Atarashi Sho

Naruto RPG # 3 Reiche # FSK 16

Das Atarashi Sho ist ein Rpg Forum das in der Welt des bekannten Anime/Manga Naruto spielt. Wir haben ein FSK Rating von 16, sowie einen FSK18 Bereich. Wir versuchen jedem Mitglied des Forums seine vollsten Möglichkeiten zu gewähren, solange das Konzept in die Geschichte des Forums passt und nichts "zu stark" ist. Unsere Geschichte spielt in einer weit entfernten Zukunft des originalen Manga. Naruto starb vor 1000 Jahren und seit jeher ist vieles geschehen. Die Reiche lebten in Frieden doch dies nicht lange. Kriege die die Welt erschütterten brachten viele Veränderungen und die Reiche überfielen sich nach und nach und so entstand eine neue Weltordnung. Konoha Gakure im Feuerreich nahm das gesamte Blitzreich mitsamt dem Dorf Kumo Gakure ein, Suna Gakure nahm ebenfalls ihren Nachbarn Iwa Gakure und das Erdreich ein und Kiri Gakure? Sie verfielen in alte Gedanken und gründeten erneut den Blutnebel, Chigiri. Wir leben heute, 1000 Jahre nach Naruto´s Tod in schweren Zeiten. Der Krieg ist beendet doch leben wir in einer kalten Kriegsphase. Chikyû jenes Reich das aus Suna und Iwa entstand hat ist das größte Reich. Die Hauptstadt tief unter der Erde verborgen und verbunden durch Tunnel. Konoha Tô das große Dorf des Waldes und letztlich Chigiri das Dorf welches Brutalität und Stärke förderte und einen kleinen Kontinent für sich einnahm.


Team

Saori Junji
Chiyo


[Vergangenheit] Rettung im letzten Augenblick

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[Vergangenheit] Rettung im letzten Augenblick

Beitrag von Gast am Mo Apr 11, 2016 7:35 pm


Rettung im letzten Augenblick

Hyuuga Junji && Uchiha Ruri
3 Jahre vor den aktuellen Geschehnissen
Während des Rückwegs von einer Mission gerät Ruri in Gefangenschaft einer Gruppe von Nukenin, die im Visier von Hyuuga Junji ist.
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Re: [Vergangenheit] Rettung im letzten Augenblick

Beitrag von Gast am Mo Apr 11, 2016 8:00 pm

Ein schreckliches Hämmern dröhnte noch immer durch den Kopf der Uchiha, während sie kraftlos die Augen öffnete, versuchte sich umzusehen, alles jedoch eher verschwommen wahrnahm. Das Letzte an dass sie sich erinnern konnte war, dass sie das Gasthaus angesteuert hatte in dem sie auch schon auf dem Hinweg zur Mission gerastet hatte. Danach war alles irgendwie düster. Sie erinnerte sich weder daran noch einmal durch die Stadt gegangen zu sein noch an den Dangostand, der ihr zum Verhängnis geworden war, hatte man ihr dort doch Drogen untergemischt, die sie ausgeknockt und eine vollkommen gewaltfreie Entführung ermöglicht hatten. Alles was sie wusste war, dass sie im Gasthaus gewesen war und nun irgendwo anders war. Hinter gittern und mit Fesseln an den zierlichen Handgelenken. Ganz dumpf klangen Stimmen durch die Gänge des Ortes von dem sie nicht einmal sicher sein konnte ob es ein Haus, eine Höhle oder sonstetwas war. Ein geschlossener Raum im weitesten Sinne, wenn man nach dem Hall ging aber mehr als das? Sie wusste es nicht. Was sie aber wusste war, dass sie einen Weg heir heraus finden musste und das schnell. Die Fesseln würden, so hoffte sie das geringste Problem sein. Ein Chidori würde sie aus ihnen sicher befreien, aber irgendwie schien ihr ihr Körper abwärts der Beine nicht gehorchen zu wollen. Wahrscheinlich eine Nebenwirkung der Art und Weise auf die sie entführt worden war.

Gegen die Wand hinter sich zurückgelehnt und die Augen geschlossen versuchte sie nun schon seit einigen Stunden die Kontrolle über ihren Körper zurückzuerlangen während sie es gleichzeitig darauf anlegte zu verstehen worum es in dem Gespräch der Stimmen die sie hörte , dass immer wieder von gequälten Schreien unterbrochen wurde, ging. Viel verstand sie nicht, was jedoch schließlich durchklang war, dass die Entführer es auf ihr Bluterbe und das der Anderen, die scheinbar entführt worden waren, abgesehen hatten. Immer wieder den Blick durch den Raum schweifen lassend überlegte sie angestrengt wie sie der Situation irgendwie entkommen konnte, doch einen Weg sah sie nicht. Verzweifelt versuchte die Uchiha aufs Neue immer wieder ihre Beine zu bewegen, doch sie rührten sich nicht einen Zentimeter. Nur schwer konnte sie ein lautstarkes Fluchen unterbrechen, als sie bereits Schritte durch den Gang hallen hörte, die mit jeder Sekunde etwas deutlicher wurden. Augenblicklich schloss sie die Augen wieder, tat so, als würde sie noch bewusstlos sein während sie gleichzeitig ihre Sinne schärfte, um irgendwie reagieren zu können. Genau vierzehn Schritte später hielt die Person an und dieses Mal klang die Stimme, die eindeutig einem Mann gehörte, gestochen scharf. Er musste bereits vor ihrer Zelle stehen. "Die Uchiha noch, dann können wir weiter. Sie ist noch bewusstlos, es sollte also keine Probleme geben", sie war nicht bewusstlos. Dummerweise aber auch nicht fähig groß Probleme zu bereiten. Sie spürte, dass ihr Chakravorrat beinahe aufgebraucht war. Vielleicht eine Nebenwirkung der Droge die man ihr gegeben hatte und ihr Körper? Der hatte wohl noch nicht realisiert, dass sie schon wieder bei Sinnen war. Wenn es hoch kam, würde ihre kraft für ein Jutsu reichen, bei weitem nicht genug um mehr als einen Gegner zu töten und die Stimme, die dem Mann nun antwortete und darum bat noch bei den Vorbereitungen der 'Entnahme' zu helfen, bewies eindeutig, dass sie es mit mehr als einem Menschen zu tun hatte.

Ihr blieb nicht viel Zeit und so sehr sie sich wünschte einen anderen Weg zu finden, so lange sie nicht genug Chakra hatte und ihr Körper ihr den Dienst verweigerte war sie aufgeschmissen. Ob jemand zu ihrer Rettung kommen würde? Das bezweifelte sie. Sie war knapp zwei Tagesmärsche vom Dorf entfernt, selbst wenn man angestrengt lief, was gleichzeitig bedeutete, dass man sie noch nicht zurück erwartete und selbst bei einem Tag Verspätung würde man nicht von einer Entführung ausgehen. Die Augen öffnend, bahnte sich ein leerer Ausdruck den Weg in ihre Augen, während ihr Blick sich auf ihre Hände senkte. Wahrscheinlich war alles was ihr blieb Schadensbegrenzung. Für das Dorf. Sie hatte nie groß über ihren Tod oder das Ende ihrer Karriere nachgedacht aber..so? Noch einige Minuten mit sich ringend, darüber nachdenkend ob es nicht doch einen anderen Weg gab, widmete sie ihre Gedanken noch für einen Augenblick den Menschen, die sie schwer vermissen würde, bevor sie erneute Schritte auf dem Gang, dieses Mal deutlich hastigere, deutlich schnellere, aus ihrer Starre rissen. Schnell aktivierte sie das Chidori in ihrer rechten Hand, betrachtete es zögernd schloss noch einmal die Augen während zwei stille Tränen über ihre Wangen rannen, bevor sie die Hand hob um das Chidori langsam und mit zitternder Hand zu ihren Augen zu führen, gewillt das einzige zu vernichten was die Menschen hier von ihr wollten. Es würde ihr Leben nicht retten, doch es würde zumindest verhindern dass ihr Erbe in die falschen Hände fiel.
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Re: [Vergangenheit] Rettung im letzten Augenblick

Beitrag von Hyuuga Junji am Di Apr 12, 2016 12:47 am

Leblos fiel der Körper zu Boden. Zumindest machte er erst den Anschein, doch sein Fall wurde gebremst, als sich eine schwarz behandschuhte Hand aus der Dunkelheit abzeichnete und den blonden Schopf des Toten packten, kurz bevor dieser aufzuschalgen drohte. Nichts. Man hörte nichts, nicht einmal ein Atmen. Nur wenn man ganz genau hinhörte, so vernahm man das Prasseln des Regens, der viele Meter oberhalb auf die Erde schlug in dessen Inneren sie sich befanden. Einen Moment hielt die Unsichtbare macht inne, als lauschte sie nach genau jenen Tropfen, dann, als habe sie gefunden, was sie suchte, zog sie den Toten mit einem leisen Schleifen in die Dunkelheit, wo sie gleichsam wie die Hand verschwand. Wieder herrschte völlige Stille und Frieden war zurück an jenen Ort gekehrt, doch im Scheine einer schwachen Lampe, wenige Meter von dem Schatten einer Nische im grob behauenen Stein entfernt, erschien eine Maske und mit ihr erste Anzeichen von Bewegung. Das Antlitz war einem stilisierten Fuchs nachempfunden, doch in völlig weißer Farbe mit einer einzelnen Verzierung, die sich wie eine Kerbe quer unter den Augen über die Nase zog. Umrahmt von den langen schwarzen Haaren war sie wie eine geisterhafte Erscheinung der die Schatten zu folgen liebten. Doch tatsächlich war unter der Maske ein Mensch verborgen, ein Mensch, der sich vielleicht nicht einmal unbedingt von diesen volkstümlichen Attributen von Dämonen und Geistern unterschied, jedoch gelenkt wurde. Für diesen Menschen freilich, wäre es eine Lüge gewesen, wenn er persönliche Motive für sein Tun leugnete, doch ihn fragte niemand danach und so würde ihm diese Lüge erspart bleiben. Stattdessen aber leitete man diese Motive, vielleicht ohne es zu wissen, vielleicht aber auch im besten Gewissen und gab ihm den Anschein einer guten Sache, den Namen eines Dorfes. Wenn man aber diesen Menschen unter der Maske kannte, so wusste man sehr genau, dass dieser Umstand den Lauf der Dinge, wäre er anders gelaufen, nur verzögert hätte.
Junji vergaß nicht. Niemals und es gab niemanden, der sich dessen entziehen würde. Die matt graue ANBU-Rüstung reflektierte den Schein der Laterne kaum und das einzige, was wirklich zu erkennen war durch den Schleier der Finsternis hindurch, war die nackte Hautpartie an den Schultern und der Hals des Mannes, welche jeweils von einer Vielzahl mehr oder weniger gut verheilter Narben geziert wurden. Auf der rechten Schulter aber erkannte man auch ein Zeichen, eine Tätowierung in Form einer stilisierten Flamme, die seine Zugehörigkeit zu der Spezialeinheit Konohas symbolisierte. Im tanzenden Schein des Feuers warfen die sehnigen Muskeln in der Bewegung wandernde Schatten auf den engen Stoff, der den Rest seines Körpers bedeckte und ihn für einen flüchtigen Beobachter beinahe unsichtbar machte. Tage hatte Junji damit verbracht sich auf das Eindringen in dieses Höhlensystem vorzubereiten, doch hatte er feststellen müssen, dass bisherige Spähmissionen nur einen Bruchteil dessen offenbart hatten, was sich tatsächlich hier unten befand. Fernab von jeglichem Licht durchlebte der Hyuuga Erinnerungen vergangener Tage und den Schmerz, den er dabei über Jahre hinweg hatte ertragen müssen. Beinahe jeder Zentimeter seines Körpers zeugte von den Misshandlungen jener Männer und Frauen, die auch, sofern sie seinen damaligen Ausbruch überlebt hatten, damals sich seiner angenommen hatten und die Art und Weise dieses Komplexes weckte unweigerlich widerliche Vertrautheit.

Lautlos und auf jeden einzelnen Schritt bedacht bewegte sich Junji durch die Gänge, die er mit seinem Byakugan sorgfältig prüfte und löschte jedes Leben aus, dass ihm dabei begegnete. Dabei machte er sich nicht die Mühe erst Identität und Verwicklung zu prüfen, sondern vollstreckte mit völliger Kälte und ohne Erbarmen. Er wusste sehr genau wozu diese Menschen fähig waren, er würde es sein ganzes Leben wissen und ein weiteres Mal gab es keine Schludrigkeiten. Lediglich bei den Gefangenen, so war sein Plan, würde er anders vorgehen und sie zum rechten Zeitpunkt, der sein eigenes Unterfangen nicht behinderte, eventuell freilassen. Junji war kein barmherziger Mensch und auch fremdes Leid konnte ihn bei einem Entschluss nicht zu etwas bringen, dass seine Entschlossenheit brach. Daher sah sich der Hyuuga auch keinesfalls als ein Retter, sondern viel eher jemand, der seine eigenen Ziele verfolgte und das mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln.
Wieder war der ANBU eine Ebene tiefer gelangt, hatte sie zuvor nur oberflächlich überflogen, um sich einen Überblick zu schaffen, doch hier, so wusste er nun, würde er zum ersten Mal auf ebensolche Gefangenen treffen. Wie ein Schatten huschte Junji durch einen Korridor und hielt an einer Kreuzung inne, deren Biegungen alle samt stärker beleuchtet wurden als der Rest. Der Gang zu seiner Rechten war eine weit verzweigte Sackgasse, die jedoch einige Menschen beherbergte und erschien damit ein perfektes erstes Ziel. Mit einem leisen Knirschen durchtrennte er die Kehle eines Wachmanns, wobei der metallische Geruch von Blut zum ersten Mal an diesem Tage in seine Nase stieg. Oder war es überhaupt am Tag? Der Hyuuga wusste es nicht, zu lange schon durchstreifte er die weiten Gänge und hatte die Sonne nicht mehr gesehen. Unter seiner Maske zeigte sich für eine Sekunde so etwas wie die Andeutung eines makaberen Lächelns. Achtlos bettete er sein Opfer in einer dunklen Ecke und erreichte über die nächste Biegung den ersten Gefängnistrakt. Die Zellen machten einen großen Eindruck, größer als er ihn in Erinnerung hatte, doch es machte alles ohnehin den Anschein, als wären sie nur vorübergehende Quartiere. Junji vermochte es eine Unterhaltung zu vernehmen und stockte bei der Erwähnung eines bekannten Namens, den er hier nicht erwartet hatte. Uchiha?!, fuhr es ihm durch den Kopf und er besah sich die einzelne Gefangene noch einmal genauer, die er zuvor nur flüchtig mit seinem Byakugan entdeckt hatte und tatsächlich. Das Gesicht der Frau war ihm bekannt. Innerlich fluchte er, denn ein solcher Umstand änderte den Verlauf seiner Mission. Einen kurzen Augenblick in Gedanken, beobachtete Junji die Situation noch ein wenig weiter und beobachtete, wie die Kunoichi zu einer Geste ansetzte, die wenig missverständlich war. Den Hyuuga kümmerte es nicht im Geringsten, was sie mit ihren Augen tat, doch er musste unweigerlich ein weiteres Mal grinsen, nur dass sich in seiner Vorstellung nicht Ruri, sondern irgendein anderer seines Stammes befand, der aus der Pflicht seinen Clan zu schützen entweder einfach starb oder seine Augen ebenfalls vernichtete. Wie ein Luftzug erhob sich der ANBU und folgte den Männern, die nun bereits unmittelbar vor dem Eingang zur Zelle standen und gerade Anstalten machten einzutreten.
Genau, als sie das taten tauchte der Schatten hinter ihnen auf und die weißte Fuchsmaske blitzte zwischen ihren Gesichtern im Schein der Feuerlampen an den Wänden. Ohne dass sie jemals auch nur sahen oder hörten, wer über ihre Existenz richtete, durchtrennten sich auch ihre Kehlen in einem soliden, mit makaberer Grazie geführten Kunststück von zwei unisono geführten Kunai in beiden Händen. Eine Fontäne Blut bespritzte die am Boden kauernde Frau, auf deren freie Hand die beiden Bewacher gerade hatten reagieren wollen, es jedoch niemals mehr konnten. Elegant ließ Junji seine beiden Messer durch die Finger tanzen, wobei sich das Blut von ihren eingefetteten Klingen löste und verstaute das Ningu wieder in seiner Tasche. Langsam, beinahe gemächlich schritt er zu der Uchiha hinüber und hockte sich vor sie, sodass sich seine Maske unmittelbar auf der Höhe ihres Gesichtes befand. Ruri wirkte müde und schwach, doch sie schien bei Sinnen und das war ein gutes Zeichen.
"Was machst du hier?", fragte die gedämpfte Stimme des Hyuuga unter der Maske kalt und mit einem dämonischen Raunen, dass, ob mit oder ohne Maske, schon immer zu Junji gepasst hatte.
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Re: [Vergangenheit] Rettung im letzten Augenblick

Beitrag von Gast am Di Apr 12, 2016 1:12 am

Ruri wusste was sie zu tun hatte. Die meisten Menschen hätten es als albern empfunden. Nach dem Tod folgte nichts und niemand musste sich letztlich darum scheren was nach ihm kam. Sich selbst zu töten, sich selbst seines Bluterbes zu berauben würde unter diesem Gesichtspunkt vielleicht als lächerlich erscheinen,  doch Ruri hatte irgendwann entschieden zum Schutz ihres Clans zu leben oder - auch wenn sie sich diese Entwicklung so nie vorgestellt hatte - für diesen zu sterben. Im Kampf mit einer klinge in der Hand wäre es ihr weitaus lieber gewesen, doch man suchte sich die Art auf die man starb nicht aus. Dennoch zitterte ihre Hand, als das grelle leuchten , dass diese Umgab ihrem Gesicht näher kam, sie bereits aus der entfernung die brennende Hitze spürte, die sich gleich in ihren Kopf bohren würde. Sie zögerte nicht mehr. Beinahe hatte der Lichtschein nun schon ihre Augen erreicht und jenseits des lautstarken Knisterns des Chidori erklangen zwei wütende Stimmen derjenigen, die sie gefangen hielten. Rechtzeitig um ihre 'Beute' zu sichern würden sie jedoch auch, wenn sie bereits die Zelle betreten hatten nicht kommen, weshalb sich ein nicht zu der Tränenspur passendes Lächeln auf ihren Lippen abzeichnete. Noch bevor ihr Chidori jedoch ihre Augen hätte erreichen können zerriss ein Schatten die Dunkelheit, tränkte den Raum mit Blut. Binnen eines Wimpernschlages fielen die Männer, die sich ihrer hatten bemächtigen wollen zu Boden und zwischen ihnen thronte ein Schemen, der eine Fuchsmaske trug und gänzlich in die Rüstung der Anbu gekleidet war.

Irritiert sah sie den Hühnen an, der sich vor der von dem Blut ihrer Entführten gezeichneten Uchiha auf den Boden hockte und ihren Blick erwiederte. Was zur Hölle tat ein ANBU hier? Kurz glitt ihr Blick zu seinem Oberarm. Er könnte sich auch nur als jemand darstellen, der er nicht war. Doch er hatte gerade ihr Leben gerettet. Es war also davon auszugehen, dass er eher Freund, als Feind war. Auch wenn sie nicht sicher war wen sie hier wirklich vor sich hatte. Spätestens jedoch als die Stimme des Mannes erklang während sie ihr Chidori, dass bei seiner Aktivierung die Handfesseln gebrochen hatte, erlöschen ließ, wusste sie wen sie vor sich hatte. Vielleicht glaubte sie es auch nur zu wissen. Sie kannte seine Stimme. Immerhin hatte diese ihr das ein oder andere Mal einen Schauer über den Rücken gejagt. Anders jedoch, als den Meisten, denn ihr war dieser nie unangenehm gewesen. "Ich weiß es nicht", gab sie ehrlich zurück. Sie wusste weder wie sie hier gelandet war, noch seit wann sie hier war. Sie könnte nicht einmal genau sagen wie lange sie bereits wach war, geschweige denn warum ihr Körper sich weigerte sich auf ihren Wunsch hin zu bewegen. Alles was sie wusste war, dass der Mann hinter der Maske klang wie Junji. Und dass er sie gerettet hatte.  Müde ob sie ihre nun langsam wieder kühlere Hand an ihre Stirn und wischte das Blut jener fort, die sie hier festgehalten hatten. "..wie bist du hier her gekommen?", was er hier tat war offensichtlich. Er befreite die Welt von menschlichem Abschaum. Sie bildete sich nicht ein, dass er hier war um sie zu retten, vermutlich kannte er nicht einmal mehr ihren Namen, während sie den seinen nie vergessen hatte. Es war jedoch auch nicht wichtig ,dass er nicht wegen ihrer selbst hier war. Es änderte nichts daran, dass sie ihm gerade erneut ihr Leben zu verdanken hatte. Dazu ihm diesen Dank detailliert auszusprechen kam sie jedoch nicht mehr. Mühsam versuchte sie die Augen noch einen Moment offen, doch der Chakraverlust machte sich zusammen mit dem Betäubungsmittel, dass noch immer in ihrem Organismus war so sehr bemerkbar, dass es ihr erneut das Bewusstsein raubte. "Danke Jun -", brachte sie noch heraus bevor sie einfach wegtrat und nach vorne umkippte. Geradewegs in die Arme des Hyuuga. Hätte man ihr bei dem letzten Treffen mit Junji gesagt dass sie das nächste Mal wenn sie sich wieder sehen würden  schwächlich in seine Arme kippen würde hätte sie wahrscheinlich ein deutlich anderes Bild vor Augen gehabt und sobald sie wieder aufwachte würde sie sich dafür wahrscheinlich auch in Grund und Boden schämen. Gerade jedoch nahm sich ihr Körper einfach die Erholung, die er brauchte um das Betäubungsmittel mit dem man die Uchiha ausgeknockt hatte abzubauen.
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Re: [Vergangenheit] Rettung im letzten Augenblick

Beitrag von Hyuuga Junji am Di Apr 12, 2016 12:10 pm

Junji kannte niemanden in den Fängen der Kaze no Me, jener Gruppe deren Auslöschung er sich verschworen hatte, der über einen offensichtlichen Weg dort hineingelangt war und so wunderte ihn die Antwort Ruris nicht im Geringsten. Allem Anschein nach war sie vergiftet oder war auf eine ähnliche Weise beeinträchtigt worden, genau konnte er es nicht sagen, ging jedoch bei einer Uchiha nicht von einem Genjutsu aus. Auf ihre Gegenfrage schwieg er und blickte sie einfach nur an, denn auch wenn er sie vielleicht kannte, so gab es keinen Grund seine Diskretion aufzugeben. Den Gedanken an eine Erkundigung nach ihrem Zustand verwarf der Hyuuga allerdings schnell. Einerseits war er überrascht, dass sie ihn erkannte, denn trotz dessen, dass sie seinen Namen nur zur Hälfte aussprach, wusste er natürlich was dies zu bedeuten hatte. Andererseits aber war der Grund für ihr abruptes Abbrechen mitten im Wort der Verlust ihres Bewusstseins. Ruri kippte nach vorn über und wurde Junji mit einem Seufzen aufgefangen. Vorsichtig brachte er sie in eine etwas bequemere Situation und prüfte ihre Vitalfunktionen. Der Puls der Uchiha war, ebenso wie ihre Atmung langsam, doch ebenso und sehr zu seiner Freude stabil. Behutsam zog er ihre Jacke aus und formte damit ein vorübergehendes Kopfkissen, denn ehe er über sein weiteres Vorgehen entschied, kümmerte sich der ANBU um die Leichen. Mühsam schleifte er die beiden Männer nach draußen in den Gang und an dessen Ende, wo er die Lampen löschte, bis dort alles in völliger Dunkelheit gehüllt war. Achtlos ließ Junji die Körper dort liegen und kehrte zu Ruri zurück, die einen etwas eigenartigen Anblick abgab, wie sie dort lag, ruhig schlafend, jedoch über und über mit Blut bedeckt. Um sie herum war noch immer alles still und auch keine Seele machte Anstalten vorerst an diesen Ort zu kommen, was allerdings keinerlei Sicherheit bedeutete. Der Plan war gewesen, die Uchiha zu verlegen und das konnte bedeuten, dass man sie irgendwo erwartete und dort würde sie ganz sicher nicht ankommen. Die bleibende Frage war nun aber, was galt es zu tun. Der Hyuuga konnte unmöglich mit seiner Mission fortführen und dabei eine schlafende Frau mit sich herumtragen, doch ein Abbruch kam auch nicht in Frage, weshalb es eigentlich nur eine Lösung gab. Er würde Ruri an die Oberfläche bringen, sie dort an einem sicheren Ort betten und nach Beendigung seiner Aufgaben wieder nach ihr sehen.
Junji hockte sich neben sie, zog ihr ihre Jacke wieder an, griff ihr unter Beine und Rücken und hob sie an. Vorsichtig versuchte er es so praktikabel wie möglich zu gestalten, sodass er sich noch immer schnell bewegen konnte, sie aber nicht allzu sehr in Mitleidenschaft dabei gezogen wurde. Rasch huschte das merkwürdige Duo durch die dunklen Gänge, zurück an die Kreuzung, an der der ANBU diese Ebene betreten hatte und wieder hinauf. Die oberen Komplexe waren bereits größtenteils von ihm gesäubert worden, weshalb das Vorankommen keine sonderlichen Probleme darstellte und sie schneller emporstiegen als gedacht. Das einzige Problem war jedoch, dass der dünne Schacht, durch welchen er unmittelbar mehrere Stockwerke nach unten in das Geäst von Gängen und Kavernen eingestiegen war viel zu klein für sie beide war und Junji sie so durch gefährliches und dich bevölkertes Gebiet tragen musste. Sein Byakugan war sicherlich ein taktischer Vorteil, doch an einer kleinen Treppe hielt er inne und überlegte. Konnte er es sich leisten, Ruri hier in der Dunkelheit liegen zu lassen und den Weg vor ihnen zu säubern? Was wenn sie aufwachte und er eine verwirrte Uchiha davor bewahren musste in ihr Unglück zu rennen, wenn er gerade an anderer Stelle beschäftigt war? Was, wenn man sie fand und er nicht mehr rechtzeitig zu ihr gelangen konnte? Innerlich fluchte er über die Verkomplizierung dieser Angelegenheit, die hätte so einfach sein können, doch was war in ihrer Welt schon einfach?
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Re: [Vergangenheit] Rettung im letzten Augenblick

Beitrag von Gast am Di Apr 12, 2016 12:31 pm

Wie sorgsam Junji sie behutsam bettete bevor er sich um die Leichen ihrer Feinde kümmerte bekam Ruri nicht mit. Ebenso wenig, dass sie sich allein durch ihre Anwesenheit hier zu einem Problem für den Hyuuga entwickelt hatte. Wäre sie sich dessen gerade in diesem Moment bewusst würde sie sich wohl selbst verfluchen, doch durch das noch wirkende Betäubungsmittel, dass auch ihren Chakrahaushalt angegriffen hatte, hatte sie sich durch das von ihr gewirkte Chidori gleichum wieder ausgeknockt und schlief nun an dem bizarrsten Ort der Welt inmitten eines Gefängnisses von Nukenin, die sich ihres Erbes bemächtigen wollten und getränkt in ihrem Blut einen seelenruhigen Schlaf. Nicht einmal als Junji sie ihr ihre Jacke wieder anzog und sie dann anhob, um sie auf seinen Armen aus der Zelle hinauszutragen zeigte sie irgendeine Regung außer jener, dass sie im Schlaf ihren Kopf gegen seine Brust lehnte. Erst einige Minuten später, als Junji den schmalen Schacht erreicht hatte durch den er den Unterschlupf betreten hatte, regte sich die Uchiha wieder. Ein regelmäßgies Pochen, ein Herzschlag war es gwesen, der sie langsam wieder in die Welt der Lebenden zurückgeholt hatte. Im ersten Moment, als sie ihre Augen aufschlug, realisierte sie jedoch nicht woher dieser kam.

Etwas müde und orientierungslos sah sie auf, doch statt der Zellendecke blickte sie den Rand einer Maske an, umrahmt von schwarzen in Blut getränktem Haar. "Tut mir leid ich muss wohl..", setzte sie ein als bei ihr der Groschen fiel. Sie war nicht mehr in der Zelle, sie lag in den Armen von Junji. Etwas, dass sie in diesem Moment eher geschockt wahrnahm und was dafür sorgte, dass sich für einen Moment ein rötlicher Schimmer auf ihre Wangen legte, der glücklicherweise aber schnell wieder schwand. Verdammt das war nicht der richtige Zeitpunkt um verlegen zu werden! "Ich meine - du musst mich nicht tragen, ich kann sehr gut - lass mich einfach runter!", verlangte sie zwar nicht lautstark aber bestimmt und würde im zweifelsfall auch einfach den Hyuuga von sich schubbsen. Nicht dass sie sich früher nicht durchaus genau soetwas in ihren Träumen ausgemalt hätte, doch in der Realität war es nun einmal anders. Sie konnte mit Nähe nicht umgehen und so wenig das mit Intimität zu tun hatte: DAS war ihr zu nah. Glücklicherweise schienen ihre Beine auch irgendwie wieder halbwegs zu funktionieren, denn auch wenn ihr Stand noch etwas schwächlich war, kippte sie nicht wenigstens sofort wieder um als sie wieder auf eigenen Beinen stand. Jedenfalls noch nicht, auch wenn ein objektiver Blick reichte um zu sagen, dass das nur eine Frage der Zeit war. Wieso musste sie sich immer in so eine Scheisse reiten? Und wieso musste gerade Junji dann auftauchen wenn sie es tat? Sie hatte die letzten Jahre hart trainiert um endlich als exzellente Kunoichi zu gelten und jetzt wo sie ihn wieder traf miemte sie das zierliche Mädchen dass gerettet werden musste? Es mochte albern sein so zu reagieren doch es kratzte an ihrem Stolz. "Du solltest dich bei deiner Mission nicht von mir aufhalten lassen.", war also das einzig vernünftige was sie herausbrachte, auch wenn sie wusste dass sie wären ihre Rollen vertauscht den Hyuuga hier sicherlich nicht zurücklassen würde, aber auch wenn sie noch geschwächt war und sicherlich weit davon entfernt auf ihrer kämpferischen Höhe zu sein, befreit von den Fesseln und mit dem langsamen Abklingen des Giftes würde sie sich schon zu wehren wissen. Irgendwie.
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Re: [Vergangenheit] Rettung im letzten Augenblick

Beitrag von Hyuuga Junji am Di Apr 12, 2016 1:40 pm

Das Erwachen Ruris riss Junji aus seinen Gedanken. Er hörte seine Zähne durch seinen Schädel knirschen, als der aufgrund der doch recht ungebremsten Lautstärke ihrer Worte die Kiefer kräftig aufeinanderpresste. Unter der Maske konnte man die Kaumuskeln unter der Haut tanzen sehen, doch aufgrund der Maske schien es so, als würde der Hyuuga völlig ungerührt ihrer Bitte nachkommen. Man schien ihre Worte bemerkt zu haben, doch zu ihrer beider Glück sie nicht als jene eines Eindringlings oder Ausbrechers zu identifizieren. Mit seinem Byakugan erkannte er lediglich, dass man die Köpfe in ihre Richtung drehte, doch da ausreichend Abstand und mehrere Meter dicken Felsgesteins sie von den Bewachern trennte, gab es vorerst noch keine Gefahr. Die Uchiha wirkte noch immer schwach und so sehr sie sich auch Mühe gab dies zu verschleiern, Junji durchschaute sie. Wie aber sollte es auch anders sein, nachdem was ihr möglicherweise widerfahren war?
Langsam hob der ANBU den ausgestreckten Zeigefinger seiner rechten Hand vor den stilisierten Mund seiner Fuchsmaske, um Ruri zu bedeuten in Zukunft auf ihre Lautstärke zu achten. Anders reagierte er vorerst nicht auf ihre Worte, denn dazu sah er keinen Bedarf. Junji ließ sich niemals von einer Mission abhalten und ging gelegentlich dabei auch über vermeidbare Leichen, was vermutlich auch der Grund war, weswegen man ihn nicht selten die Drecksarbeit erledigen ließ. Auch Konoha arbeitete nicht immer mit lauteren Mitteln und Männer wie er einer war sahen sich dadurch auch in einer solchen, scheinbar friedlichen Gesellschaft von Nutzen. Das Observieren mit dem Byakugan dauerte seine Zeit und die nahm sich der Hyuuga auch, um die gesamte Umgebung genau zu analysieren und so vergingen einige schweigsame Minuten, in denen der ANBU einfach nur dastand und augenscheinlich nichts tat. Dann aber erhob er seine Stimme, wobei sich die Maske leicht in die Richtung der Uchiha drehte: "Kannst du gehen?"
Seine Frage war mehr gehaucht und man musste sich wirklich anstrengen, um sie zu hören, doch er hatte keinen Zweifel, dass Ruri ihn genau verstand.
"Ich denke, es ist das Beste, wenn ich dich hier herausbringe und du dort auf mich wartest, bis ich meine Aufgaben erledigt habe. Aber du kannst natürlich tun, was dir beliebt."
Junji zeigte keine Anzeichen von Emotionen in seinen Worten und zeigte so einfach nur pragmatisch auf, was sein Plan war, den sein Gegenüber annehmen konnte oder nicht.
"Es gibt einige Wachen hier, es wird nicht leicht zu entkommen, aber du solltest dich jetzt entscheiden. Wenn du willst bleibe ich vorerst und helfe, wenn nicht, suchst du deinen eigenen Weg."
Aus seiner Gürteltasche klaubte der Hyuuga ein Kunai, das er ihr mit dem Griff voran reichte und mit der Anderen langte er nach dem kurzen Schwert auf seinem Rücken, was er ihr ebenfalls zu geben gedachte. Im Umgang mit Waffen war Junji kein Meister und er war sich sicher, dass, zumal die Uchiha keinerlei Waffen mehr besaß, sie damit besser aufgehoben war als er. Wenn er so recht darüber nachdachte, so glaubte er sich sogar zu erinnern, dass Ruri sehr geschickt mit dem Schwert war, doch er konnte sich in dieser Hinsicht auch irren.
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Re: [Vergangenheit] Rettung im letzten Augenblick

Beitrag von Gast am Di Apr 12, 2016 11:55 pm

Es war wie damals. Junji hatte bereits auf ihrer ersten Mission unberührbar gewirkt und das obwohl er damals keine Maske getragen hatte,die jede Regung seines Gesichtes verbarg. Vielleicht war es diese enigmatische Ruhe gewesen, die sie so fasziniert hatte, vielleicht war es auch irgendetwas anderes, doch sie erlaubte sich selbst nicht weiter darüber nachzudenken. Stattdessen nickte sie nur leicht als er den rechten Zeigefinger auf den Mund seiner Fuchsmaske legte und nickte dann leicht. Sie war schon davon ausgegangen, dass das alles sein würde was er ihr gegenüber äußern würde, reagierte er doch nicht auf eines ihrer Worte. Gerade wandte sie bereits ihren Blick ab, um sich selbst umzusehen, als dann doch seine Stimme erklang, eher ein Flüstern als irgendetwas anderes. Einen Moment sah sie ihn überrascht an, auch wenn sie wusste dass diese Frage nichts mit persönlicher Sorge zu tun hatte. Ob sie das enttäuschte? Nein. Sie war letztlich nicht mehr als eine Fremde für ihn, jemand den er einmal auf einer Mission begleitet hatte. Dass diese für sie etwas besonderes, einfach mehr gewesen war, für ihn jedoch nicht war nichts was sie ihm vorwerfen oder was sie schmerzen sollte. Also nickte sie auf seine Frage hin lediglich. Sie konnte gehen. Ob sie auch kämpfen konnte? Noch nicht. Sie spürte zwar wie das Mittel, dass sie so ausser Gefecht gesetzt hatte immer weiter nachließ, sowohl ihre Beherrschung über ihren Körper, als auch ihr durch das Mittel unterdrücktes Chakra wieder zurückkehrte doch bevor sie sich einem wirklichen Kampf stellen konnte würde es wohl noch einige Minuten dauern.

Das erkannte sicher auch Junji, der ihr nun anbot sie aus diesem Loch hier herauszubringen, seine Mission erst fortzusetzen wenn er genau das getan hatte. Reine Pragmatik. "Nein, kümmere dich um deine Mission. Ich werde selbst meinen Weg hinaus finden. Ich muss hier ohnehin noch etwas finden.", das mochte etwas albern sein doch ohne ihre Schwerter würde sie diesen Ort nicht verlassen. Sie hatte nicht viel, dass für sie persönlichen Wert hatte, ihre Klingen jedoch schon. Man musste sie ihr abgenommen haben, als man sie entführt hatte. Wahrscheinlich lagen sie in irgendeinem Lagerraum oder etwas derartigem, hatte sie diese doch, war sie außerhalb ihrer eigenen vier Wände unterwegs, selbst innerhalb des Dorfes immer bei sich. Sie konnte sich nicht vorstellen, dass mans ie also ohne jene entführt hatte. Etwas skeptisch blickte die Uchiha nun Junjis Schwert an, dass er ihr mit einer Hand reichte während er ihr mit einer anderen ein Kunai entgegen hielt. Mit letzterem konnte sie nichts anfangen. Wirklich meisterhaft umgehen konnte sie damit nicht, nein, sogar das war noch eine Untertreibung. Es gefiel ihr nicht ihm etwas von seinen Waffen zu nehmen und vielleicht hätte sie auch abgelehnt, wenn sie nicht wusste, dass er kein Schwertkämpfer war. Seine Art zu töten war, wenn sie sich nicht grundlegend geändert hatte seit sie das letzte Mal gemeinsam gekämpft hatten, eine vollkommen andere. "Danke. Ich werde es dir unbeschadet wiedergeben.", meinte sie daher nur und nahm sich das kurze Schwert. Es lag schlechter in der Hand als die ihren, was aber daran lag, dass es nicht für jemanden wie sie gefertigt war, sondern für jemanden, der die Statur von Junji hatte. Dass sie es von ihrer Kraft her überhaupt führen konnte lag wohl nur daran, dass es ein Kurzschwert und dadurch weniger lang als ein normales Katana war.

Entgegen der Tatsache, dass Junji sie gerade bereits auf halbem Weg hier heraus gebracht hatte nickte sie dem ANBU zu und würde sich dann umwenden, um sich noch einmal aufmerksam umzublicken bevor sie in den Gang treten würde, der wieder tiefer in den Komplex führte. Sie würde sich ohne Frage sicherer fühlen, wenn Junji sie, angeschlagen wie sie war, begleiten würde, doch Ruri war niemand der einen anderen Shinobi darum bitten würde seinen Auftrag auszusetzen um ihr in persönlichen Belangen zu helfen. Sie war, auch wenn sie nicht auf ihrer Höhe war, ein Jonin wie er. So schnell würde sie auch in ihrem jetzigen Zustand nicht sterben.
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Re: [Vergangenheit] Rettung im letzten Augenblick

Beitrag von Hyuuga Junji am Mi Apr 13, 2016 10:42 pm

Dass Ruri eine Waffe annehmen würde, daran hatte Junji nicht gezweifelt, dass sie aber felsenfest in ihrem Zustand davon überzeugt war auf eigene Faust wieder nach unten in die Katakomben zu gehen, das verwirrte ihn doch. Womöglich war die Uchiha noch etwas benommen von dem Mittel, welches ihr zuvor die Sinne vernebelt hatte, anders konnte sich der ANBU die Sache nicht erklären. Auf der einen Seite hatte sie keine Ahnung wo sie sich befand, sie wusste nichts, kannte keine Gänge, ja nicht einmal die Menschen, die sie gefangengenommen hatten. Und die Tatsache, dass sie sie schon einmal gefangengenommen hatten, schien sie auch nicht im Geringsten zu stören. Zu guter Letzt aber rätselte der Hyuuga darüber, was sie wohl dachte was er hier tat. Stumm und wortlos blickte er Ruri hinterher und konnte nicht wirklich glauben was er sah. In sich hinein seufzend schloss Junji kurz die Augen und überlegte, was er nun tun konnte. Einen Moment lang kam es ihm in den Sinn die Verwirrung, welche die Uchiha hier stiften würde auszunutzen, doch vielleicht würde das nur ihren sinnlosen Tod bedeuten. Der ANBU war ganz sicher nicht der Mann, der sich in die Angelegenheiten Anderer einmischte, doch dies hier, war etwas, dass ihn direkt affektierte, seine Mission und auch seine Person. Das zuzulassen fiel ihm sichtlich schwer, musste er sich selbst gegenüber zugeben und er schluckte.
Dann folgte der Hyuuga Ruri langsam, die noch immer unsicheren Schrittes in die Dunkelheit wanderte, die sie nicht im Geringsten kannte. Noch einmal hoffte er darauf, dass es die Medikamente waren, die ihr den Sinn vernebelt hatten, mir nichts dir nichts ins Blaue zu wandern. Entspannt umrundete Junji die Uchiha und hielt vor ihr inne, drehte sich um. Einen Moment schwieg er und schüttelte den maskierten Kopf, wenngleich es schwer war, dies in der Dunkelheit auszumachen.
"Ich...", begann Junji rau und leise, doch mit einer gewissen dunklen Bestimmung, die seinem Gegenüber klarmachte, dass es dabei nichts zu verhandeln gab, "... ich kann dir nicht erlauben blind dort unten hineinzumarschieren. Ich habe dort unten etwas zu erledigen und werde nicht zulassen, dass mein Plan zu fahrlässig in Gefahr gebracht wird, wenn ich es nicht verhindern kann."
Dabei war der ANBU fernab von Zweifeln an ihren Fähigkeiten, wohl aber an ihrer Orientierung und ihrer Möglichkeit unbemerkt zu bleiben, denn wenn er eines vermeiden wollte, dann einen Alarm. Alles sollte dort unten still und leise erfolgen und dafür würde er sorgen.
"Steigst du hier weiter hinab gehen wir meinen Weg und du tust, was ich sage. Wegen mir helfe ich auch zu finden, was auch immer du hier suchst. Willst du allein gehen gibt es hier für dich nur den Weg nach draußen."
Wieder hatte Junji sehr bestimmt gesprochen und ihm war sehr wohl bewusst, dass seine Wortwahl herrisch gewesen war, doch er hatte hier schon genug Zeit verschwendet und musste eine Entscheidung treffen. So Leid es ihm tat, aber der Hyuuga war ebenso gewillt auch Gewalt anzuwenden, um seine Mission nicht zu gefährden, sollt dies nötig sein. Ruri wusste dies sicher und sie wusste ebenso, dass sie Shinobi waren und nachdachten, ehe sie etwas taten. In ihrer Profession ging es Leben, Tod, Ernsthaftigkeit und Kalkül. Wer sich diesen Umständen nicht anpassen konnte, spürte die Konsequenzen. Doch die Uchiha würde richtig entscheiden, das hatte Junji im Gefühl.
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Re: [Vergangenheit] Rettung im letzten Augenblick

Beitrag von Gast am Do Apr 14, 2016 2:07 pm


Es wäre einfacher gewesen hätte Junji ihr nur die Waffe überreicht und sie dann, wie er es gesagt hatte, ihren eigenen Weg gehen lassen. Es lag nicht daran, dass sie ihm nicht über den Weg traute, wie es viele andere die dem kalten ANBU begegnet waren wohl täten, auch nicht ausschließlich daran, dass ihr Stolz ihr im Weg stand und ganz sicher nicht daran, dass sie seinen Fähigkeiten nicht traute. Es lag ganz schlicht und einfach daran, dass er war, wer er war. Wie sollte sie sich, angeschlagen wie sie war, darauf konzentrieren ihre Habe zu finden, zu kämpfen, möglichst lautlos hier durchzukommen wenn der Hyuuga es trotz all der Jahre schaffte sie mit den winzigsten Kleinigkeiten vollkommen aus ihrer Professionalität zu reissen? Ihre Schwärmerei war Jahre her und sie würde bei Weitem nicht soweit gehen von Liebe oder etwas derartigem zu sprechen. Es war nru einfach so, dass er sie aus dem Gleichgewicht brachte und das war gerade in Situationen wie diesen gefährlich.

Einen Moment lang hatte sie sogar die Hoffnung, dass er sie so ziehen lassen würde. Mit jedem Schritt, den sie tat wurde ihr Gang sicherer und ihr Geist wieder klarer. Was auch immer die Männer genutzt hatten um sie außer Gefecht zu setzen, es verlor nach und nach seine Wirkung. Leider jedoch war Junji zu klug und zu erfahren um nicht zu sehen, dass sie weit entfernt davon war auf einer der Situation angemessenen kämpferischen Höhe zu sein. Als der Hyuuga, dessen Schritte sie schon vor einigen Metern bemerkt hatte, wohl auch weil er nicht darauf Wert gelegt hatte, dass sie es nicht tat, sie umrundete um sie, in dem er ihr zugewandt vor ihr stehen blieb einen Moment lang stumm zu mustern, ehe er ebenso stumm den Kopf schüttelte. Nur eine schemenhafte Bewegung, aber klar genug um sie wahrzunehmen. Wieso machte er es ihr so schwer und wieso musste von allen Shinobi aus Konoha To ausgerechnet er hier auftauchen? Ein lautloser Seufzer kam über die Lippen der Uchiha, während rau flüsternd die Stimme von Junji erklang. 'Was auch immer du hier zu tun hast ich werde deine Mission nicht gefährden', würde sie normalerweise antworten, doch sie konnte sich selbst nicht dazu bringen diese Worte auszusprechen. Sie wären eine Lüge. Schon dadurch, dass sie überhaupt hier war hatte sie den Verlauf seiner Mission geändert und sei es nru dadurch dass sie ihn Zeit gekostet hatte, weshalb sie auch lediglich nachdenklich den Blick senkte. "Auch, wenn es für dich eine Behinderung deiner Mission ist, ich kann hier noch nicht verschwinden.", warum würde der Hyuuga nicht verstehen. Es war für die sonst eher pragmatisch veranlagte Uchiha auch untypisch, doch ihre Waffen waren der einzige Besitz, der für sie wirklichen persönlichen Wert hatte. Die eine Klinge ein Geschenk von Ichiro, die andere eines der Schwerter von Hideaki, waren sie das einzige Andenken, dass sie an die beiden Menschen, deren Verlust sie am härtesten getroffen hatte und die sie in ihrem Leben am Meisten beeinflusst hatten, noch hatte. Vielleicht war es albern sein Leben für soetwas aufs Spiel zu setzen, aber Menschen neigten leider zu Emotionalität, die an Albernheit grenzte. "Ich erwarte weder deine Hilfe, noch dein Verständnis.", ob sie sich eines von beidem erhoffen würde konnte sie nicht einmal sagen, auch wenn sie behaupten würde, dass dem nicht so war.

Was nun jedoch folgte überraschte die Uchiha und sorgte dafür, dass sie den gesenkten Blick wieder hob und in das leere Gesicht der Maske blickte hinter dem sich die silbrigen Augen des Hyuuga verbargen, die sie so lange Zeit nicht gesehen hatte. Wahrscheinlich war es gut, dass er seine Maske trug. Er würde ihr helfen, wenn sie sich an seine Anweisungen hielt? Einen Moment lang musterte sie den Hyuuga skeptisch bevor sie nickte. "Gut, dann gehen wir deinen Weg.", dass sie nicht sonderlich gut darin war im Ernstfall auf Anweisungen zu hören, wie jene sich aus dem Kampf eines Kameraden herauszuhalten, musste sie ihm ja nicht unbedingt offenbaren. Ruri war kein genereller Querschläger, doch wenn es darauf ankam, entschied sie für sich selbst was in einem Moment das Richtige war, auch wenn das hieß die Anweisung einer Autorität geflissentlich zu ignorieren.
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Re: [Vergangenheit] Rettung im letzten Augenblick

Beitrag von Hyuuga Junji am Do Apr 14, 2016 7:13 pm

"Gut.", flüsterte Junji mit einem knurrenden Unterton und war froh, dass sich die Komplikationen vorerst so in Grenzen hielten, "Dann folge mir leise."
Ohne zu zögern machte er auf dem Absatz Kehrt und huschte schnellen Schrittes die Treppen hinab, die er schon einmal zuvor hinabgestiegen war, als er noch gedacht hatte seine Mission ohne solch merkwürdige Zwischenfälle abzuschließen. Was aber, rief er sich wachsam in Erinnerung, lief schon glatt in der Welt der Shinobi, die ja gerade aus diesem Grund so gefährlich war und wer konnte es schon wissen? Vielleicht würde Ruris Anwesenheit sich noch als Glücksgriff für ihn herauskristallisieren.
Lautlos waren sie nach dem Abgang durch einen breiten Gang gehuscht, der völlig unbeleuchtet und für die Uchiha deshalb etwas ungewohnter zu durchqueren war, denn auch wenn sie ihr Sharingan hatte, so durchbrach dieses nicht die Dunkelheit wie sein Byakugan. Darüber hinaus war sie noch immer nicht gänzlich sicher in ihren Bewegungen, doch noch immer gab sie sich alle Mühe. Der Gang führte in einen weiten Raum, in dessen dunklen Ecken bereits Leichen versteckt lagen, die Junji auf seinem ersten Hinweg bereits ermordet hatte, was es leicht machte in eine von dort anschließende Treppe noch etwas tiefer zu gehen. Ebenso rasch hatten sie auch dieses durchquert und zurück waren sie in dem Trakt, in welchem der ANBU Ruri gefunden hatte. Zurück an der Kreuzung war es nun an ihnen einen anderen Weg zu nehmen, denn jener mit der Zelle der Uchiha war eine Sackgasse gewesen. Dennoch hielt er inne, hob langsam die Hand vor den Schein einer kleinen Flamme.
"Bevor wir weitergehen... was suchst du hier unten?", fragte der Hyuuga, ohne sich umzudrehen und hoffte auf eine kurze Antwort, die auf ein einfaches, leicht erkennbares Ding hindeutete. Kurz gesagt, etwas, das leicht zu finden war. Eine Antwort bekam er jedoch nicht. Gerade noch rechtzeitig schaffte es Junji zu reagieren und dem steinernen Pfeil zu entgehen, der sich aus der Felswand neben ihm löste. Erst im letzten Moment hatte er ihn kommen sehen, da er sich nicht die Mühe gemacht hatte stets in das Innere der Felswände zu blicken, um dort nach Gefahren Ausschau zu halten. Der Pfeil, mit surrendem Pfeifen, erfasste seine Maske und einen Teil der darunterliegenden Haut, sodass das Material zerbarst und leisem Echo zu Boden fiel. Im Antlitz des ANBU prangte ein kleiner Schnitt auf dem vorstehenden Nasenbein, jedoch an der Stelle seiner ohnehin schon das gesamte Gesicht durchziehenden Narbe. Viel lauter aber war der Einschlag des Steinpfeiles in die Wand der Höhle, der wie der Schlag einer Spitzhacke durch die Gänge hallte.
Junji fluchte innerlich, immerhin war er es gewesen, der nicht entdeckt werden sollte und genau deswegen hatte er Ruri gezwungen mit ihm zu kommen. Jetzt fand er sich selbst als denjenigen wieder, der auf sie aufmerksam machte... trotz dessen, dass er Glück hatte mit dem Leben davongekommen zu sein. Einem Shinobi, der weniger Training in die eigenen Reflexe steckte, wäre hier ohne Zweifel der Kopf durchschlagen worden, doch mit derlei Gedanken beschäftigte sich der Hyuuga nicht. Seine Alarmglocken läuteten und sein Blick weitete sich aus. Mit seinem Doujutsu durchstreifte er jeden einzelnen Gang und jeden Raum im Umkreis von über 500 Metern. Viele Köpfe, musste er feststellen, drehten sich zu dem Echo und viele Gespräche begannen sich womöglich zu formen, die nie hätten aufkommen dürfen. Bei einer näheren Untersuchung der Höhle erkannte er, dass viele dieser Fallen in die Wände gebaut worden waren und dass es einen unscheinbaren Schalter an der Kreuzung gab, der über mehrere Druckluftleitungen mit diesen verbunden war.
Langsam drehte sich Junji zu Ruri um, die nun in sein mit Schatten, Narben, Adern und Blut durchzogenes Gesicht blicken konnte.
"Ich denke, wir sollten uns verstecken. Ein offener Kampf könnte schwer werden, zumal sie sicher davon ausgehen, dass es mit dir zu tun hat, wenn das Geräusch von hier kommt."
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Re: [Vergangenheit] Rettung im letzten Augenblick

Beitrag von Gast am Do Apr 14, 2016 11:02 pm


Ein Nicken war die einzige Entgegnung der Uchiha, doch mehr hätte Junji ihrerseits wohl weder erwartet noch erhofft. Vermutlich war all das hier für ihn bereits Umstand genug. Je weniger Zeit sie ihn also extra kostete, desto besser.  Sie hatte sich damals wirklich viele Weisen ausgemalt auf die sie sich hätten wieder sehen können und nicht wenige hatten wirklich damit zu tun gehabt dass entweder er sie oder sie ihn rettete, doch es waren nicht mehr als Phantasiegespinste gewesen und bei keinem hätte sie sich wohl vorstellen können wie unangenehm ihr das nun war. Es war schon seltsam dass etwas,dass so weit in der Vergangenheit lag und sowieso nur in ihrem eigenen Herzen irgendwie existiert hatte einen nach all den Jahren noch berühren konne. Sie war wohl einfach doch noch nicht so unerschütterlich, wie sie es sich gewünscht hätte. Diesen Gedanken abschüttelnd folgte sie dem Hyuuga durch die Gänge, glich ihr Tempo so gut es ging dem Seinen an, gleichzeitig jedoch nur soweit, dass ihr Stand fest genug war, um auch aus der Bewegung heraus noch reagieren zu können, was, da das Mittel nach und nach nun abklang glücklicherweise irgendwie möglich sein würde. Was ihr jedoch leicht zusetzte war die Dunkelheit. Ihr Sharingan mochte es ihr ermöglichen Bewegungen jeder Art verfolgen zu können, doch die Dunkelheit selbst  zu durchschauen und eine ungehemmte Sicht auf alles zu haben, das war nicht die Stärke der roten Augen. So musste sie sich also auf ihre Instinkte und die wenigen Schemen verlassen, die sie vor sich sah. Ebenso, wie auf die Führung des Hyuugas. Sicherlich wäre es ihr möglich gewesen ein Licht zu erschaffen, doch das wäre sowohl ihrem als auch seinen Vorhaben wohl mehr als hinderlich.

Trotz der Dunkelheit erkannte sie jedoch die Kreuzung wieder, von der au sman sie während sie langsam das Bewusstsein wieder erlangt hatte in Richtung ihrer Zelle geschleppt hatte. Dann folgte auch bereits die unausweichliche Frage des Hyuuga. Sie war recht überzeugt davon, dass er nicht  verstehen würde weshalb sie umgekehrt war, doch wahrscheinlich spielte das keine große Rolle. Sie zögerte deshalb im Grunde nicht ihm eine klare Antwort zu geben, zumal seine Augen schneller fähig wären zu finden was sie beschrieb, als wenn sie mit ihm gemeinsam jeden Raum inspizieren würde. Es wäre reine Zeitverschwendung. Doch obwohl sie nicht zögerte ihm Antwort zu geben, kam sie nicht zu dieser, denn schon ging ein scharfes Zischen durch die Luft. Augenblicklich tat ruri einen Schritt zurück, doch das Geschoss, dass die Dunkelheit durchbrach, war nicht auf sie gerichtet. Noch bevor sie auch nur irgendetwas anderes hätte tun können als selbst zu reagieren, zog Junji selbst seinen Kopf zurück,entging dem Pfeil jedoch nur knapp, der seine Maske brach und das Gesicht des Anbu freilegte, dass nun vom Nasenrücken aus von einer klaren und im Licht der kleinen Fackel schimmernden Spur von Blut gezeichnet war. Er hatte sich nicht verändert. Ein paar Narben waren vielleicht dazu gekommen, sie war sich nicht sicher, doch sein Gesicht war jenes an dass sie sich erinnerte. Nicht einmal die weit ausgeprägten Adern, die sein Byakugan einschlossen empfand sie als unästhetisch.  Gerade war jedoch weißgott der falsche Zeitpunkt um sich in weißen Augen zu verlieren.

Was half dass sie sich da nicht irgendwie verlor war, dass die Situation sie in das hier und jetzt zurückrief. DIe Augen geschärft und das Sharingan aktiviert blickte die Uchiha sich um, nur um nach einem kleinen Moment in wenigen Metern Entfernung, weit genug entfernt von dem Lichtschimmer, eine Felsspalte zu entdecken, die tief genug schien, um als ein Versteck herzuhalten. Ein eingehenderer Blick würde zwar offenbaren wer sich dort verbarg, der Vorteil war jedoch, dass sie so schmal war, dass eine,maximal zwei Personen sich gleichzeitig in den eingang würden drängen können. Ohne groß darüber nachzudenken die Hand des Hyuuga ergreifend, zog sie ihn in die Richtung dieser, ließ ihn vor dieser aber wieder los."Geh vor.", meinte sie nur leise, jedoch sehr bestimmt. Sobald der Hyuuga sich zwischen die Felsen gedrückt hatte würde sie ihm folgen, sich dann verborgen in der Dunkelheit und den Blick auf den Ausgang der spalte legend an den Stein lehnen. Die Menschen hier kannten ihren Unterschlupf. Sie würden dieses versteck kennen. Ruri erwartete nicht, dass niemand an dieser Stelle nachsah.

Bereits einen Moment später hallten auch bereits Schritte durch den Gang, gefolgt von Stimmen. "Sie müssen minestens zu dritt oder zu viert sein, es gibt nicht viele Orte hier an denen sie sich verstecken können. ", murmelte die eine Stimme während die andere bitter lachte. "Gut für uns wenn die Bastarde aus Konoha ihre Uchiha retten kommen. Freihauslieferung von Ware.", angewidert verzog Ruri schon bei dem Gedanken das Gesicht, während sich ein spöttischer Ausdruck in ihre Augen legte. Drei oder vier Leute? Die Männer hier schienen nicht zu wissen wozu ein einziger Anbu des Feuerreichs fähig war. "Ich sehe im Lager nach, schau du dort drüben.", folgte noch die Anweisung ehe Schritte näher kamen und Ruri gleichzeitig ihre Hand  nach hinten gegen Junjis Brust legte und ihn tiefer in die Einkerbung zurück'schieben' würde. Etwas, dass selbstverständlich nur erfolgreich sein würde, wenn der Hyuuga das stumme Zeichen verstand und diesem zustimmte. Immerhin war er ihr rein von seiner körperlichen Kraft her überlegen.

Nur ein weiterer Augenblick verging bevor der Schein einer Fackel auch schon an der Öffnung der Felsspalte auftauchte und ein Mann sich in diese hineindrückte um einen Blick in sie werfen zu können. In sie und direkt in die Augen von Ruri.  Gleichwohl war es jedoch so, als blickte er durch sie hindurch, bevor er wieder einen Schritt zurück in den Gang trat und der Felsspalte seinen Rücken zuwandt. "Hier ist niemand. Lass uns weiter oben nachsehen.", dass die zwei Männer noch im weitergehen darüber scherzten, dass die Konohanin sicher schon wieder halb auf der Flucht waren hörte Ruri nicht mehr. Dafür waren die Stimmen der Beiden durch die dicken Wände viel zu gedämpft.

Angewandtes Jutsu:
Magen: Ayamatta Me
Typ: Genjutsu
Rang: A
Chakrakosten: A
Reichweite: Mittel-fern
Voraussetzung: Sharingan mit drei Tomoe
Beschreibung: Eine Technik die fälschlicherweise für ein rein visuelles Genjutsu gehalten wird. Der Sehsinn des Opfers wird jedoch nicht berührt. Alles was das Genjutsu tut ist den Gegner glauben zu lassen, dass er den Anwender nicht gesehen hätte, sondern die Szenerie, die sich ihm bot ohne dessen Anwesenheit. Der Anwender erscheint dem Opfer daher unsichtbar. Wohlgemerkt berührt das Genjutsu lediglich den memorierten visuellen Eindruck, nicht aber die anderen Sinne des Gegners.
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Re: [Vergangenheit] Rettung im letzten Augenblick

Beitrag von Hyuuga Junji am Fr Apr 15, 2016 12:34 am

Das ungleiche Duo rannte zurück. Jeden ihrer Schritte so gedämpft wie möglich führend waren sie langsamer als zuvor, doch es ging nicht anders. Zwei der Männer waren bereits nahe und wenn sie unvorsichtig werden würden, bestünde die Möglichkeit, dass sie allein schon den Hall ihrer Schritte vernahmen. Junji beobachtete die Shinobi genau, doch sie waren noch zu entfernt, um Notiz von ihnen zu nehmen. Es war nicht leicht in der Bewegung seine gesamte Umgebung im Blick zu halten und auf so vieles zu achten, was man nicht auch nur erahnte. Viele Jahre lang schärften die Hyuuga ihre Sinne, um aus der Fülle der Eindrücke, welche das Byakugan lieferte, zu lesen, das Wichtige, aber auch das Unwichtige herauszufiltern. Der ANBU war sehr gut darin gewesen, doch auch er konnte nicht auf alles achten, was man an seiner Maske und an dem Blut in seinem Gesicht sehen konnte.
Er bemerkte, dass Ruri ihr Sharingan aktiviert hatte, jene mysteriösen roten Augen, welche ihren Clan als den gefürchtetsten der Shinobiwelt gelten ließen. Die mächtigsten Abkömmlinge ihrer Zunft waren aus der Reihe ihrer Ahnen gekommen und Junji hatte tiefsten Respekt vor der Macht der Uchiha. Er kannte jene Ansammlung von Chakra in den Augenhöhlen gut, oder zumindest ihren Anblick, der etwas anders war, wenn man ihn mit seinem Byakugan verglich, insbesondere wenn man ein Genjutsu über Blickkontakt wirkte. Der Hyuuga verlangsamte seine Schritte, als sie wieder aus dem Gang herausgetreten waren und jene Kreuzung erreichten, von der aus sie in ihn eingebogen waren. Seine Hand wurde gepackt und ein leichter Ruck ließ ihn noch einige Meter weitergehen und er erkannte sehr schnell, worauf Ruri hinauswollte. Eine kleine Spalte im Fels tat sich vor ihnen auf, die durchaus für ihr Vorhaben taugte, wenngleich es schwer vorstellbar war, dass die Erbauer eines solchen Komplexes sie nicht kannten. Dennoch, und er wusste nicht warum, tat er was sie sagte, fluchte aber innerlich, als es nach hinten hin immer enger und enger wurde. Die Jounin stieg hinterher und Junji kam sich wie in einem Gefängnis vor. Einige Sekunden musste er suchen, ehe er eine halbwegs vernünftige Position gefunden hatte um sich ruhig zu halten und schaute sich weiter um. Ein aufmerksamer Blick einer Wache hatte weiter oben eine Leiche entdeckt, was zu einem, sich wie ein Lauffeuer ausbreitenden Alarm geführt hatte, der immer mehr Männer und Frauen in Bewegung brachte. Aus jenem Gang, den sie zuvor verlassen hatten um sich zu verstecken klaubte jemand die Überreste seiner Maske und es ärgerte ihn, dass er nicht hören konnte, was er sagte. Viel mulmiger aber wurde ihm dann zumute, als hörbar wurde was jene sagten, die ihnen immer näher kamen. Der Hyuuga spürte die Hand seiner Begleiterin aus seiner Brust und den leichten Druck, den sie darauf ausübte. Langsam folgte er ihrem vermuteten Wunsch und zwängte sich noch ein wenig mehr nach hinten, bis es wirklich nicht mehr ging. Etwas verrenkt hoffte er, dass Ruri wusste, was sie tat, doch das verräterische Flimmern von Chakra in ihren Augenhöhlen ließ ihn ahnen was geschehen würde. Und tatsächlich, die Wache kam an den Spalt und als hätte sie nichts gesehen, lief sie einfach weiter. Wieder einmal wusste Junji, warum er so einen Respekt vor dem Sharingan hatte, dass weit mehr noch konnte, als Genjutsu über Blickkontakt wirken. Als er die entschärfenden Worte des Mannes hörte beugte sich der ANBU wieder nach vorne, sodass er nahe am Ohr der Uchiha sprechen konnte, ohne dass man sie hörte.
"Du erledigst den, der gerade an uns vorbeigelaufen ist, ich kümmere mich um den Anderen, so leise wie möglich, klar? Hier ist im Umkreis niemand sonst!"
Ohne auf eine Antwort zu warten baute Junji von hinten Druck auf, um zu zeigen, dass er nicht wollte, dass die Chance verstrich. Immerhin war er hier um zu töten und nicht um zu spionieren. Diese Zeiten waren vorbei. Nach der Uchiha kam er aus dem Versteck und während sie nach links gehen musste, bog er nach rechts ab. Bog kurz darauf noch einmal nach rechts ab und kehrte einen Augenblick später wieder, eine Leiche über die Schulter geworfen, die keine äußeren Verletzungen zeigte. Der Hyuuga hatte sie mit seinem Juuken ohne Vorwarnung getötet und gedachte ihre Felsspalte aus Versteck zu nehmen und dort die Leichen zu verstauen. Er wartete einen Augenblick bis Ruri wiederkam und half ihr beim Tragen, denn sie schien noch immer nicht ganz von den Auswirkungen der Mittel befreit und sie tat sich ein wenig schwerer.
"Wir werden uns jetzt wieder in den Gang begeben, aus dem wir eben geflohen sind. Die Fallen wurden deaktiviert und wir werden sie aus der Dunkelheit hinaus ausdünnen. Sie werden mit Sicherheit durch Sensorshinobi nach uns suchen. Kannst du dein Chakra verschleiern?"
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Re: [Vergangenheit] Rettung im letzten Augenblick

Beitrag von Gast am Fr Apr 15, 2016 12:57 am

Noch einen Moment blickte sie dem Mann hinterher, der obwohl er sie gesehen hatte der festen Überzeugung war lediglich in eine leere Felsspalte geblickt zu haben. Genjutsu konnten in den richtigen Händen eine gefährliche Sache sein, insbesondere wenn man wie Ruri sich auf jene spezialisierte, die der klare Menschenverstand nicht als Genjutsu begriff. Selbst jene, die ein solches lösen konnten, wenn sie glaubten sich in einem zu befinden, mussten ersteinmal den Punkt realisieren in dem sie in ihm gefangen wurden. Wer ein solches nicht bemerkte, der konnte es auch nicht lösen. Die einzige Gefahr war gewesen, dass Junji nicht weit genug im Tiefen des Spalts verborgen war und man ihn gesehen hätte während sie verborgen geblieben wäre. Ein Schauer von dem sie weder sagen konnte ob er angenehm, noch ob er unangenehm war rann ihren Rücken herab, als sie den Atem des Anbu an ihrem Ohr spürte, als jener zu sprechen begann. Den Kopf leicht wendend sah sie ihn beinahe schockiert von der Seite her an, nicht aber wie man denken mochte weil der Befehl ohne Fragen zu stellen zu töten folgte, sondern einfach nur weil er ihr in diesem Moment eindeutig viel zu nah war. Ein Problem, dass der Hyuuga auch gleich selbst löste, indem er nicht brutal aber bestimmt ihren Rücken leicht nach vorne schob. Verdammter Kerl.

Nein, verdammtes kleines Herz. Den Anflug des Gefühls dass sie überkommen hatte wegwerfend nickte sie, doch diese Regung würde der Hyuuga wohl nicht mehr sehen, der kaum dass sie aus dem Versteck hinaus geschritten waren nach rechts abbog, während sie möglichst lautlosen Schrittes der Wache hinterhereilte, die sie zuvor in ihrer beider Versteck ausfindig gemacht hatte. Ruri war niemand, der gerne oder aus Freude tötete, aber sie gehörte auch nicht zu den fehlgeleiteten Shinobi, die sich nicht im Klaren waren, dass der Tod ihr tägliches Geschäft war. Es ging nicht um die Frage, ob man jemandem das Leben nehmen wollte oder nicht,es ging auch nicht darum über die Gerechtigkeit von Leben und Tod zu entscheiden. Es war um einiges einfacher. Man siegte oder man verlor. Sie hatte nicht vor sich letzteres nachsagen zu lassen. Hinter dem Mann angekommen, welcher der felsenfesten Überzeugung erlegen war, dass der Gang hinter ihm gesäubert war, hob sie die Klinge, die Junji ihr übergeben hatte. Im gleichen Moment wie sich ihre eine Hand auf seine Lippen legte zog sich die von der anderen Hand geführte Klinge bereits seine Kehle entlang. Die Lippen noch einen Moment festhaltend begleitete sie den Mann in seiner Bewegung ,als er mit einem von ihr unterdrückten Gurgeln zu Boden sank und einen stillen Tod fand während das rot ihrer Augen abebbte. Sie hätte sicherlich auch ein Jutsu einsetzen können, doch auch wenn das Mittel das ihre Kräfte blockiert hatte dabei war abzuebben, sie beinahe bei Kräften war, war sie sich dessen bewusst dass sie mit dem Chakra, auf dass sie wieder nach und nach Zugriff bekam, sorgsam umgehen sollte. Es half ihr nicht wenn sie wieder an ihrer Grenze war, wenn sie es wirklich brauchte.

Sich wieder aufrichtend schloss auch schon Junji zu ihr auf, der es nun übernahm die Leiche die sie mehr schlecht als recht hoch gehieft hatte fortzutragen.Sie war ohnehin nicht sonderlich kräftig, doch im Moment noch weniger als sonst weshalb sie auch, wenn ihr Stolz ihr etwas anderes zuflüsterte, dankbar war, dass er ihr die Last des Kerls abnahm. "Nein", antwortete sie wahrheitsgemäß. Sie war nie ein Genie im Bereich des Umgangs mit Ninjutsu gewesen. Das Elementare im Bereich des Raiton und Katon hatte sie zwar gemeistert, doch alles andere? Zu einer Sensorausbildung wäre sie niemals fähig gewesen. Es war nichts wofür sie sich schämte, was in ihrer Stimme auch mitklang. "Nichteinmal ein wenig.", das musste aber nichts schlechtes sein. Wenn Junji dazu in der Lage war - und als ANBU der auf solche Missionen ging, ging sie davon aus dass er es war - konnte ihnen dass durchaus einen gewissen Vorteil verschaffen. "Aber ich mache mich recht gut als Lockvogel.", eine Ablenkung und ein Anbu, der nicht erspürt werden konnte, der gnadenlos zuschlug, das hatte schon vielen das Bein gebrochen.
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Re: [Vergangenheit] Rettung im letzten Augenblick

Beitrag von Hyuuga Junji am Fr Apr 15, 2016 6:57 pm

Achtlos stopfte Junji die zweite Leiche in den Felsspalt, während er über die Antwort der Uchiha nachdachte. An sich hatte sie völlig recht, jetzt wo man ohnehin nach ihnen suchte, war es an ihnen die taktische Hohheit zu behalten und da sie sich hoffnungslos in der Unterzahl befanden, konnten sie dieses Ziel nur über List erreichen. Ruri als Lockvogel zu nutzen klang nach einer ordentlichen Idee, doch wohin sie ihre Feinde locken sollte, das war die Frage. An einem Ort zu bleiben war sicherlich nicht von Vorteil, denn so würde oder konnte man zumindest ahnen, dass man auf die Nukenins wartete, was diese wiederum alarmierte. Man musste also in Bewegung bleiben, wo aber wenn man die Umgebung nicht kannte? In diesem Augenblick kam das Byakugan ins Spiel, welches genau diese Frage für das Duo beantworten würde und mit dem Anflug eines dunklen Grinsens auf den Lippen seufzte Junji leise. Dann wieder stoischen Ausdrucks drehte er sich in die Richtung der Uchiha, die er einen Moment lang betrachtete. Irgendwie, er konnte es sich selbst nicht erklären, war er froh dass sie hier war, doch solche Gedanken fanden nur sehr kurz an die Oberfläche jenes dunklen Sees, der wie ein Spiegel der Nacht über seiner Seele ruhte.
"Verstehe.", gab er zurück und lehnte sich lässig mit der Schulter an den dunklen Stein, "Dann werden wir uns ziellos durch diese Katakomben bewegen, Hauptsache wir bleiben in Bewegung."
Seine Hand fuhr nach oben und der Zeigefinger seiner Rechten langte über einen Blutstropfen, der langsam aus dem Schnitt seiner Nase kullerte. Genüsslich und diesmal mit einem unweigerlich aufziehenden bösen Grinsen leckte er ihn ab. Es kochte in Junji, wie es schon lange nicht mehr gekocht hatte und er freute sich bereits auf die Begegnung mit ihm. Jener Mann, der ihm fünf Jahre hinweg jeden Tag Höllenqualen bereitet hatte, die ihn an den Rande des Wahnsinns getrieben hatten und darüber hinaus.
"Wir gehen tiefer, erwecken den Anschein als flüchteten wir ohne zu wissen, wohin wir gehen. Jeder auf unserem Weg wird getötet."
Sein Ausdruck hatte sich noch im Verlaufe des letzten Satzes normalisiert und nichts mehr sprach von dem kurzen Anflug von innigster Rache, den er nicht hatte zurückhalten können. In einem Herzen brannte jedoch die Flamme der Euphorie, es dürstete den ANBU nach Blut, nach Kampf und Tod. Für Ruri aber war er so wie immer und er hatte auch nicht vor, diesen Eindruck zu verändern.

Mit einem Nicken in die Richtung der Uchiha setzte sich Junji in Bewegung. Den Gang hinab, den sie gekommen waren, zurück an die Kreuzung und hinein in den Gang, wo er eine Dreiergruppe Wachen, gebeugt über die Überreste seiner ANBU-Maske, völlig überraschte. Mit der Eleganz einer Katze sprang der Hyuuga nach vorn, kam lautlos unmittelbar vor den beiden Männern und einer Frau auf, die ihn erst bemerkten, als es bereits zu spät war. Wie vom Schweif eines Bijuu getroffen flogen sie nach hinten, als Junji beide Arme mit den Handflächen voran nach vorne geworfen hatte und kamen erst nach unzähligen Metern am Ende des Ganges auf. Das Hakke Kouheki Shou fegte wir eine Wand durch den Korridor, das knirschend Risse entstanden, in die sich wie ein Echo das herzhafte Brechen unzähliger Knochen mischte. Mit seinem Byakugan erkannte er, das am anderen Eingang von den grausam entstellten Leichen ein weiterer Mann getroffen wurde und ebenso wie eine Puppe von der unsichtbaren Macht erfasst wurde, die auch seinen Körper einfach so zermalmte. Als wäre nichts gewesen setzte sich der ANBU wieder in Bewegung, der nun mit einer legereren Einstellung zu Werke ging, da anzunehmen war, dass Geheimhaltung ohnehin wenig Erfolg bringen würde. Niemals aber würde er zugeben, dass es zumindest ein wenig die Rache war, die ihn zu solch übertriebenen Techniken anspornte, denn das war sie. Übertrieben. Das erkannte man schnell, als sie den Raum hinter dem Gang erreichten, dessen Einrichtung völlig durcheinandergeflogen war und die Leichen genauer betrachteten, an denen keines ihrer Gelenke mehr an der rechten Stelle war. Es mutete an wie das makabere Atelier eines Puppenspielers, doch in Junjis Augen hatten sie es verdient. Einen Moment lang verharrte er vor seinen Opfern und genoss einfach die Freude, die nach ihrem Tod seinen Körper durchfloss.

Techniken:


Hakke Kuuheki Shou
Typ: Taijutsu
Rang: A
Chakrakosten: mittel(duo), hoch(solo)
Reichweite: Mittel - Fern
Voraussetzung: Hakke Kusho, Juuken
Beschreibung: Dieses Jutsu ist eine sehr viel Stärkere Form des Hakke Kusho, welche für gewöhnliche von zwei Personen ausgeführt wird. Dabei sammelt man Chakra in einem Körperteil, vorzugsweise der Handfläche und entlässt es in einer gewaltigen, breiten Druckwelle, die wie eine Wand auf den Gegner zurast. Dieses Jutsu ist so stark, dass es sogar einen Hieb mit dem Schweif des Juubi abwehren konnte. Wendet man dieses Jutsu allein an, so nimmt man beide Hände, anstelle von nur einer.
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Re: [Vergangenheit] Rettung im letzten Augenblick

Beitrag von Gast am Fr Apr 15, 2016 7:27 pm

Der ferne und nichts preisgebende Ausdruck der Züge von Junji änderte sich, als er kaum, dass er an der Wand lehnte und das Wort erhob einen Tropfen Blut von seinem Nasenrücken abnahm und diesen dann geradezu genüsslich ableckte. Er wirkte in diesem Moment nicht wie sie ihn in Erinnerung hatte. Er wirkte als wäre er nur des Tötens wegen hier und nicht, als würde der Tod der Menschen hier durch seinen Auftrag bedingt werden. Ob sie das enttäuschte? Vielleicht nicht. Um enttäuscht zu sein müsste man einen Menschen kennen und auch wenn sie damals für ihn geschwärmt hatte, war ihr eines doch ganz klar: Sie kannte den Menschen hinter den silbrigen Augen in die sich nun wieder stoischer Gleichmut lehnte nicht. "Gut", sie erlaute sich an dieser Stelle kein Urteil. Es wäre unangemessen. Er hatte seinen Auftrag - was auch immer dieser für ihn selbst bedeutete und sie hatte selbst noch etwas, was es zu suchen galt. Sie hatte jedoch keinen Zweifel daran, dass sie es noch finden würde, wenn der von Junji ersteinmal erledigt war.

Auf das Nicken des Uchiha hin folgte sie diesem und kaum, dass sie in den nächsten Gang bog, hatte Junji diesen auch schon wieder in Blut getränkt. Er arbeitete nicht sauber und im Stillen. Er tötete nicht mit minimalem Aufwand aus den Schatten heraus, nicht elegant. Letzteres hatte sie bei ihm stets bewundert. Seine Bewegungsabläufe hatten ohne Frage nichts an Anmut eingebüßt - nicht das Geringste - doch dass was er hier tat war als würde man Ameisen mit einem Rasengan erlegen. Sie fragte sich nur was ihn dazu trieb. Skeptisch beobachtete sie wie die Leichen in den nächsten Raum flogen, kaum mehr einzelteile waren, die zerfetzt an den Wänden und dem Boden hingen. Den Raum selbst betretend seufzte sie leise, den Blick auf den Hyuuga gerichtet. Auch jetzt jedoch ersparte sie ihm und sich einen Kommentar. Sie hatte kein Recht dazu das irgendwie zu bewerten. Dafür stand sie ihm weißgott nicht nahe genug, doch das bedeutet nicht, dass sie den maßlos übertriebenen Aufwand an Techniken nicht durchaus skeptisch betrachtete. Den Raum an dem gegenüberliegenden Ende verlassend, während Junji sich noch an dem Blut seiner Opfer zu ergötzen schien, tat sie schlicht das, was er ihr befohlen hatte. Gleichwohl jedoch auf eine andere Weise als er.

Es lag nicht daran, dass sie Mitleid mit den Menschen hier hatte, sich ihnen verbunden fühlte oder glaubte, dass ein Ende wie durch die Hand von Junji zu grausam war. Es war nur einfach so, dass ein sauberer präziser Schwertstreich genügte um zu dem selben Ergebnis zu kommen. Mit der 'lautlosen' Aktion war es ja ohnehin schon herum. Zum Einen weil Junji ihretwegen bemerkt worden war, zum Anderen weil dieser hier gerade so heftig die Hölle lostrat, dass selbst ein tauber Blinder ohne Chakrasinn es wohl hätte bemerken müssen. Dass sie ihr Chakra aufsparte war mithin auch nicht der Versuch das Ganze möglichst subtil ablaufen zu lassen. SIe hatte nur die Erfahrung gemacht, dass man mit seinen Kräften sparsam sein sollte, weil man nie wusste was noch folgen würde. So wie jetzt, als ihr aus einer etwas verborgen anmutenden Felsspalte kaum dass sie in den Gang getreten war, der aus dem Raum in dem Junji sich befand herausführte, ein Katonjutsu entgegenschlug. Schnell war die Uchiha einige Schritte zurückgesprungen, hatte im gleichen Moment wie sie ihr Sharingan wieder aktiviert hatte Fingerzeichen gewirkt und ein elektrisches Feld erschaffen, dass das Ninjutsu glücklicherweise abzuwehren fähig gewesen war. Kaum, dass sich die Flamme verzogen und ihre Verteidigung gebrochen war sammelte die Uchiha Raitonchakra in ihrer rechten Hand und rammte diese, nachdem sie sich mit schnellen Schritten hinter den Gegner begeben hatte von hinten in dessen Körper. Sie fragte sich langsam ob sie hier in den Gängen auch den Kopf der ganzen Organisation finden würden oder ob dieser schon über alle Berge war.
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Re: [Vergangenheit] Rettung im letzten Augenblick

Beitrag von Hyuuga Junji am Fr Apr 15, 2016 10:41 pm

Zwei Leute hatten sich ihnen mit schnellen Schritten genähert und es war Ruri, die ihm etwas nachfolgte, die sich um den Gegenangriff kümmerte und sich gleichzeitig noch um seinen Ursprung kümmerte. Einer blieb noch übrig, wenige Schritt hinter ihr, noch immer im Dunkeln der Felsspalte. Junji riss sich aus seiner Starre, folgte der Uchiha, die mit der bezeichnenden Technik, die wie tausend Vogel durch die Gänge hallte, ihren Feind kalt niedergestreckt hatte und setzte auf den anderen Mann an. Einen Schlag schaffte er zu parieren, doch ein zweiter traf ihn in der Körpermitte. Chakra breitete sich wie ein blauer Schimmer von dem Einschlag aus in die Umgebung, verflog dort wieder nach wenigen Sekunden und der Nukenin wusste nicht wie ihm geschah. Reglos verharrte er mit weit aufgerissenen Augen. Junji hatte ihn nur berührt, doch wie die Uchiha ihre Augen hatte, hatten die Hyuuga die ihren, die ihnen ihren Taijutsustil ermöglichten bei dem schon eine einzelne Berührung ausreichte, um fatale Folgen hervorzurufen. Ein Blutrinnsal tropfte dem Mann aus dem Mund als er zur Seite kippte und ehe er am Boden aufschlug tot war. Der ANBU verspürte nicht den Drang die Leichen zu verstecken, selbst wenn es unter Umständen nützlicher gewesen wäre, um die Vorsicht der Bewohner bei ihrem Anblick nicht zu schüren, doch er zweifelte, dass sie dafür Zeit hatten.
So nickte Junji Ruri zu und rannte weiter in die Felsspalte, durch die sie noch tiefer ins Erdinnere kamen, einen anderen Ausgang gab es ohnehin nicht, weshalb die Wahl leicht gefallen war. Der Gang war enger und machte den Anschein, als habe man hier die Bauarbeiten noch nicht beendet. Auch die dahinterfolgenden Räume waren weit weniger bearbeitet, als jene die sie bereits durchquert hatten, doch sie manövrierten sich nicht in eine Falle, das konnte man erkennen. Zur anderen Seite führte ein Korridor wieder nach oben, der sie weiterbrachte. Unten gab es zwei Frauen und ein Mann, die sie bereits erwarteten und mit einer Salve Kunai begrüßten. Der Hyuuga sprang im Lauf und begann sich blitzartig um die eigene Achse zu drehen, bis ein hell leuchtender, blauer Ball um ihn herum entstand, der sich im Sprung durch den engen Gang fräste und alle Geschosse und Jutsu abprallen ließ, die gegen ihn gerichtet wurden. Überall um ihn herum flogen Steine und Schmutz, sodass Ruri gut beraten war ihr Tempo etwas zu verlangsamen, denn als der Chakraball des Hakkeshou Kaiten aus dem Flug am Ende des Gangs am Boden aufkam, tat es einen lauten Knall. Große Brocken und Steine flogen umher, die gesamte Umgebung wurde in Nebel getaucht. Eine der Frauen wurde von einem Schrapnell am Bein getroffen und fiel schreiend zu Boden. Junji selbst hatte aufgehört sich zu drehen und fand sich inmitten eines kleinen Kraters im Fels wieder, welcher sein Jutsu hinterlassen hatte. Um ihn herum war nichts als staubiger Nebel, doch das hinderte ihn nicht daran seine Feine zu lokalisieren. Wie der Schatten aus der Dunkelheit fällte er seine Gegner mit präzisen Schlägen, ohne dass sie sehen konnten, von wo sie überhaupt kamen und als sich der Nebel gelegt hatte, sah man sie nur am Boden liegen. Tot.
"Hinter uns ist eine Gruppe von vier Mann, die gerade in den Gang einbiegt.", sprach der Hyuuga leise zu Ruri, die gerade mit einigem Abstand in die Höhle getreten kam und nickte mit dem Kopf zur Seite als Anweisung sich neben dem Ausgang zu verstecken und ihnen in den Rücken zu fallen, "Wir werden sie empfangen."
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Re: [Vergangenheit] Rettung im letzten Augenblick

Beitrag von Gast am Sa Apr 16, 2016 10:23 am

Sie hatte es immer fasziniert. Wenn Hyuuga kämpften so reichte eine sachte Berührung, eine zarte Geste ohne jede Kraft und ihr Gegner wurde niedergestreckt. Was andere als beängstigend ansahen hatte sie immer bereits als ästhetisch und faszinierend empfunden, doch heute blieb ihr keine Zeit die Kampfkunst des Hyuuga zu bewundern, auch nicht jetzt da Junji langsam zu minimalistischeren Handlungen zurückzufinden schien. Das Chidori gerade abgeklungen sah sie, wie Junji es übernahm den letzten verbleibenden Gegner der kleinen gruppe niederzustrecken. Mit vor Schock weit aufgerissenen Augen schien dieser nicht wirklich zu begreifen wie ihm geschehen war, als er auch schon seinen letzten Atemzug tat, kraftlos zu Boden sank und dort verblieb. Junji hatte, so gleichgültig wie er sich den am Boden liegenden Leichen zum Trotz aufrichtete wohl entschieden dass sie zu verstecken nun hinfällig war. Alles andere wäre wohl auch albern gewesen. Man hatte sie unlängst bemerkt und sie zu lokalisieren dürfte kein großes Problem sein. Zum Einen anhand der Teams, die sich nicht zurückmeldeten zum Anderen an ihrer mangelnden Fähigkeit ihr Chakra zu unterdrücken.

Die nickende Geste erwiedernd folgte sie dem Uchiha durch den Gang der mehr einer Felsspalte glich immer weiter ins Innere der Höhle, des Berges oder des Stollens. Ganz sicher was die passende Umschreibung für den Unterschlupf war, war sie nicht hatte sie doch keine Ahnung wo sich dieser befand. Für den Moment spielte es jedoch auch keine große Rolle. Was jedoch kennzeichnend war, war dass der Teil des Unterschlupfs an dem sie nun vorbeihuschten noch mitten in den Bauarbeiten gewesen zu sein schien. Sie hatten hier also bereits mehr vorgehabt, als das, was sie bereits getan hatten. Wieso sie dann nach dem geplanten Mord an ihr hatten verschwinden wollen? Vielleicht  waren die Beiden,die sie belauscht hatte falsch informiert gewesen oder aber sie hatten nur für sich gesprochen. Letzteres war zumindest noch wahrscheinlicher, als dass sie damit gerechnet hatten hier bald aufzufliegen. Kaum, dass sie bemerkte, dass Junji seine Schritte nun verlangsamte,tat sie es ihm gleich, hielt sogar für einen moment an, als sie sah wie er einen Satz tat und sich in jenem zu drehen begann. Sie hatte es erst wenige Male gesehen doch diese Male reichten, um zu wissen dass gerade jeder Ort dieser Höhle sicherer war, als die Nahe Umgebung von Junji. Kraftvoll schlug der Energiewirbel die Geschosse zurück, sorgte gleichzeitig für eine Wucht aus Staub und Geröll, die durch die Luft flog und sie selbst zum Ausweichen zwang. Skeptisch glitt ihr Blick nach oben. So eine Technik hier? Mitten im Erdinneren? Doch es schien noch alles recht stabil. Halbwegs. Wohl fühlte sie sich dennoch nicht sorecht damit solche Techniken einzusetzen, die kraftvoll genug waren die Wände um sie herum einzureissen. Das Einzige was sie tun konnte war jedoch darauf zu vertrauen,dass Junji im Kampfesrausch nicht ihrer beider Grab schaufeln würde.  Langsam in die etwas bereitere Höhle folgend nickte sie Junji nur zu, um sich dann seitlich zum Eingang des kleinen Tunnels zu verstecken. Wäre sie alleine wäre der Gang die ideale Position, um alles in Flammen vergehen zu lassen was sich in diesem befand, ganz ohne dass es nötig wäre einen Hinterhalt zu legen, doch dafür, dass Junji ihr helfen würde ihre Schwerter wiederzufinden, würden sie das hier auf seine Weise erledigen auch wenn sie vorhin für einen Moment daran gezweifelt hatte,  ob Junji sich fing. Vielleicht hatte die Art und Weise auf die er seine Gegner niedergemäht hatte für sie auch extremer gewirkt als sie tatsächlich gewesen war. Für den Moment blieb ohnehing keine Zeit darüber nachzudenken.  

Sich neben dem Ausgang versteckend wartete die Uchiha ruhig auf das Eintreffen der vier Feinde die auch gleich in Richtung Junji losstürmten, als sie seine Gestalt auch nur erahnten. Wie töricht wenn man ihnen doch sicherlich gesagt hatte, dass sie zu zweit unterwegs waren. Ein fehler, der den Hintersten der vier einen schnellen Tod durch ihre Klinge kostete bevor sie sich gelenk und mit aktiviertem Sharingan um ihre eigene Achse drehte, von Hinten das Herz des zweiten Mannes durchstoßend und gleichzeitig davon ausgehend, dass Junji die anderen beiden übernehmen würde. Erst wenn jene gefallen wären würde sich Ruri wieder aufrichten und ihr Erbe deaktivieren. "Kannst du anhand der Chakrasysteme erkennen ob sich hier in der Gegend noch jemand mit stärkerer Signatur befindet?", denn in aller Regel war derjenige der die Fäden in der Hand hielt bei solchen Organisationen auch jene, die sich am schlagkräftigsten durchzusetzen wussten.
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Re: [Vergangenheit] Rettung im letzten Augenblick

Beitrag von Hyuuga Junji am Sa Apr 16, 2016 3:12 pm

Das Trappeln der Schritte auf dem Steinboden wurde lauter und lauter je näher sie ihnen kamen. Zu beiden Seiten des Ausgangs warteten sie und Junji beobachtete jeden einzelnen von ihnen. Die wenigen Sekunden vergingen zäh für ihn und kam dazu über das nachzudenken, was er getan hatte, während sein allessehender Blick über die obskuren, unbekannten Gesichter der Angreifer streifte. Er kannte niemanden, doch erkannte er in sich die Hoffnung endlich ein bekanntes Gesicht zu sehen und seine Rache auszuleben. Rache hatte er bereits ausgelebt und auch wenn man es ihm von außen nicht ansah, so haderte er mit sich selbst. Unter seinen Kollegen, überhaupt unter seinen Bekannten war er wohl jene Person, die einjeder als denjenigen bezeichnete, der sich niemals zu etwas hinreißen ließ. Ruri aber hatte es gesehen und flüchtig betrachtete er auch sie. Die Uchiha ahnte womöglich bereits, dass für ihn an diesem Ort mehr steckte, als nur ein einfacher Auftrag und gerade weil sie die unter Umständen wusste, regte allein ihre Anwesenheit Junji zum nachdenken an.
Seine Konzentration aber hatte den Fokus des Kampfes und so sprang er nach vorn, warf zwei Kunai in die Richtung der Männer, die diese abwehrten und ihm nachsetzten. Ruri übersahen sie dabei und ehe das Quartett sich versah waren sie schon um die Hälfte dezimiert. Der Hyuuga machte nur langsam Anstalten in die vor Schrecken verebbende Attacke einzugreifen. Die beiden Männer hielten entsetzt inne und wirbelten herum, den Blick zwischen der Uchiha und ihrem Befreier hin und her wechselnd. Auf ihrem Antlitz kämpfte Verzweiflung mit Resignation und es war Junji, der mit einem Kopfschütteln klarmachte, dass Ruri nicht eingreifen sollte. Langsamen Schrittes ging er nach vorne, die beiden Männer kauerten sich immer enger zusammen, jeweils ein Kunai zur Verteidigung erhoben. Mit einem Schrei stürzte sich einer auf den näherkommenden ANBU, der den kläglichen Hieb fast schon beiläufig unterbrach, indem seine Hand das Handgelenk seines Gegenübers fasste und festhielt. Mit dem Mut der Verzweiflung stürmte nun auch der Andere los seinem Freund zu helfen, doch geschickt duckte sich Junji unter seinem Schlag hindurch, nutzte den Schwung und sprang in einem grazilen Rad einmal um die eigene Achse, das den Arm des Ersten mit einem herzhaften knacken brach. Er schrie auf, der ANBU ließ los, kam unmittelbar hinter dem Zweiten auf, der schon zu einem weiteren Angriff ansetzen wollte. Ein schneller Schlagabtausch folgte, indem Junji nichts weiter tat als mit minimalistischen Bewegungen auszuweichen. Es war ein elegantes Schauspiel, denn auch der Angreifer verstand sich auf Taijutsu, doch letztendlich war er dem Hyuuga völlig unterlegen. Abrupt hielt dieser inne blockte einen Hieb mit seiner Rechten, dann mit seiner Linken. Sein Gesicht war nur wenige Zentimeter von seinem Kontrahenten entfernt, in dessen Augen er mit seinem aktivierten Byakugan stoisch blickte.
"Früher...", knurrte er und sog leise Luft zwischen den Zähnen ein, "Wart ihr besser."
Mit seinen letzten Worten passierter etwas, dass man mit dem bloßen, ungeschulten Auge nicht verfolgen konnte. Ein Sharingan konnte es, sein Byakugan auch, doch letzteres nur, weil er es bis zum äußersten für das Taijutsu geschärft hatte. Die Bewegung war so schnell gewesen, dass es nur ein Schatten war, der sich durch einen noch dunklen Schatten bewegte. Seine Hand hatte sich blitzartig gehoben und auf die Brust seines Gegners auf Höhe des Herzens gelegt. Sofort danach hatte Junji sie wieder zurückgezogen und es war wie ein unsichtbarer Blitz, der in seinen Kontrahenten einschlug, der einfach so zusammenfiel und tot liegen blieb.
Mit der Kälte eines Schafrichters drehte sich der ANBU zu dem Verbliebenen um, der in Teilen aus Schmerz und in Teilen aus Furcht leise wimmerte. Er war auf die Knie gesunken und zitterte merklich. Wieder, mit einer einzelnen Geste beendete Junji die Qualen des Mannes mit einer, diesmal ausgiebigeren Berührung, die jedoch die gleiche Folge hatte.

Vorerst war das Werk getan und langsam nickte er auf Ruris Worte. Er konnte in der Tat erkennen, welche Chakranatur ihre Gegner hatten, wie viel Chakra und wie stark ihr Chakra war. Doch das Byakugan war keine Zauberei, was einfach so alles sie umgebende preisgab, man musste es meistern und mit allem was man sah umgehen können.
"Ich brauche Zeit, um alle zu lokalisieren. Wenn du mir die Zeit verschaffen kannst, finde ich alles, was diese Katakomben versteckt halten. Denkst du, du kannst diesen Raum verteidigen?", Junji nickte in die andere Richtung, wo ein zweiter Eingang an diesen Ort führte, "Von dort kommen die nächsten. Es wird wohl einige Minuten dauern, ehe ich alles examiniert habe."
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Re: [Vergangenheit] Rettung im letzten Augenblick

Beitrag von Gast am So Apr 17, 2016 1:02 am

Hatte er seine Contenance zurückgefunden? Es wirkte so, als die Uchiha den Blick hob. Sie sah wieder diese Ruhe, die sie damals so fasziniert hatte als Junji seelenruhig auf die Angreifer zuging die vor Angst geradezu gelähmt erschienen. Den Kopf leicht schräg legend, als die Männer verzweifelt zwischen ihnen hin  und her blickten, ihr Augenmerk sich jedoch wieder auf Junji richtete, sie ihm mit einem sachten Kopfnicken klar machte, dass sie verstanden hatte und sich in diese Situation nicht einmischen würde. Seine Verteidigung wirkte geradezu gleichgültig, die Weise wie er erst den Arm des einen brach und dann beide niederstreckte minimalistisch. Ihr Erbe ermöglichte es ihr jede Bewegung nachzuvollziehen. Jemand anderes hätte es wohl nicht gekonnt, hätte wohl auch nicht gesehen dass der Kampf der für einen Augenblick den Anschein erweckte als wäre er auf Augenhöhe wie der zwischen einer Hauskatze und einem Löwen war. Was sie jedoch viel mehr traf als die Art und Weise wie Junji mit dem Einen kämpfte war dass er Worte an diesen richtete. Sie hatte sich also doch nicht geirrt. Der Hyuuga hatte eine gemeinsame Vergangenheit mit diesen Nukenin. Wie auch immer diese beschaffen sein mochte. Vielleicht war es ihm einmal ergangen wie ihr, vielleicht ging es auch im etwas ganz anderes, doch sie würde sich verhalten als hätte sie genau das nicht gehört. Nicht weil es ihr vollends gleichgültig war, sondern weil sie Junji als jemanden kennengelernt hatte, der nichts über sich preisgeben wollte. Er hatte das gerade eben nicht ihr erzählt, sondern die Worte wohl nur nicht zurückhalten wollen. Dementsprechend kommentierte sie wieder den Tod der beiden Männer noch die Situation an sich.

Stattdessen fand sie war es an der Zeit hier denjenigen zu finden, der die Drähte in der Hand hielt. Es mochte sein dass, wenn sie nach diesem suchten ein oder zwei andere Nukenin entkommen würden, doch lieber unbedeutende entflohen als derjenige, der für all das hier im Kern verantwortlich war. Reine Prioritätensetzung. "Sicher. Nimm dir die Zeit die du brauchst.", erklärte sie schlicht, schenkte dem Hyuuga dann aber ein zuversichtliches Lächeln. Sie mochte heute zwar nicht so geglänzt haben wie man es von ihr kannte, doch einen Raum wie jenen zu verteidigen, dürfte für sie kein Problem darstellen. Ein enger Zugang beschränkte die Anzahl der Gegner, die gleichzeitig hineinstürmen konnten und die Länge des davorliegenden Ganges sorgte dafür, dass Ninjutsu, die in ihn hineingeschleudert wurden verheerend waren, jene, die aus ihm hinaus kamen so geartet,dass man ihnen leichter ausweichen konnte. Selbst wenn es jedoch anders gewesen wäre, hätte ihre Antwort nicht anders ausgesehen. "Wenn du, während du dich umsiehst meine Schwerter entdeckst, merk dir bitte wo sie waren. Zwei Katana in schwarzen Saya, beide mit rotem Stoff am Griff und einem kleinen Uchihasymbol am oberen Ende der Saya.", bat sie und machte damit auch klar, was sie nun eigentlich hier unbedingt noch hatte suchen wollen. Ob er das verstand oder nicht, war vermutlich nicht wichtig. Er musste es nicht nachvollziehen können. Ihm noch einmal ein ehrliches Lächeln schenkend, erstarb dieses als sie sich dem Eingang zuwandte und die blutroten Augen in die Dunkelheit starrten aus der Junji die nächsten Gegner angekündigt hatte. Kaum, dass sie zwei der Schemen erkannte zog sie auch schon Junjis Schwert und wartete dann seelenruhig auf die Gegner.

Die ersten Gegnerwellen würde sie lieber mit ihrem Taijutsu und Genjutsu bekämpfen. Es kostete sie weniger Chakra. "Na sieh mal einer an. Unser alter Freund schickt ein Mädchen vor", spottete der eine, während der andere bereits mit gezogener Waffe lossprang und kaum, dass er direkt vor Ruri aufkam beganns ich verwirrt umzublicken. "Kagebunshin?!, nicht ganz. Doch weiter kam er auch nicht, denn auch wenn sein Kamerad noch "Direkt vor dir Mann!, schrie war es für seinen Kameraden schon zu spät. Die Klinge wieder aus dessen Hals hinausziehend hob Ruri den Blick und war mit hoher Geschwindigkeit von der ihr Kenjutsu lebte auf der Höhe des zweiten Gegners, der zwar die ersten zwei schläge abzuwehren vermochte, dann jedoch durch eine Unachtsamkeit seine Klinge verlor, die das einzige gewesen war womit er sein Leben noch hätte retten können. Den Blick nur kurz über ihre Schulter zu Junji hin werfend, richtete sie ihr Augenmerk dann auch schon wieder erneut auf den Gang vor dem sich nun in den nächsten Minuten eine Ansammlung von neun Leichen aufhäufte, von denen keine einzige näher in den Raum hineinkam, als drei oder vier Meter. Von diesen Männern, alle samt wahrscheinlich nur Söldner niedrigen Niveaus war niemand für einen Jonin ein Gegner. Ruri ahnte jedoch bereits, dass ein solcher hier sicherlich noch warten würde und dass sie gut daran täten ihre Kräfte bis dahin aufzusparen. Viel mehr jedoch als um die Stärke desjenigen, der das Ganze hier leitete sorgte sie sich darum ob Junji, wenn er mit den Menschen hier eine gemeinsame Vergangenheit hatte, einen klaren Geist behalten könnte wenn er demjenigen gegenüberstand. Bei einfachen Söldnern mochte das nichts ändern, doch bei jemandem, der auf ihrem Niveau kämpfte, war es ihrer Erfahrung nach immer schwieriger wenn persönliche Gefühle jedweder Art mitspielten.

Jutsu:


En o tsudzurimasu: Utsuri [Bannkreis: Spiegelbilder]
Typ: Kenjutsu | Genjutsu
Rang: A
Chakrakosten: A
Reichweite:Selbst
Voraussetzung:Sharingan mit drei Tomoe | Katana
Beschreibung: Bei dieser Technik erschafft der Anwender in einer Kreisfläche um sich [5 Meter] herum eine  lllusion. Wer diese Fläche betritt sieht den Körper der Kunoichi zu einem Schemen verblassen, der sich um ihn herum etliche Male verdoppelt. Das Original von dem tatsächlichen Angreifer zu unterscheiden ist für ein normales Auge kaum mehr möglich. Sowohl die Geräusche, als auch die Gestalt und der Geruch werden dem Gegner von vielen Seiten heraus vorgegaukelt.
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Re: [Vergangenheit] Rettung im letzten Augenblick

Beitrag von Hyuuga Junji am So Apr 17, 2016 9:43 pm

Sicher war sich Junji nicht, als er schließlich auch Ruris Beteuerung nickte, dass sie es schaffen würde. Vertrauen war noch nie seine Stärke gewesen, was nicht daran lag, dass er ihre Fähigkeiten geringschätzte, nein, prinzipiell aber hasste der Hyuuga es, wenn etwas zu tun war aber nicht in seiner Hand lag. Er drehte sich von der Uchiha weg, ging einige Schritte, nach außen völlig ruhig. Ein Findling war aus dem Boden geschlagen worden, breit und nur grob behauen in mitten des unebenen Grundes. Mehrere Meter ragte er empor und in seiner üblichen Stoa und Eleganz ließ sich der ANBU dort nieder. Einmal noch sah er zu Ruri, die sich auf das Eintreffen der Kämpfer vorbereitete, dann seufzte Junji leise und begann das Chakra in seinen Augen zu konzentrieren. Sein Blick, seine Aufmerksamkeit glitt in die Ferne, durchdrang mit spielerischer Leichtigkeit alle Barrieren und Hindernisse ihrer Welt, es war als offenbarte sich jedes Geheimnis von selbst. Jeder Hyuuga kannte dieses Gefühl, doch der Schein trog und so wusste er, dass es die kleinen Dinge waren, auf die es zu achten galt und nicht das Große und Ganze, dass schnell wie der Hintergrund auf einem kleinen Bild verschwamm. Gleichwohl aber ließ er sich nicht gänzlich gehen und mit einem halben Augen blieb er an Ort und Stelle. Tatsächlich tat es ihm sogar ein wenig Leid, dass sein Vertrauen nicht ausreichte, doch die Uchiha würde es wohl ohnehin nie erfahren, weshalb es ihm auch nicht schwer fiel sich über seine Zweifel hinwegzusetzen.
Um sie herum kannte er die Gänge mittlerweile recht gut. Einige Seelen wuselten umher, brüllten einander Befehle zu und setzten in Panik und Aktionismus Dinge in Bewegung, die aus der Ferne so fremd wirkten. Tatsächlich aber hatte er, beziehungsweise hatten sie bereits sehr viele der Verteidiger ausgeschaltet, sodass eine gewisse Angst, die in den Gesichter aufblitzte, keine Besonderheit war. Einige aber kannte Junji. Unter all den fremden Gesichtern kamen andere, Gesichter deren Züge sich bis in das Tiefste seiner Seele gebrannt hatten und sie dem Licht auf ewig verschloss. Männer und Frauen, älter und erfahrener, als all die Anderen und auch stärker. Schon in ihrem Verhalten wirkten sie weitaus ruhiger, als unbekannte Pendants, die ihre Shinobi reihenweise in den Tod zu schicken gedachten. Als der ANBU aber mit seinem Byakugan dem Weg folgte, der zur anderen Seite aus jenem Raum führte, in dem sie sich befanden, so entdeckte er einen weiteren Komplex, der nach einigen hundert Metern einige Besonderheiten aufwies. Diese Auffälligkeiten waren alles anderes als kleine Details, denn hier war alles weitaus wohnlicher und komfortabler eingerichtet, machte einen fertigen Eindruck, was man von den vielen bereits von ihm durchschrittenen Gänge nicht behaupten konnte. Dieser Ort hatte darüber hinaus eine ungewöhnliche Dichte an bekannten Personen, von denen Junji zum Teil sogar noch den Namen kannte und die sich in einem Raum offenbar in einer Unterredung befanden. Wieder zeigte sich dieses Grinsen auf seinen Lippen, während um ihn herum der Kampf seiner Gefährtin tobte und mit dem Geruch des Blutes der Toten stieg auch seine Lust selbst Leben zu nehmen wieder an. An Schwerter hatte der Hyuuga bereits gar nicht mehr gedacht und es war mehr Zufall, dass zwei Waffen in den Händen einer Frau erblickte, die sehr genau auf die Beschreibung von Ruri passten, doch tatsächlich fand er sie. Diese Frau kannte Junji sehr gut und es wunderte ihn nicht im Geringsten, dass sie sich die Klingen unter den Nagel gerissen hatte. Schon damals hatte sie er sie nie ohne ein Schwert an ihrer Seite gesehen und ihre Künste waren darin nicht zu leugnen. Viel wichtiger aber war die Tatsache, dass sie offenkundig noch immer in ihrer Position zugange war und Shingens Leibwächter darstellte, der sich schräg hinter ihr befand. Sein grimmiges Gesicht war in all den Jahren keinen Tag gealtert hatte aber noch immer die dunkle Ausstrahlung eines Teufels, die sich von jener Junjis in der Hinsicht unterschied, dass jene des Konohanin einfach pure Kälte und die Seine von Wahnsinn durchsetzt war. Shingen war das Ziel der Mission des ANBU gewesen und sein eigenes Streben hatte ihn dazu gebracht jeden Einzelnen an diesem Ort zu vernichten. Gerade jetzt, als er ihn so sah, jenen Peiniger, der in fünf Jahre seines Lebens jeden einzelnen Tag zu Hölle gemacht hatte, bestärkte es ihn nur noch mehr.

Sofort kehrte der Hyuuga zurück in seine nähere Umgebung. Gefunden hatte er was er wollte und der Rest würde sich von selber erledigen. Der Kopf der Schlange musste fallen, wenn man sich ihr offen entgegenstelle brachte es nichts mehr jedes einzelne Glied zu bekämpfen. In einer fließenden Bewegung erhob sich Junji und beobachtete in Ruhe, wie Ruri bereits eine dritte Welle von Angreifern vernichtete. Blut sickerte in zahllosen Bahnen durch kleine Spalten im unbearbeiteten Boden und ein metallischer Geruch lag in der Luft. Die letzte Kämpferin fiel unter dem geschickten Streich seines Schwertes in ihrer Hand und er ging auf die Uchiha zu, stelle sich neben den hinteren Ausgang und blickte in ihn hinein.
"Dort.", flüsterte er karg, irgendwie unfähig seiner Stimme einen Ton zu verleihen und wandte den Blick zu ihr. Dann, ohne ein weiteres Wort watete er in die Dunkelheit.
Das Duo ließ einen Berg Leichen hinter sich, doch vor ihnen gab es niemanden mehr, der sich im sinnlosen Sturmangriff ihnen entgegenwarf. Hinter ihnen vernahm man die leisen Echos der Männer und Frauen, die sich inmitten des Blutbades wiederfanden und mit sich haderten ihnen zu folgen. Viele Meter folgten sie dem Gang, der von kleinen Flämmchen beleuchtet größer wirkte als er eigentlich war, doch tatsächlich zum Ende hin eine beachtliche Weite aufwies. Groß und solide hatte man eine Tür in den Stollen gebaut, die sich vor ihnen wie ein Portal der Wahrheit auftat und ihnen den Weg versperrte. Dahinter begann der Wohntrakt und nur noch wenige Gänge und Zimmer trennten sie dann von ihrem Ziel. Man erwartete sie, hatte bereits Aufstellung bezogen und ein kurzer Blick auf die Chakranetzwerke ihrer baldigen Gegner zeigte auf, dass die Kämpfe nun nicht mehr so leicht ausfallen würden.
"Ruri...", begann Junji, diesmal in dunklem Ton, den Blick auf das Portal gerichtet, "Würdest du bitte diese Tür mit einem starken Katonjutsu öffnen?"
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Re: [Vergangenheit] Rettung im letzten Augenblick

Beitrag von Gast am Mo Apr 18, 2016 2:32 pm

Neid wäre das falsche Wort, doch wenn sie ehrlich war, war sie neugierig darauf, wie die Hyuuga die Welt sahen, wenn sich ihr Byakugan aktivierte. Man würde meinen, dass jemand der ein Doujutsu beherrschte davon wohl eine Vorstellung haben mochte, doch war sie davon überzeugt, dass es etwas vollkommen anderes war durch einen roten oder einen weißen Schleier zu blicken. Sicher wusste sie in etwa wozu das Byakugan im Stande war, doch wie all das wirklich aussah? Sie würde es wohl nie erfahren, was das Ganze jedoch nicht uninteressanter machte. Zeit sich in jener Faszination zu verlieren blieb jedoch nicht, denn schon tauchten die von Junji angekündigten Widersacher auf. Gerade hatte sie die dritte Welle von Angreifern niedergestreckt, stand nun selbst schon in einem kleinen See aus Blut, als sie aus den Augenwinkeln sah, wie Junji sich erhob und sich wieder ihr zuwandte. Noch die letzte Angreiferin niedergestreckt tat sie es ihm nun gleich und blickte ihn fragend an, als er wortlos auf sie zuging und sich nun selbst neben den Ausgang stellte. "Gut.", spielte ihr Verstand ihr einen Streich oder war seine Stimme noch einen Deut tonloser geworden? Wahrscheinlich interpretierte sie erneut zuviel in das Ganze hinein und selbst wenn es Anlass gab sich Sorgen zu machen, würden diese sie gerade wohl nicht weiterbringen. Weder sie noch ihn. Am Allerwenigsten wohl ihn denn auch wenn sie nicht viel von dem Hyuuga wusste, der als schwarzer Lotus einen eisigen Ruf im Dorf hatte, war ihr aus ihrer gemeinsamen Mission doch in Erinnerung geblieben, dass er für sich selbst stand. Sie bezweifelte dass er irgendeine Art des Zuspruchs brauchte oder gar wollte.

Ruhigen Schrittes folgte sie dem Schwarzhaarigen vorwärts in die Dunkelheit, in ihrem Rücken ein Berg voller Leichen, der wie eine Warnung für jene zurückblieb, die vielleicht mit dem Gedanken spielen mochten ihnen zu folgen. Der Gang, durch den sie nun schritten schien geradezu endlos lang. Für sie war das wohl ein Vorteil denn die Zeit, die sie brauchten um ihn entlang zu gehen konnte sie sich ein wenig erholen. Es reichte natürlich mit Nichten um ihre Chakravorräte aufzufüllen, doch eine kleine Verschnaufpause konnte vor einem Kampf,der sicherlich noch anstand und gegen den die vorherigen wohl nichts gewesen waren nicht schaden. Mit jedem Meter den sie zurücklegten schien sich der Gang ein wenig auszuweiten. Wo sie anfangs noch hinter Junji gehen musste, konnte sie kurz vor dem Ende des Ganges bereits neben ihm gehen, um schließlich vor einer schweren Tür zum Stehen zu kommen, die eindeutig robust genug schien um so manchen Widersacher daran zu hindern weiter zu kommen. Für Junji und sie würde die Tür aber wohl kein Hindernis darstellen. Etwas, dass sie wohl übernehmen sollte. Seitlich sah sie den Hyuuga an und nickte. "Sicher. Aber vorher sag mir bitte womit ich gleich zu rechnen habe.", sie mochte es nicht ins Ungewisse zu stürmen. Ruri würde das im Zweifelsfall zwar tun wenn es keine andere Möglichkeit gab, doch sie war sicher, dass Junji ihr zumindest eine grobe Beschreibung geben konnte wievielen Gegnern sie sich würden stellen müssen und wie stark diese in etwa waren. Das mochte nicht viel sein, doch es war besser als vollkommen im Unklaren zu stehen. Erst wenn Junji ihr diese Frage beantwortet hatte würde sie einen Schritt zurückgehen und den Hyuuga mit einem. "Stell dich am Besten hinter mich.", anweisen Schutz zu suchen, bevor sie Fingerzeichen formte und dann einen tiefen Atemzug tat,für einen Moment die Luft anhielt und die eingeatmete Luft mit Katonchakra versetzte bevor sie eine riesige Flamme auf die Tür speite, die diese in wenigen Momenten in ihre Einzelteile schmalz, sich dann in den Raumdahinter ausweitete und dort eine verheerende Explosion mit sich zog, die sowohl den Raum vor ihnen als auch den danebenliegenden in Flammen hüllte, die erst gänzlich abebben würden, wenn die Einrichtung der Zimmer gänzlich niedergebrannt war. "Ich nehme an du willst vorgehen?", fragte sie nun mit einem fröhlichen Lächeln, auch, wenn sie dem was kommen würde nicht unbedingt unbeschwert entgegensah.
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Re: [Vergangenheit] Rettung im letzten Augenblick

Beitrag von Hyuuga Junji am Mo Apr 18, 2016 4:13 pm

Tief sog Junji Luft zwischen den Zähnen ein, als Ruri sich nach dem erkundigte, was sie nun erwarten würde. Wenn er ehrlich war, so wusste er dies nicht. Vor einigen Jahren hatte er jene Männer und Frauen bereits bekämpft und vielleicht war es Glück gewesen, dass diese Auseinandersetzung unterbrochen worden war, denn sonst wäre der Hyuuga vielleicht nicht mehr unter den Lebenden. Nun aber war er drauf und dran sein Vermächtnis zu beenden und ein Kapitel seines Lebens abzuschließen, was alles folgende maßgeblich beeinflussen würde. Mehr als zuvor hatte Junji an sich gearbeitet, um eines Tages für jene Herausforderung gewappnet zu sein und sein Ruf eilte ihm dahingehend voraus, was man in gewissen, kleinen und dunklen Kreisen nicht bestreiten konnte.
"Elf Shinobi. Gefährlichere Shinobi", gab der ANBU ruhig zurück und verschwieg, was sich für ihn persönlich dahinter verbarg, "Eine davon trägt deine Schwerter. Vorsicht ist geboten."
Tatsächlich konnte er nicht wirklich mehr sagen, denn er wusste auch nicht, was auf sie zukommen würde. Unwichtige Details ließ er aus, denn zu jedem einzelnen musste er nicht Chakramenge - und Natur ansagen, damit die Uchiha verstand, dass es hier anders werden würde. Sicherlich waren nicht alle unheimlich starke Gegner, doch hier war sich Junji sicher, dass es die Zusammenarbeit gewisser Gruppen war, die versuchten würde, ihre Stärken auszuspielen.
Schweigend stellte er sich hinter Ruri, folgte damit ihren Anweisungen und beobachtete sie dabei, wie sie den gesamten hinteren Teil des Foyers in ein gewaltiges Flammenmeer tauchte. Von seinen vertrauten Geistern wusste der ANBU sehr gut wie es war, doch auch diesmal brachte die plötzlich auftretende, sengende Hitze die Luftmassen in Bewegung. Es war als ob ein Wind durch die Höhle pustete und seine Haare in Wallung brachte. Schützend legte er eine Hand vor das Gesicht und wandte den Kopf halb ab. Der Geruch von Ruß und Verbrennung stieg ihm in die Nase, Schweiß trat ihm auf die Stirn. Mehrere Minuten tobte das Schauspiel und als es schließlich endete war Junji nicht schlecht beeindruckt, dass nicht nur die Tür, sondern auch der Fels in Teilen abgeschmolzen war. Sein Ausdruck war stoisch, doch er nickte der Uchiha dennoch anerkennend zu, was gleichzeitig auch als Antwort auf ihre Frage galt.

Ohne ein weiteres Wort schritt der Hyuuga voran, übersprang die noch immer glühende Fläche beiläufig und kam in einen Raum, der noch immer erfüllt war von der Hitze einer Sauna. Überall bedeckte Ruß die Rudimente verbrannter Möbel und Einrichtung, sogar ein Wandteppich loderte noch kurz über der Decke. Niemand war hier drin gewesen, doch es war trotzdem nötig ein solches Jutsu anzuwenden, denn jegliche Fallen dieses Raumes waren durch das Feuer zerstört worden. Hinter der zerstörten Eingangshalle folgte ein weiterer Gang, der gesäumt war mit Türen zu jeder Seite. Wohnzimmer waren dort, doch einjedes war leer und so machten sie sich keine Mühe mit Durchsuchungen, kamen schnell voran. Nach gut einhundert Metern kamen sie in eine mittelgroße Kaverne, die den Knotenpunkt einer Kreuzung darstellte. Sogar hier merkte man noch die Hitze des Feuers und zwei Frauen und ein Mann empfingen sie. Flüchtig erkannte Junji die Gesichter, doch er wusste, dass damals niemand von ihnen zu den Drahtziehern gehört hatte. Jeder von ihnen trug ein Katana und der Ausdruck ihrer Gesichter war nicht im Mindesten von Angst erfüllt. Im Bogen des Ganges aus dem er kam, blieb der Hyuuga stehen und betrachtete sie kalt.
"Du bist es also...", sprach der Mann in der Mitte leise und sein Gesicht verdunkelte sich, ebenso wie die seiner Begleiterinnen, "Wie ich sehe hast du eine Bekannte in unseren Gängen gefunden. Herzallerliebst, doch nun ist Schluss mit dem Gemetzel."
Junji antwortete nicht, verharrte einfach und wartete, denn etwas gab ihm das Gefühl, dass sein Gegenüber noch nicht fertig war mit reden.
"Shingen möchte dich... euch sehen und verhandeln. Ihr habt genug Schaden angerichtet. Andernfalls, werden wir das hier zu einem Ende bringen und ich sage euch, wir sind nicht solche jämmerlichen Gestalten wie jene, die ihr zuvor ermordet habt."
Der ANBU legte den Kopf schief.
"Also, was ist eure Antwort?"
Einen Augenblick lang passierte nichts, dann verschwand Junji wie ein Schatten, nur um im selben Wimpernschlag noch vor dem Mann aufzutauchen. Nur wenige Zentimeter trennten sie von einander, doch ein dunkler Schatten in dem Gesicht des Konohanin zeigte, dass er wenig auf eine friedliche Lösung gab, zumal ein solcher Vorschlag wohl offenkundig eine Falle war.
"Das.", raunte er böse und holte mit der rechten Hand aus, um eine Druckwelle aus nächster Nähe gegen seinen Kontrahenten zu feuern. Von den Füßen gehoben, flog er einige Meter nach hinten und prallte hart gegen die Wand. Er hatte versucht sich abzufangen, doch das gelang ihm nur halb, dass er vorerst benommen liegenblieb. Ein Nachsetzen seitens Junji wurde durch den sofortigen Eingriff der beiden Frauen verhindert, die sofort begannen ihn mit einer geschickten Serie von gut abgestimmten Schwerthieben einzudecken. Alle Mühe gab sich der Hyuuga und bot beeindruckendes akrobatisches Können auf, um den Attacken ebenso geschickt zu entgehen, was ihm auch gelang, die Gelegenheiten zu Gegenangriffen waren jedoch rar.
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Re: [Vergangenheit] Rettung im letzten Augenblick

Beitrag von Gast am Mo Apr 18, 2016 4:37 pm

Elf. Kurz weiteten sich die Augen von Ruri einen Hauch weit. Das waren tatsächlich viele. Selbst wenn nicht alle sich auf ihrem Niveau befanden, selbst wenn es nur zwei waren, war es doch so, dass eine Überzahl ihnen mehr als gefährlich werden konnte. Selbst elf Shinobi auf dem Chuunin Niveau waren nicht zu unterschätzen. Ein Fehler, eine Unachtsamkeit und das war es mit ihnen. Dazu kam, dass Junji und sie zwar schon auf einer Mission zusammen gewesen war, doch sie waren weit entfernt davon ein eingespieltes Team zu sein. Etwas, dass ihr ohnehin recht schwer fiel. Nicht weil sie ihr soziales Wesen gänzlich abgelegt hatte, sondern weil es ihr nach dem Tod von Ichiro schwer fiel zu vertrauen. Dennoch nickte sie schließlich und bat Junji daraufhin einen Schritt zurück zu machen bevor sie mit einem Katonjutsu die Tür vor ihnen und den dahinterliegenden Raum geradezu niederbrannte. Ruhig beobachtete sie die lodernden Flammen und irgendwie war sie in diesem Moment glücklich. Nicht weil ihr die Situation hier oder de Anblick des verheerenden Feuers Freude bereitete,sondern weil es ihr ein gutes Gefühl gab,dass Junji hier nicht alleine war. Er war gut und wahrscheinlich hätte er das Ganze hier auch recht unbeschadet alleine geschafft, aber das änderte nichts daran, dass ihr bei dem Gedanken dabei, dass er nicht alleine war, wohl wurde.

Dieses Gefühl wich jedoch der Anspannung als sie kaum, dass die Flammen sich halbwegs gelegt hatten durch den Raum hindurch gingen,in dem noch immer eine ungeheure Hitze herrschte, einzelne Möbelstücke loderten und eine rauchige Luft, die leicht in den Augen brannte und das Atmen erschwerte, wie ein dunkler Schleier über allem lag. Das Sharingan bereits jetzt wieder aktivierend folgte sie Junji durch den Raum, dessen Hitze an sich schon anstrengend war hinein in den dahinterliegenden Gang, sich darauf verlassend, dass Junjis Augen mehr sahen als die ihren während sie einen recht erleichterten Atemzug nahm als die Luft außerhalb der niedergebrannten Räumlichkeiten einen hauch frischer wurde. Schon erschreckend, dass sie den mosig-widerlichen Geruch der Höhlen im Vergleich zu der kleinen Feuerhölle in Gedanken wirklich als erfrischend bezeichnete. An einer Kreuzung angekommen wurde es dann aber auch schon ernst. Die erste Konfrontation. Ein Mann, zwei Frauen und allesamt mehr als zum Kampf bereit. Ihre Körper waren, wie nun auch ihr eigener, Angespannt während eine leise jedoch kalte Stimme die Luft zerschnitt. Sie kannten sich. Und scheinbar nicht nur flüchtig? Skeptisch lag ihr Blick auf dem Dreiergespann, dass ihnen nun einen mehr als lächerlichen Deal anbot. Sie sollten verhandeln? Die Verhandlung würde sicherlich so ablaufen,dass man sie in einer sorgsam geplanten Falle überrumpelte und sie entweder starben oder dort landeten, wo Junji sie befreit hatte.

Den Blick nicht einmal für einen Moment seitlich auf Junji legend, verfolgte sie mit dem Sharingan wie dieser als 'Antwort' übermenschlich schnell auf den Wortführer losstürmte und diesen dann mit einer heftigen Druckwelle durch den Gang schleuderte dem er den Rücken zugewandt hatte. Beinahe zeitgleich sprangen die Frauen ein Stück zurück ehe sie kaum, dass der Mann heftig gegen die Steinwand schlug zum Gegenangriff ansetzten und Junji mit sehr geübter Schwertführung zusetzten. So sehr, dass er sich ganz und gar auf das Ausweichen konzentrieren musste, um von der Mühle aus Klingen nicht erwischt zu werden. Schnell zog sie ihre eigene Klinge und fixierte mit ihren Augen die Beiden Frauen, um Junji zur Hilfe zu kommen, nicht jedoch blind, denn es mit zwei Kenjutsuka gleichzeitig aufzunehmen, war ohne etwas nachzuhelfen doch zu riskant. Eine Illusion um sich herum schaffend, blockierte sie die linke der Angreiferinnen, während die Rechte sich augenblicklich ebenfalls ihr zuwandte, auf sie losstürmte, doch kaum dass sie sie beinahe erreicht hatte für einen Moment irritiert innehielt. Ebenso, wie ihre Kameradin. Was die beiden Frauen sahen war, wie etliche Spiegelbilder von Ruri um sie herum entstanden, die von allen Seiten angriffen, wobei nicht nur ihr Äußeres, sondern auf die Geräusche und der Geruch der Uchiha imitiert wurden. Das erschrockene Umdrehen brachte der einen Frau einen schweren Schnitt an ihrer Körperseite ein,der sie in die Knie gehen ließ, während die andere jedoch ein Kai geformt hatte und direkt danach erneut auf Ruri losging, die dadurch nicht fähig war ihrer Kameradin den Gnadenstoß zu versetzen, da sie nun selbst mit ihrer Klinge blocken musste. Was sie aber vermochte war die Kenjutsuka gegen die sie nun kämpfte einige Meter von Junji und der in die Knie gegangenen wegzuziehen, um nun ihm wieder die Möglichkeit eines Angriffs zu verschaffen während die Verletzte sich aufrichtete, um Fingerzeichen zu wirken.
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Re: [Vergangenheit] Rettung im letzten Augenblick

Beitrag von Hyuuga Junji am Mo Apr 18, 2016 5:58 pm

Einen Moment lang währte der Tanz zwischen Junji und den beiden Schwertkämpferinnen, dann aber griff Ruri ein und verschaffte ihm etwas Zeit. Viel davon blieb dem Hyuuga allerdings nicht, denn anders als zuvor gedacht, hatte sich der Mann wieder erhoben und die Benommenheit erstaunlich schnell abgeschüttelt. So blieb Junji letztendlich keine Zeit auf die Unterstützung der Uchiha zu reagieren, denn im Zuge ihres Eingreifens musste er sich nun auch vor dem dritten Kontrahenten zur Wehr setzen, der gleichsam sein Schwert gezogen hatte und ihn wieder in die Defensive zwang. Ruri schaffte es zwar eine der beiden Frauen zu verletzen, doch auch sie raffte sich nach kurzer Zeit wieder auf und formte Fingerzeichen. Vukuumgeschosse des Fūton: Shinkū Gyoku flogen durch die Luft in seine Richtung und zwangen ihn zu noch gewagteren Manövern, was aber nichts half. Eines der Futonprojektile durchschlug Junjis Trapezmuskel über dem Schlüsselbein und ließen ihn aufkeuchen. Trotz des Schmerzes dachte der Hyuuga nicht daran aufzugeben, sprang über seine eigene Achse in einem seitlichen Salto, wobei er sich mit der gesunden Seite abstützte und schlug in der Drehung über dem Kopf die Hände zusammen, womit der die Klinge seines Gegners festhielt. Den Schwung nutzend drehte er die Klinge zur Seite und warf damit den Mann in einem eleganten Manöver zu Boden. Wiederum blieb Junji nicht viel Zeit, denn die Verletzte hatte sich wieder erhoben und stürmte auf ihn zu. Er aber hatte nun das Schwert seines Gegners in Händen und nur eine Sekunde verstrich, ehe sich der ANBU zu einem völlig unerwarteten Vorgehen hinreißen ließ. Aus der Hocke schraubte er sich nach oben und warf aus der Drehung das Katana gegen die völlig verdutzte Frau, die von der Klinge auf Höhe des Bauches durchstochen wurde. Langsamer wurden ihre Schritte, immer schwächer der Ausdruck auf ihrem Gesicht, bis sie schließlich im Sterben zu Boden fiel. Junji aber bemerkte diesen Tod nur durch die dunklen Winkel seines Byakugans, denn er hatte sich sofort wieder dem Mann zugewandt, der sich gerade über die Schulter wieder auf die Füße abrollte.
Nun hieß es Mann gegen Mann und das ohne eine Waffe, die zwar aus der Sicht des Hyuuga kein Problem gewesen wäre, doch so hatte diese Auseinandersetzung etwas sittliches, dass ihm aus unerfindlichen Gründen gefiel. Genüsslich fuhr der ANBU mit der Rechten über seine Wunde und leckte an dem Blut, was seine Mine kurz entgleisen ließ, während er in der Grundhaltung des Juuken auf einen Angriff wartete. Sein Gegenüber aber begann Fingerzeichen zu formen und überall aus dem Boden begannen Steinspeere in hoher Geschwindigkeit aus dem Boden zu sprießen, die genau auf ihn zielten. Für Junji begann ein weiterer Spießrutenlauf, denn wieder war er gezwungen ohne die wirkliche Möglichkeit eines Gegenangriffs sich auf das eigene Überleben, genauer das Ausweichen zu konzentrieren. Wie ein Wirbelwind sprang und rollte der Konohanin durch die Gegend und entging mehrmals nur knapp dem sicheren Tod. In der Bewegung aber schaffte es der Hyuuga mit Hilfe eines an einem Kunai befestigten Kibakufuda die Serie von Angriffen zu unterbrechen. Sofort und ohne zu zögern erschien er wie ein Schatten hinter dem Mann und begann diesen mit einer Vielzahl von präzise geführten Hieben auf seine Chakrapunkte einzudecken. Unfähig sich zu wehren brach er schließlich blutspuckend zusammen und krümmte sich am Boden vor Schmerzen, die nur durch Junjis Chakra in seinem Körper hervorgerufen wurden. Er hatte schon gewusst, warum er sich mit dem ANBU besser nicht ohne weiteres im Nahkampf anlegte, doch auch seine Dotonjutsus hatten ihm nicht geholfen... nun lag auch er im Sterben.
Schritte hallten von einem Gang her in die kleine Kaverne und wieder blieb dem Hyuuga keine Zeit, um sich seine Wunde zu besehen. Ein oder zwei weitere Narben an seinem Körper machten sicherlich keinen Unterschied und auch der Schmerz war es nicht, was ihn von seiner Rache und von seinem Auftrag abhalten sollte. Junji hob den Kopf und da sah er es, jenes Gesicht.
"Shingen...", murmelte er so, dass nur er es hören konnte. Ruri hatte ihre Kontrahentin ebenso bezwungen, wie er den Seinen, doch der wahre Kampf stand erst jetzt bevor. Acht Mann standen dort und besahen sich das Kampffeld, das gesäumt war von Steinspeeren, die einen Teil des Raumes einnahmen, als Überbleibsel an den Versuch Junji zu töten.
"Du bist also zurück...", hallte seine profunde, dunkle Stimme an ihre Ohren, "Junji."
Stille herrschte für einen Augenblick und lediglich die noch immer aufgeregten Rufe derer, die noch in den oberen Gängen waren, kamen leise bis zu ihnen durch.
"Sehr bedauerlich, dass es nun so weit gekommen ist. Du hättest damals einfach sterben sollen, so hättest du dir das, was nun folgt ersparen können. Und deiner kleinen Freundin übrigens auch."
Der hochgewachsene Mann trat einen Schritt nach vorne und eine Fackel erleuchtete sein schmales Gesicht, dass sorgsam rasiert war und von tiefen, braunen Haaren mittlerer Länge umrahmt war. Die stechend grünen Augen waren kalt und das bisschen an Glanz was ihnen geblieben war, zeichnete sich durch blanke Mordlust aus. Die Frau mit den Schwertern gesellte sich an seine Seite und beäugte die Uchiha kritisch, sagte aber nichts. Die übrigen sechs Shinobi begannen langsam auszuschwärmen und sie zum umkreisen, doch Junji schien wie gelähmt. In ihm kochte die Wut, der Hass, der Schmerz, doch nach außen hin betrachtete er einfach nur seinen einstigen Peiniger mit noch durchdringenderer Kälte, als dieser überhaupt imstande war.
"Bist du zurückgekommen um Rache zu nehmen? Ist es das oder ist es etwas anderes, denn ich muss dich enttäuschen. Hier gibt es für dich nur den Tod. Besonders jetzt, nachdem was du alles angerichtet hast, was du auch schon damals angerichtet hast."
Ein makaberes Grinsen stahl sich auf Shingens Lippen und er breitete die Arme aus, lachte kurz auf.
"Wie lange warst du bei uns?", fragte er und das Grinsen wurde breiter.
"Schweig.", flüsterte Junji wie die Ruhe vor einem Eissturm.
"Fünf Jahre, wenn ich mich nicht irre. Ist es nicht so, Hakura?"
Die Frau neben ihm nickte ausdruckslos, doch Junji schloss die Augen.
"Schweig.", wiederholte Junji, diesmal lauter, doch noch immer ohne den Klang seiner Stimme.
"Wer weiß, ob deine kleine Freundin so lange durchgehalten hätte?", unbehelligt fuhr er fort und nun zeigte sich auch ein Schmunzeln auf dem Antlitz seiner Wächterin. Behutsam und kaum merklich streichelte sie die beiden Klingen an ihrer Hüfte, ohne den Blick von Ruri zu wenden.
"Was denkst du, Junji? Hätte sie es geschafft?"
Zwar stellte Shingen diese Frage an ihn, doch Junji antwortete nicht. Um ihn herum begann die Luft zu flimmern, wie über einem Feuer und sein Atem ging mit jedem Zug tiefer. Der Mann wollte noch etwas sagen und öffnete den Mund schloss ihn dann aber wieder und verengte die Augen zu Schlitzen. Immer tiefer wurde das Flimmern um den Hyuuga herum und dann war es an ihm böse zu grinsen. Die Zeit schien stillzustehen.
"Wer weiß?", antwortete er, sodass es nur Ruri hören konnte. Dann, ohne Vorwarnung, begann sich Junji um die eigene Achse zu drehen und dem Chakra in seinem Körper einfach nur freien Lauf zu lassen. Eine Kuppel blauen Chakras begann sich um ihn zu bilden, wie sie das bereits schon einmal getan hatte, doch diesmal war das Ausmaß nicht vergleichbar. Lange hatte er an dieser Technik gefeilt und nun würde er sie zu ihrer vollen Stärke anwachsen lassen. Die Rotation, in der er Ruri mit eingeschlossen hatte, begann schnell immer größer und größer zu werden, bis sie schließlich den gesamten Raum ausfüllte. Auf freiem Feld wäre es womöglich glimpflicher ausgegangen, doch hier wurden all jene, die sich um sie verteilt hatten zwischen der Rotation und der Felswand buchstäblich zerfetzt. Der Druck war so groß und anhaltend, dass die Wände der Kaverne, wie auch ihr Boden zu einer Kugel gefräst wurden. Es war ohrenbetäubender Lärm und niemand, lediglich drei der acht Mann schafften es sich in einen Gang zurückzuziehen und so vor diesem Angriff sicher zu sein. Shingen und seine Leibwache waren unter ihnen und Junji hatte auch nichts anderes erwartet. Mit Schweiß auf der Stirn verlangsamte er seine Rotation, bis sie schließlich zum Stehen kam und sie sich in einem gänzlich anderen Raum wiederfanden. Eine fast perfekte Kugel war aus ihm geschliffen worden, lediglich eine Säule blieb, jene Säule, auf der Ruri stand, der inmitten dieses Chaos kein Haar gekrümmt worden war. Es war dunkel, jegliche Fackeln innerhalb des Raumes waren zerstört worden, doch hätte man sie erleuchtet, so hätte man an den Wänden die blutigen und völlig vernichteten Überreste all jener Gefunden, die das Pech hatten an so einem Ort einer solchen Technik unterworfen zu sein.
Schwer atmend richtete sich Junji auf, wischte sich den Schweiß von der Stirn und schloss einen Moment die Augen. Er hatte viel Chakra verbraucht, doch seinem Ziel war er näher als zuvor.

Techniken:


Hakkeshou Dai Kaiten
Typ: Taijutsu
Rang: A
Chakrakosten: hoch
Reichweite: Nah
Voraussetzung: Hakkeshou Kaiten, Juuken, Junji als Lehrer
Beschreibung: Dieses Jutsu ist eine sehr viel Stärkere Form des Hakkeshou Kaiten. Auch hierbei dreht sich der Anwender blitzschnell um die eigene Achse, wobei er eine große Menge an Chakra freisetzt, die in einem großen Umkreis vor Angriffen schützt und zurückschleudert. Die Rotation ist so stark, dass Gegner in näherer Umgebung weit davongeschleudert und durchaus Bäume entwurzelt werden.
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