Atarashi Sho

Naruto RPG # 3 Reiche # FSK 16

Das Atarashi Sho ist ein Rpg Forum das in der Welt des bekannten Anime/Manga Naruto spielt. Wir haben ein FSK Rating von 16, sowie einen FSK18 Bereich. Wir versuchen jedem Mitglied des Forums seine vollsten Möglichkeiten zu gewähren, solange das Konzept in die Geschichte des Forums passt und nichts "zu stark" ist. Unsere Geschichte spielt in einer weit entfernten Zukunft des originalen Manga. Naruto starb vor 1000 Jahren und seit jeher ist vieles geschehen. Die Reiche lebten in Frieden doch dies nicht lange. Kriege die die Welt erschütterten brachten viele Veränderungen und die Reiche überfielen sich nach und nach und so entstand eine neue Weltordnung. Konoha Gakure im Feuerreich nahm das gesamte Blitzreich mitsamt dem Dorf Kumo Gakure ein, Suna Gakure nahm ebenfalls ihren Nachbarn Iwa Gakure und das Erdreich ein und Kiri Gakure? Sie verfielen in alte Gedanken und gründeten erneut den Blutnebel, Chigiri. Wir leben heute, 1000 Jahre nach Naruto´s Tod in schweren Zeiten. Der Krieg ist beendet doch leben wir in einer kalten Kriegsphase. Chikyû jenes Reich das aus Suna und Iwa entstand hat ist das größte Reich. Die Hauptstadt tief unter der Erde verborgen und verbunden durch Tunnel. Konoha Tô das große Dorf des Waldes und letztlich Chigiri das Dorf welches Brutalität und Stärke förderte und einen kleinen Kontinent für sich einnahm.


Team

Saori Junji
Chiyo


[Gegenwart & Vergangenheit] It's a cruel world isn't it?

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[Gegenwart & Vergangenheit] It's a cruel world isn't it?

Beitrag von Gast am Mo Apr 11, 2016 7:02 pm



Okumichi Hideaki && Uchiha Ruri
Erinnerungen unbeschwerterer Tage und ein Wiedersehen kurz vor dem  Wettstreit um die Ernennung des Hokage
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Re: [Gegenwart & Vergangenheit] It's a cruel world isn't it?

Beitrag von Gast am Mo Apr 11, 2016 7:24 pm


Müde schritt Ruri durch die Straßen der kleinen Stadt in der sie bereits auf der Hinreise zu ihrer Mission gerastet hatte, die ihr jetzt noch auf dem Herzen lag. Sie wusste dass es zu dem Shinobitum gehörte von Zeit zu Zeit die Menschlichkeit für höhere Ziele bei Seite zu legen, ganz gleich wie sehr es zuweilen schmerzte, doch es hatte ihr nie Freude bereitet zu töten. SIe tat es, weil sie es für richtig hielt, weil es manchmal unvermeidbar war und weil es zuweilen andere Leben rettete, doch sie würde es niemals mit einem Lächeln tun. Nicht einmal, wenn es sich wie bei dieser Mission um ein ehemaliges Mitglied ihres eigenen Clans gehandelt hatte, dass den Tod hatte finden müssen. Die Tür zu dem kleinen Gasthaus hinter sich lassend betrat sie den Schankraum, holte sich wie bereits vor einigen Tagen an der Theke einen Schlüssel zu einem kleinen Zimmer und spielte, den Blick durch den Raum schweifen lassend mit dem Gedanken vielleicht noch ein gutes Essen zu sich zu nehmen bevor sie ermüdet ins Bett fiel. Alle Müdigkeit, alle Gedanken waren jedoch vollkommen verblasst, als ihr Blick, der zuvor noch eher müde und gleichmütig durch den Raum gewandert war an zwei goldenen Augen hängen blieb. Goldene Augen, die sie so oft  inmitten der Menge gefunden hatten, dass sie es nicht zählen konnte. Sie hatte nicht die geringste Mühe das Gesicht des Mannes zu erkennen, auch, wenn er sich vielleicht verändert haben mochte. Ein Zweifel war ausgeschlossen. Vollkommen ausgeschlossen. Es gab einfach Menschen, die man immer wieder erkennen würde, es wäre auch seltsam wenn nicht, immerhin hatten sie so viele Jahre miteinander verbracht, seite an seite gekämpft, dass es eine Beleidigung wäre hätte sie sein Gesicht vergessen. Unweigerlich schlugen all die Erinnerungen an Hideaki, Ichiro, Akira und ihr Team wieder auf. An die unbeschwerte Zeit nach der Akademie, an die erste Chuuninprüfung, den Bruch, Ichiros Tod und Hideaki, der ihr geholfen hatte aus all dem stärker hervorzugehen.  Auch, wenn sie es ihm nicht immer einfach gemacht hatte.

[Flashback - 17 Jahre vor dem Wiedersehen]

Tiefenentspannt streckte sich die kleine Uchiha in dem warmen und grünen Gras, umgeben von dem Frühling huldigenden Blumen, die die Welt um sie herum in einen traumhaften Duft hüllten und ihr Blick hoch an der warmen Sonne hing. Dass sie eigentlich schon vor zwei Stunden bei einem Treffen mit ihrem Geninteam hätte sein sollen, das hatte Ruri erfolgreich mit einigen Packungen Dango, die leergefuttert neben ihr im Gras lagen verdrängt. Es war nicht so, dass sie nicht gerne Kunoichi war, sie hatte sich das ja selbst ausgesucht, aber sie trainierte lieber mit Shichiro. Oder für sich. Und dann eben nur dann, wenn sie es gerade wollte und nicht wenn irgendein Sensei mit gelben stechenden Augen - auch wenn es der Bruder ihrer besten Freundin war - mit dem Finger auf den Trainingsplatz zeigte. Außerdem hatte sie ja schon am morgen trainiert. Da hatte sie sich eine Pause also alle mal verdient. Sollten doch Ichiro und Akira sich von ihm über den Trainingsplatz scheuchen lassen.  Nein, da gab es doch deutlich angenehmere Wege sich den Tag zu vertreiben.Wenn einmal richtige Missionen anstanden, eine aufregende Reiseund nicht das bloße Einfangen irgendeines tieres im Dorf oder so ein Mist, dann, ja dann würde sie sich wahrscheinlich darum bemühen rechtzeitig - oder überhaupt - aufzutauchen. Gerade gab es aber weitaus wichtigeres. Wann hatte sie noch gleich das letzte Mal etwas gegessen? Gott sie hatte langsam wirklich wieder hunger. Die zierliche Hand nach rechts zu ihrem kleinen Hut ausstreckend spielte sie mit dem Gedanken aufzustehen um 'Nachschub' zu holen. Ganz überwinden konnte sie sich aber noch nicht. Zum Einen weil es hier gerade so unsagbar angenehm war, zum Anderen weil man im Dorf direkt vielleicht jemandem über den Weg lief, der von ihrer Art des 'Trainings' heute wohl nicht begeistert wäre.
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Re: [Gegenwart & Vergangenheit] It's a cruel world isn't it?

Beitrag von Gast am Mo Apr 11, 2016 8:28 pm

Die Tage verschwammen langsam ineinander und wurden immer undeutlicher. Es hatte alles eine Ähnlichkeit mit einem bizarren Traum, aus dem man einfach nicht erwachen wollte. Hideaki hatte solche Momente in letzter Zeit sehr oft erlebt. Seine Gedanken schweiften immer wieder in die Vergangenheit ab, soweit das er nicht einmal mitbekam, wie er an den nächsten Ort kam. Obwohl er wusste, dass er an einer Klippe stand, die ihn in die tiefe reißen würde, wenn er noch weiter an solchen Gedanken hing, ließ er es immer wieder zu. Seine Erinnerungen und Gedanken waren wie eine Droge, die er genoss ohne zu merken das er inzwischen abhängig von ihr war. Der Mann lebte förmlich in der Vergangenheit und all ihrer guten Erinnerungen, die er damit verband. Mit der Zeit gewöhnte er sich an diesen Trott des Alltages. Es war einfach hier und da Mal einen Auftrag zu erledigen und den Rest des Tages in alten Vorstellungen zu verbringen. Auch heute Abend hatte er nichts weiter vor und saß stillschweigend an einem Tisch in einer Ecke. Sein Kinn lag auf seiner Hand, während er müde Richtung Tür starrte. Für außenstehende mochte es so wirken als würde er auf jemand warten. In Wahrheit ging sein Blick in die leere. Er zeigte eine recht neutrale Mimik ohne einen wirklichen Ausdruck von Gefühlen zu haben. Vielleicht stumpfte er mit der Zeit ab? Vielleicht würde er sich selbst verlieren?
Der Mann – dessen Kleidung dem eines Wanderers ähnelte – wurde erst aus den Gedanken gerissen als er geistesabwesend in das Gesicht einer Frau blickte. Es war eigentlich nichts Ungewöhnliches an ihr. Die letzten 4 Frauen, die den Raum betraten, ignorierte er einfach. Dennoch schien sein Geist sich plötzlich zu regen. Er erwachte aus der Starre seiner Gedanken und nahm den ersten Eindruck der Umgebung wieder wahr. Ihm wurde bewusst, dass der Raum nach Zigarettenqualm stank und das ihn der Nachbartisch mit seinen lauten Gästen seit gut 30 Minuten arg störte. Hideaki blinzelte etwas. Seine Augen huschten durch die Umgebung und zuckten dann wieder zurück auf die ihm bekannte Gestalt. Sein Herz setzte mehrmals aus und für Sekunden glaubte er, dass diese Realität ein Traum sein musste. Als sich sein Blick in ihren bohrte, war es als würde er direkt wieder in die Vergangenheit blicken. Die Umgebung wurde ruhiger, sein Geist fokussierte sich auf die Person und er erinnerte sich zurück …

17 Jahre zurück – Never give up

Die Sonne hing hoch über dem Dorf und der Himmel zeigte sich von seiner besten Seite. Hellblau und wolkenlos. Es versprach ein guter Tag für ein Training zu werden. Zumindest in den Augen von Hideaki, der gerade aus dem Schatten eines Baumes trat. Er trug die übliche Kleidung eines Jounin. Sein Konohagakure Stirnband hing um seinem Oberarm und machte so deutlich welcher Nation er angehörte. In seinen Schritten konnte man eine gewisse Selbstsicherheit wiederfinden, die begleitet wurde von einem energiegeladenen Blick. In nicht allzu weiter Ferne erkannte er seine Schützlinge. Je näher jedoch kam, umso mehr wurde ihm bewusst, dass dort jemand fehlte. Er stieß leise die Luft hervor, zog dabei einen Zahnstocher aus der Tasche und schob ihn in den Mundwinkel. Langsam fing er darauf zu kauen an, gleich danach streckte er seinen Arm aus und schüttelte aus diesem einen kleinen Papiervogel. Gerade Faustgroß flatterte es davon in die Ferne, während Hideaki vor die zwei Sprösslinge trat.
„Guten Morgen – ich sehe wir sind heute nur zu dritt?“, begrüßte er die beiden und blickte auf seine Uhr. Er war selbst schon recht spät erschienen und glaubte deswegen nicht, dass das dritte Mitglied sich noch hier her bequemte. Keiner sagte etwas. Vielleicht wollte niemand über Ruri reden oder sie schlecht dastehen lassen? Hideaki rieb sich seufzend den Hinterkopf, deutlich etwas sorgenvoller. „Also gut! Lasst uns beginnen!“, sagte er dann etwas begeisterter, um so die zwei Genin mit zu motivieren Spaß zu haben. Es war immerhin nicht ganz einfach Kinder dazu zu motivieren Shinobis zu werden. Natürlich gab es die übermotivierten Spitzengenin und diejenigen, die wahrlich noch in Kinderschuhen steckten. Irgendwie hatte Hidekai eine recht bunte Mischung erwischt. Er wollte sich nicht beschweren, aber manchmal wollte er einfach nur ein paar Kopfnüsse verteilen ohne lange Worte anzusetzen. Heute war er jedoch besonders freundlich zu den zwei anderen.

Zwei Stunden Training vergingen wie im Flug. Hideaki fragte sich inzwischen was wohl mit Ruri war. Gerade gegen Ende des Trainings sah er dann den kleinen Papiervogel wieder kommen. Als er sich seiner Hand wieder zufügte, stutzte er kurz. Die Information über den Aufenthalt von Ruri war sofort klar für ihn. Nachdem sich die zwei Genin wieder verabschiedeten und sie ihm nur kurz den Rücken zuwandten, konnten sie allerhöchstens noch das laute Rascheln von Papier hören. Hideaki verschwand in einem Haufen von Papier, das geradewegs durch die Luft wirbelte. Keine 20 Minuten später liefen zwei führerlose Beine durch die Ebene einer Wiese. Je weiter sie gingen, umso mehr Papier baute sich auf. Das letzte Stück Fetzen flog Hideaki etwas unsanft ins Gesicht und fügte sich in diesem fast perfekt ein. Der Jounin rieb sich kurz die Stelle und verzog die Mimik. Normalerweise nutzte er diese Art zu Reisen nicht, aber er war etwas schlecht gelaunt über das Fehlen von Ruri und der Tatsache, dass sie hier wirklich im Rasen lag. Mit großen Schritten trat er direkt an das Kopfende des Mädchens und beugte sich dann weit vor, so sehr das die Sonne direkt verdeckt wurde. Ein wahrlicher Felsen, der sie in Dunkelheit tauchte.
„Bequem?“, fragte er zur Begrüßung. Mehr rhetorisch als wirklich interessiert. Seine goldgelben Augen blitzten kurz auf und er betrachtete im Augenwinkel die leeren Packungen. Ein leises Schnauben entwich seinen Lippen. „Du bist der faulste Mensch, dem ich je begegnet bin. Was um alles in der Welt tust du hier? Wir hatten Training falls dir das entfallen ist?“ Er richtete sich wieder auf und verschränkte dann die Arme vor der Brust.
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Re: [Gegenwart & Vergangenheit] It's a cruel world isn't it?

Beitrag von Gast am Mo Apr 11, 2016 8:46 pm


Sie sollte wahrscheinlich durchaus ein schlechtes Gewissen haben dass sie ihre Kollegen einfach alleine trainieren ließ während sie den Tag genoss, aber leider lag ihr das nicht sonderlich. Sie hatte am Morgen für sich trainiert, das genügte um jeden Anflug eines schlechten Gewissens auszumerzen. Das Einzige womit sich die kleine Uchiha gerade beschäftigte war die Frage, ob es anstrengender war hier 'Hunger zu leiden' oder sich von dem paradiesischten Ort von Konoha wegzuschleppen um etwas zu essen zu holen. Essen - Schlafen - Essen. Oh oder vielleicht ein Ausflug in die heißen Quellen? Wenn sie dabei jedoch Shichiro oder schlimmer noch Hideaki begegnete würde sie sich gut etwas anhören können. Nicht dass das das erste Mal wäre oder das irgendetwas an ihrer mangelnden Reue ändern würde, aber es wäre ein wenig nervig. Genauso wie der Schatten der sich nun so plötzlich über ihr Gesicht warf und sie dazu bewegte müde die großen Augen aufzuschlagen. Nur um geradewegs in stechend goldene zu blicken. "Mhhm", brummelte die Uchiha müde und richtete sich dann leicht auf, um sich zu strecken. "War sehr bequem bis eben, danke", erklärte sie mit einem frechen aber strahlenden Lächeln, dass an dem Jounin aber irgendwie abzubrechen schien, der nun leicht schnaubte und sie mit vor der Brust verschränkten Armen so streng anblickte dass man meinen könnte sie hätte ein Staatsverbrechen begangen. "Ich entspanne mich, sollten Sie auch mal probieren Sensei!", war sicherlich nicht die beste Antwort die man auf soetwas geben konnte, aber leider auch die ehrlichste die sie hatte und das Lügen lag ihr einfach noch nicht. SIe war viel zu oft viel zu direkt. "Is' mir nicht entfallen ich hab' nur einfach entschieden nicht zu kommen.", war sicher ebenso wenig hilfreich insbesondere wenn man bedachte dass sie bei ihrer letzten gemeinsamen Mission die darin bestanden hatte eine verlorene Katze zu finden diese nach wenigen Minuten gefunden hatte, dann aber etwa vier stunden mit der katze im Lagerhaus gespielt, gekuschelt und gefuttert hatte statt irgendjemandem aus dem Team bescheid zu geben dass sie aufhören konnten zu suchen. Sie mutierte wahrscheinlich immer mehr zum schwarzen Schaf des Teams von dem man nicht wirklich glaubte etwas erwarten zu können.

Aber sie tat die Dinge eben auf ihre eigene Art und Weise. "Außerdem habe ich heute morgen schon trainiert", brummelte das Mädchen dann doch noch bevor sie sich wieder ins grüne Gras fallen ließ. Das Training alleine und das mit Shichiro halfen ihr ohnehin am Meisten. Kenjutsu und Genjutsu. Mehr brauchte sie doch nicht oder? Nur das machte ihr ohnehin Spaß. "Er ist so wunderschön nicht wahr?", setzte sie sanfter an, den Blick wieder auf den Himmel gerichtet und dabei vollkommen ausblendend, dass ihr Sensei ihr gerade eine Standpauke halten wollte. "Der Himmel meine ich", sie beneidete jeden, der schon einmal durch die Lüfte geglitten war. Ruri hatte davon gehört dass manche Jutsu es erlaubten zu fliegen, irgendwie. Es musste das wundervollste Gefühl der Welt sein. Von dem Genuss frischer Dango die innen noch leicht weich waren einmal abgesehen. Worüber hatte Hideaki noch gleich geredet...?
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Re: [Gegenwart & Vergangenheit] It's a cruel world isn't it?

Beitrag von Gast am Di Apr 12, 2016 8:11 pm

Der Jounin hatte nicht gerade die beste Laune, wenn es darum ging das einer seiner Schützlinge Mal quer schlug. Er mochte es, wenn es geregelt lief und er keinerlei Probleme bekam. Jedoch war das Verhalten der Uchiha keine Ausnahme. Sie schien immer wieder keine Lust auf das Training zu haben oder ihre Aufträge nicht ernst zu nehmen. Das wirkte sich mit der Zeit auch schlecht auf das Ergebnis aller aus und würde irgendwann Konsequenzen mit sich ziehen. Im Moment war alles noch Spielerei und zählte nicht zu einem „Ernstfall“ aber im Außeneinsatz wäre das Team mit diesem Zusammenspiel aufgeschmissen.
Der Okumichi zeigte eine sehr ernste Mimik. Seine Lippen lagen fest aufeinander gepresst, während er abwartend in ihre Richtung starrte. Eine leise Stimme in seinem Kopf sagte ihm sogar, dass er sie raus schmeißen sollte. Jedoch brachte er das irgendwie nicht übers Herz. Zumal Hideaki die Meinung vertrat, dass er niemals aufgeben wollte. Allerdings zuckte seine Augenbraue leicht als sich die Uchiha auf seine rhetorische Frage mit einem dank antwortete. Er kniff die Augen angriffslustig zusammen und zeigte keinerlei Anzeichen von Freude, auf dem sonst wirklich freundlichen Gesicht. Trotz diesem Ausdruck sprach Ruri weiter und erwähnte fast beiläufig das sie sich einfach entschloss nicht zum Training zu kommen. Hideaki ließ ein leises Schnauben höre, dass sehr deutlich machte, was er von ihrer Entscheidung hielt. Immer weiter steigerte er sich in einen gewissen Ärger hinein. Seine Hand bebte etwas, fast so als wollte er zu einem Schlag ausholen. Er sah viel mehr als sie in so einem Verhalten und dann… .

Die Hand von Hideaki erhob sich. Statt jedoch zu einem Schlag auszuholen, legte er sie auf ihren Kopf. Er atmete leise durch die Nase durch und blickte zu ihr hinab. Seine Augen wirkten dunkler und nicht mehr so kräftigend strahlend. Trotz seiner Wut klang seine Stimme ruhig, ja fast schon einfühlsam.
„Das Training soll nicht nur Dir helfen, sondern auch deinen Kameraden“, sagte er dann schlussendlich und ließ sein Blick nicht von ihr weichen, „Sie wollen sich auf dich verlassen können, sollten sie einmal in Gefahr schweben. Wenn du dich allerdings von einfachen Dingen ablenken lässt, könnte das für einen deiner Teamkameraden, die darauf zählen das du hilfst, tödlich enden –verstehst du?“ Der Jounin beugte sich etwas vor, sodass er auf Augenhöhe mit Ruri war. „Das Training und die Aufträge im Dorf sind nur Übung, um Euch auf den Ernstfall vorzubereiten. Du musst lernen Verantwortung zu übernehmen. Ansonsten wird man dich nicht mehr brauchen, weil man sich nicht auf dich verlassen kann.“ Noch immer sprach er ruhig. Solche Standpauken waren vermutlich manchmal das Beste. Wenn jemand angeschrien wurde, machte er schneller zu. Er wuschelte ihr durch die Haare und zog die Hand zurück. Dann sah er wieder finster drein und schnipste ihr mit dem Finger fest vor die Stirn.
„Ich mache dich zur Teamleiterin des Teams. Du hast ab sofort die Verantwortung, die anderen zusammenzuhalten und zu koordinieren. Das ist eine große Verantwortung. Wenn ihr einen Auftrag bekommt, wirst du ihn entgegen nehmen.“ Er sah ihr weiterhin ernst in die Augen. „Wenn ihr trainiert, wirst du befehlen was sie machen sollen.“ Natürlich war sie in dem Sinne keine richtige Teamleiterin. Es war eher ein Vorwand, dass sie lernte Verantwortung zu übernehmen. „Wenn du nicht erscheinst oder den andere beim Erfolg hilfst, werden alle da drunter leiden. Verstanden?“ Hideaki richtete sich auf. Das war nicht ganz so ernst, wie er es gerade ausdrückte, aber Ruri schien nicht zu verstehen, wie ernst das alles hier war. Also warf er sie ins kalte Wasser und ließ sie erstmal untergehen. „Die anderen werden das auch wissen. Also enttäusche sie nicht.“ Der Jounin trat einen kleinen Schritt zurück und lächelte dann schief.

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Re: [Gegenwart & Vergangenheit] It's a cruel world isn't it?

Beitrag von Gast am Mi Apr 13, 2016 12:00 pm

Irgendwie war es ja klar gewesen, dass Hideaki die Sache nicht so hinnehmen und hier aufschlagen würde, doch Ruri hatte irgendwie gehofft, dass er länger brauchen würde um hier aufzutauchen und ihr eine Standpauke zu halten weshalb sie nun einfach nur leidlich seufzte, dann jedoch als sie sah wie er zum Schlag auszuholen schien leicht zusammenzuckte, ehe sie die Hand des Mannes beinahe sanft auf ihrer Stirn spürte, wobei sich ganz unterbewusst sogar ein rötlicher Schimmer auf ihre Wangen legte. Von ihrem Ziehvater war sie es gewohnt, dass ein Mangel an Disziplin mit Schmerz bestraft wurde an dem man wachsen sollte. Das hatte wenig mit grausamkeit zu tun. Er war nie unfair. Zumindest das wusste sie. Hideaki war da anders. Er war gutherzig, sanft und einfühlsam, so, wie auch jetzt. Dennoch verzog sie leicht den Mund als er erklärte, dass das Training nicht allein ihr sondern auch ihren Kameraden helfen sollte. "Sie können sich auf mich verlassen. Das wissen sie.", entgegnete das Mädchen trotzig wie es ihre Art war, auch, wenn wohl jeder bescheinigen würde, dass Zuverlässigkeit nicht ihre größte Stärke war. Sie hatte Talent und war in den Gebieten in den sie Begabung zeigte für ihr Alter auch sehr gut, allerdings hatte sie in etwa die Aufmerksamkeitsspanne eines Schmetterlings und das Interesse eines Steins. Jedenfalls, wenn es um Missionen wie die gin,dass eine Katze einzufangen oder ein Garten umuzpflügen war. Dafür hatte sie keine Kunoichi werden wollen!

"Und eine Katze zu finden soll uns auf den Ernstfall vorbbereiten?", murrte sie daher. Vollkommener Schwachsinn soetwas. Jedenfalls in Ruris Augen, erkannte sie doch nicht dass es weniger um die Arbeit an sich sondern um das Lernen von Zusammenarbeit in einem Team ging. Ohnehin war sie darin nicht sonderlich gut. Sie ging ihren eigenen Weg und hatte noch keinen gefunden sich auf ihre Kameraden einzulassen. Sie mochte Akira und Ichiro, jedenfalls dann wenn sie sich nicht gerade wie vollkommene Idioten aufführten - was oft der Fall war - aber jemanden zu mögen und mit jemandem in Einklang zu arbeiten, ihm voll und ganz zu vertrauen und sein Leben in die Hände eines anderen zu legen, das musste sie noch lernen, auch wenn sie sich später in ihrem Leben wohl gewünscht hätte diese Lektion nicht genommen zu haben. Was sie jedoch traf war, dass Hideaki davon sprach, dass man sie nicht mehr brauchen würde. Das Mädchen, dass sonst eigentlich auf alles ene trotzige Antwort hatte, hatte sich inzwischen aufgesetzt und senkte den Blick während sie spürte, dass Hideaki mit seiner Hand noch einmal durch das lange schwarze Haar fuhr, dass ihr Gesicht umrahmte, ehe der angenehme Druck seiner Hand schwand. Man würde sie nicht mehr brauchen. Die Worte klangen der jungen Genin nach und im Grunde erwartete sie schon, dass das Ganze nun darauf hinauslaufen würde, dass er ihr eine Frist setzte in der sie sich zu fangen hatte wenn sie nicht aus dem Team fliegen wollte.

Doch es kam anders. "Oy!", machte sie als ihr Sensei ihr bestimmt gegen die Stirn stuppste und wollte gerade zu einer trotzigen Rede ansetzen, als etwas kam, dass ihr vollkommen die Sprache raubte. Sie sollte..was?! Hatte er sie nicht eben noch gerügt und ihr gesagt dass sie vermutlich unnütz werden würde? Überflüssig ? Und jetzt machte er sie zur Teamleiterin? "Ich..? Aber ist das nicht eh..deine Aufgabe..?", er war doch hier der Sensei? Einen Auftrag annehmen? Das Training koordinieren? Dafür sorgen dass alle dazu erschienen? Das war doch seine Aufgabe! Woher sollte sie denn wissen was man wie und wann trainieren sollte und..? Machte er dumme witze? "Das kannst du doch nicht einfach so sagen! Wie soll ich das denn bitte machen?", brachte sie dann noch hervor, während sich Hideaki aufrichtete und scheinbar vollkommen zufrieden damit war sie eiskalt ins Unbekannte vorzutreten. "Du bist ein seltsamer Sensei, Hideaki-san.", brummelte sie skeptisch und rieb sich noch einmal die Stelle gegen die er geschnippst hatte.
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Re: [Gegenwart & Vergangenheit] It's a cruel world isn't it?

Beitrag von Gast am Fr Apr 15, 2016 7:33 pm

An manchen Tagen saß Hideaki auf dem Dach ihres Familienhauses und starrte Löcher in die Luft, nur weil er nicht wusste, wie er mit dem Verhalten des Mädchens umgehen sollte. Er machte sich Sorgen, dass sie auf einer echten Mission in Schwierigkeiten geraten würde und gleichzeitig deswegen das Team gefährden könnte. Eine solche Gefahr musste er gut im Auge behalten, um einzuschätzen ob die Genin bereit waren eine Stufe höher zu gehen. Natürlich sah er potenzial in Ruri – ein Grund warum er sie noch nicht aufgab – aber dort war noch etwas anderes. Ihn störte die sprunghafte Art. Sie war unberechenbar und unkonzentriert. Etwas das bei einem Plan nicht förderlich war. Als Ruri dann erwähnte, dass ihre Teamkameraden sich auf sie verlassen konnten, sah er ihr in die Augen. Goldgelbe Iriden, die sie eindringlich musterten.

„So wie heute?“, konterte ihre Aussage mit seiner Gegenfrage, ohne das er eine Antwort von ihr wollte. Es war schwer als so junger Mensch den wahren Hintergrund des Shinobi da seins zu erkennen. In den ersten Jahren verließ man so gut wie nie das Dorf und versuchte durch kleine interne Aufgaben die Genin zu animieren im Team zu arbeiten. Hideaki seufzte leise bei den Murren seiner Schülerin und überlegte sich, wie er ihr am besten klar machen konnte, dass das Training wichtig war. Bisweilen hörten sie auf ihn, folgten seinen Worten und Gedanken. Keiner fragte nach, warum sie die Katze auf eine bestimmte Art einfingen und nicht völlig durcheinander. Statt jedoch auf ihre Frage zu antworten, schwieg er zunächst und dachte nach. Er änderte fast augenblicklich seinen Plan. Die Wut und der Ärger um ihre Person waren fast augenblicklich verflogen. Hideaki war zwar streng, aber durchaus gutherzig. Eine Gabe, die er brauchte um mit Kindern umgehen zu können. Mit dem Finger ditschte er seiner Schülern an die Stirn und erklärte ihr seinen neuen Plan. Sie schien keinesfalls begeistert zu sein. Als er die Hand zurücknahm, verschränkte er die Arme vor der Brust und betrachtete sie.

„Wer sagt, dass es meine Aufgabe ist? Ich habe volle Entscheidungsgewalt“, bemerkte er und tippte sich dabei übertrieben nachdenklich an die Stirn. Er war ein guter Schauspieler. Natürlich konnte er die Teamführung nicht einfach einem Genin überlassen, aber das gehörte alles zu seinem Plan. Nach seinen Worten folgte erneut Protest, den er jedoch nur belächelte. Seine Entscheidung schien fest zustehen.

„Du hast ein kleinwenig Recht. Ich hätte gerne in den Tagen Urlaub genommen in dem du Teamleiterin bist, um etwas die Aussicht von hier zu genießen“, erklärte er und blickte sich kurz um. Es war kein schlechter Ort hier. Als er das Essen sah, knurrte sogar leise sein Magen. „Ich werde natürlich Teammitglied sein. Immerhin besteht ein Team aus Vier“, sagte er sehr überzeugt von seiner Entscheidung. „Jeder führt sein Team auf seinem eigenen Stil.“ Diesmal tippte er ihr sanft gegen die Nasenspitze und lächelte. „Also entscheide, wie du dein Team leiten willst.“ Für Sekunden herrschte Stille und ein sanfter Wind durchwühlte ihre Haare. Die gelben Augen von Hideaki zeigten ein temperamentvolles Feuer, dass typisch für ihn war. Wer ihn in ansah, bemerkte das seine Seele lebte und das riss viele mit. Nachdem der Wind wieder abflaute, wandte er sich herum und versenkte seine Hände tief in den Taschen.
„Ich zu meinem Teil werde jetzt etwas Essen gehen. Falls du Lust hast, kannst du dich mir anschließen“, sagte er dann und ging gemächlich durch die Wiese hindurch.
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Re: [Gegenwart & Vergangenheit] It's a cruel world isn't it?

Beitrag von Gast am Fr Apr 15, 2016 8:20 pm


"Ich meine wenn's wirklich drauf ankommt. Heute zählt nicht.", brummelte die Genin stur. Es war doch immerhin etwas anderes Kameraden mal beim Training sitzen zu lassen, als wenn man sie auf einer Mission hängen ließ oder? Wenn die Beiden in Gefahr waren oder es irgendwie ernst war, dann würde Ruri sie garantiert nicht enttäuschen aber heute? Gott Hideaki machte ja wirklich aus einer Fliege einen Bären - oder wie das hieß! Sie hatte sich ja nur eine kleine Pause gegönnt daran war doch nichts falsches? Murrig sah das Mädchen ihren Sensei an, doch aus der murrigen Laune wurde schnell blanke Irritation, als die Strafpredigt einen ganz und gar anderen Tenor bekam und er sie zum Schluss zum neuen Leiter des Teams ernannte. Ungläubig sah sie ihren Sensei noch immer an, der das Ganze jedoch ganz und gar ernst zu meinen schien, dabei dann auch noch mehr als lässig blieb. Das konnte er so doch nicht machen! "Aber du hast auch die Verantwortung!", hielt sie seinen Worten entgegen und hoffte noch immer, dass gleich Ichiro oder Akira aus dem Gebüsch springend und lachend 'Du müsstest sein  Gesicht sehen Ruri!' riefen. Ein aufmerksamer Blick zu den Seiten links und rechts von Hideaki,aber nein. Keine Überraschunsggäste und auch Hideaki, den sie nun wieder ansah, wirkte noch immer vollkommen überzeugt von dem Ganzen.

"Nicht nur ein klein wenig! Das ist doch dumm!", bekräftigte die Uchiha seine Worte als er einlenkte und hoffte nun auch schon, dass er das Ganze wieder zurücknehmen würde. Leider umsonst. Er wollte nur als Teammitglied dabei sein, aber weiterhin dass sie das Ganze leitete. "Ich will..es doch überhaupt gar nicht leiten! Nichteinmal ein wenig, nicht einmal irgendwie.", fuhr sie dann fort als Hideaki ihr mit einem sanften Nasenstupser zu verstehen gab dass sie sich entscheiden würde müssen wie sie ihr Team leiten wollte. Was war denn los mit ihm? Noch immer vollkommen neben sich stehend sah sie den Größeren an und schniefte nun sogar leicht, zwang sich aber dazu nicht zu weinen.  Sie mochte es, wenn Hideaki den Ausdruck in den Augen hatte, der diese nun zierte. Er hatte etwas unendlich lebendiges an sich, etwas ,dass einen mitriss und beflügelte. Doch lange konnte sie diesen Ausdruck nicht genießen,denn schon wandte sich der Jonin ab und gewann Ruri mit nur einem Satz für sich. "Uuuuunbedingt!", quietschte die Uchiha fröhlich auf und hatte zumindest für den Moment das Chaos vergessen, dass Hideaki in ihr gerade angerichtet hatte. Schnell war sie auf ihren viel zu kurzen Beinchen, nahm anlauf und sprang Hideaki kurzerhand auf den Rücken, um von hinten die schmalen Arme um seinen Hals zu legen und ihre Stirn gegen ihren Nacken zu legen.

Flashback Ende

Zweifelsohne. Sie erkannte sein Gesicht wieder, doch dieses Leben, dieses Feuer und die Leidenschaft aus seinen Augen. Sie fehlten ihr schmerzlich, wenn sie ihn ansah und unweigerlich musste sie sich fragen was mit ihm in den letzten Jahren geschehen war. Noch während sie den Raum langsamen Schrittes durchquerte, auf den Dunkelhaarigen zuging, als stünde sie in seinem Bann, schien es ihr fast so, als würde ihre ganze gemeinsame Zeit immer wieder vor ihrem inneren Auge abgespielt werden. Wie sich ihr Team geformt hatte. Wie er es geschafft hatte sie mit diesem kleinen Trick an den sie sich gerade erinnert hatte irgendwie so zu integrieren, dass sie ein zuverlässiger Teil des Teams wurde, sie irgendwie zu einer Familie zusammenwuchsen, sich gegenseitig engste Freunde wurden und wie sie es geschafft hatte ihn dennoch regelmäßig auf die Palme zu bringen.


Flashback: Kampflose Niederlage bei den Chuuninprüfungen.

Sie alle hatten bei den ersten beiden Teilen der Prüfung geglänzt, hatten als heiße Kandidaten für die Auswahl gegolten, doch während Akira bereits seinen Kampf hinter sich und haushoch gewonnen hatte und Ichiro sich auf den seinen vorbereitete hatte die Vorbereitung der Uchiha darin bestanden, dass sie über die Fressmeilen geschlendert waren, die um das Prüfungsgelände herum aufgestellt worden waren. Wahrscheinlich wäre sie auch nur für einen Snack geblieben, das hatte sie sich ja auch fest vorgenommen, aber dann war sie leider einer viel zu heftigen Verlockung erlegen: Dango All you can eat. Ein Wettbewerb! Zu gewinnen gab es einen Gutschein, der ihr ein Jahr  lang kostenloses Essen am Ramenstand von Konohagakure gewähren würde. Wäre das Ganze ein Teamkampf gewesen, sie hätte sich vielleicht noch für Akira und Ichiro loseisen können, doch da es nur um ihre eigene Beförderung ging, blieb sie doch bei dem All you can eat hängen. Geschlagene vier Stunden schlug sich den Bauch voll, nur um jetzt, als die Glocken erklangen die das Ende der Wettkämpfe der Chuunin bedeuteten, seufzend zurück auf den Stuhl zu fallen während sie ihr Gegenüber, einen Akimichi der sich brummend den Bauch hielt, frech anzugrinsen. "Ich passe. Was ist nur falsch mit dir Mädchen?", murrte ihr Gegenüber , woraufhin die Uchiha auch schon ihre Hand in die Luft streckte und breit grinsend "SIEEEEEEEEG! WO IST MEIN GUTSCHEIN?!", durch den Raum gröhlte.
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Re: [Gegenwart & Vergangenheit] It's a cruel world isn't it?

Beitrag von Gast am So Apr 17, 2016 10:13 am

Dem Konohagakure Jounin war durchaus klar, dass die Aufgabe ein ganzes Team zu leiten für einen jungen Genin nicht gerade leicht wurde. Er würde jedoch darauf achten das alles nach Plan verlief und niemand zu Schaden kam. Sein eigentlicher Gedanke war, dass sie Verantwortung übernahm und sah welche Auswirkungen Entscheidungen hatten. Sie sollte lernen in einem Team zu arbeiten und das ging derzeit nur, wenn er sie in den Mittelpunkt stellte, sodass sie aus ihrer kleinen Welt gezwungen wurde. Hideaki ließ sie nicht gegen eine Wand laufen und leistete ihr sicher im heimlichen etwas Unterstützung. Damit er heute nicht vollkommen als Buhmann da stand, hielt er es für keine schlechte Idee sie mit zum Essen zunehmen. Er wollte immerhin auch das Vertrauen zwischen seinen Schützlingen und ihm aufbauen. Bei den zwei anderen lief das ohne Probleme. Ruri war in der Beziehung etwas spezieller. Sie faulenzte gerne und aß wie eine sechsköpfige Raupe. Dafür, dass sie so klein und zierlich wirkte, konnte sie wirklich ordentlich reinhauen.
Hideaki wandte sich ab von ihr und verkündete in einem etwas unschuldigen Tonfall, dass er Essen gehen würde. Auf das Angebot, dass sie mitbekommen dürfe, ging sie sofort ein. Er konnte hinter sich Schritte hören und gleich daraufhin sprang ihr Ruri auf den Rücken. Der Jounin lachte leise und griff rasch nach ihren Beinen, damit sie nicht runter rutschte.
„Halt dich gut fest!“, forderte er sie dann auf und ging los. Obwohl er skeptisch gegenüber dem Verhalten von Ruri war, mochte er das kleine Nervenbündel. Sie ging ihm zwar zeitweise ordentlich auf dem Keks, aber sie gehörte nicht zu der Sorte von schlechten Mensch.

Memories Gone~

Die Finger von Hideaki zeichneten automatisch über sein Handgelenk hinweg und er starrte vollkommen gebannt auf die Frau, die sich langsam dem Tisch näherte. Er musste unweigerlich daran denken, dass sie hier war um sich etwas zu Essen zu kaufen. Das brachte ein kleines Zucken auf seine Mundwinkel und sollte ein Lächeln darstellen. Es erstarb jedoch schneller als es entstand. Seine Gedanken rasten mit jedem Schritt den Ruri auf ihn zukam. Dort war plötzlich nicht nur die Erinnerung an sein altes Team, sondern auch die schmerzlichen Fehler, die zum Tode von Sayo führten und dem Kind, das sie in sich trug. Oftmals sah er dieses Szenarium in den Gedanken wieder, wie ihr Leben langsam aus dem Körper strömte. Merkwürdigerweise wechselte in seinen Träumen die Person oft. Manchmal konnte er Ruri dort sehen, die Blut überströmt ihn ansah. Manchmal war es Chikane oder irgendwelche anderen Personen, die in seinem Leben wichtig waren. Als er den Anflug von Schwindel spürte, drückte er sich auf die Füße und blickte der Frau direkt in die Augen zurück. Sein Körper bewegte sich nicht fort, stattdessen ging er um den Tisch herum. Er zog den Schal um seinen Hals etwas lockerer, sodass man seine Lippen besser sehen konnte. Aber es kam auch das eingebrannte Zeichen von Kato zu Tage, dass er stets zu verbergen versuchte. Es störte ihn nicht, gerade waren seine Gedanken ausschließlich bei Ruri, die direkt vor ihm zu stehen kam. Seine Augen musterten sie, fast so als wäre sie ein Traum den er nicht begreifen konnte. Dann trat er auf sie zu und schlang die Arme um sie herum. Fest drückte Hideaki die Frau an sich, ohne etwas zu sagen.

Long Time Ago~

Der Blick von Hideaki lag auf seiner Uhr. Die Zeiger schritten schnell voran und mit jeder Minute die verstrich, fragte er sich wo Ruri steckte. Er stand im unteren Bereich der Arena und wollte ihr dort viel Glück wünschen. Sie tauchte jedoch nicht auf und die Zeit rannte ihnen langsam weg. Der Schiedsrichter sah ebenfalls auf seine Uhr und wenige Augenblicke später hob er die Hand. In dem Moment wandte sich Hideaki um und ging den Gang zurück entlang. Seine Hände waren tief in den Taschen versenkt und er schwang zwischen Sorge und Missgunst. Es war typisch für Ruri, dass sie einen Termin nicht einhielt. Jedoch wäre ihm nie im Leben eingefallen, dass es ihr bei der Chuunin Prüfung passierte. Sie hatten solange trainiert, dass es enttäuschend zu sehen war, dass sie kampflos aus dem Ring geworfen wurde. Dennoch schien sein optimistischer Charakter zu glauben, dass ihr etwas passiert sein musste. Ansonsten wäre sie sicher hier. Hideaki beschleunigte seine Schritte und verließ das Gebäude. Draußen angekommen, sah er sich suchend um. Seufzend machte er sich dann auf die Suche nach ihr. Er würde auch im Krankenhaus vorbei sehen und auch bei ihr zu Hause. Es dauerte eine Stunde bis er sie entdeckte. Genau genommen hätte er sich das eigentlich schon denken können, wo er sie vorfand. Ruris Stimme drang bis auf die Straße raus. Er hätte sie unter 1000ten erkannt. Hideaki starrte auf die junge Frau, die gerade einen Gutschein überreicht bekam. In ihm kochte die Wut auf, dass sie sich wirklich hier rumschlug statt am Chuunin Examen teilzunehmen. Es lag ihm auf der Zunge rum zu brüllen, aber er schwieg. Oh ja – schweigen war schlimmer als brüllen. Dann konnte man nicht einschätzen, was in ihm ablief und das quälte jeden in seiner Umgebung. Hideaki verschränkte die Arme vor der Brust und lehnte sich in der Tür des Lokals an, abwartend das sie ihn bemerken würde. Der Glanz des Zorns spiegelte sich allerhöchstens in seinen Augen wieder. Sie wirkten dunkler, angriffslustiger.
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Re: [Gegenwart & Vergangenheit] It's a cruel world isn't it?

Beitrag von Gast am So Apr 17, 2016 11:17 am

Ein Jahr lang! Ein Jahr lang kostenloses Essen bei Ichiraku! das war für viele vielleicht ein lächerlicher Grund sich zu freuen, für sie aber nicht. Obwohl der Uchiha Clan selbst enorm wohlhabend war, galt das nicht für sie. Das Gehalt, dass ihr Ziehvate als pensionierter Jonin bekam reichte zwar gut für seinen Ruhestand, doch es war nicht so, dass sie das Geld aus dem Fenster werfen konnten und als Genin wurde man eben nicht sonderlich gut bezahlt. Alles Geld was sie sparen konnten war also Gold wert. Ganz abgesehen davon war sie jedoch auch einfach enorm begeisterungsfähig, weshalb sie mit riesigen Augen beobachtete wie der Ausrichter des Wettbewerbs auf sie zu kam und ihr grinsend den Gutschein übergab. "Respekt Kurze, hätt' ich dir so gar nicht zugetraut!", ein breites Grinsen legte sich nun auch auf Ruris Lippen. "Naaa in mir steckt mehr als man glaubt alter Mann", lachte sie fröhlich und zwinkerte dem Kerl dann zu bevor sie den Gutschein mit den dünnen Armen in die Luft hob und sich Freude strahlend um ihre eigene Achse drehte. Die Drehung führte sie jedoch nicht ganz zuende, denn kaum dass sie die Hälfte dieser hinter sich hatte entdeckte sie ein ihr mehr als bekanntes Gesicht, dass sie ansah als wollte der Kerl sie gerade ungespitzt in den Boden rammen. Hideaki war jemand, der seine Gefühle frei zeigte. Wenn er glücklich war, dann steckte er jeden mit seinem Lachen an, war er bedrückt schwang die Traurigkeit gleich über,schrie er herum wusste man dass er wütend war, dass er jedoch fähig war sich schnell wieder herunter zu fahren. Das Schlimmste jedoch war, wenn er gar nichts sagte. Dann hing er irgendwo zwischen wirklich extremer Wut und tiefer Enttäuschung und gerade letzteres brach ihr schnell das Herz. Das Lächeln des Mädchens erstarb, kaum dass sie in seine angriffslustigen Augen sah während sie ganz langsam den Gutschein sinken ließ und sich ein schuldbewusster Ausdruck in ihre Augen legte,während sie den Blick leicht senkte. Jetzt gab es Ärger. Hoffentlich gab es Ärger. Sie wünschte sich gerade nichts mehr, als dass er sie anschreien würde, denn das bedeutete, dass sie ihn nicht so sehr enttäuscht hatte, dass er sie aufgab. Ohne ein Wort zu sagen ging sie zu ihm herüber, um erst bei ihm angekommen den Blick wieder zu heben. Was sollte sie sagen? 'Tut mir leid' ? Sie wusste es nicht. Einige Zeit lang sah sie ihn schweigend an, bevor sie seufzte und den Blick erneut senkte. "Ich schätez ich bin wohl immernoch eine ziemliche Enttäuschung.", sie sah es in den Augen des Jonin, dass es wohl genau das war was er denken musste.   Die Wahrheit war irgendwo jedoch auch, dass sie Angst vor Veränderungen hatte. Sie wollte gerne, dass die Dinge blieben wie sie waren. Er ihr Sensei, Ichiro und Akira ihre Mit-Genin. Dann würden sich ihrer aller Wege nicht trennen. Sie würden zusammen bleiben. War das ein so alberner Gedanke? Ja. Denn sie traute sich nicht einmal ihn auszusprechen.
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Re: [Gegenwart & Vergangenheit] It's a cruel world isn't it?

Beitrag von Gast am So Apr 17, 2016 12:09 pm

Hideaki konnte von weiten nicht nur sehen, sondern auch hören, dass sie hier eine ziemliche Show hingelegt haben musste. Man gratulierte ihr für ihre Handlungen und sie erntete Respekt dafür. Der Jounin hatte jedoch recht zügig erkannt, dass es hier um ein Wettessen ging, was nicht minder dazu beitrug das seine Mimik sich veränderte. Im Gegenteil. Inzwischen sah er wirklich finster drein. Seine Arme hatte er fest vor der Brust verschränkt, während er abwartete. In der Zeit, wo sich Ruri offensichtlich noch im Sieg badete, dachte er darüber nach, was er als nächstes tat. Es lag ihm auf der Zunge zu sagen, dass sie ab sofort für sich selbst verantwortlich war und das er den Posten als ihr Teamleiter aufgab. Er dachte nach. Konsequenzen, sagte eine Stimme in seinem Kopf. Es gab keine Konsequenzen aus ihrer Handlung. Abgesehen davon, dass sie nur erneut unzuverlässig war. Hierbei ging es jedoch nicht nur, um sie, sondern auch um ihn. All den Ärger den Ruri manchmal auslöste, fiel auf ihn zurück. Er hatte dutzende Szenarien im Kopf in denen er sich mehrmals entschuldigen oder rechtfertigen musste. Der Hokage würde ihn fragen, was mit seinem Genin am Tag des Chuunin Examen war. Immerhin sahen dort extrem viele Menschen zu und würden sich fragen, warum jemand ungeplant nicht kam. Niemand hatte etwas gewusst und das warf immerhin nicht ein ganz so zuverlässiges Licht auf sie. Hideaki wartete zunächst jedoch ab bis Ruri sich bis zu ihm vor wagte. Er sah auf ihre Hand und musterte das Stück Papier dort. Ohne etwas zu sagen, löste er die Arme aus der verschlossenen Haltung und ergriff ihr Handgelenk um es zu heben. Seine goldgelben Augen sahen auf die Aufschrift des Gutscheins. Ein Jahr kostenlos essen.
Hideakis Blick hob sich wieder in die seiner Schülerin und man konnte ablesen, dass dort eine Frage drinnen hing. Ein stiller Vorwurf, dass ihr sagen sollte: Dafür bist du nicht beim Examen aufgetaucht und lässt mich hängen? Er ließ ihre Hand wieder los und schüttelte den Kopf.
„Nicht du bist enttäuschend, sondern mein Versagen, dass du noch immer deine Prioritäten vernachlässigst“, sagte er dann und wandte sich langsam von ihr ab, um nach draußen zu treten. „Das einzige was ich enttäuschend an der Situation finden würde, wäre die Tatsache das du mit dem Gutschein alleine im Ramenstand essen wirst. Herzlichen Glückwunsch zu diesem Preis.“ Der Glückwunsch war ernst gemeint, allerdings schwang dort auch ein Vorwurf mit sich. Er ging oft mit seinem Team im Ramenstand essen und bezahlte dann sogar die Runde. Immerhin wusste er, dass Genin nicht viel verdienten. Jedoch war dieser Gutschein recht eigennützig. Keine Frage, dass er sich darüber gefreut hätte, wenn das Examen nicht anstand. Allerdings war er es, der als ihr Sensei versagte und dumm da stand. Eine Schülerin, die für einen Essensgutschein einfach nicht zum wichtigsten Event auftauchte, dass für die Laufbahn anstand. Dutzende Menschen, die darauf hinabblickten und erwarteten, was man für Schüler hervor brachte. Hideaki blieb vor der Tür stehen und blickte in den Himmel. Ein paar Wolken zogen dort umher. War es gerecht sich derartig zu verhalten? Er wollte das Beste für Ruri. Seine Hände legten sich in die Seiten seiner Hüften und er starrte einfach umher. Ein Windzug durchwühlte kurzweilig seine Haare, berührte seine Haut und ließ ihn leise ausatmen.
„Warum wegen eines Essensgutschein?“, fragte er dann und drehte sich herum. Die Wut war aus seinem Gesicht gewichen. Es konnte jedoch auch schnell wieder umschlagen.
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Re: [Gegenwart & Vergangenheit] It's a cruel world isn't it?

Beitrag von Gast am So Apr 17, 2016 12:39 pm

Bereitwillig ließ sie zu, dass Hideaki ihr Handgelenk anhob und den Gutschein betrachtete, den sie gewonnen hatte. Den über den sie sich vor wenigen Momenten noch gefreut hatte, sich jetzt jedoch in Grund und Boden schämte ihn überhaupt in den Händen zu halten. Jedes Wort von Hdeaki traf sie, insbesondere jedoch, als er klar machte, dass sie fortan alleine essen würde. Dass sie mit dieser Aktion mit ihm gebrochen hatte. So jedenfalls verstand sie seine Worte und so trafen sie das Mädchen wie ein Schlag ins Gesicht. Wahrscheinlich sogar schlimmer als ein solcher. Eher, wie ein Messerstich ins Herz. Sie wusste, dass sie ihn mit dem Nicht-Auftauchen beim Examen enttäuscht hatte und sie wusste, dass sie zwanghaft nach einem Grund gesucht hatte bei dem Kampf nicht aufzutauchen und über den Wettbewerb mehr als überglücklich gewesen war. Jetzt kam es ihr jedoch eher armselig vor. Sie wusste nicht einmal was sie zu seinem Glückwunsch sagen sollte. Keine trotzige Antwort, kein lässiger Spruch, nichts. Und schon hatte sich Hideaki umgewandt und war aus dem Haus herausgetreten als wäre es das gewesen.

Wie von selbst folgte sie dem Jonin mit kleinen vorsichtigen Schritten und sah ihn traurig von der Seite her an, während sein Blick am Himmel hing. Sah er das Ganze wirklich als sein versagen an? "Du hast nicht versagt Hideaki-kun..", meinte sie leise seufzend. Sie wusste dass sie ein ziemlicher Tunicht gut war. Das war sie schon vor Hideaki gewesen, aber er hatte es geschafft, dass sie sich für ihr Team einsetzte, dass sie zuverlässiger wurde, dummerweise hatte sie genau heute jedoch bewiesen, dass sie gerade bei Letzterem noch immer ziemliche Aussetzer hatte. Sie konnte sich nicht einmal wirklich entschuldigen, weil sowohl die Angst die sie hergetrieben hatte, als auch die Aktion selber wohl einfach lächerlich gewesen war. Irrational. Aber so war sie leider. Es folgte die Frage, die wohl unumgänglich gewesen war. "Ich könnte sagen, weil wir wenig Geld haben und alles woran wir sparen können für mich und Shichiro gut ist.", meinte sie schließlich leise und seufzte dann. "Das ist sogar auch wahr..nur..denke ich dass war nicht der eigentliche Grund warum ich hier gelandet bin.", dass sie Hideaki das anvertraute bedeutete zumindest, dass sie ihm inzwischen großes Vertrauen entgegenbrachte. Jeder andere, der sie gefragt hätte was sie hier machte hätte wohl nur ein 'Hier gibts echt gutes essen! Und Viel! RICHTIG VIEEEL!' zu hören bekommen. Er hatte inzwischen jedoch durchschaut dass sie ganz so einfach nicht gestrickt war. "Ich will gar keine Chuunin werden..", gestand sie leise und senkte den Blick weil sie wusste, dass Hideaki das sicherlich nicht würde hören wollen. Immerhin hatte er doch von ihnen allen erwartet, dass sie genau das zumindest versuchten. Es wäre auch normal. Jeder wollte gerne im Rang aufsteigen oder? Sie nicht. "Ich mag keine Veränderungen und..ich meine Akira, du, ich und Ichiro..das ist doch gut wie es ist oder? Wenn wir Chuunin wären würde doch jeder irgendwie eine andere Ausbildung beginnen und wir würden und seltener sehen und..ich will einfach nicht, dass das was wir haben einfach verschwindet.", weil ihr die drei anderen wie eine Familie ans Herz gewachsen waren.
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Re: [Gegenwart & Vergangenheit] It's a cruel world isn't it?

Beitrag von Gast am So Apr 17, 2016 4:58 pm

Seine Worte mochten hart klingen, aber so war die Wahrheit oder zumindest das Gefühl, was sich derzeit in ihm breit machte. Er hatte sich viel Mühe gegeben das kleine Mädchen zu einer anständigen Kunoichi zu erziehen, aber schlussendlich schien diese Arbeit irgendwie versagt zu haben. Hideaki glaubte wirklich, dass Ruri sich verändert hatte, jedoch zeigte die heutige Aktion eher das Gegenteil. Etwas das er überhaupt nicht nachvollziehen konnte. Dennoch nahm er diesen Umstand nicht einfach hin. Er wollte wissen, was die junge Frau beschäftigt – wieso sie um alles in der Welt wegen eines Essensgutscheins nicht zum Chuunin Examen kam. Hideaki musterte eingehend den Himmel und lauschte den Worte seiner Schülerin die erklärte, dass er nicht versagte. War es wirklich so? Derzeit sah es für ihn alles andere als Ruhmreich aus. Trotz all seiner Mühe war ihr das hier wichtiger gewesen – augenscheinlich. Er fragte nach, bohrte förmlich nach dem Grund und blickte bei ihrer Erklärung rüber. Sie hatte einen Grund. Wobei allein schon die Worte, dass sie Geld sparen wollte, ihm einen leichten Seitenhieb versetzte. Ruri war eine gute, junge Frau. Er hätte eigentlich nicht davon ausgehen sollen, dass sie das mit Absicht machte. Schweigend sah er weiter in ihre Richtung, wartete auf die Erklärung des Grundes und bekam ihn zuhören. Es zeichnete eine gewisse Überraschung in sein Gesicht als sie meinte sie wolle kein Chuunin werden. Hideaki wandte sich ihr komplett zu und stellte sich ihr dann direkt gegenüber. Ihre Worte rührten ihn irgendwie. Es war unglaublich gefühlvoll derartig zu denken. Hideaki zeigte langsam ein Lächeln und legte dann beide Hände auf ihre Schultern.
„Das was wir haben, wird nicht einfach so verschwinden“, erklärte er langsam und deutete auf seine Herzseite,„Wir alle tragen uns gegenseitig im Herzen. Ich bin mir sicher, dass auch Akira und Ichiro das alles vermissen würden.“ Der Jounin legte seine Hand unter ihr Kinn und hob es an, um ihr direkt in die Augen wieder zu sehen. „Wenn ein Kapitel des Lebens beendet wird, eröffnet sich ein neues. Wir entwickeln uns weiter, werden älter und reifer, aber Freundschaften verblassen nicht einfach, wenn es richtige Freundschaften sind. Und eine Familie wird nicht einfach zerrissen, nur weil man auszieht.“ Hideaki betrachtete ihre Züge eingehend. Sie waren so vertraut. „Du musst kein Chuunin werden, wenn du nicht magst. Es tut mir Leid, dass ich dich dazu genötigt habe. Es war nicht gerade umsichtig und ich war der Meinung, dass du es möchtest.“ Ein entschuldigendes Lächeln zeigte sich und er trat einen kleinen Schritt zurück. „Jedoch denke ich das Ichiro und Akira es werden wollen. Damit eröffnen sich neue Möglichkeiten sich weiter zu entwickeln. Für dich finden wir aber sicher auch noch etwas.“ Er stieß ihr mit dem Finger wieder auf die Nase. Eine Gestik, die er schon sehr lange verfolgte. „Wie viel hast du gegessen?“, fragte er dann und beugte sich leicht vor, „Ich habe den Akimichi gesehen… hast du ihn besiegt?“
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Re: [Gegenwart & Vergangenheit] It's a cruel world isn't it?

Beitrag von Gast am So Apr 17, 2016 5:28 pm

Ruri sah ihren Sensei zutiefst traurig an, als dieser erklärte,dass das was sie zu viert hatten nicht einfach verschwand. War das so? Die einzige Freundschaft, die bei ihr wirklich lange gehalten hatte war die zu Chikane und alle anderen? Man lebte sich auseinander. Konnte man dem überhaupt entgegen wirken? "Vielleicht..aber ich meine..wenn wir alle Chuunin wären und so viel mehr zu tun hätten, alle andere Ausbildungen und andere Missionen haben würden..dann würden wir uns doch gar nicht mehr sehen." und wenn man sich nicht sah, dann entfremdete man sich oder nicht? Traurig senkte sie den Blick. Oder viel mehr wollte sie es, denn Hideaki gab ihr gar keine Chance dazu genau das wirklich zu tun, zwang sie sanft den Kopf zu heben und ihn anzusehen bevor er weiter sprach. "Und was, wenn es doch passiert?" oder was wenn die Aufträge immer gefährlicher wurden, einer von ihnen starb und die anderen nicht da waren um demjenigen zu helfen, weil sie auf anderen Missionen war? Ruri würde den Gedanken nicht ertragen, denn auch wenn sie immer taff und unbeschwert tat, sie hatte ein sehr zerbrechliches Herz. Eines, dass Hideaki mit seinen Worten zu treffen wusste. Als er erklärte, dass es ihm leid tat, dass er sie dazu gedrängt hatte Chuunin zu werden lächelte sie nur milde. "Nein es ist schon in Ordnung. Ich weiß dass die Jungs es werden wollten. Wenn ich gar nicht erst zu den ersten Teilen angetreten wäre, hätten sie sich nicht anmelden können nicht wahr? Dann wäre ich wahrscheinlich eine sehr schlechte Freundin.", meinte sie matt lächelnd denn auch wenn sie den Beiden natürlich wünschte, dass ihnen gelang was auch immer sie sich vornahmen, sie selbst machte es traurig. Gerade in Akiras Fall. Er wollte Iryonin werden, das wusste sie. Aber das bedeutete auch, dass er wohl die nächsten Jahre fast nur im Krankenhaus leben würde um zu lernen oder? "Ist es so falsch das gar nicht zu wollen? Ich meine sich weiter entwickeln. Ich bin glücklich so, wie es gerade ist. Ich habe das Gefühl, dass es nur schlechter werden kann wenn sich etwas ändert. Ich weiß also gar nicht ob ich neue Möglichkeiten finden will.", endete sie leise, als Hideaki ihr auch schon wie es langsam zur vertrauten Gewohnheit zwischen ihnen geworden war, gegen ihre Nase stupste. Sanft und doch immer fähig sie aus ihren Gedanken zu reissen. Wieviel sie gegessen hatte? Bei der Frage legte sich ein breites Grinsen auf ihre Lippen. Seine Wut war verflogen. Er war auch nicht mehr enttäuscht, nicht mehr so jedenfalls, dass ihr Herz schmerzte. "Mehr als du in dich rein kriegen würdest alter Mann!" lachte sie fröhlich und legte dann noch immer grinsend den Kopf schräg. "Der Akimichi der mich schlägt muss erst noch geboren werden! Den hab' ich sowas von fertig gemacht. Aber ich hatte noch kein Desert. Gehen wir ein Eis essen, Hideaki-kun?", fragte sie nun mit einem strahlenden Lächeln, denn ein Ja würde bedeuten, dass sich so viel heute nicht verändert hatte. Sie wollte nicht dass diese Zeit ihres Lebens zu Ende ging und doch stand das Ende all diesen Glücks kurz bevor.
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Re: [Gegenwart & Vergangenheit] It's a cruel world isn't it?

Beitrag von Gast am Mi Apr 20, 2016 5:58 pm

Aufmerksam hörte der Jounin seiner Schülerin zu und versuchte zu verstehen, warum sie nicht an ihrer Examsprüfung teilgenommen hatte. Er verstand mit jedem Wort mehr, dass sie sich derzeit in einem kleinen Dilemma befand. Es war wirklich nicht einfach erwachsen zu werden und stetig Veränderungen im Leben zu akzeptieren. Auch er würde die Zeiten mit den dreien vermissen. Jedoch wünschte er sich, dass alle drei ihren Weg fanden und gute Shinobi wurden.
„Glaub mir“, fing er dann an und blickte weiterhin in ihre Richtung. „Mir fällt es ebenfalls schwer Euch gehen zu lassen, damit ihr euren eignen Weg findet. Jedoch erfüllt es mich mit Stolz, wenn ich sehe das ihr heran wachst und gute Shinobi werdet. Ich würde mir nichts anderes wünschen als zu wissen, dass ich Euch alles vermittelt habe, damit ich mir keine Sorgen um Euch machen muss.“ Hideaki wollte eigentlich nicht daran denken, was passieren würde, wenn irgendeiner starb. Es wäre für ihn ein schrecklicher Gedanken, den er lieber nicht länger verfolgte. Ruri schien sich diese Sorgen ebenfalls zu machen und er bedachte sie mit einem weiteren, nachdenklichen Blick.
„Ich kann Dir nicht sagen, was die Zukunft bringt. Das wird dir niemand sagen können. Es gehört aber zum Leben dazu… erwachsen zu werden, aus seinem alten Umfeld auszubrechen und zu genießen das man lebt“, sagte er und wirkte kurz etwas ernster. „Dazu zählt es leider manchmal auch, dass jemand von einem geht. Ich hoffe, dass es nie dazu kommt. Es würde mich sehr tief treffen… aber wenn… dann werde ich für alle von Euch da sein, damit wir diese Zeit gemeinsam überstehen können.“ Seine letzten Worte klangen zögerlich. Er wusste nicht, ob er allen helfen konnte, aber für ihn waren seine Schüler nach der Ausbildung nicht einfach verschwunden. Für jeden einzelnen hätte er immer ein Ohr. Das war fast selbstverständlich.
Sie sprachen weiter über das Erwachsen werden und das die anderen Teammitglieder nicht am Chuunin Examen teilnehmen konnten, wenn nicht das vollständige Team antrat. Darüber nickte er nur, leicht lächelnd. Dann nahm er seine Hände wieder runter und schob Ruri ein paar Schritte beiseite. Sie standen hier mitten im Weg des Eingangsbereiches.
„Es ist nicht falsch zu wollen, dass etwas gleich bleibt. Wir sind derzeit alle glücklich und es ist rein menschlich dann das Gefühl zu haben, dass es sich nie ändern sollte. Aber ich muss auch sagen das Veränderungen einen nicht entmutigen sollten. Du sagtest gerade, dass du wegen des Geldes ebenso hier standst. Es könnte dir gut tun, wenn du den Chuunin Rang hättest und somit etwas mehr verdienst. Irgendwann wirst du alleine auf den Beinen stehen müssen und das kannst du nur, wenn du dich weiterentwickelst. Das ist ein schwerer Prozess… aber ich bin mir immer schon sicher gewesen, dass du es schaffst und dieses Potenzial besitzt.“ Sanft stieß er an ihre Nase und wollte zunächst das Thema nicht mehr weiter durchkauen. Sie hatte genug zum Nachdenken bekommen und nachher wurde es vielleicht zu viel. Also lenkte er auf ihr Lieblingsthema um. Essen! Hideaki zeigte ein Grinsen als sie erklärte, dass kein Akimichi sie wohl im Essen schlagen könnte.
„Ja, lass uns ein Eis essen gehen… ich lade dich ein“, sagte er und legte einen Arm um ihre Schulter, um sie mitzuziehen. „Und glaub nicht, dass du jetzt den ganzen Tag Nudelsuppen essen könntest. Da du die Chuunin Prüfung nicht geschafft hast, werde ich dich mit weiteren Trainingseinheiten quälen, die schwerer sind als die davor“, sagte er in einem gespielt strengen Tonfall. Eine grimmige Zufriedenheit trat auf sein Gesicht.
„Vielleicht hast du ja dadurch keine Lust mehr dich mit mir abzugeben.“ Mit der Hand wuschelte er kurz durch ihre Haare und ging dann los zum Eisstand.
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Re: [Gegenwart & Vergangenheit] It's a cruel world isn't it?

Beitrag von Gast am Mi Apr 20, 2016 6:19 pm

Etwas geknickt blickte die Genin zu ihrem Sensei auf und seufzte. Es machte ihn stolz wenn sie erwachsen wurden? Wenn sie genau das bei Akira sah, der weiter war als Ichiro und sie, dann machte sie es eher traurig. Je weiter sie kamen, je besser sie wurden und je höher sie aufstiegen desto wahrscheinlicher wurde es doch, dass man ihnen gefährlichere Missionen zuteilte und dass dann irgendwann einer von ihnen starb. Nicht nur das. Auch, dass die Anderen dann nicht da sein würden um ihn genau vor diesem Schicksal zu bewahren oder nicht? Ruri machte diese Vorstellung Angst und wenn sie ehrlich war, dann machte es sie gleichzeitig traurig, dass Hideaki diese Angst nicht zu haben schien. Genau diesen Gedanken revidierte er jedoch im nächsten Augenblick und sorgte damit dafür, dass sie verwundert zu ihm aufsah. Was er sagte klang vernünftig, nachvollziehbar und dennoch war es irgendwie traurig oder? "Ich will nicht darüber nachdenken, was geschieht wenn einer von uns stirbt.", sagte sie dann erstaunlich bestimmt fast kühl bevor sie mit einem Lächeln doch traurigen Augen zu Hideaki aufsah. "Ich fühle mich besser bei dem Gedanken dass das niemals passieren könnte", der Gedanke war geradezu lächerlich aber wenn sie sich nicht davon überzeugen konnte, wie sollte sie dann unbeschwert sein?

Wie hätte sie dann die anderen dabei unterstützen können am Examen teilzunehmen? Es mochte dumm sein nicht über diese Möglichkeiten nachzudenken und sich nicht darauf vorzubereiten dass es irgendwann so kam, aber in diesem Fall war sie wohl gerne dumm. Überrascht sah die Kleine nun auf, als Hideaki sie leicht zur Seite schob und realisierte erst dann, dass sie im Grunde die ganze Zeit die Tür blockiert hatten. "Oh", machte sie jedoch nur während Hideaki wieder das Wort erhob und ihr erklärte, dass ihre Angst, ihr Wunsch im Grunde nur menschlich war. Weder dass er das Geld erwähnte noch, dass sie irgendwann für sich selbst sorgen würde müssen überzeugte Ruri wirklich. Was sie überzeugte war auch gar nicht was er sagte, sondern die Art und Weise wie er es tat, wie er sie dabei ansah. Sie konnte es aus ihm lesen, es schwang in seinen Worten mit. "Du glaubst wirklich an mich oder, alter Mann?", fragte sie nun lächelnd und musste dabei beinahe die Tränen unterdrücken, die jedoch augenblicklich schwanden als Hideaki es schaffte das Thema schlussendlich auf das zu richten was Ruri in jedweder Situation auf die Beine half. Essen!

"UHH! DAS wirst du bereuen!!", verkündete sie fröhlich lachend ihre Kampfansage und lehnte sich dann gegen ihren Sensei, der sie auch schon in Richtung Eisladen zog. "Guuuut dass ich Genjutsuka werde oder nicht? Ich kann gleichzeitig essen UND trainieren!", erklärte sie großspurig, begann aber dann auch schon gleich zu lachen auch wenn der ein oder andere, wenn er Ruri kannte vielleicht die Vermutung hätte, dass sie sich deswegen für diese Spezialisierung entschieden haben könnte. "Baka!", lachte sie fröhlich und ging dann schon in Gedanken die Liste des Eises durch, dass sie als erstes in sich hineinstopfen wollte.

Flashback Ende

Mit jedem Schritt den sie auf Hideaki zutat weiteten sich ihre Augen etwas mehr. Sie sah, wie auch sein Blick an ihr hing, wie er sich langsam aufrichtete und um den Tisch herumging. Den Schal heruntergeschoben, sah sie nun das ganze Gesicht von Hideaki und es gab keinen Zweifel mehr dass er es war. Nicht einmal den Anflug eines zweifels. Noch bevor er jedoch irgendetwas sagen, irgendetwas tun konnte holte Ruri in dem Moment in dem sie vor ihm angekommen war mit der rechten Hand an der ihr Kirschblütentattoo prangerte aus und ohrfeigte Hideaki kräftig ohne zu bemerken, dass sich bereits Tränen in ihre Augen geschlichen hatten. "Ich hasse dich!", fuhr sie ihn an als sich auch schon die großen langen Arme um ihren Körper legten und er sie an sich zog, um sie kräftig an sich zu drücken während ihre Hände sich an seine Brust gelegt hatten und die Tränen ohne dass sie etwas dagegen tun konnte über ihre Wangen liefen. Für jeden Außenstehenden verborgen, da ihr Gesicht eng an der Brust des Missingnin lag. Nicht jedoch für Hideaki selbst würde er die leichte Feuchtigkeit an seiner Kleidung wohl spüren, die ihre Tränen hinterließen. "...wie konntest du mich im ungewissen darüber lassen ob du noch lebst..?", flüsterte sie bevor sie die Fäuste an seinem Körper sinken ließ um ihn ihrerseits zu umarmen. Gottseidank lebte er noch. Gottseidank. Es war der einzige Gedanke zu dem sie fähig war.
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Re: [Gegenwart & Vergangenheit] It's a cruel world isn't it?

Beitrag von Gast am Sa Apr 23, 2016 9:38 am

Hideaki wollte ebenso nicht darüber nachdenken, was passieren würde, wenn einer seiner drei Genin starb. Er hatte jeden einzelnen ins Herz geschlossen, auch wenn die Beziehung zu Ruri sich etwas anders gestaltete. Sie schien mehr Gefühle zu beinhalten, weil er sich öfters in seiner Freizeit mit ihr beschäftigte. Er investierte viel Zeit da drinnen ihr auf den Weg des Shinobi Daseins zu helfen und ihr die geeignete Unterstützung zu geben, die sie benötigte. Es war für ihn nicht schlimm, weil er das wirklich gerne tat. Entsprechend formte sich zwischen ihnen beiden eine Art Freundschaft, die er nicht missen wollte, auch wenn sie derzeit noch sehr geprägt war von dem Schüler-Lehrer-Konstrukt. „Lass uns nicht mehr über schlechte Gedanken sprechen“, schlug dann Hideaki noch vor, auch wenn er ein letztes Mal Worte an Ruri richtete, die er vollkommen ernst meinte. Er glaubte an sie. Nicht nur an ihren Fähigkeiten, sondern an ihren Charakter und all ihren Handlungen. Das sie nicht perfekt war, machte sie dadurch umso menschlicher. Eine Eigenschaft die manche Shinobi mit der Zeit verloren.
„Ich glaube an dich, ja“, sagte er und zeigte ein kleines Lächeln. „Und ich wünsche mir, dass du auf dem Weg dich selbst nie verlierst. Du hast einen starken Charakter… auch wenn der meistens etwas Gefräßig wirkt.“ Die letzten Worte zielten darauf ab das Thema wieder umzuschwenken und das lief sogar ziemlich einfach. Mit Essen konnte er sie einfach immer von allem möglichen ablenken. Das hatte er inzwischen gelernt. Ein Arm legte sich um ihre Schultern und zog sie Richtung Eisladen. Auf seiner Mimik zeigte sich dabei eine freudloser Ausdruck. „Ja, deine Genjutsu…“, säuselte er mit einem kleinen Anflug von Freudlosigkeit. Er fürchtete sich geradezu vor ihren Genjutsu. „Würdest du weniger Essen, während du Genjutsu formst, wären sie nicht ganz so ausgeprägt von Essen.“ Er ließ es regelmäßig zu, dass Ruri ihre Genjutsu an ihm testen durfte. Was im Endeffekt als Ergebnis hatte, dass er meistens mitbekam, wenn sie anfing zu Essen. Die Genjutsu hatten sich gerade am Anfang in wahrliche Essensalpträume verwandelt. Riesen Muffin die vom Himmel fielen und ihn zerquetschen wollten. Danach war der Weg in den Laden eines Bäckers fast schon traumatisierend gewesen. Statt in Treibsand zu versinken, versank man bei Ruri in Eiscreme. Er schüttelte den Kopf und betrat mit ihr den Laden.

~~~

Ruri war zum Greifen nahe gewesen. Hideaki hatte sich immer wieder gefragt, ob er träumte oder nicht. Der Anblick seiner ehemaligen Schülerin war für ihn mit vielen Emotionen verbunden. Fast so als hätte ihn jemand aus der stille der Leblosigkeit gezogen. Eine Hand, die sich in die Dunkelheit streckte und ihn helfen wollte. Hideaki wusste noch nicht, ob er diese Hand ergreifen würde. Zu sehr verschwamm seine Welt in das verstörende Bild seiner Erinnerungen. In den letzten Jahren hatte er sogar die Beziehung zu seiner Schülerin mit der Zeit verblassen sehen. Er hatte sich an all die Zeiten erinnern können und nahm sie als positiv auf. Jedoch verschwamm das Gefühl, welches er damit verband, immer mehr. Ein schwarzweiß Film in dem er die Hauptrolle spielte. Erst mit dem Auftreten von Ruri schien ihm bewusst zu werden, wie sehr er sie und auch Konoha vermisste. Ein Selbstschutzmechanismus um an diesem verzweifelten Gefühl nicht kaputt zu gehen. Bevor er jedoch großartig etwas sagen konnte, trat die Uchiha direkt vor ihm. Ohne das er darauf reagieren könnte, bekam er dann einen Schlag ins Gesicht. Ihre flache Hand hinterließ einen roten Abdruck auf seiner Wange und das Geräusch schallte durch die Umgebung als wären sie in einer Höhle gewesen. Einige Menschen wandten sich herum, beobachteten das merkwürdige Bild und schienen wissen zu wollen was dort ablief. Hideaki spürte zwar den Schmerz und seine taube Wange, aber er nahm die Frau dennoch in den Arm. Der Schmerz der Ohrfeige war ein gutes Gefühl – ein lebendiges Gefühl und es gab bei weiten schlimmeres was man ihn in den letzten Jahren angetan hatte.
Hideaki schloss sie so fest in die Arme, dass man meinen könnte, dass er sie nie wieder los lassen wollte. Der Mann hatte sie schrecklich vermisst gehabt und spürte einen schweren Kloß in seinem Hals. Ein paar Tränen standen auch ihm in den Augen, aber er blinzelte sie weg, wodurch sie nicht mehr zu sehen waren.
„Es tut mir Leid, Ruri“, flüsterte er mit rauer, leiser Stimme und schloss die Augen. Er vergrub seine Wange dabei leicht an ihrem Kopf und hielt so fest wie möglich. „Es tut mir Leid.“ Er spürte wie sein T-Shirt etwas nass wurde und hörte ihre dumpfe Stimme an seiner Brust. Erst wollte er sich gar nicht von ihr lösen, lockerte dann aber die Umarmung etwas und blickte zu ihr hinab. Mit seinem Ärmel seiner Jacke, wischte er dann über ihre Wangen hinweg und starrte sie an als wäre sie eine Einbildung, die verschwinden würde, wenn er blinzelte.
„Du kannst dir nicht vorstellen… wie sehr ich mich freue dich zu sehen“, flüsterte er so leise wie möglich, weil er irgendwie sich noch immer beobachtet fühlte und zeigte ein schwaches Lächeln auf den Lippen. Er wirkte irgendwie müde und keinesfalls so glänzend wie damals noch. Irgendetwas hatte ihn sinnbildlich die Beine gebrochen und er versuchte mit aller Mühe auf diesen wieder zu stehen.

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