Atarashi Sho

Naruto RPG # 3 Reiche # FSK 16

Das Atarashi Sho ist ein Rpg Forum das in der Welt des bekannten Anime/Manga Naruto spielt. Wir haben ein FSK Rating von 16, sowie einen FSK18 Bereich. Wir versuchen jedem Mitglied des Forums seine vollsten Möglichkeiten zu gewähren, solange das Konzept in die Geschichte des Forums passt und nichts "zu stark" ist. Unsere Geschichte spielt in einer weit entfernten Zukunft des originalen Manga. Naruto starb vor 1000 Jahren und seit jeher ist vieles geschehen. Die Reiche lebten in Frieden doch dies nicht lange. Kriege die die Welt erschütterten brachten viele Veränderungen und die Reiche überfielen sich nach und nach und so entstand eine neue Weltordnung. Konoha Gakure im Feuerreich nahm das gesamte Blitzreich mitsamt dem Dorf Kumo Gakure ein, Suna Gakure nahm ebenfalls ihren Nachbarn Iwa Gakure und das Erdreich ein und Kiri Gakure? Sie verfielen in alte Gedanken und gründeten erneut den Blutnebel, Chigiri. Wir leben heute, 1000 Jahre nach Naruto´s Tod in schweren Zeiten. Der Krieg ist beendet doch leben wir in einer kalten Kriegsphase. Chikyû jenes Reich das aus Suna und Iwa entstand hat ist das größte Reich. Die Hauptstadt tief unter der Erde verborgen und verbunden durch Tunnel. Konoha Tô das große Dorf des Waldes und letztlich Chigiri das Dorf welches Brutalität und Stärke förderte und einen kleinen Kontinent für sich einnahm.


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Saori Junji
Chiyo


[Vergangenheit] Rettung im letzten Augenblick

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[Vergangenheit] Rettung im letzten Augenblick

Beitrag von Gast am Mo Apr 11, 2016 7:35 pm

das Eingangsposting lautete :


Rettung im letzten Augenblick

Hyuuga Junji && Uchiha Ruri
3 Jahre vor den aktuellen Geschehnissen
Während des Rückwegs von einer Mission gerät Ruri in Gefangenschaft einer Gruppe von Nukenin, die im Visier von Hyuuga Junji ist.
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Re: [Vergangenheit] Rettung im letzten Augenblick

Beitrag von Gast am Mo Apr 18, 2016 6:35 pm

Es schien ihr als würde Junji alles selbst schultern, vor Allem aber schienen ihre Feinde viel mehr daran interessiert den Hyuuga zu töten, als daran sie zu verletzen. Selbst die Frau, der sie zuvor eine üble Wunde zugefügt hatte richtete ihren Angriff, kaum dass sieauf den Beinen war gegen den Schwarzhaarigen. Sie konnte nicht anders als sich zu fragen was die gemeinsame Geschichte von dieser Organisation und Junji war und dennoch wusste sie, dass sie diese niemals laut aussprechen, niemals eine Antwort verlangen würde. Egal ob sie Glück hatten oder nicht, irgendwann erlebten sie alle als Shinobi schreckliches und egal wieviel Zeit verging, manch ein Schmerz blieb. Man musste dann nicht auch noch an eben diesen erinnern. Gerade hatte sie jedoch weitaus anderes zu tun als sich Gedanken über die Vergangenheit des Hyuuga zu machen, denn die Kenjutsuka gönnte ihr nicht den Hauch einer Pause. Sie war gut. Nicht ganz so geübt, wie Ruri, aber gefährlich gut. Ihr Klinge durchschnitt die Luft so flüssig, dass man meinen könnte die Beiden wären eine Einheit und sie musste gestehen, dass das Ausweichen an der ein oder anderen Stelle mehr als knapp gewesen war. Und das schon ohne Ablenkung. Der Nachteil des Sharingans? Man nahm jede Entwicklung in seinem Blickfeld war, jede Bewegung, jedes Detail, gleich wie schnell. Sie sah, wie Junji von einem der Fuutonprojektile getroffen wurde, wie dieses ihn kurz über dem Schlüselbein erwischte. Ruri war klar, dass sie ihm gerade nicht helfen konnte und dass es weitaus schlimmere Verletzungen gab, doch zu sehen wie er, wenn auch nur leicht, verletzt wurde lenkte sie einen Moment ab. Nur der Bruchteil einer Sekunde, nicht einmal ein Wimpernschlag, doch genug, dass sie auf die Richtungsänderung der Klinge ihrer Gegnerin nicht rechtzeitig reagierte. Sie hätte ihr ohne getroffen zu werden entgehen können, ihr fehlte allein dieser kleine Moment,so jedoch erwischte die Klinge sie an ihrem linken oberarm. Kein schwerer, aber ein sehr langgezogener Schnitt zog sich nun über diesen und vermutlich wäre er weitaus fataler gewesen, wenn Ruri nicht noch zurückgewichen wäre. Wieder voll und ganz auf ihre Gegnerin fokussiert wechselte sie ihre Schwerthand, ergriff mit der Hand des verletzten Armes trotz der damit einhergehenden Schmerzen das Handgelenk der Frau. Allein ihren Arm zu bewegen brannte höllisch, jagte einen grausamen Schmerz durch ihren Körper während es gleichzitig die Blutung verstärkte. Dass sie sich dennoch bewegte, dennoch ihren Fehler nutzte um die Situation für sich zu wenden erschreckte wohl selbst die Frau, die noch ein "Was zur..", herausbrachte. Der Rest des Satzes ging jedoch in einem erstickten Gurgeln unter, denn Ruri stieß, die Schwerthand der Frau noch immer festhaltend nun ihre Klinge von unten mittig in den Kiefer der frau und durchbohrte mit dem Stahl ihren Kopf, bevor sie die Kenjutsuka wegtrat und ihre eigene Klinge fallen ließ, um sich den Arm zu halten und leise zu fluchen. Sie hatte keine Zeit die Wunde jetzt zu versorgen, auch wenn diese das was noch kommen würde deutlich erschweren würde. Den Blick instinktiv wieder auf Junji legend sah sie nur noch wie dieser, umgeben von Steinernen Spitzen die sich beinahe durch den ganzen Raum zogen nun auch noch den Kerl,den er als erstes angegriffen hatte tötete.

Zeit zu verschnaufen blieb ihnen jedoch nicht, denn schon hallten Schritte von einem der anderen Gänge auf sie zu und Ruri hob kaum, dass sie diese hörte wieder ihr Schwert an, auch wenn sie recht sicher war, dass sie gerade wohl mit Genjutsu besser bedient wäre. Angeschlagen in ein Taijutsugefecht zu gehen? Das war recht suizidal, wenn man körperlich ohnehin geschwächt war. Was sie jedoch mehr schockierte, als die Tatsache, dass nun bereits neue Gegner auftauchten war, wie derjenige, der das Wort erhob Junji ansprach. Leicht die Augenbraue hebend glitt ihr Blick zu dem Hyuuga, der keinerlei Regung zeigte. Er hätte damals einfach sterben sollen? Er wäre hier um Rache zu nehmen? Ihr blick folgte nun den Shinobi, die sie umkreisten, blieb dann jedoch an der Frau hingen, die ihre klingen bei sich hatte und ihren Blick mit einem seltsamen Ausdruck in den Augen hielt. 8 Gegner. Das konnte übel werden. Und Junji? Er schien vollkommen neben sich zu stehen. Regungslos. Er hatte sich schon einmal durch dieses Gewölbe gekämpft? War er hier gefangen gewesen? Sie musste aufhören sich diese Fragen zu stellen und sich auf die Gegner konzentrieren, doch kaum, dass sie hörte wie der Mann von fünf gemeinsamen Jahren sprach, glitt ihr Blick wieder zu Junji. Fünf Jahre?! Ob sie das ausgehalten hätte? Wer wusste schon wieviel ein Mensch aushielt wenn er dazu gezwungen war, doch wenn etwas fest stand dann, dass Junji kurz davor stand zu explodieren. Nicht wegen dem, was der Kerl über sie sagte, sondern wegen dem Hass, der sich in all der Zeit angestaut haben musste. Wie Haruka ihre Klingen berührte bemerkte si enicht einmal. Für den Moment lag ihr Blick allein auf dem Hyuuga. Sie hoffte, dass er nach dieser Zeit nicht einsam gewesen war. Warum auch immer ihr dieser Gedanke gerade kam.

Was...tat er da? Sie erkannte das flimmern um Junji herum, sah, wie sein Körper sich weiter anspannte und..verdammt. Wollte er dieses Drehding jetzt machen?! Unweigerlich huschte ihr Blick zu dem Gang, der ihr am nächsten war, doch noch bevor sie darüber nachdenken konnte in diesen zu fliehen, war sie doch nicht sicher ob Junji gerade klar genug dachte um sie nicht gleich mit niederzumähen, begann er sich auch schon zu drehen. Kurz die augen schließend während sie zusammenzuckte öffnete sie diese wieder und fand sich in die riesige Kuppel eingeschlossen wieder, die, von innen betrachtet wunderschön war. Erschreckend. Grausam. Brachial. Tödlich, aber von innen wie eine Kuppel aus Fäden reinen Lichts. Dennoch kein Anblick an dem man sich festhalten durfte oder konnte, denn so schnell und abrupt der Angriff begonnen hatte endete er auch und auch, wenn dunkelheit herrschte sprach der Geruch von Blut davon, dass sie mehr als dankbar sein konnte, dass Junji nicht vergessen hatte, dass er hier nicht allein kämpfte. Dumm nur, dass sie in all der Dunkelheit, die er nun geschaffen hatte, rein gar nichts sah. So konnte sie kein Genjutsu wirken. Sie musste zumindest erahnen können, wo die Gegner sich befanden. Sie sah Junji und schemenhaft ihre direkte Umgebung, alles was weiter entfernt war entzog sich ihr jedoch. Kein Grund nichts zu tun. Fingerzeichen formend erschuf Ruri sechs Raitonbunshin, die sich kreisförmig um ihn und Junji aufstellten. Nicht unbedingt um mit ihnen gezielt jemanden anzugreifen, mehr, um eine Verteidigungslinie aufzubauen, denn auch, wenn ein Schlag von einem Raitonbunshin niemanden umbrachte, es schmerzte und mit etwas glück sorgte es zumindest für eine zeitweise Paralyse. Sie verschafften ihnen Zeit, wenn ein Angriff kam und das mochte gerade schon viel sein. "Uhh..spielen wir jetzt im Dunkeln, hu? Auch gut. Ich wollte immer schon mal im Dunkeln mein neues Spielzeug jagen.", erklang eine weibliche Stimme. Östlich. Sich leicht und möglichst lautlos in diese richtung wendend, Junji damit den Rücken kehrend hob sie ihr Schwert, auch wenn die Frau wahrscheinlich nicht dumm genug war aus der Richtung anzugreifen von der aus sie eben ihre Position zu erkennen gegeben hatte. Rücken an Rücken war jedoch sicherlich keine schlechte Idee. Jedenfalls wenn Junji halbwegs bei Kräften war. Das was er da eben getan hatte musste immerhin verdammt viel Chakra gekostet haben und soetwas strengte selbst jemanden wie ihn höllisch an. Das war an seiner Atmung auch nicht zu überhören, die ihr in der Dunkelheit lauter erschien als zuvor. Wieso sie ihn nicht darauf ansprach ob es ging? In absoluter Dunkelheit war Stille der beste Freund den man hatte.
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Re: [Vergangenheit] Rettung im letzten Augenblick

Beitrag von Hyuuga Junji am Mo Apr 18, 2016 7:25 pm

Trotz der Dunkelheit vermochte Junji alles zu sehen und so erkannte er auch, dass Ruri zu ihrer beider Schutz sechs Doppelgänger beschwor, die er aber, im Gegensatz zu Schattendoppelgängern, von ihrem Original unterscheiden konnte. Diese waren Raiton Bunshins und wenn sie nicht so viel Chakra kosten würden, hätte der Hyuuga dies tatsächlich für eine gute Idee gehalten. Allerdings war das in seiner Situation schlecht gesagt, denn wenn auch leise, so schnaufte er noch immer von seiner zuvor getätigten Anstrengung. Er machte einige Schritte zurück, sodass ihn von Ruri nicht mehr viel Trennte und dass er flüstern konnte, ohne dass man es zu sehr hörte.
"Rücken an Rücken, folge einfach meinen Bewegungen.", raunte der ANBU und drückte seinen Rücken an den Ihren. Es juckte ihm noch immer in den Fingern Shingen zu töten, alle zu töten, die mit ihm in Verbindung standen, doch für den Moment konnte er Ruri nicht einfach so zurücklassen. Warmes Blut lief aus seiner Wunde, die das Fleisch durchschlagen hatte und auch die Wunde der Uchiha war noch längst nicht abgeklungen.
Der Anführer der Nukenin stand etwas erhöht in einem Gang, da Junjis Jutsu, den Boden zur Mitte des Raumes hin sehr weit in die Tiefe gerückt hatte. Seine Leibwächterin stand neben ihm und ein weiterer Handlanger stand etwas abseits in einem weiteren Gang und kam vorsichtig an den Rand des Kraters, da es aus seiner Warte keinerlei Beleuchtung gab. Haruka setzte sich zielstrebiger in Bewegung, sammelte Chakra an ihren Füßen und lief an der Wand entlang, während sie einige Fingerzeichen formte. Die Menge an Chakra, die sich in ihren Lungen sammelte alarmierte Junji sofort und es würde nicht ausreichen in einer kurzen Geste auszuweichen. Blitzartig drehte er sich um, hob Ruri an, wie er sie bereits schon einmal getragen hatte, ignorierte für ihrer beider Wohl ihre erschrockene Wehrhaftigkeit, denn sie kannte das neue Gelände noch nicht. Der Hyuuga sprang auf die Schulter eines Doppelgängers und stieß sich von dort gerade noch rechtzeitig ab, ehe ein Flammenmeer den ganzen Krater ausfüllte und für einige Sekunden alles erleuchtete. Kurz konnte er der Uchiha in die Augen sehen, dann landete er keuchend in einem weiteren Gang, der einst zu dieser Kreuzung gehört hatte. Haruka reagierte allerdings schnell, denn dass Junji durch zusätzliches Gewicht verlangsamt wurde nutzte sie. Gerade hatte er Ruri heruntergelassen drehte er sich um, in dem Versuch sich zu verteidigen. Eines von den Waffen der Uchiha zerschnitt den Brustpanzer der ANBU spielend und auch die drunterliegende Haut auf Brusthöhe, sodass ein großer, vertikaler Schnitt dort entstand, der beinahe die Rippen freilegte. Der Hyuuga verspürte Schmerzen, doch dank jener Frau unter anderem, die ihn Jahrelang so zugerichtet hatte, für all die unzähligen Narben auf seinem Körper verantwortlich war, kümmerte ihn das wenig. Junji wich zurück, denn Haruka setzte nach, doch der Gang war noch immer beleuchtet und so konnte auch Ruri erkennen, was vor sich ging. Doch alles ging so schnell, dass es unmöglich war zu reagieren. Mit einem Shunshin erschien Shingen hinter dem zurückweichenden ANBU und ein unsanfter Tritt gegen die Seite, dessen Auftreffen zwar mit einem notdürftigen Block abgewehrt wurde, hob ihn aufgrund der Wucht dennoch von den Füßen und ließ ihn gegen die Wand der Höhle prallen. Sterne tanzten vor Junjis Augen, dessen Lunge ihm den Dienst versagte. Keuchend schnappte er nach Atem, doch es wollte ihm nicht gelingen. Eine Faust krachte unmittelbar im selben Moment in sein Gesicht und herzhaft brach seine Nase. Die Sicht seiner sonst so klaren Augen verwischte mehr und mehr. Sollte es so enden?
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Re: [Vergangenheit] Rettung im letzten Augenblick

Beitrag von Gast am Mo Apr 18, 2016 7:57 pm


Sie hasste es. Die Dunkelheit führte dazu, dass sie sich vollkommen ausgeliefert fühlte, Deckungslos. Und sie war darauf angewiesen, dass Junji ihr den Rücken freihielt. Nein, sie war generell darauf angewiesen, dass Junji die Sache regelte, denn selbst wenn sie in ihrem nahem Umfeld Schemen sah - das war nicht genug um im Zweifeslfall schnell reagieren zu können. Sich leicht auf die Unterlippe beißend versuchte sie in der Dunkelheit irgendwas zu erkennen, als sie auch schon spürte, dass Junji nun beinahe an ihrem Rücken lehnte, als leise seine Stimme erklang und sie nicht mehr tat als zu nicken. Er würde es sehen.  Hatte sie sich vor einigen Minuten nicht noch wohl bei dem Gedanken gefühlt bei ihm zu sein? Dieses Gefühl war fort, denn hier und jetzt in dieser Situation wäre er ohne sie weitaus besser dran. Es gab kaum jemanden, der es in absoluter Dunkelheit mit einem Hyuuga aufnehmen konnte. Seine Karten stünden besser, wenn sie nicht Rücken an Rücken kämpfen mussten und einen Moment überlegte sie auch ihn in diese Freiheit 'zu zwingen',  als Junji sich mit einem Mal umwandte und sie erneut hochhob. Einen erschreckten Aufschrei konnte sich Ruri nicht verkneifen, ebenso wenig wie, dass sie Junji beinahe eine Ohrfreige gegeben hätte während ihr Herz einige deutlich schneller Schläge tat. Ihr war klar, dass die Aktion gerade vermutlich ihren Arsch gerettet hatte, insbesondere weil selbst die entfernte Hitze des Flammenmeers, dass hinter ihnen genau dort auftauchte wo sie eben noch gestanden hatten ihr selbst jetzt so gegen das Gesicht schlug, dass sie jenes leicht an Junjis Brust verbarg, doch sie hasste es, wenn man soetwas einfach mit ihr machte. Allgemein schon. Wenn es dann auch noch der Hyuuga war..das war dann noch einmal um einiges schlimmer. "Idiot.", war definitiv nicht die galanteste Art dem Kerl zu danken, der einem gerade das Leben gerettet hatte, doch es war das einzige was sie sagen konnte, als er sie absetzte und sich im fahlen Licht der Fackeln kurz ihre Blicke trafen. Glücklicherweise würde er die leichte Rötung ihrer Wangen wohl auf die Hitze schieben die bei dem Jutsu entstanden war. Es gab ja auch keinen anderen vernünftigen Grund. Nicht wahr? Ja. Eindeutig. Zumindest redete sie sich das gekonnt ein, während sie eine Bewegung wahrnahm und instinktiv einen Schritt in den beleuchteten Gang zurückwich. Etwas, dass Junji versäumte. Erschschrocken sah sie zu, wie die Frau ihn mit der vollen Wucht ihrer Klinge erwischte. Und dann ging alles zu schnell, als dass sie reagieren konnte. Als er noch zurückwich tauchte hinter ihm der Mann auf, der ihnen ihren Tod angekündigt hatte und trat ihn mit voller Wucht gegen die Wand.

Sei nicht tot. Stirb mir hier verdammt nochmal nicht!

war ihr einziger Gedanke, als sie sich selbst aufraffte und die Beiden sich nun ihr zuwandten. "Da du ja ohnehin gerade nichts zu tun hast, Junji, nimm dir doch eine Pause und schau zu wie wir deine Freundin ausweiden, hm? Aber nicht gleich eifersüchtig werden. Für dich nehme ich mir nachher auch noch genuuug Zeit!", raunte der Kerl und ging nun begleitet von Haruka auf Ruri zu. Licht. Eindeutig ihr Freund. Einige Schritte zurückweichend, damit auch die Beiden aus den Schatten hervortraten erntete Ruri selbstverständlich nur Hohn und Spott. "Wenn du fliehen willst musst du schon schneller laufen." schmunzelte Haruka, die wohl noch nicht ganz realisiert hatte, dass es um etwas vollkommen anderes ging. Sie musste mit ihrem Chakra Haus halten aber sie musste das hier auch schnell beenden und nach Junji sehen. Ein einziger Schlag um beide zu töten war in der Höhle nicht möglich, was ihr aber gelang war, als sie mit ihrem Schwert auf die Beiden zurannte,die bewusst den Blick senkten einen Angriff auf den Hals der Frau anzudeuten, bevor sie das Schwert fallen ließ, in einer schnellen Bewegung in eine Kniegrätsche wich und von diesem Winkel aus nach oben blickte, direkt in die Augen der Beiden und in dem Moment in dem sie in die ihren sahen war es vorbei. Sie musste noch einen Satz nach hinten tun, doch die Beiden sahen die Federn bereits fallen und waren ehe sie sich versahen eingeschlafen. Dennoch wollte Ruri es nicht darauf ankommen lassen, dass einer der Beiden sich vielleicht zu befreien wusste, weshalb sie kurzerhand zu  den Bewusstlosen aufschloss, der Frau die Kehle durchtrennte und diese noch bevor der Schmerz sie befreit hatte verstarb und den Mann? Die Klinge bereits über seinem Herzen zögerte sie. Wäre sie an Junjis stelle würde sie ihm, auch wenn sie nicht genau wusste was dort geschehen war , vielleicht nicht verzeihen nicht selbst die Chance zu haben ihn zu töten. Blieb zu hoffen, dass das Jutsu hielt, weshalb sie nun noch einen Doppelgänger aus Raiton erschuf, der sich über den Mann stellte,um ihn sollte er erwachen direkt paralysieren zu können, bevor sie zu Junji herüber und vor ihm in die Knie ging. "..stirb mir hier ja nicht.", ihr war schwindelig. Sehr. Auch das Sharingan zu deaktiviern half da nicht mehr viel. Sie hatte eindeutig nach ihrer Festnahme und Betäubung zu viel von ihrem Körper erwartet. Gerade jetzt konnte sie jedoch nicht einfach zusammenbrechen.


Zuletzt von Uchiha Ruri am Di Apr 19, 2016 4:56 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: [Vergangenheit] Rettung im letzten Augenblick

Beitrag von Hyuuga Junji am Mo Apr 18, 2016 8:43 pm

"Meister!", rief eine Stimme. Weit entfernt war sie, kaum hörbar, doch ein Echo trug sie immer wieder an seine Ohren, "Seid ihr wohlauf?"
Die Frage kam, doch die Antwort blieb aus. Fragte man ihn? Junji fühlte sich, als ob er schwebte. Schwerelos hing er im Dunkeln und das seltsame Gefühl von mangelnder Kontrolle über seinen Körper überkam ihn. Er wollte den Kopf wenden, doch nichts passierte. Dann kam es wieder.
"Meister!!!"
Jener Ruf, der so klar war, aber doch so wenig greifbar. Wessen Meister und für was? Auch der Hyuuga wollte rufen, doch wieder konnte er nicht.
"Meister Shingen!!"
Noch einmal und ein Name fiel. Seltsame Vertrautheit überkam ihn und jeder Gedanke, der durch seinen benebelten Geist schwirrte war so langsam, dass er beinahe den Anschein machte, er würde sogleich wieder verschwinden. Junji kannte den Namen, doch wer war er? Schmerzen überkamen ihn. Seine Brust brannte, seine Nase und seine Schläfe. Kehrten seine Sinne zurück? Vielleicht. Metallisch war der Geschmack auf seiner Zunge, doch warum? Wo war er? Noch immer war alles schwarz. Dann vernahm der ANBU die Stimme einer Frau. Er kannte diese Stimme, doch wer war sie? Krampfhaft versuchte er aus seinen Erinnerungen die Identität dieses Shingen zuzuordnen und ebenso jene Frau, die zu der anderen Stimme gehörte. Je näher er seinem Ziel kam, desto größer aber wurden die Schmerzen in seinem Kopf und just in dem Augenblick, als dieser zu platzen drohte, schlug Junji seine Augen auf.
Wie eine gespannte Feder richtete er sich auf und eine Hand griff sofort an seine Stirn. Um ihn herum war es noch immer dunkel, doch ein seichtes Licht ließ ihn eine Kontur erkennen. Das Gesicht einer Frau.
"R-Ruri?", fragte er flüsternd und schloss noch einmal die tränenden Augen. Der Schmerz in seiner Nase trieb ihm die Flüssigkeit in die Augen und der Hyuuga schluckte. Vorsichtig betastete er erst die Platzwunde an seiner Schläfe, dann die Nase und dann seine Brust. Mit jeder Sekunde kamen die Erinnerungen an den vergangenen Kampf zurück und erschrocken wandte sich Junji um, sprang wie von der Trantel gestochen auf die Füße. Seine Benommenheit schluckte er herunter von dem Wissen um seine Mission angetrieben. Ihre Gegner aber lagen reglos am Boden und noch einmal musste er schlucken. Was war geschehen?
Müde glitt sein Blick zu der Uchiha, die als einzige Möglichkeit übrigblieb und sein Respekt vor ihr wuchs mehr und mehr. Shingen war ein sehr starker Shinobi gewesen und auch seine Leibwächterin hatte außergewöhnliche Fähigkeiten. Dennoch, beide lagen hier, tot. Ein genauerer Blick aber zeigte, dass nur eine der beiden tatsächlich tot war, der Anführer selbst zu schlafen schien. Sie hatte es geschafft, ganz allein, das was er nun zum wiederholten Male nicht hatte schaffen können, stattdessen sah Junji mit seiner gebrochenen Nase und dem von Blut benetzten Gesicht aus wie jemand der eine Keinpenschlägerei verloren hatte. Genauso fühlte er sich auch, denn nicht nur sein Gesicht war bestückt mit neuen Wunden. Die Uchiha wurden ihrem Ruf als stärkster Clan der Shinobiwelt in seinen Augen mehr als gerecht. Dann aber war es wieder die Stimme, jener Ruf, der durch den Gang hallte und da fiel es ihm wie Schuppen von den Augen, es gab noch immer ein Dritten, der in einem entfernten Gang nicht zu wissen schien, was hier vor sich gegangen war.
Langsamen Schrittes näherte sich der ANBU, ohne auf den Ruf zu achten dem schlafenden Shingen. Blut tropfte von seiner Nase hinab, als er den Doppelgänger der Uchiha achtlos zur Seite schob und ihn betrachtete. Auf seinem Gesicht zeigte sich nichts, keine Emotion und auch innerlich fühlte sich Junji leer. Jetzt wo er vor ihm stand, was wollte er da tun, um alles zu vergelten. Letztendlich war es Ruri gewesen, die den Tyrann mit seiner Niederlage gedemütigt hatte und alles Andere war nicht das Gleiche. Böse war der Hyuuga ihr nicht, ohne sie wäre er vermutlich längst tot, doch umso unspektakulärer war es, als er aus seiner Hüfttasche ein Kunai zog und ohne irgendeine Besonderheit die Kehle des Schlafenden durchtrennte. Achtlos ließ er die Waffe fallen und ging ohne ein Wort zu dem Krater zurück. Die Adern an seinen Schläfen verdickten sich wieder, um die Dunkelheit zu durchbrechen und er erblickte den letzten Verbliebenen der alten Garde, der sichtlich verunsichert in die Finsternis spähte. Einige Minuten verharrte Junji dort, doch letztendlich drehte er einfach um, ohne noch etwas zu tun und kehrte zu Ruri zurück. Anerkennend nickte er ihr zu, schritt dann an ihr vorüber, um an die Oberfläche zurückzukehren. All die Anderen überlebenden interessierten ihn nicht mehr. Der ANBU hatte diesen Ort satt.
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Re: [Vergangenheit] Rettung im letzten Augenblick

Beitrag von Gast am Di Apr 19, 2016 5:10 am

Keine Reaktion. Die Hand sanft an die Wange von Junji legend loegte sie ihren Daumen vor sichtig an seine Lippen, spürte seine Atmung, glitt mit jener Hand dann zu seinem Hals und spürte seinen Puls. Er war in einem mieserablen Zustand und wenn sie ehrlich war konnte sie nicht sagen, wer mehr am Ende war. Er war zweifelsohne schwerer verletzt doch ihr Chakra hatte sie bis zu einer Grenze aufgebraucht, die gefährlich war, die dafür sorgte, dass schwarze Punkte vor ihren Augen tanzten und die Bewusstlosigkeit drohte. Die Hand, die eben noch an Junjis Hals gelegen hatta vor ihre Augen legend schloss sie diese einen Moment und atmete tief ein und aus. Sie kannte dieses Gefühl. Es hatte sie einige Male überkommen, wenn sie das Kirin im Kampf eingesetzt hatte. Ein Jutsu, dass so verheerend war, dass es einen beinahe selbst erschreckte, gleichzeitig jedoch auch eines das für Menschen wie sie ein zweischneidiges Schwert war, denn es kostete Unmengen an Chakra und sie gehörte nicht zu den gesegneten Menschen, die überdurchschnittlich viel davon zur Verfügung hatten.

Die Stimme von Junji riss sie aus ihren Gedanken, sorgte dafür, dass ihre Hand sank und sie ihn anblickte. Er war wach? Jetzt schon wieder? Ein sanftes und ehrliches Lächeln zeigte sich auf ihren Zügen. "Gottseidank", hauchte sie nur leise, doch noch bevor sie ihn auch nur hätte fragen können wie es ihm ging war Junji bereits wieder auf den Füßen und auch, wenn sein Blick zu ihr glitt ahnte sie bereits dass seine Gedanken ganz woanders waren. Sie selbst stand noch nicht auf, doch als Junji zu dem Überlebenden herüberging löste sie ihren Doppelgänger auf, bekam dadurch wenigstens etwas Chakra wieder zurück und versuchte weiter gegen den Schwindel und die aufkommende Müdigkeit anzukämpfen, auch, wenn sie die dunkle Ahnung hatte dass ihr das nicht gut gelingen würde. Vielleicht hätte sie den Mann ,über dem Junji nun thronte selbst töten sollen, ihm den Schmerz ersparen sollen doch irgendwie war sie noch immer der Auffassung dass Junji selbst dieses Recht haben sollte. Was sie jedoch verwunderte war, dass er einfach wortlos,emotionslos eine Waffe zog und dem Mann beinahe gleichgültig die Kehle durchtrennte. Er richtete kein Wort an ihn, kein Wort an sie, wollte das hier schweigend hinter sich bringen. Verdenken konnte sie es ihm nicht.

Als Junji nun den Weg in die Richtung antrat aus der sie gekommen waren richtete auch Ruri sich wieder auf, ging langsam zu Haruka herüber und nahm mit einem sachten Lächeln ihre Schwerter wieder an sich, tat jene wieder an dem Gürtel an ihren Hüften befindlich zwei Schritte in Junjis Richtung, während die schwarzen Punkte vor ihren Augen sich ausweiteten und sie letztlich doch kraftlos zusammenbrach. Sie hatte es wirklich nach dem was geschehen war zu sehr übertrieben mit ihrem Chakra. Und sie verfluchte sich dafür, dass sie darauf angewiesen sein würde, dass Junji,der ohnehin selbst am Ende war, sie hier rausbringen würde. Allein wäre es das für sie heute definitiv gewesen. Er hatte nicht nur ihre Augen sondern auch ihr Leben gerettet.
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Re: [Vergangenheit] Rettung im letzten Augenblick

Beitrag von Hyuuga Junji am Di Apr 19, 2016 6:30 pm

Junji hielt inne. Erst hatte er an Ruri vorbeigehen wollen, doch sie machte nicht den Anschein, als wollte oder konnte sie sich noch bewegen und Ruhe hatte sie nach ihrer Leistung ganz sicher verdient. Seine Schulter spürte der Hyuuga nicht mehr und jene Taubheit hatte sich auf seinen rechten Arm ausgebreitet. Was er aber spürte war das Pulsieren seines zerfetzten Muskels und das warme Blut, was noch immer in dünnen Rinnsalen unter seiner Kleidung die Haut hinabsickerte. Seine Brust pulsierte ähnlich, doch der Schmerz war dort viel präsenter, als an seiner Schulter und eine kurze Betrachtung zeigte dem ANBU, dass man an manchen Stellen, wenn man die klammen Wundränder auseinanderzog, die Rippen sehen konnte, die der Schwertstreich freigelegt hatte. Junji würde sie vor seiner Abreise nähen müssen, doch zuerst galt es zu verschwinden. Er drehte sich um und hob die Uchiha ein drittes Mal an, in der Hoffnung, dass sie sich diesmal nicht wehren würde. Den Schmerz ignorierend versuchte er es so bequem für sie wie möglich zu machen und verließ dann die Leiche seines Peinigers, ohne einen Blick zurückzuwerfen.
Langsam, mit schmerzendem Kopf und leichtem Schwindel stapfte Junji den Gang entlang, über eine Reihe von Kreuzungen, die sie noch nicht betreten hatten, die er aber mit seinem Byakugan zuvor schon verfolgt hatte. Dieser Weg war weitaus weniger von umherrennenden Idioten gesäumt, die dem Hyuuga in diesem Moment nur den letzten Nerv gekostet hätten. Wenn doch jemand entfernt seinen Weg kreuzte, verbarg er sich geschickt und lautlos, doch das passierte selten, während sie der Oberfläche immer näher und näher kamen. Den direkten Ausgang hatte der ANBU nicht vor zu nehmen, stattdessen hielt er sich Richtung Norden und kam an einen Gang dessen Decke sie kaum einen Meter vom freien Himmel trennte. Vorsichtig setzte er Ruri am Boden ab und ging einige Meter nach vorne, um sie nicht zu verletzen. Mit geschlossen Augen begann Junji im Dämmerlicht Chakra zu sammeln, welches um seine Fäuste zu pulsieren begann, die er an jeweils einer Körperseite geballt hatte. Es dauerte nur Sekunden, dann riss der Hyuuga die geöffneten Hände mit den Handflächen nach oben und mit einem Knall sprengte sich der Weg nach draußen frei. Durch die Wucht seines Angriffs gab es kaum Geröll, dass in den Gang fiel, das meiste wurde einfach in alle Richtungen nach draußen geschleudert, doch für einen Augenblick genoss Junji den kühlen Luftzug, der noch immer den Geruch von Regen in sich trug. Schwaches Licht umspielte sein Antlitz, es war sehr früher Morgen und nur noch wenige Wolken zeugten von dem vergangenen Gewitter. Noch einmal holte er tief Luft und kehrte dann zu Ruri zurück, die er außerhalb des Einflussradius seiner Technik positioniert hatte, hob sie auf und verließ mit einem seltsam befreienden Gefühl die Dunkelheit unter der Erde.
Noch eine Weile beobachtete er die Männer und Frauen, die aufgescheucht durch den Knall zu dem Ort ihres Ausbruchs rannten, doch eine Verfolgung wurde nicht aufgenommen. Zu sehr fürchtete man sich vor ihnen oder was auch immer. Junji war nur froh, dass er bald Zeit haben würde seine Wunden zu versorgen, die mittlerweile auch Seine Brust hatten taub werden lassen. Einige hundert Meter war der Hyuuga in den Wald gelaufen, bis er eine Lichtung erreichte. Sie war nicht groß, vielleicht zwanzig Meter im Durchmesser, doch sie war genau der richtige Ort, um sich ein wenig für den Heimweg vorzubereiten. Müdigkeit kümmerte ihn selbst wenig, er war zäh und ausdauernd, doch eine Entzündung seiner Wunden wollte er vermeiden. Behutsam setzte der ANBU Ruri ins noch immer regennasse Gras und lehnte sie dabei an den Stamm einer kleinen Birke, damit es nicht zu unbequem war. Währenddessen holte er aus seiner Gürteltasche eine Schriftrolle hervor und entsiegelte daraus ein kleines Paket aus dem er ein Fläschchen, Verbandszeug, sowie Nadel und Faden holte. Vorsichtig und mit vor Schmerz verzerrtem Gesicht löste Junji den Brustpanzer seiner Einheit, der ihn nicht vor dem Schnitt des Katanas hatte schützen können. Sein schwarzes Hemd darunter ebenso wenig, doch dieses war getränkt von seinem Blut und klebte vermischt mit Schweiß unangenehm an der Haut. Es kostete den Hyuuga einiges an Mühe es trotz der Schmerzen zu entfernen. Achtlos warf er beides zu Boden und fror ein wenig in der morgendlichen Kälte, doch das hielt ihn nicht ab. Mit dem Verbandszeug und dem Regenwasser begann er seinen ohnehin schon mit unfassbar vielen Narben übersäten Oberkörper so gut wie möglich zu reinigen, denn überall klebte Blut, dass mehr und mehr verkrustete. Dann, mit Hilfe des Fläschchens, desinfizierte Junji seine Wunde wobei er die Zähne zusammenbiss, als es wie Feuer zu brennen begann. Er schaffte es und mit dem beißenden Geruch klaren Alkohols in der Nase griff er zu Nadel und Faden. Es sah ein wenig merkwürdig, wenn nicht makaber aus, wie der ANBU so auf einem abgebrochenen Baumstumpf hockte und sich selbst einen gut dreißig Zentimeter langen Schnitt in der Brust nähte. Immer wieder traten kleine Blutstropfen hervor, doch nach einer guten halben Stunde hatte der Hyuuga alles sehr gut und ausreichend für eine Reise vernäht. Sein rechter Arm aber war so gefühllos wie schon lange nicht mehr und genervt glitt sein Blick zu seinem zerrissenen Trapezmuskel, der nun noch verbunden werden musste, nur Verbandszeug hatte er keines mehr.
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Re: [Vergangenheit] Rettung im letzten Augenblick

Beitrag von Gast am Di Apr 19, 2016 7:07 pm

Der Geruch des Grases der nach einem langen Regen in der Luft lag war das erste was die Uchiha wahr nahm, als sie langsam wieder zu sich kam. Danach folgte das Gefühl viel zu schwerer Lider, dann das Brennen an der Stelle an der sich die Klinge der Kenjutsuka über ihren Oberarm gezogen hatte. Seufzend zwang sie sich dazu die Lider zu öffnen, sah alles um sich herum eher verschwommen, ehe die wagen Schemen zu einer definierteren Umgebung wurden. Sich leicht aufrichtend wanderte ihr Blick einen Moment und blieb dann an dem Anbu hingen, der gerade mit Nadel und Faden seine eigene Brust nähte. Eine Wunde, die sicherlich unendlich viel mehr schmerzte als die ihre. So, wie alles an dem heutigen Tag ihm wahrscheinlich mehr Schmerz zugefügt hatte als er. Betrachtete man ihn wie er sich in stoischer Ruhe selbst verarztete könnten einem wohl viele Gedanken kommen. Dass er stark war, eisern, abgestumpft, es gäbe wohl viele Beschreibungen. Auf sie jedoch wirkte er inmitten der Lichtung vor Allem eines: Einsam und das versetzte ihrem Herzen auch wenn sie sich nicht nahe standen einen aufrechten Stich. Leicht seufzend richtete sie sich auf während Junji nun die Wunde oberhalb seiner Schulter betrachtete, während Ruri wortlos ihre Jacke auszog, dann ihr Schwert in die Hand nahm und mit dem Katana in einer fließenden aber vorsichtigen Bewegung den Ärmel ihres Hemdes abtrennte, bevor sie die Klinge auf den Boden legte und dann zu dem Jonin herüber ging.

Es hätte vieles gegeben, was sie ihm hätte sagen können. Sie hätte ihre Dankbarkeit ausdrücken können, dass er sie befreit hatte, dass er mehr als einmal ihr Leben gerettet hatte, doch das kam nicht über ihre Lippen. Nicht aus Arroganz heraus, sondern weil sie nicht wusste wie sie es recht formulieren sollte. Stattdessen sagte sie schlicht: "Lass mich das machen", bevor sie, keine Widerrede duldend einen notdürftigen Verband anlegte. Sicher hätte jeder Medic das besser hinbekommen, doch wenn man so lange im Dienst war wie sie lernte man zumindest halbwegs passable Verbände anzulegen, wenn man überleben wollte. Erst als der Verband gerichtet war, sah sie wieder auf und schenkte Junji dann ein befreites und aufrechtes Lächeln, dass gleichwohl jedoch auch etwas trauriges an sich hatte. War das früher schon so gewesen? Dass ihn anzusehen sie traurig gemacht hatte? Nein es war nicht sein Anblick allein, es war diese Aura der Einsamkeit, die ihn dabei umgab. Wahrscheinlich war es lächerlich wenn gerade sie diesen Gedanken hatte, doch die meisten menschlichen Gedanken hatten wohl etwas Lächerliches. Ohne darüber nachzudenken legte sie für einen Moment ihre Arme um seinen Körper und bettete ihre Stirn sanft an seine Brust, verharrte einen Moment und entließ ihn dann der Umarmung die ihr im Nachhinein wohl unendlich peinlich sein würde. "Ruh dich aus. Ich mache uns ein Feuer und dann essen wir.", erklärte sie schlicht und würde dann etwas Feuerholz besorgen um ein kleines Lagerfeuer zu entfachen bevor sie eine Makimono hervorholen würde, um essen aus dieser heraufzubeschwören. Dangos, Tütensuppe, Salat, Sushi, wenn die Uchiha irgendetwas immer reichlich dabei hatte dann war es essen und so seltsam es auch war, wenn man Ruri kannte könnte man meinen, dass sie der Auffassung war dass etwas essen jedes Leid der Welt heilen konnte.
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Re: [Vergangenheit] Rettung im letzten Augenblick

Beitrag von Hyuuga Junji am Mi Apr 20, 2016 12:19 am

Von seiner Schulter aufblickend richteten sich Junjis Augen auf Ruri, die ihn noch immer leicht benommen zu beobachten schien. Sein Gesicht war noch immer voll mit Blut und gerade mit seiner schiefen Nase und der Platzwunde an der Schläfe wirkte der Hyuuga, wie er sonst niemals wirkte: Wie ein Draufgänger. Doch soweit das möglich war behielt er seinen stoischen Ausdruck, der nicht nur im Gesicht, sondern auf seinen ganzen Körper Einfluss hatte. Auch die Uchiha hatte eine Verletzung davongetragen, einen Schnitt am Oberarm, doch um alle Wunden zu versorgen hatte er nicht ausreichend Verbandszeug. Er hatte ja nicht einmal genug für sich selbst. Ruri, wieder von den Lebensgeistern beseelt, zog sich ihre Jacke vom Leib, trennte einen Ärmel von ihr ab und trat zu ihm herüber. Wortlos hatte Junji sie beobachtet und seine leeren Augen blickten in die Ihren, noch immer auf dem Baumstumpf sitzend sogar den Kopf nach oben gerichtet. Etwas zögerlich drehte er die Wunde etwas mehr in ihre Richtung und damit seinen Körper so, dass sie ihn gut behandeln konnte. Der Hyuuga spürte ihre Hände nur schwach auf seiner, durch die Wunde tauben Haut, doch er spürte sie, oder bildete er sich das nur ein? Während die Uchiha werkelte, blickte er in die Ferne, den Blick ins Nichts gerichtet. Noch immer dachte der ANBU darüber nach, was nun eigentlich geschehen war. Viele Jahre lang hatte er den Moment von Shingens Tod im Geiste geplant, doch letztendlich war alles so anders gewesen und er war leer. Irgendwie war es vollbracht, aber irgendwie bedeutete es urplötzlich nichts mehr. Warum? Junji war unsicher über diese Frage und hoffte, dass sich wenigstens mit der Zeit ein Gefühl der Besserung einstellen würde, doch das tat es nicht. Stattdessen wurde er immer leerer und er wusste nicht wohin seine Gedanken verschwanden.
Ein Schatten in den Augenwinkeln zeigte ihm, dass Ruri fertig war und sich erhob. Auch er erhob sich, konnte aber das Lächeln in ihrem Gesicht nicht erwidern. Nicht weil er nicht wollte, sondern einfach weil er nicht konnte. Er fühlte sich nicht danach. Kurz schloss die Uchiha ihn in die Arme und wieder war Junji unfähig zu reagieren. Sicherlich überraschte ihn diese plötzliche Aktion, doch tief in seinem Herzen freute er sich auch darüber, dass sie auf diese Art Empathie zeigte. Immerhin war für Ruri all das Vergangene ein großes Rätsel und sie hatte keinen Schimmer, wen sie dort eigentlich besiegt hatte und was dieser Mann mit der Vergangenheit des Hyuuga zu tun hatte. Dennoch fragte sie nicht und das rechnete er ihr hoch an.
Ausdruckslos nickte er ihr zu als sie sich voneinander gelöst hatten und sie ihm ihren Vorschlag unterbreitete. Hunger und Durst hatte Junji im Laufe seiner Mission völlig ausgeblendet und er bemerkte erst jetzt, wie sehr sein Magen schon schmerzte. An Ort und Stelle ließ er sich kontrolliert zu Boden sinken und verschränkte die Beine im Lotussitz. Mit einem Ruck und einem schallenden Knacken rückte der ANBU seine Nase wieder halbwegs richtig und sofort trieb der Schmerz ihm wieder Tränen in die Augen. Mit dem schwarzen Hemd seiner Uniform, dass vom Regenwasser im Gras durchnässt neben ihm lag wischte sich der Hyuuga vorsichtig verkrustetes Blut und Tränenwasser aus dem Gesicht, ehe er den verschmutzten und zerschnittenen Stofffetzen beiseite warf und einmal tief Luft holte. Die Augen geschlossen fiel er im Sitzen in einen merkwürdigen, unbefriedigenden Schlaf, wie Junji ihn sehr oft, wenn nicht fast immer hatte. Diesmal aber gab es wieder nur ein Gefühl der Leere, dass ihn bedrückte und nicht wie sonst der Drang nach Rache. Gab es kein Ziel mehr in seinem Leben, jetzt wo Shingen tot war? Dennoch war es nicht Enttäuschung, die ihn bei seinem plötzlichen Erwachen, begleitet von einem stummen Schrei und einem Zucken, beherrschte, sondern nach wie vor der Schrecken jener Zeit für die eben jener Mann stand. Jede Nacht sah Junji sie, sein Blut, die Leiche, das Leid um ihn herum und jedes Mal trieb es ihm kalten Schweiß auf die Stirn, wenn er erwachte. Es dauerte einige Sekunden, ehe sich sein Ausdruck auf das Bekannte reduzierte, doch in dieser kurzen Zeit konnte man mehr erkennen, als manche in einer normalen Bekanntschaft jemals von dem Hyuuga erfuhren.
Es roch nach essen und die Wärme eines Feuers strahlte auf seinen noch immer nackten Oberkörper. Junjis Augen suchten Ruri und er fand sie, die letzten Vorbereitungen für das Mal tätigend. Wie er erkannte hatte sie sich auch um ihre Wunde am Arm gekümmert und überhaupt, die Wirkung der Betäubungsmittel schienen gänzlich von ihr abgefallen.
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Re: [Vergangenheit] Rettung im letzten Augenblick

Beitrag von Gast am Mi Apr 20, 2016 3:58 pm

Sie kannte den Ausdruck in Junjis Augen. Diese alles verzehrende Leere. Sie kannte sie, weil sie sie schon zu oft in den Augen Anderer gesehen und weil sie sie selbst erlebt hatte. Etliche Zeit hatte sie versucht Ichiros Tod zu rächen, war geradezu davon besessen gewesen und dann, als sie es vollbracht hatte, war da keine Zufriedenheit, kein Glück gewesen, sondern nur die Leere in der man sich zu verlieren drohte. Für sie waren es damals Hideaki und ihr Clan gewesen, die sie aus dieser Dunkelheit herausgerissen hatten. Es mochte sein, dass das was Junji durchlebt hatte weitaus schlimmer war, dass die Dunkelheit die ihn umgab viel verzehrender war, doch das wirklich tragische war nicht das. Es war das Gefühl zu glauben, dass er niemanden hatte der ihn aus ihr herauszog. Die Einsamkeit, die sie sah wenn sie ihn anblickte. Und dennoch würde er von ihr keine aufmunternden Worte hören, ebenso wenig wie sie nachfragen würde was genau das gewesen war, was ihn mit Shingen verbunden hatte. Sie hatte wenige Fetzen mitgeschnitten, hatte ein grobes Bild, doch nach mehr zu fragen als dem wäre nicht nur Respektlos, nein, sie hatte kein Recht darauf in jenen Wunden herumzustochern. Selbst wenn sie es hätte würde sie es wohl auch nicht wollen. Jemanden, der sich der Vergangenheit so schmerzlich bewusst war, musste man nicht immer wieder in diese zurückwerfen. Also sagte sie nichts, umarmte ihn nur für einen Moment ohne, dass sie dafür auch nur die geringste Reaktion erhielt. Lediglich ein Nicken auf ihre Worte hin. Für sie jedoch mehr als genug.

Schnell war ein wenig Feuerholz gesammelt und zu einem kleinen Haufen in der Mitte der Lichtung aufgeschichtet, während Junji in einen tiefen Schlaf gefallen zu sein schien. Eher notdürftig und wenig professionell verband sie die Wunde an ihrem Arm, nachdem sie diese gesäubert hatte und beschwor dann aus den Schriftrollen die sie mit sich hatte so viel Essen hervor, dass es manch einem wohl lächerlich vorgekommen wäre. Wenn man mit Ruri unterwegs war, musste man jedoch wissen dass die Uchiha einen genauso guten Appetit hatte wie jeder Akimichi. Sorgen musste man sich erst machen, wenn dieser ausblieb. Kaum,dass das Essen herausgeholt und die Schriftrolle wieder verstaut war, sah sie auch schon aus den Augenwinkeln wie sich Junji aufrichtete und ihren Blick suchte. "Glaub ja nicht, dass ich dir das Essen rübertrage.", so wenig freundlich die Worte von der Formulierung her klangen, so freundlich wurden sie ausgesprochen. Er sollte sich aufraffen. Auch wenn er angeschlagen war und auch, wenn es keine Mühe bereiten würde etwas zu essen zu ihm herüber zu bringen. Was sie ihm damit viel mehr zeigen wollte war, dass sie ihn nicht anders behandeln würde nach dem, was sie heute gesehen hatte, nach dem Ausdruck der Panik und des Leids, den sie eben für einen Moment in seinem Gesicht erhascht hatte. Von ihr würde niemand ein Wort über den Einblick erfahren den Junji ihr heute unfreiwillig gewährt hatte. Erst, als der ANBU zu ihr herüberkam würde sie ihm nun zwei Schachteln hinhalten, eine übervoll mit Dango die andere mit Sushi. "Greif zu!", forderte sie ihn nun mit einem strahlenden Lächeln auf, dass man bei ihr selten sah. Im Grunde nur wenn es um Essen ging.
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Re: [Vergangenheit] Rettung im letzten Augenblick

Beitrag von Hyuuga Junji am Mi Apr 20, 2016 5:23 pm

Tatsächlich kam Junji nicht umhin für einen Moment zu grinsen. Die Wärme, der Geruch nach Essen und die abnehmende Beklemmung nach seinem unruhigen Schlaf im Sitzen, steigerten seine Laune beträchtlich. Lediglich sein Rücken schmerzte ein wenig durch die Haltung, doch nachdem sich der Hyuuga mit der von ihm bekannten Eleganz erhoben hatte, streckte er sich kurz und alles war wieder gut. Langsam kam er zu Ruri herüber, von der er ganz sicher nicht erwartete, dass sie ihn bediente, ja er wollte es sogar nicht. Das alte Sprichwort "Selbst ist der Mann" traf wohl nur auf wenige Menschen besser zu als den ANBU, der auch in seiner Einheit als der Inbegriff dessen galt, wenn es darum ging die Dinge allein zu regeln. Auch bei dieser Mission war sein Plan selbiger gewesen, doch je mehr Zeit verstrich und je höher die Sonne stieg, desto froher war er, die Uchiha an seiner Seite gehabt zu haben.
Ruri selbst grinste breit, was Junji sich so gar nicht erklären konnte, doch er ließ sich seine Verwunderung nicht anmerken und nahm neben ihr unmittelbar am Feuer Platz. Zwei Schachteln wurden ihm entgegengehalten und die schnelle Wahl fiel dem Hyuuga alles andere als schwer. Sushi war seine präferierte Speise, denn Süßkram in all seinen Facetten war überhaupt nicht sein Ding.
"Danke.", sprach er leise und mit belegte Stimme und räusperte sich einmal. Erst jetzt wurde ihm bewusst, dass er lange kein Wort mehr hatte verlauten lassen, doch er war nachdenklich gewesen. Ohnehin kein Mann großer Worte, hoffte er, dass Ruri es ihm nicht übel nehmen würde, wobei sich Junji nicht einmal sicher war, warum ihm ihre Meinung wichtig erschien. Mit einem innerlichen Schulterzucken nahm er es hin und aß. Er hatte Hunger und war froh, dass die Uchiha so umfassend für ihr leibliches Wohl zu sorgen imstande war.
"Fühlst du dich gut genug, nach dem Essen aufzubrechen?", fragte der Hyuuga und reichte ihr die Schachtel mit den Sushi. Junji aß langsam und trotz seines großen Hungers sehr gesittet, weshalb Ruri sehr viel schneller mit ihrer Portion fertig wurde als er. Da es ohnehin ihr Essen war, schien im Teilen als ein logischer Schritt, was sie sicherlich gern in Anspruch nahm.
"Bis Sonnenuntergang können wir im Dorf sein."
Und dann habe ich auch wieder etwas zum Anziehen, fügte der ANBU in Gedanken hinzu, denn er saß noch immer mit freiem Oberkörper herum. Seine alte Kleidung war so durchsetzt mit verkrustetem Blut oder zerschnitten und darüber hinaus regennass, sodass es wenig Sinn machte sich wieder darin zu kleiden. Da es am Tage aber glücklicherweise nicht zu kalt wurde, sah Junji darin vorerst kein Problem, auch wenn er es hasste so durch die Gegend zu laufen.
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Re: [Vergangenheit] Rettung im letzten Augenblick

Beitrag von Gast am Mi Apr 20, 2016 5:40 pm

Wortlos nahm Junji neben ihr am Feuer platz, was der ein oder andere vielleicht als unhöflich empfunden hätte, ruri jedoch nicht. Zum Einen, weil sie eigentlich selbst nicht unbedingt zu den Menschen gehörte, die mit Dauergerede um sich herum warfen, zum Anderen, weil sie diese Seite von Junji ja bereits kannte. Nicht nur das, sie mochte sie sogar. Es war nicht so, dass sie einem Gespräch mit ihm nichts abgewinnen konnte, aber sie fand dass es an Qualität gewann wenn man alles nichtssagende einfach wegließ. Sie hasste es zu plappern. Statt das also irgendwie zu bewerten bot sie ihm auch gleich etwas zu essen an und zog dann, nachdem Junji das Sushi gewählt hatte, die Dango freudestrahlend an sich heran. Spätestens jetzt würde man wohl merken, dass dieses Strahlen allein dem Essen galt. Mit riesigen Augen betrachtete sie die Dango und ließ ein: "Gerne, guten Appetit!" verlauten ohne den Hyuuga auch nur anzusehen. Sicher sah sie Junji gerne an und sicher war das generell unhöflich aber wenn es ums Essen ging war Ruri eben doch noch ganz die Alte. Fröhlich ließ sie einen Dango nach dem Anderen verschwinden, wirkte der Süße entgegen indem sie aus einer der anderen Schachteln noch Onigiri zwischendurch aß, um sich dann wieder über die Dango herzumachen während Junji eher sehr bedächtig aß, was Ruri mit einem skeptischen Seitenblick kurz bemerkte. Aber gut für sie! Vielleicht war er ja nicht so hungrig, sie jedenfalls starb quasi vor Hunger!

Fast als hätte er genau das erahnt erhob Junji gerade als sowohl die Dangoschachtel, als auch die Onigiri weggeputzt hatten die Sushi Schachtel hin. "Du bist schon satt...?" jeder normale Mensch hätte sie wohl korrigiert, dass die richtige Frage wäre ob sie immernoch nicht satt war, aber wenn es ums Essen ging war Ruri einfach schräg. Noch bevor Junji wirklich hätte antworten können hatte sie sich auch schon die Sushischachtel geschnappt und putzte auch diese weg, bevor ihr einfiel dass er ja etwas gefragt hatte. Das Sushi hatte einfach zu gut ausgesehen! "Je früher wir hier verschwinden desto besser, aaaber....", setzte sie an, legte die Schachtel weg und nahm die letzte vor ihr stehende und strahlte weiter vor sich hin "Erst gibts noch Kuchen!", flötete sie fröhlich und nahm das Stück Käsekuchen aus der Box, spielte einen Moment mit dem Gedanken zu teilen, doch leider hatte ihr Körper als sie zu dem Entschluss gekommen war ihm etwas anzubieten schon gehandelt und das halbe Stück war schon weg. Na,dann konnte sie den Rest auch noch verputzen!

"Ouhh..das war gut", seufzte die Uchiha und hielt sich für einen Moment den flachen Bauch, bevor sie sich aufraffte, die leeren Packungen wieder in der Schriftrolle verschwinden ließ und sich dann leicht streckte. "Gut! Lass und gehe...", setzte sie an und sah nun zu Junji herüber , geriet dann jedoch ins stocken während sich ihre Augen leicht weiteten und sich gleichzeitig ein rötlicher Schimmer auf die Wangen der Uchiha legte. "SEIT WANN BIST DU HALBNACKT!?!", in der Hitze des Gefechts hatte sie darauf nicht geachtet, dann war sie zu sehr mit seinem traurigen Gesichtsausdruck beschäftigt gewesen und schließlich damit zu essen. Es war traurig aber wirklich realisieren tat sie erst jetzt, dass der Kerl für den sie so geschwärmt hatte gerade halbnackt neben ihr gesessen hatte während sie Essen in sich reingestopft hatte das vermutlich einer Familie als Mittagessen locker gereicht hätte. Einen Schritt zurückgehend, hielt sie sich kurz die Hand vor die Augen, atmete kurz tief ein und aus und versuchte wieder halbwegs seriös zu werden. "Gehen wir!" und damit wandte sie sich um und stapfte los, versuchte dabei ziemlich bewusst Junji nicht anzusehen. Gott wo war das nächste Loch in dem sie sich verkriechen konnte?
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