Atarashi Sho

Naruto RPG # 3 Reiche # FSK 16

Das Atarashi Sho ist ein Rpg Forum das in der Welt des bekannten Anime/Manga Naruto spielt. Wir haben ein FSK Rating von 16, sowie einen FSK18 Bereich. Wir versuchen jedem Mitglied des Forums seine vollsten Möglichkeiten zu gewähren, solange das Konzept in die Geschichte des Forums passt und nichts "zu stark" ist. Unsere Geschichte spielt in einer weit entfernten Zukunft des originalen Manga. Naruto starb vor 1000 Jahren und seit jeher ist vieles geschehen. Die Reiche lebten in Frieden doch dies nicht lange. Kriege die die Welt erschütterten brachten viele Veränderungen und die Reiche überfielen sich nach und nach und so entstand eine neue Weltordnung. Konoha Gakure im Feuerreich nahm das gesamte Blitzreich mitsamt dem Dorf Kumo Gakure ein, Suna Gakure nahm ebenfalls ihren Nachbarn Iwa Gakure und das Erdreich ein und Kiri Gakure? Sie verfielen in alte Gedanken und gründeten erneut den Blutnebel, Chigiri. Wir leben heute, 1000 Jahre nach Naruto´s Tod in schweren Zeiten. Der Krieg ist beendet doch leben wir in einer kalten Kriegsphase. Chikyû jenes Reich das aus Suna und Iwa entstand hat ist das größte Reich. Die Hauptstadt tief unter der Erde verborgen und verbunden durch Tunnel. Konoha Tô das große Dorf des Waldes und letztlich Chigiri das Dorf welches Brutalität und Stärke förderte und einen kleinen Kontinent für sich einnahm.


Team

Saori Junji
Chiyo


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New Beginning / My Savior

Beitrag von Tamagami Yakuro am Sa Apr 09, 2016 5:32 pm

Ein unheimlicher, kalter Wald, irgenwann im Winter. Zwar liegt hier kein Schnee, da wir uns eher im Süden von Chigiri befinden, trotzdem zieht hier schon ein zapfig kalter Wind durch. Die hohe Luftfeuchtigkeit treibt einem schnell die Gänsehaut und den Frost in die Glieder und hinter jedem knorrigen Baum lauert eine - meist tödliche - Gefahr. Wir befinden uns 6 1/2 Jahre in der Vergangenheit, heute ist ein Tag an dem sich ein Schicksal eines fast 20-jährigen von Grund auf verändern wird. Nicht nur das er jemanden vernichten wird, er wird im Zuge dessen auch jemanden retten und dessen Leben für immer verändern.

Spieler:
Tamagami Yakuro&Kotaru
Tamagami Yureitaji - gespielt von Tencha Anda
Zeit: Etwa 6-7 Jahre in der Vergangenheit
Ort: Wald - Südteil von Chigiri

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Re: New Beginning / My Savior

Beitrag von Tamagami Yakuro am Sa Apr 09, 2016 6:40 pm

Es war Winter in Chigiri, nicht der beste Zeitpunkt um sich in einem Wald aufzuhalten in dem der Wind einem schneller eine Frostbeule bescheren könnte als sonst wo. Eine noch schlechtere idee ist es sich nahe des Wassers aufzuhalten und noch dümmer wäre es sich ins Wasser zu begeben. Doch inmitten dieses Sumpfigen Gebietes, ab es eine Klippe an der ein Wassfall herabstürzte und einen kleinen Teich erschaffen hatte. Mehrere hundert Meter war hier zwar alles unter Wasser gesetzt und man sank mit seinen Füßen schnell ein, doch zumindest hatte man hier seine Ruhe. Seit einpaar Tagen war Yakuro auf den Weg zurück nach Chikyû - er musste zurück zu seinem Clan, auch wenn ihm dies nach 4 Jahren mehr als nur wiederstrebte. Aber es musste sein. Warum ihm dies gerade dann einfiehl wenn er sich doch am südlisten Punkt des Kontinents aufhielt und es sicher ein Jahr oder mehr dauerte um zurück zu kehren? "Yakuro!" Er hörte die Stimme des blondhaarigen nicht, steckte sein Kopf doch unter dem herabpreschenden Wasserfall. Das Wasser rann seinen nackten Oberkörper herab, die Arme stützte er an der Felswand gegenüber ab, die Finger zu Fäusten verkrampft und mit einem mehr als nur vor schmerzen verzerrtem Gesicht stützte es seinen Körper ab. Seine Haut war schon immer recht bleich gewesen und das obwohl er sich nur draußen im freien aufhielt, doch sowas wie bräune suchte man bei ihm vergeblich. Stattdessen sah man etwas anderes an seinem Rücken. Eine bläuliche, ins dunkellila übergehende Verfärbung befand sich auf der Höhe seiner Schulterblätter, zog sich bis zu seinem unteren Rücken und seinen Nacken hinauf. Nein er war nicht blau weil es dumm war in dieser kälte unter einem Wasserfall zu stehen, die kälte interessierte ihn nicht, plagte ihn doch etwas gänzlich anderes. Das Noroi hatte sich bei ihm ausgebreitet, eine Krankheit die nur im Clan der Tamagami zu finden war und mehr als nur gefürchtet wurde. Yakuro befand sich in einem Zustand der Krankheit die nur einen Schritt davon entfernt war wirklich gefährlich und tödlich für ihn zu werden. Wieso hatte er diese Krankheit? Vor ein paar Tagen hatte er ein Leben beendet was niemals wieder auferstehen hätte sollen. Yakuro hatte seinen eigenen Shinrei Geist getötet, durch die Waffe in die sich Kotaru verwandeln konnte war sein alter Geist gestorben und das Noroi war das letzte Geschenk was Sora ihm gelassen hatte. Diese Frau war so böse gewesen das es ein wunder war das sie zu keinem Akuma geworden war, doch wer konnte ihr da Vorwürfe machen. Viele sahen sie wohl als böse an, doch eigentlich war sie das nicht wirklich gewesen, sie war einfach anders, hatte einen anderen Kopf und ein anderes Bild von dieser Welt gehabt. Trotzdem hatte sie sterben müssen, sie hatte ihn zu Sachen getrieben die er niemals hätte tun sollen, die in dieser Welt nicht richtig waren. Sie hatte ihn zu einem Mörder gemacht und hatte ihn gezwungen sich gegen seinen Clan zu stellen. Noch immer begriff er nicht wie das passieren konnte, wie sie ihn so sehr manipulieren konnte das er es selbst nicht gemerkt hatte wie falsch alles war. Erst Kotaru hatte ihn zur Vernunft gebracht und der daraußfolgende Konflikt hatte ihn krank gemacht und hatte ihn gezwungen Sora zu töten. Mit einem Schmerzvollen stöhnen drückte er sich von der steinigen Wand fort, watete mit schweren Schritten durch das Wasser und kletterte in eine Höhle in der sich auch Kotaru aufhielt. "Hier." Der blonde reichte ihm ein ein dickes Wolltuch in das sich der schwarzhaarige sofort einhüllte. Er lies sich erschöpft vor ein Feuer fallen, wärmte seine Füße und vertrieb nach und nach die Steifheit aus seinem Körper. Besorgt lag der Blick von Kotaru auf seinem Meister. Er wusste das er Schuld an der ganzen Sache war, doch er wusste auch das es richtig gewesen war so zu handeln, er hatte Yakuro retten müssen, es war seine Pflicht als sein Shinrei ihn zu schützen und ihn zu dienen und wenn er dafür über Leichen gehen musste. Doch Yakuro so zu sehen schmerzte Kotaru, weshalb er sich mit einem leisen seufzen neben ihm niederlies. "Wird es besser?" Fragte er und legte Holz nach. Die kälte betäubt den Schmerz zumindest... ich glaube aber es ist zurück gegangen. "Das ist gut." Der Shinrei griff in eine Stofftasche und zog etwas Trockenfleisch hervor, dieses reichte er Yakuro, der es dankend annahm. "Wie lange dauert es bis nach Chikyû?" Yakuro riss ein Stück Fleisch mit seinen Zähnen ab, kaute das gummiartige Essen und wog innerlich ab wie lange es wohl dauern würde. Mit meiner Orientierung... Monate, vielleicht ein halbes Jahr. Nach diesen 4 Jahren des reisens und des Mordens hatte er davon abgesehen die Öffentlichen Mittel zu nutzen, viel zu groß war die Gefahr erkannt zu werden, angegriffen zu werden oder einem Akuma zu begegnen der ihn infizieren wollte. Also lief er - immerhin konnte er das inzwischen gut, nur mit seiner Orientierung klappte es nie, er lief oft im Kreis oder verlief sich komplett was ihm die Rückreise zum Clan sehr schwer machen würde - und das in seinem Zustand. "Das ist lang... Yakuro ich weiß nicht ob -" Mach dir keine Sorgen - das wird. Danach verfielen die beiden ins Schweigen, Yakuro aß noch sein Fleisch um sich danach etwas hinzulegen um das Noroi noch etwas mehr auszukurieren.
Seine Träume waren geplagt von Akumabesuchen, von Gesichtern die er getötet hatte, aber vorallem suchte ihn Sora wieder heim, lies ihn schweiß gebadet aus dem Schlaf fahren. Keuchend lag er in der Wolldecke auf dem unebenen Boden, das Feuer rauchte noch immer neben ihm, bewacht von Kotaru - gut das Shinrei nicht unbedingt schlafen mussten. Der schwarzhaarige rieb sich seinen Kopf, richtete sich auf und ging ohne einen Ton zu sagen nach draußen, warf sich von dem Teich Wasser ins Gesicht und lies etwas seinen Rücken herab laufen. Die Kälte des Wassers rüttelte ihn sofort wach, lies seinen Blick durch das sumpfgebiet schweifen. Es war ruhig, keine Vögel waren zu hören, sogar der Wind hatte aufgehört zu pfeifen. Plötzlich überkam ihm ein stechender Kopfschmerz, liesen seine Hände an seinen Kopf wandern um ihn zu stützen. Ein lautes rauschen trat in seine Ohren und er musste sich zusammenreisen nicht die kontrolle über seinen Körper zu verlieren. Er kniff seine Augen zusammen, biss die Zähne aufeinander und kämpfte gegen das Stechen an. Das Rauschen in seinem Kopf wurde immer lauter, so laut bis er auf einmal etwas anderes hören konnte als das rauschen. R....ette...... ihn..... Ya......ku.....ro - es.... w....ar...... ih...r.... le...tz...er.. Wu....nsch Deutlich konnte er die Präsenz eines Shinrei spüren, riss die Augen auf und scannte mit seinem Shinrei no Me die Umgebung, doch er konnte nichts erkennen, keine Gestalt, kein weißer flauschiger Shinrei ohne Form, kein Körper, kein Tier, nichts, doch die Präsenz war noch immer da, hallte in seinem Kopf wieder und lies ihn fast panisch um sich sehen. Was zum-... Mit einem Schlag waren die Schmerzen verschwunden, ebenso wie das rauschen und auch sein Rücken fühlte sich leichter an. "Yakuro alles okey!? - Oh man - sieh nur das Noroi ist kleiner geworden!" Kotaru war total überrascht, er wusstenicht ob er über die Reaktion seines Meisters besorgt sein sollte, oder sich über das zurückgehende Noroi freuen sollte. Keuchend stand Yakuro da, sah sich noch immer um, wusste nicht genau wie er das eben erlebte einordnen sollte. Wen soll ich retten? Wer war das? Von weitem konnte er Stimmen hören, richtete seine kalten blauen Augen in eben diese Richtung. Auch Kotaru hörte es, es waren Schreie, es hörte sich so an als würde jemand verfolgt werden, als würde es in der ferne einen Kampf geben. "Menschen, die von Akuma besessen sind." Kota konnte sowas besser spüren als er. Gefährliche Leute näherten sich, also musste er wohl gleich zu den Waffen greifen um sich zu verteidigen. Schnell drehte er sich auf dem Absatz um, ging zurück in die Höhle und warf sich seinen dunkellilanen Yutaka um, band seine Haare zurück und versiegelte seine Tasche in seinem Arm. Schau nicht so - da kommen Akuma und jemand braucht unsere Hilfe. "Jemand braucht hilfe?" Der Junge mit den bernsteinfarbenen Augen war sichtlich irrtiert, doch nickte er nur Stumm, er würde Yakuro überall hin folgen, dafür war er schließlich da. Komm zu mir Jakki! Und der blonde Junge verwandelte sich in ein schlichtes, aber edles Katana und landete in seiner rechten Hand. Keine Sekunde später stürmte der Einzelkämpfer los, in die Richtung aus der er die Stimmen gehört hatte.
Es dauerte nicht lange bis er die die Strecke überwunden hatte. Er konnte schon von weitem die schwarzen Akuma Dämonen erkennen, nicht einmal er würde sich auf dieser kurzen Strecke verlaufen können. Bereit? "Immer." Doch noch bevor er die Verfolgungsszene erreichen konnte, trat wieder dieser Schmerz in seinen Kopf, er erwartete eigentlich das das Rauschen wieder kam und die Stimme, doch diesesmal passierte nichts dergleichen. Stattdessen sah er diesesmal etwas, er sah die Präsenz des Shinrei Geist die er zuvor gespürt hatte. Er sah ihn nur kurz, sah nur wie er sich über einen kleinen Jungen beugte, ihm über den Nacken strich und die Lippen zu Worten verformte die er nicht hören konnte. Danach löste er sich auf und das verschwinden des Shinrei fühlte sich genauso schrecklich an, wie in dem Moment als er Sora getötet hatte. Doch diesesmal lies er sich davon nicht beirren, seine hellblauen Augen lagen auf den kleinen Jungen, er durfte nicht älter wie 6 Jahre alt sein, doch seine Haarfarbe und seine Gesichtszüge und der Punkt das ihm ein Shinrei für einen Moment zur Seite gestanden war und das er von Akuma verfolgt wurde, sagte nur eins - dieses Kind war ein Tamagami. Finger weg von meinem Clan. Er hob seine linke Hand, formte das halbe Tigerzeichen mit dieser um danach die Waffe Jakki zu erheben. Ihr die das Reich unzähliger Götter entweihen, ihr gewaltigen Akuma, gibt euch Yakuro geschlagen, gebt euch Jakki geschlagen. Ich befehle euch, ihr unreinen Seelen - weicht! ZAN! Mit einem gewaltigen Satz sprang er in die Masse, die Klinge von Jakki glitt durch die Akuma, woraufhin sie unter schmerzvollen Gebrüll in lauter kleine Fetzen gerissen wurden. Einige der Gestalten verschwanden, doch gingen auch Menschenkörper zu Boden, die allerdings keine offenen Wunden aufwiesen. Shinrei waffen waren nur auf spiritueller oder auf naturenergiebasis wirksam, sie schnitten kein Fleisch, sie zerschnitten nur die Geister und konnten Chakrabahnen angreifen. Vermutlich hatte er einen Chakraknoten durchtrennt, wenn es der Herzknoten gewesen war würden sie bald sterben, doch das war ihm ziemlich egal im Moment. Da es noch immer nicht vorbei war und noch mehr Akuma auf ihn zu kamen, wand er sich zu dem Jungen, griff um seine Taille und warf ihm sich über die Schulter, rutschte mit seinen Schuhen über den matschigen Boden und wollte sich erstmal von den den Akuma entfernen und besseres Gelände erreichen.

Jutsu:
Zan - Zerreisen
  Rang: C
  Reichweite: Nah
  Chakrakosten: wenig
  Voraussetzung: Exorzisten Ausbildung, Shinrei Waffe
  Beschreibung: Hierbei verwendet Yakuro die Waffe Jakki um Akuma zu bekämpfen. Zan ist hierbei eine Waffentechnik mit der es ihm möglich ist die Akuma oder andere böse geister ganz einfach zu zerschneiden/zerreisen.

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Re: New Beginning / My Savior

Beitrag von Tencha Anda am Sa Apr 09, 2016 8:55 pm

Wie in einem Geisterwald wurde die Landschaft hier von Stille und Einsamkeit durchflutet. Doch da war noch etwas anderes, dunkle Gefühle schienen sich hier zu sammeln. Hinter jedem der knorrigen und im eiskalten Wind ächzenden Bäume vermutete der kleine Junge einen Akuma, doch bislang waren sie ihm noch ferngeblieben. Knietief watete er durch das Wasser, die klamme Kälte durchzog seine Beine bis in seine Körpermitte, doch der kleine schwarzhaarige Junge spürte sie nicht, auch nicht den Wind der an der nassen Kleidung zerrte. Es war keine gute Idee gewesen im Winter durch diesen Teil vom Blutnebelreich zu ziehen, schon gar nicht mit gerade einmal sechs Jahren und dieser Bekleidung. Nichts weiter als der dreckige T-Shirt und der geschundenen Hose trug er am Leib. So etwas wie Ausrüstung würde man bei ihm nicht finden. Vor etwa einer Woche, vielleicht war es auch schon länger her, hatte das Mädchen ihn verlassen. Sie waren schon immer auf sich alleine gestellt gewesen und egoistisches Denken in ihre Köpfe gepflanzt worden. Wäre er älter gewesen, hätte er das erwartet, dass es irgendwann so kommen würde. Doch mittlerweile hatte sich der kleine dunkelhaarige Junge an sie geklammert gehabt. In dieser ihm komplett fremden Welt fühlte er sich nicht wohl. Alles war anders. Selbst böse Geister gab es hier draußen seltener oder vielleicht war es nur das Gefühl der guten Geister die es abschwächten. Eines der Kinder die ihn fortgenommen hatten, war bereits seit langem tot, das andere sonst wo. Alleine in einem Dorf gelassen, hatte er sich zunächst in eine dunkle Gasse verkrochen. Die Dunkelheit war ihm lieber als die hellen Straßen auf denen es von Erwachsenen nur so wimmelte. So ganz hatte er bis heute nicht verstanden warum es dort so viele große Leute gab wie Hidô oder seine Mutter. Bei ihnen hatte es immer nur ihn und ein paar Frauen gegeben und die Kinder von denen mittlerweile die meisten tot waren. Er hatte zurück gewollt, schon von Anfang an gar nicht aus seiner Welt weg gewollt, die zwar die Hölle gewesen war, doch da hatte er gewusst, was er tun musste, wie er sich zu verhalten hatte und was aus ihm wurde. Hier war alles furchtbar fremd. Zurück zum Holzhaus – dieser Gedanke beseelte ihn seitdem seine Schwester ihn zurückgelassen hatte. Doch wie würde er jemals in diese Hölle zurückkommen? Es hatte in einem dunklen Wald gestanden, das wusste er noch von der Flucht, aber nicht mehr wie man von diesem Dorf aus dorthin kam.
Ziellos war es durch die Landschaft gelaufen bis er erschöpft am Rande dieses Waldes im Süden angekommen war. Seine nackten Füßen wiesen zahlreiche Schrammen auf und seine Finger umgegriffen den jeweils anderen Arm um sich so zumindest etwas warm zu halten. Seine Geschwister hatte ihn mit über den Winter gebracht und zumindest in irgendwie warm halten können. Doch hier draußen, nun war nur noch er da. Angst überkam ihm immer wieder. Sicher würde er bald sterben, schwach kam er sich vor und damit würde es auch verdienen. Wenn er bei seinem Vater tatsächlich ankommen würde, würde er sicher bestraft werden. Dafür, dass er weggelaufen war, dafür, dass er nicht gekämpft hatte und dafür, dass er erst jetzt zurückkam. Doch diese Angst vor einer Strafe welche ihn immer erzittern lassen hatte war rein gar nichts gegen das Gefühl der Kälte und das Gefühl dem Tode bald ins Auge sehen zu müssen. Es gab keine Rettung für ihn, seine Geister egal ob gut oder böse konnten ihm nicht helfen. In der Stadt versteckte er sich aus Angst vor allem was dort war und hier draußen gab es niemanden der lebte. Und selbst wenn, warum sollte man einem Schwachen helfen? Das verdienten sie erst gar nicht.
Zitternd schritt er weiter in dem Gefühl sicher bald das alte Holzhaus erkennen zu müssen. Der Wald fühlte sich an wie der richtige, doch damals hatte es nicht so viel Wasser gegeben. Allerdings waren sie auch bei herabfallenden Blättern geflohen, was einige Zeit her sein musste, so kalt wie es momentan war. Damals hatten sie noch ohne Decken draußen schlafen können. Er war so müde, konnte es nicht endlich kommen? Durch die Erschöpfung stolperte er über einen Stein und fiel der Länge nach ins eisige Nass. Nur mit Mühe schaffte er es die Kraft zu sammeln aufzustehen und nicht hier liegen zu bleiben. Die Verlockung war groß, dann hätte es ein Ende. Aber Hidô würde auf ihn warten und sein Vater hasste es warten zu müssen. Einige Kinder hatte er alleine nur deswegen kämpfen lassen.
Manchmal hörte er die Stimme von Natsu, dem Shinrei Geist seiner Mutter. Eigentlich war auch er wie sie bereits gestorben, aber seit dem er wieder beschlossen hatte zurück in die Hölle zu gehen, hörte er sie. Manchmal sprach er ihm gut zu und es fühlte sich wie eine Decke an, die man über ihn legte. Andererzeit fühlte es sich wie eine Wand an, die ihn hindern wollte in diese Richtung weiter zu gehen. Doch all das würde er sich nur einbilden, immerhin konnten selbst Shinrei Geister nach ihrem Tod nicht mehr da sein oder? Aber er sah ihn doch, oder bildete er sich auch das ein?
Nun war auch ein Teil seines Shirts nass und seine linke Hand an der Innenfläche zeigte einen blutigen Strich. Er war beim Fallen auf einen spitzen Stein gekommen und musste sie sich daran leicht aufgeschnitten haben. Mit mittlerweile wackeligen Beinen, setzte er sich auf ein Stückchen Rasen, das nicht komplett unter Wasser stand, wohl weil es etwas höher angelegt war. Er zog die Beine an seine Brust, legte den Kopf auf die Knie und umfasste sie mit seinen Händen. Es war so kalt und sein Magen knurrte bereits wieder. Die paar Beeren waren wohl nicht ausreichend gewesen. Bald bin ich wieder da – wiederholte er immer wieder in Gedanken. Ein Versuch sich von den Gedanken und der wieder aufkeimenden Angst abzugrenzen. Sein müder, trauriger Blick war auf den Boden gerichtet. Tröstende Worte waren nahe seiner Ohren zu hören und er hatte das Gefühl, dass sich jemand über ihn beugte und über seinen Nacken strich. Da war es wieder, dieses Gefühl der Decke, wenn er sich einbildete das Natsu noch immer bei ihm weilte. Es tat gut in diesem Moment, sodass er die dunkle, noch kältere Aura nicht wahrnehmen wollte und durch den gesenkten Blick die schwarzen Akuma nicht sah. Doch als es immer deutlicher wurde, erhob er seine Augen und sah wie sich eine schwarze Masse vor ihm zu manifestieren schien, nicht wie ein physischer Körper aber er war für einen Tamagami sichtbar. Grotesk und angsteinflößend für jeden der einen solchen nicht bereits einmal gesehen hatte. Doch in Hidôs Hölle und der Außenwelt hatte er bereits einige gesehen und hier war es nur eine Zeit gewesen bis ihn auch in diesem Wald einer begegnet wäre. „ Hallo.“ brüchig klang die Stimme des Jungen als er seinen Mund öffnete als wäre der Akuma ein Shinrei, hätte eine eigene Persönlichkeit und würde ihm sicher nur gutes wollen. Doch im Grunde wusste er, dass es sein eigener Tod sein würde, wenn er nun nicht kämpfte. Ein Akuma, das könnte er schaffen. Nur ein Akuma. Ein kleiner, sicher kein starker. Mit einer langsamen Bewegung richtete er sich auf und machte sich dafür bereit den Dämon zu versklaven. Als Akuma-Adept tötete er nicht wie die Shinrei-Anbeter sondern nutzte sie für seine Zwecke. Sicher würde er ihn auch als Waffe gebrauchen können, er hatte doch sowieso nichts zum Verteidigen. Doch ein Gefäß, hatte er ein Gefäß? Ein suchender Blick ehe er nach einem Stein auf den Boden griff. Der würde gehen. Bestimmt.

Schreie hallten durch den Wald, während er versuchte gegen den Akuma anzukämpfen. Er hatte sich angemaßt ihn unterwerfen zu wollen und wie jeder böser Geist wehrte sich auch dieser gegen ihn. Wenn das so weiter ging, würde er wie seine Mutter an einer Noroi Infektion sterben. Erschöpft und nicht mehr zum Kämpfen bereit, hatte sich Yurei wieder zusammengekauert und wollte nur noch alleine sein oder dass sie ihn tötete. Aber diese Qualen in seinem Kopf sollten aufhören. Stumm rannen Tränen an seinen Wangen hinab, während seine Hände seinen Kopf hielten. Dieses Gefühl von Trost von Natsu kehrte zurück, während sich mehr und mehr Akuma um ihn versammelt hatten. Es vertrieb ein wenig die Todesangst in ihm. Wenn er schon zu schwach war auch nur einen Akuma zu bändigen, dann verdiente er wohl tatsächlich nicht zu leben. Er würde ihnen hier in diesem kalten Wald erliegen. Die Worte von Natsu erreichten ihn nicht, er nahm sie nur am Rande war, spürte jedoch deutlich seine Berührung an seinem Nacken, so wie es seine Mutter am Anfang immer getan hatte bis sie sich mehr und mehr von ihm distanziert hatte. Natsu war immer bei ihm geblieben und hatte es stattdessen übernommen, wenn er Schmerzen gehabt hatte von Bestrafungen oder es ihm anderweitig schlecht ergangen war. Er würde sicher auch bald da sein wo sie alle waren und damit würde es ein Kind von Hidô weniger auf dieser Welt geben. Vielleicht war es gut so, dann entging er weiteren Schmerzen. Doch plötzlich war es gänzlich weg. Es fühlte sich diesmal nicht so an als wenn er einfach für einen Augenblick ging. Wie ein Schmerz durchfuhr es ihn wie damals als der Shinrei Geist gestorben war, zu sehr waren sie verbunden gewesen. Sie ließen ihn aufschauen. Noch immer war er von all den Geistern umgeben, er wusste nicht warum sie nicht angegriffen. Natsu war nicht da, wie er es sich gedacht hatte. Dafür erklang jedoch eine andere Stimme von weit her. Diese Worte… kämpfte da jemand gegen die Akuma? Konnte jemand anderes sie sehen? Konnte jemand anderes hier sein? Doch noch eher er jemanden genaues ausmachen konnte, zerplatzte bereits einer der Akuma. Sein Körper zuckte, war es doch jener gewesen, welcher er an sich gebunden hatte. Doch es gab keine Zeit darüber nachdenken, denn im nächsten Moment umgriff ihn bereits jemand, er wurde über eine Schulter geworfen. Schwarze dunkle Haare, eine groß gewachsene Statur und diese kalte Stimmlage. „ Oto-sama?“ brachte er schwach heraus. War sein Vater wirklich gekommen? Um ihn zu retten, würde er also doch leben? Aber er war doch nur eine schwache Kreatur. Seine Augen füllten sich mit Freude gleichermaßen wie Furcht vor dieser Person. Hidô rettete ihn. Doch seit wann konnte dieser Geister sehen? Aber es galt nicht, solche Sachen zu hinterfragen. Denken überließ man anderen. Er wehrte sich nicht gegen Yakuros Griff, zu müde wäre er dafür gewesen, doch der eigentlich Grund war eher der Umstand, dass er früh gelernt hatte, dass niemand die Hand gegen Hidô erheben oder ihm wiedersprechen durfte. Wenn sein Vater dies für richtig hielt, dann war es das auch. „ Sumimasen gozaimasu, Hidô-sama. Ich war zu schwach, bin weg gelaufen, aber ich wollte zurückkehren, wirklich.“ Unverständnis war in seiner Stimme zu hören, warum rettete er ihn? Er war doch schwach, warum ließ er ihn nicht sterben? Wollte er ihn in der Arena sterben lassen? Ja das musste der einzige logische Grund sein, die einzige Erklärung die einen Sinn machte.

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Re: New Beginning / My Savior

Beitrag von Tamagami Yakuro am Sa Apr 09, 2016 10:06 pm

Die zerbrechliche Stimme des Jungen drang an sein Ohr als er ihn sich über die Schultern legte. Wie hat er mich gerade genannt? Der Junge war leicht wie eine Feder, für einen Moment wunderte er sich das er überhaupts noch atmete so unterernährt wie er war. Doch bevor ich sich weiter wundern konnte musste er die restlichen Akuma loswerden, dann könnte er sich mehr Gedanken um seinen Clan Sprössling machen. Die sind verdammt hartnäckig. Sie hingen ihn an den Fersen, verfolgten Yakuro durch den Wald, irgendwas wollten sie von ihm, war der Junge so kostbar für die Dämonen? Er spürte wie sich die Finger des Tamagami Jungen in seinen Stoff gruben und er sich für etwas entschuldigte was er nicht verstand. Er war weggelaufen? Das würde zumindest erklären wie ein Tamagami-Kind hier her kam, wobei er nicht wüsste das sich im Moment eine Familie in Chigiri aufhielt. Wo kommst du nur her? Bleib ruhig. Er spürte wie es dem Kind schlecht ging, es war erschöpft, die Kleidung strotzte nur so vor Dreck und das letzte mal Baden war wohl auch einige Wochen her. Mit seine, linken Arm hielt er den Jungen auf seiner Schulter, achtete darauf ihn nicht zu verletzten oder ihn noch schlimmer durchzuschütteln. Seine Schritte trugen ihn weiter durch den Wald, bis er wieder in der Nähe des Wasserfalls und der Höhle war in der er zuvor gerastet hatte. Riecht..... so gut... Fressen.... wir.... ihn. Yakuro warf einen Blick über seine Schulter, stellte fest das es noch mehr Akuma geworden sind. Die roten Augen glühten gierig, immer wieder streckten sie ihre Arme nach den beiden aus, doch noch gelang es ihm ihnen auszuweichen. Dieser Wald ist verflucht - das hier ist die Hölle! Plötzlich schien es so als würden aus sämtlichen Ecken des Waldes ein Akuma kletter, als hätten sie nur darauf gewartet das er hier auftauchte um ihn auf die Dämonische Seite zu ziehen. Alleine hatte er keine Chance gegen diese Masse. Seine Gedanken fingen an zu kreisen, was wäre nun die beste Lösung? Einen Schrein gab es hier in der Nähe nicht, das einzige was im jetzt helfen könnte wäre. Das Wasser.... es ist verdammt riskant aber unsere einzige Chance. Mit einem gewaltigen Satz sprang er über Steine und Wurzeln, kam stolpernd an dem kleinen Teich an und rannte mithilfe des Chakras über die OBerfläche des Wassers, kam in der Mitte des Sumpfigen Teiches zum stehe. Sein Brustkorb hob und senkte sich gewaltig, in seiner rechten hielt er Jakki erhoben in die Richtung der Akuma die wie ein gigantischer Tsunami auf ihn zugeschossen kamen. Gerade als er schon befürchtete sie würde über das Wasser zu ihm herankommen, stob die schwarze Wand auseinander, die Akuma verteilten sich um das Ufer herum und wurden komplett abgebremst. Allerdings gierten sie noch immer nach den beiden Tamagami, versuchten zu ihnen zu gelangen, allerdings ohne Erfolg. "Du bist verrückt." Kam es nur von Kotaru als der schwarzhaarige Shinrei-Anbeter erleichtert ausatmete. Das war knapp. Er wusste nicht wie lange das Wasser die Akuma abhalten würde, doch fürs erste hatte er etwas ruhe und konnte sich einen Plan zurechtlegen wie er sich um diese Masse am besten kümmerte. Mit dem Jungen im Arm schritt er auf die Höhle zu, begab sich hinein und lies das dunkelhaarige Kind zurück auf seine Beine. Nur gut das er zuvor so überstürzt aufgebrochen war, so brannte das Feuer noch und er könnte sich ewas aufwärmen. Allein das kurze tragen auf seiner Schulter hatte ihn spüren lassen wie ausgekühlt sein Körper doch war. Setz dich ans Feuer und rühr dich nicht - ich bin gleich wieder da kleiner. Seine Stimme klang recht kühl, doch seine sehr hellen blauen Augen lagen mit einer gewissen besorgniss auf dem Jungen. Er würde ihn viel fragen müssen und er hoffte das er ihm keine weiteren Probleme bescherte als wie jetzt schon mit den ganzen Akuma. Yakuro wand sich wieder zum Ausgang, setzte sich dort im Schneidersitz auf die kalten Steine und legte sich Jakki in den Schoß. Yakuro schlug seine Handflächen aneinander, machte seine Augen zu und fing an einen Text aufzusagen. Glorreichster Fürst der himmlischen Heerscharen, verteidige uns im Kampfe gegen die Fürsten und Gewalten, gegen die Weltherrscher dieser Finsternis, gegen die bösen Geister unter dem Himmel. Erhöre meine Stimme und führe die Waffe unter deinem Segen. Lass uns erfolgreich sein und banne diese bösen Dämonen von dieser Erde. Bringe Frieden über die ruhelosen. Als wäre er in Trance erhob er sich und nahm das Katana wieder zur Hand, fuhr mit Zeige und Mittelfinger seiner linken Hand über die Klinge, öffnete seine Augen und fixierte die Akuma am Ufer des Teiches. Dies ist die heilige Waffe, Vollstrecker der unreinen und Schlächter der Bösen. Sein Wille geschehe und ich werde Siegen. Plötzlich sah es so aus als würde Yakuro mit der Umwelt verschmelzen, sein Körper bewegte sich so schnell und lautlos um das Ufer das man kaum ausmachen konnte wo er sich gerade befand. Das einzige was man immer mal wieder sah, waren Löcher die in die Mauer der Akuma geschlagen wurden. Seid gebannt ihr Gottlosen! Plötzlich löste sich alles in Luft auf, man sah wie sich alle Akuma zu einem schwarzen Strom zusammenfügten, hoch in den Himmel schossen und sich in alle Himmelsrichtungen verteilten. Hätte er zu seiner Clan Ausbildung nicht noch die Exorzisten Ausbildung bei seiner Mutter hinter sich gebracht, hätte er das alles wohl nie geschafft, doch die Kombination aus Tamagami und Exorzismen, war im Kampf gegen Akuma einfach unschlagbar. Es kostete ihn immer eine immense Konzentration eine so große Masse zu bannen, doch er würde nun für die nächsten Wochen ruhe vor diesen Dämonen haben, soviel war sicher. Kehr zurück Kotaru. Damit verwandalte sich das Katana in seiner Hand zurück in den Jungen mit den blonden Haaren. Yakuro und Kota sahen beide ähnlich fertig aus, schnauften und rieben sich mit dem Handrücken über die Stirn. Ja ich bin verrückt.... schon gut lass uns zu dem Jungen. "Was glaubst du Yakuro, woher kommt er?" Ich weiß es nicht - aber nach der Masse der Akuma zu urteilen muss es ein schrecklicher Ort gewesen sein. "Was machen wir mit ihm?" Yakuro schwieg auf diese Frage. Er selbst wusste nicht wie man sich um ein Kind kümmerte, er hoffte nun einfach das er ihm sagen würde wo seine Familie war, dann könnte er ihn zurückbringen. Doch so wie der Junge ausgesehen hatte und in welchem Zustand er sich befand erschien ihm diese Hoffnung sehr gering. Kurz wusch er sich sein Gesicht in dem Teich und rieb sich die Hände sauber, danach machte er sich auf den Rückweg in die Höhle, entsiegelte beim laufen den Beutel aus seinem Arm und warf diesen in eine Ecke der Höhle, fing kurz daraufhin an sich seinen Yutaka auszuziehen, da dieser bereits wieder feucht war. Für einen Moment ignorierte er den Jungen, erst als er zufrieden mit seinem eigenen Befinden war lies er sich neben ihn nieder, der sich wirklich brav an seinen Befehl gehalten hatte und vor dem Feuer saß und sich wärmte. Aus dem Beutel zog er die Wolldecke von der Nacht, legte sie sich um die Schulter und winkte den Jungen zu sich. Er wusste nicht ob er Angst hatte, aber er meinte sich zu erinnern das er sich bei ihm entschuldigt hatte und ihn "Oto-sama" genannt hatte. Wo genau kommst du her? Was hast du alleine da draußen gemacht? Fragte er ihn frei heraus, holte ihn unter die Decke und legte seine Hände an seine kleinen dünnen Ärmchen. Warum er so liebevoll zu einem kleinen Kind war? Er gehörte zu seinem Clan und sein Clan war Yakuro das höchste, es gab nichts über seinen Clan und ein kleines Kind würde er niemals im Stich lassen. Kotaru legte wieder etwas Feuer nach, neigte seinen Kopf leicht zu dem Jungen um ihn sich genauer anzusehen, gesellte sich dann zu den beiden und zog einen Apfel aus dem Reisebeutel. "Du siehst hungrig aus und erschöpft, iss doch was. Hab keine Angst, ich bin Kotaru, wie heißt du?" Er und der blonde waren ein eingespieltes Team, Yakuro war nicht so dumm um selbst nach den Namen des Kindes zu fragen, immerhin schien es verschreckt und verstört zu sein und hielt ihn obendrein noch für seinen Vater. Er wusste nicht ob es gut kommen würde ihn dann nach seinen Namen zu fragen, also überließ er das dem blonden und tat fürs erste einfach so als wäre er sein Vater.

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Re: New Beginning / My Savior

Beitrag von Tencha Anda am Sa Apr 09, 2016 11:07 pm

Aus Angst hinunter zu fallen krallten sich seine dünnen, kleinen Finger in den Stoff des dunkelvioletten Yukatas seines Retters. Die ruhige Stimme hatte ihm gesagt, dass er ruhig bleiben sollte. Wahrscheinlich waren diese Worte tröstend gemeint, um ihn zu versichern, dass alles wieder gut werden würde, doch für Yurei kamen sie einem Befehl gleich seinen Mund zu halten, still in seiner Position zu harren. Ängstlich zog er seine Lippe zwischen die Szene, befürchtete er doch Ärger zu bekommen, nur weil er sich versucht hatte rechtzufertigenoder aber für das was er getan hatte. Doch zu sehr schien Yakuro mit dem Kampf gegen die Akuma beschäftigt zu sein. Er spürte die Bewegungen des Körpers, während er von ihnen weglief, weiter in den den Wald hinein bis der Junge das Geräusch eines Wasserfalls vernehmen konnte. Die ihn übermannende Müdigkeit hatte dazu geführt, dass es ihm ein leichtes war den Worten zu folgen. Er hatte den Kopf etwas angelehnt und sich versucht in der Kleidung des Älteren zu vergraben, nur um ein wenig mehr Wärme zu bekommen. Die Klammheit durch die feuchten Kleidungsstücke steckte ihm immer noch tief in den Knochen und würde wahrscheinlich auch nicht so schnell wieder verschwinden. Aber vielleicht ja das Gefühl des Hungers. Er wusste nicht, ob er etwas von seinem Retter bekommen würde, aber möglicherweise ja. Was für ein gutes Gefühl es sein würde. „ Fressen“ Ja er hatte auch Hunger, doch im Gegensatz zu den Akuma Worten wollten er kein Tamagami Fleisch ein wenig Haferbrei oder Brot würde ihm sogar auch reichen. Immer mehr Akuma mussten es sein, ihre dunkle Aura war stärker geworden und das obwohl sie wegliefen. Wahrscheinlich waren sie nicht schnell genug. Sie hingen an ihm lästige Parasiten. Yureis ganzes Wesen musste sie in Scharen anlocken. Der Wald schien sein Übriges dazu beizutragen.
Ein gewaltiger Sprung, gefolgt von Stolpern ließ ihn aus seinen eigenen Gedanken aufschrecken und nur noch fester vergruben sich die Hände in den Stoff. Er erkannte, dass sie mittlerweile sich auf Wasser befanden, doch waren sie von Akuma umzingelt. Ein erdrückendes Gefühl machte sich breit. Sie würden also gegen sie verlieren? Damit war er also doch an den Punkt zurückgekehrt. Vielleicht war dies auch nur Einbildung, Yurei lag bereits tot auf dem kleinen Hügel und der Akuma würde ihn verspeisen. Doch scheinbar gab es doch noch Hoffnung. Irgendjemand hatte etwas von ‚verrückt‘ geredet und dann ging der schwarzhaarige, ältere Junge auch bereits weiter. Sie liefen in eine Höhle hinein, wodurch er erwartete, dass Dunkelheit ihn umhüllte, doch ein kleines Feuer spendete Licht… und Wärme? Alles an ihm wollte dort hin. Das Gefühl von einer gewissen Geborgenheit durchdrang ihn. Hier zwischen den dunklen Felsen mit der spärlichen Beleuchtung fühlte er sich mehr zu Hause als in der fremden Welt dort draußen. Und gleichzeitig überkam ihn Angst, ein Gefühlswirrwarr, welches er jeden einzelnen Tag gespürt hatte bis zu dem Zeitpunkt an dem das Chaos über sie hineingebrochen war. Chaos, welches ihn aus seinem alten Leben gerissen hatte.
„ Hai, Oto-sama.“ erklang die müde, brüchige Stimme des Jungen erneut, zu leise als das sie an den Wänden wiederhallen würde. Zu schnell war er wieder weg als das Yurei eine weitere Regung ihm gegenüber zeigte. Mit etwas wackeligen Beinen ging er die ersten Schritte auf das vielversprechende Feuer zu, setzte sich so nah es ging an es heran. Erneut zog er die Beine angewinkelt an sich heran und legte seinen Kopf auf die Knie, doch diesmal streckte er seine Hände der Wärme entgegen. Es dauerte bis er überhaupt etwas in ihnen fühlte und die Nähe zum Feuer ließ ihn spüren wie durchgefroren er war, wie nass seine Kleidung war. Die Augen wandte er nicht von dem Feuer ab. Man hatte ihn hierher beordert und er würde diesen Befehl nur allzu gerne ausführen. Die Wärme tat gut, sie war befremdlich, zu lange hatte er solche Hitze nicht mehr gespürt. Vom Eingang her hörte er die Stimme von Yakuro, der Gebete wie seine Mutter einst rezitierte und dann Kampfeslärm. Er schien erfolgreich gegen sie zu kämpfen. Verständlich, jetzt wo er als Schwächling ihn nicht mehr im Kampf behinderte konnte er sich natürlich ohne Probleme den Dämonen stellen. Was war es auch für eine Annahme gewesen, Hidô wäre zu schwach dafür? Nein, wenn dann war er es.
Dumpfe Schritte schallten durch die Höhle und etwas wurde auf den Boden geworfen. Er kam zurück. Ehrerbietungsvoll drehte er seinen Kopf hastig zu dem Jungen, der in seinem Kopf durch das Bild seines Vaters ersetzt wurde, sodass rote statt blaue Augen ihn ansehen würden. Jeder Knochen schien ihm weh zu tun, denn mit der Wärme, war Schmerz wieder in sein Bewusstsein gerückt, den er zuvor erfolgreich verdrängt hatte. Mühsam, aber dennoch schnell, rutschte er auf die Knie um sich vor ihm zu verbeugen. So tat man es doch, nicht wahr? So hatten seine Geschwister es ihm von klein auf beigebracht. Er hatte schon genug angestellt, da durfte er nicht auch noch diese Ungehörigkeit seinem Vater gegenüber zulassen. Sein Blick hob sich erst wieder als er angesprochen wurde. Eine der Hände war erhoben worden, ihn zu sich winkend. Eilig stand er auf und lief zu Yakuro, der mittlerweile in eine Wolldecke gehüllt war, das feuchte Yukata lag nicht weit entfernt von ihm. Wahrscheinlich mochte auch er keine nasse Kleidung auf seiner Haut spüren. Verständlich. Unverständnis, Ehrfurcht und Erschöpftheit waren in seinen Augen erkennbar mit denen er zu ihm hochsah, als er ihn unter die Decke geholt und mit seinen Händen seine dünnen Arme umschlossen hatte. Die Flucht und das Leben alleine hatten seinen Körper ausgemergelt und so war es ein leichtes für einen Erwachsenen sie zu umgreifen. Die Wärme des anderen Körpers und die der Decke fühlten sich besser an als alles andere in seinem Leben, was er je gespürt hatte. Aber warum tat er das? Solche Zuneigung hatte er noch nie von seinem Vater bekommen, kein Kind hatte sie bekommen und zumal… er verdiente sie doch gar nicht. Aber einer Frage von ihm hatte man zu antworten. „ Nach dem Kampf haben Hikari und Kenji mich mitgenommen, wir sind umher gereist… durch einige Dörfer und Wälder. Aber ich wollte das gar nicht. Mein Bruder ist bereits tot und meine Schwester hat mich letztendlich zurückgelassen… Ich wollte zurück, doch ich wusste nicht mehr wie ich zurückkomme.“ Er würde ja wissen, wohin er gewollt hatte. Vielleicht erhoffte er sich sogar, dass man ihn nicht bestrafte, wenn er nur gut genug betonte, dass er nicht hatte weglaufen wollen. Das Geräusch von Holz ließ ihn aufhorchen. Ein blonder Junge hatte Holz nach geworfen. Er war keines der Geschwisterkinder. Einen der älteren hätte er schlecht übersehen, doch an ihm war auch etwas komisch. War er ein Shinrei? Zumindest hatte er ihm gegenüber das Gefühl wie bei den Geistern seiner Mutter. Als er dann jedoch anfing ihn direkt anzusprechen und ihm sogar einen Apfel hinzuhalten, zuckte er kurz zusammen. Noch mehr von dieser Freundlichkeit. All das verwirrte den Jungen. Bevor er jedoch das Obst entgegennahm oder den Mund aufmachte, blickte er fragend zu Yakuro hoch als würde er um Erlaubnis bitten mit diesem ‚Fremden‘ zu reden, doch viel eher interessierte es ihn, ob der andere ihn auch wahrnahm oder wie er auf ihn reagierte. Er konnte doch nicht zu Hidô gehören, oder? Würde er dann nicht etwas von ihm wissen?
Zögernd klaubte er die Hände unter der Decke hervor, streckte sie nach dem Apfel aus und umschlossen ihn dann gierig. Hastig biss er in ihn hinein, so als hätte er noch nie etwas gegessen. Sein Magen knurrte zur Bestätigung. Er wusste nicht genau, was er da aß, aber es schmeckte sehr gut. Bevor er jedoch einen weiteren Bissen hinunter schluckte, würde er Kotaru antworten. „ Yureitaiji.“ ließ er seinen Namen verlauten und biss erneut in die köstliche Frucht. Ihr Saft war nicht so gut wie Wasser aber es erschien ihm als wäre es Trinken und Essen zu gleich.

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Re: New Beginning / My Savior

Beitrag von Tamagami Yakuro am So Apr 10, 2016 3:33 pm

Kaum hatte er die Höhle wieder betreten, warf sich der kleine Junge vor ihm auf die Knie, verbeugte sich vor den älteren so tief wie man es eigentlich nur bei den ehrenwerten Alten getan hatte. Irritiert von der Reaktion des jünglings sah Yakuro kurz zu den blonden Kotaru, dieser zuckte nur mit seinen Schultern, woraufhin sich der dunkelhaarige über den Nacken rieb. War der Junge ihm so dankbar das er ihn gerettet hatte? Oto-sama- Hallte es in seinem Kopf wieder, so hatte er ihn vorhin genannt. -sama, Yakuro-sama! Die Stimme von Sora fuhr in seinen Geist, lies ihn erschaudern und seinen feuchten Yutaka einfach zu Boden fallen. Etwas steifer als zuvor war ging er nun zu dem Jungen herüber, holte ihn unter die Decke und merkte die skepsis und die Verwirrung die von ihm ausging. Auf seine Frage hin antwortete er, erzählte ihn von seinen Geschwistern, das sein Bruder bereits tot war und seine Schwester ihn zurück gelassen hatte. Noch mehr Tamagami? Verwundert darüber das es hier in Chigiri wohl wirklich noch einen Stamm seines Clans gab sah er auf den Jungen herab. Er war vor einem Kampf geflohen, hatte aber eigentlich zurück gewollt aber den Weg nicht mehr gefunden. Yakuros Gedanken rotierten, von was genau sprach der Junge? Wieso wurde sein Clan angegriffen und konnte sich nicht verteidigen, sodass die Kinder flüchten mussten? Er selbst wusste am besten das die Tamagami nicht für den Kampf gebaut waren, sie besaßen mit den Shinrei und Akuma übernatürliche Waffen, doch gab es weitaus stärkere Clanerben die man fürchten musste. Die Tamagami lebten für die Götter, sie waren keine Bedrohung - außer für böse Geister. Seine Hande schlossen sich etwas fester um die Arme des Jungen, er war eiskalt, ausgemergelt und schwach auf den Beinen. Er musste also schon eine ganze Weile unterwegs sein, der Kampf musste also vor einigen Wochen oder sogar Monaten stattgefunden haben. Yakuro befand sich selbst seit einigen Monaten hier in Chigiri To und er überlegte fiebrig danach was ihn zu Ohren gekommen war die letzten Monate. Es kam ihm nur eine Information in den Sinn, vor vielen Wochen hatte er in einem Dorf aufgeschnappt dass das Dorf Chigiri mit de Kagein ausgerückt war um einen Tyrann zu fassen. Mehr hatte er nicht herausfinden können, egal was er versucht hatte. Vermutlich hätte er sich dem Feldzug angeschlossen - aus Soras Willen natürlich - um sich etwas dazu zu verdienen, doch ihm waren genauere Informationen verwehrt geblieben. Sein Blick ging herab zu den Jungen der ihn ansah, als wollte er seine Zustimmung, also würde er erst seine Erlaubniss brauchen um den Apfel von Kotaru zu nehmen. Yakuro nickte leicht, er wollte das der Junge zu kräften kam damit er ihn sagen konnte das er nicht der war für den er ihn hielt, außerdem musste er noch mehr herausfinden. Wenn es sich wirklich um einen Feldzug gegen seinen Clan gehandelt hatte würde er Chigiri aufsuchen müssen um die Sache zu klären. Keiner lehnte sich ungestraft gegen die Götterkinder auf, nichteinmal der Blutnebel. Mit einem leichten Kopfnicken holte er Kotaru zu sich, flüsterte ihm etwas zu woraufhin sich der blonde Junge zwischen das Feuer und Yureitaiji setzte. Du kannst Kotaru sehen oder? Sprach der ältere ruhig und sah Yurei dabei zu wie er den Apfel gierig verschlang, als hätte er noch nie einen Apfel gegessen. Und du konntest diese dunklen Geister von vorhin sehen, die Akuma. Das war nun keine Frage sondern eher eine Feststellung. Eine seiner Hände wanderte von seinem Arm zu den Kragen des T-Shirts, zog es mit einem Finger vorsichtig herab um den Nacken und Rücken des Jungen anzusehen. Keine Noroi Infektion. Du hast versucht sie zu kontrollieren oder? Eingeschüchtert sah ihn Yurei immer wieder an, als würde er die Welt nicht mehr verstehen, litt er etwa unter Amnesie? Stand er unter Schock? Yakuro war kein Arzt, er war auch kein Vater, er hatte auch keine jüngeren Geschwister, die ihm Erfahrung im Umgang mit kleinen Kindern gebracht hatten. Wie sollte er ein Kind richtig behandeln wenn er keine Ahnung davon hatte? War da ein Hauch von Mitleid in den Augen von Yakuro als der den kleinen so anblickte, wie er mit ihm unter der Decke kauerte und seinen Apfel aß? Er war nicht gut im Umgang mit Menschen, erkonnte die Gefühle und Emotionen von ihnen kaum einschätzen, doch Kotaru hatte ihm da in den letzten Monaten viel geholfen, so sollte er es auch jetzt tun. Während ihm Yureitaiji geantwortet hatte, hatte Kotaru ihm die Hand kurz auf die Stirn gelegt und die Augen geschlossen. Es dauerte nur einpaar Sekunde eher der blonde seine Hand ruckartig zurück zog, nach hinten umfiel und nur knapp neben den Feuer landete. Keine Sekunde später traf Yakuro ein tiefer kaum erträglicher Schmerz in seinem Nacken, der ihn leicht zusammen zucken lies. Was hatte Kotaru gespürt das ihn so sehr in Angst und Schrecken versetzt hatte? Die vor Schreck geweiteten Augen des blonden suchten die vor schmerz leuchtenden des schwarzhaarigen. "Tut mir leid... tut mir leid Yakuro ich wollte nicht-" Der Tamagami selbst musste das eben durchlebte erstmal verarbeiten. Das was er von Kotaru abbekommen hatte, war eine Mischung aus Schmerzen, Mitleid, Besorgnis und Angst gewesen, es war noch intensiver als die Stiche die er bekommen hatte, wenn er Aufträge von Sora ausgeführt hatte. Er atmete tief ein, dann wieder aus und zog den Jungen etwas näher an sich heran um seinen Körper zu wärmen. Ich bin nicht der, der du denkst der ich bin, mein Name ist Yakuro Tamagami - und du bist ein Kind des Tamagami Clans Yureitaiji. Hoffentlich würde der Junge verstehen und ihn nicht wieder mit "Oto-sama" ansprechen. Außerdem musste sich Kotaru ersteinmal von dem Schock erholen, ehe er ihm erzählen musste was er von dem kleinen nun alles erfahren hatte.

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Re: New Beginning / My Savior

Beitrag von Tencha Anda am Mo Apr 11, 2016 8:32 am

Noch nie hatte er Hidô in die Augen gesehen, sodass er nun auch eher ins Feuer starrte oder seinen Blick auf den blonden Jungen richtete als auf den, der ihn wärmte. Noch immer unsicher, wie er sich genau zu verhalten hatte, zuckte er zusammen als der Griff von Yakuros Händen sich fester um seine dünnen Arme schlossen. Es tat nicht weh, doch das Gefühl einer Berührung seines Vaters zu verspüren, war nicht gerade angenehm, vielmehr mit Furcht abgespeichert. Doch es passierte nichts, scheinbar wollte er ihn nur Nähe an sich heranziehen, um ihn mehr zu wärmen. Diese Situation war seltsam. Die Ablenkung tat gut und nachdem er die ‚Erlaubnis‘ von dem schwarzhaarigen Jungen bekam ruhig zuzugreifen, schnellten seine Hände auch gierig nach dem Essen vor. Es tat gut, etwas derart größeres zu halten, zu wissen, dass es sein Essen war und sein Magen etwas abbekam. Die Mimik des Jungen hellte sich ein wenig auf. Die Augen zu sehr auf seinen Apfel gerichtet, bekam er nur am Rande mit wie Kotaru etwas von ihm zugeflüstert bekam. Das Verhalten zwischen den beiden konnte er am wenigstens verstehen, wieso erdreistete er sich nicht vor ihm hinzuknien? Aber er war niemand seiner Geschwister, vielleicht… galten andere Verhaltensregeln für ihn? Aber es war respektlos ihm gegenüber. Erst als die Wärme schwächer wurde, weil sich Kotaru zwischen das Feuer und ihn gesetzt hatte, wurde seinen Augen wieder dunkler. Er wollte, dass er wegging, er sollte ihm nicht die Hitze klauen. Weg, nur weg, er wollte doch vor dem Feuer sitzen bleiben, es hatte so gut getan. „ Ja. Er ist…“ er unterbrach sich selbst. Das war nicht in Ordnung, man durfte keine Fragen selber stellen. Seine Hände verkrampften sich um den Apfel, er fürchtete eine Rüge zu bekommen und hatte sich deshalb selbst unterbrochen. Das Denken überließ man anderen, sie hatten nur zu gehorchen und auf Fragen zu antworten. Er nahm einen weiteren Bissen vom Apfel, da es das einzige war, was ihm momentan etwas wie Sicherheit gab. Essen kam in seinen Magen und dies durfte er essen, eine derart einfache Sache, die schon immer so gewesen war, nichts Fremdes. „ Ja.“ Nickte er wieder auf die nächste Tatsache. Sie brauchten eigentlich keine Bestätigung, aber vielleicht war es besser sie zu geben.
„ Nein nicht, es tut mir Leid. Ich wollte das wirklich nicht.“ Seine Stimme klang panisch und verstört als er die Finger an seinem Nacken und Kragensaum seines Oberteils spürte. Er vergrub das Gesicht in seine Hände, die sich erneut verkrampfen. Nicht schon wieder, nicht noch einmal. Diesmal hatte er es doch nicht getan, aber das er weggelaufen war… sicher wäre das sogar noch schlimmer gewesen, als der Grund für seine damalige Strafe. Die einfache Berührung lockte in Verbindung mit der Illusion von Hidô und dem Feuer grauenhafte Erinnerungen ihn ihm hervor. Und dann fragte er, ob er versucht hatte die Akuma zu kontrollieren. Ja das stimmte doch, aber er hatte diesmal doch niemanden geschadet oder? Seinen oberen Rücken zierten noch immer die eingebrannten Kanji für die Wörter ‚bachi‘ und ‚tsukimono‘ die er ihm damals persönlich hatte mit einem Brenneisen dort hinterlassen. All das hatte er damals jedoch genauso wenig gewollt, wie das Weglaufen. Es war nur ein Unfall gewesen, bei dem er unabsichtlich zwei wertvolle Geschwister tötete und doch hatte sein Vater es als mit das schlimmste Verbrechen angesehen, das er hatte begehen können. Vielleicht war dies auch nur sein Gefühl gewesen, wie sie wohl jeder bei all seinen Vergehen gehabt haben musste. Ob es wohl ein Kind gegeben hatte, welches von alledem verschont geblieben war? Yurei wollte es bei der Art seines Vaters nicht glauben. „ Ich habe dabei versagt.“ Gab er letztendlich zu als er sich wieder einigermaßen beruhigt hatte, die Hände hinunter nahm und den Blick auch von Kotaru abwandte. Doch der Junge schien erneut etwas von ihm zu wollen, legte er doch seine Hand auf die Stirn des kleinen Jungen. Er hatte doch kein Fieber? Viel zu kalt war ihm dafür und sein Wangen fühlten sich weder glühend noch sein Verstand verschwommen an. Bevor er überhaupt jedoch richtig verstehen konnte, fiel der Junge rücklings um. Was war passiert? Verständnislos besah er sich doch Kotaru, der nur knapp neben den Feuer lag und Yakuro plötzlich neben ihn zuckte. Eine ähnliche Verbindung zwischen einem Geist und einem Menschen hatte er bei seiner Mutter bemerkt, aber Natsu war niemals umgefallen. Was auch immer es war, dass ihn hatte umfallen lassen, er entschuldigte sich. ‚Yakuro?‘ Wer war Yakuro? Fragend blickte er von dem Blonden zu dem schwarzhaarigen hoch. Noch nie hatte er diese Augen derart verzehrt gesehen, sie blickten ihn nicht finster oder gar wütend an, sondern dort war Schrecken. Wovor sollte er Angst haben? „ Oto-sama?“ fragte er ein wenig ängstlich, nicht wissend wie er in dieser Situation reagieren sollte, denn es hatte sie nie so gegeben und niemand ihn gesagt, was er für den Fall das sie eintraf machen wollte – es stand überhaupt nicht zur Debatte, dass Hidô einmal der Schrecken ins Gesicht geschrieben stehen sollte. Es war nur gut, dass er dann näher an ihn heran gezogen wurde, die Wärme kam wieder bei ihm an seit der Kotaru umgefallen war und doch fühlte er sich noch besser an als er an seinen ‚Vater‘ gelehnt ausruhen konnte. Zu gerne hätte er die Augen geschlossen und geschlafen, aber er traute es sich in seiner Gegenwart nicht. ~ Tamagami Yakuro? ~ wiederholte der Junge in Gedanken und blickte zu ihm hoch. Was war ein Tamagami Clan? Wieso war er ein Kind daraus? „ Die Familie aus der sie geholt wurde?“ fragte er eher sich selber und schien kurz über seine Worte nachzudenken. Seine Mutter war wie alle anderen geholt worden, er wusste nicht woher, nur das ein jedes Kind andere Fähigkeiten besaß. Er konnte Geister sehen und Akuma versklaven, da unterschied er sich von seiner Mutter. Natsu war eher wie Kotaru gewesen von der Seelenausstrahlung her. Ein weiteres blickte er ihn an. Als das merkwürdige an diesem Abend überkam erneut, sein Kopf schmerzte und für einen kurzem Moment war ihm als würde sich die Augenfarbe von rot zu blau verändern, die Züge jugendlicher werden. Er wusste nicht ganz was er nun sagen sollte, schließlich war er nur an den Namen gewöhnt, denn alle gesagt hatten. Hatte er damit also gerade den ‚wahren Namen‘ seines Vaters gehört? War das nicht sogar ein Privileg? Musste er also doch mit nichts bösem rechnen? Vielleicht war er sogar stolz auf ihn, weil Yurei hatte zurückkommen wollen. „ Hai, Oto-sama.“ Sprach er aus und nickte ihm dann zu. So hieß er also wirklich, dabei war ihm nie aufgefallen, dass sein Vater die gleichen Fähigkeiten besaß wie er selbst, zumal er keine Geister an sich gebunden hatte.


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Re: New Beginning / My Savior

Beitrag von Tamagami Yakuro am Mo Apr 11, 2016 5:42 pm

Der Junge reagierte auf seinen Griff an seinen Nacken total panisch und verstört, als würde er befürchten das ihm Yakuro den kleinen Hals umdrehen würde. Ein kurzer Blick auf seinen Rücken machte ihn klar warum er solche Angst vor seiner Berührung hatte. Mit diesem Licht konnte er es nicht richtig erkennen, doch sah er Narben an seinen oberen Rücken zwischen seineN Schulterblättern. So wie er es einschätzte waren diese Narbe gezielt dort platziert worden, außerdem ergaben sie ein Muster was er nicht genau erkennen konnte, es erinnerte ihn aber zumindest an die Kanji die er in Form von Fuuin auf den Körper von Kotaru platziert hatte. Um den kleinen nicht noch weiter zu verängstigten lies er ihn wieder in Ruhe, musterte ihn von oben herab und beobachtete ihn genau als er seine Fragen beantwortet. Alle Antworten des Jungen war kurz und knapp und genau auf das beschränkt was er von ihm wissen wollte, keine unnötigen Worte wurden verschwendet, keine Zeit vergeudet. Litt er etwa unter einem Trauma? Der Kampf vor dem er geflohen war, war er so schrecklich gewesen? Für den Blutnebel wäre das ja nichts neues, doch das es ein Kind schon derart verschreckte brauchte es schon einiges - vielleicht etwas langjährigeres als ein einzelner Kampf. Wieder schwirrten seine Gedanken, er versuchte das Puzzel zusammen zu setzen, wollte wissen was es mit den kleinen auf sich hatte, doch für ihn ergab alles noch keinen Sinn. Nachdem Kotaru ihn kurz berührt hatte und Yakuro an den schmerzhaften Emotionen teilhaben lies, sprach Yurei ihn wieder mit "Oto-sama" an. Hielt er ihn wirklich für seinen Vater? Doch warum fürchtete er sich dann so vor ihm? Wieso hatte Kotaru dann einen so immensen Schock bekommen wenn Yurei ihn doch für seinen Vater hielt? Sollte da Angst und Schmerz nicht an letzter stelle stehen? Nun, er musste zugeben sein eigener Vater war auch nicht gerade der beste gewesen, doch Yakuro hatte keine Angst vor ihm und er hatte auch nie die Hand gegen ihn erhoben, es gehörte sich auch nicht in den Clan, die eigenen Familienmitglieder zu schlagen, dafür war der Clan mit seinen Prinzipien zu streng. Wenn er also wirklich aus einem Teil seines Clanes kam der hier ansässig war, wieso hatte er dann Angst vor seiner Familie? Zu viele Fragen schwirrten ihn im Kopf herum, zu viel was er nicht verstand und so schnell auch nicht klären konnte. Langsam hatte sich der blonde von dem Schrecken wieder erholt, setzte sich wieder aufrecht hin und blickte unsicher von dem älteren Tamagami und zu dem jüngeren. Wie ein braver Soldat nickte Yurei auf seine Vor- und Feststellung, was Yakuro innerlich seufzen lies. Er musste es ihm jetzt gleich austreiben ihn weiter Oto-sama zu nennen. Hör zu - ich bin nicht dein- "Hey - hey Yurei, willst du noch etwas zu Essen?" Kotaru hatte ihn unterbrochen noch bevor er seinen Satz beenden konnte. Yakuro warf dem blondhaarigen einen Vorwursvollen Blick zu, er war sich sicher er hatte gewusst was er zu dem kleinen Tamagami sagen wollte und hatte es bewusst verhindert. Schnell rappelte sich Kota auf die Beine, ging herüber zu der Tasche und zog ein kleines in Papier eingewickeltes Päckchen hervor. "Hier - du musst großen Hunger haben so schnell wie du den Apfel verdrückt hast. Hab keine Angst vor uns, wir sind von einem Clan und wir werden dir das schon noch zeigen was das bedeutet." Dabei hielt er Yureitaiji einen Streifen des Trockenfleisches hin, was er selbst und Yakuro so gerne aßen wenn sie auf reisen waren. Es war zwar zäh, doch schmeckte es einfach nur lecker. "Außerdem solltest du aus den nassen Klamotten raus - meinst du nicht Yakuro-san?" Den Namen betonte er nocheinmal extra deutlich, was den schwarzhaarigen nur stutzen lies. Mh? Kotaru nickte ihm eindringlich zu, als wollte er ihm sagen das er dem Jungen die Kleidung ausziehen sollte. Ich bin doch kein.... hach, was hab ich mir da nur eingebrockt. Er wusste ja das Kotaru recht hatte, ihm war auch bewusst das er dem Jungen helfen musste, das er ihn entweder zurück zu seiner Familie bringen musste, oder ihn mit nach Chikyû nehmen musste, sollte sich herausstellen das seine Familie dem Kampf zum opfer gefallen war.
Während Yurei also - hoffentlich - das Fleisch zu sich nahm, holte Yakuro eine Schriftrolle aus seiner Hosentasche, rollte sie neben sich auf, ohne dabei seine andere Hand von dem Jungen zu lassen und beschwor aus der Rolle ein paar versiegelte Klamotten, u.a. befand sich darunter ein kleiner grauer Yutaka, der einst er selbst getragen hatte, ihm aber heute viel zu klein war. Iss - dann gehen wir dich waschen und du wirst etwas neues zum Anziehen bekommen. Er sah zu dem dunkelhaarigen Jungen herab, dessen eigene Kleidung nur aus einem alten Fetzen bestand. War er wirklich nur ein paar Monate unterwegs gewesen? Diese Stoffetzen sahen schon sehr viel älter aus als das. Der Shinrei und der Tamagami legten beide ihre Stirn in Falten, auch wenn sie zwei veschiedene, eigenständige Wesen waren, so hatten der Geist und Yakuro eine enge Verbindung zu einander das sie oftmals wussten was der andere dachte. Für den Moment riefen sie sich die Emotionen des kleinen in Erinnerung, Schmerzen, Hunger, Leid und Angst, ein starker Wille nicht aufzugeben und sein bestes zu tun. Sein Kopf schmerzte bei dem Gedanken, doch - war der Junge in Gefangenschaft aufgewachsen? Gab es hier Leute die Tamagami versklavten und sie zwangen Akuma zu kontrollieren wie er es versucht hatte? Langsam erhob er sich aus seiner sitzenden Position und hielt Yurei in seinem Arm nachdem er fertig gegessen hatte. Die Wolldecke glitt zu Boden und er machte sich zum Ausgang der Höhle auf, um Yurei von dem Dreck zu befreien der ihn bedeckte. Nicht das er angewiedert davor war oder aber einen Fable für Sauberkeit hatte, doch ein Kind sollte nicht so besudelt herumlaufen, vorallem nicht wenn er von ihm Kleidung anziehen sollte. Ich fühl mich wie ein Babysitter.... denk dran - für den Clan Yakuro, er ist ein Kind und gehört dazu. Schweigend ging er nach draußen, kniete sich am Ufer des Teiches und stellte Yurei neben sich und war mit ihm auf einer Höhe, tauchte seine Hand in das kalte Wasser und fuhr den Jungen durch die Haare und über das Gesicht, geschickt stellte er sich dabei nicht an, doch woher sollte er es schon besser wissen. Erzähl mir von welchem Kampf du geflohen bist, weißt du noch wann das war? Die kühlen blauen Augen ruhten auf dem Gesicht des jüngeren, Yakuro wusste wirklich nicht wie er ihn verstehen sollte wenn er ihn weiterhin für seinen Vater hielt, also musste er dieses Missverständnis irgendwie beseitigen.

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Re: New Beginning / My Savior

Beitrag von Tencha Anda am Mo Apr 11, 2016 10:07 pm

Lauter als normal atmete der kleine Junge aus. Es war wohl etwas wie Erleichterung, welche seinen Körper durchflutete als Yakuro den Saum wieder losließ, die Hände zurück zog und nichts weiter gemacht hatte. Das Oberteil hatte er ein Stück hinunter gezogen, scheinbar um seinen Rücken zu beurteilen. So ausgeleiert, verwaschen und dreckig wie es mittlerweile war, war dies auch problemlos möglich. Froh über die Ablenkung durch sein Essen, hatte er immer wieder in den Apfel gebissen, während er brav alle Fragen beantwortet hatte, genau in der Art und Weise wie man es ihn gelehrt hatte. Kotaru schien sich ebenso von seinem Umfallen erholt zu haben, wie er die Frucht nun gänzlich verspeist hatte, lediglich den Stil übrig gelassen hatte. Das Gehäuse hatte ihm zwar nicht geschmeckt, aber es war essen und dabei war er nicht wählerisch.
Als Yakuro erneut das Wort ergriff und ihm scheinbar etwas mitteilen wollte, wurde er jedoch von dem Shinrei – Geist unterbrochen, etwas das er sich niemals getraut hätte und bei dem alleinigen Gedanken daran, zuckte er kurz zusammen als würde er nun erwarten, dass irgendetwas schlimmes passierte. Doch nichts. Erneut fühlte es sich merkwürdig an, aber würde es ihm zustehen über die Beziehungsbande zwischen ihnen zu urteilen? Sicher nicht. Anders als der schwarzhaarige, war er von ihm bei der Abkürzung seines Namens gerufen. Der Stimme folgend, blickte er zu Kotaru hinauf und seine Augen weiteten sich als er etwas von ‚mehr Essen‘ vernahm. Er durfte das selbst entscheiden? War das wirklich richtig. Ein wenig unsicher blickte er kurz zu Yakuro von welchem jedoch keine Regung diesbezüglich zu kommen schien außer die Reste eines vorwurfsvollen Blickes, der bereits wieder verschwand und damit nicht der Frage gegolten haben konnte. „ Ja… und etwas zu trinken?“ Seine Stimme klang am Ende ein wenig ängstlich, nahm er sich mehr heraus als er sich sonst traute, aber gegenüber Kotaru hatte er das Gefühl als würde er einem seiner Geschwister gegenüber stehen. Eines der Älteren gewiss, welchem man ebenso Folge zu leisten hatte, denn schließlich wussten sie, wie es zuging, aber dennoch war zu ihm nicht diese Distanz, die er seinem Vater gegenüber verspürte. Eine Distanz gebaut aus Furcht und Macht ihnen allen gegenüber. Schon kurz nachdem er seinen Wunsch ausgesprochen hatte, erhob sich der blondhaarige Junge schon und gab ihm etwas aus einem eingewickelten Päckchen als er wieder bei Yurei war. Sein Blick hatte etwas Misstrauisches als er es entgegen genommen hatte und es nun begutachtete. Vorsichtig schob er es sich zwischen die Zähne und kaute beharrlicher als er merkte wie zäh es doch war, aber dennoch schmackhaft. Nicht so gut wie der Apfel von eben, der Saft noch zusätzlich seine Kehle befeuchtet hatte, aber allemal besser als das meiste Essen, was sie damals gekocht hatten. „ Was es bedeutet von einem Clan zu sein?“ fragend blickte er Kotaru an als er den ersten Bissen hinunter geschluckt hatte. Was genau bedeutete das? Er hatte doch eine Familie und wusste, wie es sich anfühlte in einer solchen zu Leben. Oder meinte er etwa eines der merkwürdigen Dinge aus der ihm so fremden Welt? „ Danke für das…“ Er wusste nicht genau wie auch immer man es bezeichnete und so stockte er in mitten seiner Worte. Nasse Kleidung? Es stimmte. Er sah an sich hinab und bemerkte, dass sie in der Tat immer noch feucht war, unter der Wolldecke wären sie sicherlich auch nur schwer zu trocknen. Aber dafür müsste er sie doch ausziehen und dann? Nichts anderes besaß er oder hatte er seit Monaten an seinem Leib getragen. Vor mehr als zwei vielleicht auch mehr als drei Jahren hatte er sowohl Hose als auch Oberteil bekommen, die ihm damals noch viel zu groß gewesen war. Aber sicherlich würden auch Kotaru seinen Irrtum bemerken und so aß er sein Fleisch weiter, bis er eine Regung von seinem ‚Vater‘ neben ihn bemerkt. Eine Hand lag zwar immer noch um seinen ausgemergelten Oberkörper aber der andere holte etwas hervor, rollte es aus. Eine Schriftrolle, erkannte es von einigen wenigen Geschwistern, die sein Vater besondere Jutsu hatte lernen lassen oder von seiner Mutter, die darin ihre Fähigkeiten niedergeschrieben hatte. Neugierig wand er den Kopf um, doch noch ehe er alles erblicken konnte, nur einen kurzen Moment einen kleinen Yutaka erhaschte, wurde ihm auch befohlen zu Essen. Das war einfach und so nickte er nur brav und steckte sich erneut das Fleisch in den Mund um abzubeißen. Die weiteren Worte ließen ihn jedoch staunen. Verwundert und gleichsam als würde er ein Geschenk bekommen, blickte er zu Yakuro hinauf. Etwas Neues zum Anziehen? Das war wie… nur selten hatte Hidô einem Kind etwas neues bringen lassen, wenn man partout nicht mehr hineinpasste und selbst dann war die Kleidung zumeist an einen anderen weitergegangen und man selbst hatte nur das abgelegte eines älteren bekommen. Etwas Neues?“ murmelte er um es sich selbst fassbar zu machen. Es klang so als würde er nicht nur einfach die Kleidung bekommen, sondern etwas ‚Neues‘. Aber waschen? Er hatte Wasser von Seen genommen, doch momentan war ihm stets zu kalt gewesen als das er einen Bogen um sie gemacht hatte. Aber warum ‚gehen wir dich‘ ? Er konnte das doch bereits alleine? Hatte er bereits früh alleine machen müssen. Doch dies war egal, war es noch überdeckt von der Freude auf ‚etwas Neues‘. Schnell aß er fertig auf, konnte es kaum erwarten, wenn gleich er nicht scharf darauf war sich zu waschen, befürchtete er doch es in dem kalten See tun zu müssen. Aber was der Vater sagte wurde gemacht, so würde er auch keine Widerrede oder –wehr leisten. Sobald die Wolldecke fiel und Yakuro sich zum Ausgang der Höhle aufmachte, stand er ein wenig zu hastig selbst auf. Weswegen sein Kopf ein leichter Schwindel durchfuhr und seine Beine wackelig waren, doch er fing sich und lief dem schwarzhaarigen hinterher, so schnell er konnte.
Am Ausgang der Höhle angekommen, zog Yakuro in näher sich, sodass er neben ihn stand. Die Augen fest schließend, wie auch die Lippen zusammen pressend, bereitete er sich innerlich auf die Kälte des Wassers vor. Eisig stellte es seine Armhärchen auf und ließ ihn seinen Oberkörper umfassen. Jetzt wünschte er sich wieder an diesem Feuer zu sitzen, doch er hielt still ohne sich mit einem Mucks zu beschweren. Yurei wartete bis das Wasser hinuntergelaufen war bis er seine Augen wieder öffnete. Er sollte von dem Kampf erzählen? Dem Chaos, das geherrscht hatte? Aber Hidô müsste es doch wissen? War er nicht auch daran beteiligt? Irritiert blickt er zu ihm hoch, nur kurz, wandte sich gleich wieder ab. Doch eine Frage hatte zu beantwortet zu werden. Das Denken den anderen überlassen. Er musste sich endlich daran halten. „ Sie haben gesagt, du seist gestorben und dass sie uns auch alle töten werden, wenn wir nicht fliehen. Ich wollte bleiben, denn schließlich sollten wir doch für Euch kämpfen, Oto-sama. Die Schwachen sterben und wenn wir im Kampf gefallen wären, dann wären wir nur zu schwach gewesen. Es kamen immer mehr und sie waren so viele und wir zu schwach. Ich weiß nicht wer sie waren, aber sie waren größer, älter. Aber Hikari und Kenji standen bei mir und sie wollten fliehen. Kenji hat mich mitgezogen, meinte es wäre sinnlos hierzubleiben. Aber es ist doch nicht richtig, einfach den Anordnungen sich zu versetzen, nicht wahr? Ich weiß nicht wann es war. Doch es war noch nicht so kalt und die Bäume verloren ihre Blätter. Da waren viele böse Geister gewesen, ich glaube das Chaos und das viele Blut haben sie angelockt, aber ich habe sie nicht bändigen können… es war wie heute.“ Gestand er sich letztlich schuldbewusst ein. Seine Sätze hatte er lediglich aneinander gereiht, zu schmerzlich war ihm der Tag in Erinnerung geblieben als er sich an alles erinnert wollte und daher nur Fetzen berichtete.

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Re: New Beginning / My Savior

Beitrag von Tamagami Yakuro am Mo Apr 11, 2016 11:39 pm

Langsam aber sicher schien Yurei aufzutauen - und nicht nur darauf bezogen das seine Glieder wieder warm wurden. Auch innerlich schien er sich langsam aber sicher zu öffnen, antwortete bereits mit mehr als nur "Ja" oder "Nein". Er fragte den blonden nach etwas zu trinken woraufhin dieser in dem Beutel kramte. Er schien auch neugierig zu werden, zumindest fragte er Kota sofort was es bedeutete aus einem Clan zu kommen. Yakuro musste zugeben das der Kleine für sein Alter - auch wenn er nicht wusste wie alt genau - schon recht vernünftig war, er dachte mehr nach als andere Kinder die in seinem Alter nach ihrer Mutter schrien wenn sie hingefallen waren. Yurei war anders, das bemerkten die beiden Jungs schon allein wie er sich ihnen gegenüber verhielt. Wie anders er doch wirklich war konnte Yakuro sich wohl nicht mal in seinen Träumen ausmalen. Wie auch immer. Während Kotaru nach etwas trinkbaren außer Sake suchte, versuchte er die Frage natürlich zu beantworten. "Von einem Clan - naja, wir halten zusammen weißt du. Wir sind viele, die dieselben Fähigkeiten haben und die es zu verteidigen gilt. Das ist immerhin der Stolz eines jeden Clans." Klar war jeder auf eine andere Art und Weise stolz darauf Mitglied eines Clans zu sein, Yakuro würde es nie zugeben, doch die Arbeit die der Clan mit sich brachte machte ihm Freude, gab ihm einen Sinn im Leben, auch wenn er sich mit seiner leiblichen Familie absolut nicht verstand, so liebte er diesen Clan über alles. Kotaru grinste leicht während er versuchte seine Ansicht zu erklären, die auch ein Kind verstehen musste. "Wir sind ein großer Haufen an Menschen die zusammenhalten, deswegen bist du ja jetzt auch hier bei uns." Resigniert seufzte der blonde, hielt nur eine Sakeflasche in der Hand und schüttelte mit dem Kopf. "Wir haben nur noch Alkohol.... Ich werde was abkochen, dauert aber." Diesesmal war es Kotaru der Yakuro einen Vorwurfvollen Blick zuwarf, er trank manchmal einfach zu viel. Yakuro hob nur leicht eine Augenbraue, führte Yureitaiji ohne einen weiteren Kommentar nach draußen ans Ufer. Das was du gegessen hast war Trockenfleisch. Wieso wusste er das nicht? Hatte er - Moment er hatte auch den Apfel angsehen als hätte er noch nie eingen gegessen. So langsam machte er sich wirklich Gedanken um dieses Kind. Woher kam der Kleine wenn er nichtmal einen Apfel kannte? Vielleicht würde er es gleich erfahren. Auf einem seiner Knie, hob er immer wieder die Hand ins Wasser, rieb Yu im der Handfläche im Gesicht und klaubte den Dreck aus seinen Haaren. Je länger er sich diesen Jungen ansah umso mehr glaubte er schon sich selbst zu sehen. Die Haarfarbe war zwar etwas anders, doch die kindlichen Züge und die Farbe seiner Augen glichen ihm schon sehr. Unheimlich. Aber Yakuro wüsste nicht das er vor fünf Jahren oder so mal einen ausrutscher hatte - mit einer Frau. Das - nein. Das wäre schon etwas hart. Er war doch selber erst 20 Jahre alt und wenn er die größe von Yurei richtig abschätzte müsste er um die fünf oder sechs Jahre alt sein, wenn auch seine Disziplin an die eines Jugendlichen herankam. Nein absolut ausgeschlossen das er wirklich der Vater... - nein. Jetzt fang ich schon an, an mir selbst zu Zweifeln. Mit einem leichten Kopfschütteln machte er weiter. Yureitaiji fing an seine Frage zu beantworten und Yakuro wurde etwas langsamer mit dem Wasser auftragen. Schon allein der erste Satz lies ihm die Augenbrauen hochziehen. Da war es wieder - dieses "Oto-sama". Yakuro-sama, diese Kinder haben es nicht anders verdient, wenn sie schwach waren müssen sie eben sterben. Hörst du mich? Yakuro! Diese elendige Frauenstimme in seinen Kopf! Wieder hallte die Soras Stimme in ihm, lies ihn verächtlich aufschnauben und zwang sich dazu die Aufmerksamkeit ganz und gar auf den dunkelhaarigen Jungen zu richten. Sora war tot, sie war weg, sie würde ihm nie wieder einen Befehl erteilen, ihn nie wieder zu unmenschlichen Sachen antreiben und ihn nie wieder "Yakuro-sama" nennen. Diese Zeiten waren vorbei.
Yurei erzählte ihm seine Geschichte. Er war geflohen von Leuten die seinen Vater getötet hatten, dessen Kinder weiter kämpfen sollten obwohl man sie töten wollte. Diese Einstellung die Yurei hatte lies sogar ihm eine leichte Gänsehaut über die Arme laufen. Wenn wir im Kampf sterben sind wir zu schwach - der Junge ist gerade mal sechs! Wenn überhaupts. Er wusste nicht genau ob da Zorn in ihm aufstieg, oder ob er einfach nur Fassungslos von der Geschichte des Kindes war. Vermutlich war seine Familie von Shinobis oder Räubern angegegriffen worden und dort wo er gelebt hatte musste so etwas wie ein Ausbildungscamp für Soldaten oder ähnliches gewesen sein. Allein der Gedanke daran Kinder zum Kämpfen zu treiben und ihnen solche Gedanken in den Kopf zu pflanzen. Was für ein unmenschliches Wesen das gewesen sein musste. Gut das er tot war. Hoffentlich. Jetzt ist es vorbei. Auch wenn er innerlich sehr aufgewühlt war, so war seine Stimme immernoch sehr ruhig und wirkte recht kühl. Ich befürchte aber Oto-sama ist trotzdem tot. Ich bin es nicht Yureitaiji. Dabei fasste er den Jungen wieder an seinen Oberarmen, zwang ihn in seine Augen zu sehen und starrte ihn einen Moment lang an. Lass das Oto-sama bleiben, Yakuro genügt. Immernoch kein Hauch von Regung in seiner Stimme, lediglich sein Blick war sehr eindrlnglich und ernst. Kurz darauf lies er ihn wieder los, nicht das er wieder Panik vor ihm bekam und seufzte leise. Seine Finger zuckten kurz in die Richtung des Kleidungsfetztens, das er noch am Körper trug, erinnerte sich allerdings wieder an die Reaktion von vorhin weswegen er einfach aufstand und auf den Jungen herabblickte. Den Rest schaffst du selber. Lass die Lumpen hier liegen und komm dann wieder rein. Ich hab was passendes für dich. Danach ging er einige Schritte zur Seite, tauchte seine Hände in das Wasser und warf sich selbst das kalte Wasser in den Nacken und über den Rücken. Die eiskalten Rinnsaale die sich seinem nackten Oberkörper herab bahnten versetzten ihn einen leichten Schauer, lies sich davon allerdings nicht weiter beirren. Er brauchte einfach einen klaren Kopf und das Wasser war ihm da gerade nur Recht um ihn von den ganzen Dingen rein zu waschen die er erfahren hatte. Außerdem wollte er sicher gehen das seine Noroi Infektion am Rücken wirklich verschwunden war, sehen konnte er es nicht, doch spürte er noch immer das ziehen in seinem Nachken und die Schulterblätter herab. Vermutlich war noch ein Schatten zu sehen, doch mit genügend Wasser und Abstand zu Sora würde das auch noch vergehen. Als er fertig war warf er Yurei noch einen Blick zu ehe er zurück in die Höhle ging, um seinen eigenen feuchten Yutaka über einen Stein nahe des Feuers zu legen um ihn zu trocknen, ehe er sich mit einem Tuch abtrocknete. Kotaru hatte währenddessen Wasser geholt und in einen kleinen Topf geschüttet, welches er nun über dem Feuer abkochen wollte damit sie für später noch was zu trinken haben würden.

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Re: New Beginning / My Savior

Beitrag von Tencha Anda am Di Apr 12, 2016 5:07 pm

Zusammenhalten? Ja das kannte Yurei. Die Geschwister hielten untereinander zusammen, zumindest sollten sie das. Aber jeder war egoistisch gewesen, hatte es sein müssen. Niemand hätte eine Chance ausgelassen um in einem besseren Licht zu stehen oder sich als der Stärkere darzustellen. Selten gelang einem das ohne einem anderen zu schaden und sei es nur weil man jemanden verpfiff beim Vater. Neid und Missgunst hatte es viel zwischen den Kindern gegeben, aber in gewisser Weise hatten sie trotz allem zusammen gehalten als die starken, selektierten Waffen die Hidô dienen würden. Das Kotaru allerdings etwas anderes meinte, ging ihm dabei nicht auf, denn das war es, was er unter der Wortbedeutung gelernt hatte. Es erschloss sich Yurei auch nicht so ganz, warum mehrere mit denselben Fähigkeiten eine Familie bildeten. Denn das schien ein Clan doch zu sein oder? Ein wenig fremd der Familie, die sie gewesen war, aber scheinbar war es das. Aber es waren nicht nur viele desgleichen Talentes sondern auch noch wurde sie verteidigt? ~ Verteidigen? …. Aber wenn, dann nur die Starken. Wieso sollte man die Schwachen leben lassen? ~ Aber Yakuro war schließlich auch sehr stark, was doch bedeuten musste, dass es jeder im Clan war? Natürlich, alles andere ergab auch keinen Sinn. ‚ Deswegen bist du ja jetzt auch hier bei uns‘ – das hingegen. Er war doch schwach gewesen, doch sie hatten ihn verteidigt. All dies durchmischte sich immer mehr zu einem verworrenen Chaos in seinem Kopf, das er nicht mehr sortieren, nicht mehr verstehen konnte. Es war wie in der fremden Welt, die derartig neu und anders auf ihn eingeprallt war. Warum war das so? Wieso war es nicht wie früher. Alles war so einfach gewesen. Man gehorchte, wurde stärker und es geschah nichts. Doch hier draußen redeten sie von Dingen, die nicht mehr hinein passten. Verteidigen, Menschen mit gleichen Fähigkeiten, Familien, Zusammenhalt. Und warum überhaupt viele Menschen mit gleichen Fähigkeiten? Da gab es doch noch weniger Sinn dabei. Krieger mit unterschiedlichen  konnten doch ein viel breiteres Feld abdecken. Eine seiner schmalen Hände presste sich an seinen Kopf. Es sollte weggehen, dieses Chaos, das alles vernebelte und gleichzeitig einen stechenden Schmerz projizierte. Nur ein schwaches Nicken zeugte davon, dass er verstanden hatte, dass er erst später etwas zu trinken bekam. Alkohol gab es nur, aber den konnte man auch schlecht trinken, es hatte ihn manchmal bei den Heilerinnen gegeben. Aber er war meist sehr schnell aus und durfte nur sehr selten verwendet waren.

„Trockenfleisch.“ Wiederholte Yurei murmelnd vor sich her als wollte er sich den Namen einprägen. Tatsächlich kannte er dieses Wort zu vor nicht, konnte jetzt jedoch eine Verbindung zwischen Bild, Geschmack und Wort herstellen. Wasser lief ihm kalt am Körper herunter, saugte sich zum Teil in seine Kleidung oder lief auf zwischen ihr und Haut hinunter. Immer mehr Dreck wurde aus seinen Haaren und seinem Gesicht entfernt. Man erkannte, dass seine Haare nicht vom Schlamm schwarz geworden waren sondern tatsächlich eine dunkle Färbung besaßen und wie bei Yakuro die blauen Augen intensiver leuchten ließen. Er wartete darauf, dass für einen kurzen Moment zumindest kein Wasser an ihm heran lief, so dass er seine Geschichte erzählen konnte. Es war keine detaillierte Antwort auf die Frage gewesen, aber ausreichend müsste sie sein. Als er endete blickte er erneut zu dem Älteren hinauf um seine Reaktion darauf abschätzen zu können. Doch bis auf eine recht kühle Ausstrahlung war da keine weitere erkennbare Regung. Yakuros Stimme klang ruhig und dennoch war seine Wortwahl wohlüberlegt als wollte er, dass Yurei es unbedingt verstand und nachvollziehen konnte. ‚Jetzt ist es vorbei?‘ Nein es würde niemals vorbei sein, weder hatte er dieses Gefühl gehabt als sie geflohen waren noch hatte er jetzt das Gefühl. Die Schlacht war vorbei aber das Chaos nicht. Nicht in seinem Kopf. Die fremde Welt außerhalb machte ihm zu schaffen, so viel verstand er nicht, zu oft hatte er sich gewünscht lieber in den Felsen zu leben, jeden Augenblick eine Strafe befürchten zu müssen als hier zu leben. Und wieso redete er davon, dass sein Vater tot war? Er stand doch gerade vor ihm? Ängstlich und unverständlich zugleich blickte er zu dem Jungen hoch, denn er für seinen Vater hielt. Seine Augen verengten sich ein wenig und erneut trat der pochende Kopfschmerz des Chaos in ihm zu Tage. Er löste die Hände von seinen Armen und hielt sich den Kopf.  Wieso verschwamm Hidô schon wieder vor seinen Augen? Die Farbe der Iriden wechselte von rot zu blau wieder und wieder bis sie letztendlich bei rot stehen blieb. Doch neben dieser schien sich das Gesicht zu verzerren. Yakuro hielt seine Oberarme fest und zwang ihn regelrecht ihn anzusehen. Aber das wollte er nicht, er verschärfte nur das unangenehme Gefühl in ihm. „ Hai, Hidô-sama.“ Wenn er ihn nicht Vater nennen durfte, würde er eben diesen Namen benutzen. Ein einfaches Yakuro? Diesen anderen Namen, den er ihm zu vor genannt hatte, nein das wäre doch nicht respektvoll genug. Nein, das ging nicht, es würde am Ende nur eine Strafe dafür kriegen. Kurz nach seinen Worten ließ er ihn wieder los, vielleicht weil er geglaubt hatte, dass Yurei ihn verstanden hatte. Der kleine Junge hockte sich hin, hielt sich immer noch den Kopf, starrte auf den Boden vor sich, in der Hoffnung, dass es weggehen würde und seine Sicht sich wieder normalisieren würde.
Als es langsam verschwand, stand er wieder auf und ging einen weiteren Schritt auf den Rand des Wassers zu.  Man hatte ihn dazu angewiesen, den Rest selbst zu waschen und seine Lumpen hier niederzulegen. ‚Lumpen‘ ? Er hatte sie doch immer gut behandelt und darauf geachtet, dass sie im Training nicht zerstört wurde. Dieser Tadel hingegen, hatte er sie doch immer noch nicht gut genug gepflegt? Aber er sollte doch etwas Neues kriegen. Zuvor hatte er sich darüber doch noch freuen können? Ja, eine Belohnung. Er zwang sich zu einem fröhlicheren Gesichtsausdruck, der jedoch nicht wirklich seine Mimik änderte. All das Geschehen prägte ihn zu sehr um sich wirklich über etwas nach außen hin zu freuen mit einem glücklichen, strahlenden, wenn nicht sogar lachenden Gesicht. Vorsichtig setzte er sich an das Ufer und wusch sich als erstes Füße und Beine, während er sie ins kalte Wasser tauchte. Kälte kehrte in seinen Körper zurück während er sich auch die Arme säuberte, wieder aufstand, seine Kleidung auszog und auch den Rest wusch. Wie ihm gesagt wurde, ließ er die ‚Lumpen‘ am Eingang liegen, legte sie jedoch ordentlich zusammen gefaltet von der Höhle bedeckt liegen. Immerhin könnte sie doch noch jemand anderes tragen, er würde sie daher nicht einfach irgendwo unachtsam liegen lassen, wo sie noch stärker  kaputt gehen würden. Die Hände wieder an seinen Oberkörper biss er die Zähne zusammen um nicht mit ihnen vor Kälte zu klappern. Draußen war Wind aufgekommen und hatte die Kälte schneidend werden lassen. Mit schnellen, kleinen Schritte kam er daher wieder zum Feuer zurück. Kotaru hatte einen Kessel über das Feuer gehangen, wahrscheinlich um darin etwas zu kochen. Das Wasser, von dem er zuvor meinte er würde es abkochen wollen, musste dort drin sein. Während des Waschens hatte er ihn etwas holen gesehen.  Mittlerweile lag auch Kleidung zum Trocknen neben dem Feuer. Nicht genau wissend, was er nun tun sollte, blieb er nicht unweit von ihnen stehen und blickte jedoch nur Kotaru an. Ihm gegenüber verspürte er nicht diese Furcht, die ihn überkam, wenn er in Yakuro seinen Vater sah. Obwohl er sich nicht so verhielt, wie er es gelehrt bekommen hatte, war er ihm gegenüber aufgeschlossener, traute sich mehr, wenn gleich er sich wohl keineswegs seines Alters gemäß verhielt.
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Re: New Beginning / My Savior

Beitrag von Tamagami Yakuro am Mo Apr 18, 2016 10:52 pm

Nachdem er Yurei direkt ins Gesicht gesagt hatte, das er ihn nicht mehr mit "Oto-sama" ansprechen sollte und das sein leiblicher Vater vermutlich tot sei, konnte er bei dem Kind beobachten wie sich seine Augen leicht verformten, als wolle eine trübe Sicht aus den Augen vertreiben, griff sich kurz daraufhin mit seinen Händen an den Kopf und vergrub seine kleinen Finger in den dunklen Haaren. Es verfolgte ihn anscheinden mehr als sich Yakuro gedacht hatte. Die Vision das er sein Vater war, hatte sich so stark in seinen Kopf verankert das er ihn prompt einen anderen Namen gab und ihn mit "Hidô-sama" ansprach. Fragend zog er leicht die Augenbrauen zusammen, war sich unsicher ober ihn nun wirklich in seinen selbstzweifeln alleine lassen sollte oder nicht. Warum ich? Wer ist Hidô? Ist er schuld das der Junge so verstört ist und meinen Clan angegriffen hat? Für einen kurzen Moment bahnte sich Wut in seinen Blick, wer auch immer Yurei im Geiste so zugerichtet hatte, wenn er nicht schon tot war, würde er ihn finden müssen, er würde ihn finden und zur Rede stellen, wenn er ein Verräter seines Clans war würde er ihn umbringen müssen oder noch schlimmeres mit ihm anstellen. Wer ist Hidô das er Kinder der Tamagami in den Kampf schickt!? Er konnte sich kaum beruhigen, der Gedanke daran das es jemanden in Chigiri gab der Jagd auf die heiligen Seelen der Tamagami machte drehte ihn regelrecht den Magen um. Er konnte das nicht dulden und sobald sich Yureitaiji wieder beruhigt hatte und gestärkt war, würde er ihn weiter ausfragen.
Nachdem sich die Augen des Jungen wieder normalisiert hatten, hatte er ihn wieder alleine gelassen damit er sich in Ruhe waschen konnte, trat zurück in die Höhle und rieb sich seinen feuchten Nacken mit einem Stofftuch ab. Hidô. "Was?" Kotaru kippte gerade noch Wasser in einen Topf der über dem Feuer hing um das Wasser abzukochen damit es trinkbar wurde. Er hat micht so genannt. Vermutlich ein Name. "Noch nie gehört." Also hatte auch Kotaru nie etwas aufgeschnappt während sie unterwegs gewesen waren. Ich glaube der Clan ist in Gefahr. "Wie kommst du darauf?" Yureitaiji hat er zählt er sollte getötet werden, er sei vor einem Kampf geflohen - mächtige Gegner und es waren viele. "Was ist wenn es Akuma waren? So viele die ihn vorhin umring hatten wäre das kein Wunder wenn er es falsch eingeschätzt hätte." Er mag jung sein, aber er ist nicht dumm. Er wurde streng erzogen, ich glaube nicht das er Akuma mit Menschen verwechseln würde. Wir haben doch gemerkt wie es in ihm zu geht. Er kommt aus keinem normalen Teil des Clans und das beunruhigt mich. Mit dem Blick aufs Feuer gerichtet rieb er sich seinen Oberkörper ab und rubbelte sich leicht durch die feuchten Haare, als er hinter sich tapsende Schritte hörte und Yurei wieder bei ihm war, den Blick allerdings von ihm abgewand auf den blonden gerichtet. "Eeeeh! Yakuro! Du bist so unverantwortlich, er ist von oben bis unten Nass und hat nichts am Leib!" Empört über Yakuros Umgang mit dem Kind, schritt er auf seinen Meister zu und nahm ihm sogleich das Tuch aus den Händen, ging zu Yurei und schob den kleinen zurück zu der Wolldecke, ehe er anfing ihm vor den Feuer das Tuch über zu werfen um ihn abzutrocknen. "Du bist echt ein Idiot." Schimpfte der Shinrei weiter während er dem kleinen Tamagami abtrocknete und durch die Haare wuschelte damit sie nicht mehr so tropfnass waren. Yakuro seufzte nur leise, wo auch immer Kotaru diese Feinfühligkeit für Kinder her hatte, er hatte es einfach nicht und sah bisher auch keinen Grund daran etwas zu ändern. Während sich die beiden jungs also miteinander beschäftigten, ging er zu der Schriftrolle die er vorhin gehöffnet hatte und hob den grauen Yukata auf den er beschworen hatte. "Wenn das Wasser abgekühlt ist kannst du was trinken - oder willst du einen Tee? Ich glaube das ist besser als kaltes Wasser." Redete er derweil munter auf Yurei ein, stand auf nachdem er zufrieden war und der Junge einigermaßen trocken war und machte für Yakuro platz der vor dem dunkelhaarigen Kind in die Hocke ging. Im Feuer schimmerten seine Augen nicht ganz so bedrohlich und kalt, doch der tiefe blaustich mit seinem kühlen Ausdruck würde wohl auch durch Feuer nicht verschwinden. Streck deine Arme zur Seite aus. Wies er ihn an und fing kurz darauf an dem Kind seinen alten gräulichen Yukata über zu ziehen. Er stellte sich selbst recht ungeschickt an, er wusste wie er sich selbst anziehen musste damit dieses Kleidungsstück gut am Körper saß, doch ein kleines Kind einem etwas zu großen anzuziehen stellte ihn vor eine kleine Herausforderung. Wie lange bist du heute schon auf den Beinen Yurei? Fragte er und lies die Frage erstmal Ruhen wer nun Hîdo war, damit sich Yureitaiji ersteinmal wieder aufwärmen konnte. Nach seiner Frage schien er auch zu Frieden mit dem Yukata an dem Körper des Kleinen zu sein, band um seine Hüfte noch den Obi, die Gürtelartige Halterung des Yukata, damit auch nichts mehr verrutschte und Yurei zumindest etwas Kleidung am Leib trug. Danach griff er selbst zu seinem Obergewand um sich wieder anzuziehen, richtete einen Moment seinen eigenen dunkelvioletten Yukata ehe er sich wieder dem Jungen ansah. Wieder hatte er diesen furchteinflösenden Blick, als würde er jeden Moment eine Strafe oder schlimmeres erwarten, weshalb der ältere leise seufze. Er hob seine linke hand an das Gesicht des Jungen und kniff ihm leicht in die Wange. Hör auf mich so anzusehen - das ist ein Geschenk, also mach es nicht so schnell dreckig. Meinte er mit seiner ruhigen monotonen Stimme und hoffte so das er den kleinen wieder etwas aus der Reserve locken konnte.

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Re: New Beginning / My Savior

Beitrag von Tencha Anda am Mo Apr 25, 2016 8:00 am

Während den wenigen Jahren seines bisher kurzen Lebens hatte er gewiss bereits anderes aus gehalten, doch die mittlerweile seit Tagen in ihn stetig eindringende Kälte zermürbte den jungen Tamagami. Schon seit längerer Zeit hatte er sich dagegen gewehrt ins eiskalte Nass zu steigen, doch nun, wie es sein Vater ihm befehlt hatte, getan. Das Zittern war zurückgekehrt, ließ seinen Körper erneut erbeben, während er mit tapsenden Schritten in die Höhle zurückkehrte. Er war froh, dass das Wasser den Eingang gut genug verbarg, das als er nicht allzu sehr hinein pfiff. Vielleicht würde sich Yurei auch an dem Feuer wieder wärmen können. Eine empörte Stimme hallte durch den Raum, lauter als zuvor. Bis eben hatten sie sich noch unterhalten, über ihn selbst, Yureitaijij, anscheinend, doch er würde sich in dieses Gespräch seines Vaters nicht einfach einmischen. Das gehörte sich weder noch hatte er gerade dazu die Muße. Kotarus Worte fassten seine jetzige Situation sehr gut zusammen, alles was den Jungen in diesem Moment nicht  gefiel – mit Ausnahme, dass ihm sehr kalt war. Von unten bis unten nass und nichts am Leib. Doch dies hatte Yakuro ihm befohlen. Warum also schimpfte der Shinrei Geist also mit seinem ‚Vater‘? Ohne jedoch eine Antwort zu bekommen, wurde er bereits wieder in die Nähe des Feuers geschoben  und etwas wie Erleichterung kehrte in die Augen des Akuma-Adepten zurück. Die erzeugte Wärme nahm nicht sofort Kälte, doch hier war es angenehmer als weiter weg. Sogleich wurde er jedoch ein Tuch übergeworfen bekam und von dem Shinrei Geist ordentlich abgetrocknet wurde. Das Rubbeln  und die Nähe zum Lagerfeuer ließen diesmal schneller das Blut in seinen Gefäßen erwärmen und ließ das Zittern der Glieder immer mehr verschwinden. Während Kotaru ihm mittlerweile auch die Haare trocknete, redete er gleichsam erneut auf ihn ein. Yurei konnte nicht sagen was es war oder warum es so war, aber so nett war bislang noch niemand zu ihm gewesen, das man ihn scheinbar ständig umsorgte – zumindest von diesem Geist. Er trocknete ihn ab, setzte Teewasser auf nur für ihn. Seine Mutter vielleicht, doch sie hatte sich immer mehr verändert.  Unheimlich und ungewohnt, so würde Yurei dieses Verhalten einordnen und dennoch kam er nicht umhin es in gewisser Art und Weise zu bevorzugen. „ Tee.“ Kam nur aus seinen Lippen, zu sehr darauf trainiert nur das zusagen, was die Frage beantwortet. Nicht mehr, nicht weniger. So etwas wie Bitte und Danke, kannten die Kinder bei so etwas nicht. Egoistisch waren sie erzogen worden und wenn sie sich entschuldigten…. Dann waren es die Schwachen vor seinem Vater.
Eben jener trat wieder vor ihn, ging in die Hocke als Kotaru ihm Platz gemacht hatte. Scheinbar war er für trocken genug erklärt worden. Weniger bedrohlich, aber dennoch kühl, blickten ihn erneut rote Augen an, die zusammen mit den Haaren gleichzeitig fremd und vertraut wirkten. Die Strähnen musste er sich in der vergangenen Zeit gekürzt haben. Bis jetzt war es dem kleinen Kind nicht aufgefallen. Gehorsam streckte er seine Arme zur Seite aus. Sich selbst kurz auf die Lippen beweisend, musste er ein ‚Hai, Oto-sama‘ unterdrücken, hatte man ihm eben doch gesagt, dass er das nicht wollte. Geduldig wartete er während man ihm den gräulichen Yukata anzog. So etwas Feines hatte er noch nie angezogen, weswegen er auch nicht beurteilen konnte, ob sich sein Vater dabei ungeschickt anstellte oder es eben so musste. Für ihn war es letzteres. Der Stoff fühlte sich viel weicher an und lag gänzlich anders seinem Körper an. Wahrscheinlich würde er jedoch noch eine ziemlich lang Zeit brauchen, um da hinein zu wachsen.  Die Frage hielt Yurei davon ab, sich weitere Gedanken um das Kleidungsstück zu machen und lenkte sie stattdessen auf die Beantwortung. Ja, wie lange war er schon wach? Die Müdigkeit hatte er schon häufig verdrängen müssen, aus Angst hinaus. Das letzte Mal geschlafen hatte er bevor er in den Wald ging… bei einer kleinen, schäbigen Ruine eines Hauses musste es gewesen sein. Dort war der Regen ein wenig abgehalten worden. Doch sein Zeitgefühl war nicht das beste. Erinnere dich, Yureitaij – forderte er sich selbst auf. Wie viele Sonnenauf- oder untergänge hatte er bemerkt? Das war gar nicht so einfach in diesem dichten Wald, wo zumeist die Wolken auch die Sonne verdunkelten.  „ Eineinhalb Tage? .“ eher mit fragender Stimme erlaubte er sich zu antworten. Er wusste es nicht genau. Doch zu sehr hatte er vor diesem Ort und den Akuma Angst gehabt, als das sich Yurei hier hatte schlafen legen wollen. Nicht einmal das Ausruhen hatte er sich gegönnt aus Angst, wenn er stehenblieb, würde die Kälte, der Hunger oder einer der Dämonen ihn holen.  Während die Worte auf seinen Mund gekommen waren, band Yakuro noch mehr Stoff um seinen Körper, aber zumindest hielt nun alles sehr gut. Seine Arme versteckten sich in ihm, als er sie wieder herunter nahm. Doch es schleifte nichts auf den Boden, der gute Stoff würde also nicht unnötig beschädigt werden. Auf so etwas Gutes, musste er besonders Acht geben! Der ältere Tamagami war inzwischen selbst sein Obergewand anziehen gegangen und drehte sich danach erneut zu Yurei um. Der Ausdruck in den Augen war umgeschlagen. Furchteinflößend, schien er ihn nieder zu starren und auch der Junge veränderte sich. Angst kehrte in seine Mimik zurück. War Hidô böse, weil er es nicht recht gewusst hatte? In Erwartung einer Standpauke oder einer Strafe, trat er unsicher einen Schritt zurück. Und Hidô kam auch, doch als er  von ihm in die Hocke ging und er bereits seine Augen zusammen kniff, spürte er nur etwas in der Wange. Keinen Schlag, nur ein ganz leichter Kniff und die Berührung der Hand auf seiner Haut. Unerwartet war diese Berührung gekommen, sodass er ihn mittlerweile eher ein wenig verwundert anblickte, als er sich wieder getraut hatte die Augenlieder zu heben. „ Hai, Hidô-sama. Vielen Dank dafür, ich werde es ehren.“ Mit einem Nickend gab er zu verstehen, dass er verstanden hatte und sich größte Mühe damit geben würde.
Einen Blick auf Kotaru riskierend, schien der tatsächlich einen Tee für ihn vorzubereitend. Eben als er darüber nachgedacht hatte, wie lange er bereits gelaufen war und auch seine Augen kurz geschlossen hatte, hatte er gemerkt, dass die Müdigkeit immer mehr Besitz von ihm ergriff. Nicht mehr lange würde er sich ihr verwehren können. Doch das brauchte er hier doch auch nicht oder? Sein Vater wäre dort und Kotaru auch. Er wusste nicht genau, ob es ratsam wäre, unerlaubt einfach zu schlafen. Aber es würde sich gut tun an dem warmen Feuer. Vorher schaffte er es vielleicht noch den Tee zu trinken und sich mit auch von innen zu wärmen. Die Kleider, die er neu bekommen hatte, waren warm und sorgten damit für ein wohleres Gefühl. Ein wenig sehnsüchtig blickte Yurei kurz zu der sicher warmen Wolldecke, dem Feuer, den Tee. Der Boden hier wäre sicher angenehmer als die feuchten Wiesen draußen. Doch wer sagte überhaupt, dass er hier schlafen dürfte? Am Feuer mit der Decke von Yakuro?
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Re: New Beginning / My Savior

Beitrag von Tamagami Yakuro am Di Mai 03, 2016 1:50 pm

Der Vorschlag des blondhaarigen wurde mit einem leisen "Tee" angemommen. Kaum hatte sich Kotaru darum gekümmert das der kleine Yurei trocken war, wand er sich dem Wasser über den Feuer zu, suchtein der Tasche nach ein paar Kräutern und Blättern in einer Schachtel die er ohne genau nach zu messen ins Wasser warf damit dieses etwas mehr Geschmeck bekam. Yakuro kümmerte sich dagegen um die neue Kleidung des Kindes, wickelte ihn in den weiß-grauen Yukata und versuchte ihm klar zu machen das er keine Angst vor ihm haben brauchte. Doch es gelang ihm nicht sonderlich gut, bei der Berührung seiner Hand zuckte er unweigerlich zusammen und hatte die Augen zusammen gekniffen. Wieder musste er sich fragen für was für eine schreckliche Person er ihn halten musste und das Hîdo-sama machte es nicht besser. Doch vielleicht machte es auch die Tatsache dem Jungen nicht einfacher das er bereits seit über einem Tag wach war, vielleicht verzerrte seine Angst und die Müdigkeit seine Wahrnehmung und er hielt ihn deshalb für jemanden der er nicht wr. Ich bin nicht Hîdo. Meinte er mit einem brummenden Unterton als er sich wieder aufrichtete. Ich sollte ihn schlafen lassen. Yakuro-sama! Hallte es in seinem Kopf und die weibliche Stimme seines ehemaligen Shinrei Geist lies seine Augenlieder leicht zucken, ehe er sich mit einem seufzen mit der Hand druch die Haare fuhr. Sie ist weg, sie ist weg Yakuro, sie wird nicht wieder kommen. Der Pseudo schmerz der dabei durch seinen Nacken ging lies ihn seinen Kopf etwas zurück lehnen und mit abwesenden Blick an die Decke starren. Kotaru goss derweil das Wasser ab, füllte alles in einen kleineren Topf um Yurei eine Tasse einzuschenken. Er merkte an den Blick des Kindes das er wohl langsam müde wurde und nach so viel Aufruhr hatte er sich das auch wirklich verdient. Komm her Yurei, trink deinen Tee und dann ruhst du dich aus. Mit einem matten Lächeln ging er zu dem dunkelhaarigen Kind, drückte ihm die warme Tontasse in die Hand und schob ihn auf die Wolldecke um sich mit ihm hin zu setzen. Mit seinen bernsteinfarbenen Augen blickte er den jüngeren an, nickte ihm aufmunternd zu das er auch von dem Tee trinken konnte um sich zu wärmen. Yakuro löste seinen Blick von der Höhlendecke, ging zu der Tasche um nach einer Flasche mit Sake zu greifen. Über die Jahre des reisens hatte er den Alkohol für sich entdeckt, nicht um sich damit zu betrinken, sondern um sich wie normale Menschen bei einem Gläschen zu entspannen. Er musste den Kopf unbedingt von den Erinnerungen von Sora frei bekommen, musste dieses -sama, das Yurei anhängte ausblenden und durfte sich davon nicht in die Irre führen lassen. Er wusste nicht wie lange er sonst noch der Noroi Infektion standhalten konnte, der Shinrei Geist der bei Yu gewesen war hatte ihn geheilt, hatte ihm die Schmerzen genommen, doch wenn es weiter so ging war es nur eine Frage der Zeit bis die Zweifel ihn wieder zerfraßen. Immerhin war es nur ein paar Tage her an dem er seinen Shinrei Geist getötet hatte. Es musste sein, sie war am Rande des wahnsinns. Er hatte etwas unverzeihliches in seinem Clan getan, normalerweise handhabt man schwierige Geister in dem man sie frei lässt, doch er hatte sie getötet und vom Antlitz der Welt ausraddiert, er durfte das unter keinen Umständen weiter an sich nagen lassen. Mit leerem Blick sah er zu den beiden Jungs auf der Decke, setzte sich selbst etwas abseits auf einen Felsen öffnete die Flasche und nahm einen tiefen Schluck der klaren Flüssigkeit. Sofort spürte er das brennen des Alkohols in seiner Kehle, hoffte das die betäubende Wirkung bald einsetzte. Kotaru wand seinem Meister einen besorgten Blick zu, ehe er sich etwas zu Yurei beugte. Hör bitte auf ihn mit -sama, anzusprechen. Nenn ihn einfach Yakuro. Wenn du ihn weiter so anredest wird es sonst kein gutes Ende nehmen... tu mir den Gefallen Yurei und versuch es bitte. Auch wenn die Emotionale Bindung von Shinrei und Anbeter nur in eine Richtung ging, so kannte er die Gedanken Gänge von Yakuro, wusste das er gerade wieder an das vergangene vor ein paar Tagen dachte und sich mit dem Alkohol nur ablenken wollte. Eine ganze Weile lang lag der Blick des blonden auf dem Jungen vor sich, sah ihm dabei zu wie er seinen Tee trank und nahm ihm irgendwann die leere Tasse ab. Auf seinen Armen abstützend lehnte er sich etwas im Schneidersitz zurück, lies die wärme des Feuers auf sich einwirken und machte Yurei mit einer Handbewegung klar das es in Ordnung war sich hin zu legen und sich aus zu ruhen. Schlaf dich jetzt aus, wir haben einen weiten Weg vor uns und du musst bei kräften sein. Vertrau mir ich pass auf. Praktisch das Geister so gut wie keinen schlaf brauchten und Kotaru nur aus langeweile schlief und des Genuss wegen etwas zu Essen zu sich nahm. Wenn man tot war hatte alles so seine Vor und Nachteile, doch beschwerte sich Kota auch nicht darüber, das es vor ein paar Jahren noch anders ausgesehen hatte lassen wir nuneinmal aus. Die blauen kühlen Augen von Yakuro starrten derweil ins Feuer, spürte der Sake in seinen Körper wirkte und diese wohlige Wärme in ihm ausbreitete, sein Kopf schaltete langsam ab, seine Gedanken beruhigten sich und mit einem leisen aufseufzen stellte er die verschlossene halbleere Flasche wieder weg. Gewöhn dich nicht zu sehr daran Kotaru. Damit meinte er natürlich die Gesellschaft von Yureitaiji und der skeptische Blick des blonden verriet ihm das er wohl damit rechnete das er ihn loswerden wollte. Wir nehmen ihn mit nach Chikyû zum Clan, da gibt es Leute die ihm die Techniken der Akuma-Adepten beibringen. Seine Stimme wirkte ruhig und monoton wie immer. Sein eigener Plan passte dem älteren selber nicht so recht, Fakt war das dieser Junge ein Clanmitglied war und er ihn mitnehmen musste, doch das er ein Akuma-Adept war und er zugab ihn in eine bestimmte Obhut abzugeben damit er gefördert wurde ging ihm gewaltig gegen den Strich. Meinst du Shouta-san? Mhhhn... Grummelte er nur zustimmend. Er wusste nicht wie sein Vater reagieren würde wenn er nach fast Fünf Jahren zum Clan zurückkehrte und ihm ein Kind auf die Nase drückte und dann wieder verschwand. Doch so sehr er seinen eigenen Vater verabscheute und mied, so wusste er das er die beste Wahl war um Yurei abzugeben. Je nachdem ob der Junge nun schon schlief oder nicht würde es sich auch Yakuro etwas bequem machen - so gut es eben auf einem Felsen ging, lehnte sich also etwas zurück, vergrub seine Arme in dem Stoff und starrte mit halbleeren Blick in das knisternde Feuer. Er wusste nicht genau wie lang es dauerte, doch auch er drifetete nach diesem Tag in einen Schlaf der von Träumen geplagt wurde.

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Re: New Beginning / My Savior

Beitrag von Tencha Anda am Fr Jun 03, 2016 8:28 am

„ Doch, du bist es doch, Oto-sama.“ Sagte er eifrig und nickte kurz. Was sollte das? Er sollte aufhören ihn zu verwirren. Warum leugnete er immer wer er war? Er verstand es nicht. Doch was tat er hier gerade? „ NEIN! Er wird böse, was ich getan“ Entsetzt über sich selbst, presste er seine kleinen Hände an seinen Kopf und verzog das Gesicht zu einer Grimasse. Hatte er am Anfang noch lauter gesprochen, versagte seine Stimme immer mehr und bekam etwas Verzweifeltes. Hatte er gerade tatsächlich ihm widersprochen? Und dem nicht genug, ihm sogar etwas vorgeschrieben und seine Worte in Frage gestellt? Hatte er sogar das Wort benutzt, was er ihm verboten hatte? Er würde ihn besprochen, das war nicht gut. Das durfte man nicht, viele Kinder starben alleine deswegen. Angst erfüllt blickte er zu Yakuro hinauf und taumelte ein paar Schritte zurück, zu sehr in seinen eigenen Schreckensbildern gefangen, was nun deswegen passieren würde. Dabei hatte er sich Hidô doch hingeben, nein er durfte nicht denken, dass er Widerstand ihm gegenüber leisten würde. Weglaufen würde nichts bringen und es gab eine Sache, die ihm einfiel, die er noch tun könnte, um seinen noch vorhandenen Willen ihm zu gehorchen auszudrücken. Etwas anderes hatte er nicht gelernt. Er ließ sich auf die Knie fallen, hart schlugen sie auf den Stein und ein Schmerz durchzuckte seine Oberschenkel, der sich nach oben ausgebreitet hatte. Seine Hände vom Kopf nehmend, ließ er sich mit seinem Oberkörper auf den Boden fallend um sich zu verbeugen. Zu schwachen Fäusten bildeten sich seine Hände, es würden sie sich aus Angst nur zu gern in den Boden krallen und als würde es die Angst lindernd sie stattdessen zur Faust zu schließen.

Wieder aufgerichtet, war es die Stimme von Kotaru, die ihn zu sich rief. Unschlüssig darüber, ob er ihr folgen sollte, blickte er zu Yakuro als wollte er erst seine Erlaubnis, ging dann aber doch zu ihm. Dieser blonde Junge war so gütig zu ihm, er wusste nicht, womit er das verdient hatte. So oft war er heute schon ungehörig gewesen und dennoch bekam er Tee und einen Platz auf der warmen Decke, direkt neben ihn. Vorsichtig nahm er einen Schluck, zuckte dann jedoch unwillkürlich zurück, zu heiß war das Getränk noch für seine Lippen. Instinktiv pustete er ein wenig, sodass es schneller abkühlt und nahm einen weiteren vorsichtigen Schluck. Es tat gut, zu spüren, wie das warme Getränk sein inneres entlang floss. Wie alles mehr und mehr aufzutauen begann und tatsächlich Wärme in seine Glieder zurückkam. Als gäbe es nichts besseres, umfasste er den Becher nur noch fester und trank gierig daraus, wobei er sich dadurch nur verschluckte und husten musste.
Nach Atem ringend, wandte er seinen Kopf zu Kotaru um, der das Wort an ihn gerichtet hatte. Er sollte seinen Vater lediglich Yakuro nennen? Es würde sonst kein gutes Ende nehmen? Hieß das er würde ihn sonst bestrafen? „ Nein, ich will das nicht.“ Angst erfüllte ihn erneut als er an die Bestrafung durch seinen Vater denken musste. Möglich das sein Gegenüber nun erst dachte, dass er ihn nicht so nennen wollte, doch vielmehr meinte er damit eher, nicht noch einmal eine solche Prozedur durchlebt zu haben. „ Bitte nicht.“ Wimmerte er leise, umgriff den Becher nur noch stärker und versuchte durch schütteln seines Kopfes die Erinnerung zu vertreiben. Er hatte Mühe wieder zu Kotaru zu blicken und schwach zu nicken. „Hai.“ Er würde es versuchen. Auch wenn es unrecht war, aber wenn er dadurch Strafen entgehen konnte, musste es doch gut sein oder? Früher hätte es dafür eine Strafe gegeben und sie nicht ausgespart. Doch nein, er musste endlich aufhören damit, musste aufhören seinen Vater in Frage zu stellen. Er war nur eines seiner Kinder, welche Befehle ausführten. Nicht mehr und nicht weniger.
Er spürte seinen ständigen Blick, wie er ihn dabei beobachtete die Tasse zu leeren, der auch nicht nachzulassen schien, als er sich die das geleerte Gefäß abnehmen ließ. Schlafen sollte er. Hier am Feuer? Das war ja wirklich zu gut um wahr zu sein. Der blonde Junge versprach sogar auf ihn aufzupassen. Vielleicht war dies wirklich keine schlechte Idee. Er ließ seinen Körper zu Boden sinken und rollte sich auf der Decke ein wenig zusammen.
Schlafen? War es das was er wirklich wollte? Wonach sich sein Körper sehnte? Ja, das war es. Endlich dieser Dunkelheit nachgeben, die einen dann einhüllte und in bessere Welt forttrug. Er hatte nie von einer anderen Welt geträumt, kannte gar keine andere und hatte die seine, die Welt von Hidô, als die richtige empfunden. Doch nun war er hier, in einer ihm so verquer erscheinenden Welt. Vielleicht könnte er im Traum zurück, zurück in seine heile Welt. Sie war sehr auszehrend, sehr schmerzhaft, von Angst, Blut und Tod bestimmt, doch in ihr kannte er die Regeln. Ständig hatten sie ihm klar vor Augen gelegen. In dieser Welt hingegen war alles so anders. In der Schlafenszeit hatte er keine Angst haben müssen getötet zu werden. Es war wie eine Regel gewesen, sie brachten einander nicht einfach um, denn dafür wäre man bestraft worden. Vielleicht auch weil es zu einfach wäre? Ohne Leiden? Nie hatte er sich darüber Gedanken gemacht, hatte jedoch akzeptiert in den Baracken ein wenig Ruhe des Nachts finden zu können. Ruhe, die man dringend brauchte, wenn man auch noch die kommenden Tage in dieser Hölle überleben wollte. Aber Hidô hatte doch dafür gesorgt, dass man ein wenig Schlaf bekam? Warum dann nicht auch hier? Es wäre doch sicher in Ordnung sich hinzugeben oder?
Instinktiv tat Yurei dann jedoch wieder etwas, was er früher stets bei dem Shinrei Geist seiner Mutter getan hatte, wenn sie fort war. Er griff nach einer von Kotarus Armen und umschloss ihn, als hätte er Angst doch auch er ihn verlassen würde. So war es früher gewesen, er hatte Natsu immer festgehalten aus Angst das er sonst verschwinden würde, sobald er seine Augen schloss. Noch ein wenig unschlüssig darüber, ob er seine Augen wirklich schließen sollte, starrte er wenig leer in die dunkle Höhle, die nur durch den Schein des Feuers erleuchtet wurde. Er bekam noch mit, wie Yakuro davon redete ihn irgendwo hin zu bringen. Einen Clan? In …wo noch einmal? Um ihn Techniken für die Akuma beizubringen? Aber das war doch gar nicht nötig. Er hatte doch seine Schriftrolle, hatte sein Vater das vergessen? Doch nein, sei still Yureitaiji, ermahnte er sich selbst und presste die Lippen aufeinander. Es stand ihm nicht zu. Es würde passieren, wie Hidô es wollte. Irgendwann übermannte ihn dann die Müdigkeit, konnte nicht mehr dagegen nachgeben, wollte es vielleicht auch gar nicht, sodass auch er in einen Schlaf abdriftete, der bei ihm tief und traumlos war, zu sehr war sein Körper geschwächt gewesen.

Als er nach einem recht langen Schlaf, die Augen wieder öffnete, blinzelte er zunächst. Wo war er? War er wirklich bei Hidô-sama oder hatte er sich das nur erträumt? Müde richtete er seinen Oberkörper auf, zwang sich jedoch zur Wachheit und einem klaren Blick. Eines der wichtigsten Dinge, die er in seiner Kindheit gelernt hatte. Schlaftrunken konnte man besonders leicht Gegner eliminieren. Er sah sich in der Höhle um. Zum einen konnte er einen blonden Jungen erkennen. Es war doch also keine Einbildung? Ein wenig erleichtert, ließ er seine Augen weiter wandern. Er wollte ihn kurz erfassen, nur um auch weiterhin sicher zu sein, das er noch da war. Die nächste Person, die er sah, war recht schmächtig. Schmal gebaut mit kurzen schwarzen Haaren und kristallblauen Augen. Was sollte das, wo war Hidô hin? Nirgendwo in dieser Höhle konnte er seinen Vater sehen. Und warum war da auf einmal dieser Junge? Verwirrt blickte er zu ihm, verstand nicht, wo er plötzlich herkam. Fragend blickte er zu Kotaru. „ Wo ist er? Wo ist ... Ot- …. Ya-ku-ro?“ Es fiel ihm sichtlich schwer diesen Namen auszusprechen. Ein wenig Verzweiflung klang in seiner Stimme mit. Er wollte wieder zu seinem Vater, dort in seiner Welt war es gut gewesen. Ohne ihn an seiner Seite würde die Welt da draußen ihm nur noch mehr Angst machen.

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Re: New Beginning / My Savior

Beitrag von Tamagami Yakuro am Sa Jun 04, 2016 12:39 pm

Dieser Junge sah in Yakuro etwas das er sich nicht vorstellen konnte und die ständige Angst die ihn im Nacken saß machte das nur deutlich. Er sollte auf seine Wortwahl achten, Yurei versetzte es in Angst wenn er gegen Regeln verstieß das hatte er bereits begriffen, doch was erwartete er? Das Yakuro wirklich böse wurde? Das er handgreiflich wurde? Kaum merklich verzogen sich seine Augen zu Schlitzen als er sah wie sich Yurei wieder auf die Knie vor ihm warf. Plötzlich kam ihn ein ungeheuerer Gedanke. Was wenn ihn der kleine gesehen hatte als er in Chigir gewesen war? Was wenn er ihn hatte töten sehen? Dann wäre seine Angst berechtigt, dann würde er ihn verstehen, doch das war nicht das was er erhoffte. Er schluckte leicht als ihm dieser Gedanke immer sinnvoller erschien, vielleicht hatte der Junge deswegen einen komplex gebildet das er ihn Oto-sama und Hîdo nannte. Vielleicht nannte man ihn wirklich Hîdo in dieser Gegend. Niemand wusste immerhin wer er war, vielleicht hatten sich die Bürger einen Namen für ihn ausgedacht? Seine Augen blieben auf Yureitaiji und Kotaru die es sich auf der Decke bequem machten, während seine Gedanken weiter rotierten. Vielleicht war es schicksal das er diesen Clanjungen heute getroffen hatte, vielleicht wr es ein Zeichen der Götter zu verschwinden und zum Clan zurück zu kehren.
Kotaru hingegen war wiederum zu überfordert mit der Ängstlichkeit des Jungen, er redete davon das er es nicht wollte - wollte er Yakuro nicht beim Namen nennen oder wollte er nicht das er böse wurde? Dabei hatte er nicht einmal gemeint das Yakuro böse wurde, sondern eher das ihn seine Erinnerungen wieder einholten und er am Noroi erkrankte. Der blondhaarige Junge sog die Luft ein, hielt sie an als ihn die Welle der Schmerzen und Angst erfasste. Der blonde schluckte, versuchte sich nicht mitreisen zu lassen, doch aus dem Augenwinkel sah er wie Yakuros Oberkörper leicht zuckte und er seinen Kopf in den Nacken legte. Vorsichtig strich er Yurei über den Kopf, wollte ihn beruhigen, fand jedoch kaum Worte. Irgendwann schien er sich von selbst zu beruhigen, trank seinen Tee und kauerte sich dann auf der Wolldecke zusammen. Er seufzte leise, lies seinen Blick auf dem Feuer ruhen als ihn der Kleine Junge plötzlich am Arm griff und seine dünnen Ärmchen um diesen schlang. Etwas verdutzt sah Kotaru herab, spürte wie er sich festklammerte als wollte er nicht das Kota von seiner Seite wich. Unschlüssig darüber was er nun tun sollte, verharrte der blondhaarige Junge einfach, er wollte sowieso wach bleiben das sein Meister auch etwas schlaf abbekam denn noch traute er dem Frieden nicht das wirklich alle Akuma weg waren. Morgen würden sie sich wieder auf den Weg zurück in die Wüste machen, in das rauhe Land von Chikyû, weg von diesen Tümpeln des Todes, welche so viel Schrecken mit sich bargen. Immer wieder sah der Shinrei von dem Jungen zu Yakuro und erst als sein Meister etwas zusammensackte und nun auch endlich den Schlaf fand entspannte er sich etwas mehr.
Sein Schlaf war geplagt von Träumen, von Erinnerungen heimgesucht schreckte er immer wieder auf nur um seinen Shinrei immer wieder in der gleichen Position vor zu finden. Er war ein treuer Geist, ein guter Freund und das war wohl auch der einzige Grund weshalb es ihm immer wieder gelang einzuschlafen. Der Tag hatte ihn geschlaucht, seine Glieder schmerzten und sein Kopf fühlte sich so schwer an. Er dachte an seinen Vater, wie würde er wohl reagieren wenn er nach vier Jahren zurkkehrte und auch noch ein Kind mitbrachte? In seinen Träumen suchte ihn Sora immer wieder heim, flüsterte ihn ins Ohr was ihn ebenso wieder wach rüttelte. Es plagte ihn und würde ihn wohl noch die nächsten Jahre vefolgen das er seinen Shinrei getötet hatte. Irgendwann wachte er auf, das Feuer knisterte noch immer leise vor sich hin und auch draußen wurde es bereits wieder hell, wenn auch noch die Dämmerung am Himmel hing. Der Felsen an dem er gelehnt hatte war alles andere als bequem gewesen, doch trotz des ziehen in seinem Rücken rappelte er sich auf, rieb sich leicht über den Hinterkopf und stapfte zum Ausgang der Höhle. Kotaru blieb ruhig, wusste er doch das Yakuro für den Moment keine Unterhaltung wollte. Langsam ging der Tamagami zu dem kleinen See, tauchte seine Hände in das kalte Wasser und warf sich etwas davon ins Gesicht, ehe seine wachsamen blauen Augen über das Ufer huschten. Er vernahm keine Bewegung, es war ruhig, nichtmal Vögel zwitscherten und es ging kein Wind. Die hohe Luftfeuchtigkeit drückte auf ihn nieder, vertrieb die wärme von dem Feuer aus seinem Körper weshalb er sich zügig wieder in die Höhle begab um noch etwas Kraft für den Tag zu sammeln. Genau in dem Moment als er sich zurück auf den Felsen sinken lies in sein feuchtes Gesicht zum Feuer wandte, regte sich Yurei neben dem blonden Geist und erwachte aus seinem Schlaf. Um nicht ganz so zermürbt zu wirken straffte Yakuro seine Schultern, richtete seinen Oberkörper auf und verschränkte die Arme vor der Brust.
Auch Kota bemerkte das erwachen, lies seinen Blick von dem Feuer los und schenkte Yurei ein frohes Lächeln als dieser sich langsam aufsetzte und sich noch immer an dem Arm des Geistes festklammerte. Sichtlich irrtiert wo er war sah sich das Kind um, blickte von Kotaru zu Yakuro als sein verschlafenes Gesicht aufeinmal unsicher und nervös wurde. Nach seiner Frage warfen sich der Shinrei und der Tamagami einen rätselnden Blick zu, was hatte das nun zu bedeuten? Yurei suchte nach seinen Vater - nein nach Yakuro, doch er war doch hier. Er war gestern schon hier gewesen und da hatte er ihn ständig für seinen Vater gehalten - und nun suchte er ihn? Was ging in dem kleinen Kopf vor? "Eh, guten Morgen." Kotaru wusste nicht so recht wie er reagieren sollte, weshalb er seinen Kopf einfach etwas fragend schief legte. "Was meinst du damit Yurei? Er ist doch hier, das ist Yakuro."
In dem Kopf des dunkelhaarigen fing es wieder an zu drücken und zu hämmern, er konnte sich noch immer kein genaues Bild davon schaffen was in Yurei ständig vor ging, gestern noch hatte er ihn verwechselt, für jeman danderen gehalten, stand er gestern unter einem Genjutsu das er nicht bemerkt hatte? Ein Fuuin, das ihm seinen Kopf vernebelte und seine Gedanken kontrollierte? Eine Illusion? Eine Illusion.... er hat mich wirklich für jemanden anderen gehalt, er hat jemand anderen in mir gesehen - diesen Hîdo vielleicht? Er war verängstigt, hatte viele Akume bei sich. Na klar er hat etwas anderes gesehen und wollte das Wahre nicht akzeptieren. Er war immerhin ein Kind, leicht zu manipulieren und sie glauben nur das was sie sahen. Jetzt wo er sich vielleicht etwas mehr beruhigt hatte, wo er ausgeschlafen war und gegessen hatte, vielleicht waren da seine Sinne wieder voll da. Ich hab dir doch gesagt ich bin nicht Hîdo. Nein Yakuro hatte kein feingefühl für das sensible Gemüt eines Kindes - woher auch. Er war jahrelang als Mörder unterwegs gewesen, da war sicher das letzte was er tat sich um Kinder zu kümmern wie sie dachten. Yureitaiji - wer ist dein Vater? Jetzt wo er ihn wirklich wahrnahm war er vielleicht auf fähig zu antworten. Die blauen, kühlen Augen des Tamagami lagen dabei die ganze Zeit auf Yurei, seine Stimme war so ruhig wie immer, doch seine Körperhaltung strahle stärke und Selbstsicherheit aus. Ob er wieder Angst bekam vor ihm bekam? Oder sah er nun wirklich Yakuro vor sich und nicht mehr seinen Vater?

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Re: New Beginning / My Savior

Beitrag von Tencha Anda am Di Jun 07, 2016 9:18 am

Wenn man wusste, wie das Leben unter Hidô abgelaufen war, würde jeder normale Verstand wohl nicht nachvollziehen können, warum ein Kind, dass so viel Angst vor seinem Vater und allem was in seiner Hölle geschehen konnte hatte, wieder zu diese zurück wollte, als sich in der neuen Welt zurechtzufinden. Doch Menschen waren Gewohnheitstiere. Was sie nicht kannten, machte ihnen oftmals noch mehr Angst als was sie kannten, aber fürchteten. Die Welt von Hidô war grausam, unbarmherzig und sicherlich eine, in der man, wie andere es nennen würden, von Geburt an einer Gehirnwäsche unterzogen wurde. Sie stand einer Welt mit Gefühlen gegenüber, die nicht weniger grausam an manchen Orten sein konnte, dies aber zuweilen gut versteckte. Hier gab es mehr als blinder Gehorsam und Bestrafung. Doch eben dieses mehr machte Yurei Angst. Alles war neu und ungewohnt. Alle verhielten sich nicht so, wie es Jahre bei ihm gewesen war. Für einen kleinen Jungen seines Alters, der nichts in dieser Welt hatte, sich verloren fühlte und sich danach sehnte zu wissen, was er sollte und nicht, war es wohl nur natürlich, dass er zurück in sein altes Leben wollte. Der Schlafentzug, die damit verbundene Müdigkeit und Erschöpfung von Körper und Geist, hatten letztendlich dafür gesorgt, dass er in einer Hidô sehr ähnlichen Personen eben jenen gesehen hatte. Oder war es doch nur der Wunsch ihn wieder zu sehen?
Nach dem er seinen Oberkörper erhoben, noch immer den Arm von Kotaru festhaltend, sich in der Höhle umsah, war sein Geist zu wach, um die Tatsache zu leugnen, dass dort nicht die stechend roten Augen waren. Das dort war nicht sein Vater. Für Yurei stand jedoch fest, dass dieser gestern noch da gewesen war. Er glaubte was er sah, ganz natürlich in diesem Alter, doch schloss es auch aus, dass sich in seinem Kopf der Gedanke formte, dass er es sich nur eingebildet hatte. Ein wenige verzweifelt, hatte er sich deshalb an Kotaru gewandt, sogar seine Worte beherzigt und versucht diesen anderen Namen seines Vaters auszusprechen. Das fröhliche Lächeln ihm gegenüber hatte ihn nur noch mehr irritiert. Auf dem Weg hierher, hatte er es bei einigen bemerkt und auch Kotaru tat es oft. Er wusste nie so ganz, wie er so etwas einschätzen sollte. Er erinnerte sich nicht so gut daran, ob seine Mutter es auch getan hatte. Aber Natsu am Anfang… und manchmal die Mütter, die neu gekommen waren. Aber es war immer sehr schnell aus ihren Gesichtern verschwunden und niemand hatte es sonst getragen. Es fühlte sich nicht nach etwas schlechtem an, aber natürlich konnte er sich täuschen. Worte um jemanden zu begrüßen nach dem Schlafen, sparte er sich meistens. Floskeln, die keiner verwendet hatte und oftmals konnte man sich dann denken: Was sollte an einem Tag unter Hidô wirklich gut sein? Vielleicht auch der Grund warum man dies, wie andere Floskeln, wie schlaf gut, gute Nacht… nicht wirklich von Kindern Hidôs gehört hatte.
Langsam lösten sich seine kleinen Finger von Kotarus Arm. Der Verwirrtheit wich Unverständnis gegenüber dem blonden Jungen. War das denn nicht selbstverständlich? „ Aber… aber, dass ist nicht, Oto-sama. Was redest du da. Nein…nein. Wach auf! “ Er fuhr sich mit seinen Händen durch die Haare, zog leicht daran und rieb sich dann über die Augen als könnte er aus diesem Albtraum aufwachen. Er hatte ihn doch gerade erst wieder gefunden und wollte wieder zurück zu ihm. Doch als er seine Augen wieder öffnete, war dort immer noch dieser Junge mit den blauen Augen. „ Wach auf!“ flüsterte er leise und verzweifelte zu sich selbst. Er wollte zurück, zurück zu seinem Vater und in sein altes Leben. So kurz war er davor gewesen, dass alles wieder in Ordnung wurde und jetzt wachte er entweder nicht aus einem bösen Traum auf oder Oto-sama war während er schlief fort gegangen.
Bevor er es jedoch schaffte, sprach ihn dieser Junge an. „ Ich kenne dich nicht.“ Stellte er mit einer gewissen Abneigung ihn gegenüber in seiner Stimme fest. Er sollte verschwinden. Alles war gestern gut gewesen. Doch jetzt war sein Vater weg und dieser andere dort, dem er gegenüber keinen Respekt zeigte? Warum auch, es gab lediglich die eiserne Regel seinem Vater zu folgen, ihn zu respektieren, ja sogar sich ihm zu unterwerfen, alles zu tun, was er wollte. Vor den älteren Geschwistern sollte man lediglich Angst und ein wenig Respekt vor den ganz alten haben. Solche Geschwister wie Gajo, der so gesehen die rechte Hand von seinem Vater war, aber dennoch hatte er sich vor ihm nie verbeugt. Vor einem Fremden würde er dies damit sicher nicht tun, geschweige denn, respektvoll ihm gegenüber treten. Da wären eher Scheu, Abstand und Kampfbereitschaft.
Er rappelte sich schnell auf und trat ein paar Schritte zurück, spannte seinen zierlichen, kleinen Körper an. Die Fremden konnte er nie einschätzen, wie sie ihm gesonnen waren. Meistens nicht gut. Gestern mit Kotaru, da war es in Ordnung gewesen, immerhin war ja auch sein Vater wieder bei ihm gewesen. Aber die anderen Kindern waren oft nur nach draußen gegangen, um zu kämpfen. Die Welt draußen war schlecht und man musste sich gegen die von ‚außerhalb‘ zu verteidigen wissen. Aber er würde schon zeigen, dass er nicht schwach war. Er reckte seinen Kopf hoch, stellte sich gerade hin und versuchte ein gutes Bild zu machen, alles aus seinem Gesicht zu vertreiben, was Schwäche zeigen würde. Sein Gegenüber strahlte selbst viel Stärke und Selbstsicherheit aus, er durfte demgegenüber nicht nachgeben. Er musste sich behaupten, sonst hätte er gar keine Chance. Gab es denn hier gar keine Waffe? Oder etwas anderes um einen Akuma zu bannen? Aber brachte ihm das wirklich etwas ohne eine Waffe? Ja, vielleicht würden sie in hinein fahren und ihn verzehren können? Das wäre gut. Dann könnte Hidô-sama, wenn er zurück wäre, sehen, dass er das Problem mit dem Eindringling selbst gelöst hatte. „ Woher kennst du meinen Namen? Und den Namen meines Vaters?“ fragte er misstrauisch und versuchte diesen Jungen genau im Auge zu behalten. „ Mein Vater geht dich nichts an. Aber wisse, dass er dir in allem überlegen ist und du gehen solltest bevor er wieder zurückkommt. Aber, Oto-… Yakuro soll sich nicht die Hände schmutzig machen… nein… ich kann das auch.“ Sprach er, wobei er immer leiser wurde und einen verrückten Klang bekommen hatte. Für sein Alter war er wohl bereits besser im Umgang mit den Akuma als manch anderes Kind der Tamagami, aber das hieß nicht, dass er sich nicht immer zu viel traute und schon öfters eine Infektion abbekommen hatte. Aber wenn er das hier schaffte, dann wäre sein Vater stolz auf ihn. Dann könnte er sehen, dass sein Erbe doch recht nützlich ist.
Er musste sich konzentrieren. Akuma existierten, auf Grund von schlechten Gefühlen. Ihm fiel kein anderer Weg als sie hierher zu locken mit all seinen eigenen schlechten Erinnerungen. Mit dem Schmerz, der Angst, dem Hass, allem was er jemals intensiv gefühlt hatte. Nur wenig war dabei gewesen, was die Menschen hier als ‚gute Emotionen‘ betiteln würden. Er atmete schwerer, seine Brust verkrampfte sich und er bohrte seine Hände in die Arme, die er vor der Brust verschränkte. Die Lippen presste er auf einander. Er durfte keine Schwäche zeigen, trotzdem er sich gerade versuchte nur auf das schlechte zu konzentrieren. Es tat weh, es sollte aufhören. Am liebsten würde Yurei sich in einer Ecke drängen, sich dort zusammen rollen und versuchen alles wieder von sich weg zu schieben, aber wer wusste, ob dann die Akuma kommen würden. Es gab sehr viele in diesem Wald und er hatte sie bereits gestern schon durch seine Gefühle angelockt, wenn er sich nun so stark an sie erinnerte und fühlte, würden sie sicher kommen. Er schritt rückwärts bis an die Wand, um Yakuro im Auge zu behalten, aber gleichsam auch sich dem Eingang zu nähern um näher an den Akuma zu sein. Doch sie würden nicht über das Wasser kommen, oder? Wie dumm von ihm. Er schallte sich selbst einen Narr. Dann musste er es schaffen nach dort draußen zu kommen. Aber wie sollte er über das Wasser gelangen, ohne gänzlich durchnässt zu werden oder zu ertrinken? Es gab keinen schmalen Randsaum, den er entlang gehen konnte und wenn er kraxelte…? Nein wahrscheinlich hätte man ihn dann bereits viel zu schnell eingeholt. Ein Blick zu dem Wasserfall, der die Höhle des Einganges verschloss und unwillkürlich zeigte sich auch auf seinem Gesicht eine Veränderung. Schwer atmend, lehnte er sich, versucht unauffällig, gegen die Wand und schien ein verzerrtes Grinsen zu zeigen. Er erkannte dunkle Schatten hinter dem klaren Wasser. Sie war gekommen. Schnell sah er bereits wieder zu Yakuro, denn er nicht aus den Augen lassen wollte. Rote Striemen hatten sich bereits auf seinen Armen abgezeichnet. Er hielt es nicht mehr aus, ein letzter Versuch galt dem unterdrücken eines Schmerzensschrei, bevor er an der Wand entlang nach unten rutschte, seine verkrampften Hände löste und sie an seinen kleinen Kopf presste. Er vergrub sie in seinen Haaren und übte selbst einen Gegendruck auf den Schädel aus. Er hatte das Gefühl, dass er zerspringen würde, seine Brust zerreißen würde. Die Knie an seinen Leib gezogen, vergrub er den Kopf zwischen ihnen, um seine Augen zu verdunkeln. Es sollte aufhören. Es tat so weh, er wollte das nicht. Keine Bestrafung oder Folter. Er hatte doch alles richtig gemacht, die Akuma würden diesen Fremden beseitigen und Oto-sama konnte stolz darauf sein, aber die Schmerzen fraßen eher ihn als die Akuma diesen Mann auf. Dafür müssten sie erst einmal über den See kommen. Wie dumm diese Aktion gewesen war, für sich selbst, erkannte Yurei nicht. Es war ihm in diesem Augenblick egal. All das was er stetig versuchte zu unterdrücken, damit es ihn eben nicht zusammen übermannte und ihm Schmerzen bereitete. „ Aufhören, Aufhören.“ Murmelte er verzweifelt selber zu sich und hinterließ an seinen Schläfen ebenso Kratzspuren, weil er sich aus Verzweiflung gegen die Erinnerung zu tief mit den Fingern hinein gekrallt hatte. Anders als seine Arme waren diese nur durch Haare und nicht durch Stoff, damit nicht wirklich effektiv geschützt. Er sah es mittlerweile nicht mehr, aber die dunklen Schatten schienen sich immer weiter zu vermehren und näher zu kommen.

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Re: New Beginning / My Savior

Beitrag von Tamagami Yakuro am Fr Jun 10, 2016 7:27 pm

Yakuro hatte also recht mit seiner Theorie. Etwas hatte sich über Nacht mit Yurei verändert, er war nicht mehr so unterwürfig wie zuvor und auch nicht mehr so unsicher. Nein ganz im Gegenteil, er wollte ihm sogar die Stirn bieten, sah ihn nicht mit diesen Kinderaugen voller Angst an, sondern zeigte ihm das auch er einen harten Blick besaß. Ungläubig sah er von Kotaru zu dem dunkelhaargien, wollte dem blonden nicht glauben das es sich um Yakuro um Yakuro handelte und nicht um Hîdo den er Yakuro nennen sollte. Er verstand es nicht, verzweifelte so sehr verwirrte ihn die Realität. Du hast ihn mir gestern selbst genannt. Antwortete er dem Kind nüchtern, verzog allerdings seine Augen als Yurei einen Ton Anschlug der ihm nicht gefiel. Er mochte Kinder nicht die so ungehobelt mit älteren redeten, er zeigte keinerlei Respekt mehr vor ihm im krassen Gegensatz zu gestern abend. Yakuro verkniff sich ein genervtes stöhnen, lediglich seine eisblauen Augen flackerten leicht währnd er Yureitaiji niederstarrte. Der schwarzhaarige war kein Freund großer Worte, geschweige denn vieler Worte. Hîdo wird nicht kommen und selbst wenn – du weißt nicht wer vor dir sitzt Junge. War er sich da wirklich so sicher das sein Vater, der ihm so große Angst einjagte nicht kam? Ja, ja er war sich sicher immerhin hatte Yurei von einem Kampf erzählt, davon das er geflüchtet. Yakuro wusste ja das die Mizukage letztens einen Feldzug begonnen hatte und der Zufall war einfach zu groß das er ein paar Tage später diesen Jungen fand der von jenem Kampf berichtet hatte. Da würde keiner kommen, allein das er überlebt hatte und entkommen war, war ein Wunder.
Kotaru war sichtlich verwirrt über die Veränderung des sechs jährigen, trat einen Schritt nach hinten als sich Yurei von ihm löste und sah immer wieder unsicher zwischen den beiden Tamagami hin und her. Der blondhaarige Shinrei schluckte leicht als er den Umschwung in der Stimme des Jungen bemerkte, wie seine Augen finster zu Yakuro funkelten – er würde nicht mehr so einfach auf die Knie vor ihm fallen da war sich der Geist sicher. Wir haben dir gestern Speiß und Trank gegeben, dir Kleidung angezogen und nun redest du so respektlos mit mir? Die Stimme seines Meisters liesen den blonden leicht zusammen zucken. Sie war noch immer ruhig, doch der scharfe Unterton war neu für ihn. Yakuro war sehr beherrscht, sprach nicht zu voreilig und Urteilte immer sehr gewissenhaft, doch wenn er eines nicht leiden konnte waren es Kinder wie Yurei oder aber Respektlosigkeit – beides zusammen war da eine wahrlich schlecht Kombination. Langsam erhob sich der ältere von dem Felsen auf dem er saß, verschränkte seine Arme vor der Brust und straffte die Schultern als er bemerkte wie auch Yurei sich anspannte. Sei froh das du ein Kind des Clanes bist – sonst wärst du nichts weiter als ein nichtsnutziges Kind. Seine klaren blauen Augen funkelten bedrohlich, man konnte den Schleier an Tot und Mord regelrecht sehen der in seinem Blick lag, das er nicht zögern würde ein Kind zu töten und auch keine Hemmungen vor unschuldigen Blut an seinen Händen hatte.
Sora war nun fort, sein alter Shinrei war tot und doch lag der Einfluss den sie auf ihn hatte noch immer auf den Tamagami. Kotarus Augen weiteten sich als er bemerkte in welche Stimmung dieser morgen kippte, doch dagegen tun konnte er nichts, nicht in dieser Lage in der sich Yaku gerade befand. Er konnte es sich nicht leisten ihm weh zu tun, für den Moment musste er seinen Blick und seine Drohungen so hinnehmen, doch zulassen das er Yurei etwas tat würde er nicht, dafür hatte der Shinrei Geist bereits zu viele Kinder sterben sehen. Seine bernsteinfarbenen Augen lagen weiterhin auf seinem Meister, doch als eine Welle der Schmerzen und negativen Energie auf ihn hereinbrach zuckte der Gesit unwillkürlich zusammen, stolperte nach hinten und starrte erschrocken zu dem Jungen vor sich. “Oh nein.“ Kotaru hielt die Luft an, er durfte sich von den Emotionen von Yureitaiji nicht einnehmen lassen, er durfte sich nicht davon berühren lassen, sonst würde Yakuro darunter leiden. Doch die Ausstrahlung des kleinen Kindes war mächtig, gewaltig und furchteinflösend für den jungen Shinrei-Geist. Um nicht ganz und gar in einen Abgrund zu fallen entfernte er sich weiter von dem Jungen, ging zu seinem Meister und presste seine Hände auf seine Ohren um das leise wimmern des Kindes nicht länger ertragen zu müssen. Todesangst, Kampfeslust, Ehrgeiz, Schmerzen, totale Leere und Finsternis, alles waberte in der Luft und liesen Kotaru schwer und stockend ausatmen. “Wenn er so weiter macht-“ Zu spät. Auch wenn Yakuro nicht so deutlich Gefühle wahrnehmen konnte wie sein Geist, so war ihm die verrückte Aktion des dunkelhaarigen Jungen nicht entgangen. Vor schmerzen gekrümmt lehnte er an der Wand, fügte sich selbst Schmerzen zu indem er seine Fingernägel in seine Haut krallte, hinterlies tiefe Striemen an seinen Armen und in seinem Gesicht. Haareraufend zog er sich zusammen, fing an zu zittern und schüttelte immerwieder seinen Kopf. Was für eine Macht – obwohl ich gestern einen Bann gesprochen hab sind die Akuma wieder da, meine Barriere am Höhlen Eingang wird nicht lange halten wenn er so weiter macht. Diese verdammten Akuma-Adepten, sie sind so unberechenbar und er hat absolut keine Kontrolle über seine Fähigkeiten. “Yakuro- tu was... ich-ich... das ist zu viel.“ Die quälende Stimme seines treuen Freundes lies den Tamagami dann doch leicht mit den Fingern zucken. Jakki Der Körper von Kotaru fing an zu glühen und der Shinrei verwandelte sich in seine Katana Waffen Form, fand den Weg in die Handfläche von Yakuro. Die Masse an Akuma die Yurei beschworen hatten konnte er nicht da draußen lassen, er musste etwas dagegen tun. Mit zwei großen Schritten stand er vor Yurei, blickte bedrohlich auf ihn nieder, die innere Ruhe schien nicht mehr vorhanden zu sein, da war nur noch der kalte kühle Blick von Yakuro der auf dem Kind lag. Tch – die Hände schmutzig machen. Lächerlich Yureitaiji. In der rechten hielt er seine Shinrei-Waffe, die linke schoss hinab zu den zusammen kauernden Jungen und griffen nach dem Kragen des Yukata den er ihm am Abend angezogen hatte. Mit Leichtigkeit zog er den Jungen auf die Beine, griff mit seiner Hand nach seinem Nacken und zerrte ihn weg von dem warmen Feuer, Richtung Höhlenausgang und Wasserfall. Da hast du uns was schönes beschworen – jetzt seh zu wie die es kontrollieren kannst. Eiskalt und ohne rücksicht zog der 20-jährige den Jungen an dem Wasserfall vorbei, sollte er sich gegen seinen Griff wehren würde er ihn nur stärker packen, er würde sich nicht so einfach abschütteln lassen. Erst beschwörst du die Dämonen und nun wimmerst du vor Angst. Sieh dir gefälligst an was du getan hast! Die Verachtung in seiner Stimme war gut zu hören. Draußen am Ufer blieb er in der Nähe des Wasser stehen, fand vor sich wie schon gestern eine Wand an Akuma vor sich die immer weiter heranwuchs. Diesemal waren sogar einige größere dabei die er nicht so einfach mit einem Bann vernichten konnte. Was denkst du dir eigentlich dabei deine Fähigkeiten so sehr zu missbrauchen und zu überschätzen? Ich sehe schon das du keine Ahnung hast weshalb wir die Dämonen und Geister dieser Welt sehen können – ich hab gesagt sieh es dir an! Seine Stimme war tatsächlich lauter geworden und er zwang den Jungen Tamagami dazu sich sein Werk anzusehen. Danach ging er in die Hocke um mit dem Kind auf einer Höhe zu sein, deutete mit seiner Waffe in die Masse der Dämonen und hatte sein Gesicht grimmig verzogen. Wieviele denkst du braucht es um dich auseinander zu nehmen? Fünf? Wieviele glaubst du kannst du kontrollieren eh? Einen? Und wieviele glaubst du braucht es um mir etwas anzuhaben? Mehr als fünf. Und nun sag mir wer hier die Macht hat um sich die Hände schmutzig zu machen. Die hellen blauen Augen starrten böse auf Yurei nieder, womöglich war es gerade eines der seltenen Male das Yakuro wirklich böse wurde, das er wirklich so etwas wie Hass empfand. Außerdem hast du Kota, schmerzen zugefügt – das werde ich dir nicht verzeihen Kleiner. Die kälte in seiner Stimme konnte wohl sogar Wasser gefrieren lassen während seine Augen diese Eis druchdrangen und zerspringen liesen. Nein heute war kein guter Morgen und Yurei sollte sich in acht nehmen.

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Re: New Beginning / My Savior

Beitrag von Tencha Anda am Fr Jun 10, 2016 10:37 pm

Schwäche. Man durfte sie niemanden zeigen. Egal, wie stark der eigene Gegner doch war. Man hatte es ihm gelehrt. Nur Schwächlinge starben, denn sie waren nicht stark genug. Die Kämpfe in der Arena waren nie darauf ausgelegt gewesen, einem nur Gegner zu geben, gegen die man tatsächlich eine Chance hatte. Yurei hatte nie kämpfen müssen, es war ihm erspart geblieben eine Hand an seine Geschwister zu legen, denen er nur selten gewachsen gewesen wäre. Schon so manche Nacht hatte er zu den Göttern, von denen seine Mutter oder Natsu Geschichten erzählt hatten, gebetet. Anfangs noch mit Tränen der Angst in seinen Augen, die irgendwann versiegt waren. Angst fraß ihn auf, verzehrte ihn und ließ ihn nur leichter Akuma anlocken. Er hatte lernen müssen, das Tränen nichts brachten, wenn gleich sie ihn noch hin und wieder überkamen. Gebetet hatte er dafür den nächsten Tag zu überleben. Aber hatten das nicht alle getan? Yurei glaubte nicht zu den Göttern. Einmal hatte er eines seiner Geschwister darauf angesprochen, doch nur Hohn und Spott wurde ihm entgegen geschleudert, als ihm dann auch noch gedroht wurde seine Flausen im Kopf Hidô zu melden, hatte er aufgehört mit irgendjemand darüber zu sprechen. Wahrscheinlich hatte er in diesem Moment versucht mit dem Glauben aufzuhören. Konnten diese Geschichten überhaupt Wirklichkeit sein? So etwas wie Götter? Warum hatten sie dann zu gelassen, dass sie alle so behandelt worden waren? Warum hatten sie zugelassen, dass er aus seiner Welt gerissen wurde und sich nun in einer zurechtfinden musste, wo kein Platz für ihn zu sein schien? Sollte sie es dennoch geben,... ~ kami gami, wenn euch gibt, dann bringt ihn mir zurück. ~ flehte er in Gedanken, glaubte jedoch nicht daran, dass diese kindlich-naiven Worte jemals Gehör finden würden.
Yurei schüttelte verständnislos den Kopf. Nein das konnte nicht sein. Er hatte seinem Vater gestern seinen Namen genannt und nicht diesem Fremden, der überhaupt nichts mit Hidô gemein hatte. Und was redete er davon, dass sein Vater nicht kommen würde. „ nein… Nein. Damare! Er wird!“ spitz und laut erklang seine Stimme als wollte er sich dadurch ihm gegenüber behaupten. Es war ihm egal, wenn er hier vor sich zu sitzen hatte. Es zählte nicht. Weder war er ein Geschwisterkind noch sein Vater und damit gab es keinen Grund mehr über ihn zu wissen als das er ein Fremder war. Die älteren, die bereits auf Missionen geschickt worden waren, hätten ihm jetzt gesagt, dass es manchmal klug war zu wissen gegen wen man kämpfte. Doch es gab eine Sache bei der er sich bewusst war. Wenn er das hier schaffte, würde sein Vater auf ihn stolz sein und er wäre noch am Leben, wenn nicht… dann konnte er seine Mutter, Natsu wiedersehen… ja vielleicht sogar seinen Bruder kennenlernen, über den stets geschwiegen worden war. Natsu! Warum war Natsu nicht mehr bei ihm? Er hatte stets Trost bei ihm finden können, wenn er erneut etwas falsch gemacht hatte oder sich in den Schlaf sang. Sein Blick glitt zu Kotaru, dem einzigen Menschen hier zu dem er eine gewisse Art von Bindung aufweisen konnte. Eng genug zumindest als das er in der vergangenen Nacht den Platz des Shinrei seiner Mutter eingenommen hatte, eng genug, dass er ihm vertraut hatte in Oto-samas Anwesenheit ihm nichts zu tun. Vielleicht war es, dass er glaubte, auch bei ihm Halt oder Verständnis für die Situation warum sein Vater nicht hier war zu finden. Als würde er nach Hilfe suchend, blickte er kurz zu dem blondhaarigen Jungen, der sich jedoch von ihm entfernte. Warum? Weil Yurei nicht verstanden hatte, dass er das offensichtliche nicht bemerkt hatte? „ Kotaru…“ Er schien verwirrt zu sein. Hatte er es auch endlich bemerkt? Ja das musste es sein, deswegen war er so verwirrt und wollte sich gar nicht von ihm, sondern auch mehr von Yakuro entfernen.
„ Damare! Die Kleidung ist ein Geschenk von Oto-sama. Und das Essen und Trinken hat Kotaru mir gegeben.“ Korrigierte er ihn, denn so war es in seiner Vorstellung gewesen. Er würde den Yutaka Ehren wie nichts anderes, immerhin war es ein Lob sie tragen zu dürfen! Nur sehr selten hatte man neue Kleidung bekommen und selbst dann nie so etwas derart gutes. Sich von Yakuro weiter entfernend und sich anspannend, strich er kurz mit seinen Händen nicht vorhandene Falten auf seinem Yutaka glatt, er musste doch gut aussehen! „eki no nai? naze da ka wakaranai ga…“ fing er mit erstickter Stimme an und blickte zu Boden. Ein wenig Verzweiflung klang in ihr mit, die bemerken ließ, dass er sich wirklich fragte, was die Antwort auf seine Frage war oder ob er sich mit seiner nicht doch nur selbst belog. Eine einzige Träne wollte ihm über die Wange rollen, doch er verbot sich solche Schwäche zu zeigen, und wischte sie sich sofort weg, in der Hoffnung, dass niemand außer ihm die Feuchtigkeit bemerkt hatte. „ Wenn ich wirklich nichtsnutzig wäre, hätte er mich schon getötet. Aber ich lebe und ich werde ihm beweisen, dass es richtig war…. Das ich stark sein kann und mein Erbe zu gebrauchen ist.“ Verbissen blickte er zu Yakuro, presste die Zähne und Lippen aufeinander. Er war für ihn stets das schlimmste gewesen, nur der Sohn einer Frau zu sein, die so ein schwaches Erbe in seinen Augen hatte. Andere hatten viel Besseres gekonnt. Hatten Elemente beherrscht, besondere Augenkünste oder andere sehr spezielle Techniken. Sie alle konnten sie im Kampf nutzen, doch er… er hatte nie dazu gehört. Seine einzigen Fähigkeiten waren böse Geister zu sehen und sie, wenn er sie durch Glück hatte bannen können, für kleine Dinge benutzen können. Das sein Schwert ein wenig schärfer war, dass er besser hören konnte… doch im Grunde, brachten sie einem nichts, vor allem bei den hohen Nebenwirkungen, die er des Öfteren zu tragen hatte. Manchmal hatte er sich gefragt, ob sein Vater davon ausging, dass er sich wie seine Mutter selbst umbringen würde und er deswegen keine Hand an ihn angelegt hatte – außer um ihn zu bestrafen. Aber da gab es in ihm stets die leise Hoffnung, die er nicht aufgeben wollte. Sein Vater fand ihn nützlich. Er wusste nicht warum, aber es war so und alleine deswegen war er noch am Leben.
Sein Plan war einfach und doch quälte es Yurei ihn auch in die Tat umzusetzen. Er bemerkte, wie Kotaru hinten ihm die Luft an ihn und zurück zu taumeln schien. Doch zu sehr war er in seinen eigenen Emotionen gefangen, um damit auf zu hören. „ Kotaru, watashi wa iya desu. Aber ich muss.“ Murmelte er verzweifelt zu ihm. Er wollte ihm nicht wehtun, es reichte doch, wenn er selbst die Schmerzen hatte, vor allem, da auch sein Vater Schmerzen zu haben schien, wenn Kotaru es hatte. Er hoffte nur, dass Yakuro weit genug weg war, damit er nichts davon abbekam. Doch immer mehr wurde er von seinen eigenen Emotionen übermannt, presste sich erst stehend gegen die Felswand und kauerte sich dann immer mehr zusammen. Bevor er seine Augen jedoch schloss, konnte er deutlich sehen, wie Kotaru zu dem Fremden gegangen war und sich seinerseits die Hände an den Kopf presste, doch nicht wie bei ihm auf die Schläfen sondern auf seine Ohren. So genau wusste Yurei nicht warum er das tat und es verwirrte ihn auch, warum er ausgerechnet zu diesem Fremden ging. Hielt er doch nicht mehr zu ihm und Oto-sama? Stand er nun also ganz allein gegen diesen blauäugigen, Angst einflößenden Typ da? Doch er durfte sich nicht einschüchtern lassen. Wenn er schon besiegt wurde als Schwächling, dann als einer, der bis zuletzt keine Schwäche gezeigt hatte. Außerdem würden die Akuma ihn sicher auffressen. Es gab noch Hoffnung. „ Ierks…“ er atmete schwer ein und aus. Eher schnaubend rang er nach Luft und versuchte seiner Schmerzen, seiner Gefühle ein Herr zu werden. Doch er fühlte sich ihnen gegenüber machtlos, so wehrlos, so schutzlos. Was hatte er nur getan. Es sollte aufhören, einfach nur aufhören. Wimmernd vergrub er seinen Kopf in seinen Knien. Es war doch nun gut, sie waren da. Warum konnte es nicht einfach aufhören. Der Plan war gewesen sie nur hierher zu locken, das reichte. Es musste reichen. „ Weg, w-weg.“ Die Gedanken sollten zurück in den hintersten Winkel seines kleinen Kopfes.
Yurei bekam nur am Rande mit, dass sich Kotaru selbst quälte durch das was Yurei tat, doch ihn erlöste es scheinbar, wenn er in eine Waffe verwandelt wurde. War er gar kein Mensch? Sondern ein Shinrei? Natsu hatte ihm erzählt, dass Shinrei sich verwandeln hatten können, doch er war keine Waffe gewesen. Im Grunde war dies jedoch in dieser Situation egal. Seine verängstigten Augen blickten erst wieder hoch als Yakuro das Wort an ihn richtete. Yurei hatte all seinen Mut bereits verbraucht, seine Kraft aufgewendet um ein wenig Gegenwehr gegen sein eigenes Ich zu haben, doch nun wurden ihm Worte an den Kopf geworfen, auf die er erst keine Lust hatte zu antworten. Nicht weil er nicht wusste, was er sagen sollte, sondern weil er sich zu schwach dafür fühlte. Als ihm jedoch dieses Wort einfiel, versuchte er sich zu beherrschen, versuchte sich zu einem ernsteren Gesichtsausdruck zu zwingen, was ihm nur halb gelang und seine Stimmer fester klingen zu lassen, dass das hohe Wimmern von eben. Doch bevor aus seinem geöffneten Mund Worte kamen, wurde er am Kragen seines Yukatas gegriffen und nach oben gezogen, auf seine eigenen Beine gestellt. Wackelig versuchte er Halt zu finden, doch gerade als es ihm gelang wurde er im Nacken gegriffen und weggezerrt. Halb selbst gehend, halb über den Boden geschleift werdend, versuchte er sich aus dem Griff das Älteren zu befreien, doch es führte nur dazu, dass er noch fester zu griff. Unbarmherzig ging er auf den Höhlenausgang zu, hatte Kraft genug ihn mit nur einer Hand zu händeln und mit der anderen seine Waffe zu tragen. Er musste von ihm loskommen. Aber wie? Die einzige Möglichkeit die ihm erschien… aber würde sie denn überhaupt funktionieren? Die Verbindung von Kotaru hatte er nur zu seinem Vater bemerkt, aber wenn… wenn er doch nicht log und er gestern auch dagewesen war… es war absurd. Total absurd, aber die einzige Möglichkeit die ihm einfiel, um zu versuchen los zu kommen. Kotaru hatte sich in das Schwert verwandelt, dass nur wenige Centimeter von ihm entfernt war. Eine Hand von Yakuros Hand lösend, fingerte er nach dem Schwert, dessen Klinge er versuchte zu umfassend. Er wusste nicht, ob Kotaru durch diesen Kontakt auch als Schwert Emotionen wahrnehmen konnte, aber Yurei war noch immer aufgewühlt genug, dass wenn, Yakuro vielleicht seinen Griff lockern würde und er entkommen konnte.
Der Fremde wollte, dass er die Akuma kontrolliert. Für einen kurzen Moment riss er die Augen auf und hörte auf sich gegen den Griff zu wehren. Seine kleinen Hände hatten sich um Yakuros Hand gekrallt, doch lösen konnte er sie nicht. Er konnte sie sehen? Das war doch nicht so geplant gewesen. Warum konnte er sie sehen. Warum konnte er Kotaru sehen und ihn in eine Waffe verwandeln? Nein egal, es gab gerade wichtigeres als sich über seine Fertigkeiten zu wundern, auch wenn es nun schwerer war als zu vor. Ein wenig war es wie zu Hause, er wusste wieder was er machen musste. Diese Situation kannte er, wusste wie er mit ihr umzugehen hatte und als sie hinaus in freie traten und Yakuro in zwang seinen Blick zu heben, er in die Augen der zahlreichen Akuma blickte, war dort nicht als erstes Erschrecken oder Entsetzen sondern ein Lächeln. Es hatte funktioniert – wenigstens etwas hatte er tun können. Danach kam die Angst in ihm hoch, die Gewissheit, dass er es niemals schaffen würde, sie alle zu kontrollieren. Er wollte nicht weiter hinsehen, ließ seine Arm schlaf neben seinem Körper fallen und blickte auf dem Boden. Sie standen am Ufer des Sees. Vor ihnen wuchs eine Mauer aus Akuma, immer mehr und mehr kamen sie. Genährt von seinen eigenen Gefühlen, die er weder kontrollieren noch recht abstellen konnte. Was hatte er sich nur dabei gedacht, erneut nachzugeben? Aber es war doch der einzige Weg gewesen, den er gesehen hatte.
Er zuckte vor Angst plötzlich stark zusammen, als Yakuros Stimme nicht nur lauter geworden war sondern einen Klang hatte, der Hidô immer mehr ähnelte. Sein ganzes Wesen schien als würde er mit seinem Vater verschmelzen. Auf die Lippen beißend, schmeckte er den bitteren Blutgeschmack als Yakuro ihn zwang erneut aufzusehen und seine Augen auf die Akuma zu richten. Im Gegensatz zu gestern waren es nicht nur die Kleinen sondern auch die großen. Er wusste nur, dass sie gefährlicher waren. Wieso sollte er seine Fähigkeiten missbraucht haben? „ Sie machen uns stärker für den Kampf.“ Murmelte Yurei verzweifelt. Seine Mutter hatte es am Anfang versucht ihm zu erklären, warum er konnte was er konnte, doch recht bald aufgegeben. Denn was für einen Sinn hatte es Yurei den eigentlich Grund für ihr Erbe zu erklären? Er würde es weder verstehen können noch in irgendeiner Art und Weise umsetzen können. Und so hatte sie ihm lediglich etwas von der Existenz von Göttern, Shinrei und Akuma erklärt. Da sie wusste, das ein Kind Hidôs niemals ihren eigenen Pfad einschlagen konnte, lehrte sie ihm das Wissen über die Versklavung der Akuma. Als Shinrei-Anbeter war dies logischerweise nicht viel. Umso mehr dürfte es einen nicht verwundern, dass seine Künste unausgereift waren. Nachdem auch Hidô bemerkt hatte wie nichtsnutzig seine Mutter in diesem Punkt war, hatte man Kinder losgeschickt um einen Akuma-Adepten zu fangen, Informationen aus ihm heraus zu pressen und ihn letztendlich zu töten. Yurei wusste dies nicht, nur, dass sein Vater ihm eines Tages diese Schriftrolle überreicht hatte. Seine Mutter hatte es geahnt und sich nur tiefer in ihren eigenen negativen Gefühlen vergraben.
„Da…ma…“ weiter kam er nicht, presste die Lippen aufeinander und versuchte Yakuros Blick zu meiden. Er hatte sich vor ihm hingehockt, seine Waffe deutete auf die ganzen Dämonen und redete davon, wie schwach Yurei doch eigentlich noch war. Dass er weder fähig sie alle zu kontrollieren noch gegen sie stand zu halten. Doch er durfte keine Schwäche zeigen. Selbst wenn er bereits zum Tode verdammt war. Sein Gefühl sagte ihm, dass, wenn er Hidô vor sich hätte, nun entweder erneut eine harte Strafe bekommen würde oder in die Arena musste. „ Muigi na.“ Sagte er zu sich selbst. Es brachte nicht, er würde das nicht können. Nein er musste. Wie er es auch drehte und wendete, das war seine einzige Chance hier noch weg zu kommen. Es war unwahrscheinlich und vielleicht würden die Akuma erneut an ihm zehren, doch nur das blieb ihm. „ Tsk.“ Er schluckte schwer und versuchte sich aus dem Griff von Yakuro los zu machen, doch seine folgenden Worte ließen ihn inne halten. Er hatte Kota Schmerzen zugefügt? Das hatte er nicht gewollt, aber das hatte sein müssen. Für eine kurze Zeit blickte er ihn erneut an, etwas wie bedauern schlich sich in seine Züge. „ Ich wollte das nicht. Kota-kun…“ Unwirsch blickte er dann wieder zur Seite. „ Nani mo wakaranai.“ Fing er noch einmal an. „ Warum setzt du dich für ihn ein? Nur die Starken überleben, nur die, die zuerst an sich selbst denken…“ eine Doktrin, die man ihn eingebläut hatte, was man auch daran merkte, wie er es aussprach. Aber im Grunde war das doch auch egal, er hatte sich hier zu beweisen.
Er versucht ein paar Schritte vorzutreten. Seine kleinen Füße erlaubten es ihm noch zwei Schritte zu machen, bevor er fast ins Wasser fiel, es war ihm nicht möglich noch näher heran zu treten. Er hob seine zierlichen Arme, der Stoff des Yukate rutschte erneut hoch und man sah seine Kratzspuren.
Tatsächlich schaffte er es sogar im Gegensatz zu Yakuros Worten ganze zwei Akuma unter seine Kontrolle zu zwingen. Da er sich jedoch ausgerechnet bei seinem ersten an einem sehr kleinen und dann aus eigener Selbstüberschätzung an einem großen versuchte, verlief das zweite nicht ganz so wie er es wollte. Zumal er nichts hatte um sie zu versiegeln. Und seine guten Kleider würde er dafür garantiert nicht verwenden. Er hörte er was sie sagten. Es waren keine wirklichen Sätzen nur Phrasen. Sie flüsterten sie in seinen Geist ein, er musste stark bleiben, durfte sich nicht von ihnen kontrollieren lassen – er musste selbst die Oberhand behalten, sonst wäre es aus. Eine wiederholte sich immer wieder und sie ließ Yurei ein merkwürdiges Lächeln auf den Lippen erscheinen. Er sehnte sich danach. „ furusato ni kaeru…“ murmelte er leicht panisch vor sich her. Ja er wollte nach Hause, wo alles so gewesen war, dass er es auch wirklich verstand. „ Kae~su, Kae~su, Kae~su.“ Wiederholte Yureitaiji immer wieder für sich selbst, streckte seine Hand höher Richtung Akuma, als würde es ihn verlangen zu ihnen zu kehren. Es war der große, den er als zweites hatte kontrollieren wollen – ohne Erfolg. Wenn gleich er sich am Anfang in Sicherheit gewogen hatte es zu können. Er rief ihn, lockte ihn mit dem Versprechen endlich wieder nach Hause zu können, wo alles wäre wie früher, wo Oto-sama auf ihn warten würde. Einen Schritt tat er weiter nach vorne, trat auf eine Kante eines Steines, knickte um und verlor sein Gleichgewicht. Er versuchte das andere, bereits gehobene Beine nach vorne zu setzen, um einen festen Stand wieder zu bekommen, doch da war nur Wasser. Mit den Armen rudernd, fiel er ungünstig schräg vorn. Bevor er jedoch ins Wasser fiel, schlug er mit seinem Kopf auf die Uferkante auf. Das Wasser hier war nicht tief genug, um in ihm zu versinken, dennoch wurde ihm alleine durch den Aufprall kurzzeitig schwarz vor Augen. ~ Oto-sama, ich komme zu dir. Es tut mir leid, ich habe versagt. ~ waren seine letzten Gedanken, bevor die Leere ihn umhüllte. Wahrscheinlich dauerte es nicht länger, als ein paar Sekunden bis er die Augen wieder öffnete.

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