Atarashi Sho

Naruto RPG # 3 Reiche # FSK 16

Das Atarashi Sho ist ein Rpg Forum das in der Welt des bekannten Anime/Manga Naruto spielt. Wir haben ein FSK Rating von 16, sowie einen FSK18 Bereich. Wir versuchen jedem Mitglied des Forums seine vollsten Möglichkeiten zu gewähren, solange das Konzept in die Geschichte des Forums passt und nichts "zu stark" ist. Unsere Geschichte spielt in einer weit entfernten Zukunft des originalen Manga. Naruto starb vor 1000 Jahren und seit jeher ist vieles geschehen. Die Reiche lebten in Frieden doch dies nicht lange. Kriege die die Welt erschütterten brachten viele Veränderungen und die Reiche überfielen sich nach und nach und so entstand eine neue Weltordnung. Konoha Gakure im Feuerreich nahm das gesamte Blitzreich mitsamt dem Dorf Kumo Gakure ein, Suna Gakure nahm ebenfalls ihren Nachbarn Iwa Gakure und das Erdreich ein und Kiri Gakure? Sie verfielen in alte Gedanken und gründeten erneut den Blutnebel, Chigiri. Wir leben heute, 1000 Jahre nach Naruto´s Tod in schweren Zeiten. Der Krieg ist beendet doch leben wir in einer kalten Kriegsphase. Chikyû jenes Reich das aus Suna und Iwa entstand hat ist das größte Reich. Die Hauptstadt tief unter der Erde verborgen und verbunden durch Tunnel. Konoha Tô das große Dorf des Waldes und letztlich Chigiri das Dorf welches Brutalität und Stärke förderte und einen kleinen Kontinent für sich einnahm.


Team

Saori Junji
Chiyo


[Flashback] Lend me your shoulder

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[Flashback] Lend me your shoulder

Beitrag von Gast am Do März 31, 2016 5:44 pm


Lend me your shoulder

Okumichi Chikane && Uchiha Ruri
Kurz vor der Ernennung Ruris zum Clanoberhaupt der Uchiha
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Re: [Flashback] Lend me your shoulder

Beitrag von Gast am Do März 31, 2016 5:44 pm

Dass Kenshin sein Amt niedergelegt hatte, hatte wohl jeden Uchiha überraschend getroffen. Sie jedenfalls hatte es nicht vorhergesehen, was sie jedoch noch weniger erwartet hätte wäre, dass der Rat an sie herantrat und sie als neuen Kandidaten nominierte. Eine Nacht hatte sie Zeit sich das Angebot durch den Kopf gehen zu lassen. Es war nicht so, dass sie die Ehre diese Stellung angeboten zu bekommen nicht achtete, es war viel mehr so, dass sie sich unsicher war, ob sie dafür bereit war. Oder ob sie es je sein würde. Es gab nur zwei Dinge, die ihr bei ihrer Unschlüssigkeit helfen konnten: Unmengen an Dango und 'Chi'. Bewaffnet mit drei großen pinkfarbenen Kartons, die zu einem kleinen Turm aufgehäuft waren, der verdächtig wackelte führte der Weg von Ruri durch die ob der späten Stunde beinahe wie ausgestorben wirkenden Straßen von Konoha, hin zu dem Haus in dem einer der wenigen Menschen lebte, der seit der Akademie immer an ihrer Seite gewesen war. Chikane war älter als sie, war früher zur Genin geworden und früher auf Missionen lange Zeit fern des Dorfes gewesen, doch  ihrer Freundschaft hatte das nie etwas anhaben können. Sie hatten sich nie wirklich entfremdet, weshalb sie wohl auch am Ehesten verstehen würde, warum diese Entscheidung ihr nicht leicht viel. Insbesondere weil sie im Gegensatz zu ihr Erfahrungen damit hatte einen Clan zu leiten. Sie hatte sie dafür immer bewundert. Vor 2 jahren wurde Chikane zum Oberhaupt ihres Clans ernannt, hatte zuvor jedoch eine lange Ausbildung genossen. Sie hatte man gelehrt was es bedeutete Menschen zu führen, aber wenn man Ruri fragte, dann hatte sie das ohnehin in sich gehabt. Chikane mochte unscheinbar wirken, aber sie war stark. Sie hatte etwas an sich, dass dafür sorgte, dass man auf sie setzen wollte, ihr vertrauen und den Rücken stärken wollte. Vielleicht war es Charisma, vielleicht auch irgendetwas anderes, aber was es auch war, Ruri bewunderte es an ihr.

Inzwischen vor der Tür des Hauses angekommen hob Ruri ihr rechtes Bein an um die Kartons darauf abzustützen, während sie ihren rechten Arm um diese legte um sie irgendwie zu stabiliseren bevor sie ihren linken von ihnen löste und die Klingel betätigte. "Baka.", betitelte sie selbst diese Aktion als sie aus den Augenwinkeln sah wie der Oberste der Kartons nun ins Rutschen kam und schon halb im Freiflug war, was wiederum dazu führte, dass Ruri nach vorne stolperte und eben jenen Karton ungelenk wieder auffing. Gerade wirkte sie wohl weniger wie eine Kunoichi der man gerade einen Posten als Oberhaupt eines bedeutenden Clans angeboten hatte und mehr wie eine verquere Zivilistin die mit Pappkartons um das Überleben der Dango kämpfte. Aber gut. Die Einzige, die das zu Gesicht bekommen würde war Chikane und sie hatte eindeutig schon weitaus seltsamere Aktionen von Ruri miterlebt. Als sich die Tür auch nur einen Spalt breit zu öffnen begann schlich sich auf Ruris Züge ein mildes Lächeln. "Ich habe Essen mitgebracht", meinte sie mit sanfter ruhiger Stimme, was letztlich aber nur ein Codewort für 'Entschuldige die späte Störung, aber ich muss wirklich mit jemandem reden' war. Daran, dass ihre Freundin vielleicht nicht allein sein könnte dachte sie nicht einmal.


Zuletzt von Uchiha Ruri am Do März 31, 2016 11:48 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: [Flashback] Lend me your shoulder

Beitrag von Gast am Do März 31, 2016 10:14 pm

Mit Argusaugen hatte die ältere Dame, die ihr Haus nahe dem Eingang des Clananwesens hatte, die Dame beäugt, die dort langegangen war. Niemand durfte auf ihre Blumen treten! Darüber würde sie auch nachts wachen, wenn es sein musste. Immerhin waren den Okumichi ihre Blumen heimlich... Und die etwas schrulligen, alten Clanmitglieder pochten noch unheimlicher darauf, als andere. Doch anstatt mit dem Besen in der Hand aus der Tür zu stürmen und die Dame am Abend anzupflaumen, blieb die alte Dame in ihrem Haus und erkannte, dass es eine ihr vertraute Gestalt war. Mit Sicherheit hatte Ruri bereits ein ums andere Mal mit ihre Bekanntschaft gemacht, wenn sie tagsüber hier auf Chikane getroffen war. So nickte die Omi zufrieden und verzog sich in ihrem Nachthemd wieder vor den Fernseher, um ihren Abend zu genießen und bald darauf einzuschlafen.

Das Oberhaupt der Okumichi selbst seufzte in dem Moment eher und betrachtete das liegen gelassene Go Spiel, das sie vorhin noch mit ihrem ehemaligen Sensei gespielt hatte. Sie fand es immer wieder traurig, wenn man Gesellschaftsspiele liegen lassen musste, um sich wichtigeren Dingen zuzuwenden. Katsuo war zu einem wichtigen Essen eher fluchtartig aufgebrochen, nachdem er von seiner ewig währenden Reise zurückgekehrt war und Chikane berichtet hatte. Jetzt war sie hier allein und musste es wegräumen. Während sie also weiße und schwarze Steine fein säuberlich vom Spielfeld pflückte und in Samtsäckchen verpackte, ließ sie ihre Gedanken schweifen und den arbeitsreichen Tag Revue passieren.
Sie war nicht wirklich müde, aber durchaus etwas geschafft, sodass sie recht froh einem entspannten Abend entgegen blickte. Ihr feiner Spürsinn ließ sie aber kurz darauf erahnen, dass er anderweitig beendet werden würde, als sie dachte. Die ihr bekannte Präsenz steuerte ihr Haus an und veranlasste sie, das Spiel im Regal abzustellen und zur Tür zu gehen. Nur einen Augenblick, nachdem das Klingeln ertönt war, öffnete sie die Tür und sah in ein dunkles Augenpaar. "Ruri-chan...", glitt es ihr kurz unwillkürlich über die Lippen, als sie schnell das Szenario erfasste und ihrer Freundin kurzer Hand die zwei Dangopackungen vom Knie nahm. Sie erwiderte das sanfte Lächeln und zuckte mit den Schultern. "Was für ein Glück, dass ich Hunger habe!" Ganz gelogen war das nichtmal, sie war tatsächlich noch nicht dazu gekommen, viel zu essen.
So machte sie auf dem Absatz kehrt und überließ es der Uchiha, die Tür hinter sich zu schließen. Chikane betrat das große Wohnzimmer mit den Bodentiefen Fenstern, die hinaus auf die das Haus umlaufende Terasse führten. Hier war schon immer alles irgendwo zwischen Tradition und Moderne stehen geblieben, sodass die Möbel zwar nicht alt, aber wohnlich wirkten. "Lass mich raten", begann sie, ging zur offenen Küche und legte die Packungen ab, um einen Tee zu kochen, "Du hattest nicht vor, mich mit einem Abendessen zu versorgen." Grinsend deutete sie auf das große Sofa und stellte dort die Packungen erneut ab, sodass sie sie gleich verspeisen konnten, während Ruri ihr sicherlich erklären würde, warum sie eher spät hier ankam. Nicht, dass Chikane sich davon gestört fühlte, aber es war wohl klar, dass nicht nur die Dango der Grund dafür waren.
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Re: [Flashback] Lend me your shoulder

Beitrag von Gast am Do März 31, 2016 11:59 pm

Dass sie auf dem Weg hin zu der Behausung des Oberhauptes nicht aufgehalten wurde, lag wohl hauptsächlich daran, dass Ruri mit den Jahren ein hier durchaus bekanntes Gesicht geworden war. Nicht unbedingt als Kunoichi mit ganz eigenem Ruf in jenen Reihen sondern mehr als langjährige Freundin von Chikage. Ruri hätte es bei kaum jemandem gewagt über ihre eigenen Probleme zu sprechen. Sie war einfach der Ansicht dass diese etwas waren, dass sie mit sich selbst auszumachen hatte. Chikage gehörte zu den wenigen Menschen, die für sie eine Ausnahme darstellten. Sie wusste, dass Chi es nicht als Last ansah, wenn sie sie um Rat bat, dass sie ihrer Freundin gerne von Herzen beistand und dass ihr Ratschlag, egal wie er auch ausfallen mochte die Wahrheit war, die Chikage sah. Sie würde sie nicht der Höflichkeit halber belügen. Gerade deshalb schätzte sie die Meinung der Älteren vor dessen Haustür sie nun einige Kartons Dango balancierte auch so. "Chi", erwiederte sie mit einem ehrlichen und sanften Lächeln bevor sie sich bereitwillig die Kartons abnehmen ließ. "Ach..auch wenn du keinen hättest für ein paar süße Dangos hat man doch einen Extra-Magen oder nicht?", scherzte die Uchiha auch wenn ihr gerade in diesem Moment eigentlich nicht allzu sehr danach war zu scherzen. Ihr irrte einfach viel zu viel durch den Kopf.

Und Chikage wäre nicht Chikage wenn sie  genau das nicht bemerkt hätte. Sie sah es ihr nach all den Jahren einfach an der Nase an, wenn sie sich sorgte, unsicher war oder mit ihren Gedanken über einer Frage brütete auf die sie noch keine Antwort hatte. Ganz abgesehen davon, dass es für die Uchiha auch einfach nicht üblich war zu so später Stunde aufzutauchen.  Die Tür hinter sich vorsichtig schließend zog Ruri sich die Schuhe aus, bevor sie die edlen Dielen des Hauses betrat und der Okumichi über diese in das Wohnzimmer folgte. "Nach all den Jahren bin ich doch recht leicht zu durchschauen , hm?", jedenfalls für jemanden wie Chi. Dementsprechend wenig wunderte sie es auch, dass das Oberhaupt gleich darauf kam nach dem Grund ihres Besuches zu fragen. Wahrscheinlich wäre es schöner antworten zu können, dass es tatsächlich nur ihr Wunsch gewesen war mit Chi in Ruhe ein wenig zu essen und Zeit mit ihr zu verbringen, doch dafür hätte sie wohl eine deutlich angenehmere Tageszeit gewählt. "Vor hatte ich es schon, aber erst nachdem ich mich entschieden habe zu dir zu kommen", gestand Ruri lähelnd nachdem sie sich auf das Sofa gesetzt hatte und an der Rückwand von diesem lehnend zu Chikage herübersah. Ihr war zwar wirklich nach einer Menge Dango, doch sie würde warten bis ihre Freundin ebenfalls ganz da war.

"Wenn ich ehrlich bin Chi-chan ich brauche deinen Rat.", erklärte sie schließlich vergleichsweise unumwunden. "Kenshin hat sein Amt niedergelegt und der Rat hat mir heute morgen angeboten seine Nachfolge anzutreten", wer Kenshin Uchiha war musste sie Chikage nicht erklären. Als eines der Oberhäupter ihres Clans und als langjährige Kunoichi des Dorfes wusste sie um die großen Namen innerhalb der Dorfmauern ihrer Heimat. Den Arm auf das obere Ende der Lehne legend stützte sie nun ihren Kopf an ihre Hand. "Ich bin mir nicht sicher welche Antwort ich ihnen geben soll", ob sie sich geehrt fühlte? Ja. Ob sie ihr Leben dem Wohl ihres Clans verschreiben wollte? Das hatte sie bereits getan. Ob sie bereit war diese Verantwortung zu tragen? Sie wusste es nicht. Wann war man für so eine Stellung wirklich bereit. "Wie war das bei dir damals? Hast du dich wirklich bereit gefühlt, als du die Stellung angetreten hast?" , Ruri vermutete, dass sie das getan hatte. Immerhin war sie auch sehr lange Zeit darauf vorbereitet worden.
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Re: [Flashback] Lend me your shoulder

Beitrag von Gast am Fr Apr 01, 2016 10:15 pm

"Ach was, ich hab nur ins Blaue geraten", entgegnete Chi auf die Frage, ob ihre Freundin nach all den Jahren leicht zu durchschauen wäre. Generell fiel es ihr durchaus leicht, sich in anderen Menschen hinein zu versetzen. Aber es war wohl normal, dass man soetwas spürte, wenn man sich über Jahre hinweg kannte und die Eigenheiten des jeweils anderen kennen lernte. Immerhin waren ihr nicht viele Menschen aus der Zeit geblieben, in der sie Ruri kennen gelernt hatte und umso mehr schätzte sie die Uchiha. Daher wollte sie auch, dass es der anderen gut ging. Mit zwei gefüllten Teetassen bewaffnet, nahm die Okumichi den Weg zurück zur Couch auf und lächelte sanft. Sie war nie böse um ein paar Dango. Sie war generell nie böse um leckeres Essen und bei Ruri gab es sicher nichts, was nicht schmecken würde.
So nahm sie auf der Couch neben ihrer Freundin Platz und sah sie an.
Im Schneidersitz und mit der warmen Teetasse zwischen den Händen sah Chikane aufmerksam in die dunklen Augen ihres Gegenübers und hörte ihr zu. Ihr Augenbraue zuckte kurz nach oben, als sie hörte, dass das Oberhaupt der Uchiha zurückgetreten war. Die Uchiha waren immerhin ein stolzer Clan und sie gaben viel darauf, sodass es nur noch verwunderlicher war, dass der stolzeste von allen abtreten wollte. Oder abgetreten war. "Das überrascht mich...", murmelte sie, wobei ihr auffiel, dass man diesen Satz falsch verstehen könnte. "Nicht, dass sie dich gefragt haben, sondern dass er sein Amt niedergelegt hat", korrigierte sie sich daher schief lächelnd und leckte den Kopf leicht zur Seite. Dennoch lauschte sie weiter den Worten der wenig jüngeren Frau und nippte leicht an ihrem Tee. Ihr Blick glitt kurz aus dem Fenster nach draußen in die Dunkelheit.
War sie damals bereit gewesen? Katsuo hatte ihr bereits 3 Jahre vor ihrer Ernennung deutlich klar gemacht, dass er sie als seine Nachfolgerin wollte. Der ältere Mann wollte auf seine alten Tage reisen und sich nicht mehr um solche Belange kümmern müssen. Außerdem war er der Meinung gewesen, dass frisches Blut gut war. So sah sie Ruri wieder an und zuckte leicht die Schultern. "Ich weiß nicht recht. Ich habe vorher bereits viel allein regeln müssen, wenn Katsuo lange weg war, aber irgendwie war es doch anders, als es dann völlig in meinen Händen lag." Chikane strich sich eine ihrer langen hellbraunen Strähnen aus dem Gesicht hinter das rechte Ohr und sah ihre Freundin mitfühlend an. "Ich weiß nicht, ob man jemals bereit für soetwas ist", gab sie ehrlich zu, "Aber du liebst deinen Clan, du würdest ohnehin alles für ihn tun, nicht? Von dort ist es nicht mehr weit bis zum Oberhaupt. Den Papierkram und wie man mit Leuten umgehen muss..." Sie grinste. "Ich glaube da lernt man irgendwie nie aus."
Wieder trank sie etwas von ihrem Tee, stellte die Tasse dann auf dem flachen Tisch vor der Couch ab und öffnete eine der Dango-Packungen, um sich einen der Spieße zu mopsen. "Denkst du denn, du würdest das schaffen?", fragte sie leise, bevor sie vorsichtig abbiss und die Uchiha wieder ansah. Sie musste schließlich an sich selbst glauben, bevor sie andere anleiten könnte.
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Re: [Flashback] Lend me your shoulder

Beitrag von Gast am Sa Apr 02, 2016 12:18 pm



"Verstehe", schmunzelte Ruri auch, wenn sie sich ziemlich sicher war, dass Chikane einfach das richtige Auge dafür hatte in Menschen hinein zu sehen. Es lag ihr einfach. Insbesondere aber in ihren Belangen, was wohl auch wäre es anders, bedenklich gewesen wäre. Immerhin kannte Chikane sie seit den Zeiten der Akademie und ihre Freundschaft hatte nie auf lange Zeit auf Eis gelegen. Jedenfalls nicht wirklich, auch wenn die Missionen durchaus zuweilen dazu geführt hatten dass es schwieriger gewesen war sich zur gleichen Zeit freizunehmen. Doch wie sagte man so schön? Wer wirklich an einer Freundschaft festhalten wollte, wer sich wirklich sehen wollte, der tat das auch. Schon deshalb war ihre Standarterklärung dafür, warum Akira und sie sich so entfremdet hatten im Grunde mehr als fahnenscheinig.

Gerade wollte sie sich jedoch nicht auch noch zusätzlich damit ablenken über den Sannin nachzudenken. Dafür gab es zu vieles dass ihr gerade durch den Kopf ging. Immerhin hatte sie zeitnah eine Entscheidung zu treffen. Eine von der sie Chikane nun erzählte. Den Kopf leicht schräg gelegt blickte sie ihre Freundin fragend an, als diese erklärte, dass es sie 'wunderte' was geschehen war. Einen Moment hatte sie die Worte tatsächlich auf sich bezogen, war deshalb jedoch nicht beleidigt sondern eher verwirrt, da soetwas im Grunde nicht zu Chikane passte, die sich nun aber schnell schief lächelnd verbesserte. "Ja. Das hat mich auch verwundert. Ich glaube niemand hat das erwartet.", meistens trat ein Oberhaupt entweder wegen seines hohen Alters oder auf Andienen des Rates selbst zurück. Das mit Kenshin schien ihr obskur. "Aber ich bin sicher, dass er gute Gründe dafür haben wird.", ihm irgendetwas anderes vorzuwerfen wäre zum Einen respektlos und zum Anderen auch irgendwo undenkbar. Kenshin war seit sie denken konnte immer zuverlässig gewesen. Als Mensch, aber auch als Clanoberhaupt.

Die Frage war nur: Würden die Menschen ähnlich auch von ihr denken? Aufmerksam lag ihr Blick auf Chikane, nachdem sie ihre Frage an sie gerichtet hatte. Wirklich vergleichen konnte man ihre Situationen wohl wirklich nicht so sehr wie Chikane in das ganze hineingewachsen war."Ja ich dachte mir schon, dass du soetwas sagen würdest.", kommentierte sie matt lächelnd als Chikane erklärte, dass man für soetwas wahrscheinlich nie bereit war. Man musste, sobald man den Rang innehatte, wohl einfach sein Bestes geben ihm gerecht zu werden. Dass Chikane darauf hin zu deuten würde, dass sie wahrscheinlich schon viel von dem hatte was ein Oberhaupt brauchte lächelte Ruri leicht. "Würde ich", im Grunde hatte sie recht. Sie hatte ihr Leben ja ohnehin bereits vollkommen ihrem Clan gewidmet. Das war wohl so oder so der erste Schritt gewesen, wenn man es so sagen wollte? Was sie selbst dachte? Ebenfalls einen der spieße - den Rosafarbenen - nehmend dachte Ruri einen Moment nach, während die erste Dangokugel in ihrem Mund verschwand. "Die Frage habe ich mir heute auch schon gestellt. Ich denke, dass ich alles dafür tun würde dem Ganzen gerecht zu werden, was mir aber Sorgen bereitet ist, ob die sehr konservativ verankerte ältere Generation mir eine Chance geben wird. Eine Waisin als Oberhaupt, die auf den ersten Blick kaum verwurzelt scheint - ich könnte mir vorstellen, dass es ihnen aufstößt", gerade in der älteren Generation ihres Clans gab es nun einmal erzkonservative Mitglieder. "Aber wahrscheinlich ist es dann ohnehin an mir sie davon zu überzeugen, dass sie falsch liegen", ergänzte sie lächelnd. Und zumindest bei dem Großteil ihres Clans hatte sie das in den vergangenen Jahren ja bereits geschafft. Dass selbst der Rat so dachte hatte sie zugegebenermaßen jedoch überrascht.

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Re: [Flashback] Lend me your shoulder

Beitrag von Gast am Sa Apr 02, 2016 7:28 pm

"Mit Sicherheit hat er die", kommentierte Chikane noch. Kein Oberhaupt trat jung einfach so zurück. Immerhin nahm man soeine Stelle ja auch nicht einfach so mal an, was man gerade gut an Ruri beobachten konnte. Man nahm viel Verantwortung auf sich und die blieb, egal ob man wollte oder nicht. So überraschte es auch nicht, dass Ruri bereits jetzt bereit dazu war, alles für ihren Clan zu tun. Mit Sicherheit bemerkte man das, wenn man sie kannte und sich etwas mit ihr beschäftigte. Das war bestimmt einer der Gründe, warum man überhaupt an sie herangetreten war und ihr anbot, dieses Amt zu übernehmen. Allerdings konnte sie die Sorgen der Jüngeren gut verstehen, immerhin war es ihr letztendlich nicht anders gegangen. Man konnte viel lernen, aber man konnte nicht ändern, dass gewisse Menschen nie mit einem einverstanden sein würden.
So zuckte die Braunhaarige leicht mit den Schultern.
"Ich glaube, wer älter wird und nicht bereit ist, die junge Generation an's Ruder zu lassen, der hat einen essenziellen Teil dieser Welt nicht so ganz verstanden." Ihre Stimme klang leicht belustigt, aber sie meinte das durchaus ernst. Immerhin lebte niemand von ihnen ewig und würde immer da sein. Dennoch wünschte man sich natürlich, der jüngeren Generation etwas zu überlassen. Das machte gerade in alten Clans die Traditionen so wichtig, die gewahrt werden wollten. "Ich glaube, dass die älteren Mitglieder mich vor allem deshalb akzeptiert haben, weil ich ihnen klar gemacht habe, dass ihr Einfluss nicht verloren geht. Auf der anderen Seite, musste ich auch Grenzen ziehen und zeigen, dass ich nicht alles genauso machen würde, wie sie." Ihre Lippen verzogen sich zu einem leichten Lächeln, das etwas schief anmutete. "Du kannst mir glauben, davon waren sie zu Beginn nicht begeistert, aber irgendwann entspannt sich das. Ich glaube am Anfang ist jeder aufgeregt und bemüht sich, darum dass es funktioniert."
Mit Sicherheit würde ihr Clan Ruri mit der Aufgabe auch nicht sofort allein lassen, sondern ihr helfen, sich einzufinden. Gerade die älteren Mitglieder waren da hilfreich. Außerdem musste man ja nicht alles so extrem ernst nehmen, was die sagten. Ein Konflikt war nie, was Chikane anstrebte. In der Regel dachte sie sich einfach ihren Teil, wenn die Älteren mal wieder über die schlampige Anordnung der Blumen in den Gärten des Clans wetterten, sich aber gleichzeitig Nachmittags dort sehr wohl fühlten. "Es ist nicht wichtig, dass du allen gefällst, sondern dass du deine Art findest, die Dinge zu tun und demit den größtmöglichen Teil zufriedenstellst. Also... wenn du das möchtest", sagte die Okumichi lächelnd, aß den letzten Dango von ihrem Spieß und legte ab. Sie hatte das Gefühl, dass sich Ruri eigentlich sehr zu dem Posten als Oberhaupt hingezogen fühlte und lediglich Zweifel daran hegte, ob sie geeignet war.
"Was könnte dir schon schlimmstenfalls passieren? Nur weil du als Waise aufgewachsen bist, bist du nicht weniger Wert. Du bist eine Uchiha wie jeder andere in deinem Clan, vielleicht sogar mit ein wenig mehr Hingabe. Du hast ein großes Herz und Platz für viele Menschen darin. Das spricht nur für dich!"
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Re: [Flashback] Lend me your shoulder

Beitrag von Gast am Sa Apr 09, 2016 7:08 am

Ein leichtes Lächeln  zierte Ruris Lippen, als Chikane bestätigte,dass das ehemalige Oberhaupt ihres Clans sicher seine Gründe gehabt haben würde sein Amt niederzulegen. Sie musste gestehen, dass es sie betrübte. Er hatte das Amt nicht sehr lange bekleidet, doch er hat es in dieser Zeit geschafft ihren Respekt zu erringen in dem er auf eine Weise für den Clan eingestanden war, die bewundernswert gewesen war. Ein kleiner Teil ihrer selbst war durchaus neugierig, wie es zu seiner Entscheidung zurückzutreten kam und sie war sicher würde sie ihn oder den Rat um die Hintergründe befragen, würde man ihr diese auch mitteilen, doch ein viel größerer Teil war der Auffassung, dass manche Dinge einfach privat bleiben sollten. Er hatte die Entscheidung für sich getroffen, sicherlich lange mit ihr gerungen und er sollte nicht das Gefühl haben sich vor ihr oder irgendjemandem dafür rechtfertigen zu müssen. Es wäre grausam.

Viel mehr beschäftigte sie aber die Frage ob sie fähig sein würde in die Fußstapfen ihrer Vorgänger zu treten. Vielleicht war das Einzige was man brauchte die Bereitschaft sich vollkommen für den Clan aufzuopfern. Alles andere konnte man lernen, es zur Gewohnheit werden lassen, doch die Bereitschaft sein persönliches Leben ganz und gar zurückzustellen war selten. Zumindest diese Hürde hatte sie jedoch schon vor Jahren genommen. Nicht ein einziges Mal hatte sie es bereut. Das Einzige, was auf ihrem Herzen lastete war das Wissen, dass Ichiro vielleicht noch unter ihnen weilen würde, wenn sie früher erwachsen geworden wäre. Über Vergangenes nachzudenken, die Dinge immer wieder durchzugehen und zu versuchen das Detail zu finden, dass man übersehen hatte, dass dafür gesorgt hatte, dass man sich falsch entschieden, falsch gehandelt hatte, war jedoch nur eines: Schädlich für die Seele. Es änderte die Vergangenheit nicht und verklärte den Blick auf die Zukunft. Jene über die sie nun nachdenken musste. Die Uchiha war unendlich dankbar, dass sie dabei mit Chikane einen Menschen an ihrer Seite wusste bei dem sie sicher sein konnte ihr alles anvertrauen zu können was sie bewegte. Es mochte Grenzen geben - die gab es ihrer Ansicht nach bei jedem Menschen - doch bei Chikane waren sie sehr fern. "Wahrscheinlich, aber die Welt ist voller Menschen, die entscheidende Dinge nicht erkennen oder verstehen wollen", pflichtete sie mit einem sanften Lächeln bei. Ruri war niemand, der Traditionen nicht achtete. Sie waren ihr sogar sehr wichtig, doch ihrer Meinung nach schlossen sich Fortschritt und Traditionen nicht aus, wenn man denn fähig war das richtige Maß zwischen ihnen zu finden. ""Ja, vielleicht brauchen sie nur das Gefühl, dass die Werte, die ihnen wichtig sind, respektiert und geachtet werden.", sie würde es nicht jedem Recht machen können, das war Ruri mehr als klar, doch man konnte durchaus seinen eigenen Weg finden ohne dabei die Traditionen und Ansichten Anderer mit Füßen zu treten.

"Ich hoffe es", meinte die Uchiha lächelnd und  lehnte ihren Kopf an die Seite des Sofas auf dem sie saß während sie nachdenklich zu Chikane herüber blickte. Sie war sicher, dass neben der Aufregung und dem guten Willen auch Skepsis herrschen würde, doch wäre das anders , wenn nicht sie sondern irgendjemand anderes dieses Amt bekleiden würde? Jedes Oberhaupt musste sich den Respekt des Clans wohl erst auf ein neues verdienen.  "Ich denke ich würde es auf jedenfall versuchen wollen.", ob es einem immer gelang die Mehrheit zufrieden zu stellen? Sie wusste es nicht. Was sie aber wusste war, dass sie Entscheidungen treffen würde, die dem Wohl des ganzen Clans an sich dienen würden. Ob sie nun populär wären oder nicht, das stand auf einem ganz anderen Blatt. "Aber ich denke auch wenn ich Entscheidungen treffen würde, die zunächst wenig populär wären, würden die Menschen mit der Zeit erkennen, dass sie letzten Endes dem Wohl des ganzen Clans an sich dienten. Wahrscheinlich werden die Menschen das mit der Zeit zu achten lernen, nicht wahr?", das wäre wohl jedenfalls ihr Ansatz dieses Amt anzutreten. Letztlich gab es nur eines das sie zweifeln ließ. In ihrem Clan waren Blutlinien sehr wichtig. Die Familienstränge der Uchiha selbst. Und sie? Sie hatte da doch sehr wenig vorzuweisen. Es würde vielleicht ihren Glauben, ihr Vertrauen in ihren Clan und das Leben, dass sie in den letzten Jahren geführt hatte brechen, würde sie allein daran scheitern. Was Chikane jedoch zu diesem Zweifel zu sagen hatte ließ Ruri sanft und liebevoll lächeln, ein Ausdruck, den man bei ihr eher selten sah. Chikane hatte etwas an sich, dass einen dazu bewegte nicht nur an sie zu glauben, sie konnte einen mit ihrer Art auch dazu bringen seine eigenen Zweifel bei Seite zu legen. Vielleicht war es nur Charisma, vielleicht lag es auch daran, dass sie die Kunoichi schon so lange Zeit kannte und wusste, dass sie ihr vertrauen, ihr glauben konnte. Ruri wusste wirklich nicht was es war, aber es tat ihr gut.

"Mich ehrt immer wieder, dass du ein zu gutes Bild von mir hast.", schmunzelte die Uchiha, ehe sie wieder ein wenig ernster wurde. "Im Grunde weiß ich dass du Recht hast. Ich denke, dass ich wahrscheinlich einfach nur Angst habe.", gestand sie nun leise, den Blick für einen Moment senkend. "Ich habe mein Leben in den letzten Jahren nur dem Dienst am Dorf und meinem Clan gewidmet, ich habe nur das. Ich glaube, wenn sich dieser kleine Zweifel bewahrheiten würde und ich sehen würde,dass all das allein an meinen Wurzeln, daran, dass ich in keine hohe Blutlinie mit einer großen Familie geboren wurde zerbricht, würde das meinen Glauben an die letzten Jahre und mein Vertrauen an den Clan so brechen, dass ich nicht wüsste mit welchen Augen ich ihn dann noch sehen könnte.", wahrscheinlich war das eine natürliche Angst, gerade vielleicht auch weil sie irrational war. Ebenso wie jene, die sie damals gequält hatte, als sie von der Mission auf der Ichiro verstorben war in das Clanviertel zurückgekehrt war. Sie erinnerte sich noch an das Zittern ihrer Hände, ihres ganzen Körpers, die Angst einem der von ihr geliebten Menschen auch nur in die Augen zu sehen, doch statt auch nur eines Vorwurfs hatte sie nur Dankbarkeit erfahren. Dafür, dass sie an diesem Tag nicht gleich zwei ihrer Kinder verloren hatten. "Vielleicht muss ich einfach nur versuchen darauf zu  Vertrauen, dass es dazu nicht kommt.", erklärte sie matt lächelnd. Chikane würde wohl am besten verstehen, warum dieser eine Zweifel sie so sehr zurückhielt. Immerhin wusste sie, als Mensch der ihr am Nächsten war, dass es für die Uchiha lange Zeit bereits nichts anderes gab, als den Clan. Die Okumichi stellte da eine der wenigen Ausnahmen dar. Wenn sie so darüber nachdachte war sie der einzige Mensch, den sie einen Freund nennen würde. Nun ja, jedenfalls wenn man von Akira absah. Ob sie ihn noch als Freund sa? Sicherlich. Doch konnte man von Freundschaft sprechen, wenn man so lange Zeit davor floh den anderen wiederzusehen? Sie wüsste nicht einmal was sie sagen sollte, würden sie sich im Dorf oder auf einer Mission über den Weg laufen und sie wusste, dass sie an dieser Misere die Schuld trug. Sie war damals einfach nicht mutig genug gewesen ihm unter die Augen zu treten und dann war es irgendwann einfach zu spät dafür gewesen. Es war eines der wenigen Dinge, die sie wirklich bereute.
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Re: [Flashback] Lend me your shoulder

Beitrag von Gast am Mo Apr 11, 2016 2:38 pm

Chikane musterte ihre Freundin immer wieder, während sie sprach, von ihrer Angst erzählte und darüber, wie sie ihren Clan denn führen wollte. Offenbar hatte sie mit der Vermutung also recht gehabt, dass Ruri durchaus einer Zusage für das Angebot zugeneigt war. Dass Ängste die zurückhielten, war wohl das Normalste auf der Welt. Immerhin war es ihr letztendlich auch nicht anders ergangen. Trotz jahrelanger Vorbereitung war der letzte Schritt seltsam gewesen und mit Versagensängsten verbunden gewesen. Wer wusste schon, ob er in der Zukunft alles gut und richtig machen würde? Niemand. Immerhin war auch niemand fehlerfrei. So zuckte die Okumichi sanft mit den Schulter und schürzte ihre Lippen leicht. "Ich denke unpopuläre Entscheidungen zu treffen ist wohl die Königsdisziplin für jede Führungskraft. Ob als Teamleiter, Clanoberhaupt, Kage oder Leiter einer zivilistischen Firma. Niemand will sie wirklich treffen und man weiß genau, dass man mit der Missgunst einiger wird leben müssen. Aber sie sich doch meist zum Wohl genau der Leute, die daran zweifeln. Und sie erkennen das, auch wenn sie dafür Zeit brauchen."
Ihr selbst war es bisher nicht nur auf Missionen so gegangen, weil sie eben eine strenge Gruppenleiterin war, sondern durchaus auch das ein oder andere Mal im Clan. Letztendlich hatte sich, nachdem die größte Aufregung vorbei war, aber immer irgendwie alles geregelt und keiner hatte ihr lange nachgetragen, was sie getan hatte. Die wenigen, die es doch taten, waren ohnehin meist nur auf Streit aus. Doch was Ruri wohl weit mehr Angst machte, als eventuell schlecht gelaunte alte Clanmitglieder, war wohl die Möglichkeit, ihren Halt im Leben zu verlieren. Ein Gefühl, das Chikane zu gut kannte und auch nachvollziehen konnte, weil sie die Uchiha nun so lange kannte und ihre Entwicklung mehr oder weniger verfolgen konnte. Etwas ratlos darüber, wie sie diese Angst nehmen könnte, knabberte sie an einem Dango, bevor sie ihn aufaß.
"Vielleicht setzen wir zu sehr alles auf eine Karte", murmelte sie mit einem etwas müden Lächeln. Sie selbst war auch stets der Typ Mensch gewesen, der das Dorf und den Clan über alles stellte. Den Rückhalt in der eigenen Familie hatte sie vor vielen Jahren verloren und stand jetzt im Grund genau am gleichen Punkt, wie Ruri es tat. Nur dass sie den Sprung zum Oberhaupt schon hinter sich hatte. Auch sie machte sich oft Gedanken, was passieren würde, würde ihr auch nur eines dieser zeitfressenden Monster wegbrechen. Sie hatte weder eine eigene Familie, noch eine, mit der sie sich groß beschäftigen konnte. Seufzend verzog sie das Gesicht. "Ich schätze vorerst bleibt dir nichts anderes übrig, als darauf zu vertrauen, ja", gab Chikane also letztendlich zu und lächelte sie sanft an, sich etwas nachdenklich am Hals kratzend.
"Und vielleicht solltest du dich in Zukunft darum bemühen, nicht nur darin Halt zu finden. Ich hab gehört mit Freunden ausgehen und die Liebe suchen soll auch einen Lebensinhalt darstellen können." Zwinkernd und die Zunge halb herausstreckend, piekte die Okumichi ihre beste Freundin in die Seite und lachte leise. Sie war wohl selbst kein gutes Beispiel, was diesen Teil des Lebens anging. Dennoch war es keineswegs so, dass sie sich darüber nie Gedanken machte. "Denkst du manchmal darüber nach, wie lange du das durchhälst?", fragte sie leise und offenbahrte damit wohl eine kleine Unsicherheit, die sie selten zeigte, "Wir sehen kaum etwas anderes als die Arbeit und den Clan. Ich fühle mich wohl hier, aber trotzdem fühlt das Haus sich leer an und selten sind hier Menschen - wie du - die mir den Aufenthalt angenehmer machen."
Ihr Blick glitt abermals kurz nach draußen, während sie den Dangospieß leerte, den sie in der Hand hatte und ihn wieder ablegte, um Ruri doch wieder anzusehen. "Manchmal frage ich mich, ob's für mehr nicht schon zu spät ist", gab sie zu und lächelte ein Lächeln, das ihre Augen nicht erreichte. Es war nicht direkt so, dass sie diese Tatsache traurig machte. Man fand seine Erfüllung eben auch in anderen Lebensbereichen. Womöglich war es auch einfach die dunkle Wolke, eine Tochter zu haben, die sie nicht als Mutter kannte, die sie so seltsam an solchen Themen hängen ließ. Seufzend schüttelte sie den Kopf und verzog das Gesicht. "Ich denke, es ist deine Entscheidung. Aber ich halte dich für ein gutes Clanoberhaupt."
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Re: [Flashback] Lend me your shoulder

Beitrag von Gast am Mo Apr 11, 2016 6:21 pm


"Wahrscheinlich hast du Recht", schmunzelte Ruri. Es war erschreckend oft so, dass Okumichi vollkommen klar genau das aussprach was sie dachte, dabei jedoch so überzeugend war, dass jeder zweifel der Uchiha schwand. Ob es nun an der Freundschaft, ihrer Ausstrahlung oder dem Vertrauen zwischen ihnen lag war dabei im Grunde unwichtig. Es zählte nur, dass Chikane diese Wirkung auf sie hatte. Ebenso, wie sie es stets vollbrachte ihr ein bei ihr eher seltenes Lächeln auf die sonst so ernsten Lippen zu zaubern. Dieses verblasste jedoch nach und nach als sie sich letzten endes durchrang genau das zu offenbaren, was sie eigentlich zurückhielt. Für Menschen, die ihr Leben nur einer Sache verschrieben, war es natürlich Angst zu haben wenn sie einen Schritt gingen der genau diese für sie für immer zerstören konnte, aber wolltre sie wirklich jemand sein, der sich von seinen Ängsten daran hindern lassen wollte den Weg zu gehen den sie sich selbst gemeißelt hatte? Sie wusste es nicht. Chikane kam jedoch zu dem selben Schluss wie sie. Es lag nicht an ihrer Situation, dass die Angst für sie so grausam schien, sondern daran, wie sie und Chi ihr Leben führten, denn außer ihrer Arbeit, ihrem Clan gab es nichts für sie. Chi war inzwischen die einzige Ausnahme dieser Grundsätzlichkeit. "Tut das nicht jeder, der sich dafür entscheidet für etwas größeres zu leben als sich selbst?", wenn er es richtig tat, dann ihrer Meinung nach schon. Menschen, die die Welt verändern konnten, Menschen, die für höhere Ziele lebtenund kämpften, sie alle konnten nur Erfolg haben, wenn sie bereit waren vieles aufzugeben was ihnen einst sehr wichtig gewesen war. Hatte sie zuviel zurückgelassen und zu viel vernachlässigt? Ihr Privatleben war praktisch nicht vorhanden.

"Dann werde ich das wohl versuchen.", meinte Ruri sachte lächelnd. Ob sie überzeugt davon war das alles gut werden und ihr Vertrauen niemals enttäuscht werden würde? Sie war selten von etwas überzeugt. Aber letzten Endes hatte sie , wie chi es passend definiert hatte, keine andere Wahl als genau das zu tun. Was nun aber folgte ließ Ruri verwundert aufsehen. "Ich gehe mit Freunden aus. Wir treffen uns doch immer wieder.", es war wahr, dass die Freundschaft von Chi und ihr schon ewig hielt und dass Chi der einzige Mensch war mit dem Ruri ab und an etwas essen ging oder sich einfach des privaten Vergnügens, der Freude halber traf, aber wäre sie an dieser Stelle etwas objektiver würde sie wohl gestehen, dass die Treffen, die schon deshalb zu kurz kamen weil sie beide ihre arbeit sehr ernst nahmen und ehrgeizig verfolgten, viel zu selten waren, wohl nicht das abdeckten was Chikane gerade ansprach. "Ich habe mich schon vor ziemlich langer Zeit dazu entschieden mein Leben nicht mehr für mich sondern für den Clan zu leben. Ich habe keine Zeit für mehr als das Privatleben, dass ich heute habe. Es würde mich nur in dem zurückhalten für das ich seit Jahren hart arbeite.", ob sie das ab und an bereute? Sie wusste es nicht. Sie hatte ein einziges Mal für einen Jungen geschwärmt und das war ewige Jahre her. Sie erinnerte sich nicht einmal mehr daran wie es gewesen war und er wusste nicht einmal dass sie existierte, davon war sie mehr oder weniger überzeugt. Chikane jedoch schien diese Leere, die mit der Entscheidung sein Leben etwas anderem als sich selbst zu widmen, etwas mehr zu leiden als sie. Sie sah ihr die Unsicherheit an, etwas, dass Chikane selbst ihr gegenüber sehr selten zeigte.

"Manchmal vielleicht, aber für mich ist es vielleicht einfacher als für dich.", das mochte nun trotz des verständnisvollen und sanften Ausdrucks in der Stimme von Ruri arrogant klingen, es hatte jedoch einen ganz anderen Hintergrund. "Ich war im Grunde immer allein. Du wrast der erste Mensch der mir überhaupt gezeigt hat was Freundschaft einem geben kann und der einzige Mensch bei dem sie gehalten hat. Und mehr als Freundschaft? Ich denke ich kann nicht vermissen was ich nicht kenne." und die Liebe an sich? Sie hatte sie nie kennengelernt. Sie hatte sich ja mit einunddreissig Jahren nicht einmal ein einziges Mal küssen lassen. Vielleicht würde sie all das genauso vermisssen, die gleiche Leere fühlen wie Chikane ,wenn sie all das schon einmal gekannt hatte. Hatte sie aber nicht. "Zu spät ist es nie. Wenn du unglücklich mit dem Leben bist dass du heute führst, dann triff eine Entscheidung und ändere etwas. Ich meine Chi, sieh dich an. Du bist wunderschön,  klug und charmant, ich denke wenn du es wollen würdest würdest du auch noch einen anderen Lebensinhalt neben deiner Arbeit finden können. Ob es nun die Liebe ist oder irgendetwas anderes. Die Frage ist nur, ob du wirklich bereit dazu bist  etwas in dein Leben zu lassen, dass dir genauso viel bedeutet wie das wofür du die letzten Jahre gelebt hast." denn auch wenn Ruri nicht viel über die Liebe wusste, sie ahnte dass es schwer sein würde die Arbeit und eine Beziehung miteinander in Einklang zu bringen und sich selbst über die Prioritäten im Klaren zu werden. Etwas mit dem sie selbst sich wohl aber nie würde beschäftigen müssen. "Gibt es denn jemanden, den du magst?", vielleicht kam daher diese plötzliche Unsicherheit, die sie bei Chikane bislang so noch nie wahrgenommen hatte? Noch bevor sie eine Antwort erhielt, ließ der Schluss ihrer Freundin sie aber erneut warm lächeln. "Das bedeutet mir viel. Ich werde wohl versuchen dem gerecht zu werden. Wahrscheinlich könnte ich mich nicht einmal anders entscheiden wenn ich mich dazu überreden wollen würde.", immerhin war es doch genau das wofür sie lebte.
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Re: [Flashback] Lend me your shoulder

Beitrag von Gast am So Mai 01, 2016 10:01 pm

OoC: Sorry >__< hab voll lange verballert, dass ich hier dran bin!

Chikane dachte einige Augenblicke über Ruris Worte nach. Vielleicht war es wirklich einfacher, wenn man nicht kannte, was sie vermisste. Aber irgendwann wünschten es sich die meisten ja trotzdem, nicht? Viele Mädchen wollten irgendwann einen Freund ihr eigen nennen, wenn sie sahen, dass all ihre Freundinnen einen hatten. Aber womöglich war Ruris Vergangenheit da einfach zu prägend gewesen. Was keinesfalls bedeutete, dass sie niemals das Verlangen danach verspüren würde. Bei dem Gedanken lächelte Chikane kurz und sah Ruri direkter an. "Ich wette, irgendwann überkommt es dich auch und du wünschst dir mehr, als nur für den Clan zu leben. Und irgendwie wirst du auch dann alles unter einen Hut bekommen. Immerhin sind manche Menschen dafür gemacht, alles irgendwie zu organisieren, egal wie unmöglich es aussieht." Sie war sich sicher, dass bei aller Arbeit und allen Pflichten auch ihr irgendwo Zeit bleiben würde. Im Zweifelsfall würde sie sich diese Zeit einfach nehmen, denn unglücklich für andere zu leben brachte auch nichts, wenn man selbst keine Erfüllung finden konnte.
Die netten Kommentare, die Ruri zu ihrem Äußeren und Inneren abgab, ließen die Okumichi beinahe etwas rot werden. Sie hielt sich tatsächlich nicht für hässlich, dennoch würde sie selbst nicht in solch hohen Tönen von sich sprechen. "Ich denke, irgendwann ist man immer dazu bereit. Allerdings eher genau dann, wenn man nicht danach sucht. Ich bin dem nicht abgeneigt. Nur weil ich Zweiunddreißig bin, heißt das ja nicht, dass ich nie wieder jemanden auf Dauer an meiner Seite haben kann." Ihre Stimme klang durchaus überzeugt, auch wenn sie manchmal noch etwas daran zweifelte. Sie sah durchaus ein, dass sie viel Zeit mit der Arbeit verbrachte. Immerhin schützte sie nahezu jeden Tag das Oberhaupt des Dorfes und war dafür verantwortlich, dass alles reibungslos ablief. Vielleicht würde sich das ja aber irgendwann ändern. Womöglich würde sie diesen Menschen irgendwann nicht mehr schützen.
Die Frage nach einer Person, die sie mochte, ließ sie die Stirn runzeln. "Wer weiß...", schmunzelte sie und zuckte mit den Schultern. "Ich habe Tag ein, Tag aus mit genau den gleichen Menschen zu tun. Die hier im Clan sind zu alt oder zu sehr mit mir verwandt." Unwillkürlich musste sie über diesen Gedanken lachen. Ihr Clan war über die Jahrhunderte gewachsen, gehörte aber dennoch nicht zu den größten in Konoha Tô und viele Mitglieder waren durchaus um einiges älter als sie. Natürlich gab es auch jüngere und welche in ihrem Alter. Aber mit denen hatte sie weniger oft zu tun. "Gab es bei dir die letzten Jahre wirklich niemanden?", fragte sie beinahe etwas ablenkend interessiert. Sie musste schon zugeben, dass sie Shiosai mochte. Aber sie war seine Squadleaderin und kannte seine Identität nur durch einen dummen Zufall. Das alles noch durch mehr als eine sanfte Freundschaft zu verkomplizieren wäre wohl mehr als dumm. Daher war im Moment tatsächlich niemand in ihrem Leben, mit dem sie sich eine Beziehung vorstellen konnte. Zumindest keine realistisch tragbare.
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