich jetzt beruhigte. Und was wenn er es gar nicht einhalten konnte? Sollte sie sich lieber freuen, wenn er wirklich früher da war. Auf nichts anderes hatte man ihn früher trainiert, schnell zu töten. Leise, lautlos, schnell. Hin und wieder auch langsam und qualvoll, aber die meisten Aufträge, die sie außerhalb zu Ende geführt hatten, waren eher erstere Variante gewesen.
Es war genügend von allem da, somit würde sie weder verhungern, noch verdursten. Und zur Not traute er ihr auch zu einkaufen zu gehen. Wäsche, war genügend Wäsche da? Eigentlich schon. Im Grunde waren sie daran gewöhnt, viel weniger davon zu besitzen, die meistens sogar dreckig gewesen war. Er hoffte nur, dass sie nicht alleine versuchte zu waschen, das ging meistens nicht gut aus. Aber eigentlich tat sie das nur selten von sich aus und so lange war er ja nicht weg.
Er trug es wie sie ihn anzuschreien versuchte und es im Ende doch nur in einem Hustenanfall endete. Nataku kannte ihre Art, hatte schon größere Wutanfälle ausgehalten und war fast immer ruhig geblieben. Das war es, was seine Kindheit aus ihm gemacht hatte. Alles über sich ergehen lassen und danach noch brav ja und Amen sagen. Nur wenig tat er wirklich, weil er es wollte. Im Grunde gab es da nur drei Dinge, Tsuka beschützen, mehr denn als es früher hatte tun können, die Mizukage töten und sich an das neue Leben anzupassen. Vor allem wegen dem letzten hatte seine Schwester schon einiges aushalten müssen. Da sie beide selbst keine Erfahrung hatten, was es bedeutete ein normales Leben zu führen, eine normale Familie zu haben, fragte der Koseki oftmals andere. Dabei kamen Dinge heraus, wie Kleidung zu kaufen oder Photos zu machen oder eine Wohnung einzurichten. Das letztere hatte er jedoch schnell genervt aufgegeben, denn er hatte nicht verstanden, warum manche Leute sich so viel Kitsch, Dekoration oder unnötige Gegenstände in die Räume stellten. Selbst das, was sie momentan besaßen, empfand er schon als zu viel. Früher waren sie über ihren Decken froh gewesen, über die eigene Laterne und nun? Sie hatten bequeme Betten, Tische, Schränke alles Mögliche.
„ So wurden wir es alle. Hör auf rumzuschreien. Es bringt dir nichts ein.“ sagte er letztendlich und sah sie noch einen Moment an. Der besorgte Blick war nicht aus seinen Augen gewichen, doch er war froh darüber zu wissen, das bald jemand anderes da war, um sich um sie zu kümmern. Medizin würde sie wieder gesund machen. So wie immer. Sie musste diesmal keine Angst haben, in der Arena um ihr eigenes Leben kämpfen zu müssen. „ Stimmt, du gehörst du denen, die es nicht wert sind zu Leben. Das hat Vater immer gesagt. Doch du hast es ihm stets beweisen können, dass er Unrecht hatte. Du warst es, was nicht in sein Weltbild gepasst hat. Schwach, gebrechlich und dennoch so gefährlich. Doch Oto-sama ist tot, Tsuka.“ Was sie konnte, konnte er auch. Ehrfurcht war in seine Miene eingekehrt. Egal wie lange er unter der Erde liegen würde, auch er konnte es nicht ablegen, noch immer in einem respektvollen Tonfall ihm gegenüber zu sprechen. Ihm war sogar, als würde Hidô selbst jeden Augenblick in dem Türrahmen auftauchen und er sich vor ihm hinknien müssen um zu rechtfertigen, warum er schon wieder bei Tsuka war. Sich schon wieder um dieses kranke Wesen kümmerte. Seine Hände verkrampften sich und um diese Einbildung wieder zu verdrängen, verschränkte er seine Arme vor der Brust. Tot, er war tot. Sie brauchten keine Furcht mehr vor ihm verspüren.
„ Ich finde die Wohnung schön, Kokai.“ sagte er letztendlich in seinem gewohnt neutralen Tonfall. Mit diesen Worten versuchte er sich davon weiter abzulenken. Mit ihnen wollte er ausdrücken, dass er sie auch gerne so wieder hätte, wie sie war, wenn er heim kam. Keine Bomben, die hier hochgingen, keine Blutflecke, keine Leichen. Unwahrscheinlich das es passierte, aber bei Tsuka wusste man nie. Dass er sie schön fand, war im Grunde jedoch nicht wirklich wahr. Viel eher wollte er nicht schon wieder Geld und Zeit hinein investieren, um sie danach wieder so herzustellen. „ Pass auf dich auf Tsuka.“ ein leichtes Lächeln zwang er sich auf die Lippen ehe er sich wieder umdrehte, um aus seinem Zimmer seine restliche Ausrüstung zu holen und zu befestigten oder wegzustecken. Ein letztes Mal machte er halt am Zimmer seiner Schwester. Es schmerzte ihn, sie so krank zurück zu lassen. Doch es würde ihr nichts geschehen. Es würde ihr wieder gut gehen, wenn er zurück war. Sie lebten nicht mehr in der Vergangenheit. Ein letzter Blick auf sie und würde sich auf den Weg zu seiner Mission machen. Er war sowieso bereits zu spät, noch später konnte er sich nicht erlauben.

Wie es von ihm zu erwarten war, hatte er seine Mission zufriedenstellend erledigt. Seine Kleidung hatte er im Hauptquartier bereits ausgewechselt, so dass er erneut die unbenutzte Bluthund-Ausrüstung an seinem Leib trug. Sie würde keine Spuren von dem Auftrag zeigen und somit Tsuka auch keinen Hinweis darauf, wie viel Blut geflossen sein musste. Doch auch wenn er darüber nie großartig redete, so konnte sie sich denken, dass er das machen würde, was er am besten kannte. Leute zum Schweigen oder Singen bringen. Eben das was sie gelernt hatten, das was ihre Kindheit geprägt hatte, was sie selbst schon früh genug getan hatten. Ihr Vater war niemand gewesen, der Güte oder Gnade gekannt hatte. Noch ein Tag würde sie haben bevor die Blutspiele begangen. Einige Kinder, Teilnehmer, begangen in diesen morgendlichen Stunden ihren letzten ‚ruhigen‘ Tag. Sie würden Angst, Angst wie sie es die ganze Kindheit über gespürt hatten, ob sie am nächsten Abend noch leben würden. Doch bei ihnen war es die Normalität gewesen, sie hatten nichts anderes gekannt und irgendwann war es natürlich geworden es zu fühlen. Man kannte es nicht mehr, dass er nicht da war. Manchmal hatte es sich stärker und manchmal schwächer angefühlt, doch es war immer da gewesen. Diese schwachen Kinder morgen würden es zum ersten Malkennenlernen. Todesangst. Sie würden um ihr eigenes Leben flehen. Das hatte Nataku noch nicht einmal in seinem Leben getan, denn schließlich hatte jedes seiner Erben gewusst, dass es nichts brachte und nur noch schneller dazu führte, dass man starb. Und das dann vielleicht auch noch qualvoll, damit allen verdeutlicht werden konnte, das Schwächlingen, die sogar auf Knien vor ihm bettelten für rein gar nichts gut waren. Nicht einmal für einen schnellen Tod.
Ob Tsuka zu Hause war, konnte er nicht sagen. Auch nicht ob sie tatsächlich seine Kette trug. Ein wenig geschafft, schloss er die Tür seiner Wohnung hinter sich. Zumindest sah sie heil geblieben aus und auf dem Flur waren keine Blutflecken. Das war gut. Er zog sich seine Schuhe aus, ehe er sich daran machte, sich in seinem Zimmer wieder umzuziehen. Die Tür ließ er offen, um zu hören, falls seine Schwester doch da war.


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Re: [Kurz vor dem Event] Geschwisterliebe mit Betonung auf Liebe <3

Beitrag von [Event] Okotta Tsuka am Di März 29, 2016 10:56 pm

Noch immer lag ihr Blick finster auf Nataku. Sie hätte nicht gedacht das sie heute noch wirklich auf ihren Vater zu sprechen kommen würden. Tsuka hatte zwar keinen direkten Komplex über dieses Thema entwickelt, doch die Erinnerungen an ihre Vergangenheit waren etwas die sie am liebsten vergessen wollte. Es war kein schönes Leben gewesen, kein leichtes, da war das hier in Chigiri wirklich ein Spaziergang, doch die Erziehung von Hidô hatte sie zu dem gemacht was sie heute eben war, oder nicht war. Die Worte ihres Bruders brachten sie wieder etwas herunter von ihrem Wutanfall, wenn es sie auch nicht gänzlich beruhigte. Er war tot ja, doch er würde für immer in ihr weiter Leben und sie immer weiter antreiben zu kämpfen, die beste zu sein und zu töten. Ja er ist tot. Das ganze kam von ihr nachdenklicher und ruhiger als gewollt, vielleicht weil sie selbst jetzt noch nicht über ihren toten Vater reden konnte wie sie am liebsten wollte. Der Einfluss seiner Erziehung war zu hefitg gewesen, die Eindrücke wenn man sich gegen ihn aufgelehnt hatte waren ihr zu tief in die seele gebrannt als das sie ihn beschimpfen und verfluchen könnte. Geschlagen griff sie nach ihrer Decke, warf sich zurück in ihr Kissen und vergrub sich unter ihrer Decke. Jetzt wollte sie nur noch alleine sein und die letzte Warnung an sie kommentierte sie einfach nur mit erhobenen Mittelfinger. Verzieh dich endlich. Dann wurde es still und die blondhaarige verfiel ihren Gedanken und ruhte zur Ausnahme mal wirklich.
Es dauerte nicht lange bis die Tür ins Schloss fiel und sie nun wirklich alleine in der Wohnung war, zumindest solange bis de Arzt endlich bei ihr aufschlug und sie untersuchte. Er musste einen ganzen Schwall an Beschimpfungen ertragen, ein ums andere mal schlug sie seine Hände angewiedert weg, bis er aufgab und zwei junge Frauen zur Hilfe holte. Zu dritt gelang es ihnen letztenendes Tsuka zu untersuchen um ihr auch ja die richtigen Medikamente da zu lassen. Alle wussten was passieren würde wenn sie nicht schnell gesund wurde, dann würde sich Nataku sicher höchstpersönlich um die drei kümmern und davor fürchteten sie sich bereits bei dem bloßen Gedanken daran. Den Rest des Tages verbrachte sie in ihrem Bett, hatte die Medizin eingenommen und wartete nur noch darauf das ihr Fieber herunter ging damit sie sich etwas zu Essen machen konnte. Einge hüllt in die Decke ihres Bruders stapfte sie durch die Wohnung, räumte beinahe den Kühlschrank leer da sie versehentlich ein Regal eingerissen hatte um an etwas zu kommen und schleppte sich so mit schweren Gliedern zurück in ihr Zimmer. Am nächsten Tag saß sie die meiste Zeit in ihrem Bett, hatte die Kette in der Hand und war die ganze Zeit damit beschäftigt sie sich um den Hals zu legen und wieder abzunehmen. Sie wollte diese Kette nicht tragen, doch gleichzeitig wollte sie etwas von ihrem Bruder bei sich haben. Ein schrecklicher Konflik entstand in ihr, der darin endete das sie am Abend tatsächlich die Kette mit dem Anhänger um ihren Hals trug mit der Begründung das sie sonst nur unnötig in ihrem Zimmer liegen würde. Die Tage vergingen eher langsam, die Medizin wirkte zwar doch ihr Körper tat sich schwer gesund zu werden, immer wieder bekam sie neue Briefe mit mehr Informationen über die Blutspiele, doch ihre Laune hob dies zu aller Überraschung nur wenig. Sie hasste es alleine zu sein, vor allem wenn sie krank war. Tsuka konnte sowieso schon eher wenig alleine tun und wenn sie auch noch krank war sah ihre Beschäftigung sehr mager aus.

Nach einer gefühlten Ewigkeit ging es ihr dann doch besser und auch wenn sie noch zu Hause bleiben sollte hielt sie sich trotzdem außerhalb der Wohnung auf um sich abzulenken. Eigentlich befand sie sich nur auf dem Dach ihrer Wohnung, an einem Nachmittag an dem es mal nicht regnete aber trotzdem bewölkt am Himmel war. Die blondhaarige hatte ihre Arme hinter ihrem Kopf verschränkt, lag auf ihrem Rücken auf dem steinigen Boden und starrte gelangweilt in den Himmel. Es waren nur noch zwei Tage bis zum Beginn der Blutspiele, Tsuka hatte sich inzwischen alle Einzelheiten eingeprägt, wie der Ablauf war, wie alles aufgebaut war, ja sogar schon eine Art Plan hatte sie sich überlegt. Es gab nichts was sie noch tun konnte davor, außer sich mental darauf vorzubereiten oder eher sich einzustimmen. Der Gedanke ans töten lies sie zwar grinsen, doch die Vorfreude blieb eher noch aus. Noch immer wartete sie darauf das Nataku zurükkehrte, erst wenn sie sicher war das er ihr wirklich zusehen könnte, könnte sie sich freuen. Diese Blutspiele waren nicht nur da um ihren Blutdurst zu stillen, sondern auch zu beweisen, das dass was sie und ihre Brüder darstellten etwas nützliches waren, das sie gefährlichen waren und man die Kinder von Hidô fürchten musste. Es diente dazu Chigiri zu zeigen das es noch mehr gab als eine Mizukage die eine Horrorherschafft führte, das es neben ihr noch etwas gab was mächtig war. Ihre Hände ballten sich zu Fäusten und schlugen auf den Boden, danach richtete sie sich mit einem leichten Knurren auf, ihre Hände wanderten in die Seitentaschen ihrer Jacke und sie machte sich auf den Weg zurück in die Wohnung. Die Schwere Dachtür flog hinter ihr zu und die kleine blonde stieg gerade die Treppen herab als sie eine Präsenz in dem Gebäude spürte. Leicht überrascht hob sie ihren Kopf, sah sich in dem Flur um und blieb mit dem Blick an der Tür zu ihrer Wohnung hängen. War ihr Bruder etwa zurück? Oder statte ihr der andere dämliche Kerl einen Besuch ab? Langsam öffnete sie die Tür, lies sie wieder ins Schloss fallen und zog ihre Schuhe aus. Kaum hatte sie die warme Wohnung betreten verstärkte sich ihr verdacht das sich hier jemand aufhalten musste. Komyo? Rief sie gelangweilt in den Flur hinein und wartete auf eine Antwort, ehe sie sich an ihrem Hals kratzte, da sie sich an das Gefühl der Kette noch nicht gewöhnt hatte. Veränderungen an ihrem Körper und wenn es nur so etwas wie eine Kette war, war für sie immernoch sehr ungewohnt. Jahrelang war sie mit ein und demselbem Hemd ausgekommen, neue Klamotten hatten sie daher am Anfang sehr verstört und auch heute noch fiel es ihr schwer sich an andere Sachen zu gewöhnen die im direkten Kontakt mit ihrer Haut standen. Langsam ging sie um die Ecke, spähte den Flur entlang und stellte etwas überrascht fest das die Tür zu dem Zimmer ihres Bruders wirklich offen stand. Mit zusammen gekniffenen Augen starrte sie in die Richtung, konnte sich allerdings nicht entscheiden ob sie zu ihm gehen sollte oder nicht, im schlimmsten Fall stand er wieder halbnackt vor ihr und das wollte sie nun wirklich vermeiden.
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Re: [Kurz vor dem Event] Geschwisterliebe mit Betonung auf Liebe <3

Beitrag von [Event] Koseki Nataku am Mo Apr 04, 2016 5:34 pm

Die unbenutzte Kleidung faltete er sorgsam zusammen, um sie wieder in seinem Schrank zu verstauen. Mittlerweile hatte er sich bereits wieder einen einfachen, dunkelblauen Pullover und eine lockere Hose angezogen. Einige würden den Stoff des Unterteils als grob bezeichnen, doch noch immer war im Gegensatz zu seiner zerschlissenen und gerissen Hosen aus seiner Kindheit der pure Luxus. Für Tsuka wäre sie jedoch nichts. Er wusste, dass sie relativ empfindlich war und sehr weiche, nicht kratzende Materialien bevorzugte; ein wenig war Nataku sich jedoch unsicher, ob dies auch für Hosen galt oder nur für Oberteile. Dort konnte er es nachvollziehen, immerhin prangte auf ihrer Brust ihr versiegelter Mund.
Der türkishaarige Junge hatte sich gerade auf sein Bett gesetzt als er ein vertrautes Geräusch vernahm. Tsuka war zu Hause. Schön. Seine ausdruckslose Mimik schien sich ein wenig aufzuhellen. Doch der Anflug von Freude über ihre Anwesenheit wich sofort der Sorge, wie es ihr nun ergangen war, wie es ihr jetzt gerade ging. Er streifte sich auch den anderen Socken über und lauschte weiter. Eben war es nur das Klicken der zufallende Wohnungstür gewesen, zu der nur sehr wenige Zutritt hatten. Sie beide hatten nicht viel für Freunde übrig als das viele hierher kommen würde – und wenn kamen die meisten nicht freiwillig über diese Schwelle.
Es war tatsächlich die kleine Blonde, die nun auch seinen Spitznamen rief in der Hoffnung, dass er sich melden würde. Sie konnte sich nicht sicher sein, dass er es war, der hier war, aber präsentierte es nicht auch ein wenig, dass sie ihn sogar vermisst haben könnte? Etwas was sie jedoch wohl nie zu geben würde. Dass sie aber scheinbar draußen gewesen war…. Es war ‚schönes‘ – für Chigiri Verhältnisse – Wetter, aber dennoch sollte sie doch eigentlich im Bett liegen.
Ungern würde sie selbst hier in dieses Zimmer kommen. Nataku hatte nie verstanden warum, aber scheinbar hatte sie Angst, dass hier sonst was geschehen würde – vor allem, wenn er sich selbst hier drinnen befand. Wahrscheinlich befürchtete sie, dass er sich gerade umzog und nur mit wenig Kleidung da stand. Warum es sie nicht störte, wenn er sie nackt sah, aber sie ihn niemals so sehen wollte, war auch so ein ungelöster Fakt. Vielleicht weil es schon früher öfters so gewesen war? Tsuka war oft krank gewesen und musste vom Hemd befreit werden, um ihr besser helfen zu können. Nataku hingegen, er hatte nur selten nichts angehabt, wenn seine Schwester in der Nähe war. Doch wenn waren sie im Grunde ohne Scham aufgewachsen. Sie hatten jeden Tag eine Hölle durchlebt, da war dies sicher ihr geringstes Problem gewesen.
„ Ohayo.“ Sagte er mit der typisch desinteressierten Stimme als er aus seinem Zimmer in den Flur heraustrat. Wie zu erwarten war, stand eine Tsuka dort, die nicht zu wissen schien, ob sie hätte rein gehen sollen oder lieber nicht. Die Tonlage würde ihr verraten, dass er den Streit und alles weitere von vor der Mission hinter sich gelassen hatte oder zumindest sein Gemüt wieder ruhig war. Seine Augen musterten sie für kurze Zeit um alles zu erfassen. Sie sah wieder besser aus und was war es dort an ihrem Hals? Trug sie tatsächlich die Kette? Keines der beiden würde er jedoch ansprechen, das erste fiel unter die gleiche Kategorie wie ‚Ich bin wieder zurück‘ – sie konnte es selber sehen und das zweite. Nein vielleicht würde sie die Kette dann nur wieder abnehmen.
Es gab keine freudige oder liebevolle Umarmung und einen anderen Hinweis von offensichtlicher Zuneigung. Selbst heute noch viel es ihm schwer so etwas anderen gegenüber zu zeigen oder sogar zu empfinden, wenn es doch nie eine Rolle gespielt, wenn es doch nie erwünscht gewesen war.
Unschlüssig darüber, ob er noch etwas sagen sollte, ging er letztendlich an ihr vorbei in die Küche um sich Tee zu machen. Das einzige was er ihr noch erklären müsste, wäre der Umstand, dass er zu den Blutspielen ihr nicht zusehen würde, da er selbst als Gegner der Kinder antrat. Doch nur der erste Teil würde sie erfahren.
Das Wasser begann zu kochen und sollte Tsuka ihm gefolgt sein, so würde er sich umdrehen zu ihr. „ Brauchst du noch etwas für morgen?“ eine einfache Frage. Es lagen ihm ganz andere im Magen. Wie es ihr ergangen war, wie sie sich fühlte, was sie in den letzten Tagen getan hatte, doch es war unwahrscheinlich eine wahre Antwort, wenn überhaupt eine zu bekommen. Außerdem wollte er nicht schon wieder streiten.
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Re: [Kurz vor dem Event] Geschwisterliebe mit Betonung auf Liebe <3

Beitrag von [Event] Okotta Tsuka am Di Apr 19, 2016 4:57 pm

Es dauerte einen Moment ehe nach ihrem Ruf nach ihrem Bruder dessen Zimmertür aufging die sie noch immer anstarrte. Nun sie hatte auch niemanden anderes erwartet, wer kam schon bei den beiden Verrückten die gerne töteten vorbei um einen Kaffee zu trinken? Tsuka lies ihre Hand von ihrem Hals sinken mit der sie sich noch eben an dem Rand der Kette gekratzt hatte. Ein paar rote Striemen waren alles was von ihrem Kratzen noch zu sehen war. Wie üblich wechselten die beiden Geschwister keine großen Willkommen-zurück-Worte. Eh, da bist du ja wieder. Meinte sie nur mit einem schnippischen unterton. Das er sie für einen Moment prüfend ansah ignorierte sie fürs erste, er würde diese Eigenschaft wohl nie ablegen sie immer wieder so anzusehen, vorallem dann wenn sie einmal wieder krank gewesen war. Er machte sich ohne Grund immer wieder Gedanken um sie, wobei er doch selbst am besten Wissen musste wie schwierig es war ihr wirklich etwas anzuhaben. Ihre Krankheiten überstand sie sowieso immer und Verletzungen hatte es bisher noch keine gegeben die sie nicht ausgehalten hatte. Es gab also keinen Grund sich sorgen zu machen, denn Tsuka würde sowieso nichts in die Knie zwingen. Mit verschränkten Armen vor der Brust folgte sie ihrem Bruder in die Küche, der gerade Wasser für Tee aufsetzte. Nein, ich hab schon alles vorbereitet, der Arzt hat noch Medizin da gelassen. Sie zuckte leicht mit den Schultern ehe sie sich an den Türrahmen lehnte und ihren Bruder dabei beobachtete wie er in der Küche hantierte. Du kannst dich glücklich schätzen das die Wohnung noch heil ist - dieses Arschloch hat mir ne scheiß Spritze verpasst! Kaum war das Wort Arzt gefallen hatte sich ihre Miene verdunkelt. Empört zog sie ihr Shirt an ihrem Arm etwas hoch und zeigte ihrem Bruder einen dunklen Fleck an ihrem Oberarm. Wenn du nochmal nach so einem Arzt rufst werd ich die Wohnung in die Luft jagen, das versprech ich dir! Der kann froh sein das er nur mit nem blauen Auge und ner Platzwunde hier raus gegangen ist! Ihre Stimme war wie immer etwas lauter geworden. Ja über die Behandlung war sie wirklich nicht begeistert gewesen, nicht nur das es ein Kerl gewesen war der sie angerapscht hatte, nein er hatte es wirklich gewagt ihr eine Nadel unter die Haut zu jagen - was er ihr da gegeben hatte wusste sie bis jetzt auch noch nicht, doch hatte er etwas von Vorsorge geredet. Mit einem knurren in der Kehle setzte sie sich auf einen der Stühle in der Küche, legte ihr Kinn in ihre Hand und stützte ihren Arm auf dem Ellenbogen auf dem Tisch ab. Mit ihren grau-blauen Augen starrte sie ihren Bruder an. Außerdem hast du dir ganz schön Zeit gelassen. Ich hab mich fast zu Tode gelangweilt. Ein Hauch von Einsamkeit? War sie froh das er wieder da war? Wohl eher nicht, sie brauchte einfach nur jemanden den sie anschreien konnte - oder? Die Tage hatte sie sich ab und an wirklich einsam gefühlt, es war ruhig in der Wohnung gewesen und selbst damals unter der Erde bei Hidô war es niemals so still gewesen wie diese Tage. Es hatte immer etwas gegeben was man beobachten konnte und es war auch immer jemand da gewesen, egal ob sie die Person gemocht hatte oder nicht. Doch ganz alleine fühlte sie sich irgendwie unwohl, auch wenn es so niemanden gab der sie Nerven konnte oder zur Weißglut brachte, mochte sie es nicht alleine zu sein. Aussprechen würde sie das ganze allerdings nie selbstverständlich. Mit einem leisen seufzen wand sie den Blick wieder von ihrem Bruder ab, es war merkwürdig ihn nach dem Streit, diesem Abschied und den langen Tagen wieder zu sehen, musste sie sich doch auch erst wieder an den Anblick seiner Türkisen Haare und seiner eindringlichen Augen wieder gewöhnen. Seitdem sie denken kann war sie mit ihm zusammen und an diese Alltäglichen Dinge wie - er geht zu einer Mission und kommt dann wieder - würde sie sich wohl nie gewöhnen. Dieses seltsame verabschieden und wiederkommen hatte es früher nie gegeben, sie waren immer zusammen gewesen egal wann oder wie. Jetzt mussten sie sich öfters trennen, um zu trainieren oder um auf einer Mission etwas Geld zu verdienen damit sie sich Essen kaufen konnten. Schon seltsam wie sich ihr Leben vom nackten überleben, zu einem Schicki-Micki-Alltags-Leben entwickelt hatte.
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Re: [Kurz vor dem Event] Geschwisterliebe mit Betonung auf Liebe <3

Beitrag von [Event] Koseki Nataku am Mo Mai 02, 2016 10:32 pm

Die Mission hatte sein Gemüt herunter gekühlt, was nicht hieß, dass Nataku mittlerweile darüber erfreut war, dass Tsuka an den ersten Blutspielen von Michiru teilnehmen würde.  Sicherlich würde sie auch stattfinden können ohne dass das blonde Mädchen ihre Gesundheit im nasskalten Chigiri Wetter dafür aufs Spiel setzen musste. Ja vielleicht hatte Tsuka recht und sie überstand am Ende immer alles, aber dieses ‚immer‘ konnte es nicht geben und Nataku hatte keine Lust darauf zu riskieren, dass genau dieses immer eben nicht beim nächsten Mal eintraf. Doch sie würde es nicht verstehen, hatte noch nie seine Sorge um ihr Wohlbefinden verstanden, genau so wenig wie er. Doch es war stets ein Verlangen in ihm gewesen, wie Luft zu atmen und zu schlafen. Ein wenig erschöpft von der Mission strich er sich über das Gesicht, die Haare aus der Stirn und richtete seinen Blick auf den Wasserkocher. Selbst als Tsuka redete. Zu sehr befürchtete er, dass seine Ruhe noch schneller wieder verflüchtigen könnte, wenn er sie anblickte. „ Das ist gut.“ Seine Stimme klang zwar monoton wie immer, aber dennoch würde seine jüngere Schwester wissen, dass er tatsächlich über diese Worte erfreut war. Es hieß zwar nicht, dass sie diese mitnehmen würde, aber zur Not würde er das tun.
Glücklich schätzen, dass die Wohnung noch heil war? Sie hatte seinen Rat befolgt gehabt und beschwerte sich nun dennoch bei ihm. Das ‚nächste‘ Mal. Er wollte gar nicht, dass es ein nächsten Mal gab, doch so wie er dieses Mädchen und die Zukunft einschätze, würde es nicht allzu weiter in der Ferne liegen, dass er erneut um ihre Gesundheit sich sorgen musste und vielleicht sogar den Arzt rufen musste. Andererseits, wenn er nicht hätte los müssen, dann hätte er sich selbst um sie kümmern können. Vielleicht nicht so effektiv… und vielleicht nicht so schnell, aber vermutlich wäre dann einem Menschen eine Platzwunde… und was hatte sie ihm gleich noch angetan? Achja eine blaues Auge geschlagen. Das innerliche Seufzen drang nicht außen. Keine Miene wurde verzogen, nur kurz sah er zu ihr hinüber als sie ihm den vernachlässigbar kleinen Fleck auf ihrem Oberarm zeigte. Als sie geendet hatte, war auch das Wasser endlich fertig. Er goss die kochende Flüssigkeit in die vorbereitete Tasse und begann dabei verächtlich den Kopf zu schütteln, während er ein Lachen unterdrücken musste. „ Das ist also deine größte Sorge? Du überlebst Folter von Oto-sama ohne wie ein kleines Kind dir die Augen aus dem Leib zu weinen und jetzt beschwerst du dich über den Einstich einer Spritze? Warst du es nicht, die sich öfters über das Luxusleben der Stadt aufgeregt hatte?“ Zugebenermaßen hatte man sich früher auch nicht beschweren dürfen, war eher ‚dankbar‘ gewesen, dass die Strafe nicht noch härter ausgefallen war, aber dennoch.
„ Ich werde es mir merken, Tsuka.“ Lenkte Nataku dann jedoch ein und nahm seinen Tee von dem kleinen Tisch hinunter. Er hatte den Wasserkocher zurück gestellt und drehte sich nun gänzlich zu ihr um.  Vorsichtig nippte er an ihm, während er den Blick von ihr erwiderte. Tsuka hatte sich in der Zwischenzeit auf einen der Stühle niedergelassen und beschwerte sich nun darüber, dass er solange gebraucht hatte und starrte ihn gleichsam mit ihren Augen nieder – oder versuchte es zumindest. Er gönnte sich den Luxus, sich ebenso hinzusetzen und entfernte den Teebeutel aus der Tasse. „ Tut mir leid. Ich habe noch etwas zusätzlich zu erledigen gehabt. Ich beeile mich das nächste Mal noch mehr.“ Sie sollte sich einsam fühlen müssen. Wenn gleich sie dies nicht gesagt hatte, aber er ihren Worten entnahm. „ Es gibt auch noch etwas über das wir reden müssen. Mit ein Grund, warum ich dich länger der Ruhe hab aussetzen müssen.“ Es brachte rein gar nichts, es länger auszuschieben. Tsukas Laune war zwar nicht die Beste, aber sie würde sicher auch nicht besser werden. Ohne sich anmerken zu lassen, warum es sich handelte, hatte er seine monotone Stimmlage gewählt. „ Ich weiß, dass es dir nicht gefallen wird, doch ich werde dir morgen nicht zusehen. Und das ist unabänderlich“ Es würde keine Erklärung geben, weswegen, auch nicht wenn sie nachfragte. Ein paar Gesetze würde er selbst ihr gegenüber befolgen und das eine war – Oinin hatten zu schweigen. Vor allem bei dieser Mission würde er ihr gegenüber schweigen. Denn selbst, wenn er ihr die Wahrheit offenbarte, würde sie genauso wenig  darüber begeistert sein. Seinen Tee in Sicherheit bringen, hatte er die Tasse vorsichtshalber angehoben, falls sie vor hatte auf den Tisch einzuschlagen.  

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Re: [Kurz vor dem Event] Geschwisterliebe mit Betonung auf Liebe <3

Beitrag von [Event] Okotta Tsuka am Do Jun 09, 2016 9:24 pm

Ihre Augenlieder zuckten bedrohlich als Nataku in Richtung ihres gemeinsamen Vaters einlenkte und ihr die Erinnerungen der Folter in Gedanken rief. Damare- Zischte sie leise zwischen ihren Zähnen hindurch, starrte ihren Bruder dabei finster an. Dieses scheiß Stadtleben.... das macht uns nur weich. Auch nach 8 Jahren Eingewöhnung in das richtige Leben hier in Chigiri fühlte sie sich noch immer nicht wirklich frei oder erlöst von ihrer Vergangenheit. Genauso wie als Kind gab es auch hier Einschränkungen, wenn es nach Tsuka gehen würde, gäbe es das Dorf schon längst nicht mehr - vielleicht wäre sie dann auch schon längst tot aber zumindest hätte sie Spaß daran gehabt. Wenn sie auf keiner Mission war, war es hier einfach nur langweilig, es gab viel zu wenig zu tun, zu wenige um sich mit dem töten abzulenken, also lag sie faul in einer Ecke, etwas was es früher nie gegeben hatte. Sie würde es auch nie mögen, in ihrem innern steckte einfach immernoch der Drang ständig etwas zu tun, trainieren, arbeiten, schuften, eine Mission machen oder was auch immer sonst. Das nichts tun machte ihren Körper steif, ihren Geist unaufmerksam und sie hatte immer das Gefühl das ihre Fähigkeiten darunter litten. Spar dir die Entschuldigung. Verächtlich schnaubte sie. Das ändert auch nichts - ignorier es in Zukunft einfach. Wir konnten es uns früher auch nicht leisten zu spät zu kommen. Nur weil Hîdo nicht mehr in unserer Gegenwart ist, heißt das nicht das wir uns schleifen lassen können. Es war nicht schön gewesen unter ihrem Vater aufwachsen zu müssen, aber sie hatte es trotzdem geliebt, es gab Tage da vermisste sie es sogar wie man sie an den Haaren durch die Gegend zog, herumschubst und schlug. Damals war alles spannend gewesen, man stand andauernd unter Storm, wusste nicht ob man den nächsten Schritt überleben würde. Heute wusste sie das sie das alles ihrem Adrenalin zu verdanken hatte, eigentlich war sie Jahrelang wie auf Drogen gewesen und das fehlte ihr nun. Um ehrlich zu sein hatte sie das Gefühl das je länger sie hier war, umso größer ihr Drang wurde zu töten und Blut zu schmecken. Je länger sie hier im Dorf verweilte, umso gefährlicher und kopflosen wurden ihre Aktionen, sie stürzte sich schon beinahe gierig in Kämpfe - eben wie ein süchtiger der nach seinem Stoff suchte. Während es Tsuka in den Fingern juckte zu morden - machte sich ihr Bruder einen Tee als wäre es das normalste auf der Welt, war es ja auch. Um nicht gleich wieder laut zu werden sog sie die Luft vor sich ein, hielt ihren Atem kurz an, schloss ihre Augen und atmete langsam wieder aus. Was ist noch? Zickig verschränkte sie ihre Arme vor der schmächtigen Brust, sah skeptisch zu ihrem Bruder wie er sich an die andere Kante des Tisches setzte. Schon allein die Worte "es wird dir nicht gefallen" liesen ihre Mimik um ein vielfaches böser und aggresiver werden. Ihre Augen verformten sich zu Schlitzen, während sich ihre Schultern anspannten. Nhhhhhg Ein leises knurren aus ihrer Kehle als sie die folgenden Worte ihres Bruders hörte. WAS?! Wackelte da die Uhr an der Küchenwand bei ihrem Schrei? Die kleine blonde hatte sich nicht zurückgehalten beim entladen ihrer Wut, ihre Fäuste hämmerten kräftig auf den Tisch ein und ein leises knacksen hinter ihr lies sie vermuten das die Uhr nun wirklich herabgefallen war und kaputt gegangen war. Aber das war so ziemlich egal. Ihr Bruder konnte ihr morgen nicht zusehen und Tsuka wusste das er ihr nicht verraten würde warum. Seitdem sie hier waren war ihr gegenüber immer mehr verschwiegener geworden. Sie wusste nicht genau warum, doch sie konnte es nicht leiden, sie hasste es sogar. Früher hatten sie zwar weniger geredet, doch es hatte keine Geheimnisse zwischen ihnen gegeben. Du bist das letze! Schrie sie ihn an und stüzte ihre Ärmchen auf dem Tisch ab um ihren Oberkörper etwas nach oben zu ziehen um größer zu wirken. Wusste Nataku eigentlich warum sie überhaupts daran teilnahm? Um ihren Blutdurst zu stillen ja. Aber auch um sich und Nataku zu zeigen das sie noch immer so waren wie früher, das sie Monster waren, geboren und erzogen um zu töten und nicht um nach der Pfeife dieser Mizukage zu tanzen. Doch sie war ihm damals hier her gefolgt, hatte sich in den Dienst des Dorfest gestellt um bei ihm zu bleiben. Er wollte Rache, Tsuka konnte ihm das nicht verübeln, aber es dauerte, es dauerte so lange und sie hielt es nicht mehr aus. Sie wollte ihm zeigen wer auch er noch tief in seinem inneren war, das sie sich nie ändern würden, das sie nicht in dieses Dorf gehörten sondern in die Welt da draußen um dem Gerecht zu werden zu dem sie erzogen wurden - Tod und Verderben zu verbreiten, die stärksten zu sein. Wütend verkrampften sich ihre Finger auf der Tischplatte sodass ihre Arme anfingen zu zittern. Hätte sie nun etwas Lehm in der Nähe würde sie ihm einen Käfer an den Kopf werfen, doch zu seinem Glück war da nichts in ihrer Reichweite. Du wusstest das ich daran Teilnehme und jetzt erlaubst du dir sowas?! Liegt dir denn überhaupt nichts mehr an unserem Erbe? Chikushou kuso! Und dich muss ich Bruder nennen? Angewiedert gab sie dem Holztisch einen kräftigen Schubs und rutschte von ihrem Stuhl. Bleib mir fern bevor ich mich vergesse! Schrie sie ihm entgegen, hatte sich allerdings schon dem Türrahmen zugwandt um mit wütenden stampfenden Schritten in ihr Zimmer zu gehen.
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Re: [Kurz vor dem Event] Geschwisterliebe mit Betonung auf Liebe <3

Beitrag von [Event] Koseki Nataku am Mo Jul 25, 2016 9:05 pm

War er wirklich bereits weich geworden? Für einen kurzen Moment hielt der Koseki inne und überlegte. Das Leben unter Hidô war keineswegs mit dem vergleichbar, was sie hier hatten und noch weniger mit dem Leben dort draußen. Mehr als ein Jahr hatten sie in der Wildnis gelebt, ohne sich jemanden zugehörig zu fühlen, einfach töten und sich das nehmen, was sie wollten und brauchten. Dann jedoch hatte Nataku erfahren, wo jene herrschte, die für alles verantwortlich gewesen war. Jene, die er töten wollte, weil sie das getan hatte, was er hatte tun wollen. Tsuka hatte nie groß nach dem Sinn seiner Rache gefragt, sie war einfach mitgekommen. Hier angekommen hatte sich vieles verändert. Man hatte Regeln zu folgen, durfte nicht mehr wahllos töten, doch Nataku gelang es schneller und besser sich hier einzufinden – vielleicht weil er ein Ziel hatte und dafür alles tun würde. Am Ende machte es kein Unterschied. Tsuka hatte Recht. Nicht zuletzt hatte er sich sogar von so vielen erklären lassen, was denn eigentlich ‚normal‘ war und damit angefangen das umzusetzen. Eigentlich entsetzlich. ~ Bald schon, Tsuka… bald wird es vorbei sein und ich kann dir wieder das bieten, was du brauchst und verlangst. ~ Ein wenig würde auch er sie unter Kontrolle halten können, doch ihr alleine deutlich mehr Freiheiten bieten können als hier. Solange musste sich Katashi eingestehen, dass die einzige Möglichkeit ihr Gemüt momentan herunter zu kühlen, die war, sie morgen an den Spielen teilnehmen zu lassen. So ungern er das auch wollte, aber es würde sie deutlich glücklicher machen, das viele Blut an ihren Händen zu haben. Und sie würde definitiv ein Blutbad anrichten, alles andere wäre man von ihr nicht gewohnt.
Entschuldigung, hatte er das wirklich gesagt. Ein wenig angewidert verzog er seinen Mund als hätte er einen grauenhaften Geschmack im Mund. Seine kleine Schwester hatte Recht. So weich hatte das Leben sie also hier gemacht, dass er sich schon bei jemand entschuldigte. Es war nur sie, aber… dennoch, was wäre, wenn er plötzlich anfing, bei einem Anrempeln Entschuldigung zu rufen, wo sie doch selbst Schuld waren ihn nicht zu meiden, wie die meisten es ihrer Gesundheit wegen taten. „ Du hast Recht. Ich erlaube mir dir gegenüber mehr als gut ist und muss aufpassen, dass es nicht weiterhin geschieht.“ Murmelte er ein wenig zu sich selbst mit seiner monotonen Stimme. Aber war da nicht auch ein Hauch von Nachdenklichkeit? Tsukas Worte hatten ihn getroffen und der türkishaarige Mann musste an die zahlreichen Male seines eigenen Versagens, den darauf folgenden Strafen denken. Auch wenn er versucht hatte, dass Tsuka es nie mitbekam, war es egal, ob du zu den besten gehörtest. Du wurdest wahrscheinlich sogar noch härter bestraft, weil noch mehr Erwartungen in sich gesteckt wurden und man nur noch wertvoller als fähiger, folgsamer Krieger war. Er schmeckte den bitteren Geschmack von Blut auf seiner Zunge. Doch es war nur eine Einbildung. Diese Zeiten waren vorbei, wo er Angst haben musste, die Aufgaben nicht gut genug ausgeführt zu haben und er hatte gelernt. Sauber und dennoch grausam und blutig, ohne Zeugen, sich des Todes vergewissern, pünktlich. Es wäre nicht so präzise und schnell in seinem Arbeiten gewesen, wenn nicht….
„ Er ist tot… und bald sind wir auch frei.“ Er musste sich nur beeilen noch stärker zu werden. Es frustrierte ihn innerlich, dass er noch nicht mit der Kage mithalten konnte, nicht einmal mit Amaya! Seine Finger hatte sich kurz zu einer Faust zusammengeschlossen, doch er bemühte sich diese wieder unbedacht zu lösen, um Tsuka nicht noch mehr Zündstoff zu geben. Seine recht emotionsarme Art war wahrscheinlich gut, um mit ihr klar zu kommen. Sich von ihr provozieren zu lassen, war schlimmer als einfach nur ruhig dazustehen.
Nataku hatte es gewusst und seine einleitenden Worte machten es auch nicht besser. Schon bei ihnen hatte sich ihr Gesicht zu einer teuflischen Grimasse verzogen – an diesem Abend würde er, wie befürchtet, nicht mehr normal mit ihr reden können. Wie ein kleines Gör, verschränkte sie zickig ihre Arme vor der Brust und hatte etwas von einem kleinen Kind, dass nicht bekam, was es wollte. Nur das sie statt mit dem Fuß auf den Boden aufzustampfen, mit der Faust auf den Tisch aufschlug. Hatte die Uhr schon bei ihrem entsetzten Schrei gewackelt, verriet nun ein Scheppern, dass sie endgültig hin war. Kaputt lag sie hinter ihm auf den Boden. Seinen Tee hatte er noch retten können, indem er ihn, in weiser Vorsicht, angehoben hatte. ~Eine neue Uhr kaufen.~ Setzte er auf seine To-Do-Liste. Wie viel neue Einrichtungsgegenstände hatte er durch sie eigentlich schon an dem ersten Tag wieder verloren.
„ Du könntest trotzdem unsere Wohnung heil lassen.“ Sagte er monoton und stand von dem Stuhl wieder auf, ohne sie groß anzusehen. Es brachte nichts, sich ihrer Wut jetzt auszusetzen. Ein letzter Schluck und die Teetasse war leer. Während sich Tsuka eben noch auf den Tisch abgestützt hatte um ihm gegenüber größer und bedrohlicher zu wirken, ging sie dazu über, wohl auch diesen kaputt machen zu wollen. So oder so war sie aufgestanden und schrie ihn noch immer an. Wie lange es wohl diesmal gehen würde? Vielleicht beruhigte sie sich wirklich gänzlich bei den Spielen. Aber es war Tsuka, sie vergaß nicht so leicht, nein er dürfte sich wahrscheinlich auch nach ihnen noch etwas anhören. Wenn er es schaffte ihr aus dem Weg zu gehen. Er wusste wie wichtig es ihr gewesen wäre, wenn er ihr zugesehen hätte. Doch er würde es nicht können. Keimte da gerade so etwas wie Schuldgefühle in ihm auf? Nein, es würde sie nicht zu lassen. Es waren nur Befehle die er befolgte. Sich um Tsuka zu kümmern war der Bonus, der jedoch an zweiter Stelle kam, erst seine eigene Rache.
„ Ich erlaube es mir, so oft ich will, Tsuka. Du hast mir nichts vorzuschreiben und letztendlich folge ich nur meinen Befehlen. Ich folge meinem Erbe und werde kriegen was ich will. Du kriegst es morgen doch auch, nicht wahr?“ sagte er monoton, doch ein Spur von Genervtheit war zu hören. Er hatte keine große Lust sich viel mit ihr in dieser Situation auseinander zu setzen.
„ Ich habe noch einiges zu arbeiten und breche dann gleich wieder auf. Zieh dir morgen wenigstens etwas Warmes an und nimm deine Medizin.“ Um ihre Gesundheit besorgt wie immer, war es fast schon verständlich, dass er sich so verabschiedete. „ Wir sehen uns dann nach den Spielen. Pass auf dich auf.“ Es fühlte sich an wie ein kleiner Stich als er sich umgedreht hatte und sich nun so von Tsuka verabschiedete, die bereits auf dem Weg zu ihrem Zimmer zu sein schien. Sobald sie verschwunden war, ging auch er in sein Zimmer, um sich für kurze Zeit noch an seinen Schreibtisch zu setzen.

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Re: [Kurz vor dem Event] Geschwisterliebe mit Betonung auf Liebe <3

Beitrag von [Event] Okotta Tsuka am So Jul 31, 2016 12:01 am

Die Tür knallte hinter ihrem Rücken zu. Mit beballten Fäusten und knirschenden Zähnen stand sie in ihrem Zimmer und presste ihre Lippen aufeinander um nicht zu schreien. Arbeit, arbeit. Seitdem sie im Dienst Chigiris standen gab es nichts anderes mehr. Fürher war es zwar auch arbeit gewesen, doch die hatten sie gemeinsam nachgehen können, sie wussten meistens was der andere zu tun hatte, wo er sich befand und was gerade vor sich ging. Doch seit diesem scheiß Dorfsystem in ihr Leben getreten war, hatte Tsuka das Gefühl das sich ihr Bruder immer mehr von ihr entfernte. Mit jeder Mission entglitt er ihr immer mehr, manchmal fragte sie sich ob das wirklich noch ihr Bruder war. Seine letzten ermahnenden und genervten Worte hingen ihr noch im Ohr und mit einem lauten grummeln trat sie den Stuhl ihres Schreibtisches zur Seite. Sie war so unglaublich wütend, doch es gab gerade nichts an dem sie ihre Wut entladen konnte. Nataku hatte ihr ja klipp und klar gesagt das sie hier nichts anstellen durfte. Also riss sie sich regelrecht die Klamotten vom Leib, schmiss alles in eine Ecke und krabbelte in Unterwäsche unter ihre Bettdecke. Sie verharrte dort komplett verhüllt und wartete einfach nur darauf bis ihre Wut abnahm. Allerdings passierte nicht wirklich viel, also brummte sie nur ein paar Flüche, schob ihren Kopf aus der Decke hervor, nur um danach ihr Gesicht gegen das Kissen zu pressen und abzuwarten.
Ob die Medizin ihr übliches getan hatte oder nicht, sie war eingeschlafen, wältzte sich im Schlaf hin und her, schlug wild um sich und riss in einem lauten Japsen plötzlich die Augen auf. Schweißgebadet lag sie in ihrem wild durcheinander gebrachten Bett, sie hatte sich so stark umher gedreht, das sich viele ihrer Haarsträhnen aus dem Zopf gelöst hatten und in ihrem Gesicht klebten, die Decke lag verdreht über ihr und ihr Kissen war zu Boden gefallen. Einen Moment konnte man in ihren Augen etwas panisches erkennen, etwas unglaubwürdiges. Ihr Brustkorb hob und senkte sich sehr stark, ihr Herz raste und hämmerte gegen ihre Brust. Die letzten Bilder ihres Alptraums flackerten nocheinmal vor ihr und mit einem heftigen Schlucken richtete sich die kleine Frau auf. Tsuka träumte nie und schon gar nicht an etwas an das sie sich erinnerte. Nein die blonde hatte keine Träume, doch dieser hier hatte sich so real angefühlt das ihr Körper und Geist total durcheinander waren. Was... zum.... Verstört ging ihre Hand zu ihrem herzen, tastete über die feinen Nähte des Handmundes der sich dort befand und warum auch immer seufzte sie leise als sie festtellte das er noch immer verschlossen war. Ihr Traum hatte sie so sehr mitgenommen das ihr bei dem Gedanken daran noch immer die Gänsehaut über den Rücken lief. Es war viel Blut geflossen, harte Kämpfe wie damals in der Arena, tot und verderben überall. Am Ende fand sie einen Bruder vor den sie sich nie gewagte hatte vorzustellen. Zerschunden, mit Blut übersäht, am Ende seiner Kräfte. Nein das war nicht ihr Bruder, niemals. Trotzdem. Beruhigen konnte sich Tsuka nicht. Scheiße... Mit ihren kurzen Beinen strampelte sie die Decke von sich, sprang aus ihrem Bett und eilte stolpernd zur Tür. Da war ein bedrückendes und beengendes Gefühlin ihrer Brust, es fühlte sich an als würde es sie gleich zerreisen. Tsuka riss ihre Tür auf, sie wusste nicht genau wie spät es war, wie lange sie geschlafen hatte, doch sie hoffte einfach nur das er noch da war. Die Tür von ihrem Zimmern schwang auf, eine viel zu panische Tsuka, nur in Unterwäsche und mit zerstörter Frisur rannte durch den Flur zu dem Zimmer ihres Bruders. Eigentlich ging sie ja nie in sein Zimmer aus Angst etwas zu sehen das sie nicht sehen wollte, doch in diesem Moment schien ihr alles egal zu sein. Mit ihrem kleinen Körper schmiss sie sich regelrecht gegen die Tür, riss sie auf und stieß sie mit voller Kraft auf, steuerte direkt auf ihren Bruder zu, egal wo er sich gerade in seinem Zimmer befand oder was er gerade tat. Sie war bei seinem Anblick noch immer nicht beruhigt, zu real kamen die Bilder immer wieder in ihren Kopf auf, die Gefühle in ihrem Brustkorb waren so fremnd und ungewohnt das sie keine Ahnung hatte was sie dagegen tun sollte. Es gab nur eines das sie machen wollte und wozu ihr Körper sie von ganz allein trieb. Die blondhaarige kam ihm ohne ein Wort zu sagen näher, umschlang ihren Komyo mit ihren Armen, zog sich leicht an ihm hoch und gab ihm einen ersehnten Kuss auf die Lippen. Etwas das in ihrem Traum nicht passiert war, etwas das ihr dort nicht bewusst gewesen war, doch es war da und es würde nicht erst über sie hereinbrechen wenn es zu spät war. Nein dazu würde es nicht kommen, die Zeit damals gibt es nicht mehr, heute war es anders, heute würde sich alles ändern. Was darauß werden würde wusste sie zwar selber nicht, vermutlich würde sie so tun als wäre nichts von dem hier passiert, doch zum ersten mal empfand sie so etwas wie Zufriedenheit, es war richtig und das war gerade alles was zählte.

~Tsuka Ende~
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Re: [Kurz vor dem Event] Geschwisterliebe mit Betonung auf Liebe <3

Beitrag von [Event] Koseki Nataku am Di Aug 02, 2016 8:17 pm

Es dauerte länger als gedacht, den Papierstapel abzuarbeiten. Diese ganze Bürokratie war das schlimmste an dem Leben in Chigiri. Früher hatte es gereicht Aufträge zu erfüllen, Hidô Bericht zu erstatten und gut war es. Heutzutage gab es schriftliche Dokumente, welche man zu verfassen und zu überbringen hatte, sowie zahlloser anderer Papierkram, der sich leider nicht von alleine erledigte. Seit dem er bei den Oinin auch noch als Teamleiter fungierte, war es nicht besser geworden. Öfters saß er hier daheim oder aber auch im Hauptquartier hinten einem Schreibtisch. In diesem Punkt würde seine Schwester stets Recht behalten. Hätten sie sich nach der Schlacht keinem Dorf angeschlossen, wäre ihm dies erspart geblieben oder anders herum – er hätte sich nicht zu einem ‚Bürotier‘ entwickelt. Mehr als nur froh war der Türkishaarige darüber, dass seine Arbeit wenigstens auch noch das beinhaltete, was er am besten konnte, wozu man ihn hatte ausgebildet. Hin und wieder reizte es ihn, ein normales Familienleben in dieser Stadt zu führen, nicht zuletzt, hatte ihm so mancher schon erklären müssen was als ‚normal‘ galt, doch das könnte er seiner kleinen Schwester niemals antun. Sie würde sich immer eingeengter fühlen und vielleicht würde er sie dann gar nicht mehr kontrollieren können. Nataku hoffte, dass sie sich nach dem letzten Streit schnell wieder abkühlte auf ein ertragbares Niveau an Reizbarkeit und vulgären Worten, die er sich an den Kopf werfen lassen musste. Die Blutspiele würden dazu hoffentlich ihren Teil beitragen, wenn gleich es ihm immer noch nicht gefiel, dass sie teilnahm. Immer wieder waren seine Gedanken weg von den Papieren auf seinem Schreibtisch zu Tsuka geglitten. Sie kreisten stetig, versuchten eine Lösung zu finden, wie er es nicht doch noch verhindern würde können. Doch immer noch kam er zu dem einen, unerträglich erscheinenden Ende: Es gab keine. Einmal hatte er sogar überlegt, aufzustehen, sich Tsuka zu schnappen und einfach abzuhauen, um sie besser vor Krankheit zu schützen. Als ihm kurz darauf aufgefallen war, wie albern dies doch eigentlich war, hatte er nur wütend über sich selbst den Kopf geschüttelt und gezwungen weiter die Papiere abzuarbeiten. Das wäre ja noch schöner. Seit wann ließ er freiwillig zu, dass das dieses Mädchen sich zwischen ihm und seiner Rache stellte? Tsuka zu beschützen, war lediglich schmückendes Beiwerk; er durfte sich nicht ablenken lassen. Dennoch irritiertes es ihn, dass er diese Gefühle immer weniger kontrollieren konnte. Seit dem Tod ihres gemeinsamen Vaters und dem fehlenden Druck, dem fehlenden Überlebenskampf hatte er sich immer weniger unter Kontrolle.
Mit einer ruckartig schnellen Bewegung schüttelte er erneut den Kopf, strich sich genervt eine Strähne seines Ponys aus dem Auge und beugte sich zurück über die letzte Akte. Sobald er diese geschafft hätte, würde er sich umziehen können und aufbrechen können. Tsuka schien bereits zu schlafen. Zumindest hatte er in Ruhe arbeiten können. Nachdem irgendetwas in ihrem Zimmer umgekippt war, sobald er wieder daheim war, würde er nachsehen, ob erneut etwas repariert werden müsste, war nichts weiter passiert. Dass sie ihre Wut nicht mit Zerstörungswut zeigte, musste wohl bedeuten, dass sie sich die Worte von ihm zum Herzen nahm? Ein wenig hatte ihn das schon erstaunt. So wütend wie sie war.
Für einen kurzen Moment lehnte Nataku sich in seinem Stuhl zurück, streckte kurz die Arme nach oben aus. Bevor er sie jedoch wieder herunter nahm, drehte er seinen Kopf halb zur Tür um und spitzte die Ohren. Geräusche? War Tsuka doch wieder aufgewacht? Nun sicher würde sie wieder einschlafen. Doch die Tür war aufgegangen. Wollte sie ins Bad? Oder noch in die Küche? Möglicherweise. Es war Tsuka, er fragte nicht nach einem Grund. Er war sich lediglich sicher, dass sie nicht zu ihm kommen würde. Im Grunde kam sie eigentlich so gut wie nie in sein Zimmer. Oder versuchte es zumindest vermeiden. So wirklich war der Grund ihm nicht verständlich, doch so konnte er sich seiner Ruhe sicher sein. Er würde warten bis sie wieder eingeschlafen war und dann gehen. Die Arme wieder herunter genommen, richtete er seine Brille, indem er sie auf der Nase hoch schob und beugte sich wieder mit dem Stift in der Hand über seinen Papierkram. Genau dann passierte jedoch etwas, was er eben in seinem Kopf noch ausgeschlossen hatte. Tsuka fiel regelrecht mit der Tür ins Haus und stand aufgelöst nun vor ihm. Sein Kopf hatte sich bei ihrem lauten Eindringen umgedreht und verwirrt blickte er sie an. Was genau sollte er davon halten? Ihre Frisur war zerzaust vom Schlafen und sie trug lediglich ihre Unterwäsche. Deswegen wäre sicher keine Regung von ihm gekommen. Er hatte Tsuka schon mehr als einmal derart gesehen. Aber was machte sie hier? Nicht im Eingang stehen bleiben, so viel stand fest. Sie steuerte direkt auf ihn zu, doch bevor er auch nur dazu kam, nachzufragen, was genau mit ihr los war, wurde er auch schon von ihren Armen umschlungen. Diese Nähe hatte etwas Ungewohntes. Normalerweise war er es doch, der sie in eine Umarmung zog, weil er wieder Angst um sie hatte oder wie irgendwohin tragen musste. Doch sie schien ja regelrecht Angst davor zu haben ihn zu verlieren. Noch mehr als das verwirrte ihn jedoch, was danach so gleich geschah. Sie küsste ihn. Seine Gedanken wallten immer mehr, wurden jedoch von einem Gefühlschaos, das so noch nie da gewesen war, abgelöst. Etwas in ihm sagte ihm, dass es das war, was er eigentlich wollte, schon immer gewollt hat und etwas wie Erfüllung, Glückseligkeit und für einen kurzen Moment inneren Frieden bescherte. Zunächst verwirrt, handelte er dann jedoch instinktiv. Es gab keine Fragen nach einem warum. Bei Tsuka wären sie sowieso überflüssig gewesen. Vielleicht hatte sie schlecht geträumt oder etwas anderes war passiert. Wer wusste es. Wusste sie selbst, was in ihrem Kopf passierte? Manchmal zweifelte er daran. Stattdessen darüber nachzudenken, gab er sich für diesen kleinen Moment seinen Gefühlen hin, die er meist sehr gut unter Kontrolle hielt. Den Kuss erwidernd, lächelte er danach kurz und blickte in ihre Augen. Was auch immer das nun zu bedeuten hatte und ob es nach den Blutspielen noch real war, er würde es sich behalten.

~ Nataku Ende ~

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